CH-relevante Börsenthemen Jahr 2015

  • Die «atemberaubendsten» Aktien-Kursziele 18.12.2015 12:30 Der cash Insider nennt die abstrusesten Kursziele für Aktien aus der Schweiz und die nicht immer offensichtlichen Beweggründe dahinter. cash Insider Der cash Insider ist unter cashinsider auch auf Twitter aktiv. Lesen Sie börsentäglich von weiteren brandaktuellen Beobachtungen am Schweizer Aktienmarkt. *** Aktienanalysten werden gerne dafür kritisiert, mit und nicht gegen den Strom der allgemein vorherrschenden Marktmeinung zu schwimmen. Tun sie dies aber doch einmal, ists meist auch nicht recht. Das mag vor allem für die teils abenteuerlichen Kursziele gelten. Denn nicht selten ist die Argumentation der Banken und ihren Experten nur vorgeschobenen und ihr eigentlicher Beweggrund ein völlig anderer. So gesehen bei Sunrise Communications. Kurz nach der Publikumsöffnung vom Februar nahm die UBS die Erstabdeckung der Aktien mit "Buy" und einem 90 Franken starken 12-Monats-Kursziel auf. Im Zuge mehrerer Ergebnisenttäuschungen wurde dieses seither gekürzt. Mit 78 Franken liegt es aber weiterhin über dem ursprünglichen Ausgabepreis von 68 Franken für die Aktien – und das nicht ohne Grund. Immerhin gehörte die UBS zu den mit der Publikumsöffnung betrauten Banken. Dasselbe gilt für die Deutsche Bank. Sie empfiehlt die Papiere des Börsendebütanten sogar mit einem Kursziel von 80 Franken zum Kauf, was knapp 40 Prozent über den aktuellen Notierungen liegt. Preisvorstösse und Rabattaktionen des Rivalen Salt lassen darauf schliessen, dass die goldenen Zeiten im Schweizer Mobilfunkmarkt ein für alle Mal der Vergangenheit angehören. Erst vor wenigen Tagen versuchte die UBS anlässlich einer Road-Show vor Investoren in New York die Zweifel zu zerstreuen. Wie mir berichtet wird, gelang das der Grossbank nicht vollumfänglich. Das Prädikat "aufsehenerregend" erhält auch die heutige Kurszielerhöhung des für Vontobel tätigen Chefanalysten für die Papiere des Börsenlieblings Temenos. Diese sieht er neuerdings auf 65 (52) Franken klettern. Ob die Aktien um weitere 30 Prozent zulegen, nachdem sie im bisherigen Jahresverlauf bereits um 40 Prozent gestiegen sind, ist mehr als fraglich. Dazu bedürfte es schon weiterer Grossaufträge. In Anbetracht der geradezu euphorischen Haltung des Experten stellt sich die Frage: Liebäugelt dieser mit einem Wechsel auf die Lohnliste der Genfer Bankensoftwareschmiede? Er wäre jedenfalls nicht der erste mit solchen Ambitionen. Gerade angelsächsischen Banken wird nachgesagt, dass sie ihren aggressiven Kaufempfehlungen gerne mit optisch hohen Kurszielen Nachdruck verleihen. Dieses Klischee bedient derzeit vor allem Goldman Sachs. Erst kürzlich erhöhte die wohl mächtigste Bank der Welt das 12-Monats-Kursziel für die auf der "Conviction Buy List" geführten Bons von Roche auf 385 (340) Franken. Anders als seine Berufskollegen traut der verantwortliche Experte dem MS-Medikament Ocrelizumab einen Jahresumsatz von bis zu 8 Milliarden Dollar zu - mehr als doppelt so viel wie andere seiner Berufskollegen. Ob das noch einmal einen gut 40 Prozent höheren Börsenwert rechtfertigt, ist jedoch fraglich. Selbst den verschmähten Aktien von LafargeHolcim traut man bei Goldman Sachs über die nächsten zwölf Monate einen Kursanstieg von 39 Prozent auf 68,50 Franken zu. Dazu müsste sich die Nachfragesituation in den für den Weltmarktführer wichtigen Schwellenländern vermutlich grundlegend aufhellen. Für ein Kursziel fernab der Realität sorgt der für die Berenberg Bank tätige Experte bei den Papieren der Credit Suisse. Mit 16 Franken liegt dieses knapp 25 Prozent unter den aktuellen Kursnotierungen. In Erwartung milliardenschwerer Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten im laufenden Jahr und eines schwierigen Folgejahres lautet das Anlageurteil weiterhin "Sell". An dieser Stelle sei gesagt, dass der Experte die Aktien schon seit Jahren zum Verkauf empfiehlt. Diese Hartnäckigkeit überrascht, geht mit der vollzogenen Kapitalerhöhung und der geplanten Publikumsöffnung des Schweizer Geschäfts das eigentliche Argument der Berenberg Bank doch verloren. Es muss folglich mehr dahinterstecken... Ich warne entschieden davor, sich blind auf diese extremen Empfehlungen und Kursziele zu verlassen. Nicht selten sind die Beweggründe der Analysten völlig andere, als es scheint. CASH INSIDER

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  • Nebenwerte in der Hauptrolle Im Vergleich zum Schweizer Leitindex SMI haben sich Nebenwerte 2015 gut gehalten. Altbekannte Firmen schwingen obenaus, während berühmte Namen abstürzen. Von Ivo Ruch und Pascal Züger Die verschiedenen Turbulenzen an den Finanzmärkten im ablaufenden Jahr gingen auch am ausserbörslichen Aktienhandel nicht spurlos vorbei. Die Performance von nichtkotierten KMU gleicht einem Nullsummenspiel, wie ein Blick auf den entsprechenden Index zeigt. Im Vergleich zum Schweizer Leitindex SMI, der bis dato 4 Prozent verliert, ist das aber immer noch eine ansehnliche Bilanz. Ganz besonders auffallend ist die viel geringere Schwankung der ausserbörslichen Titel im Vergleich mit dem "offiziellen" Schweizer Aktienmarkt. Ein Beispiel: Als die Schweizerische Nationalbank Mitte Januar den als sicher geltenden Franken-Mindestkurs zum Euro aufhob, rasselte der Swiss Market Index (SMI) mehr als 14 Prozent in die Tiefe. Der Index für ausserbörsliche Aktien schwächte sich hingegen nur um etwa 2 Prozent ab. Das hat vor allem damit zu tun, dass diese Titel viel eher als langfristige Investments gehalten werden und weniger von Spekulanten dominiert sind. So gibt es diesem Segment auch keine Derivate. Zudem verhindert die vielerorts mangelnde Liquidität einen regen Handel, da sich viele Gesellschaften in Familienhand befinden. Es kann sein, dass eine Aktie tagelang nicht gehandelt wird. Die daraus entstehenden Vorteile sind nicht zu verachten, wie Andreas Langenegger, Aktienspezialist bei der Berner Kantonalbank, gegenüber cash sagt: "Aufgrund der geringeren Volatilität des Marktsegmentes können Anleger in unsicheren Zeiten mit einem Investment in ausserbörsliche Titel sicher besser schlafen. Zudem verfügen viele Gesellschaften über eine sehr hohe Substanz." So schafft es die Aktie von Holdigaz, die in diesem Jahr auf eine Performance von 3,5 Prozent kommt, auch in den Aktienfonds AMG Substanzwerte Schweiz, notabene seit Jahren einer der erfolgreichsten aktiv betreuten Fonds des Landes. Menzi Muck klettert kräftig Weil die nichtkotierten Aktien nicht über die Börse, sondern über spezielle Plattformen gehandelt werden, haben sie auch den Übernamen "Over the counter"-Aktien (was so viel heisst wie "über den Tresen"). Einer der Stars des Tresen-Handels ist seit mehreren Jahren der St. Galler Baggerhersteller Menzi Muck. Die Firma gehört zur Menzi Muck Gruppe, die an weiteren Ostschweizer Unternehmen beteiligt ist. Im laufenden Jahr ist die Aktie von 130 auf 174 Franken geklettert (siehe Tabelle). Die Bagger gelten als sehr innovativ und als internationale Branchenleader. Zu Beginn des Jahres präsentierte Menzi Muck mit dem Menzi Master M515 eine Weltneuheit. Mit einem Plus von 21 Prozent sorgte auch die Genfer Privatklinik Générale Beaulieu für Aufsehen. Der Kurssprung ist allerdings auf ein Einzelereignis zurückzuführen: Spekulationen auf eine Übernahme durch die zu Aevis Victoria gehörende Klinikgruppe Genolier Swiss Medical Network. Noch ist der Deal nicht im Trockenen, aber die Anleger hoffen offenbar, dass ein möglicher Kaufpreis über dem Börsenwert der Firma liegt. Mit den Pilatus-Bahnen (+11 Prozent) und der Schilthornbahn (+10 Prozent) reihen sich zwei Bergbahnen weit oben ein. Ein Trend, der sich auch an der Schweizer Börse zeigt, wo BVZ Holding und Titlisbahnen zu den Top-Aktien 2015 zählen. Das gilt allerdings nicht für alle Betreiber. Denn mit dem Wegfall der Euro-Untergrenze teilt sich die Schweizer Bahnen in vermehrt in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft auf, wie die Berner Kantonalbank in einer aktuellen Studie schreibt. Auf der einen Seite stehen Betriebe mit einem starken Sommergeschäft und Fokus auf asiatische Kunden. Auf der anderen Seite Bahnen mit grossem Wintergeschäft und vielen Kunden aus der Schweiz und aus dem Euro-Raum. Segment wird weiter wachsen Am unteren Ende der Rangliste stehen Firmen wie die Neue Zürcher Zeitung (-14 Prozent), die stark wachsende Versandapotheke Zur Rose (-4 Prozent) oder die Schweizer Zucker AG (-43 Prozent). Letztere leidet unter dem Zusammenbruch des Zuckerpreises, was im letzten Geschäftsjahr den Umsatz um 10 Prozent nach unten drückte. Trotz der niedrigen Bewertung und einer Dividendenrendite von 2,9 Prozent findet die Zucker-Aktie kaum Käufer. Mit Blick auf das nächste Jahr stellt sich die Frage, wie die Perspektiven für OTC-Aktien aussehen. Die Gesellschaften sind mit den gleichen strukturellen wie konjunkturellen Herausforderungen konfrontiert, wie die börsenkotierten Gesellschaften. Doch bleibt die Stimmung an den grossen Börsen verhalten, wie es viele Beobachter erwarten, sind die Aussichten für ausserbörsliche Aktien dennoch gut. Denn aufgrund des Anlagenotstands im aktuellen Negativzinsumfeld ist eine Zunahme des Anlegerinteresses am ausserbörslichen Segment zu erwarten, sagt Andreas Langenegger. Die Firmen überzeugen durch Stabilität, hohe Substanz und nachhaltige Dividenden. Und noch etwas dürfte den OTC-Markt antreiben. Immer mehr Firmen, welche aus regulatorischen und finanziellen Gründen die SIX verlassen, bereichern das Segment für ausserbörslichen Handel. Ein Trend, der anhalten wird, wie mehrere Experten glauben. Top 10 der ausserbörslich gehandelten Aktien 2015 Titel Performance seit 1.1.2015, in % Menzi Muck +34 Générale Beaulieu Holding +21 Kongress & Kursaal Bern +21 EW Jona-Rapperswil +14 Pilatus Bahnen +11 Wasserwerke Zug +11 Bernexpo Holding +10 Casainvest +10 Schilthornbahn +10 Bad Schinznach +9 Flop 10 der ausserbörslich gehandelten Aktien 2015 Titel Performance seit 1.1.2015, in % Schweizer Zucker -43 Cendres + Métaux -27 Zürichsee-Fähre -18 Neue Zürcher Zeitung -14 Plaston Holding -13 Soc. Suisse des Explosifs -10 Auto AG Holding -10 Sunstar Holding -10 Rapid Holding -9 Grand Resort Bad Ragaz -8 Quelle: cash.ch, Stand: 18.12.2015

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  • Flaue Sonntagsverkäufe wegen des warmen Wetters 20.12.2015 18:06 Bern (awp/sda) - Die Sonntagsverkäufe sind dieses Jahr für viele Detailhändler harzig verlaufen. Schuld daran, waren das warme und sonnige Wetter sowie der starke Schweizer Franken. "Wir hatten grosses Pech", sagte Andrea Bauer von der Migros-Genossenschaft Aare am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Durch das warme Wetter sei keine Weihnachts- und daher auch keine Kaufstimmung aufgekommen. Vor allem Wintersportartikel hätten unter mangelndem Interesse gelitten. Zudem liege der diesjährige Sonntag vier Tage vor Weihnachten und daher zu früh, um schon Lebensmittel einzukaufen. "Damit haben wir aber gerechnet", sagte Bauer. Gut weggekommen sind dagegen Weihnachtsbäume und Dekoration. SCHWEIZER KAUFEN IM AUSLAND EIN Auch die City-Vereinigung Zürich klagt über fehlenden Umsatz. "Wir haben unser Ziel flächendeckend nicht erreicht", sagte der Präsident Milan Prenosil. Er gibt vor allem dem starken Franken die Schuld an der fehlenden Einkaufslust. Touristen würden fehlen, aber auch Schweizer, die im Ausland oder online einkaufen gehen. Er schätzt, dass der diesjährige Verlust in der gesamten Schweiz noch grösser ausfallen wird als letztes Jahr. 2014 mussten die Schweizer Detailhändler laut Prenosil eine Einbusse von rund zehn Milliarden Franken hinnehmen. Den Sonntagsverkauf ausfallen zu lassen, ist für Prenosil aber keine Option. "Das käme einer Kapitulation gleich", sagte er. "Wir kämpfen um jeden Konsumenten." Auch Bauer von der Migros bestätigte: "Ein Sonntagsverkauf lohnt sich immer." Eingekauft hatten die Konsumenten gemäss Prenosil auch dieses Jahr traditionell. "Schmuck, Parfum und elektronische Gadgets kommen immer gut an", so der Präsident der City-Vereinigung. Besonders im Trend liege das Rollerboard - ein Art elektronisches Skateboard, das durch Balance angetrieben wird. LOEB ERWARTET GLEICHEN UMSATZ WIE LETZTES JAHR Gut besucht waren am Sonntag die Geschäfte von Manor. Insbesondere in Zürich war die Frequenz "erfreulich hoch", wie Sprecherin Elle Steinbrecher sagte. Gefragt waren auch dort Multimedia-Artikel, Parfum oder Bijouterie. Weniger gut lief es bei der der Winterbekleidung. Über den Umsatz konnte Steinbrecher mangels Vergleichbarkeit mit dem vergangenen Jahr noch keine Angaben machen. Zufrieden mit dem Verlauf des bisherigen Weihnachtsgeschäfts ist das Berner Detailhandelsunternehmen Loeb. Beim zweiten Sonntagsverkauf hatte es mehr Kundschaft in den Läden als beim ersten. Die Frequenz sei wie erwartet hoch gewesen, sagte Loeb-Sprecherin Nicole Studer der sda am Sonntag. Insgesamt werde ein Umsatz etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes sei dies ein erfreuliches Resultat. Besonders gross war bei Loeb der Andrang in den Abteilungen Haushalt und Spielwaren. Beliebt sind in diesem Jahr Koch- und Backutensilien. Besonders multifunktionelle Küchenmaschinen seien ein Verkaufsschlager, sagte Studer. Bei den Spielwaren verkauften sich Lego und Spielsachen aus Holz gut. Etwas harziger im Vergleich zu anderen Jahren entwickle sich das Geschäft mit der Damenmode. Auffällig sei bei der Mode allgemein ein Trend zu hochwertiger Ware wie etwa Kaschmirpullis. Coop sagte auf Anfrage, es sei noch zu früh für eine Einschätzung zum Weihnachtsgeschäft. Eine Umsatzmeldung ist in der ersten Januarwoche zu erwarten. cp (AWP)

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  • Habe in der Zwischenzeit noch etwas verbilligt und bin nun bei 94 EP. Kupfer zeigt eine Bodenbildung und die Fuehrung war ja auch nicht gerade untätig mit Massnahmen einleiten. Ich hoffe, die Aktie macht uns nächstes Jahr mehr Freude


    Was mich an der Aktie positiv stimmt, ist der Gewinn durch die Handelstätigkeit was einen guten CashFlow garantiert. Handel mit volatilen Preisen sollte ja ziemlich lukrativ sein, und Volatilität ist ja nun massenweise da.

  • Bescheidene Lohnerhöhungen 2016 21.12.2015 12:49 (Mit Angaben aus der Medienkonferenz durchgehend ergänzt) Bern (awp/sda) - Zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten im nächsten Jahr keinen höheren Lohn. Die meisten allerdings dürfen sich auf einen kleinen Anstieg freuen. Trotz Minusteuerung fressen die gestiegenen Krankenkassenprämien den Reallohnanstieg aber weg. Verbreitet resultierte aus der Lohnrunde für 2016 ein Anstieg zwischen 0,5% und 1%, wie der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse am Montag vor den Medien in Bern bilanzierte. Dieser wird in den meisten Fällen individuell gewährt. Bei einer Minusteuerung von 1% im laufenden Jahr würde unter dem Strich ein Reallohnanstieg stehen. Die gestiegenen Krankenkassenprämien machen das aber zunichte. Überhaupt sei bei den diesjährigen Lohnverhandlungen vielerorts die Minusteuerung vorgeschoben worden, beklagt Travail.Suisse. Besonders in Industrie und Gewerbe resultierte eine Nullrunde. Die Betroffenen müssten also trotz geringerer Lebenshaltungskosten den Gürtel enger schnallen. TEUFEL AN DIE WAND GEMALT Wie Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse sagte, malten die Arbeitgeber zu Beginn der Verhandlungen wegen der Frankenstärke Stellenabbau, Arbeitszeitverlängerung und Lohnverzicht den Teufel an die Wand. Auch wenn sich die Situation nach der Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank nicht wie prophezeit verschlechtert habe, seien die Lohnverhandlungen "äusserst zäh" und mühsam verlaufen. Die Frage lautete gemäss Fischer: Wo liegt etwas drin und wo stehen die Arbeitsplätze im Vordergrund? MANGELNDE SOZIALPARTNERSCHAFT Im Ganzen müsse die Lohnrunde 2016 als unbefriedigend beurteilt werden, sagte Fischer. Seitens der Arbeitgeber habe es eindeutig an sozialpartnerschaftlichem Verständnis gefehlt. Stattdessen propagierten bürgerliche Politiker eine Lockerung des Arbeitsgesetzes etwa bei der Arbeitszeiterfassung, den Ruhezeitvorschriften und der Sonntagsarbeit. Auch bei den Frauenlöhnen und beim Vaterschaftsurlaub habe es kaum Fortschritte gegeben. Beim ersten Punkt müssten die Vorschläge des Bundesrats mit griffigen Massnahmen ergänzt werden, die Freiwilligkeit habe nachweislich nichts gebracht. Beim zweiten Punkt würden die Delegierten von Travail.Suisse im April über eine Initiative für 20 Tage Vaterschaftsurlaub befinden. ARBEITSZEITVERLÄNGERUNG SCHLECHT HONORIERT "Essig statt Wein": So apostrophierte Arno Kerst, Präsident der Gewerkschaft Syna, die Lohnrunde. Zahlreiche Arbeitnehmer hätten mit einer Verlängerung der Arbeitszeit zum Gedeihen ihres Betriebs beigetragen. Als Dank dafür müssten sie ohne Lohnerhöhung auskommen und hätten nicht einmal eine befristete Garantie ihres Arbeitsplatzes. In vielen Branchen, etwa bei der Gesundheit, werde eine "Pflästerli-Politik" mit individuellen Lohnerhöhungen betrieben, wenn es an Personal fehle. In neun zu Syna gehörenden Branchen gebe es 2016 keine Lohnerhöhung, in fünf davon bereits zum zweiten Mal oder seit noch längerer Zeit. Eric Dubuis, Westschweizer Sekretär der Hotel & Gastro Union, bezeichnete als positivsten Punkt des Jahres die Verlängerung des Gesamtarbeitsvertrags im Gastgewerbe bis Ende 2016. Die Verhandlungen für die Zeit danach seien angelaufen. BUNDESPERSONAL VOR ADERLASS Stefan Müller-Altermatt, Präsident von Transfair und CVP-Nationalrat (SO), erklärte, bei seiner Klientel mache sich Unmut breit. Abgesehen von individuellen Lohnerhöhungen und Einmalzahlungen habe nichts herausgeschaut. Transfair vertritt Arbeitnehmende aus den Bereichen Verkehr, Kommunikation, Post und Logistik sowie öffentliche Verwaltung. Beim Bund stünden nach einer Nullrunde wegen des "happigen Sparprogramms" 500 bis 700 Stellen auf der Kippe, sagte Müller-Altermatt. Die eidgenössischen Räte hätten in der Wintersession zudem die Vollzeitstellen der Bundesverwaltung bei 35'000 eingefroren. Es sei aber ein Unsinn, eine Verwaltung über die Stellenzahl statt über die Aufgaben zu steuern - Aufgaben, die ihr letztlich das Parlament zuweise. Überhaupt sei auffallend, dass die Lohnverhandlungen in etlichen Unternehmen des Service public ohne Ergebnis geblieben seien. Müller-Altermatt nannte dabei etwa die Südostbahn. In anderen Betrieben des öffentlichen Verkehrs habe die Lohnrunde merklich im Schatten des Spardrucks der öffentlichen Hand und des Nachholbedarfs im Unterhalt der Infrastruktur gestanden. (AWP)

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  • Exporte schrumpfen im November Im November sind die Exporte der Schweiz arbeitstagsbereinigt um 3 Prozent gesunken. Dabei waren die Exporte der Uhren- und Maschinenindustrie markant rückläufig. Gleichzeitig legten die Importe um 1 Prozent zu. Den zusätzlichen Arbeitstag im November gegenüber dem Vorjahr eingerechnet, wuchsen sowohl die Exporte als auch die Importe, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte. Die Exporte legten um 1 Prozent auf 18,3 Milliarden Franken zu. Die Importe wuchsen um 5,6 Prozent auf 15,1 Milliarden Franken. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 3,1 Milliarden Franken. Das sind 607 Millionen Franken weniger als im November 2014. Bei den Exporten mussten die einheimischen Produzenten einen Preisrückgang von 3,4 Prozent hinnehmen. Arbeitstagsbereinigt resultierte nominal ein Rückgang um 3 Prozent, real ein Zuwachs von 0,5 Prozent. Exportlokomotive blieb mit dem dritten Zuwachs in Folge die pharmazeutische und chemische Industrie. Sie steigerte die Ausfuhren nominal um knapp 7 Prozent. Über dem Vorjahresergebnis lagen auch die Exporte von Bijouterie- und Juwelierwaren. Demgegenüber stand die Uhrenindustrie mit einem Rückgang um 5,6 Prozent, um den zusätzlichen Arbeitstag bereinigt sogar um 9,5 Prozent. Das ist der fünfte Rückgang in Folge. Die Importe wurden gemäss EZV von den Arzneimitteln angetrieben. Innert Jahresfrist wuchsen sie nominal um 5,6 Prozent und real um 8,3 Prozent. Die Preise der eingeführten Waren sanken um 2,5 Prozent. Wegen des starken Preisrückgangs lagen die Energieträger mit einem nominalen Minus von 27 Prozent weiterhin tief im roten Bereich. (SDA)

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  • Fed-Zinserhöhung bei jeder zweiten Sitzung? Die US-Notenbank Federal Reserve könnte nach Einschätzung ihres Mitglieds Dennis Lockhart in den kommenden Monaten bei jeder zweiten Sitzung des zuständigen Gremiums eine Zinserhöhung beschliessen. Die von der Fed in Aussicht gestellte behutsame Anhebung bedeute kaum einen Zinsschritt bei jedem Treffen des Offenmarktauschusses, sagte der Präsident der Federal Reserve von Atlanta am Montag einem örtlichen Radiosender. Das geplante Tempo entspreche eher einer Anhebung bei jeder zweiten Zusammenkunft. Die Fed hatte vergangene Woche erstmals seit fast zehn Jahren den Leitzins erhöht. Die nächsten Zins-Sitzungen sind im Januar und März. Insgesamt trifft sich der Offenmarktausschuss acht Mal im Jahr. Mit seiner Prognose von einem Zinsschritt bei jeder zweiten Sitzung liegt Lockhart im Rahmen der Erwartungen seiner Kollegen: In ihren aktuellen Prognosen gehen die Währungshüter im Mittel von drei bis vier Zinsschritten im kommenden Jahr aus und veranschlagen für Ende 2016 einen Satz von 1,375 Prozent. Am vergangenen Mittwoch hob die Fed die Zinsspanne auf 0,25 bis 0,5 Prozent an. Zuvor hatte der Schlüsselsatz sieben Jahre nahe null gelegen. (Reuters)

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  • US-Börsen: Weihnachtsrally kommt in Fahrt Die US-Aktienindizes haben am Dienstag ihre Kursgewinne vom Vortag ausgebaut. Aus der Weihnachtsrally scheine doch noch etwas zu werden, kommentierten Händler. Auch die Aussicht auf weitere Wirtschaftsanreize in China sorge für Auftrieb. Der Dow Jones Industrial legte zum Handelsschluss um 0,96 Prozent auf 17 417,27 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,88 Prozent auf 2038,97 Punkte aufwärts. An der Nasdaq gewann der Nasdaq 100 0,63 Prozent auf 4589,26 Punkte. Nike vor Zahlen fest Schwache Daten vom US-Immobilienmarkt blendeten die Anleger aus. Bei den Verkäufen bestehender Häuser hatte es im November den stärksten Rückgang seit 2010 gegeben, womit die Prognosen der Bankvolkswirte klar verfehlt wurden. Die US-Wirtschaft war zudem im Sommer etwas schwächer gewachsen als in einer vorherigen Schätzung zunächst ermittelt. Gleichwohl fiel die nun veröffentlichte dritte Schätzung, der zufolge das Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet um 2,0 Prozent zugelegt hat, etwas besser aus als von Ökonomen erwartet. Energie-Aktien profitierten von den wieder gestiegenen Rohstoffpreisen. So gewannen Chevron Corp. gut 1 Prozent, nachdem es für die Papiere des Ölkonzerns seit vergangenem Donnerstag abwärts gegangen war. Die Papiere von Nike legten um 1,58 Prozent zu. Anleger warten gespannt auf die neuesten Geschäftszahlen des Sportartikelkonzerns, die in Kürze veröffentlicht werden. Caterpillar an der Spitze Die Aktien des Einzelhändlers Wal-Mart Stores rückten um 1,66 Prozent vor. Börsianer begründeten dies mit den jüngsten US-Wirtschaftsdaten, aus denen hervorgehe, dass die Konjunktur weiterhin vor allem von ausgabefreudigen Verbrauchern getragen werde. An der Dow-Spitze sprangen die Titel des Baumaschinen-Herstellers Caterpillar um knapps 5 Prozent nach oben. Händler verwiesen auf positive Äusserungen eines Analysten. Im Fokus steht zudem Netapp . Das Unternehmen für Datenspeicherlösungen will den Flash-Speicherspezialisten SolidFire für 870 Millionen US-Dollar (795 Millionen Euro) in bar kaufen. Für die Netapp-Papiere ging es um fast 5 Prozent nach unten, womit sie ihre Verluste aus dem frühen Handel allerdings verringerten. Ein Analyst sprach gleichwohl von einem intelligenten strategischen Zukauf. Der Deal sollte helfen, die Produktfamilie auf Flash-Anwendungen auszuweiten. (AWP)

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  • 2015 war das Jahr der Bären Geldverwaltern fällt es oft schwer, Gewinner zu erkennen. Bei Verlierern gelingt das dagegen besser. Zum Beispiel Whitney Tilson, der Geld verdient, indem er auf fallende Aktienkurse setzt. Vergangene Woche schloss der Short Seller seine Position gegen Lumber Liquidators Holdings, die er von einem Kurs von etwa 100 Dollar bis weniger als 20 Dollar begleitete. Er trug zum Kursverfall bei, indem er 2013 Verdächtigungen über die Bodenbeläge der Firma veröffentlichte. Oder die Kampagne gegen Valeant Pharmaceuticals International von Andrew Left und seiner Citron Research in diesem Herbst. Valeant war bereits von Politikern und John Hempton von Bronte Capital geprügelt worden, und die Aktie sackte ab, als Left die Firma mit Enron verglich. Damit trug er am stärksten zur Abwärtsspirale des Pharmaunternehmens bei. Leerverkäufer sind nicht prominent Short Seller - oder Leerverkäufer - sind nicht besonders prominent. Selbst Bill Ackman ist ausserhalb der Finanzwelt relativ unbekannt. Aber in der heutigen Zeit, wo der sechsjährige Bullenmarkt allmählich an Kraft verliert, richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte wie nie zuvor auf Bären wie Tilson. Hinzu kommt, dass sich heutzutage jeder mit einem Twitter-Konto anonym als Hobbyanalyst betätigen und Aktien niederreden kann. Und mit dem Kinofilm "The Big Short" stehen Leerverkäufer, die sonst oft als Schurken gelten, vielleicht erstmals öffentlich als die Guten da. Während Stock Picker Kunden verlieren, haben einige Erfolge von Short Sellern diese Strategie populärer gemacht. Der Datenanbieter Activist Shorts hat in diesem Jahr 171 öffentliche Short-Kampagnen dokumentiert - 2014 waren es nur 145. In den USA hat die Leerverkaufsquote jüngst den höchsten Stand seit der Finanzkrise erreicht. Gutes Jahr für Short Seller Das Jahr endet für Short Seller sehr viel freundlicher als es begonnen hatte. Nach einigen schweren Jahren während des Bullenmarkts in den USA sah es in der ersten Jahreshälfte zunächst weiterhin schlecht aus. Es gab einen Fusionsboom und billige Kredite, und aktivistische Investoren trugen dazu bei, die Aktien schwacher Unternehmen zu stützen. “Anfang Juli hat sich das geändert”, sagt Amir Madden von der GAM Holding. Ängste wegen einer Abkühlung in China gingen am Markt um, und die Rohstoffpreise sackten ab. Milliarden wurden an den globalen Aktienmärkten ausgelöscht. Plötzlich entwickelten sich die Dinge zugunsten der Short Seller, mit einem starken Bruch und einer Zunahme der Volatilität, während die Sommerflaute weiterging. “Manager, die in Einzelwerten short waren und gegen Indizes wetteten, zeigten allmählich eine starke Performance." Left nutzte die Bekanntheit, die er sich mit Valeant erworben hatte. Mit seiner Kritik am Pharmaunternehmen Mallinckrodt schickte er dessen Aktien auf Talfahrt. Zwar zogen die Erfolge im Pharmabereich die meiste Aufmerksamkeit auf sich, aber Citron hat mindestens 55 Short-Kampagnen öffentlich gemacht. In einem Interview scherzte Left, er habe "nur" 14 Jahre Short Selling gebraucht, um einen Übernachterfolg zu erzielen. Auch Tilson verbuchte einen Erfolg nach dem anderen. Als er im November eine Studie herausgab, in der er die Qualität der Bodenbeläge des Möbelhändlers Wayfair anzweifelte, gaben auch dessen Aktien nach. Zwar habe es auch misslungene Wetten gegeben, aber insgesamt sei das Jahr "spektakulär" gut verlaufen, erklärt er. Zuvor hatte er bereits erfolgreich Lehman Brothers leerverkauft, nur Monate, bevor die Bank 2008 zusammenbrach. Carson Block ist ein weiterer Shortseller, der ein fantastisches Jahr 2015 verkündet. Im April brachte seine Firma Muddy Waters einen skeptischen Bericht über den Cashflow von Noble Group heraus und krönte das Jahr letzte Woche, indem sie die Finanzen der französischen Casino Guichard-Perrachon in Frage stellte, worauf deren Aktien abstürzten. Nachdem die Bullenmärkte und Zinsen nahe null jahrelang die Aktienkurse gestützt haben, sagt Block, dass es nun die Zeit der Short Seller gekommen sei. “Die Schulden, die die Unternehmen in den letzten Jahren aufgenommen haben, schlagen nun auf sie zurück", sagt Block. “Aktivisten sagen jetzt, das ist nicht richtig, dieses Wachstum ist nicht so, wie die Investoren glauben dass es sei. Bis jetzt sind es eher die Aktivisten als organische Blasen, die platzen. Aber nicht mehr lange, und wir werden organische Blasen platzen sehen." Eine Mail schickt den Aktienkurs in den Keller Bis jetzt aber geben die Short Seller den Ton an. Tilson zum Beispiel fiel im November etwas Merkwürdiges auf. Er schickte eine E-Mail an rund 200 Kunden und Freunde, in der er die Wette eines anderen Short Sellers gegen Universal Insurance Holdings lobte. Die Nachricht enthielt gar keine genaue Liste angeblicher Fehler, aber in dem Augenblick, als er auf "Senden" klickte, begann die Aktie zu fallen. Sie verlor an dem Tag 17 Prozent. Dabei war das gar nicht seine Absicht gewesen. “Eine kleine E-Mail verschicken und zuschauen, wie die Aktie fällt", sagte Tilson. "Das hat mich überrascht. Die Häufigkeit von Short-Kampagnen hat stark zugenommen, und die Auswirkungen ebenfalls." (Bloomberg)

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  • Trübe Aussichten für Schweizer Wirtschaft Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich ist im Dezember 2015 gegenüber dem Vormonat um 0,7 Punkte auf 96,6 Stellen zurückgefallen. Dabei wurde der Vormonatswert auf 97,3 von 97,9 Punkten nach unten revidiert. Damit bleibe der eingetrübte Ausblick für die Schweizer Wirtschaftsentwicklung bestehen, wie es in einer Mitteilung der KOF vom Mittwoch heisst. Der für Dezember ausgewiesene Wert liegt damit innerhalb der Erwartungen der Experten. Von AWP befragte Ökonomen hatten für das Barometer einen Stand zwischen 95,2 und 98,0 Punkten prognostiziert. Wie im Vormonat sei der Rückgang des Konjunkturbarometers im Dezember hauptsächlich vom Stimmungsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe getrieben gewesen, kommentiert die KOF. Dies sei ein Hinweis darauf, dass die Auswirkungen des Frankenschocks noch nicht überwunden seien. Negative Tendenzen aus dem Baugewerbe Weitere negative Tendenzen kamen von Indikatoren aus dem Baugewerbe sowie von konsumbezogenen Indikatoren. Teilweise seien diese von einer positiveren Dynamik bei der ausländischen Nachfrage sowie einem günstigeren Ausblick in der Finanzbranche ausgeglichen worden. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes habe sich der Ausblick für die Maschinenindustrie sowie für die Textilbranche verbessert, so die KOF. Leicht positive Tendenzen liessen sich in der Elektro-, der Papier- sowie in der Holzindustrie beobachten, die allerdings vom eingetrübten Ausblick in der Metall-, der Nahrungsmittel sowie in der Spezialindustrie überschattet wurden. Der Stimmungsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe zeigte sich primär bei der Beurteilung der Produktion sowie des Bestellungseingangs, heisst es. Gleichzeitig kämen positive Impulse von den Indikatoren in Bezug auf die Beurteilung des Personalbestands sowie der Zwischenprodukte. Das KOF Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es ist ein Sammelindikator, der sich aus 238 Einzelindikatoren zusammensetzt. (AWP)

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  • Ausverkauf bei «Junk Bonds» irritiert Anleger

    Der Preiszerfall bei «Ramschanleihen» sorgt an den US-Aktienmärkten für Verunsicherung. Denn die Entwicklung dieser «Junk Bonds» gilt als Frühindikator für die Börsenkurse. Wird nun Europa von der Verunsicherung erfasst?


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    Ansteckungsgefahr machen die Strategen bestenfalls bei den europäischen Automobilherstellern und den Rohstoffproduzenten aus. Gerade bei letzteren drücke der Schuh bei der vergleichsweise hohen Fremdverschuldung. Ausserdem hätten diese beiden Wirtschaftszweige in der Vergangenheit die grösste Anfälligkeit aufgewiesen, nicht zuletzt auch aufgrund der hohen Abhängigkeit von den Schwellenländern. Diese gelten nämlich seit je her ebenfalls als verletzlich für von Amerika ausgehenden Schockwellen.


    http://www.cash.ch/news/front/…tiert_anleger-3403063-449

  • Ungewöhnliche Wette gegen den Franken Von wegen besinnliche Adventszeit: Unter den führenden Wirtschaftsnationen tobt weiterhin ein unerbittlicher Abwertungswettlauf. Seit wenigen Wochen hat dieser mit China einen neuen aber nicht weniger bedeutenden Teilnehmer. Obwohl es die Amerikaner waren, welche den Startschuss für den Abwertungswettlauf gaben, verfolgen diese das Schauspiel mittlerweile von der Zuschauertribüne aus. Das überrascht, wird der starke Dollar für die dortige Wirtschaft doch immer mehr zur Hypothek. Offiziell gibt es so etwas wie den Abwertungswettlauf unter den führenden Wirtschaftsnationen übrigens gar nicht. Man will schliesslich keine schlafenden Hunde wecken, schon gar nicht den Bürger auf der Strasse. Denn dieser hegt noch immer blindes Vertrauen in die Werthaltigkeit des Papiergeldes. Erst dieses Vertrauen macht einen solch heftigen Streit überhaupt möglich. Gerade Japan zieht alle Register, um die heimische Währung künstlich zu schwächen. Egal ob Nullzinsen, Anleihen- oder Aktienkäufe – der Zweck heiligt die Mittel. Allerdings stösst die japanische Zentralbank immer mehr an die Grenzen ihrer Geldpolitik. Längst laufen die im Keller stehenden Notenpressen im Grenzbereich. Bei einer noch grösseren Betriebsgeschwindigkeit drohen sie zu überhitzen. Dennoch ist der Yen zuletzt wieder stärker und nicht mehr schwächer geworden, und selbst der japanische Aktienmarkt zeigt Anzeichen einer Ermüdung. Umso mehr überrascht eine Empfehlung von Morgan Stanley an die eigene Devisenkundschaft. Die mächtige amerikanische Grossbank rät nämlich nicht nur zu Wetten gegen unseren Franken, sondern gar zum Kauf von Yen gegen Franken. Bisweilen beschränkte man sich bei Morgan Stanley auf den Verkauf von Franken gegen Dollar. Auch diese Empfehlung bekräftigen die Amerikaner nach dem jüngsten Rücksetzer beim Greenback. Dass der Franken nun sogar schlechter als der künstlich tief gehaltene Yen sein soll, überrascht schon sehr. Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) das Zielband für den 3-Monats-Libor-Zins in den negativen Bereich senkte. Mittlerweile wird den Geschäftsbanken sogar ein Negativzins von 0,75 Prozent in Rechnung gestellt. Den Währungsstrategen von Morgan Stanley zufolge greift dieser Negativzins hierzulande immer stärker um sich, fallen bisherige Ausnahmeregelungen doch nach und nach weg. Mit steigendem Risikoappetit der Akteure an den Devisenmärkten werde der Franken an Wert verlieren, so sind sich die Experten sicher. Nicht nur den Euro, auch den Dollar sehen sie bis Ende nächsten Jahres auf 1,15 Franken klettern. In Anbetracht des Aufwärtspotenzials von gut 16 Prozent innerhalb der nächsten 12 Monate müsste man eigentlich blindlings Dollar kaufen. Wäre da nicht der Yen, welchem die Strategen sogar einen Anstieg um mehr als 22 Prozent zutrauen. Nachdem Micronas eine Übernahmeofferte der japanischen TDK vorliegt, gibt es zumindest aus Sicht eines Schweizer Aktienanlegers keine Wettmöglichkeiten auf einen festeren Yen mehr. Die Möglichkeit eines Devisentermingeschäfts oder einer Währungsoption bleibt - sofern Morgan Stanley denn richtig liegt. CASH INSIDER

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  • Aktien Tokio Schluss: Nikkei beendet 2015 auf 19-Jahres-Schlusshoch 30.12.2015 08:39 TOKIO (awp international) - Die Börse in Tokio hat am Mittwoch nach Gewinnen der Wall Street zugelegt und den Leitindex Nikkei auf den höchsten Jahres-Endstand seit 1996 getrieben. Der Auswahlindex für 225 führende Werte stieg um 51,48 Punkte oder 0,27 Prozent auf 19 033,71 Zähler. Damit kletterte das wichtigste japanische Börsenbarometer erstmals seit zwei Wochen auch wieder über die 19 000-Punkte-Marke. Der breit gefasste Topix legte um 3,91 Punkte oder 0,25 Prozent zu und endete beim Stand von 1547,3 Zählern. Händler begründeten die Zuwächse mit der guten Marktentwicklung in den USA und den zwischenzeitlich wieder leicht gestiegenen Rohöl-Preisen, die am Mittwoch jedoch wieder nachgaben. Im Dezember war die Bilanz der Tokioter Börse durchwachsen: Der Nikkei büsste auf Monatssicht um 3,6 Prozent, der Topix um knapp 2,1 Prozent ein. Demgegenüber steht im Rückblick auf das Gesamtjahr aber ein grosses Plus von 9,07 Prozent beim Nikkei und 9,93 Prozent beim Topix. Ein wichtiger Treiber für die unterm Strich gute Börsenbilanz Japans 2015 waren bessere Chancen für die traditionell starken Exporteure des Landes. Der Yen verlor an Aussenwert, wodurch ausgeführte Produkte auf dem Weltmarkt günstiger angeboten werden konnten. Zudem wirkte die aggressive Lockerung der Geldpolitik der japanischen Zentralbank, die bereits im April 2013 begonnen hatte, weiter nach. Von Donnerstag bis Sonntag bleibt die Börse in Tokio geschlossen. Nach Silvester und den kurzen Neujahrs-Ferien beginnt der Handel am japanischen Aktienmarkt dann wieder am Montag./tk/jap/DP/das (AWP)

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  • UBS-Konsumindikator steigt im November leicht 30.12.2015 08:30 Zürich (awp) - Der UBS-Konsumindikator ist im November 2015 um 0,03 auf 1,66 Punkte gestiegen, wobei der Vormonatswert um 0,03 Punkte nach oben revidiert wurde. Damit setze sich der positive Trend der letzten Monate fort und indiziere damit weiteres Wachstum des Privatkonsums in den kommenden Monaten, schreiben die Ökonomen der Grossbank in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Grundlage dafür bilden die weniger pessimistischen Erwartungen des Detailhandels sowie die gestiegenen Immatrikulationen von Neuwagen. Die monatliche Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) weise auf eine erfreuliche Tendenz im Detailhandel hin, heisst es: Der im November erhobene Indexwert für den Geschäftsgang nähert sich langsam den Werten vor der Aufhebung des EUR/CHF-Mindestkurses an. Auch Neuwagen verkaufen sich wieder besser. So seien im November 11% mehr neue Personenwagen in Verkehr gesetzt worden als noch im selben Monat letztes Jahr. Verhalten entwickelt sich dagegen der Tourismus. Die Hoteliers spürten vermehrt den Druck der relativ günstiger gewordenen ausländischen Konkurrenz, heisst es dazu. Der Privatkonsum wuchs im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal real um 1,2%. Im vierten Quartal könne das Wachstum - unterstützt durch fallende Konsumentenpreise - sogar noch an Dynamik gewinnen, glauben die Spezialisten der Grossbank. Die Bremsspuren der Frankenstärke würden jedoch langsam sichtbar: Die weiter steigende Arbeitslosenquote dürfte das verfügbare Haushaltseinkommen und damit auch das Wachstum des Privatkonsums mittelfristig limitieren. Der Konsumindikator zeigt laut UBS mit einem Vorlauf von ein bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50% die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Berechnet wird der Index aus folgenden sechs konsumnahen Grössen: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden. uh (AWP)

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