Der demographische Wandel

  • Crocc hat am 27.09.2017 16:13 geschrieben:

    Quote

    Hauptsächlich die rechten Parteien haben die Rentenreform 2020 abgelehnt. Damit haben wir das Rentenalter 65 für Frauen nicht angeglichen, die Absenkung des Umwandlungssatzes bis 6,0 abgelehnt und die Mitfinanzierung von 0,3 % MWSt verloren. All das nur um 70 Franken AHV-Kompensation zu verhindern.
    Wie kann man nur so kurzsichtig und besserwissend dies alles vermasseln ! All diese Anpassungen sind vordringlich neu zu regeln. Wir werden sehen, was SVP und FDP vorschlagen werden, denn sie sind in der Verantwortung. Jedenfalls wird es schwierig all das durchzusetzen und wesentlich teurer.

    Wenn man

    • die MwSt-Sätze wieder auf den aktuellen Stand für die AHV erhöht
    • das ganze Demographieprozent (ca.0.2%) - wie mit der Reform beabsichtigt - der AHV zukommen lässt
    • nach Ablauf (31.12.2030) der FABI die 0.1% auch der AHV zukommen lässt

    wäre schon mal etwas Zeit gewonnen

  • Die Babyboomer hinterlassen grosse Lücken

    Ab 2021 werden auch in der Schweiz die geburtenstarken Jahrgänge pensioniert. Dabei hinterlassen sie in einigen Bereichen Lücken, die sich nur schwer füllen lassen – vor allem im Gesundheitswesen.


    Die Auswirkungen auf den Schweizer Arbeitsmarkt durch die Pensionierung der geburtenstarken Jahrgänge werden laut einer Studie der Credit Suisse in den nächsten zehn Jahren immer stärker spürbar. Besonders im Gesundheitswesen dürfte es zu grossen Lücken kommen.


    Die sogenannten «Babyboomer» der Jahrgänge bis 1964 hinterlassen innerhalb der nächsten Dekade eine grosses Loch im hiesigen Arbeitsmarkt. Die Studienautoren prognostizieren, dass in den kommenden zehn Jahren rund 1,1 Millionen Personen ins Rentenalter kommen werden. Davon seien rund 833'000 Erwerbspersonen. Dies bedeute konkret, dass bereits ab 2021 mehr Erwerbspersonen in den Ruhestand gehen, als 20-Jährige in den Arbeitsmarkt eintreten.


    Und die Schere zwischen der Anzahl neu Pensionierter und nachrückender Arbeitskräfte werde sich in den kommenden Jahren weiter öffnen. Zum Höhepunkt der Pensionierungswelle im Jahr 2029 werden laut den Berechnungen rund 18'500 Erwerbspersonen mehr den Arbeitsmarkt verlassen, als junge Arbeitnehmer dazukommen.


    Die Schätzungen der Credit Suisse beruhen auf der Annahme, dass die Arbeitslosenquote und somit der Anteil der Erwerbstätigen in diesem Zeitraum auf dem heutigen Niveau verharrt und sich die Zuwanderung (Migrationssaldo) bei rund 45'000 Personen pro Jahr einpendelt, wie der am Dienstag veröffentlichten Studie zu entnehmen ist.


    Gesundheitswesen besonders betroffen


    Ausgehend von diesem Szenario benennen die Ökonomen der Grossbank auch diejenigen Wirtschaftszweige, die von der Rentnerwelle besonders betroffen sein dürften. Laut Credit Suisse sind dies die Landwirtschaft, die traditionelle Industrie, die Verkehrs- und Transportbranche sowie die administrativen und sozialen Dienste.


    Auf Letztere und insbesondere auf das Gesundheitswesen gelte es, ein besonderes Augenmerk zu legen. Denn aufgrund des zuletzt starken Wachstums dieser Branche und des im Verhältnis zu anderen Sektoren geringen Potenzials zur Automatisierung rechnen die Ökonomen hier mit einer besonders prekären Arbeitsmarktsituation.


    In einer etwas bessere Ausgangslage bezüglich der anrollenden Pensionierungswelle seien hingegen Branchen wie die Spitzenindustrie oder die Unternehmensdienstleistungen. In diesen Sektoren sei die Anzahl Arbeitnehmern aus der «Babyboomer»-Generation geringer und der Spielraum für Digitalisierung und Automatisierung höher.

  • Demografischer Wandel nutzen für flexibles Rentenanlter

    Vielleicht bieten die vielen Arbeitsabgänge die Chance für ein flexibles Rentenalter zwischen 62 und 70 Jahren. Die Rentenkürzungen bis 65 Jahre sollten teilweise mit den Zusatzzahlungen von 66 - 70 Jahre quersubventioniert werden, bei AHV und Pensionskassen. Damit könnten Arbeitnehmer, je nach Gesundheit und Arbeitswille länger (auch Teilzeit) arbeiten, in Absprache mit dem Unternehmen. Wer früher austreten muss oder will, hätte eine kleinere Einbusse und die EL würde eher entlastet. Die sinkenden Altersrenten lassen sich entsprechend aufbessern, ohne das Rentenalter fix anzuheben. Auch Konjunkturschwankungen lassen so einen flexibleren Arbeitsmarkt zu,

  • 50 Prozent lehnen ein höheres Pensionsalter ab


    Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge gegen ein höheres Rentenalter.


    17.11.2019 14:34


    Laut der repräsentativen Erhebung der Versicherung Axa Schweiz befürworten nur 42 Prozent eine Anpassung des Pensionsalters an die Lebenserwartung, wie die "NZZ am Sonntag" schreibt. 50 Prozent sind dagegen, während 8 Prozent keine Meinung haben.


    Einzig die Erhöhung des Frauen-Rentenalters auf 65 ist mehrheitsfähig und kommt auf einen Ja-Anteil von 64 Prozent. Gemäss der Erhebung werden die finanziellen Perspektiven von AHV sowie Pensionskassen skeptisch beurteilt. Lediglich jeder dritte Befragte bezeichnet sein Vertrauen in die erste und zweite Säule als sehr gross oder eher gross. Sieben von zehn Personen nutzen die freiwillige Vorsorge, welche vom Staat mit Steueranreizen gefördert wird.


    Zwei Drittel befürworten eine Erhöhung des maximalen Beitrags von zurzeit 6826 Franken pro Jahr. Sogar 89 Prozent der Befragten wünschen, dass künftig auch Ehepartner ohne eigenes Einkommen in die dritte Säule einzahlen dürfen. Die Vorsorgewerke sind finanziell unter Druck. Verschiedene politische Vorstösse zielen darauf ab, das Pensionsalter zu erhöhen, unter anderem die Jungfreisinnigen mit einer Volksinitiative.


    (SDA/cash)

  • Warum die Bevölkerung dramatisch schrumpft

    es wird alle Industrienationen erwischen......*shok*



    Warum in Italien, Spanien und Serbien die Bevölkerung dramatisch schrumpft


    In einigen Ländern Europas gibt es einen deutlichen Bevölkerungsschwund. Die Regierungen dort beschäftigt aber eine andere Zahl als die Sterberate.


    Thomas Roser Dominik Straub Ralph Schulze


    Es sind nicht nur die durch Covid-19 erhöhten Sterberaten, die in einigen europäischen Ländern die Bevölkerung deutlich schrumpfen lassen. Unsere Korrespondenten in Rom, Madrid und Belgrad berichten, warum den Regierungen dort besonders die sinkende Geburtenrate Sorgen bereitet.


    ITALIEN: Schon seit einiger Zeit ist Italien bekannt für eine der tiefsten Geburtenraten der Welt – und die Entwicklung wird immer dramatische. Für das vergangene Jahr vermeldete das nationale Statistikamt Istat nur noch 404.000 Geburten. Das ist der tiefste Wert seit der italienischen Einigung 1861, als das Land noch 26 Millionen Einwohner zählte (heute sind es 60 Millionen). Vor 160 Jahren kamen in Italien pro Jahr noch über 800.000 Kinder zur Welt. Und selbst 1918, im Ersten Weltkrieg und während der Spanischen Grippe, hatte Italien noch 640.000 Geburten verzeichnet. In den frühen Sechzigerjahren während des Babybooms erblickten jeweils eine Million Kinder pro Jahr das Licht der Welt.


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    Gleichzeitig mit dem Tiefstand bei den Neugeborenen zählte das Istat im vergangenen Jahr knapp 800.000 Todesfälle, wovon etwa 30.000 bis 40.000 mit Corona zusammenhängen. Dies führte zu einem Negativ-Saldo von fast 400.000 Personen in einem einzigen Jahr – was etwa der Einwohnerzahl Bolognas entspricht, der siebtgrößten Stadt Italiens.


    Bis 2015 war die Einwohnerzahl Italiens mehr oder weniger kontinuierlich gestiegen – obwohl seit der Staatsgründung in mehreren Auswanderungswellen über 30 Millionen Italienerinnen und Italiener ihre Heimat verlassen hatten. Der massive Geburtenüberschuss vermochte damals die Verluste infolge der Auswanderung mehr als nur zu kompensieren. Ab dem Jahr 2000 war Italien dann zunehmend selber zum Einwanderungsland geworden; dank der Immigration blieb die Zahl der Einwohner trotz der bereits stark gesunkenen Geburtenrate stabil. Doch auch der Migrations-Saldo ist längst negativ geworden: Im Jahr 2019 wanderten 11.000 Menschen ein, während im Gegenzug 131.000 Italiener ihr Land verließen.


    „Der wahre Notstand in diesem Land ist nicht die Einwanderung, sondern die Auswanderung und der Bevölkerungsschwund ganz allgemein“, sagte der ehemalige Minister für Süditalien, Peppe Provenzano. Er erinnerte daran, dass in erster Linie junge und gutausgebildete Italiener abwanderten. In Italien ist das Phänomen auch unter dem Stichwort „fuga dei cervelli“ bekannt – die „Flucht der Gehirne“.


    Viele verschieben das Kinderkriegen aus wirtschaftlichen Gründen


    Die tiefe Geburtenrate und die Auswanderung haben letztlich die gleichen Ursachen. Italiens Wirtschaft stagniert seit Jahren, attraktive Stellen werden nur allzu oft dank persönlicher Verbindungen statt aufgrund der Ausbildung und Erfahrung vergeben. So bleibt für viele Jüngere nur das Auswandern. Und wer in Italien bleibt, schiebt die Gründung einer Familie und das Kinderkriegen aus wirtschaftlichen Gründen auf.


    Italiens neuer Premier Mario Draghi ist sich des demographischen Notstands bewusst – und er verkündete bereits, das Ziel seiner Regierung sei es, mit Investitionen in die Bildung und in Innovation den Zugang zum Arbeitsmarkt für die Jungen zu erleichtern. Draghi will dazu einen maßgeblichen Teil der 209 Milliarden Euro einsetzen, die Italien aus dem Brüsseler Corona-Hilfspaket erhalten soll.


    SPANIEN: Jahrelang rühmte sich Spanien als das EU-Land mit der höchsten Lebenserwartung innerhalb der Union. Noch 2019 galt, dass der spanische Durchschnittsbürger mindestens 84 Jahre alt werde. Ein Umstand, der vor allem der mediterranen Diät zugeschrieben wurde, zu der traditionell viel Fisch, Olivenöl und frisches Gemüse gehört. Doch nun verursachte Covid-19 im vergangenen Jahr einen demographischen Absturz – den heftigsten in der gesamten EU.


    Nach Angaben von Eurostat fiel Spaniens Lebenserwartung um 1,6 Jahre auf 82,4. Damit verloren die Spanier ihre EU-Spitzenposition und müssen sich mit Platz zwei im Ranking begnügen, den sie sich mit Italien und Schweden teilen. Vorne liegt nun Malta, wo die Lebenserwartung zwar ebenfalls sank, aber nur um 0,3 auf ein Durchschnittsalter von 82,6. Zum Vergleich: Die Deutschen wurden laut Eurostat im vergangenen Jahr im Mittel 81,1 Jahre alt – ein kleiner Rückgang um 0,2.


    Die Geburtenquote stürzte 2020 wohl auf 1,0


    Der deutliche Rückgang der Lebenserwartung in Spanien ist ein weiteres Zeichen für das Coronadrama des Landes. Das Königreich ist einer der am schlimmsten betroffenen Staaten Europas mit 76.000 Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind. Nach der Statistik des EU-Zentrums für Krankheitsvorbeugung (ECDC) verzeichnet Spanien mit 162 Todesopfern pro 100.000 Einwohner seit Epidemiebeginn eine der höchsten Opferzahlen Westeuropas. Die entsprechende Vergleichszahl für Deutschland liegt bei 93 Toten pro 100.000 Bewohner.


    Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge liegt die Zahl der spanischen Coronatoten jedoch sehr viel höher als offiziell angegeben. Denn es seien nur jene Opfer in der Statistik registriert worden, die positiv getestet wurden. Die Dunkelziffer der nicht erfassten Toten, so heißt es, summiere sich wahrscheinlich auf Zehntausende von Fällen. So liege die wirkliche Zahl der Coronatoten in Spanien wohl eher über 100.000.


    Aber nicht nur die Lebenserwartung fiel stark ab: Auch die mittlere Geburtenquote, die bereits 2019 bei nur 1,24 Kindern pro Frau im gebärfähigen Alter lag, sank im Vorjahr auf einen historischen Tiefstand. Definitive Zahlen stehen zwar noch aus, aber nach Schätzungen stürzte die Geburtenquote im Pandemiejahr 2020 auf nahezu 1,0. Das legen auch folgende Zahlen nahe: Im Januar 2021 wurden in Spanien nur noch 24.061 Geburten registriert. Nach Angaben des nationalen Statistikamts waren das rund 23 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.


    SERBIEN: Den besorgten Politikern auf dem Balkan lässt die schrumpfende Zahl ihrer Landeskinder keine Ruhe. Serbiens Familien- und Demographie-Minister Ratko Dmitrovic wittert gar in der Architektur der Trabantenstädte die Ursache allen demographischen Übels. „Auf 45 Quadratmetern im achten Stock kann man die Natalität nicht erneuern“, klagte er kürzlich. Jeder neue Wohnturm in Belgrad bedeute „die Auslöschung von den heimischen Herden in den Dörfern“.


    Auch die Zahl der Eheschließungen ging zurück


    Im Gegensatz zu der stark von Auswanderung geplagten Provinz weist Serbiens Hauptstadt zumindest Bevölkerungszuwächse auf. Für das Schrumpfen der Geburtenrate in allen Balkanstaaten scheint denn auch weniger die kleine Wohnung im achten Stock verantwortlich zu sein, als die soziale Realität der Menschen.


    Wegen fehlender Perspektiven und anständig bezahlter Jobs wandern schon seit Jahren immer mehr junge Albaner, Bosnier, Bulgaren Kroaten, Mazedonier, Rumänen oder Serben aus – und die Geburtenraten sinken. Die Rückblicke der Statistiker auf das erste Corona-Jahr bestätigen zudem einen schon 2020 von besorgten Demographen bemerkten Trend: Corona beschleunigt den Bevölkerungsschwund auf dem Balkan.


    Zwar hat die Coronavirus-Pandemie grenzüberschreitend zum Aufschub von Emigrationsplänen geführt. Doch die Bevölkerung schrumpft nicht nur, weil beispielsweise in Serbien die Zahl der Verstorbenen um 13,9 Prozent auf den höchsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen ist. Die Zahl der Neugeborenen ist 2020 um 2,8 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 120 Jahren gesackt: Selbst während der beiden Weltkriege und der Jugoslawienkriege der 90er Jahre wurden in Serbien mehr Kinder geboren als 2020.


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    Das wahre Ausmaß des Corona-Geburtenknicks dürfte erst 2021 zu erfassen sein, denn nur die letzten Monate 2020 waren davon betroffen. Dass mehr gemeinsame Zeit zuhause aber nicht unbedingt die Gelegenheit zur Liebe mehrt, belegen auch die Erkenntnisse der Statistiker in Nordmazedonien. Die Zahl der Eheschließungen ist dort 2020 um ein Drittel gesunken, die der Scheidungen um 15 Prozent gestiegen. Offenbar hat es auch die Liebe in Zeiten von Corona schwer

  • Wo die Überalterung zum Problem wird


    In vielen Ländern nimmt der Anteil von älteren Menschen zu. Was das für die Wirtschaft bedeutet.


    29.05.2022 12:05


    Von Gabriel Knupfer


    Die Alterung der Bevölkerung in Japan ist unübersehbar. Fast ein Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner des Landes sind im Pensionsalter und viele von ihnen bleiben aktiv und arbeiten freiwillig weiter, um sich einen Zustupf zur Rente zu verdienen – und unter die Leute zu kommen.


    Doch obwohl sich das Land wie kein anderes an den demografischen Wandel angepasst hat, sind die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen einschneidend. Seit 2010 sinkt die Bevölkerung. Japan hat keinen besonders ausgebauten Sozialstaat, doch der Anteil der Sozialausgaben am Staatshaushalt steigt kontinuierlich an.


    Immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter müssen für die zunehmende Zahl der Pensionierten aufkommen. Dies auch, weil es keine namhafte Einwanderung gibt, welche die geringe Geburtenrate zumindest teilweise ausgleichen könnte.


    Deutschland schrumpft ohne Einwanderung seit 1972


    Japan hat die älteste Bevölkerung der Welt, aber auf viele Länder kommen ähnliche Probleme zu. So wäre ohne Einwanderung die Einwohnerzahl in Deutschland bereits seit 1972 jedes Jahr zurückgegangen. Zudem gibt es einige Länder, die eine geringere Fertilitätsrate als Japan aufweisen.


    Aktuell liegt Japan aber in der Rangliste der Länder mit dem höchsten Anteil an Menschen über 65 Jahren noch deutlich vorn.


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    Technologie vs. Familien- und Einwanderungspolitik


    Alterung, Geburtenrate, Fertilität und Lebenserwartung hängen eng zusammen und eine alternde Bevölkerung ist grundsätzlich mit einem hohen wirtschaftlichen Entwicklungsstand korreliert. Trotzdem ist ein hoher Anteil von über 65-Jährigen eine Belastung für die arbeitende Bevölkerung.


    Ausser Japan sind vor allem europäische Länder schon heute mit einer alten Bevölkerung konfrontiert. Anders als in Japan, wo der drohende Arbeitskräftemangel eher technologisch kompensiert werden soll, setzt man in Europa auf Familien- und Einwanderungspolitik.


    Schweizer Bevölkerung wächst weiter


    Mit Blick auf die Zukunft ist ein japanisches Szenario nicht nur in Europa, sondern auch in anderen asiatischen Ländern möglich. Mit 1,1 und 1,2 Kindern pro Frau haben Korea und Südkorea noch eine tiefere Fertilitätsrate als Japan (1,4). Selbst China mit 1,7 Kindern pro Frau muss in Zukunft mit einem hohen Anteil älterer Menschen und einer sinkenden Bevölkerung rechnen.


    Auch die Schweiz wird immer älter. Bis 2030 wird die Bevölkerung gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) besonders rasch altern. Anschliessend sollte sich die Alterung verlangsamen.


    Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wird nach dem wahrscheinlichsten Szenario bis 2050 auf 10,4 Millionen Personen ansteigen. Dieses Wachstum wird in erster Linie der Migration zuzuschreiben sein, so das BFS.


    Dieser Artikel erschien zuerst im Digitalangebot der "Handelszeitung" unter dem Titel: "Diese Länder haben die meisten älteren Menschen"