Diverse Aktien Ausland

  • EuGH verhandelt über Bezahlung von Teilzeitpiloten der Lufthansa

    Vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) hat die entscheidende Phase im Streit der Lufthansa um die Bezahlung ihrer Teilzeitpiloten begonnen. Am Mittwoch begann die mündliche Verhandlung in Luxemburg, wie ein Gerichtssprecher bestätigte. (C-660/20)


    21.09.2022 12:24

    Hintergrund ist die Klage eines Lufthansa-Piloten in Teilzeit. Nach dem Tarifvertrag bekommen Pilotinnen und Piloten zusätzlich zum Lohn Geld, wenn sie eine bestimmte Zahl von Stunden im Monat geflogen sind. Die Grenze für diese sogenannte Mehrflugdienststundenvergütung ist für Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte gleich. Dagegen wehrte sich der Pilot vor dem Bundesarbeitsgericht. Seiner Meinung nach müssten Piloten in Teilzeit schon bei weniger Stunden mehr Geld bekommen, entsprechend ihrem Teilzeitanteil. Andernfalls würden Teilzeitmitarbeiter gegenüber Vollzeitpiloten diskriminiert.

    Die Lufthansa argumentiert, dass die Vergütung für die zusätzlichen Stunden dazu diene, eine besondere Arbeitsbelastung auszugleichen, die erst bei der geltenden Anzahl von Stunden auftrete. Das Bundesarbeitsgericht hat dem EuGH die Sache zur Vorabentscheidung vorlegt. Die Anhörung ist der erste Schritt, ein Urteil wird in einigen Monaten erwartet./rew/DP/stw

    (AWP)

  • Deutsche Gründermesse 'Bits & Pretzels' startet: 'Einfache Zeit vorbei'


    Aus Sicht der Organisatoren der Münchner Messe "Bits & Pretzels" hat die Start-up-Branche ihren jahrelangen Höhenflug langsam hinter sich. "Die gute, einfache Zeit des kostenlosen Geldes, die ist vorbei", sagte Unternehmer Felix Haas der Deutschen Presse-Agentur kurz vor dem Start des Gründer-Festivals an diesem Wochenende.

    22.09.202206:49

    "Wir stehen da erst am Anfang dieser Welle, und ab Frühjahr des nächsten Jahres wird man sicher eine ganze Reihe von Insolvenzen sehen." Haas hat "Bits & Pretzels" gemeinsam mit Bernd Storm van's Gravesande und Andreas Bruckschlögl ins Leben gerufen.

    Allerdings sei der Szene vor der Corona-Pandemie auch ein wenig die Bodenhaftung abhanden gekommen. "Wir hatten definitiv eine Übertreibung, und die wird jetzt überkorrigiert", sagte Haas. Er betonte aber: "Wir werden nicht das Ende der deutschen Start-up-Szene sehen."

    Vor allem Hightech-Unternehmen aus der Raumfahrtbranche oder dem Bereich künstliche Intelligenz rechnet er derzeit gute Erfolgschancen aus - ebenso Start-ups aus der Gesundheits- und Pharma-Branche.

    Die Organisatoren der Gründermesse holten 2019 sogar Ex-US-Präsident Barack Obama nach München. Die Corona-Jahre seien aber auch für sie schwer gewesen. Storm van's Gravesande sprach von einem "brutalen Einschnitt", der auch "Bits & Pretzels" an die Grenzen gebracht und "die Firma finanziell ans Limit getrieben" habe: "Es war knapp."

    Aus seiner Sicht muss die Gründer-Szene noch viel weiblicher und insgesamt diverser werden: "Seit wir begonnen haben, ist die Szene zwar schon viel diverser geworden, aber wir sind noch lange nicht da, wo wir sein sollten."

    Nach zwei Jahren Zwangspause trifft sich die Branche von diesem Sonntag an wieder zum Gründer-Festival in der Münchner Messe und auf dem Oktoberfest. "Wir hatten so viel Zulauf wie noch nie", sagte Bruckschlögl. "Schon fünf Wochen vor Beginn waren wir ausgebucht. Das hatten wir nicht mal im Obama-Jahr." Statt eines demokratischen Ex-US-Präsidenten ist in diesem Jahr ein republikanischer Ex-Gouverneur von Kalifornien der Stargast: Arnold Schwarzenegger./bsj/DP/zb

    (AWP)

  • Der Billigflieger Ryanair will angesichts von teurem Sprit die Preise anheben.


    26.09.202206:58


    "Der durchschnittliche Preis für ein Ryanair-Ticket dürfte in fünf Jahren von 40 auf 50 Euro steigen", sagte Deutschland-Chef Andreas Gruber der Deutschen Presse-Agentur. Die Airline sichere sich mit Finanz-Termingeschäften gegen steigende Ölpreise ab und kaufe günstig Kerosin auf Vorrat, doch könne man steigende Spritpreise nicht komplett abfedern, sagte Gruber, der auch Chef der Ryanair-Tochtergesellschaft Laudamotion ist. In der Wirtschaftskrise sieht sich die Airline unterdessen gegenüber teureren Konkurrenten im Vorteil. "In der Rezession werden mehr Menschen auf den Ticketpreis achten", sagte Gruber.

    Mit Preiserhöhungen ist Ryanair nicht allein. Die Lufthansa hat in den vergangenen Monaten bereits von teureren Tickets profitiert und für das weitere Jahr höhere Flugpreise angekündigt.

    Dass das Reisen per Flugzeug nach dem Chaos im Sommer mit reihenweise abgesagten Flügen, langen Warteschlangen an den Schaltern und verlorenen Gepäckstücken an Image bei den Menschen eingebüsst hat, glaubt Ryanair-Manager Gruber nicht. "Wir sehen eine ungebrochen grosse Vorfreude auf Urlaubsreisen." Bei der Gepäckabfertigung habe Ryanair zudem als Airline mit Punkt-zu-Punkt-Verbindungen klare Vorteile gegenüber Netzwerk-Anbietern mit Drehkreuzen.

    Ryanair habe den Einbruch der Passagierzahlen in der Corona-Pandemie hinter sich gelassen. Im laufenden Geschäftsjahr (April 2022 bis März 2023) werde Ryanair in Europa gut 166 Millionen Passagiere befördern, 115 Prozent des Niveaus vor der Corona-Krise (149 Mio). Im kommenden Geschäftsjahr sollten die Passagierzahlen auf 185 Millionen steigen und auf 2026 dann auf 225 Millionen, so Gruber.


    Pandemie-Einbussen in Deutschland noch nicht kompensiert

    In Deutschland hat Ryanair die Pandemie-Einbussen aber noch nicht kompensiert: Dort erwartet Europas grösster Billigflieger im aktuellen Geschäftsjahr laut Gruber 14,7 Millionen Passagiere, etwa ein Drittel weniger als 2019/2020 mit 21 Millionen. "Wir arbeiten laufend daran, diese Lücke zu schliessen und sehen hier noch viel Potenzial."

    Ryanair unterhält hierzulande 25 Jets an sieben Basen und fliegt weitere sechs Airports an. Die Airline konzentriert sich wegen der niedrigeren Gebühren auf Regionalflughäfen wie Baden-Baden, Nürnberg oder Memmingen anstatt auf Metropolen. "Wir stehen für weiteres Wachstum ständig in Gesprächen mit bestehenden und potenziell neuen Flughafen-Partnern", sagte Gruber.

    Am Hunsrück-Flughafen Hahn, der nach der jüngsten Insolvenz an die Investorengruppe Swift Conjoy verkauft wurde, hält Ryanair fest. "Wir hatten Gespräche mit den neuen Eigentümern und haben ein klares Bekenntnis zum Airport gegeben", sagte Gruber. Ryanair habe weiter zwei Jets am Hahn stationiert und bediene im kommenden Winter 23 Strecken vom Airport aus. Eine Aufstockung schloss Gruber nicht aus.

    Eine Rückkehr an den Flughafen Frankfurt am Main, den Ryanair im Frühjahr im Streit über Start- und Landegebühren verlassen hat, sei hingegen derzeit kein Thema, sagte Gruber. "Ein Engagement in Frankfurt macht aktuell keinen Sinn." Zuvor hatte der Manager eine Rückkehr in wenigen Jahren nicht kategorisch ausgeschlossen.

    (AWP)

  • Der Konsumgüterkonzern Unilever muss einen neuen Vorstandsvorsitzenden finden. Der bisherige Konzernchef Alan Jope wolle seinen Posten zum Ende des kommenden Jahres räumen und das Unternehmen verlassen, teilte Unilever am Montag in London mit. Das Unternehmen wolle nun sowohl in den eigenen Reihen als auch extern Ausschau nach einem Nachfolger halten.

    26.09.202208:21

    Insgesamt arbeitete Jope bei Unilever nach eigenen Angaben mehr als 35 Jahre lang. 2019 war er dann zum Vorstandsvorsitzenden des Konzerns aufgestiegen./ngu/men

    (AWP)

  • Mischkonzern Hanwha will Schiffbauer Daewoo übernehmen

    Der südkoreanische Mischkonzern Hanwha will sich mit Investitionen in Milliardenhöhe beim einheimischen Schiffbauer Daewoo (DSME) einkaufen und dadurch die Managementkontrolle über das Unternehmen sichern. Es sei mit der staatlichen Korea Development Bank (KDB) eine vorläufige Vereinbarung über den Erwerb eines Anteils von 49,3 Prozent an Daewoo unterzeichnet worden, teilte Hanwha am Montag mit. An den Investitionen von zwei Billionen Won (etwa 1,45 Milliarden Euro) wollen sich der Flugzeugmotoren-Hersteller Hanwha Aerospace und andere Töchter der Hanwha Group beteiligen. Die KDB ist der grösste Anteilseigner bei DSME. Die Bank würde nach der Investition noch 28,3 Prozent halten.


    26.09.2022 14:43


    Die KDB will sich schon seit Jahren von seiner Beteiligung trennen. Zuletzt hatten allerdings im Januar die Wettbewerbshüter der EU die Übernahme von Daewoo durch den ebenfalls aus Südkorea stammenden Wettbewerber Hyundai Heavy Industries untersagt. Wegen der Auswirkung auf den globalen Markt mussten damals auch Wettbewerbsbehörden der EU und anderer Länder die Transaktion bewilligen. Nach EU-Angaben handelt es sich bei den beiden Unternehmen um zwei der drei weltweit grössten Akteure auf dem Markt für den Bau grosser Flüssigerdgastanker.

    Die Vereinbarung wird nur dann gültig, wenn Hanwha in einem offenen Bieterverfahren für Daewoo am Ende als finaler Bewerber ausgewählt wird. Durch dieses Verfahren gewinne Hanwha zunächst den Status als "potenzieller Käufer", hiess es in einer Börsenmitteilung von Hanwha Aerospace. Der Konzern, der unter anderem im Rüstungs- und Energiebereich tätig ist, will sich durch die Übernahme "einen künftigen Wachstumsmotor sichern und Synergien für strategische Geschäftsfelder schaffen".

    Auch Hanwha hatte schon einmal die Hand nach DSME ausgestreckt. Der geplante Verkauf war jedoch vor 13 Jahren wegen Problemen des Konzerns, die nötigen Mittel zur Finanzierung des Geschäfts zu beschaffen, geplatzt./dg/DP/ngu

    (AWP)

  • Morphosys legt ermutigende Daten für wichtiges Blutkrebsmedikament Monjuvi vor

    Das Biotechunternehmen Morphosys hat neue Langzeitdaten der sogenannten L-MIND-Studie vorgelegt. Diese deuteten auf ein dauerhaftes Ansprechen auf die Behandlung mit Monjuvi bei Patienten mit R/R DLBCL hin, teilte das Unternehmen am späten Mittwochabend mit. Die Ergebnisse, einschliesslich der Daten von Patienten, die mit der zielgerichteten Immuntherapie über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren behandelt wurden, werden auf der zehnten Jahrestagung der Society of Hematologic Oncology (SOHO 2022) vorgestellt.

    28.09.2022 22:39

    An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an. Der Aktienkurs von Morphosys legte an der Nasdaq im nachbörslichen Handel um knapp drei Prozent zu./he/la

    (AWP)

  • Russische Zeitung deutet US-Beteiligung an Pipeline-Lecks an

    Einem russischen Medienbericht zufolge könnte ein US-Hubschrauber an den Lecks in den beiden Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 beteiligt sein.


    29.09.2022 06:08


    "Der Mehrzweck-Helikopter MH-60R Strike Hawk hat neun Stunden lang - von 19:30 Moskauer Zeit am Sonntag dem 25. September bis 4:30 Uhr Moskauer Zeit am Montag dem 26. September über der Ostsee gekreist; etwa 250 Kilometer von der dänischen Insel Bornholm entfernt, wo der Gasaustritt festgestellt wurde", schrieb die Internetzeitung lenta.ru am Mittwoch unter Berufung auf Daten von Flightradar. Der Kampfhubschrauber könne unter anderem auch Unterwasserziele bekämpfen, betonte das als kremlnah geltende Medium.

    In der Nacht zum Montag hatten die Betreiber Lecks in den beiden Gasleitungen festgestellt. Die EU und die Nato gehen von Sabotage aus. Der Kreml hatte am Mittwoch Spekulationen über eine russische Beteiligung an der Beschädigung der Pipelines als "dumm und absurd" zurückgewiesen. Moskau sieht sich selbst als Geschädigten, die Behörden haben ein Terrorismusverfahren eingeleitet und Moskau hat eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu der Frage gefordert.

    (AWP)

  • Inflation und Kosten drücken auf Betriebsgewinn von Hornbach

    Die Inflation und erhöhte Kosten haben im zweiten Geschäftsquartal deutlich auf den operativen Gewinn der Hornbach Holding gedrückt. So fiel das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Zeitraum Juni bis August um fast ein Viertel auf 129,1 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag im rheinland-pfälzischen Bornheim mitteilte. "Die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreisen ist grösser geworden, sodass unsere Rohertragsmarge etwa zwei Prozentpunkte unter dem Wert des zweiten Quartals im vergangenen Jahr liegt", sagte Finanzchefin Karin Dohm im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die höheren Einkaufspreise habe das im SDax notierte Unternehmen im ersten Geschäftshalbjahr zum Teil an die Kunden weitergegeben. "Unsere Verkaufspreise sind über das gesamte Sortiment hinweg in etwa um acht Prozent angestiegen."


    29.09.2022 07:02


    Unter dem Strich verdiente Hornbach zwischen Juni und August mit 90,4 Millionen Euro 23,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum. Unterdessen schaffte es das Unternehmen, den Umsatz über den Rekordwert des Vorjahreszeitraumes leicht auf 1,65 Milliarden Euro zu steigern. Kunden hätten besonders nach Lösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz gefragt, hiess es.

    Für das laufende Geschäftsjahr (per Ende Februar 2023) bestätigte die Konzernspitze die Prognose. So soll der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahreswert von knapp 5,9 Milliarden Euro leicht steigen. Das bereinigte Ebit dürfte aber im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sinken. Im vorherigen Geschäftsjahr hatte Hornbach hier den Rekordwert von 362,6 Millionen Euro auf die Beine gestellt. Mitte Juni hatte das Unternehmen wegen der steigenden Preise und anhaltenden Problemen bei den Lieferketten seine Ergebnisprognose gesenkt./ngu/nas/he/stk

    (AWP)

  • LM Group: Nun steht auch Interim-CEO Laura Amoretti unter Verdacht

    Im Rahmen der laufenden Untersuchungen gegen die frühere Geschäftsleitung des Online-Reiseanbieters LM Group ("Lastminute") wird nun auch Interim-CEO Laura Amoretti verdächtigt.


    29.09.2022 07:55


    Zusammen mit einer Anzahl weiterer ehemaliger und aktueller Mitarbeitenden der Gruppe erhält Interim-CEO Laura Amoretti von der Staatsanwaltschaft des Kantons Tessin den Status einer Beschuldigten, wie die LM Group am Donnerstag mitteilte.

    Die Tessiner Staatsanwaltschaft führt seit Juli dieses Jahres Voruntersuchungen gegen mehrere ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung. Darunter sind auch der Firmengründer und frühere CEO Fabio Cannavale sowie der operative Chef (COO) Andrea Bertoli. Beide befinden sich seither in Untersuchungshaft. Erst jüngst wurde diese bis zum 18. Oktober 2022 verlängert.

    Ermittelt wird dabei wegen Betrug, unrechtmässiger Inanspruchnahme von Sozialversicherungs- oder Sozialhilfeleistungen und Verletzung des Schweizer Arbeitslosenversicherungsgesetzes. Gemäss früheren Angaben der LM Group zielt die Untersuchung auf einen möglichen Missbrauch von Ansprüchen und Auszahlungen von Covid-19-bezogenen Kurzarbeitsgeldern durch die Schweizer Töchter BravoNext SA, BravoMeta CH SA und LMNext CH SA ab.

    In der Folge wurde Laura Amoretti als Interimschefin eingesetzt und gleichzeitig die Suche nach einem permanenten CEO-Nachfolger in Gang gesetzt. Trotz der nun auch gegen sie laufenden Untersuchungen hält der Verwaltungsrat aber an ihr fest. Das Gremium habe ihr sein vollstes Vertrauen ausgesprochen, das Unternehmen durch diese "herausfordernde Phase" zu führen, heisst es.

    (AWP)

  • Talenthouse-Zukunft nach 20-Millionen-Verlust unsicher

    Das Technologieplattform-Unternehmen Talenthouse hat im ersten Halbjahr 20 Millionen Verlust geschrieben. Nun geben sich die Verantwortlichen unsicher über die Fortführung der Geschäfte.


    29.09.2022 08:27


    Operativ resultierte beim Pro-forma-EBITDA per Ende Juni ein Minus von 14,4 Millionen Dollar, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist.

    Das Unternehmen begründet dies mit aussergewöhnlichen Kosten im Zusammenhang mit der Börsenkotierung an der SIX im März 2022 und mit Verlusten beim Unternehmen Coolabi, an dem Talenthouse zum Ende des Berichtszeitraums einen Drittel hielt. Zudem seien beträchtliche Investitionen in das vertikale Wachstum getätigt worden.

    Die Pro-forma-Zahlen umfassen gemäss dem Bericht alle Tochtergesellschaften der Gruppe bis Ende Juni, um den Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2021 zu ermöglichen.

    Verlust verdoppelt

    Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 20,2 Millionen. Damit hat sich der Verlust gegenüber dem ersten Semester des Vorjahres (VJ: -9,3 Mio USD) mehr als verdoppelt.

    Wegen dieses hohen Verlusts ist nun unsicher, ob die Geschäfte weitergeführt werden können. "Die Direktoren erkennen an, dass Unsicherheit darüber besteht, ob das Unternehmen in der Lage sein wird, seine Finanzierungsanforderungen zu erfüllen", heisst es in dem Bericht. "Wenn es uns nicht gelingt, zusätzliche Finanzmittel zu beschaffen, könnte die Fähigkeit zur Fortführung des Unternehmens zweifelhaft sein und es könnte zu einer Insolvenz kommen, was für die Investoren einen Totalverlust des investierten Kapitals bedeuten würde."

    Man sei nicht sicher, ob zusätzliche Mittel beschafft werden könnten, denn die Konzerngesellschaften hätten in der Vergangenheit Betriebsverluste und einen negativen Cashflow verzeichnet. Die Bedingungen der Darlehen und Privatplatzierungen, die in der Vergangenheit abgeschlossen worden seien und "die eingeschränkte Verfügbarkeit von Krediten für aufstrebende Branchen" könnten dazu führen, dass das Unternehmen kein Kapital in der nötigen Höhe und zu guten Konditionen erhalten werde.

    Leicht höherer Umsatz und Bruttogewinn

    Der pro forma ausgewiesene Umsatz ging gemäss Halbjahresbericht um 11 Prozent auf 5,0 Millionen US-Dollar zurück. Beim Update zum Geschäftsverlauf vor anderthalb Monaten hatte das Unternehmen noch einen Rückgang von 6 Prozent angekündigt.

    Die Einnahmen der Gruppe seien häufig projektbezogen, was zu einer Staffelung der Einnahmen im Laufe des Jahres führen könne, heisst es. Unter anderem hätten die Umsätze im Bereich Content Creation abgenommen, weil die Kunden wegen der ungünstigen Marktbedingungen im ersten Halbjahr 2022 ihre Aufträge in das zweite Halbjahr verschoben hätten.

    Beim Bruttogewinn blieb es bei dem bereits bekannten Minus von 18 Prozent. Neu kamen die absoluten Zahlen hinzu: Der ausgewiesene Pro-forma-Bruttogewinn belief sich auf 2,6 Millionen Dollar.

    Wechselkurseffekte drücken

    Dabei seien Umsatz und Kosten durch die sich schnell verändernden Wechselkurse beeinflusst worden. Bereinigt um diese Effekte sowie um die Einnahmen aus einem "aussergewöhnlichen, einmaligen Projekt im ersten Halbjahr 2021", hätten jedoch beide Kennzahlen zugenommen, wie Talenthouse ebenfalls bereits Mitte August betont hatte. Der Umsatz stieg demnach um 3 Prozent an, der Gewinn um 4 Prozent - im August hatte das Unternehmen diese Zahlen noch auf plus 6 beziehungsweise plus 10 Prozent beziffert.

    tv/rw

    (AWP)

  • Bei Montana Tech-Tochter Varta tritt CEO Schein als Vorstandsvorsitzender zurück

    Bei der Montana Tech-Tochter Varta kommt es zu einem Abgang an der Spitze.


    29.09.2022 16:40


    Der CEO Herbert Schein tritt per sofort von einem Amt zurück. Er verbleibt allerdings noch bis Ende Jahr im Vorstand von Varta. Die Position des Vorstandssprechers wird von Markus Hackstein übernommen.

    Begründet wird der Abgang mit einer organisatorischen Änderung. Der Verwaltungsrat von Varta und Schein hätten gemeinsam seinen Rücktritt beschlossen, um einen neuen Geschäftsbereich aufzubauen, hiess es zur Begründung für den Abgang.

    (AWP)

  • BBC will knapp 400 Stellen bei World Service streichen

    Die BBC will im Rahmen ihrer neuen Digital-First-Strategie 382 Arbeitsplätze bei ihren internationalen Angeboten des BBC World Service streichen. Mehrere fremdsprachige Radiosender der britischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt, unter anderen auf Arabisch, Persisch, Chinesisch, Hindi, Urdu und Indonesisch sollen eingestellt werden, wie die British Broadcasting Corporation am Donnerstag mitteilte. Keines der 41 fremdsprachigen Angebote solle ganz wegfallen, insgesamt werde aber fast die Hälfte davon künftig nur noch als Online-Angebot zur Verfügung stehen.


    29.09.2022 16:44


    Die Pläne sind Teil einer grösseren Massnahme, bei der insgesamt 500 Millionen Pfund (umgerechnet rund 560 Millionen Euro) eingespart werden sollen, hiess es in der Mitteilung weiter. Davon müssten 28,5 Millionen beim World Service gekürzt werden. Notwendig sei dies wegen der hohen Inflation, steigenden Kosten und stagnierender Beiträge.

    Der Radiosender BBC World Service English werde auch weiterhin rund um die Uhr senden, versicherte die Rundfunkanstalt. Zudem sollten bald neue Programme und Podcasts angekündigt werden. Weiterhin auf Sender bleiben sollen auch die TV-Angebote auf Arabisch und Persisch.

    Durchschnittlich erreicht die BBC mit ihrem World Service nach eigenen Angaben 148 Millionen Menschen pro Woche. Dabei habe sich der Online-Anteil seit 2018 von 19 Prozent auf 43 Prozent mehr als verdoppelt./cmy/DP/nas

    (AWP)

  • Russischer Waffenkonzern Kalaschnikow spricht von Rekordjahr

    Der Krieg in der Ukraine beschert dem Waffenhersteller Kalaschnikow hervorragende Geschäfte. Der Absatz des Sturmgewehrs ist um 40 Prozent hochgeschnellt.


    29.09.2022 20:45


    Die russische Waffenschmiede Kalaschnikow spricht nach sieben Monaten Krieg in der Ukraine schon jetzt von einem 20-Jahres-"Rekord" beim Absatz seines legendären Sturmgewehrs. Der Verkauf der Kalaschnikows sei um 40 Prozent gesteigert worden, teilte Konzern-Präsident Alan Luschnikow am Donnerstag in der Stadt Ischewsk mit. Er nannte keine absoluten Verkaufszahlen für die am weitesten verbreitete Waffe der Welt.

    Priorität habe im Auftrag des russischen Verteidigungsministeriums die eigene Armee, betonte Luschnikow. "Die Sicherung der Verteidigungsfähigkeit des Landes besonders unter den gegenwärtigen Bedingungen ist die Aufgabe, auf deren Erfüllung alle Abteilungen des Unternehmens ohne Ausnahme ausgerichtet sind." Die Kalaschnikows werden auch im Krieg in der Ukraine eingesetzt.

    Der Zuwachs im Verkauf ist Luschnikows Angaben zufolge aber auch auf den Export zurückzuführen. Schon im September habe der die Gesamtausfuhren des vergangenen Jahres übertroffen. "Unsere Produktionskapazitäten sind in diesem Jahr ziemlich intensiv ausgelastet", meinte er. Nach früheren Angaben erhält etwa Indien 70 000 Kalaschnikows des Typs AK-103. Der russische Rüstungsexportkonzern Rosoboronexport hatte mitgeteilt, inzwischen mehr als 100 000 Kalaschnikow-Sturmgewehre verschiedener Modelle jährlich ins Ausland zu verkaufen.

    Der Automat Kalaschnikow (AK) ist das am meisten verbreitete - und oft auch ohne russische Lizenz nachgebaute - Sturmgewehr der Welt. Im August vorigen Jahres hatte der Kalaschnikow-Konzern mitgeteilt, mit dem russischen Verteidigungsministerium einen Vertrag über Hunderttausende neue Sturmgewehre des Typs AK-12 unterzeichnet zu haben. Die Erneuerung der Ausstattung der Armee sei auf Jahre angelegt, hiess es.

    (AWP)

  • Panini trotz Inflation zuversichtlich bei Verkauf von WM-Stickern

    Der Sammelbild-Hersteller Panini blickt hierzulande trotz hoher Inflation und Kritik am Gastgeberland zuversichtlich auf das Geschäft zur Fussball-Weltmeisterschaft in Katar. "Der Verkauf ist gut gestartet", sagte Hermann Paul, Geschäftsführer des Panini Verlags in Stuttgart. Er sei zuversichtlich, die angestrebten Verkaufsziele zu erreichen, sagte Paul, der bei Panini die Geschäfte mit den Stickern in Deutschland und Österreich verantwortet.


    02.10.2022 14:36


    Konkrete Zahlen nannte er nicht. Nur so viel: Man werde in Deutschland beim Verkauf der Päckchen sicherlich Stückzahlen in Millionenhöhe erreichen. Am meisten sei bei der WM 2006 in Deutschland verkauft worden. "Diese Dimension erreichen wir nicht", sagte Paul.

    Ein Päckchen enthält für gewöhnlich fünf Sticker, die unverbindliche Preisempfehlung liegt Paul zufolge bei einem Euro. Die derzeit hohe Inflation wird das Geschäft seiner Meinung nach nicht negativ beeinflussen. Panini bewege sich in einem Preissegment, wo das Produkt noch relativ günstig sei. Konsumeinschränkungen beträfen eher grössere Anschaffungen. Und die jüngere Zielgruppe habe normalerweise ihr Taschengeld. Er gehe nicht davon aus, dass dieses jetzt gekürzt werde, sagte Paul./rwi/DP/he

    (AWP)

  • RWE übernimmt US-Solarfirma - Qatar wird grösster Aktionär

    Die Übernahme eines US-Solar-Spezialisten macht Qatar zum mit Abstand grössten Aktionär von RWE . Die Essener teilten am Wochenende die Übernahme von Con Edison Clean Energy Businesses mit, einem "im US-Markt führender Betreiber und Entwickler von Solaranlagen und Speichern". Bewertet wird der Konzern bei der Transaktion mit 6,8 Milliarden US-Dollar.


    02.10.2022 15:52


    Für die Übernahme will RWE zunächst einen Brückenkredit verwenden. Dieser soll zum Teil durch die Emission einer Pflichtwandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von knapp 2,5 Milliarden Euro und einer Laufzeit von bis zu einem Jahr refinanziert werden. Zeichner des Papiers wird Qatar Holding, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Qatar Investment Authority, sein. Die Schuldverschreibung wird in neue Inhaberstückaktien der RWE Aktiengesellschaft gewandelt, die voraussichtlich knapp zehn Prozent des aktuellen Grundkapitals entsprechen./he

    (AWP)

  • Presse: Vodafone will Geschäfte in Grossbritannien mit Three UK zusammenlegen

    Der britische Telekommunikationsanbieter Vodafone will sich laut einem Medienbericht den Konkurrenten Three UK einverleiben. Gespräche zwischen Vodafone und dem Three-Eigentümer CK Hutchison aus Hongkong seien in den vergangenen Wochen vertieft worden, berichtete der Fernsehsender "Sky News" am Montag unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. Bis Jahresende wollten beide Unternehmen eine Lösung für ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine vergleichbare Zusammenlegung der Geschäfte finden. Nach der Veröffentlichung der Spekulationen legte die Vodafone-Aktie um bis zu 3,6 Prozent zu, zuletzt waren es noch 0,8 Prozent Plus.


    03.10.2022 12:18


    CK Hutchison erwäge seit längerem eine Trennung vom Three UK, weil das Unternehmen in dem Sektor verglichen mit der Konkurrenz eine untergeordnete Rolle spiele, hiess es weiter. Der kleine Anbieter zählt neun Millionen Kunden. Nach Berechnungen von "Sky News" käme Vodafone nach Zusammenlegung der Geschäfte auf rund 27 Millionen Kunden und würde damit den bisherigen Mobilfunk-Platzhirsch Everything Everywhere (EE) von BT unter Druck setzen.

    Allerdings dürften der Telekom-Regulierer Ofcom sowie die Wettbewerbsbehörde (Competition and Markets Authority) Einwände gegen den Deal haben: Nach einer Fusion gäbe es in Grossbritannien mit EE und der britischen Telefonica nur noch zwei weitere Anbieter, was wiederum zu Lasten der Verbraucherpreise gehen könnte./ngu/men

    (AWP)

  • Kein Verkauf: RTL behält Anteile an französischer TV-Gruppe M6

    Die RTL Group wird ihre Anteile am französischen TV-Unternehmen M6 nicht verkaufen. Nach den jüngst geplatzten Plänen einer Fusion von M6 mit der französischen TV-Gruppe TF1 stand die Frage im Raum, ob RTL die eigenen M6-Anteile abstossen würde. Am Montag teilte die börsennotierte RTL-Gruppe in Luxemburg mit, dass sie die 48,3-Prozent-Beteiligung behalte.


    03.10.2022 19:10


    Die RTL Group zählt zum Bertelsmann-Portfolio. RTL- und Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sagte, die M6-Gruppe sei eines der bestgeführten TV-Unternehmen in Europa. Man werde die Strategie weiterverfolgen, starke nationale Mediengruppen aufzubauen. Diese sollen ausreichend gross sein, um mit US-Streaming-Anbietern konkurrieren zu können.

    Im September hatten RTL und TF1-Eigentümer Bouygues beschlossen, die Fusionspläne der beiden französischen privaten Fernsehgruppen zu stoppen. Hintergrund sind Bedenken von Wettbewerbsprüfern. Laut RTL erhielt man danach mehrere attraktive Kaufangebote für die M6-Anteile. Auch wegen rechtlicher Risiken und weiterer Unsicherheiten aufgrund von Genehmigungsverfahren habe man sich dagegen entschieden, ganz zu verkaufen oder die Anteile zu reduzieren. Man sei nach wie vor davon überzeugt, dass es früher oder später zu einer Marktkonsolidierung in europäischen TV-Märkten kommen werde. M6 solle dabei eine Schlüsselrolle in Frankreich spielen./rin/DP/he

    (AWP)

  • Sixt will 100'000 Elektroautos von chinesischem Autobauer BYD kaufen

    Der Autovermieter Sixt will über die kommenden Jahre rund 100 000 Elektroautos des chinesischen Herstellers BYD kaufen. Eine erste Bestellung umfasst mehrere Tausend Fahrzeuge, wie Sixt am Dienstag mitteilte. Demnach sollen die ersten Fahrzeuge noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Zunächst werden sie in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Grossbritannien angeboten. Weitere 100 000 sollen in mehreren Schritten bis 2028 folgen.


    04.10.2022 10:59


    BYD ist einer der grössten Elektroautohersteller der Welt. Das Unternehmen steigt derzeit in den deutschen Markt ein und sieht das Geschäft auch als Möglichkeit, seine Fahrzeuge potenziellen Kunden vorzuführen. "Unser Ziel ist es, die Sixt-Kunden mit unseren neuesten Produkten und Innovationen bei Elektrofahrzeugen zu begeistern", sagte BYD-Manager Michael Shu. Zudem wollen Sixt und BYD weitere Kooperationsmöglichkeiten ausloten./ruc/DP/men

    (AWP)

  • Videostreaming-Dienst Twitch in Russland zu Geldstrafe verurteilt

    Wegen der Verbreitung angeblicher Falschinformationen über den Krieg in der Ukraine hat die russische Justiz den Videostreaming-Dienst Twitch zu einer Geldstrafe verurteilt. Ein Gericht in Moskau legte am Dienstag die Höhe der Strafzahlung auf vier Millionen Rubel (rund 69 400 Euro) fest, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Konkret geht es demnach um ein Interview mit dem Berater im ukrainischen Präsidialamt, Olexij Arestowytsch, der irreführende Angaben zu Luftangriffen auf das Gebiet Odessa im Süden der Ukraine gemacht haben soll. Twitch sei aufgefordert worden, es zu löschen.


    04.10.2022 12:21


    Das russische Parlament hatte nach Beginn der Kampfhandlungen Ende Februar ein Gesetz beschlossen, das eine Verunglimpfung russischer Truppen und die Verbreitung angeblicher Falschinformationen über den Einsatz in der Ukraine unter Strafe stellt. Deshalb wurden bereits weitere unabhängige Medien in Russland verboten oder Internetplattformen zu Geldstrafen verurteilt worden.

    Eine Geldstrafe droht deshalb nun auch der Wikimedia Foundation, die die Infrastruktur des Online-Lexikons Wikipedia finanziert. Die Anklage lautet, sie habe sich geweigert, Falschnachrichten über die "militärische Spezialoperation" zu löschen, wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine von Moskau offiziell bezeichnet wird./cht/DP/stw

    (AWP)

  • Möbelriese XXXLutz will Online-Möbelhändler Home24 übernehmen

    Der österreichische Möbelriese XXXLutz will den Berliner Online-Möbelhändler Home24 übernehmen. Die XXXLutz KG teilte am Mittwochabend mit, sie beabsichtige den Aktionären von Home24 im Rahmen eines Übernahmeangebots 7,50 Euro je Aktie anzubieten. Die Offerte liegt damit nach Angaben von Home24 um 124 Prozent über dem Schlusskurs der Aktie am Dienstag, ist allerdings weit vom Ausgabekurs beim Börsengang im Juni 2018 von 28,50 Euro entfernt. Die Führungsspitze von Hoome24 unterstützt das Übernahmeangebot.


    05.10.2022 19:52


    XXXLutz hat sich den Angaben zufolge bereits vor Bekanntgabe des Angebots rund 60 Prozent der Stimmrechte bei Home24 gesichert - rund 50 Prozent von den Aktionären, der Rest durch eine geplante 10-prozentige Kapitalerhöhung bei Home24 unter Ausschluss des Bezugsrechts der übrigen Aktionäre. Dadurch sollen dem Unternehmen rund 23 Millionen Euro frisches Kapital zufliessen.

    Der Chef des Onlinehändlers, Marc Appelhoff, sagte der Deutschen Presse-Agentur, gerade angesichts der aktuellen Konsumflaute werde der neue Investor Home24 mehr Robustheit verschaffen. Das Unternehmen werde bei Einkauf und Logistik von der Unterstützung des Möbelriesen profitieren, aber weiterhin als eigenständiges Unternehmen agieren.

    Der Unternehmenssprecher der XXXLutz Gruppe, Thomas Saliger, kündigte an: "Als grosser Partner wird XXXLutz Home24 dabei unterstützen, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens in einem unsicheren Marktumfeld zu sichern und auf Basis des innovativen Geschäftsmodells auch in Zukunft Wachstumschancen zu ergreifen."

    Wie viele andere Onlinehändler leidet auch Home24 unter sinkenden Umsätzen, weil die Konsumenten angesichts des Ukrainekrieges und der hohen Inflation ihr Geld zusammenhalten. Home24 selbst hatte erst im Frühjahr die Übernahme der Haushaltswaren-Kette Butlers abgeschlossen./rea/DP/he

    (AWP)