Aktien Schweiz Diverse

  • Ameropa wächst auch 2018 - Marktposition gestärkt


    Der Agrarhandelskonzern Ameropa hat im vergangenen Jahr mehr umgesetzt und auch unter dem Strich ein Gewinnwachstum erzielt. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, haben sich die Massnahmen zur Stärkung der Marktposition bewährt.


    28.03.2019 08:03


    Den Umsatz beziffert das Unternehmen auf knapp 6,7 Milliarden Franken. Gegenüber 2017 bedeutet dies ein Plus von 19 Prozent. Dabei sei das Unternehmen alleine aus eigener Kraft, also organisch gewachsen, hiess es in der Mitteilung weiter. Dies sei Mengensteigerungen sowohl in der Produktion als auch im Handel zu verdanken gewesen.


    Das Betriebsergebnis ist den Angaben zufolge ebenfalls höher ausgefallen. Hier hätten sich die in den letzten Jahren vorangetriebenen Massnahmen zur Stärkung der Marktposition und zur Steigerung der Wertschöpfung niedergeschlagen.


    Nachdem die Jahre 2014 bis 2017 vom grossen Investitionsprogramm geprägt waren, werde man sich nun verstärkt Projekten zur Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zuwenden.


    hr/tt


    (AWP)

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  • Jungfraubahn erzielt erneut einen Rekordgewinn und erhöht die Dividende


    Die Jungfraubahn-Gruppe hat im vergangenen Jahr dank einem Besucheransturm aufs Jungfraujoch wiederum ein Rekordergebnis erzielt. Sowohl der Betriebsertrag, als auch der Gewinn haben die alten Höchstmarken aus dem Vorjahr übertroffen. Die Aktionäre erhalten mehr Dividende.


    28.03.2019 08:02


    Der Gewinn der Jungfraubahnen stieg im Geschäftsjahr 2018 um 15 Prozent auf 47,8 Millionen Franken an, wie das Bergbahnunternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Betriebsertrag lag mit 212,8 Millionen erstmals über der Marke von 200 Millionen. Er nahm um knapp 10 Prozent zu. Der Verkehrsertrag aus dem Bahnbetrieb allein wuchs um 7,0 Prozent auf 153,8 Millionen Franken.


    Den Jungfraubahnen gelang es so, das Geschäft profitabler zu gestalten. Die Betriebsgewinnmarge verbesserte sich um 1,2 Prozentpunkte auf 28,6 Prozent. Und die Rendite auf dem Umsatz steht neu bei 22,5 Prozent.


    Mit Blick auf die Rekordergebnisse erhöht das Unternehmen die Dividende um 40 Rappen. Die Aktionäre können sich somit auf eine Zahlung von 2,80 Franken je Aktie freuen.


    Jungfraujoch ist wichtigster Treiber


    Haupttreiber der Rekordergebnisse war der erneute Besucherrekord auf dem Jungfraujoch. Mit 1,07 Millionen Besuchern wurde die bisherige Höchstmarke aus dem Vorjahr um 2,4 Prozent übertroffen, wie die Gruppe bereits im Januar vermeldet hatte. Der Verkehrsertrag erhöhte sich hier gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent auf 111,8 Millionen Franken. Pro Gast nahm der Durchschnittsertrag um 2 Franken zu.


    Einmal mehr hat die Bahn von der gestiegenen Nachfrage aus Asien profitiert. Die intensive Marktbearbeitung insbesondere in Asien, aber auch in weiteren Märkten zahle sich im Ausflugsverkehr auf das "Jungfraujoch - Top of Europe" aus, hiess es.


    Der Wintersport der Jungfrau Ski Region, den die Gruppe in Partnerschaft mit anderen Unternehmen betreibt, verzeichnete 987'000 Ersteintritte. Dabei konnten die Jungfraubahnen daraus die Verkehrserträge um 6,8 Prozent auf 22,1 Millionen steigern. Damit lägen die Erträge aber immer noch klar hinter den guten Wintersportjahren 2007 und 2008 zurück.


    Im Geschäftsfeld "Erlebnisberge", welches die Harderbahn, die Firstbahn und die Bergbahn nach Lauterbrunnen-Mürren umfasst, wuchs der Verkehrsertrag um deutliche 27 Prozent auf rekordhohe 20,2 Millionen Franken an.


    V-Bahn-Projekt gestartet


    Um die Anfahrtszeiten ins Skigebiet und aufs Jungfraujoch zu verkürzen und die Kapazitäten zu erhöhen, baut die Gruppe seit letztem Sommer am 470-Millionen-Franken teuren V-Bahn-Projekt. Die Seilbahn soll die Gäste im Eiltempo und bequem auf zwei Strecken vom neuen Bahnhofterminal in Grindelwald Grund auf den Männlichen und die Bergstation Eigergletscher befördern; dort mit Anschluss aufs Jungfraujoch.


    Im Berichtsjahr wurden vonseiten der Jungfraubahn-Gruppe 63,6 Millionen Franken in das Projekt investiert. Erst vor Kurzem feierte man den Durchstich am Eigergletscher.


    Der Start ins Jahr 2019 sei geglückt, hiess es weiter. Vom 1. Januar bis 24. März besuchten 107'965 Gäste das Jungfraujoch, was gegenüber derselben Periode im Vorjahr ein Plus von 7,3 Prozent bedeutet. Und im Wintersport profitierte die Region nach einem schwierigen Start in die Saison 2018/2019 über die Festtage sowie während der Hauptferienzeit von guten Schneebedingungen. Insgesamt nahmen die Ersteintritte gegenüber der Vorperiode um 9,8 Prozent auf 962'446 zu.


    jl/mk/tt


    (AWP)

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  • Investis erzielt 2018 mehr Umsatz und Gewinn - unveränderte Dividende


    Die Immobiliengesellschaft Investis hat im vergangenen Geschäftsjahr 2018 fast in allen Bereichen zugelegt. Der Reingewinn ohne Neubewertungseffekt stieg um ein Drittel auf 36 Millionen Franken, wie die auf Wohnimmobilien in der Genferseeregion spezialisierte Investis am Donnerstag mitteilte.


    28.03.2019 08:00


    Inklusive Neubewertung verblieben der Westschweizer Firma mit 54,4 Millionen Franken etwas weniger als im Vorjahr mit 57,6 Millionen Franken in der Kasse. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 2,35 Franken je Aktie in Form einer Rückzahlung aus Kapitaleinlagereserven erhalten.


    Mehr Umsatz und höhere Mieteinnahmen


    Der 2018 erwirtschaftete Umsatz stieg auf 197 (Vorjahr: 190) Millionen Franken. Der EBITDA vor Neubewertungen und Veräusserungsgewinnen belief sich auf 39,7 (37,3) Millionen Franken. Einschliesslich des Gewinns durch Neubewertungen und Veräusserungen wurde ein um 23 Prozent höherer EBIT von 74,6 Millionen Franken erwirtschaftet.


    Im Segment Properties steigerte Investis dank Investitionen ins Portfolio und in Entwicklungsprojekte die Mieteinnahmen um 16 Prozent auf 55,0 Millionen Franken. Der Leerstand ging auf 2,9 von 3,5 Prozent im Vorjahr zurück. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 197 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilte. Im Segment Real Estate Services lag der Umsatz mit 148 Millionen Franken knapp über dem Vorjahr.


    Portfoliowert über 1,3 Mrd. Franken


    Der Portfoliowert konnte per Ende Jahr um ein Fünftel 1,345 (1,121) Milliarden Franken gesteigert werden. Das Portfolio umfasste am Stichtag 157 Liegenschaften mit 2,911 Wohneinheiten.


    Für das Segment Real Estate Services bleibe das Umfeld herausfordernd. Investis habe sich im Berichtsjahr an innovativen Start-ups im Immobilienbereich beteiligt, um gemeinsam digitale Lösungen zu entwickeln.


    Um dem Trend, dass klassische Büros vermehrt von sogenannten Coworking Spaces (Bürogemeinschaften) abgelöst werden, gerecht zu werden, habe Investis ein erstes Pilotprojekt unter der Marke "OurPlace" geschaffen. Der erste OurPlace-Standort in Morges sei kürzlich eingeweiht worden.


    Zuversichtlicher Ausblick


    Die zunehmende Umsatzdynamik stimme ihn für den weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten "zuversichtlich", wird Konzernchef Stéphane Bonvin zitiert. Die Gesellschaft sei überzeugt, auch im laufenden Geschäftsjahr 2018 "eine nachhaltige Umsatzsteigerung in beiden Segmenten" erzielen zu können. Im Segment Real Estate Services werde eine "weitere Erhöhung der EBIT-Marge" angestrebt. Ausserdem bestätigt das Unternehmen das Mittelfristziel (2019) einer hohen einstelligen EBIT-Marge im Real Estate Services Segment.


    pre/tt


    (AWP)

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  • SPS vermietet weitere Flächen im Stücki Park an Lonza


    Das Immobilienunternehmen SPS kommt mit der Weiterentwicklung des Stücki Park in Basel voran. Der Lifescience-Konzern Lonza miete zusätzliche 8'000 m2 in einem Neubau, teilte SPS am Donnerstag mit.


    28.03.2019 07:28


    SPS erstelle nun in zwei Bauetappen vier Gebäude mit jeweils sieben respektive acht Obergeschossen. Lonza werde dann ab dem 3. Quartal 2020 mit rund 250 Mitarbeitern einziehen.


    Insgesamt will SPS 190 Millionen Franken in den Stücki Park investieren. Bis 2023 soll damit - wie schon bekannt war - die bereits bestehenden Labor- und Büroflächen auf über 60'000 m2 verdoppelt und Raum für zusätzliche 1'700 Arbeitsplätze geschaffen werden.


    rw/tt


    (AWP)

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  • Ruag erneut mit deutlichem Gewinnrückgang


    Wie im Vorjahr hat der bundeseigene Rüstungskonzern Ruag zwar einen weiteren Umsatzrekord aufgestellt, aber einen herben Gewinnrückgang erlitten. Grund dafür ist vor allem die Flugzeugbauteilesparte, die einen Verlust erlitt.


    28.03.2019 10:39


    Der Umsatz des Rüstungs- und Industriekonzerns kletterte um 2,2 Prozent auf 1,998 Milliarden Franken, wie die Ruag am Donnerstag vor den Medien in Zürich bekannt gab. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank indes um 10,8 Prozent auf 106 Millionen Franken.


    Unter dem Strich erzielte die Ruag noch einen Reingewinn von 74 Millionen Franken. Das sind knapp 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Die stärkere Abnahme des Reingewinns sei auf die höhere Steuerlast zurückzuführen, hiess es.


    Bis auf die Division Flugzeugbauteile (Aerostructures) hätten alle Divisionen einen Gewinn erzielt. Hier hätten Kosten für Kapazitätserweiterungen und den Aufbau des Standortes in Ungarn zu Buche geschlagen.


    Zudem drückten Aufwendungen für die Vorbereitung der Entflechtung und die Erarbeitung einer strategischen Neuausrichtung des künftigen internationalen Geschäfts mit 5 Millionen Franken aufs Ergebnis.


    Weiterer Gewinnrückgang


    Daneben entstanden ausserordentliche Belastungen für die Schliessung der Flugzeugwartung am Flughafen Bern-Belp von 4 Millionen und eine Rückstellung von 7 Millionen Franken für die Straffung des Produkteportfolios der Munitionssparte.


    Im laufenden Jahr wird der Gewinn weiter fallen. Denn der Beschluss des Bundesrates für eine Aufspaltung der Ruag in einen internationalen und einen Schweizer Teil sorgt für zusätzliche Kosten. "Wir gehen von Entflechtungskosten von rund 50 Millionen Franken im laufenden Jahr aus", sagte Konzernchef Urs Breitmeier am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.


    Dies werde nochmals deutlich auf Betriebs- und Reingewinn drücken. "50 Millionen Franken können wir nicht einfach so kompensieren", sagte Breitmeier.


    jb/tt


    (AWP)

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  • Medartis verdient 2018 mehr - Margen gesunken


    Das Medizinaltechnik-Unternehmen Medartis hat im Geschäftsjahr 2018 zwar klar mehr verdient als im Vorjahr, musste jedoch tiefere Margen hinnehmen. Enttäuscht werden Anleger, die auf einen Ausblick für 2019 gehofft hatten. Eine detaillierte Prognose für das laufende Jahr soll erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.


    02.04.2019 07:44


    Im ersten Jahr als börsennotiertes Unternehmen steigerte Medartis den Umsatz um 16 Prozent in Lokalwährung auf 121,3 Millionen Franken, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte.


    Die Umsatzzahlen, die am unteren Ende des eigenen Zielbandes ausfielen, wurden bereits Ende Februar zusammen mit Angaben zum bereinigten Betriebsergebnis auf Stufe (EBITDA) bekannt gegeben: Für den Umsatz hatte Medartis ursprünglich ein Umsatzwachstum in Lokalwährung im oberen Zehnprozentbereich in Aussicht gestellt.


    Der EBITDA wiederum nahm auf 14,4 Millionen Franken von 16,9 Millionen ab. Ohne Kosten für den Börsengang ging der EBITDA um 7 Prozent auf 17,6 Millionen zurück. Entsprechend verschlechterten sich auch die Margen. Die EBITDA-Marge betrug 12 Prozent (VJ 16%), respektive 15 Prozent (VJ 18%) ohne die Kosten für den Börsengang. Für letztere hatte Medartis im August noch 15 Prozent bis 16 Prozent veranschlagt.


    Enttäuschung in Lateinamerika


    Dass sowohl das Umsatzwachstum (in Lokalwährungen) wie auch die EBITDA-Marge unter den Erwartungen ausfielen, sei hauptsächlich auf ein schwächer als erwartet ausgefallenes Wachstum in der Region Lateinamerika im zweiten Halbjahr 2018 zurückzuführen gewesen, teilte Medartis mit.


    Die umsatzstärkeren Regionen Europa und mittlerer Osten, Nordamerika und Asien-Pazifik hätten hingegen auch in der zweiten Jahreshälfte Wachstumsraten im Rahmen der Erwartungen verzeichnet.


    Unter dem Streich resultierte ein deutlich höherer Reingewinn von 4,2 Millionen Franken nach einem Überschuss von 0,99 Millionen im Jahr 2017. Allerdings war im Vorjahr eine Belastung von 5,7 Millionen im Zusammenhang mit der Unternehmenssteuerreform in den USA im Resultat enthalten. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf 6,5 Millionen gegenüber 11,00 Millionen im Vorjahr.


    Für das Gesamtjahr 2019 gibt sich das Management im Ausblick nur wenig konkret. Man erwarte für 2019 ein breit abgestütztes Wachstum im zweistelligen Bereich, hiess es einzig. Es sei jedoch vorgesehen, mit der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse 2019 einen detaillierteren Finanzausblick für das Gesamtjahr zu geben.


    Neuer Personalchef


    Schliesslich gab Medartis am Dienstag eine Veränderung in der Geschäftsleitung bekannt. Anthony Durieux-Menage wird per 1. Juni 2019 zum neuen Personalchef und in dieser Funktion auch Mitglied der Geschäftsleitung. Er stösst vom Schweizer Pharmaunternehmen Acino zu Medartis.


    kw/ra


    (AWP)

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  • SFS kauft US-Bauzulieferer


    Die in der Komponentenfertigung und im Baubedarfshandel tätige SFS-Gruppe stärkt ihre Position in der US-Bauindustrie mit einer Übernahme.


    02.04.2019 07:10


    Sie kauft die Triangle Fastener Corporation (TFC). Bereits im März hatte SFS gemeldet, die Verhandlungen mit TFC seien weit fortgeschritten.


    Dank dieser Akquisition erweitere SFS den Markt- und Kundenzugang in die US-amerikanische Baubranche, teilte SFS am Dienstag mit. Finanzielle Details wurden nicht genannt.


    TFC sei ein führender Anbieter von Befestigern und weiteren Produkten für Endanwender in der gewerblichen Bauindustrie. Die US-Firma setzte 2018 mit etwa 200 Mitarbeitenden über 70 Millionen Dollar um. Ihre Produkte verkauft das 1977 gegründete Unternehmen über 23 eigene Verkaufsniederlassungen an rund 6'000 Endkunden in 15 US-Bundesstaaten.


    TFC wird Teil der Baudivision Construction innerhalb des SFS-Segments Fastening Systems, also dem Geschäft mit Befestigungs- und Montagesystemen. Das Unternehmen soll durch das bestehende Management weitergeführt werden, um die Kontinuität sicherzustellen.


    (AWP)

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  • Presse: Orthopädiefirma Medacta engt Preisspanne für Börsengang ein


    Der Börsengang der Schweizer Medizintechnikfirma Medacta stösst auf rege Nachfrage bei Investoren. Die Bücher sind über die gesamte Preisspanne von ursprünglich 88 bis 104 Franken je Aktie überzeichnet, wie eine mit der Transaktion betraute Bank in der Nacht auf Dienstag mitteilte.


    02.04.2019 08:37


    Die Titel des Herstellers von Hüft- und Knieimplantaten dürften zwischen 94 bis 98 Franken platziert werden. Ein Experte erklärte, die Nachfrage sei sowohl von Privat- wie von Profi-Anlegern gut. Als erster Handelstag an der Schweizer Börse ist der Donnerstag vorgesehen.


    ra/


    (AWP)

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  • Presse: Ehemaliger Pictet-Mitarbeiter soll Gelder der Bank unterschlagen haben


    Ein ehemaliger Pictet-Mitarbeiter steht im Verdacht, bei der Genfer Privatbank Geldbeträge in Millionenhöhe abgezweigt zu haben. Der Fall wird von der Genfer Staatsanwaltschaft untersucht. Angeblich geht es um einen Betrag zwischen einer und vier Millionen Franken, die der Backoffice-Mitarbeiter veruntreut haben soll, wie die Zeitung "Le Temps" (Ausgabe, 02.04.) berichtet. Bereits vergangene Woche machte das Finanzportal finews.ch den Fall publik.


    02.04.2019 08:45


    Der Verdächtigte arbeitete während beinahe zwanzig Jahren im Bereich "Banking Operations" im Unternehmen, bis der mutmassliche Betrug ans Licht kam. Dabei habe er laut Anschuldigung nicht Gelder der Kunden unterschlagen, sondern solche der Bank, beziehungsweise der Pictet-Teilhaber, wie aus den Berichten weiter hervorgeht. Weitere Mitarbeitende, welche mit dem Beschuldigten zusammengearbeitet haben, würden routinemässig ebenfalls unter die Lupe genommen.


    Verfahren eingeleitet


    Ein Sprecher der Genfer Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber "Le Temps" und finews.ch, dass ein Verfahren wegen Betrug und ungetreuer Geschäftsbesorgung gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Bank eingeleitet wurde. Pictet indessen hielt in der Zeitung "Le Temps" fest, dass man sich grundsätzlich zu laufenden Gerichtsverfahren nicht äussere, wenn es um die Nennung von Personen gehe.


    Pictet selber hat den Berichten zufolge die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma über die umstrittenen Handlungen informiert, die während eines Jahres stattgefunden haben sollen. Die 1805 gegründete Genfer Privatbank verwaltet rund 500 Milliarden Franken Vermögen.


    mk/kw


    (AWP)

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  • Swissgrid mit stabilem Ergebnis - Beschleunigter Netzausbau nötig


    Die nationale Stromnetzbetreiberin Swissgrid hat im Geschäftsjahr 2018 ein leicht tieferes Betriebsergebnis und einen stabilen Gewinn erzielt. Wegen der Modernisierung und des Umbaus des Übertragungsnetzes wird mit gleichbleibenden Investitionen gerechnet.


    03.04.2019 08:15


    Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging 2018 um 4,4 Prozent auf 119,4 Millionen Franken zurück. Das Unternehmensergebnis stieg geringfügig auf 65,6 Millionen von zuvor 65,3 Millionen. Als Grund nennt das Unternehmen den tieferen Finanzaufwand, nachdem eine Teilrückzahlung von Wandeldarlehen erfolgt ist.


    Der Beschaffungsaufwand konnte um rund 10 Prozent auf 263,4 Millionen gesenkt werden. Dies sei unter anderem eine Folge der deutlich tieferen Kosten für die Regelleistungsvorhaltung und des tieferen Aufwands für ungewollten Austausch, hiess es weiter.


    Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung am 6. Mai eine Dividendenauszahlung von 32,8 Millionen Franken, nach 29,4 Millionen im Vorjahr.


    2019 werde das Unternehmensergebnis weiterhin stabil bleiben, hiess es mit Blick auf das laufende Jahr. Die Strategie 2022 mit Effizienzsteigerungen und Massnahmen für eine sichere Stromversorgung werde indes weiter umgesetzt. Das führe zu einem Anstieg der Betriebskosten.


    Netzausbau und Vernetzung mit Europa


    Im Wallis und im Kanton Aargau sei mit dem Bau von zwei wichtigen Leitungsprojekten aus dem "Strategischen Netz 2025" begonnen worden. Um die inländische Produktion voll auszuschöpfen und die Importfähigkeit zu steigern, müsse die Modernisierung des Übertragungsnetzes jedoch weiter beschleunigt werden, hält die Gesellschaft fest.


    Aufgrund des fehlenden Stromabkommens zwischen der Schweiz und der Europäischen Union sei die Mitarbeit von Swissgrid bei internationalen Kooperationen gefährdet, hiess es zudem. Dies habe bereits zum Ausschluss der Schweiz bei der Marktkopplung - dem gleichzeitigen Handel von Strom und Netzkapazität an den Grenzen - in Zentraleuropa und damit zu einer Zunahme an ungeplanten Flüssen durch die Schweiz geführt.


    Um auch ohne Stromabkommen die Zusammenarbeit für die Schweiz systemverträglich zu gestalten, verhandelt Swissgrid mit allen kontinentaleuropäischen Übertragungsnetzbetreibern und setzt sich beim Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) für eine Teilnahme an den Regelenergiekooperationen ein.


    Die Diskussion um die Revision des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) wird von Swissgrid indes begrüsst. Dem Vorschlag einer Speicherreserve stehe man jedoch kritisch gegenüber. Hier gebe es "erheblichen Klärungsbedarf" bezüglich Kompetenzen und Verantwortlichkeiten.


    Im Verwaltungsrat kommt es in diesem Jahr zu einem Wechsel. Als neuer Vertreter der Kantone wurde nach dem Rücktritt von Andreas Rickenbacher Markus Kägi als Mitglied des Verwaltungsrates nominiert.


    Swissgrid ist im Zuge der geplanten Strommarktliberalisierung in der Schweiz entstanden: Diese sieht die Entflechtung (Trennung von Netzbetrieb und Produktion) vor, womit die Gesellschaft 2006 den operativen Betrieb aufgenommen hat.


    yr/ys


    (AWP)

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  • IPO-Bank krebst bei Klingelnberg etwas zurück


    Eine mit dem Börsengang von Klingelnberg betraute Bank kürzt ihr Kursziel für die Aktie kräftig. Dennoch hält sie an der Kaufempfehlung für den Automobilzulieferer fest.


    04.04.2019 08:32


    Von Lorenz Burkhalter


    Über Monate hinweg hatte die Berenberg Bank die Aktie des Automobilzulieferers Klingelnberg mit einem Kursziel von 61 Franken zum Kauf empfohlen. Selbst als der Aktienkurs im Zuge einer Schwäche bei den Automobilzulieferaktien im vergangenen November kurzzeitig auf unter 35 Franken fiel, hielt die Bank unbeirrt an ihrer Kaufempfehlung sowie am Kursziel fest.


    Nachdem in den letzten Tagen sogar Kurse von 32 Franken und weniger bezahlt wurden, sieht sich die Berenberg Bank nun zum Handeln veranlasst. Sie reduziert ihre Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre um bis zu 15 Prozent und streicht das Kursziel auf 46 (zuvor 61) Franken zusammen.


    Klingelnberg weiterhin in der Favoritenrolle


    An der Kaufempfehlung hält die Berenberg Bank dennoch fest. Sie rechnet weiterhin fest damit, dass Klingelnberg den Marktanteil über die nächsten sieben Jahre von 3 auf 15 Prozent ausbauen kann. Das entspräche bis dann einem jährlichen Umsatzwachstum von 6,5 Prozent sowie einem Gewinnwachstum von 12,5 Prozent, mögliche ergänzende Firmenübernahmen noch nicht mitberücksichtigt. Mit anderen Worten: Kauft das Unternehmen geschickt Geschäftsbereiche zu, könnte das jährliche Gewinnwachstum sogar noch höher liegen.


    Angesichts des rechnerischen Aufwärtspotenzials von mehr als 40 Prozent behält die Klingelnberg-Aktie bei der Berenberg Bank ihren Platz auf der sogenannten "Mid-Cap Top Picks List".


    [Blocked Image: https://www.cash.ch/sites/default/files/public/uploads/cash/redaktion/grafiken/190404_klin_ipo.jpg]


    Kursentwicklung der Klingelnberg-Aktie seit dem Börsengang vom 20. Juni 2018 (Quelle: www.cash.ch)


    Seinerzeit zu je 53 Franken ausgeben, hat die Aktie des Automobilzulieferers seit dem Börsendebüt vom 20. Juni letzten Jahres fast 40 Prozent eingebüsst. Beobachter zeigen sich überrascht, dass die Berenberg Bank das Kursziel mit 46 Franken neuerdings unter dem ursprünglichen Ausgabepreis ansetzt. Denn neben der Credit Suisse war auch die Berenberg Bank eine der Hauptverantwortlichen für den Börsengang. Die beiden Banken müssen sich nun den Vorwurf gefallen lassen, den Ausgabepreis zu hoch angesetzt zu haben.


    Die Credit Suisse stuft die Aktie hingegen weiterhin mit "Outperform" und einem über dem Ausgabepreis liegenden Kursziel von 55 Franken ein. Mit Vontobel rät eine weitere Bank zum Kauf dieses Titels. Nur die MainFirst Bank schätzt die Klingelnberg-Aktie neutral ein.

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  • BFW Liegenschaften schliesst Aktienrückkaufprogramm ab


    BFW Liegenschaften hat das Mitte März angekündigte Aktienrückkaufprogramm am gestrigen Mittwoch abgeschlossen.


    04.04.2019 07:59


    Dabei seien insgesamt 504'010 Namenaktien A angedient worden, was 13,5 Prozent des Aktienkapitals entspreche. Da mehr Aktien als die von BFW anvisierten 354'000 Titel angedient wurden, sei eine proportionale Kürzung vorgenommen worden, teilte die Immobiliengesellschaft am Donnerstag mit. Der Kaufpreis betrug 45 Franken je Titel.


    Der Verwaltungsrat werde die zurückgekauften Aktien der ordentlichen Generalversammlung vom 7. Mai 2019 zur Vernichtung beantragen und das Aktienkapital soll entsprechend herabgesetzt werden. Die Auszahlung des Nettorückkaufpreises erfolge am 8. April 2019. Die angedienten 354'000 Namenaktien blieben bis zur Vernichtung im Besitz der Bfw Liegenschaften AG und seien nicht dividendenberechtigt


    (AWP)

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  • Ausgabepreis für Medacta liegt in der Mitte der Preisspanne


    Die Aktien des Börsenneulings Medacta gehen am Donnerstag mit einem Ausgabepreis von 96 Franken an den Start.


    04.04.2019 07:35


    Die Börsenkapitalisierung des Unternehmens liegt zum Ausgabepreis bei 1,92 Milliarden Franken, wie Medacta am Donnerstag mitteilte. Das Tessiner Unternehmen hat im Basisangebot 5,7 Millionen Aktien platziert, hinzu kommen weitere 855'000 Aktien für eine Mehrzuteilungsoption zu Gunsten der beteiligten Banken. Der Free Float der Aktien beträgt nach der Emission 28,5 Prozent und nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption 32,8 Prozent.


    An die Börse wurden nur bestehende Aktien gebracht. Die Familie um den Unternehmensgründer Alberto Siccardi bleibt auch nach dem Börsengang Mehrheitsaktionärin. Der Verwaltungsrat soll aber zukünftig mehrheitlich aus unabhängigen Personen bestehen.


    Für das fünfköpfige Gremium sind der frühere Barry-Callebaut-Finanzchef Victor Balli, Straumann-CEO Marco Gadola und Philippe Weber, ein Partner der Anwaltskanzlei Niederer Kraft & Frey, vorgesehen. Gadola soll allerdings erst 2020 zum Unternehmen stossen, wenn er seine Verantwortung als Straumann-CEO abgegeben hat. Die Familie wird durch Maria Luisa Siccardi Tonolli und Alberto Siccardi vertreten sein, letzterer als Präsident.


    Medacta mit Sitz in Castel S. Pietro stellt orthopädische Implantate und neurochirurgische Systeme her. Zu den Produkten zählen etwa Implantate für Hüft-, Knie-, Schulter- oder Wirbelsäulenoperationen.


    (AWP)

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  • Medacta startet mit Kurs von 104 Franken deutlich über Ausgabepreis


    Der Börsengang des Schweizer Orthopädieunternehmens Medacta an der SIX Swiss Exchange ist erfolgreich über die Bühne gegangen.


    04.04.2019 09:52


    Die Aktien des Börsenneulings unter dem Tickersymbol "MOVE" am Donnerstag eröffneten klar über dem Ausgabepreis von 96 Franken. Angeboten wurden die Titel beim Bookbuilding mit einer Preisspanne von 88 bis 104 Franken.


    Gegen 9.15 Uhr notieren die Aktien von Medacta bei 103 Franken. Den Handel aufgenommen haben sie mit 104 Franken. Die Börsenkapitalisierung beläuft sich damit auf rund 2,1 Milliarden Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) steht 0,16 Prozent tiefer.


    Das Tessiner Unternehmen hat im Basisangebot 5,7 Millionen Aktien platziert, hinzu kommen weitere 855'000 Aktien für eine Mehrzuteilungsoption zu Gunsten der beteiligten Banken. Der Freefloat der Aktien beträgt nach der Emission 28,5 Prozent und nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption 32,8 Prozent.


    An die Börse wurden nur bestehende Aktien gebracht. Die Familie um den Unternehmensgründer Alberto Siccardi bleibt auch nach dem Börsengang Mehrheitsaktionärin. Der Verwaltungsrat soll aber zukünftig mehrheitlich aus unabhängigen Personen bestehen. Für das fünfköpfige Gremium sind der frühere Barry-Callebaut-Finanzchef Victor Balli, Straumann-CEO Marco Gadola und Philippe Weber, ein Partner der Anwaltskanzlei Niederer Kraft & Frey, vorgesehen.


    Gadola soll allerdings erst 2020 zum Unternehmen stossen, wenn er seine Verantwortung als Straumann-CEO abgegeben hat. Die Familie wird durch Maria Luisa Siccardi Tonolli und Alberto Siccardi vertreten sein, letzterer wird Präsident.


    Medacta mit Sitz in Castel S. Pietro stellt orthopädische Implantate und neurochirurgische Systeme her. Zu den Produkten zählen etwa Implantate für Hüft-, Knie-, Schulter- oder Wirbelsäulenoperationen.


    (AWP)

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  • Planzer-Chef spricht sich für Mobility-Pricing aus


    Planzer-Chef Nils Planzer hält Mobilität heute für zu günstig. "Die Lösung unserer Verkehrsprobleme kann nur eine Form des Mobility-Pricings sein", sagte er in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". Heute seien in der Schweiz rund 52'000 Lastwagen und über 4 Millionen Personenwagen unterwegs.


    07.04.2019 17:27


    Die Transportbranche transportiere heute mit weniger Fahrzeugen mehr Waren als noch vor einigen Jahren, weil Gesetze verschärft worden seien und der Kostendruck wegen der Schwerverkehrsabgabe gestiegen sei. "Eine ähnliche Entwicklung muss im Privatverkehr passieren. Das geht aber nur, wenn es finanziell weh tut", sagte der Chef des Familienunternehmens.


    Stauzuschlag für dicht befahrene Zonen


    Er stand im Interview dazu, dass sein Transportunternehmen von Mobility Pricing profitieren würde. Denn wenn weniger Autos unterwegs sind, kommen die Lastwagen besser durch. Heute erhebt Planzer etwa bei seinen Kunden einen Stauzuschlag. "Wenn die Geschäftskunden einen Transport in einer Zone mit dichten Verkehr buchen, wird dieser pro Sendung mit einem Stauzuschlag belastet", erklärte er.


    Planzer habe dadurch keine Kunden verloren und inzwischen hätten Konkurrenten sogar das Konzept kopiert. "Die Einsicht wächst, dass Mobilität heute zu günstig ist."


    Seit 2018 betreibt Planzer auch einen Paketlieferdienst für Geschäfts- und Privatkunden. "Wir zielen nicht auf den Massenmarkt wie die Post", sagte Planzer. Bis jetzt mache das Projekt keinen Gewinn. Es sei aber realistisch, innert fünf Jahren schwarze Zahlen zu erreichen. Die Kunden seien vermehrt dazu bereit, mehr für die Logistik zu bezahlen, wenn dafür die Qualität und die Arbeitsbedingungen stimmten.


    Das Transportunternehmen Planzer ist seit über 80 Jahren in Familienhand. Laut Angaben auf der Internetseite arbeiten 5'300 Mitarbeitende für Planzer. Der grösste Teil des Umsatzes wird mit nationalen Transporten erzielt, daneben bietet Planzer auch internationale Transporte, Lager, Spezialtransporte und den Paketservice an.


    tt/


    (AWP)

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  • Ruag liefert Komponenten für Trägerrakete der japanischen Raumfahrtbehörde


    Der Raumfahrtzulieferer Ruag Space hat von der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa einen Auftrag erhalten. So wird das Unternehmen verschiedene Komponenten für die Trägerrakete H3 liefern, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Über finanzielle Details zum Vertrag, der mit Mitsubishi Heavy Industries (MHI) abgeschlossen wurde, werden in der Meldung keine Angaben gemacht.


    10.04.2019 08:04


    Die Vertrag umfasse die Lieferung von Raketenstrukturen und Nutzlastverkleidungen für drei Flüge der zukünftigen Trägerrakete H3, so die Meldung. Mit den in der Schweiz entwickelten und produzierten Komponenten soll die Nutzlast vor Vibrationen und Umwelteinflüssen beim Start und beim Flug durch die Erdatmosphäre geschützt werden.


    Die Trägerrakete H3 wird den Angaben zufolge derzeit von Jaxa und MHI entwickelt und ist für die Versorgung der internationalen Raumstation ISS bestimmt. Der erste Flug ist für das Jahr 2021 geplant.


    an/uh


    (AWP)

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  • Berenberg erhöht Kursziel

    10.04.2019 | 08:51


    #BELIMO – Berenberg erhöht Kursziel!


    (wirtschaftsinformation.ch) – Die deutsche Bank Berenberg hat heute Morgen das Kursziel von BELIMO (CHF 5‘160) von CHF 5‘000 auf CHF 5‘650 erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt. Der Anbieter von Antriebssystemen habe starke Ergebnisse für 2018 ausgewiesen und zeige sich für das laufende Jahr zuversichtlich, schreibt die zuständige Branchenanalystin. Deshalb erhöhe sie die Umsatzschätzungen für 2019 und 2020 um +0.7% bzw. +1%. Trotz der jüngst starken Kursperformance bestehe für die Aktie ein kurzfristiges Aufwärtspotenzial von +10%.

  • SIX verknurrt Poenina wegen Buchhaltungsfehlern zu einer Zahlung von 10'000 Fr.


    Die SIX Exchange Regulation hat sich mit dem auf Gebäudetechnik und Gebäudehüllen spezialisierte Unternehmen Poenina wegen verschiedener Verstösse geeinigt. Poenina wird in der Folge zu einer Zahlung von 10'000 Franken verpflichtet.


    11.04.2019 08:30


    Die SIX Exchange Regulation, das Kontrollorgan der Börsenbetreiberin SIX, kritisierte Verstösse gegen die Rechnungslegungsvorschriften nach Swiss GAP FER im Jahresabschluss 2017. Die festgestellten Mängel bezögen sich auf die Darstellung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Aufträgen in Arbeit sowie der diesbezüglichen Wertberichtigungen in der Bilanz und Erfolgsrechnung, teilte die SIX am Donnerstag mit.


    Ausserdem bemängelte die Börse unterlassene Offenlegungen im Zusammenhang mit der Segmentberichterstattung sowie den wirtschaftlichen Auswirkungen aus Vorsorgeverpflichtungen.


    Poenina hat sich laut SIX im Rahmen der Einigung verpflichtet, die Fehler im Jahresabschluss 2018 zu korrigieren und eine Zahlung von 10'000 Franken an die Stiftung für Fachempfehlungen zur Rechnungslegung zu leisten.


    Weiter hielt die SIX Exchange Regulation fest, dass die Versäumnisse zwar zu Anpassungen der Darstellung in der Bilanz und Erfolgsrechnung geführt, diese Mängel aber keinen Einfluss auf die ausgewiesenen Ergebnisse oder das Eigenkapital gehabt hätten.


    cf/ra


    (AWP)

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  • Conzzeta: Vom Plus ins Minus


    Der Mischkonzern Conzzeta hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nicht gehalten. Das sehr starke Wachstum des Vorjahres verwandelte sich in ein Minus.


    15.04.2019 07:46


    Der Umsatz ging im Startquartal um 8,4 Prozent auf 394,4 Millionen Franken zurück. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse ergab sich gar ein organisches Minus von 9,1 Prozent, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.


    Betrachtet man lediglich die fortgeführten Geschäfte - das Segment Glass Processing wurde per 1. April an die finnische Glaston verkauft - erreichte der Umsatz noch 372,1 Millionen, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 6,3 Prozent entspricht.


    Die negative Entwicklung im ersten Quartal hatte sich bereits vorangekündigt. Im Gesamtjahr 2018 resultierte zwar ein absolutes Wachstum von über 20 Prozent und ein um Währungs- und vor allem Akquisitionseffekte bereinigtes Plus von immerhin gut 10 Prozent. Bereits im vierten Quartal wuchs das Unternehmen aber praktisch nicht mehr, wofür in erster Linie das schwache Chemiegeschäft verantwortlich war. Entsprechend vorsichtig hatte sich zuletzt denn auch das Management geäussert und im März für 2019 einen stagnierenden Umsatz prognostiziert.


    In den fortgeführten Geschäften habe sich der Nettoumsatz in einem anspruchsvolleren Marktumfeld regional uneinheitlich entwickelt, mit einem geringerem Umsatz in Asien und Europa, hingegen mit Wachstum in Amerika, so Conzzeta zum Geschäftsverlauf.


    Der grösste Bereich Sheet Metal Processing, welcher unter dem Namen Bystronic Maschinen zur Blechbearbeitung für verschiedene Industrien herstellt, setzte mit knapp 208 Millionen Franken 7,4 Prozent weniger um als in der Vorjahresperiode. Der Auftragseingang reduzierte sich dabei um 8 Prozent auf 222,2 Millionen.


    Umsatzrückgang reflektiert sehr starke Vorjahresperiode


    Im Segment Chemische Spezialitäten zeichnet sich nach der jüngsten Schwäche und dem Umsatzeinbruch um gut 20 Prozent im vierten Quartal zumindest ein verbesserter Trend ab, das Minus lag im ersten Quartal noch bei 8,6 Prozent. Demgegenüber hielt im Segment Outdoor mit der Marke "Mammut" der mit den seit 2016 laufenden Restrukturierungsbemühungen herbeigeführte Aufwärtstrend an. Das Segment erreichte immerhin ein knappes Wachstum von 0,3 Prozent.


    Insgesamt habe der Geschäftsgang im ersten Quartal der für das Gesamtjahr 2019 in Aussicht gestellten Seitwärtsentwicklung entsprochen, zeigt sich das Unternehmen gelassen. Die tieferen Verkäufe reflektierten den Basiseffekt der in allen Segmenten "ausserordentlich starken" Vorjahresperiode. Damals resultierte ein organisches Wachstum von über 27 Prozent.


    Der Verkauf des Glassegments nach Finnland führt, wie bereits früher kommuniziert, zu einem ausserordentlichen Gewinn im ersten Semester. Diesen beziffert das Unternehmen nun auf 28 bis 31 Millionen Franken. Ausführlichere Ergebnisse publiziert Conzzeta erst im Rahmen der Publikation der Halbjahresergebnisse im August.


    Zum Ausblick auf das Gesamtjahr werden keine neuen Angaben gemacht. Im März beurteilte Conzzeta das Marktumfeld zurückhaltend. Geopolitische und makroökonomische Unsicherheiten hätten an Bedeutung gewonnen, hiess es vor knapp vier Wochen dazu. Für das Geschäftsjahr 2019 wurde deshalb für das nach dem Verkauf der Sparte Glasbearbeitung verbleibende Geschäft ein gehaltener Umsatz sowie eine leicht höhere EBIT-Marge in Aussicht gestellt.


    (AWP)

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  • Selecta peilt Börsengang an


    Europas grösster Snackautomaten-Betreiber Selecta könnte schon bald an die Schweizer Börse zurückkehren.


    15.04.2019 04:54


    Der grösste europäische Snackautomaten-Betreiber, Selecta, könnte zum nächsten Neuzugang an der Schweizer Börse werden. Der Finanzinvestor KKR bereite einen Börsengang der Schweizer Firma an der SIX vor, sagten mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. In den kommenden zwei Wochen fänden Analysten-Präsentationen statt, sodass die Transaktion im Mai angekündigt werden könnte. Je nach Marktentwicklung sei aber auch möglich, dass dieser Schritt in den September verschoben werde. Mit der Transaktion sei Credit Suisse betraut worden. Welche anderen Banken mitarbeiteten, war zunächst unklar.


    Selecta betreibt europaweit rund 460.000 Verkaufsautomaten für Schokoriegel, kalte Getränke, Gummibärchen und Kaffee in Büros, an Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen. Die Firma mit rund 9000 Mitarbeitern kam im Geschäftsjahr 2018 auf einen Bruttoumsatz von 1,55 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 248 Millionen Euro.


    Einer der Personen zufolge dürften Aktien im Wert von rund einer Milliarde Franken zum Verkauf stehen. Den Gesamtwert der Firma bezifferte die Person auf rund drei Milliarden Franken. KKR, Selecta und Credit Suisse wollten sich nicht äussern.


    Die 1957 gegründete Selecta kam 1997 an die Schweizer Börse und wurde 2001 vom britischen Wettbewerber Compass geschluckt. Nach einem weiteren Besitzerwechsel landete die Gesellschaft 2015 schliesslich bei KKR. Beim erneuten Börsengang wird KKR von Lazard beraten.


    Selecta wäre der vierte Neuzugang an der Schweizer Börse im laufenden Jahr. Vergangene Woche ging das IPO der Medizintechnikfirma Medacta über die Bühne, in dieser Woche das des Zugbauers Stadler Rail. Zudem spaltete Novartis Alcon ab und liess die Augenheilfirma unabhängig an der Börse listen.


    (Reuters/AWP)

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