• Speedy3 hat am 11.01.2016 - 12:54 folgendes geschrieben:

    Quote

    Na, dann wäre ja mal erwiesen das Kursmanipulationen mit Währungen, sofern der Geldtopf genug gross ist, sehr wohl möglich sind.

    Nein, Kursmanipulationen sind im Dollar schlicht nicht möglich!


    Der Grund liegt darin, dass pro Tag Dollars im Wert von 3 Billionen Dollar gehandelt werden. Es gibt niemanden, dessen PF so gross ist, dass er hier nachhaltig Kursmanipulationen durchhalten könnte.


    Einzige Ausnahme hierzu ist die FED, die das Monopol hat, Dollars zu produzieren.


    Aber da die FED derzeit relativ ruhig ist, kann sie nicht der Grund für die Dollar-Bewegung der letzten Tage sein.


    Falls Du das nicht glaubst, dann beobachte mal die Intraday-Charts um wichtige Zeitpunkte: QE1 (Bernanke Rede im November 2003), 9/11, QE2, QE3, EZB-Bazooka Anfang 2015 etc.


    Da gab es jeweils nur kurzfristige Spikes, die jeweils zw. 30 und 90 Minuten gedauert haben.


    Andererseits - und hier geht der Punkt an Dich - kommt es darauf an, was Du unter Wert des Dollars verstehst. Wenn Du die Schwankungen zum EUR oder CHF meinst, ist es wahrscheinlich, dass nicht der Dollar gestiegen/gefallen ist sondern eine seiner derivaten Währungen. Also der EUR oder CHF.

  • Speedy3 hat am 12.01.2016 - 15:38 folgendes geschrieben:

    Quote
    Die beiden Vormonate wurden zudem um insgesamt 50.000 Stellen nach oben revidiert.

    Ein bisschen offtopic als Erklärung, warum Arbeitslosenzahlen der Vormonat so oft revidiert werden, möchte ich Dich nochmals an das Birth/Death Modell erinnern, das ich Dir gegenüber schon im Juni 2008 erwähnt habe:


    Wenn eine Firma schliesst (death), dann rennen die entlassenen Mitarbeiter sofort aufs Arbeitsamt und fliessen in die Arbeitslosenstatistik.


    Wenn aber eine Firma neu gegründet wird (birth), dann dauert es 3 Monate, bis diese Zahlen als neugeschaffene Stellen in die Statistik fliessen.


    Das BLS (Bureau of Labour Statistics) muss also eine Logik finden, um die neugeschaffenen Stellen abschätzen zu können.


    Wie genau das funktioniert, wird nicht bekannt gegeben. Man weiss nur, dass die Vorjahreszahlen eine Rolle spielen.


    Beispiel (reine Spekulation von mir!)


    Im letzten Jahr wurden im Bausektor 100 Stellen geschaffen und 120 gingen verloren. Wir haben also ein Verhältnis von 1:1,2


    Nun gehen im Bausektor 240 Stellen verloren. Man schliesst aus der Erfahrung des Vorjahres, dass 200 Stellen neu geschaffen wurden. Entsprechend fliessen nur -40 in die Statistik.


    Dieses Birth/Death Modell hat natürlich in akuten Ab- oder Aufschwungphasen eindeutige Schwächen. Aber über die Jahre betrachtet, funzt es erstaunlich gut.

  • Kursmanipulationen in Devisen

    @Marcus


    vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen. Zum Thema Kursmanipulationen mit Devisen belehrt uns die Realität leider eines anderen. Ich traue keinem Banker mehr. Zu oft wurde auf höchster Ebene der Banken gelogen und mit illegalen Mitteln die Kurse in die gewünschte Richtung gemogelt. Selbst nach der Finanzkrise haben sie es nicht gelernt.


    Zitat: Spiegel


    Die Banken sollen am bislang wenig überwachten Devisenmarkt, an dem täglich fünf Billionen Dollar umgesetzt werden, getrickst haben. Die Ermittler sahen es als erwiesen an, dass Händler in den betroffenen Instituten versucht haben, an wichtigen Kursen zu schrauben, um Gewinne einzustreichen.


    http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/a-1048136.html

  • Devisenmanipulation: Wenn der Dollar immer um 16 Uhr steigt

    Datum: 29.08.2013

    Am Devisenmarkt zeichnet sich ein Manipulationsskandal ab. Regelmäßig kam es am gleichen Wochentag zur gleichen Uhrzeit zu identischen Kursausschlägen. Großbanken stehen unter Verdacht, die Kurse zu beeinflussen.

    http://www.handelsblatt.com/fi…6-uhr-steigt/8708052.html

    Es ist für Leute, die sich schon länger mit Devisen befassen, ein steinaltes Thema.

    Genau so wie der Liborskandal oder Manipulation beim Goldmarkt.

    Und hier noch ein paar altbekannte Neuigkeiten:

    Hält die SNB einen geheimen Mindestkurs?
    01. Februar 2015

    Die Nationalbank soll hinter verschlossenen Türen gegen den starken Franken intervenieren: Sie will, dass sich der Euro zwischen Fr. 1.05 und 1.10 einpendelt.



    Die Nationalbank pflegt einen heimlichen Mindestkurs


    17. Januar 2016
    Mit dem Einsatz von 82 Milliarden Franken hat die Notenbank den Franken bei 1.08 stabilisiert


    http://sonntagszeitung.ch/read…mlichen-Mindestkurs-53934

  • Speedy3 hat am 18.01.2016 - 09:40 folgendes geschrieben:

    Quote

    @ Marcus


    Bin gespannt wie deine Antwort ausfällt. Entgegen deiner Aussage sind Kursmanipulationen bei Devisen ein "normale" Erscheinung...

    Was ich - und wohl auch MF - sagen will:


    Eine permanente Kursmanipulation ist bei Schwergewichten kaum möglich. Wie oben beschrieben: es gab auffällige Bewegungen an bestimmten Tagen bzw. Tageszeiten. Beim Fixing. Ähnliches kann an Verfallstagen passieren, wenn versucht wird, Kurse exakt auf einen Strike zu manövrieren. Gelingt auch nicht immer.



    Das war auch bei ABB immer wieder ein Thema. Die Intis....

  • Kursmanipulationen

    elias


    Oben werden sämtliche Fakten zu Kursmanipulationen mit Devisen untermauert und am Schluss behauptest Du es gebe sozusagen keine Manipulationen. Mir kommt das vor wie Sepp Blatter, der Korruption zulässt und behauptet es gäbe keine Korruption. Auf dem Parkett wird manipuliert und mit Insiderinfos gehandelt. Ich denke, dass weisst du genau aber warum du es hier immer abstreitest ist mir ein Rätsel. Ausser du bist selber Banker, fährst einen Audi und bist bei der SVP. Das wäre für mich eine Begründung.

  • Speedy3 hat am 18.01.2016 - 16:47 folgendes geschrieben:

    Quote

    elias


    Ausser du bist selber Banker, fährst einen Audi und bist bei der SVP. Das wäre für mich eine Begründung.

    Logisch bin ich Banker, habe ja auch eine eigene Bank.


    Ich fahre einen Audi mit manipulierten Abgaswerten


    Und ich bin Ehrenmitglied der SVP

  • Analysten sehen weiteren Anstieg des Dollars zum CHF

    Gemäss St. Galler Kantonalbank setzt die Aussage von EZB-Chef Draghi für März weitere Massnahmen gegen die niedrige Inflation zu treffen, spricht alles für eine weitere Schwächung des Euros und für einen Erstarken des Dollars. Dadurch wir die SNB mit der aktuellen Schweizer Franken-Blase weiter unter Druck kommen endlich zu korrigieren. Dies unter anderem wegen den aktuell massiv schwächeren Aussichten der Schweizer Wirtschaft. Die Unternehmen sind nicht mehr in der Lage, einen noch schwächeren Euro mit Optimierungen zu kompensieren und verlagern Stellen ins Ausland oder entlassen Angestellte.


    Es ist also nicht von der Hand zu weisen, dass die SNB massive Massnahmen gegen die eigennützige Strategie der EZB gegen die Euro Schwächung zu ergreifen und die Blase im Schweizer Franken platzen zu lassen. Die Vorzeichen für die Schweizer Wirtschaft stehen sonst sehr schlecht. Der Dollar wird zum Schweizer Franken daher weiter ansteigen.

  • MarcusFabian hat am 17.01.2016 - 00:09 folgendes geschrieben:

    Quote

    Speedy3 hat am 11.01.2016 - 12:54 folgendes geschrieben:

    Nein, Kursmanipulationen sind im Dollar schlicht nicht möglich!

    @ Marcus


    Mich würde noch deine Antwort zu den obigen Presseberichten interessieren, die belegen dass Banken im Devisenmarkt eindeutig manipuliert haben. Sie belegen sogar, dass täglich die Preise abgesprochen worden sind. Das pure Gegenteil von deinem Statement. Sorry, aber ich lese ja auch nur die Pressemeldungen und die widersprechen deinen Aussagen um 180°.

  • Dollar immer stärker

    @ Elias:


    Eigentlich bist du ja als Banker ein Vollprofi. Darum meine Frage. Wieso bestreitest du immer, dass der Dollar ansteigt. Das macht er eigentlich seit mehreren Tagen unaufhörlich. Warum erkennst du diese Tendenz nicht?


    @ Marcus: bitte um Antwort bezüglich Kursmanipulationen in Dollar

  • Franken schwächer

    Gründe wieso der Franken zum Dollar weiter abschwächen wird sind Grossinvestoren die vom Schweizer Franken in Dollar umschichten, wo die Renditen steigen. Zweijährige US-Treasuries werfen gegenwärtig 0.9% ab, zweijährige Frankenanlagen -0.9%. Die Zinsdifferenz beträgt als knapp 2%, was eine Umschichtung rechtfertigt. Die meisten Währungsexperten rechnen mit einem schwächeren Franken, die momentane Abschwächung des Frankens als eine Fortsetzung des graduellen Abwärtstrends, der im letzten Januar einsetzte.

  • Elias hat am 18.01.2016 - 10:19 folgendes geschrieben:

    Quote

    Speedy3 hat am 18.01.2016 - 09:40 folgendes geschrieben:

    Was ich - und wohl auch MF - sagen will:


    Eine permanente Kursmanipulation ist bei Schwergewichten kaum möglich. Wie oben beschrieben: es gab auffällige Bewegungen an bestimmten Tagen bzw. Tageszeiten. Beim Fixing. Ähnliches kann an Verfallstagen passieren, wenn versucht wird, Kurse exakt auf einen Strike zu manövrieren. Gelingt auch nicht immer.


    Völlig einverstanden. Genau das hätte ich auch geantwortet.


    Es ist weder für die SNB noch für die EZB, BoJ oder BoE möglich, den Dollarkurs zu manipulieren. Das kann auch kein noch so grosser Hedge-Fonds und auch keine einzelne Bank.


    Aber eine Nationalbank ist immer und jederzeit in der Lage, den Wert der eigenen Währung zu manipulieren. Die SNB den Franken, die BoJ den Yen etc.


    Das ist auch logisch, denn die Nationalbank eines Währungsraumes kann ja beliebig die Zinsen erhöhen und somit den Aussenwert der Währung stärken oder - umgekehrt - mit eigener Währung eine Fremdwährung kaufen um den Aussenwert der eigenen Währung zu schwächen.


    Was ich nach wie vor in Abrede stelle ist, dass es einzelnen Banken oder HF's sind, die für Anstieg und Fall einer grossen Währung (Euro und Dollar) verantwortlich sein können. Dazu ist das Volumen von 3 Billionen Dollar pro Tag einfach viel zu gross.

  • Speedy3 hat am 18.01.2016 - 09:40 folgendes geschrieben:

    Quote

    @ Marcus


    Bin gespannt wie deine Antwort ausfällt. Entgegen deiner Aussage sind Kursmanipulationen bei Devisen ein "normale" Erscheinung...

    Wenn Du diesen Spiegel-Artikel meinst, dann kann ich dazu nicht Stellung nehmen. Es wird ja nicht erwähnt, welche Währungen hier manipuliert worden sind und vor allem nicht in welchem zeitlichen und prozentualem Rahmen.


    Zugegeben: HSBC, Barclays, BNP Paribas und Goldman Sachs sind Schwergewichte. Wenn die zusammenspannen und sich gegen eine Währung verschwören (diesmal im echten Sinn des Wortes), dann können sie durchaus kurzfristig etwas bewegen. Aber eben: Betroffene Währung, Umfang etc. wird nicht erwähnt. Also bleibt alles Spekulation.


    Theoretisch denkbar wäre folgendes Szenario:


    Die drei Banken kaufen CFD's oder Optionen auf den Dollar im Wert von 10 Milliarden mit einem Hebel von 50. Sie würden somit 500 Mrd. Dollar bewegen. Also einen Sechstel des täglichen Dollar-Volumens.
    Damit würden sie eine Bewegung des Dollars auslösen.
    Nun müssen sie ihre Position (short oder long) aber entsprechend auflösen, um den Gewinn einzufahren. Damit würden sie unweigerlich eine Gegenreaktion auslösen.


    Man könnte dies dann sehr einfach an einem grossen Ausschlag mit Übertreibung im Dollarchart ausmachen. Gibt es solche Chartausschläge?

  • Speedy3 hat am 01.02.2016 - 18:16 folgendes geschrieben:

    Quote

    @Marcus


    Ich meine diesen Artikel von Elias. Hier wird klar deklariert um welche Währung es geht und sogar um welche Zeit manipulIiert wurde.


    http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/devisenma...

    Nun, Freitag um 16 Uhr ist die Zeit, wo alle DayTrader ihre Positionen schliessen.


    EIne Halbe- bis Viertel-Stunde vor Börsenschluss gibt es meistens starke Ausschläge. Das gilt auch für den SMI oder den DAX.


    Und wie gesagt, der CA$ ist eine Währung, die mit entsprechenden Mitteln durchaus nach untern oder oben kurzfristig manipuliert werden kann.

  • Fairer Wert

    Nun auch beim Dollar wäre eine Aufwertung von 20% gemäss Wellerhoff & Partners eine faire Bewertung!

    Ist der Wert von rund 1.10 Franken fair?

    Viele Markteilnehmer finden den Franken auch bei einem Kurs von Fr. 1.10 pro Euro noch überwertet. Laut einer Untersuchung von Wellershoff & Partners von Ende 2015 läge die sogenannte Kaufkraftparität bei Fr. 1.27, das heisst, der Franken ist gegen 20 Prozent zu hoch bewertet. «Ein Wechselkurs von 1.10 Franken ist für die Wirtschaft sicher besser als Parität», erklärte Michael Wiesner von Economiesuisse kürzlich 20 Minuten. Ein fairer Kurs liege bei rund 1.25 Franken.

  • Die SNB wird nächstens weiter gravierende Massnahmen zur Schwächung des Schweizer Franken respektive zur Aufwertung von Dollar und Euro vornehmen. Bin gespannt wann die ersten Dollar Shorties kalte Füsse bekommen.


    Sollte die EZB in den nächsten Quartalen die Strafzinsen noch weiter nach unten schleusen, kommen Ländern wie die Schweiz, Dänemark und Schweden unter Zugzwang, denn auch in diesen Ländern gibt es bereits Strafzinsen. In der Schweiz liegen sie bei 0,75 Prozent, in Dänemark bei 0,65 Prozent und in Schweden sogar bei 1,1 Prozent.