• Speedy3 hat am 05.12.2015 - 16:40 folgendes geschrieben:

    Quote

    Eindeutiges Signal für die Zinserhöhung


    Frage hierzu: Wie oft seit 2012 haben wir gehört, dass es eine Zinserhöhung in den USA geben wird?


    Und wie oft haben wir eine bekommen?


    Wenn Du beide Fragen beantwortet hast, wird vielleicht klar, warum offenbar nicht sehr viele Spekulanten daran glauben, dass es diesmal eine Zinserhöhung geben wird.


    Wenn Du dagegen spekulieren willst - also auf eine Zinserhöhung - dann geh' long Dollar.

  • USD

    @ MarcusFabian


    Bin long im USD... sämtliche US-Wirtschaftszahlen unterlegen die Notwendigkeit der Zinserhöhung.


    Die FED Chefin bringt auch an, dass zulange auf eine Zinserhöhung gewartet wurde. Es ist überhaupt kein


    Bauchentscheid a là Kaffeesatzlesen.



    Der bundesrätliche Entscheid vom letzten Freitag wird die Bilateralen und damit die Wirtschaftskraft der Schweiz


    massiv belasten. Ein Absacken des Schweizer Franken ist darum bald zu erwarten.

  • MarcusFabian hat am 05.12.2015 - 16:54 folgendes geschrieben:

    Bist du nicht der Herr der dazumal behauptet hat das "Quantitative easing" Programm der FED werde nicht mehr beendet?



    Wie die wahre wirtschaftliche Situation in den USA momentan ist kann ich nicht abschätzen. Ich gehe trotzdem von einer Zinserhöhung am 16. Dezember der FED aus wenn auch mit einem minimalen Schritt so ala 0.25 Punkte.


    Seid nun bald 8 Jahren ist eine Rezession in den USA ausgeblieben. Was passiert bei einer neuen Rezession? Die FED hat das ganze Pulver verschossen um trotzdem dann wieder keine Glaubwürdigkeit zu verlieren braucht Sie einen stärkeren Leitzins um diesen dann wieder "effektiv" einzusetzen bei einem Stand von 0 ist der Spielraum stark eingeschränkt.


    Darum : Ja am 16 Dezember. Falls er nicht eintritt verspielt sich die FED die komplette Glaubwürdigkeit.

  • Warum der Dollar eine Gefahr bleibt

    Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) glaubt nicht, dass für die Schwellenmärkte der Schock höherer US-Zinsen schon ausgestanden ist. Die Dollarabhängigkeit hat sich dort weiter erhöht.


    Die Schwellenländer sind abhängig von der US-Geldpolitik. Denn viele dieser Märkte haben ihr Wachstum mit ausländischen Kapitalflüssen finanziert – und diese könnten sich drehen, wenn die Renditen in den USA attraktiver werden.


    Das ist zwar im Markt spätestens seit 2013 bekannt, als Aussagen des damaligen Fed-Vorsitzenden Ben Bernanke zu Verwerfungen führten. Doch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel argumentiert in ihrem neuen Quartalsbericht, dass auch in Zukunft das Umfeld für die Schwellenländer «herausfordernd» bleibt.


    Die Finanzierung wird für Schwellenmärkte schwieriger


    Die untenstehende Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen den langfristigen US-Marktzinsen und den Renditen von Schwellenländeranleihen in lokaler Währung. Dieser Zusammenhang verstärkt sich seit 2013. Das bedeutet: Steigen die US-Renditen, erhöht das die Finanzierungskosten von Staaten und Unternehmen in den Schwellenländern. Auch wenn diese nicht direkt Dollaranleihen herausgegeben haben. Die Folgen höher US-Zinsen könnten nun grösser sein als zur Bernanke-Panik im Jahr 2013, meint die BIZ.


    [Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2015/12/EME1.png]


    Quelle: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich


    Die folgende Grafik zeigt die Finanzierungskosten von Unternehmen und Haushalten in den Brics-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika; blaue Kurve) und den Industrieländern (rote Kurve). Der Schuldendienst ist in den Schwellenländern 3 Prozentpunkte teurer als im langjährigen Durchschnitt. In den Industrieländern ist er dagegen nicht gestiegen.


    [Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2015/12/EME2.png]Quelle: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich


    Gleichzeitig haben sich die Schwellenländer immer mehr verschuldet. Das durchschnittliche Kreditvolumen in Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt hat sich in den Brics-Staaten seit 2010 um 25% erhöht, ruft die BIZ in Erinnerung. «Das signalisiert grössere Risiken von Finanzkrisen in Schwellenländern», warnt die Bank der Zentralbanken. Steigen die US-Zinsen, würde die Finanzierung des Privatsektors noch teurer.


    Der starke Dollar bleibt eine Gefahr


    Höhere Zinsen in den USA würden auch einen sich weiter aufwertenden Dollar zur Folge haben. Das ist der zweite Gefahrenherd für die Schwellenländer. «Jede zusätzliche Aufwertung des Dollars würde die Fähigkeit zum Schuldendienst von Unternehmen in den Schwellenländern auf den Prüfstand stellen», erklärt die BIZ. Denn viele hätten sich in den vergangenen Jahren stark in Dollar verschuldet.


    Oft will man die niedrigen Renditen von Dollarkrediten ausnutzen. Doch wenn den Finanzierungskosten in der Fremdwährung keine Einnahmen in derselben Währung gegenüberstehen, wird es gefährlich. Wertet sich die eigene Währung ab, können Unternehmen in Probleme geraten, die Schulden noch zu bedienen.


    Ein ganzes Kapitel widmet die BIZ diesen Dollarschulden. Dabei werde die Grösse der Verbindlichkeiten in der US-Währung oft unterschätzt, heisst es im Bericht: «Die Standardgrössen der Auslandverschuldung schliessen nicht Anleihen ein, die von Tochterunternehmen im Ausland begeben wurden, oder Dollar-Bankkredite, die im eigenen Land aufgenommen wurden.» Die von Tochtergesellschaften emittierten Bonds – Offshore Bonds – könnten in der Statistik unterschiedlich auftreten. «Wenn Dollarschulden damit verdeckt werden, könnte die Verwundbarkeit von Unternehmen unterschätzt werden», schreiben die Ökonomen der BIZ.


    Anleihen statt Kredite


    Dollarverschuldung Asien[Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/themes/finanzundwirtschaft/images/zoom_img.png][Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2015/12/EME3-600x486.png]Quelle: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich Die rechten Grafiken zeigen die Dollarschulden von Schwellenländern. Dabei sind besonders die gelben Flächen interessant. Sie zeigen an, wie Tochtergesellschaften im Ausland von Schwellenländerfirmen als Finanzierungsvehikel verwendet wurden. Diese Zahlen sind normalerweise nicht ausgewiesen. Die gestrichelte rote Kurve ist der Teil der Dollar-Bankkredite, die von inländischen Banken vergeben werden. Diese Kredite finden normalerweise wenig Beachtung.


    Dollarverschuldung andere Schwellenmärkte[Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/themes/finanzundwirtschaft/images/zoom_img.png][Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2015/12/EME4-600x490.png]Quelle: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich Das Wachstum der Dollarschulden in dieser Übersicht ist verblüffend. Besonders Unternehmen aus den Brics-Staaten holen sich die Dollar über Tochtergesellschaften ins Land. Der Anstieg der Auslandverschuldung ist massiv. Die Dollaranleihen nehmen dabei in Brasilien, Mexiko, auf den Philippinen, in Malaysia und Südafrika gegenüber Krediten schon länger den grössten Teil ein.


    Wegen der Lehren aus der Asienkrise in den Neunzigerjahren ist vielen Schwellenländern bewusst, dass ausländische Bankkredite gefährlich werden können. So wurde in Korea und China die Kreditvergabe eingeschränkt. Doch stattdessen boomen die Anleihen und die inländische Kreditvergabe in Dollar. Sie sind zu den neuen, weniger streng beobachteten Instrumenten geworden, um sich mit Dollar einzudecken. Kommt es zu neuen Finanzkrisen wegen dieser Kredite, müssen die Schwellenländer ihre Regulierung überdenken.


    http://www.fuw.ch/article/waru…ollar-eine-gefahr-bleibt/

  • Speedy3 hat am 07.12.2015 - 08:54 folgendes geschrieben:

    Quote

    Alle Anzeichen deuten auf ein Ansteigen des Dollars....welche stichhaltige Begründungen hast du dagegen? Aber bitte mit Witschaftszahlen untermauern.

    Die Hauptbegründung gegen eine Zinserhöhung sind die Schulden, nicht unbedingt die Wirtschaft.


    Bei Staatsschulden von rund 18 Billionen Dollar macht jeder Prozentpunkt an Zinsen 180 Mia aus, was rund 8% der Steuereinnahmen entspricht. Nimmt man die gesamten Schulden und Verpflichtungen von 55 Billionen Dollar ... nun, das kannst Du selbst ausrechnen.


    Die Wirtschaft ist zweigeteilt: Es gibt die globalen und bei uns bekannten Grossunternehmen (Apple, Exxon), die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Andererseits die kleineren und mittleren Unternehmen, die immer noch keine Kredite bekommen.


    Grundsätzlich leiden die USA strukturell immer noch darunter, dass mehr konsumiert als erarbeitet wird. Importe also grösser sind als die Exporte. Die USA leben nach wie vor auf Pump und das sollte zu denken geben. Aber das habe ich in den letzten Jahren ja schon x-mal hier geschrieben.


    Ich schliesse eine Zinserhöhung nicht aus. Aber wenn, dann dürfte sie höchstens homöopatische Masse annehmen. Also vielleicht so 10 bis 25bp.

  • orangebox hat am 07.12.2015 - 10:24 folgendes geschrieben:

    Quote

    Bist du nicht der Herr der dazumal behauptet hat das "Quantitative easing" Programm der FED werde nicht mehr beendet?


    Richtig. Du hast ein gutes Gedächtnis ;)


    Wir werden sehen. Eines Tages wird die FED QE beenden müssen!

  • MarcusFabian hat am 10.12.2015 - 21:14 folgendes geschrieben:

    Quote

    orangebox hat am 07.12.2015 - 10:24 folgendes geschrieben:

    Richtig. Du hast ein gutes Gedächtnis [Blocked Image: http://www.cash.ch/sites/all/modules/contrib/smiley/packs/kolobok/wink.gif]


    Wir werden sehen. Eines Tages wird die FED QE beenden müssen!

    Das wird dann sein, wenn alle Länder das gleiche haben. Also alle Inflation oder alle Deflation


    Aktuell hat Venezuela eine Jahresinflation um die 200%. Die Waren wandern nun erst mal von A nach B, bis die Preise gleich sind.

  • MarcusFabian hat am 10.12.2015 - 21:14 folgendes geschrieben:

    Quote

    orangebox hat am 07.12.2015 - 10:24 folgendes geschrieben:

    Richtig. Du hast ein gutes Gedächtnis [Blocked Image: http://www.cash.ch/sites/all/modules/contrib/smiley/packs/kolobok/wink.gif]


    Wir werden sehen. Eines Tages wird die FED QE beenden müssen!

    Was heisst beenden müssen?? Das QE3 Programm wurde 2013 beendet und die Bilanzsumme ist konstant auf gleich hohem Niveau ich sehe keine weitere Ausweitung bisher.

  • orangebox hat am 11.12.2015 - 11:07 folgendes geschrieben:

    Quote

    MarcusFabian hat am 10.12.2015 - 21:14 folgendes geschrieben:

    Was heisst beenden müssen?? Das QE3 Programm wurde 2013 beendet und die Bilanzsumme ist konstant auf gleich hohem Niveau ich sehe keine weitere Ausweitung bisher.

    Das war doch vom QE-Treppchenzeichner ironisch gemeint.

  • Der Ojro existiert ja nur dank dem, dass die Schweizerische Nationalbank diese Währung zusammenkauft und unterstützt. Würde die SNB diese Käufe einstellen, gehörte der EUR binnen Wochenfrist der Vergangenheit an. Ja und der Dollar hört einfach dann zu existieren auf, wenn die Rohstoffe nicht mehr für diese Papierchen zu haben sind und militärische Drohgebärden nicht mehr fruchten werden. Also alles nur eine Frage der Zeit.

  • Speedy3 hat am 12.12.2015 - 10:17 folgendes geschrieben:

    Quote

    Meine Frage war eigentlich nur für die Aussichten für nächsten Montag gestellt und die nächste 100 Jahre....

    Ach so, Du meinst also dass die gute Mrs. Yellen am Montag die Zinsen anhebt


    *good*


    Glaube ich jetzt nicht wirklich daran. Also solange die Fed nicht die gesamte Weltwirtschaft auf einen Schlag in die Hölle schicken möchte.