Accelleron

  • Deutsche Bank: Markt bei ABB-Spin-off Accelleron «zu pessimistisch»

    Die Deutsche Bank sieht den Kurs der neu börsenkotierten, ehemaligen ABB-Turboladersparte Accelleron rund ein Drittel höher als im aktuellen Handel.


    10.10.2022 09:39


    Analyst John Kim hat den Eindruck, dass bei Accelleron ein langfristiges Nullwachstum eingepreist wird. Dies sei aber zu pessimistisch, schreibt der Industrieexperte der Deutschen Bank. Die Aktie, die derzeit 15,67 Franken wert ist (-0,2 Prozent im Tageshandel) dürfte laut Kim auf 22 Franken steigen. Die Deutsche Bank versieht den Schweizer Börsenneuling deswegen mit einem "Buy"-Rating.

    Trotz "bescheidenen" Markt- und Umsatzwachstumsraten hält Kim das Abwärtsrisiko bei Accelleron für begrenzt. Die Fähigkeit, die mittelfristigen Ziele zu erreichen, sollte die Stimmung für die Aktie beeinflussen. Die Gruppe erfreue sich eines sehr defensiven Dienstleistungsumsatzes und verfüge aufgrund ihrer marktführenden Position über eine starke Preissetzungsmacht.

    Bei Börsengang vor einer Woche kostete die Aktie 18 Franken. Sie hat also bereits einen sichtbaren Kursrückgang erlebt. Marktskepsis bei einem neu kotierten Unternehmen sei nicht ungewöhnlich, so die Deutsche Bank. Dennoch geht Kim davon aus, dass es Turbolader in den Schlüsselmärkten auch künftig geben wird.


    (cash/AWP)

  • Börsen-Neuzugang Accelleron erhöht bisherige Prognosen für 2022

    Das Momentum in den relevanten Märkten sei weiterhin positiv, teilte das vor kurzem von ABB abgespaltene Unternehmen am Montag mit. In der Folge sei auch das Service-Geschäft, welches den Grossteil des Umsatzes ausmacht, gewachsen. Dazu hätten sowohl eine zunehmende Zahl an Serviceverträgen als auch der Verkauf von "Tekomar Xpert"-Lizenzen beigetragen.


    Trotz der konjunkturellen Unsicherheiten und der Herausforderungen in den Lieferketten habe sich auch das Produktgeschäft gut entwickelt, heisst es weiter. Der Anstieg der globalen Nachfrage nach Flüssiggas (LNG) habe etwa in Nordamerika die Investitionen in die Pipeline-Infrastruktur angekurbelt, gestützt von einer starken Nachfrage nach Turboladern für die Gas-Kompression. Zugenommen habe zudem die Nachfrage nach kleineren Kraftwerken oder Backup-Stromsystemen beispielsweise für Rechenzentren.

    Hohe Nachfrage nach Flüssiggas-Tankern

    Das für Accelleron wichtigste Segment Marine profitiert insgesamt von der hohen Nachfrage nach Flüssiggas-Tankschiffen. Die Schiffswerften seien deshalb voraussichtlich über die kommenden drei Jahre gut ausgelastet, was wiederum eine hohe Visibilität in diesem Sektor ermögliche.


    Die Ende August anlässlich eines Investorentages kommunizierten Prognosen für das Gesamtjahr 2022 werden deshalb erhöht. Accelleron stellt neu ein organisches Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 8 Prozent in Aussicht, bisher waren es "rund 6 Prozent". Die operative Marge (EBITA) wird im Bereich von 24,5 Prozent erwartet, bisher waren es "rund 24 Prozent". Accelleron hält auch an der Absicht fest, im Frühjahr 2023 für das laufende Geschäftsjahr erstmals auch eine Dividende auszuschütten.


    CEO Daniel Bischofberger zeigt sich in der Mitteilung "zuversichtlich, dass wir mit einem guten Momentum ins Geschäftsjahr 2023 starten". Kurzfristig dürfte aber die konjunkturelle Volatilität hoch bleiben."


    Accelleron ist seit Anfang Oktober 2022 als eigenständiges Unternehmen an der Schweizer Börse kotiert. Es ist spezialisiert auf Turboladertechnologien und Optimierungslösungen für Motoren von 500 kW bis zu über 80 MW. Hauptmärkte sind die Schifffahrt sowie die Energie- und Bahnindustrie. Zum Einsatz kommen die Turbolader auch im Off-Highway-Bereich, gemeint sind damit grosse Lastautos wie sie etwa im Bergbau eingesetzt werden.


    2021 erzielte Accelleron einen Umsatz von rund 750 Millionen US-Dollar. Von den weltweit mehr als 2300 Mitarbeitenden waren rund 800 am Hauptsitz und globalen F&E-Zentrum in Baden

    tätig.

    (AWP)

  • Wenn man Climate Change als Krise ernst nimmt, wird LNG keine Zukunft haben.

    Man wird darauf achten müssen, dass die Schiffe auch Wasserstoff oder Biogas transportieren könnten.

    Das wird schon lange thematisiert.

    • Ammoniak: Da Ammoniak in großen Mengen vorliegt und bereits vielfach zum Einsatz kommt, sind die Infrastruktur und die Verfahren für die Lagerung und den Transport der Chemikalie bereits vorhanden, so dass dies eine praktikable und kostengünstige Option ist. Leider könnten die Toxizität von Ammoniak und die energieintensiven Verfahren zur Rückverwandlung von Ammoniak in Wasserstoff seine Verwendung außerhalb der Großindustrie einschränken.
    • Verflüssigter Wasserstoff (LH2): Gekühlt auf -253 °C (und damit eines der kältesten kryogenen Gase) kann die volumetrische Speicherdichte von Wasserstoff erheblich verbessert werden. Die Infrastruktur ist zwar bereits in kleinerem Umfang vorhanden, aber aufgrund der komplexen Verfahren und der erheblichen Anfangsinvestitionen ist diese Option im Vergleich zu den anderen Trägertechnologien zumindest auf kurze Sicht kostspieliger.
    • Flüssige organische Wasserstoffträger (Liquid Organic Hydrogen Carriers, LOHC): Da LOHC leicht zu handhaben, zu transportieren und zu lagern sind, kann die bestehende Infrastruktur für den Transport fossiler Brennstoffe genutzt werden. Die Technologie ist zwar relativ neu und noch nicht im industriellen Maßstab erprobt, trotzdem gelten LOHC als vielversprechender Kandidat für den Transport von Wasserstoff.

    Alles eine Frage der Kosten

    Um die Gesamtbetriebskosten (TCO) der drei Optionen für den Transport von Wasserstoff im Jahr 2025 abzuschätzen, entwickelte Roland Berger ein Kostenvergleichsmodell, bei dem jede Technologie innerhalb von vier Modellen getestet wird: Transport von Hafen zu Hafen im großen Umfang; multimodaler Transport mittlerer Mengen; multimodaler Transport kleiner Mengen und reiner Lkw-Transport.



    Transportmöglichkeiten für den Kraftstoff der Zukunft
    Die Studie von Roland Berger kommt zu dem Ergebnis, dass kosteneffiziente Methoden zur Speicherung und zum Transport von Wasserstoff von entscheidender…
    www.rolandberger.com

  • Grossinvestoren stocken Beteiligungen bei Accelleron überraschend auf

    Nicht weniger spektakulär ist der überraschende Zukauf von Aktien durch den ABB-Grossaktionär Cevian Capital beim Börsenneuling Accelleron. Neuerdings hält der für seine aktive Einflussnahme berüchtigte Finanzinvestor gut 5 Prozent der Stimmen. Zum Zeitpunkt des Börsengangs waren es noch 3,4 Prozent.


    Der Ausbau des Aktienpakets überrascht insofern, als dass den ABB-Grossaktionären, darunter eben auch Cevian Capital, bisher eigentlich eher Ausstiegsabsichten nachgesagt wurden. Diese Spekulationen erweisen sich nun als falsch.


    Erst am Montag hatte Accelleron anlässlich des Zwischenberichts für das dritte Quartal die firmeneigenen Vorgaben für das ganze Jahr angehoben. Die ehemalige ABB-Tochter geht dabei von einem organischen Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 8 Prozent (zuvor 6 Prozent) bei einer operativen Gewinnmarge (EBITA) in Höhe von 24,5 Prozent aus. Analysten müssen ihre diesjährigen Schätzungen nun leicht nach oben anpassen. Die Meldepflicht von Cevian Capital geht auf die Tage vor dem Zwischenbericht zurück.

  • Accelleron-Aktie tiefer: Accelleron-CEO will doppelt so schnell wachsen wie der Markt

    Der Turbolader-Hersteller Accelleron bestätigt seine ambitiösen Wachstumsziele.

    "Wir gehen davon aus, dass unser Markt in den nächsten fünf bis sieben Jahren um ein bis zwei Prozent im Jahr wächst. Wir wollen doppelt so schnell wachsen", sagte Daniel Bischofberger, CEO des von ABB abgespaltenen und seit Oktober an der Schweizer Börse kotierten Unternehmens, in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (online).


    "Wir wollen klar Marktanteile gewinnen", fügte er an. Das sei zu schaffen, da die Turbolader von Accelleron einen höheren Wirkungsgrad des Antriebs ermöglichten als diejenigen der Konkurrenz.

    Weiter bestätigte der Accelleron-Chef frühere Aussagen, wonach das künftige Wachstum sowohl aus eigener Kraft als auch über Akquisitionen zu Stande kommen soll. Externes Wachstum zieht Bischofberger unter anderem in benachbarten Feldern in Betracht. Im Kernbereich der Herstellung von Turboladern sei Accelleron als Marktführer stark genug.


    Die Papiere von Accelleron notieren an der SIX zeitweise 0,96 Prozent tiefer bei 18,025 Franken.

    cf/ra

    Zürich (awp)

  • Die Credit Suisse nimmt die Erstabdeckung der Aktien von Accelleron mit einer "Outperform" lautenden Kaufempfehlung sowie mit einem Kursziel von 23,50 Franken auf. Die kleinere der beiden Schweizer Grossbanken ist nicht einfach irgendwer. Vielmehr hat sie als Hauptverantwortliche gemeinsam mit Goldman Sachs den Gang der einstigen ABB-Tochter an die Schweizer Börse SIX begleitet.


    Wie der mir nicht namentlich bekannte Analyst schreibt, ist Accelleron in einem sehr fokussierten Nischenmarkt mit einer überblickbaren Anzahl Mitbewerber und Kunden tätig. Er hebt dabei insbesondere den hohen Umsatzanteil von 75 Prozent aus dem lukrativen Servicegeschäft hervor. Doch auch die Ausschüttungspolitik des Börsendebütanten scheint es ihm angetan zu haben, hat die Aktien seines Erachtens doch das Zeug, um zu einer Dividendenperle zu werden.


    Rückblickend hat sich die Credit Suisse ganz schön viel Zeit gelassen. Goldman Sachs und die Zürcher Kantonalbank decken die Aktien nämlich schon seit dem ersten Handelstag ab. Die Amerikaner mit "Neutral" und einem 12-Monats-Kursziel von 22,10 Franken, die Zürcher sogar mit "Übergewichten".

    Krankten die Valoren von Accelleron in den Wochen nach dem Börsengang noch an einer ominösen Kursschwäche, scheint diese nun überstanden.


    cash Insider kommentierte diese damals wie folgt:

    Gut möglich, dass andere ABB-Grossinvestoren es Blackrock gleichgetan haben. Ich denke da etwa an die beiden schwedischen Finanzinvestoren Cevian Capital (3,4 Prozent) und Investor AB (14 Prozent). Womöglich flossen einige dieser Franken wieder in Aktien des ehemaligen Mutterhauses. Und will man Berichten aus dem hiesigen Handel Glauben schenken, dann haben sich einige Marktakteure in der Hoffnung auf das schnelle Geld sozusagen in letzter Minute noch rasch bei ABB eingekauft. Nun sei das Gejammer gross, wie es weiter heisst.

    ...und schrieb des weiteren...

    Aufgrund dieses ziemlich toxischen Cocktails könnten die Aktien von Accelleron kurzfristig nach unten "überschiessen". Wer bei der ehemaligen ABB-Tochter längerfristig an Bord bleiben möchte, dem sei gesagt, dass der Verkaufsdruck nicht ewig andauern wird. Auch verkaufswillige Grossinvestoren verkaufen nicht zu jedem Preis. Als Orientierungshilfe könnte da die Dividende dienen, errechnet sich mittlerweile doch eine nicht eben unattraktiv hohe Rendite von gut 5 Prozent...


    Der cash Insider nimmt Marktgerüchte sowie Strategie-, Branchen- oder Unternehmensstudien auf und interpretiert diese. Marktgerüchte werden bewusst nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Gerüchte, Spekulationen und alles, was Händler und Marktteilnehmer interessiert, sollen rasch an die Leser weitergegeben werden. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Verantwortung übernommen. Die persönliche Meinung des cash Insiders muss sich nicht mit derjenigen der cash-Redaktion decken. Der cash Insider ist selber an der Börse aktiv. Nur so kann er die für diese Art von Nachrichten notwendige Marktnähe erreichen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen an die Leserschaft dar.

  • Accelleron-Aktie weit im Plus: Accelleron-CEO sieht sich bei operativer Marge auf Kurs

    Das Ziel, doppelt so schnell wie der Markt zu wachsen, könne rein organisch erreicht werden. "Beim Turbolader sind wir schon so stark, dass wir Marktanteile ohne Zukäufe gewinnen werden", so Bischofberger. Deshalb könne man bei Übernahmen "selektiv und diszipliniert" vorgehen. Sinnvolle Ergänzungen sieht der Manager vor allem im Bereich von serviceintensiven Hightech-Produkten, die zur Energiewende beitragen.


    Accelleron will die Jahreszahlen 2022 am 29. März publizieren.

    Steigende Ausschüttung geplant

    Die Trennung vom ehemaligen Mutterkonzern ABB soll derweil bis Ende 2023 vollständig vollzogen sein. "Im Finanz-, Personal- und IT-Bereich bestanden enge Verbindungen, die nun abgelöst werden." Der Prozess koste insgesamt 100 Millionen Franken, wovon 40 bis 50 Millionen im Ergebnis 2022 verbucht würden.


    Nach dem Wegfall der Sonderaufwendungen bestehe Potenzial für höhere Ausschüttungen. "Sehen wir keine Opportunitäten für Akquisitionen, können wir den gesamten Gewinn den Aktionären ausschütten", sagte der CEO. Ob auch Sonderdividenden oder Aktienrückkäufe Teil der Ausschüttungspolitik sein werden, werde opportunistisch entschieden.


    https://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/accelleron-aktie-weit-im-plus-accelleron-ceo-sieht-sich-bei-operativer-marge-auf-kurs-1032011709