• ich erlaube mir die Meinung vom User Phil-Spirit hier reinzustellen:


    Wenn das kommt, wenn China den Yuan mit Gold unterlegt, dann wird das ein Überhammer für die Welt, dann müssen alle (Staaten) sehr schnell nachziehen mit physischer Goldunterlegung der Währungen. Dann wird der PapierGoldMarkt (ETF’s) zusammenbrechen, der bis jetzt eine reale Bewertung des physischen Goldes bewusst verhindert hat. Durch illegale Manipulationen hat der PapierGoldMarkt ein 4 bis 250’faches größeres Volumen (nach Schätzungen) als das gegenwärtigen Volumen physischen Goldes, also gibt es mehr PapierGold als physisches Gold. Na geht da einem ein Licht auf, wenn nicht bleibt es einfach neutral gesehen dunkel. Wenn man sich einen Würfel des gesamten jemals geförderten Goldes vorstellt, hat er eine Kantenlänge von 20 Metern, dies ist allgemein anerkannt. Mit Hilfe der ETF’s wurde und mußte der Goldpreis nach unten manipuliert werden, das war und ist ein wichtiges Instrument der dunklen globalen Machtelite. Nur so konnte man die Fiat-Währungen am Leben erhalten. Geschichtlich kann jeder sich selbst informieren, nach jedem Währungsexperiment, wenn Währungen nicht mehr mit Edelmetallen oder Diamanten hinterlegt waren, kam immer wieder der Goldstandard zurück, das ist eine geschichtliche Tatsache, die nicht in Schulen und Universitäten gelernt wird. Das Wichtigste, die wahre und dauerhafte Grundlage von Papiergeld, wird wahrheitsgemäß nicht an Universitäten gelehrt. Meine lieben Professoren, da habt ihr ein wichtiges Fachgebiet ausgelassen, viele haben sich ihre Meinung kaufen lassen, viele sind aber aus beruflichen Gründen mit dem Strom mitgeschwommen.
    Dann wird auch ein neues Goldpreisfixing kommen, und es wird wie eine katalytische Bombe einschlagen, wie ein gewaltiger Meteorit, keiner wird sein Gold zu Preisen des Londoner Goldfixings mehr physisch veräußern, sondern nur noch zu dem wesentlich höheren Preis des Shanghai Goldfixings. Damit hören alle alten Währungen auf zu existieren, und müssen mindestens wenn sie nicht wegfallen wollen, neu mit Gold hinterlegt werden, dann werden Zentralbanken wieder Zentralbanken. Sie werden mehr oder weniger autark von der FED. Die Dollarbindung der Währungen der Welt und damit an die FED, da ging es ja drum in den Kriegen in der Welt, die Kriege wurden ja nicht alleine ums Öl (Dollar ist seit 1971 ans Erdöl gebunden) geführt, die Kriege wurden auch darum geführt, um den Dollar und seine Spielregeln weltweit zu erhalten. Wer ausscherte als Staat wurde bekriegt von der dunklen Machtelite (Ich meine definitiv nicht die Politiker). Das war in allen Kriegen der letzten Jahrzehnte so, es ging immer um den illegalen erhalt des Dollars, und damit um das höchste Ziel der Dunklen, Die Macht. Das läßt sich recherchieren unter diesen Aspekten, wenn man das ehrlich will. Auch dann müßte einem mal wieder ein Licht aufgehen.


    Dann wird in der Welt keine neue Krise-Depression entstehen, auch wenn Zwischenkrisen entstehen, dann wird die Welt sich in eine neue Ära entwickeln. Das ZinsesZinsSchuldgeldsystem wird dann abgeschafft, dann braucht man auch das übliche mantraartige Wirtschaftswachstum auch nicht mehr. Das bedeutet. wenn man ein sauberes Finanzsystem haben will, muß man die Zinsen komplett abschaffen, Zinsen sind eine versteckte Exponentialfunktion, Banken müssen alle ausnahmslos verstaatlicht werden. Die Staatslenker müssen überprüft werden und dürfen keine Verbindung über die Thinktanks mit der dunklen Machtelite mehr haben, Verbindungen der Vergangenheit und Gegenwart sind gemeint. Dann hat man eine Chance auf positive Staatenlenker (Staatsverwalter), im Gegensatz zu unseren heutigen meistens negativen Politikern.


    Ich hoffe, ich konnte euch helfen, dies alles ist nicht neu. Alternativen gab und gibt es immer, alles andere ist, was es ist, eine Lüge. Es gab Finanzsysteme in der Geschichte der Menschen, wo Zinsen per Gesetz verboten waren, dies wird auch nicht gelehrt, warum wohl?

  • Steinalt

    Elias es handelt sich hier um Gold und nicht um Steine.


    Lege mal ein Link auf so wegen dem April.


    Vielleicht bringt der nächste Donnerstag etwas.Es kann sein das die EZB dann steinalt aussieht.


    Versuche es mal mit dem Russen Schungit. Tut sicher deiner Lebensfreude gut.


    Gruss Marco

  • Ocrama hat am 03.03.2016 - 18:08 folgendes geschrieben:

    Quote

    Elias es handelt sich hier um Gold und nicht um Steine.

    Das Thema ist so steinalt.



    Der Yuan (auch nicht Gold) würde so viel an Wert gewinnen, dass die chinesische Wirtschaft kollabieren würde, weil die Waren teurer würden.


    Dass eine starke Währung nicht nur Vorteile hat, wissen wir vom starken Franken.

  • Goldpreis weiter im Höhenflug - höchster Stand seit einem Jahr 04.03.2016 12:08 LONDON/FRANKFURT (awp international) - Der Goldpreis hat seine Erholung der vergangenen Wochen fortgesetzt und am Freitag den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht. Im Vormittagshandel sprang der Preis für das Edelmetall erneut deutlich nach oben und die Feinunze (etwa 31 Gramm) kostete an der Börse in London in der Spitze 1274,91 US-Dollar. Damit ist Gold so wertvoll wie zuletzt im Februar 2015. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis auf Erholungskurs und konnte 19 Prozent zulegen. Zuletzt habe der Goldpreis Auftrieb durch die Kursschwäche des US-Dollar erhalten, der im Handel mit dem Euro auf ein Wochentief gefallen war, erklärten Rohstoffexperten der Commerzbank den Anstieg. Gold wird in Dollar gehandelt und ein Rückgang der US-Währung macht das Edelmetall ausserhalb des Dollarraums günstiger und stärkt so die Nachfrage. Analyst Donald Selkin vom New Yorker Finanzdienstleister National Securities sieht derzeit einen "sehr starken Aufwärtstrend" beim Gold. Viele Anleger würden jetzt auf den fahrenden Zug aufspringen. Ausserdem spielt die Geldpolitik führender Notenbanken eine Rolle: "Die Rally bei Aktien geht im Wesentlichen auf die Erwartung noch extremerer geldpolitischer Lockerungen durch die Zentralbanken zurück. Da überrascht es nicht, dass auch Gold in einem solchen Umfeld zunehmend gefragt ist", sagte Experte Jordan Eliseo vom Handelsunternehmen Australian Bullion in Sydney. Experten des Frankfurter Bankhauses Metzler zeigten sich ebenfalls optimistisch, dass die Aufwärtsbewegung beim Gold noch etwas weiter gehen könnte. Allerdings sehen die Metzler-Experten auch das Risiko einer "durchaus etwas nachhaltigeren Korrektur der Goldpreise" - einfach weil sie zuletzt sehr stark gestiegen sind. Kurz vor dem Wochenende sprachen Marktbeobachter ausserdem von einem spürbaren Anstieg der Wetten auf fallende Goldpreise an der Rohstoffbörse in New York./jkr/tos (AWP)

  • Zwei Zitate halte ich für bemerkenswert:


    thomas.wehrli hat am 03.03.2016 - 14:18 folgendes geschrieben:

    Quote
    1. Dann wird der PapierGoldMarkt (ETF’s) zusammenbrechen, der bis jetzt eine reale Bewertung des physischen Goldes bewusst verhindert hat. Durch illegale Manipulationen hat der PapierGoldMarkt ein 4 bis 250’faches größeres Volumen (nach Schätzungen) als das gegenwärtigen Volumen physischen Goldes, also gibt es mehr PapierGold als physisches Gold.
    Quote
    2. Damit hören alle alten Währungen auf zu existieren, und müssen mindestens wenn sie nicht wegfallen wollen, neu mit Gold hinterlegt werden, dann werden Zentralbanken wieder Zentralbanken.

    Zu 1) Bei der Comex ist das Verhältnis Papier:physisch ziemlich genau bei 100:1.
    Also richtig, hier wedelt der Schwanz mit dem Hund



    Zu 2) Der Wert einer ungedeckten Fiat-Währung (Dollar, Euro, Franken, Pfund, Yen ...) ist vom Vertrauen abhängig.
    Hier stellt sich die Frage, ob die Menschen eher Gold (also dann auch dem Renmimbi) vertrauen oder einer sogenannt "etablierten" Papierwährung.
    Hier scheiden sich die Geister: Asiaten, Russen, Afrikaner, Südamerikaner vertrauen tendenziell eher Gold als einer Papierwährung. Das ist der schlechten Erfahrung mit Papierwährungen geschuldet.
    In den USA und Westeuropa vertrauen wir eher den Papierwährungen. Der guten Erfahrung mit Papierwährung geschuldet, obschon der Dollar erst seit 1971, der Franken erst seit 2000 von Gold völlig losgelöst wurden.

    Konsequenter Weise können wir auch die entsprechenden Goldströme beobachten. Und die fliessen grob gesagt von West nach Ost, ...


    [Blocked Image: http://transinformation.net/wp-content/uploads/2016/03/Bildschirmfoto-2016-03-01-um-14.53.11-768x212.png]


    ... wobei beide Seiten meinen, die besseren Karten zu haben:


    Osten: Super, wir können gegen Papiergeld das wertvolle Gold billig kaufen. Wenn wir mal genug Gold haben, machen wir eine goldgedeckte Währung.


    Westen: Wenn die Asiaten das wertlose gelbe Spakkenmetall haben wollen und dafür wertvolle Dollars zahlen, sollen sie so viel davon kriegen wie sie wollen.


    Jene Menschen im Westen, die in Gold einen echten Wert und eine reale Währungsreserve sehen, sind in der absoluten (wenn auch steigenden) Minderheit. Das dürfen wir nicht vergessen.


    Wir sehen es auch hier im Forum, dass viele User (z.B. Elias, weico ... ) den Werterhalt für die Zukunft eher im Dollar als im Gold sehen. Und dies wie gesagt in einem Gold-Thread in dem sich ja die Minderheit der Goldbefürworter konzentriert!


    Es ist also noch lange nicht "gegessen", dass sich eine partielle Golddeckung des Renmimbi durch Gold auf Euro oder Dollar auswirken wird.
    Problematisch wird es erst dann, wenn China, Arabien für Waren, Öl auf der Bezahlung in Gold/Yuan beharrt. Dann allerdings bekommen in erster Linie die USA als netto grösster Schuldner ein Problem. Und im Schatten der folgenden Dollarkrise auch wir in Europa.

  • Quote

    Der Wert einer ungedeckten Fiat-Währung (Dollar, Euro, Franken, Pfund, Yen ...) ist vom Vertrauen abhängig.


    Hier stellt sich die Frage, ob die Menschen eher Gold (also dann auch dem Renmimbi) vertrauen oder einer sogenannt "etablierten" Papierwährung.

    Sehr schön geschrieben.


    Ich selber traue keinen "Papierchen", und seien es ETF, Aktien, Obligationen, Währungen, Grundbuchauszüge. Alles sind nur Versprechen irgendetwas einzuhalten. Und sind wir doch ehrlich: Den Währungen kann man solange trauen, solange sie mit einer bestimmten Wertschöpfung verbunden sind, ich kann also nicht auf ewig Gelder drucken und immer mehr Menschen damit durchfüttern, wenn sie keinen Beitrag zur Wertschöpfung leisten. Und das ist es doch genau was heutzutage passiert in der Welt - da verdienen Leute x Milliarden ohne eine Wertschöpfung geleistet zu haben, genau wie es immer mehr Menschen gibt, die vom Staat leben, ohne eine Wertschöpfung geleistet zu haben. Das Geld muss also zwangsläufig an Wert verlieren, wenn es einfach so gedruckt werden und an die Massen einfach so verteilt werden kann, denn essen muss jeder, auch der, der nichts dazu beigetragen hat. So müssen zwangsläufig die Rohstoffpreise steigen. Und so kann es passieren, dass das Vertrauen in die Währungen verschwindet und Rohstoffe inklusive Nahrungsgmittel nur noch gegen andere Rohstoffe getauscht werden, so wie es x Jahrtausende auch der Fall war.


    Ich auf jeden Fall bin weit davon entfernt, irgendjemandem oder irgendeinem Papierchen zu trauen. Den Papierchen würde ich trauen, wenn alle ehr- und redlich für ihr täglich Brot arbeiten und ihren Verpflichtungen nachkommen würden. Das passiert aber nicht, da zu viele Menschen zu Lasten anderer leben möchten und dies auch tun, weil es ihnen unser misslungenes Geldsystem ermöglicht.

  • MarcusFaber/Goldbuggy: danke für Eure Einschätzungen !


    Aber eines ist sicher, es ist nie verkehrt 25% vom Vermögen in Phys. Gold/Edelmetalle zu halten. Den ETF's traue ich auch nicht so über den Haufen, aber ich halte ab und zu ETF Silber da diese in Physischer Form nicht wie Gold der Mehrwertsteuer unterliegen. Aber vielleicht macht es ja auch Sinn ein Drittel der 25% in Silber zu halten, falls mal der schon jahrelang angekündigter Silber Hype starten wird.

  • Thomas - vielleicht sollte ich der Ordnung halber anführen dass die orthodoxen Golgbugs eher Sammler denn Spekulanten sind, die auf Hausse oder Baisse der Edelmetalle wetten. Statt Eisenbahnmaschinen oder Sonstiges wird einfach Gold und Silber gesammelt, fast egal wieviel es auf dem Markt kostet. Verkaufen tut man nur in äusserster Not, dafür sammelt man es ja. Und sollte in extremis die oz Gold auf einen CHF fallen, umso besser, dann wird einfach mehr eingekauft, um mit dem besseren Kurs den Einkaufspreis der teurer eingekauften Unzen nominell zu senken. Schlecht ist es natürlich wenn die Kurse in die Höhe schiessen würden ohne dass man die Tresore voll hätte


    *good*


    Und wie jedes Sammeln oder Wetten ist alles ein Spiel, wo man das Ergebnis nicht zum vornherein kennt, also ist es eine Herzensangelegenheit, eine Intuition, egal wo man investiert ist. Man muss ein gutes Gefühl dabei haben und man muss das Investment im worst case auch entbehren können ohne am Hungertuch nagen zu müssen. Und mann muss - wenigstens bei den Edelmetallen - nicht gleich in Panik geraten wenn die Kurse eine ordentliche Rallye hinlegen - man verkauft ja eh nicht.

  • Bargeld-Gold

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    Ist Anti Bargeld auch Anti Gold.

  • Wird das Bargeld erst einmal abgeschafft werden, wird die Attraktivität der Edelmetalle erst richtig zur Geltung kommen. Besonders Münzen und Barren in kleinerer Stückelung sollten sich dann grosser Beliebtheit erfreuen, nicht zuletzt dank des Schattengewerbes... und ob das dann immer noch nach Geschmack der Staaten sein wird, darf angezweifelt werden. Wird nach der Abschaffung des des physischen Geldes also auch der Besitz der physischen Edelmetalle verboten werden? Wohl kaum und wenn, dann würde dies den Wert weiter steigen lassen. Also eine Pflicht zur Registrierung? Wer würde das schon tun?


    Ich finde es nicht falsch, einen Teil seines (entbehrbaren) Vermögens in physische Edelmetalle zu investieren. Die Zeit wird es schon richten.

  • Fed-Sitzung dürfte Goldpreis Impulse geben

    Die Goldrally ist im zweiten Quartal ins Stocken geraten. Die Zurückhaltung der US-Notenbank gegenüber einem baldigen Zinsschritt könnte dem Preis neuen Auftrieb verleihen.


    Goldanleger sind vor der Fed-Sitzung diese Woche vorsichtiger geworden. Seit dem Jahreshoch bei 1279.65 $ von Anfang März schwankt Goldpreis um 1240 $. Damit liegt der Preis für eine Unze des Edelmetalls zwar immer noch 18% über dem Fünfjahrestief bei 1048 $ im Dezember 2015, die Erholung hat aber deutlich an Momentum verloren.


    Für die Verschnaufpause machen Analysten der Commerzbank (CBK 8.169 -2.17%) die Unsicherheit über die nächsten Schritte der US-Notenbank verantwortlich. Am Dienstag und Mittwoch findet das Treffen des Fed-Offenmarktausschusses (FOMC) statt. Die geldpolitischen Aussichten seien entscheidend für die Nachfrage nach Gold (Gold 1234.3 -0.29%) und die weitere Preisentwicklung.


    Noch Ende März zeigte der mittelfristige Goldpreistrend gemäss UniCredit (UCG 3.326 -5.3%) nach unten. Wegen der hohen Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung in den USA verliere das Edelmetall im laufenden Jahr an Attraktivität gegenüber anderen Anlageklassen, prognostizierten die Analysten.


    Seither hat sich die Stimmung am Goldmarkt verändert. Der Optimismus unter den Investoren hat zwar wie erwartet etwas nachgelassen. Anhaltende Zweifel an einer baldigen Zinserhöhung durch das Fed stützen den Preis jedoch.


    ETF-Nachfrage stagniert


    Die abwartende Haltung der Investoren reflektiert sich in der Nachfrage nach börsengehandelten Goldfonds (Exchange Traded Funds, ETF), die mit physischem Gold unterlegt sind. Seit Ende März sind diese Goldeinlagen 0,5% zurückgegangen. Davor konnten Gold-ETF dank Neugeldzuflüssen in den ersten drei Monaten 2016 knapp 10 Mio. Unzen dazukaufen. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 20%.


    Auch am Terminmarkt werden die Investoren vorsichtiger, wenngleich sie immer noch sehr exponiert sind. Anhand der Kaufpositionen (Netto-Long) kann das Verhalten spekulativer Anleger wie etwa Hedge Funds abgeschätzt werden. Sie messen die Differenz zwischen dem eingesetzten Kapital auf fallende respektive auf steigende Preise. Vergangene Woche stiegen die Netto-Long-Positionen gemäss Daten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) nur noch leicht auf 216‘800 Kontrakte. Dies ist der höchste Stand seit Februar 2012 und liegt gut 40% über dem Fünfjahresschnitt der Long-Positionen.


    Zinsen im Fokus


    Im gegenwärtigen Tiefzinsumfeld bietet Gold eine attraktive Anlagemöglichkeit. Sollte die US-Notenbank jedoch eine Zinserhöhung in Aussicht stellen, dürfte die Nachfrage nach dem Edelmetall kurzfristig deutlich sinken. Denn höhere Zinsen machen Anlagen mit einer Rendite in der Regel interessanter und belasten den Goldpreis.


    Doch die Indizien mehren sich, dass das Fed an den kommenden Sitzungen von weiteren Zinsschritten absehen wird. So deutet etwa die Markterwartung gemäss Fed-Funds-Futures darauf hin, dass die US-Notenbank den Leitzins diese Woche unverändert lassen wird. Und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in zwei Schritten von gegenwärtig 0,5 auf 1% bis Ende Jahr beträgt gemäss dem von der Optionsbörse CME berechneten Index weniger als 20%.


    Eingetrübte Konjunkturerwartungen bremsen Fed


    Fed-Chefin Janet Yellen dämpfte bereits vor dem Treffen ehemaliger Notenbanker Anfang April die Erwartungen einer raschen Zinserhöhung. Damit reagierte sie gemäss Aussagen von FOMC-Mitgliedern auf wachsende Zweifel innerhalb des Fed über den Zustand der amerikanischen und der globalen Wirtschaft. Sorgen bereitete den US-Notenbankern vor allem der schwächelnde Detailhandel. Der Konsum ist im ersten Quartal unerwartet zurückgegangen. Zudem blieb auch die Konsumentenpreisinflation hinter den Prognosen zurück.


    Der bekannte Investor Jeffrey Gundlach geht davon aus, dass das Fed die Zinserhöhung immer weiter hinausschieben wird und damit die Träume einer baldigen Normalisierung der US-Geldpolitik begräbt. Diese Kapitulation des Fed sei bereits weitgehend eingepreist. Darum setzt der Chef der Investmentboutique DoubleLine auf Gold, wie er gegenüber «Finanz und Wirtschaft» erläuterte. Die 0%-Rendite des Edelmetalls sei im gegenwärtigen Tief- oder gar Negativzinsumfeld «recht anständig».


    Gemäss ETF Securities Research droht die Hemmung vor Zinserhöhungen gar die Glaubwürdigkeit des Fed zu untergraben. Die US-Notenbank verhalte sich wie bereits in früheren Zyklen zu passiv angesichts des stabilen US-Arbeitsmarktes und der steigenden Inflationserwartungen. Damit riskiere sie, dass die Inflation in den USA über die von ihr angestrebten 2% steige. Dies und die weitere Abwertung des Dollars könnten dazu führen, dass der Goldpreis bis Februar 2017 deutlicher an Boden gewinnt.


    Zurückhaltung macht Preisanstieg möglich


    Der anstehende Zinsentscheid dürfte dem Goldpreis demnach nicht nur kurzfristige Impulse geben, sondern auch ein wichtiger Treiber der Preisentwicklung im laufenden Jahr bleiben. Angesichts der erwarteten Zurückhaltung des Fed sind die Chancen für Goldanleger nach wie vor intakt.

  • Treiben Scharia-konforme Anlagen den Goldpreis an?

    Restriktiv

    Islamische Anlangen sind ein wachsender Markt. Wegen strenger Regeln konnte Gold davon aber noch nicht profitieren. Dies soll sich nun ändern – möglicherweise mit grossen Auswirkungen auf den Preis.

    Scharia-konforme Anlagenformen erfreuen sich weltweit wachsender Beliebtheit. Das könnte sich auch auf die Goldnachfrage auswirken: Laut dem World Gold Council (WGC), der Lobby-Organisation der Goldminenindustrie, soll die Nachfrage nach dem Edelmetall mit Goldinvestments nach islamischen Grundsätzen um «einige Hundert Tonnen» zunehmen. Damit würde man «eine wichtige Lücke auf dem Markt füllen», sagt WGC-Chefin Natalie Dempster.


    Islamische Anleger setzen in der Regel nicht sehr stark auf Rohstoffe. Beliebter sind Immobilien und islamische Anleihen. Grund für die Zurückhaltung sind vor allem Einschränkungen bei Derivaten und unklare Vorgaben, was erlaubt ist und was nicht. Im letzten Dezember haben der WGC und die auf islamische Investitionen spezialisierte Beratungsfirma Amanie Advisors nun aber erstmals einen Standard präsentiert, der Investoren künftig als Orientierungshilfe beim Handel mit Gold dienen soll.

    Schnelles Wachstum

    Mohd Daud Bakar von Amanie sieht gute Chancen, dass der neue Standard mehr Gläubige auf Gold setzen lässt. Entscheidend sei, dass Gold-Kontrakte physisch hinterlegt werden. «Wir haben dies fast soweit geschafft», lässt sich Bakar in einer Pressemitteilung zitieren. Hintergrund ist das Verbot des Glücksspiels im Islam. Scharia-konforme Derivate vermeiden deshalb auch «exzessive» Risiken.


    Noch sind Scharia-konforme Anlagen eine Nischenerscheinung. Sie machten 2015 weltweit rund 1,7 Billionen Dollar aus – etwa ein Prozent des globalen Marktes. Doch die islamischen Finanzprodukte wachsen schnell und haben inzwischen auch das Interesse von westlichen Finanzinstituten geweckt. J.Safra Sarasin wirbt mit einem «Sharia Advisory Board» um muslimische Kunden.

    Genaue Regeln für Investoren

    Die Goldindustrie hofft auf eine baldige Einführung von entsprechenden Produkten. Für die Beratungsfirma Swiss Ressource Capital würden vor allem Förderer stark davon profitieren. Doch auch Investoren dürften sich freuen: «Bei einer Gold-Gesamtnachfrage von gut 4200 Tonnen würde dies sicherlich zu starken positiven Auswirkungen für den Goldpreis führen», heisst es in einer Mitteilung.


    Strenggläubige Muslime müssen bei ihren Investitionen zahlreiche Regeln beachten. Verboten sind Geschäfte mit Alkohol, Glücksspiel, Pornografie, Waffen und Schweinefleisch. Es gibt aber auch weitere Einschränkungen. Zinsen gelten als ungerechtfertigt. Spekulation gilt als Glücksspiel-ähnlich und ist deshalb genauso verboten, wie etwa Hochfrequenzhandel.


    http://www.handelszeitung.ch/i…gen-den-goldpreis-1064042