• Goldpreis fällt wieder unter 1300 Dollar

    Am Nachmittag stürzte der Preis pro Feinunze (rund 31 Gramm) des gelben Edelmetalls an der New Yorker Rohstoffbörse Comex um knapp 37 US-Dollar bis unter die Marke von 1300 Dollar. Das Tagestief wurde bei 1289 Dollar markiert.


    Offenbar rechnen die Märkte beim Schuldenstreit in den USA nicht mit dem Schlimmsten. Gold, das für Investoren eigentlich als sicherer Hafen in Unruhezeiten gilt, hatte nach der Nicht-Einigung von Demokraten und Republikaner im Haushaltsstreit bereits letzte Nacht kaum Gewinne erzielt.


    http://www.cash.ch/news/front/…r_1300_dollar-3128841-449

  • Unter Marktbereinigung verstehe ich was anderes. Hersteller wie Loewe oder Blackbarry sind Opfer einer Marktbereinigung. Und das Preis-Leistungsverhältnis in deren Branche wird besser, d.h. man bekommt bei sinkenden Preisen mehr Leistung.


    Bei Rohstoffen hängt es von Angebot und Nachfrage ab.

  • Also das Angeobt/Nachfrage ding ist wohl schon lange tot. Hier geht es nur noch um Manipulation im Futurehandel, um ungedeckte Optionen, um Falschpositionierung der Grossen (Goldman sachs und co). Oder willst du mir nun erzählen, dass innerhalb von 10 Minuten die Nachfrage nach Gold so massiv zurückgegangen ist? Obwohl zb. Indien wieder massiv Gold gekauft hat, oder China die Goldbestände erhöht hat... also ....nix mit Nachfrage/Angebot. Aber muss ja jeder selber wissen, was er/sie denkt/meint. Ich denke, dass einfach zuviele Longies unterwegs waren, um überhaupt einen sauberen Anstieg hinzubekommen, also heisst das für mich: Bullen rausschmeissen, Bären anlocken und dann hoch. Wo genau das Low nun sein wird, ob es dass von heute ist, oder ob wir noch ein wenig tiefer gehen weiss ich nicht. Aber dann, wenn niemand mehr Gold will (und der Zeitpunkt ist meiner Meinung nach so langsam gekommen (siehe auch Minenaktien)), dann wäre es Zeit für einen Einstieg. Aber auch hier: Muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke einfach, dass der Goldpreis bis zu seinem endgültigen Absturz noch einiges zulegen wird. Genauso Silber. Schauen wir mal in vier Wochen, wo wir stehen :)

  • kleinerengel hat am 01.10.2013 - 18:35 folgendes geschrieben:

    Quote

    Also das Angeobt/Nachfrage ding ist wohl schon lange tot. Hier geht es nur noch um Manipulation im Futurehandel, um ungedeckte Optionen, um Falschpositionierung der Grossen (Goldman sachs und co). Oder willst du mir nun erzählen, dass innerhalb von 10 Minuten die Nachfrage nach Gold so massiv zurückgegangen ist?

    Höhere Nachfrage nach Goldmünzen, Barren und Schmuck


    Preiszerfall bei Gold hinterlässt Spuren

    http://www.nzz.ch/finanzen/ueb…rlaesst-spuren-1.18133600



    Wenn einer einen Fatfinger-Trade macht muss es in die eine oder andere Richtung gehen. Bei der VW-Aktie wurden die Titel knapp. Ich verstehe nicht, warum man bei Gold damit ein Problem hat. Wenn Gold steigt, freut man sich kindisch, sinkt es, ist es Manipulation.


    An der Börse wird gezockt. Im englischen nennt man es bet. Man macht eine Wette. Es können nicht alle gewinnen. Jemand muss verlieren, damit andere gewinnen können. Das ist auch beim Lotto so.

  • Elias hat am 01.10.2013 - 21:02 folgendes geschrieben:

    Quote
    Wenn Gold steigt, freut man sich kindisch, sinkt es, ist es Manipulation.

    Ich würde es anders formulieren. Bei Gold muss man einfach unterscheiden, ob die Preise von physischem Angebot und Nachfrage bestimmt werden oder ob die Preise über den Papierhandel, Futures bestimmt werden.


    So lange der Hund mit dem Schwanz wedelt, habe ich kein Problem. Aber wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt schon.



    Bei Aktien ist der Future-Handel noch kein Problem, da er im Vergleich zum echten Handel prozentual recht klein ist.
    Bei Gold ist er deshalb ein Problem, weil die auf Papier gehandelte Menge die physische um mindestens Faktor 100 übersteigt.


    Notabene werden wir diese Diskussion - so meine Vermutung - in Zukunft auch auf anderer Ebene weiterführen. Dann nämlich, wenn der HFT-Handel auch auf dem Aktien-, Anleihen und Währungsmarkt für unbegründete Volatilität sorgt.
    Da sehe ich ein echtes Problem auf uns zukommen, wenn dem nicht Einhalt geboten wird.

  • "Manipulation", welch garstig Wort ... ;)


    Jeder manipuliert: Indem er etwas kauft oder verkauft oder auch nur indem er einen Preis stellt oder einer breiten Öffentlichkeit seine Meinung kundtut.


    Wer mit Gold handelt, egal ob kurzfristig mit Derivaten oder langfristig mit physischem Gold oder indirekt mit Goldminen, ist sich seit spätestens 1995 bewusst, dass der Goldpreis nicht nur vom physischen Handel bestimmt wird sondern auch vom weitaus voluminöseren Papierhandel (Future-Markt COMEX und OTC) und dass Gold weiterhin auch ein Politikum ist und bleibt, wie Greenspan schon im August 1993 (siehe hier, Seite 42(*)) angekündigt hat.


    Gold ist als Währung ein Gegenspieler zu Dollar, Euro, Franken, Pfund etc., wird aber in Dollar gepreist. Früher war es umgekehrt, das wurde der Wert einer Währung in Gold bemessen. Mathematisch macht das keinen Unterschied, in der Gedankenwelt von uns Menschen allerdings schon. Ein steigender Goldpreis in Dollar signalisiert eine Schwächung, einen Vertrauensverlust des Dollars.
    Dass also in Hinblick auf einen allfälligen "Government Shutdown", der zwangsläufig mit einem Vertrauensverlust in die Zahlungsfähigkeit der USA und somit des Dollars einherginge, ein steigender Goldpreis höchst unerwünscht wäre, liegt wohl auf der Hand.


    Das letzte was die USA derzeit, vor der Erhöhung der Schuldenobergrenze, brauchen, ist eine Schwächung des Dollars. Deshalb ist es durchaus nachvollziehbar, dass sie dafür sorgen, dass das "Messgerät für den Wert des Dollars" (Greenspan) gegenüber dem Dollar abgewertet wird. (Du siehst, wie sorgfältig ich das Unwort "Manipulation" vermeide.)



    ---


    (*) Auszug aus Seite 42 des Fed-Protokolls vom FOMC-Meeting August 1993:


    "I have one other issue I'd like to throw on the table. I hesitate to do it, but let me tell you some of the issues that are involved here. If we are dealing with psychology, then the thermometers one uses to measure it have an effect. I was raising the question on the side with Governor Mullins of what would happen if the Treasury sold a little gold in this market. There's an interesting question here because if the gold price broke in that context, the thermometer would not be just a measuring tool. It would basically affect the underlying psychology."

  • MarcusFabian hat am 02.10.2013 - 00:32 folgendes geschrieben:

    "Müssen" setzt Zwang voraus.


    Bei den anderen Edelmetallen würde sich niemand gross daran stören. Der Flash-Crash im Mai 2010 war eindrücklicher.


    Dass die Kurse in die eine oder andere Richtung gedrückt werden können, ist nicht neu.

  • Goldpreis gibt Rätsel auf

    Nach dem US-Shutdown war Gold als sicherer Hafen überraschenderweise nicht gesucht – jetzt hat sich das Edelmetall vom Rückschlag wieder erholt.


    Nach den gescheiterten Verhandlungen über den US-Haushalt brach der Goldpreis auf 1290 Dollar je Unze ein – die Investoren rätselten. Nun hat das glänzende Edelmetall einen Teil der Verluste wieder wettgemacht – enttäuschende US-Konjunkturdaten und die schwindende Hoffnung eine rasche Beendung des US-Shutdowns sei Dank.


    Am Vortag hatte vor allem Druck aus dem Terminmarkt den Goldpreis stark belastet, heisst es aus Händlerkreisen. In London hatten Gerüchte die Runde, ein Hedgefonds habe seine Positionen am Goldmarkt aufgelöst. Nach dem Fall unter die 1300-Dollar-Marke setzten technische Anschlussverkäufe ein.


    Angst vor dem Pleitegehen


    Die geldpolitischen Rahmenbedingungen sprechen derzeit nicht unbedingt für Gold-Investments. Die Verbraucherpreise steigen nur moderat – es ist sogar von Deflationsgefahr die Rede. Inflationsschutz durch Gold ist derzeit folglich kein Argument.


    Am 17. Oktober entscheidet sich bekanntlich, ob die USA pleite sind: «Das Risiko, dass es tatsächlich soweit kommen wird, ist zwar noch immer äusserst gering, hätte aber einen deutlich steigenden Goldpreis zur Folge», werden die Rohstoff-Analysten der Commerzbank zitiert.


    http://www.handelszeitung.ch/i…s-gibt-raetsel-auf-505945

  • Commerzbank-Analyst: «Gold ist übertrieben billig»

    Für Eugen Weinberg bleibt das Edelmetall auch nach den jüngsten Preisturbulenzen ein guter Schutz gegen Inflation. Viele Risiken seien im aktuellen Preis nicht berücksichtigt.


    http://www.handelszeitung.ch/i…ebertrieben-billig-506653



    Pro Monat kommen 200 Tonnen bzw. 200'000kg neu gefördertes Gold auf den Markt. Das entspricht Fr. 8'000'000'000 bei einem Preis von 40'000 pro kg.


    Andere Rohstoffe suchen ebenfalls ihre Käufer. Lithium steht vor einem Hype. China hat die industrielle Revolution verpasst, die Informationstechnologie verschlafen, nun wollen sie nach eigenen Aussagen in der grünen Revolution führend werden.

  • Elias hat am 07.10.2013 - 10:37 folgendes geschrieben:

    Quote


    Pro Monat kommen 200 Tonnen bzw. 200'000kg neu gefördertes Gold auf den Markt.

    Das ist so nicht ganz richtig:


    Die weltweite Goldförderung liegt bei geschätzten 2750t per 2013 oder 230t pro Monat. Soweit korrekt.
    Aber: Sowohl China (400t p.A.) als auch Russland (200t p.A) behalten ihre Goldproduktion. Dieses Gold kommt also nicht auf den Markt.


    Notabene: Wenn Du Dich über die Ausweitung einer xyz-Menge mockieren willst: Wie wäre es mit der Ausweitung der Papiergeld-Menge ;)


    Und wenn wir schon - wieder mal - dabei sind: Warum sollte dieses Papiergeld gegenüber allen begrenzten Rohstoffen weiterhin an Wert zulegen? Diese Antwort steht noch aus!

  • MarcusFabian hat am 08.10.2013 - 20:15 folgendes geschrieben:

    Ich mokiere nicht. Abzüglich China und Russland sind es etwa 200 Tonnen, die pro Monat auf den freien Markt kommen. Vom rezyklierten Gold mal abgesehen. Das deckt den Bedarf der Schmuckindustrie.


    Woher soll das Geld kommen? Es gibt massenhaft neue Fonds, ETF's etc. Für das werden auch Kunden gesucht. Mehr als die Hälfte der Schweizer besitzt mittlerweile eine Immobilie,


    Das Papiergeld weitet sich zu Weihnachten aus und schrumpft danach wieder. Und vom Giralgeld kommt nicht viel zu uns. Sonst gäbes es die Mindestlohn- und 1:12-Initiative nicht

  • waspch hat am 10.10.2013 - 22:48 folgendes geschrieben:

    Quote

    Aus Investorenkreisen habe ich gehört, dass Gold nicht unter 1100 Dollar fällt, weil die Chinesen dann alles aufkaufen.


    Kann das jemand bestätigen ?

    Ich bin leider kein Chinese! :biggrin:



    Eines kann ich aber sagen, geredet wird viel!

  • geredet wird viel

    In der Tat. Es wird viel geredet, gerätselt und geschrieben. Fakt ist, die EM's sind zur Zeit offensichtlich völlig "out". Seit Wochen vergeht nahezu kein Tag wo die Edelmetalle nicht noch billiger zu haben sind. Und die Geldpolitik der ZB's haben anscheinend die Lösung des gordischen Knotens gefunden

    Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

  • Mein geliebter Zockerich

    aus gewöhnlich gutunterrichter Quelle weis ich, das Obducat ein Patent besitzt, laut dem sie im Nanoverfahren Gold herstellen.




    Bisher allerdings nur in seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr bescheidenen Mengen.

  • sime hat am 10.10.2013 - 23:26 folgendes geschrieben:

    Quote

    waspch hat am 10.10.2013 - 22:48 folgendes geschrieben:

    Ich bin leider kein Chinese! smiley



    Eines kann ich aber sagen, geredet wird viel!

    Es wird auch viel gepostet !