• MarcusFabian hat am 26.06.2013 - 09:42 folgendes geschrieben:

    Quote
    Also eine an sich perverse Situation, denn als Metzger bist Du ja per Definition immer Short in Bratwürsten. Du verkaufst sie, Du kaufst sie nicht.

    Jetzt bist du solange an der Börse dabei und verstehst es immer noch nicht.


    Short ist dann, wenn man etwas verkauft, was man nicht hat. Der Metzger hat Würste und er verkauft sie. Er ist immer long.


    Ausnahme: man bestellt und bezahlt Bratwürste im Voraus z.B. für eine Chilbi, geliefert werden sie in 30 Tagen. Das wäre dann ein Termingeschäft. Unter Umständen weiss der Metzger zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie hoch der Gewinn ist, weil noch nicht alle Zutaten gekauft hat.

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    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • Elias hat am 27.06.2013 - 08:13 folgendes geschrieben:

    Wenn ich ne Put Option kaufe, also das Recht eine Ware zu einem Bestimmten Preis zu Verkaufen, fühl ich mich recht short.


    Wenn ich ne Bestellung entgegennehme habe ich das Recht eine Ware zu einem bestimmten Preis zu Verkaufen.


    Diese Metzger, diese Zocker.

  • Elias hat am 27.06.2013 - 08:13 folgendes geschrieben:

    Quote

    Short ist dann, wenn man etwas verkauft, was man nicht hat. Der Metzger hat Würste und er verkauft sie. Er ist immer long.


    Ausnahme: man bestellt und bezahlt Bratwürste im Voraus z.B. für eine Chilbi, geliefert werden sie in 30 Tagen. Das wäre dann ein Termingeschäft. Unter Umständen weiss der Metzger zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie hoch der Gewinn ist, weil noch nicht alle Zutaten gekauft hat.

    Wir sprechen vom Future-Markt und da gilt immer das, was Du als "Ausnahme" bezeichnest: Lieferung und Zahlung auf Termin.
    Also Lieferversprechen des Produzenten (Short) und Zahlungsversprechen des Käufers (Long).

  • MarcusFabian hat am 27.06.2013 - 12:43 folgendes geschrieben:

    Quote

    Elias hat am 27.06.2013 - 08:13 folgendes geschrieben:

    Wir sprechen vom Future-Markt und da gilt immer das, was Du als "Ausnahme" bezeichnest: Lieferung und Zahlung auf Termin.
    Also Lieferversprechen des Produzenten (Short) und Zahlungsversprechen des Käufers (Long).

    Ach so. Ich wusste nicht, dass beim Metzger das Termingeschäft der Standard und der Direktverkauf die Ausnahme ist.


    Da muss einem aber auch erst mal gesagt werden.



    Übrigens: Der Käufer (Long) macht kein Zahlungsversprechen. Er zahlt sofort (die Prämie) und kann in der zwischenzeit das Anrecht weiterverkaufen. Der Stillhalter (Short) macht entweder ein Lieferversprechen (Short-Call) oder Kaufversprechen (Short-Put)

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  • Preisrutsch bei Gold und Silber hält an

    Die Hiobsbotschaften für Investoren von Gold und Silber reissen nicht ab. Am späten Mittwochnachmittag notierte der Preis für eine Unze Gold bei rund 1235 $, was einem Minus gegenüber dem Vortag von 3,3% entspricht. Noch grösser waren die Einbussen bei Silber, das um 4,6% auf $ 18.75/Unze fiel. Zum Londoner Mittagsfixing notierten beide noch tiefer und markierten jeweils den niedrigsten Stand seit August 2010. Seit Anfang April haben Gold und Silber auf dieser Basis 22% bzw. 35% verloren. Falls sich die Rückgänge an den letzten Handelstagen des Monats nicht relativieren sollten, würde dies für beide die grössten Quartalsverluste seit Jahrzehnten bedeuten.


    Als Hauptgrund für den erneuten Einbruch wurden von Marktbeobachtern weiterhin die zuletzt robusten Wirtschaftsdaten aus den USA genannt. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Drosselung der expansiven Geldpolitik der US-Notenbank, wie sie deren Chef Ben Bernanke kürzlich in Aussicht gestellt hat. Die soliden Konjunkturdaten haben auch zu einem Erstarken des Dollars geführt, was ebenso auf die Edelmetallpreise drückt.


    Zudem haben jüngst verschiedene Analytiker ihre Prognosen für die Edelmetallpreise nach unten korrigiert. Vor allem die Anhänger von Gold scheinen zu einer Minderheit zu werden. Sie klammern sich an die Überzeugung, dass die derzeitigen Krisen nicht ohne weitere Verwerfungen wie eine hohe Inflation gelöst werden können und dass Gold oft stark an Wert verloren hat, bevor es neue Gipfel erreichte.


    http://www.nzz.ch/finanzen/ueb…ilber-haelt-an-1.18106490

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  • MarcusFabian hat am 26.06.2013 - 09:42 folgendes geschrieben:


    Danke für Dein anschauliches Beispiel.


    Der Graph ist wirklich sehr interessant. Wenn man sich mal die Ereignisse wach ruft, wo der blaue Graph extreme Ausschläge macht und sich dann überlegt, wo er heute ist, nämlich auf dem gleichen Stand als die Finzanzkrise im November 2008 ausbrach und im März 2009 als die Börse die Tiefstände markierte, S&P 500 ging genau auf 666 Punkte. Genau diese Ereignisse scheinen den Futuremarkt des Goldes enorm bewegt zu haben und genau wie damals waren die offenen Kontrakte auf einem Tief. Jetzt ist der Goldpreis fast im freien Fall und dennoch sind die Kontrakte auf einem Rekordtief. Natürlich ergibt es auch Sinn, dass die Commercials das Angebot jetzt nicht erweitern, weil das noch grössere Kurseinbrüche auslösen kann. Der Goldpreis muss seine Korrektur wohl erst einmal abschliessen, ehe die Kontrakte wieder zunehmen. Wenn man sich jetzt aber vor Augen führt, dass der Terminmarkt ein höheres Volumen hatte in der Zeit vor der Finanzkrise 2008 und vor dem grossen Continuation Run des Goldpreises, dann stimmt mich nachdenklich, was passieren wird, wenn sich der Goldpreis vielleicht bei 1000$ / oz eingependelt hat? Wir sind in einer Zeit, wo fast jeder nur darauf wartet, dass etwas Grösseres passiert an den Märkten und die Notenbanken haben ihr Vertrauen eigentlich bereits jetzt schon verloren, um ehrlich zu sein. Jeder weiss, dass wenn der Stimulus aufhört, sich die Realzinsen dramatisch erhöhen und der angebliche Aufschwung jäh sich in Luft auflöst. Stehen wir also wieder dort, wo wir Ende 2008 waren, nur noch viel schlimmer?

  • Gold fällt unter 1200 Dollar - und kein Ende ist in Sicht

    Der Goldpreis setzt seinen Sinkflug ungebremst fort. Am Donnerstagabend fielen die Notierungen für eine Feinunze erstmals seit August 2010 unter die Marke von 1200 Dollar. Für eine Gegenbewegung spricht derzeit wenig.


    Im Tief kostete Gold knapp 1.198 Dollar und damit so wenig wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Allein seit Jahresbeginn hat Gold etwa dreissig Prozent an Wert verloren. Gemäss Charttechnik, die bei Edelmetallen eine ganz besondere Beachtung findet, könnte der Absturz noch andauern. Erst bei 1155 Dollar verläuft die nächste Unterstützung. An dieser Stelle verläuft das sogenannte Fibonacci-Retracement bei 61,8 Prozent der Rally seit dem Oktober 2008.


    Für den Sinkflug gibt es mehrere Gründe: Zum einen kehren immer mehr professionelle Anleger dem Edelmetall den Rücken zu. Daneben sorgt die Aussicht auf eine geringere Geldschwemme aus den USA für massiven Druck. Seit die US-Notenbank Fed vor gut einer Woche eine weniger expansive Geldpolitik in Aussicht gestellt hatte, hat der amerikanische Dollar spürbar zugelegt. Das verteuert Gold für Anleger ausserhalb des Dollarraums und belastet die Nachfrage. Hinzu kommt, dass weniger Zentralbankgeld das Risiko einer künftig hohen Geldentwertung mindert. Gold gilt traditionell als Inflationsschutz.


    Alleine in den letzten Tagen haben mit Goldman Sachs, Credit Suisse, Standard Bank, Morgan Stanley, HSBC und BNP Paribas gleich sechs Banken ihre Prognosen für das gelbe Edelmetall erneut gesenkt.


    Keine positiven Zeichen aus Indien und China


    Aus Indien, einem der weltweit grössten Absatzmärkte für Gold, kommen derzeit keine Hoffnungschimmer. Das bevölkerungsreichste Land der Welt versucht derzeit, die Goldkäufe zu bremsen. So wurden die Importzölle seit Jahresbeginn gleich zweimal erhöht und Juweliere wude zu Vorauszahlungen gezwungen.


    In China, einem anderen grossen Nachfrager von Gold, stottert der Wirtschaftsmotor weiterhin. Zudem könnte sich die Entwicklung mit der drohenden Kreditklemme sogar noch verschärfen. Auch die jüngsten Aussagen der chinesischen Notenbank zu den Liquiditätsrisiken im Interbankenmarkt üben keine beruhigende Wirkung aus, wie den weiterhin fallenden Börsenkursen in Shanghai zu entnehmen ist.


    Gegen eine baldige Erholung der Goldnotierungen sprechen auch die anhaltenden Verkäufe von börsengehandelten Indexfonds. Die ETF-Gesamtbestände sind im laufenden Jahr von 80 Millionen Unzen auf 68 Millionen Unzen gefallen. Der SPDR Gold Trust, weltweit der grösste physisch unterlegte Gold-ETF, hat im Juni sein Volumen auf den niedrigsten Stand seit März 2010 zurückgefahren.


    http://www.cash.ch/news/top_ne…_ist_in_sicht-3080768-771

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    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • Wer heute Gold kauft, der kauft weil er kein vertrauen mehr in das Papiergeld hat. Der Preis spielt keine Rolle, denn Gold ist ein Versicherungsschutz gegenüber den Wertzerfall des Papiergeldes. Fazit: Man schaut nicht jeden Tag auf den Preis, da Gold viel mehr mit der Kaufkraft in Verbindung steht (Inflationsschutz)

    Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

  • Steuern sparen mit Gold.

    Der Wertzerfall des Goldes ist ein guter Versicherungsschutz gegen die Vermögenssteuer.


    Die SNB tut alles, um der Franken zu schwächen und es gelingt ihr nicht.

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    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • sime hat am 27.06.2013 - 16:29 folgendes geschrieben:

    Quote
    Stehen wir also wieder dort, wo wir Ende 2008 waren, nur noch viel schlimmer?

    Genau so sehe ich das. Die Problematik um die "too big to fail" Banken wurden nicht angegangen. Banken betreiben das Casino genau so weiter wie 2008. Die Volumen der CDS sind nur kurzzeitig gefallen und heute wieder auf dem Niveau von damals. Und natürlich zahlen sich die Banker weiterhin satte Boni.


    Unterschiede zu 2008:


    * Grossbanken wissen, dass sie bei Fehlspekulationen für ihre Verluste nicht haften müssen, weil notfalls der Staat einspringt. Das unternehmerische Risiko ist weggefallen. Entsprechend können sie frei durchatmen und riskante Geschäfte eingehen.


    * Im Gegensatz zu 2008 sitzen nun auch die Staaten mit im Boot. Schulden und Verpflichtungen haben sich verdoppelt bis vervierfacht.


    Man hat 4 Jahre lang jedes Problem mit neuen Schulden, neuem Geld zugeschüttet und da das bisher scheinbar funktioniert hat, glauben die meisten Menschen, dass die Probleme nun gelöst seien, dass Geld drucken in beliebiger Menge auf ewige Zeiten gefahrlos möglich ist und die Schulden entsprechend eben so gefahrlos in beliebige Höhe schnellen dürfen.


    Kaum jemand erkennt die Blase, die sich seither aufgebläht hat. Wie auch? Nicht einmal die Fed selbst scheint die Blase zu erkennen. Was allerdings nicht überrascht, denn die Fed hat selbst Ende 2007 die Immobilienblase nicht erkannt. Zu einer Zeit, als die Immobilienpreise bereits am Bröckeln waren (die Fed-Minutes, die Sitzungsprotokolle der Fed wurden ja veröffentlicht).


    Wenn also schon eine Fed, (die ja die weltweit besten Spezialisten beschäftigt, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als die aktuelle Situation zu beurteilen) die Immobilienblase 2007 nicht erkannt hat und jetzt die Anleihenblase nicht erkennt, wieso soll dann die Mehrheit der Anleger sie erkennen, wenn man ihnen doch täglich vorbetet, dass alles in Butter ist?


    Die Fed wird QE3 nicht aussetzen. Zumindest nicht für mehr als einige Monate bzw. nicht, ohne QE3 durch QE4 zu ersetzen. Die Schuldensituation der USA von derzeit 340% BSP (Staat, Gemeinden, Bundesstaaten, Unternehmen) lässt steigende Zinsen schlicht nicht zu. Ich weiss, dass der Markt im Moment auf das Gegenteil spekuliert aber das ist schlicht Mumpitz!


    Der Markt spielt weiterhin auf eine Erholung der Wirtschaft (wann schon nicht!), die es aber nicht geben wird, so lange die Konsumenten verschuldet sind und lieber Schulden abbauen als neue aufzubauen. Vom Konsumenten hängt bekanntlich 70% der US-Wirtschaft ab. Und so lange die Beschäftigungsquote in den USA sinkt (nicht die Arbeitslosenquote sondern die Beschäftigungsquote!) wird sich daran auch nichts ändern.


    Wir werden ab Juli 2013 ein Wirtschaftswachstum der USA sehen, das um 3% nach oben schnellt. Das ist allerdings nicht der Wirtschaft zu verdanken sondern der Statistik, denn ab 1.7.13 wird in den USA die Berechnung für das BSP geändert.
    Entsprechend werden sich auch alle Indikatoren, die vom BSP abhängig sind - statistisch gesehen - verbessern. Z.B. Schulden in % des BSP.


    Ich gehe davon aus, dass der Grossteil der Anleger über diese Anpassung der BSP-Berechnung nichts weiss und die neuen Zahlen mit entsprechender Euphorie feiern wird. So lange diese Euphorie besteht, kann Gold durchaus noch weiter fallen. So richtig nachhaltig wird Gold erst wieder steigen, wenn die Euphorie durch Realitätssinn ersetzt wird und die Schuldenproblematik wieder in den Vordergrund rückt.


    Das könnte z.B. im September der Fall sein, wenn die USA ihr derzeitiges Debt-Ceiling wieder erreichen und ein Treppchen nach oben verschieben müssen.


    Die schlechte Nachricht für Goldbesitzer (die Gold in Papierwährung bewerten) lautet also, dass die Chancen gut stehen, dass Gold im Juli und evtl. August noch weiter im Preis sinkt und sich somit die Stimmung auf dem Goldmarkt weiter verschlechtert.


    Die gute Nachricht ist, dass seit April sehr viele Papiergold-Spekulanten aus ihren Positionen getrieben wurden (die ganzen ETF's) und dass Gold physisch in starke Hände von Zentralbanken und physisch orientierten Anlegern fliesst, die weniger auf den aktuellen Preis in Papiergeld sondern mehr auf die langfristige Entwicklung achten.


    Also beispielsweise Asiaten, die traditionell in Gold sparen. Russen, Südamerikaner, die im Gegensatz zu uns schon kollabierende Währungssysteme hautnah miterlebt haben. Aber auch eine Minderheit von Amerikanern und Europäern, die die oben beschriebene Problematik um die Schuldenblase (oder Anleihenblase, ist ja dasselbe) verstanden haben und dem aktuellen Rosa-Brille-Friede-Freude-Eierkuchen misstrauisch gegenüber stehen.
    Das heisst, dass der Papiergold-Handel, der derzeit 100 mal so hoch ist wie der physische Handel, etwas an Gewicht und Einfluss verlieren wird. Perfekt wäre natürlich eine Situation, wo ausschliesslich der physische Handel den Preis bestimmt. So wie bei Schweinebäuchen oder Bratwürsten. Aber so weit sind wir noch nicht.

  • MarcusFabian hat am 28.06.2013 - 08:32 folgendes geschrieben:

    Quote

    sime hat am 27.06.2013 - 16:29 folgendes geschrieben:

    Unterschiede zu 2008:

    Neu haften zuerst die Aktionäre und Gläubiger, erst dann rettet unter Umständen der Staat


    Die Banken mussten ein Testament ausarbeiten

    ----


    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • LONG GOLD

    Hallo zusammen


    Nach einer Auszeit hier im Forum melde ich mich mal zurück.


    Bin soeben LONG Gold XAUUSD bei 1200 gegangen. Habe weitere Kauf Orders bis 1155 drin.


    Ziel 1500

  • sharewatch hat am 28.06.2013 - 11:39 folgendes geschrieben:

    Wo finde ich diese Produkt? Auf cash zeigts mir nichts an, wenn ich XAUUSD eingebe!


    Langsam aber sicher wirds interessant für ein LONG-Investment!

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • bin jetzt auch pessimist und sorge durch goldbestand für optimismus, wenigstens im kässeli. in @ 1860 /50g



    happy (edelmetall) trading


    cheers


    warsy

    Handelnder Holländer

  • Jonas.L hat am 27.06.2013 - 09:35 folgendes geschrieben:

    Quote

    Hallo zusammen


    Wär wohl mal wieder ein guter Zeitpunkt sich physisches Gold zuzulegen richtig? Wann rechnet ihr grob mit einem Anstieg des Preises?

    Im Moment macht es wenig Sinn, ins fallende Messer hinein zu kaufen.
    Wer bereits Gold hat, soll drin bleiben - keine Frage - aber ansonsten zeigt nichts, dass der Boden bereits erreicht ist.


    Saisonal dürfte Gold etwa ab August wieder steigen. Es besteht also keine Eile.
    Ansonsten lässt sich nicht abschätzen, ob wir den Boden bei 1200 bereits erreicht haben oder Gold noch auf 1050 oder 930 absinkt. Möglich ist alles. Auch, dass Gold wieder durchstartet, wenn sich abzeichnet, dass es nichts mit dem QE3-Ausstieg der Fed wird.


    Meine Empfehlung an alle Gold-Interessenten lautet deshalb: Ratiert einsteigen! 1/3 jetzt, 1/3 evtl. im Juli, wenn Gold noch billiger werden sollte ansonsten in steigende Kurse, wenn z.B. die $1322 zurück erobert worden sind. Ganz sicher, wenn die $1540 nach oben durchbrochen wurden und sich Gold ganz offiziell wieder im Bullenmarkt befindet.


    Was mich interessieren würde: Es gab vor zwei Jahren viele Leser, die bei einem Goldpreis von $1750 und höher gefragt haben, ob sie noch einsteigen sollen, weil sie den Zug verpasst hatten. Es wäre interessant, ob dieselben Leser nun die billigen Preise nutzen, um den nächsten Aufwärtsschub mitzunehmen.


    Vermutlich eher nicht, denn damals lag die Zustimmung für Gold zwischen 70-80%, jetzt sind es nur noch rekordverdächtig niedrige 30%.


    Was ich allen ans Herz legen kann ist die aktuelle 7. Goldstudie von Ronald Stöferle zum Download


    56 Seiten und somit durchaus geeignet als Wochenendlektüre für den morgigen verregneten Samstag.

  • Goldpreis-Sturz trifft ZKB besonders hart

    Institute wie die ZKB, die auf handelbare Gold-Papiere spezialisiert sind, spüren den Preissturz beim Edelmetall stark. Die Bank ist weltweit der zweitgrösste Player im Markt mit Gold-ETF.


    Seit dem Rekordstand 2011, als eine Unze Gold – rund 31 Gramm – über 1900 Dollar wert war, hat das edle Metall massiv an Wert verloren. Allein seit Anfang Jahr ist der Goldpreis um 27 Prozent gesunken. «Für den Preissturz sind zur Hauptsache Aussagen der US-Notenbank verantwortlich», sagt Susanne Toren, Goldspezialistin der ZKB: «Die Inflationserwartungen sind stark gesunken, entsprechend weniger wollen die Investoren für Gold als Inflationsversicherung zahlen.» Edelmetallspezialisten der Grossbank HSBC sagen, der Goldpreis werde dieses Jahr im Schnitt 1400 Dollar pro Unze ausmachen. Die Credit Suisse rechnet, dass der Goldpreis in zwölf Monaten bei rund 1150 Dollar liegt.


    Bei Instituten wie der ZKB und Swiss & Global Asset Management, dem Fondsverwalter von Julius Bär, die auf an der Börse handelbare Edelmetall-Papiere spezialisiert sind, hat der Preissturz tiefe Spuren hinterlassen. Die ETF der ZKB (Anteile an Fonds, die in Gold, Silber oder Platin investieren) sind zu 100 Prozent mit Edelmetall hinterlegt. In den Boomjahren kauften die Anleger so viele Edelmetall-Papiere, dass die Staatsbank immer grössere Mengen Gold, Silber und Platin in ihren Tresoren hinterlegen musste.


    ZKB global zweitgrösster Player


    Jetzt geht es in die andere Richtung. Anleger verkaufen ETF in rauen Mengen. Speziell seit der Preis von Gold, dem weitaus beliebtesten Edelmetall bei Anlegern, abstürzt, schwinden die Lagerbestände rasch. «Bei Abflüssen aus ETF sinkt die hinterlegte Menge Edelmetall eins zu eins», sagt Toren. Weltweit habe der Goldbestand, der als Sicherheit für Gold-ETF in Tresoren deponiert sei, seit dem Höchststand «um rund 20 Prozent abgenommen», sagt Stephan Müller, Edelmetallspezialist bei Swiss & Global Asset Management. Das Volumen im lukrativen Geschäft mit ETF nimmt also ab. Das wird die ZKB bei den Erträgen stark spüren, ist sie doch der zweitgrösste Player weltweit im Markt mit Gold-ETF, direkt hinter einem Londoner Fonds.


    Inzwischen ist aber der Goldpreis so tief gefallen, dass er wieder leicht steigt. Das tönt paradox, hat aber durchaus seine Richtigkeit. «Die Nachfrage nach Gold, Silber und anderen Edelmetallen aus China und Indien ist wegen der gesunkenen Preise sehr gross», sagt Müller, «das bremst den Preissturz von Gold etwas.» Asiaten würden aus «kulturellen Gründen» Gold kaufen, seien aber «sehr preissensitiv. Sie kaufen, sobald es in ihren Augen günstig ist.» Diese Gegenbewegung führte gestern dazu, dass der Goldpreis, der nahe an die Marke von 1220 Dollar gefallen war, wieder leicht anstieg. Sie gehe davon aus, dass die Nachfrage aus Asien «den Fall dämpft, auf mittlere Sicht den Goldpreis stabilisiert und längerfristig gar eine gewisse Erholung bringt», sagt auch Toren.


    Langfrist-Investoren steigen aus


    An einen neuen Boom glaubt indes kaum jemand. Dazu habe sich etwa der Goldmarkt zu stark verändert. «Vor zwölf Jahren waren Juweliere die grössten Nachfrager nach Gold, inzwischen wird deren Bedarf aber durch Recycling etwa von Schmuck praktisch gedeckt», sagt Müller: «Der Boom bei den ETF, der 2004 einsetzte, wurde stark von Investoren angetrieben.» Entsprechend gross ist nun der Preisdruck, wenn Grossinvestoren aus dem Gold aussteigen. Verstärkt werde der Abwärtstrend von Wertschriftenhändlern, die aus den ETF auf physischen Handel von Gold umsteigen, weil dort die Gewinnmarge grösser ist.


    Die Goldbaisse habe eine neue Qualität erreicht, sagt Toren. Im April hätten Hedgefonds innert Tagen mit ETF so viel Gold auf den Markt geworfen, wie Südafrika in einem Jahr nicht fördern könne. «Jetzt steigen bedenklicherweise viele langfristig orientierte Vermögensverwalter und sehr reiche Privatleute aus, was stark auf den Preis drückt», so Toren.


    http://www.tagesanzeiger.ch/wi…nders-hart/story/17403988

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    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • Na ja, ETF-Besitzer mit Langfristinvestoren gleichzusetzen halte ich doch für mehr als gewagt.


    Es gibt ja schliesslich auch einen Unterschied zwischen dem Bauern, der eine Kuh auf der Weide hat und dem Besitzer eines Rinder-Futures ;)