• Wetten auf Gold-Rally brechen ein

    Hedgefonds haben ihre Wetten auf eine Rally bei Gold so stark zurückgenommen wie seit Februar schon nicht mehr.

    Der Schritt folgt auf die Vorstellung von Plänen der Federal Reserve, ihre konjunkturfördernden Maßnahmen zu senken. Hinzu kommt, dass über die Börse gehandelte Gold- Produkte (oder ETPs) in diesem Jahr rund 55 Milliarden Dollar an Wert eingebüßt haben.


    Spekulanten reduzierten ihre Netto-Kauf-Positionen in den Tagen bis zum 18. Juni um 29 Prozent auf 38.951 Futures und Optionen, wie die jüngsten Daten der U.S. Commodity Futures Trading Commission zeigen. Gleichzeitig schnellten die Bestände an Verkauf-Kontrakten um 14 Prozent hoch. Das war der deutlichste Anstieg in acht Wochen.


    Die US-Notenbank wird unter Umständen noch in diesem Jahr damit anfangen, das Volumen ihrer Bonds-Käufe zu reduzieren, hatte Fed-Chef Ben S. Bernanke am Mittwoch angekündigt. Ein Programm-Abschluss sei bis Mitte 2014 möglich. Voraussetzung sei, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft in dem von der Fed erwarteten Ausmaß erhole.


    Investoren haben in diesem Jahr bereits ihre Gold-Bestände über ETPs um 20 Prozent reduziert. Sollte es so weiter gehen, dürfte es mit Blick auf das gesamte Jahr zum ersten Rückgang seit Einführung der Produkte in 2003 kommen.


    Gold, das im April in einen Bären-Markt zurückgefallen war, dürfte noch weiter nachgeben, wie es in aktuellen Analysen von Credit Suisse und Societe Generale heißt.

    AWP

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Dr.Zock hat am 25.06.2013 - 06:45 folgendes geschrieben:

    Quote

    Gemäss CNN Interview vom 21. Juni mit Marc Farber, halten die Förderer / Minenbesitzer die geringsten Shortpositionen seit Jahren.

    Es macht aus Sicht der Minen auch keinen Sinn, Gold auf Termin zu verkaufen, wenn der Preis unterhalb der Förderkosten liegt.


    Förderkosten:
    Newcrest: $1250
    Goldcorp: $1350, $1400, $1500 (je nach Mine)
    Newmont: $1400
    Barrick: $1500
    Quelle

  • MarcusFabian hat am 25.06.2013 - 09:33 folgendes geschrieben:

    Quote

    Dr.Zock hat am 25.06.2013 - 06:45 folgendes geschrieben:

    Es macht aus Sicht der Minen auch keinen Sinn, Gold auf Termin zu verkaufen, wenn der Preis unterhalb der Förderkosten liegt.

    Nach dem Motto: wenn schon unter den Förderkosten, dann kommt es nicht mehr darauf an, wie tief der Preis noch fällt.


    Der Witz am Termingeschäft ist doch, dass man noch eine Prämie erhält.

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    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • Ich poste hier einmal ein Beitrag aus einem anderen Forum, weil ich gerne die Meinung eines Experten hören möchte. Die Kernfrage lautet also, ob sich in den letzten 10 bis 15 Jahre der Förderpreis des Goldes vervielfacht hat oder die Minenbesitzer hier nicht auch mit Preisabsprachen einwirken? Denn die Frage sei erlaubt, ob die Goldförderung in den Neunzigern soviel günstiger war als heute, dass die Minenbesitzer mit einem Goldpreis von 300 $ leben konnten? Meines Wissens wird der Goldpreis ja unter fünf ausgewählten Banken zweimal täglich festgesetzt und erfolgt in Absprache mit Minenbesitzer und Goldhändler. Warum sollten Minenbesitzer hier also nicht auch ein Preiskartell stellen? Danke zum Voraus. Also hier der Text:


    Golden Minerals stoppt Förderung wegen zu geringer Preise!!!


    Genau das war zu erwarten und wird auch noch andere Minen treffen. Und das beweist eindeutig, dass der Gold- und Silberpreis unterhalb der Förderkosten einiger Minen liegt. Wie viele betroffen sind, wissen wir, wenn die Minen geschlossen werden… (…)


    Jeder, der darüber nicht weiter nachdenkt wird dem zustimmen, richtig?


    Jetzt schauen wir mal genauer hin!


    Wir schauen auf den Drei-Jahres-Chart
    http://www.ariva.de/gold-kurs/…t=3years&volume=1&size=XL


    Wir stellen fest:
    Gold ist wieder auf dem Niveau von September 2011 angelangt, wurde damals Gold gefördert? Ja!


    Es geht weiter:


    Wir schauen auf den Gesamt-Chart (der eigentlich kein Gesamtchart ist ;-) :(
    http://www.ariva.de/gold-kurs/…all&volume=1&boerse_id=36


    Wir schauen etwas über die Mitte von 2009 hinaus (Goldpreis 1.000 US$), wurde Gold gefördert? Ja!


    Wir schauen mal Mitte 2007 => Gold bei 650 US$!


    Die Arbeitskosten sind in den letzten sechs Jahren eher gefallen als gestiegen. Wenn gestiegen, dann unerheblich! Dafür wurden Maschinen weiterentwickelt (und eher billiger als teurer), Suchmethoden verfeinert usw. Man bedenke weiterhin, dass nahezu sämtliche technischen Produkte trotz extremer Weiterentwicklung massiv im Preis gefallen sind.


    Selbst wenn wir nach 2001 zurückgehen (Goldpreis unter 300 US$) gelten die oben angestellten Überlegungen fast unverändert! Oder gibt es hier jemanden, dessen Gehalt sich seit 2001 vervierfacht hat? :-)


    Und ja, auch damals wurde Gold gefördert!


    Man bedenke auch, dass z. B. “Spaziergänger” im australischen Outback dann und wann mal über ein 30-Kilo-Nugget stolpern und die Wühlratten die das hauptberuflich machen, sind bestimmt nicht besser bezahlt, als ein LKW-Fahrer hier – eher noch sehr viel schlechter. Die technische Ausrüstung ist nach ein paar Monaten erfolgreicher Arbeit vollständig bezahlt, dann rollt der Rubel.


    Übrigens: Der Lateiner verkauft zumindest Barrengold zu den augenblicklichen Preisen, welche Schlussfolgerungen sind daraus zu ziehen?

  • Morgan Stanley senkt die Gold-Prognosen

    Morgan Stanley hat die Prognosen für den Goldpreis verringert und sich damit entsprechenden Schritten von Goldman Sachs und der UBS angeschlossen.


    Für 2013 gehen die Analysten Peter Richardson and Joel Crane nun von 1409 Dollar aus, nachdem es zuvor noch 1487 Dollar gewesen waren. Im kommenden Jahr rechnen sie mit 1313 Dollar. Hier prognostizierten sie zuvor 1563 Dollar. Für 2015 nahmen sie die Prognose von 1450 auf 1300 Dollar zurück. Zudem senkten sie ihre Ziele für Gold und Silber bis 2018. Hintergrund ist die Erwartung, dass die Notenbank ihre geldpolitischen Anreize wegen der Erholung der US-Wirtschaft vermindern könnte.


    “Angesichts nachlassender Nachfrage nach sicheren Anlagen wegen der Stärke des Dollar und steigender US-Anleiherenditen sind die Marktbedingungen für Gold und Silber deutlich schlechter geworden”, schrieben die Analysten in einer Studie.


    Rückgang der Nachfrage


    Die Bestände von börsengehandelten Produkten sind am Montag auf 2.094,647 Tonnen gefallen und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Juni 2010, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Damit beläuft sich der Rückgang auf 20 Prozent in diesem Jahr, nachdem es zuvor in jedem Jahr seit der Erstnotiz dieser Produkte 2003 zu einem Anstieg gekommen war.


    “Diese historische und grundlegende Veränderung bei einem der wesentlichen Treiber des Gold-Bullenmarktes unterstreicht den starken Rückgang bei der Nachfrage nach der Anlageklasse”, schrieben Richardson und Crane.


    Goldman Sachs geht davon aus, dass die Bestände um eine Mio. Unzen im Monat fallen werden. Sie nahmen daher ihr Ziel für das Jahresende von 1435 auf 1300 Dollar zurück und senkten die Prognose für 2014 von 1270 auf 1050 Dollar. Die Anleger rechneten mit einer früheren Verringerung der Anleihekäufe durch die US Notenbank als die Volkswirte der Geldhäuser, schrieben die Analysten Damien Courvalin und Jeffrey Currie in einer Studie vom 23. Juni.


    http://www.cash.ch/news/top_ne…goldprognosen-3079505-771

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    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • Vielleicht hat es auch mit der vorhandenen Menge an Gold in einer Tonne geförderten Gerölls zu tun. Hab mal gelesen, der Anteil Gold sei in den letzten Jahren gesunken, d.h. die Förderung wird teurer, weil der Goldgehalt kontinuierlich abnimmt. Das ist so ähnlich wie bei der Ölförderung.

  • Ich bin auch misstrauisch, was die angeblich so stark gestiegenen Förderkosten betrifft.
    Ohne das gewichten zu wollen: Man liest folgende Argumente:


    * Man muss immer tiefer graben, um noch Gold zu finden.
    * Die Energiekosten haben sich in manchen Ländern verdoppelt.
    * Die meisten Staaten/Gewerkschaften haben bessere Arbeitsbedingungen für die Minenarbeiter durchgesetzt: Höhere Sicherheitsstandards, höhere Löhne, vor allem aber bessere Kühlung in den Minenschächten.

  • Ich wette, dass in kürze die Chinesen die USA fallen lässt. Dann werden wir sehen wo der Dollar und der Gold preis steht. GS und JMP werden ein blaues wunder erleben sobald physisches Gold sowie Silber verlangt wird und das in Tonnen .... Ungedecktes Geld war nie gut und wird es auch nicht in Zukunft sein. Alternative bitteschön?!

    Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

  • Danke Innuendo und MF für Eure Antworten. Angenommen, ich wär Kartoffelbauer und die Reis- und Getreideernte wäre dieses Jahr miserabel ausgefallen, aus welchen Gründen auch immer. Nun würde die Nachfrage nach Kartoffeln dementsprechend in die Höhe schiessen. Natürlich würde ich mein Preis dementsprechend anheben. Im nächsten Jahr sind alle Ernten wieder normal ausgefallen, dann würde ich auch widerwillig den Preis wieder senken, da mir keine Wahl bleibt, doch jammern wie wenig Ertrag ich nun habe, verglichen zum Vorjahr, würde ich trotzdem. Der Mensch gewöhnt sich schnell an gute Zeiten.

  • Ein Beitrag aus einem anderen Forum, welcher Gold und Silber etwas in Perspektive rückt:

    "US debt and unfunded liabilities are rising at $8.525 trillion a year, rising from $141.5 trillion to $175.6 trillion in just 4 years (http://www.usdebtclock.org/). The unfunded liabilities of Medicare and Social Security are politically impossible to cut. So these massive deficits are real even though everyone has been ignoring them.


    $8.525 trillion a year works out to a daily deficit of $23.3 billion. All the silver bullion available in the world today is about 800 million ounces and is worth about $15.2 billion. So every 15 hours and 40 minutes, the US deficit is large enough to buy all the silver bullion in the world.


    All the available gold bullion in the world is about 2000 million ounces or worth about $2.5 trillion dollars. That is the US deficit in just 107 days.


    What we have looked at is just the US deficit. The world deficit is 2 to 3 times larger - so, conservatively, every 8 hours you can buy all the silver bullion in the world and every 50 days, you can buy all the gold bullion in the world.


    The Fed is printing at $85 billion a month and Japan is printing $75 billion a month for a total printing rate of $1.92 trillion a year. That $1.92 trillion can buy all the silver bullion in the world 126 times over and buy 77% of the world's gold bullion.


    It is insane that in a world awash in deficits and trillions in printing, gold and silver are being hammered. This insanity cannot last too much longer. But it can last longer than you can stay solvent."

  • sime hat am 25.06.2013 - 23:28 folgendes geschrieben:

    Quote

    Angenommen, ich wär Kartoffelbauer und die Reis- und Getreideernte wäre dieses Jahr miserabel ausgefallen, aus welchen Gründen auch immer. Nun würde die Nachfrage nach Kartoffeln dementsprechend in die Höhe schiessen. Natürlich würde ich mein Preis dementsprechend anheben.

    Ich habe jahrelang den Kopf geschüttelt ob der dummen Commercials, die bei hohen Preisen vermehrt shorten während die cleveren Long-Speculators das genaue Gegenteil tun. Aber aus Sicht des Produzenten tun die Comms genau das richtige.


    Beispiel: Du bist Metzger und verkaufst Bratwürste für Fr. 2.- pro Stück.


    Nun steigt der Preis für Bratwürste auf Fr. 3.-. Du wirst nun vermehrt Bratwürste produzieren. Sprich: Du gehst vermehrt short in Bratwürsten.


    Steigt der Bratwurst-Preis gar auf Fr. 4.- wirst Du Überstunden und Sonderschichten fahren und Du wirst auch versuchen, Bratwurst-Aufträge mit Lieferung nächster Woche oder nächstem Monat an Land zu ziehen und Dir dabei einen Preis von 4.- zu sichern.
    Dass die Möglichkeit besteht, dass die Preise auf 5.- gehen interessiert Dich nicht einmal so heftig, denn Du hast ja Kosten von unter 2.- und somit machst Du immer einen interessanten Gewinn.


    Der Large-Speculator (z.B. die Migros) interessiert sich nicht so heftig für die Preisschwankungen. Ihm ist es in erster Linie wichtig, dass er kalkulierbare Einkaufspreise hat.


    Würden die Bratwurstpreise zu tief fallen, z.B. auf 1.50, könntest Du sogar auf die Idee verfallen, Bratwürste an Lager zu legen (also nicht zu verkaufen und auf bessere Preise zu warten) oder Bratwürste bei der Konkurrenz einzukaufen.


    Also eine an sich perverse Situation, denn als Metzger bist Du ja per Definition immer Short in Bratwürsten. Du verkaufst sie, Du kaufst sie nicht.


    An den Warenterminmärkten sind die Commercials, die Produzenten, naturgemäss jene, die den inneren Wert einer Ware und seinen Preisverlauf am besten abschätzen können. Der Metzger versteht von Bratwürsten sogar noch mehr als der Large-Spec., die Migros.


    An der Short-Position der Commercials (also dem Bratwurst-Angebot der Metzger) lässt sich deshalb recht gut abschätzen, wo Spitzen bzw. Tiefs der Preiskurve zu finden sind.


    Wenn sie überdurchschnittlich viele Bratwürste anbieten, kann man annehmen, der Preis sei im Moment zu hoch und wird bald korrigieren.
    Bieten sie hingegen weniger Bratwürste an, ist der Preis zu niedrig und dürfte demnächst steigen.


    Mit diesem Wissen im Rucksack betrachten wir die Angebote auf dem Papiergold-Markt (COMEX):


    [Blocked Image: http://img692.imageshack.us/img692/997/6ce8.png]


    Die rosa Kurve ist der Goldpreis, die blaue Kurve ist das Angebot an Gold. Also die Short-Positionen der Commercials.


    So haben beispielsweise im Anstieg 2009 die Commercials ihr Angebot stark ausgeweitet und gingen extrem short.
    Dasselbe nochmals vor dem bisherigen ATH 2011 und nochmals 2012.


    Die niedrigsten Shortpositionen finden wir 2008 und auch heute wieder (grün eingekreist).


    2008 erfolgte - wie wir wissen - nach diesem Tiefstand der Shortpositionen eine enorme Goldhausse, die den Preis von $750 auf $1900 katapultiert hat.


    Und heute?

  • Bärenmarkt

    @MF


    Soweit so gut. Klingt einleuchtend, und wie immer bei Dir, mit Fakten untermauert.


    Nur, wer sagt Dir dass wir uns nicht in einem jahrelangen Bärenmarkt bewegen, und mit einer darauffolgenden, jahrelangen (z.B. 10 Jahre oder gar länger) Seitwärtsphase rechnen müssen?


    Gruss und vielen Dank für Dein geschätztes Engagement hier in diesem Forum


    Zocki

    Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

  • Dr.Zock hat am 26.06.2013 - 10:01 folgendes geschrieben:

    Quote

    Nur, wer sagt Dir dass wir uns nicht in einem jahrelangen Bärenmarkt bewegen, und mit einer darauffolgenden, jahrelangen (z.B. 10 Jahre oder gar länger) Seitwärtsphase rechnen müssen?

    Weil die Gründe, die in den letzten 12 Jahren den Goldpreis angetrieben (bzw. den Wert von Papierwährungen geschwächt) haben, nach wie vor gelten. Und nicht nur das, sie verstärken sich laufend: Namentlich Gelddruckerei und negative Realzinsen.


    Gold ist nicht in einer Blase. Lies mal das Posting von Ramon Lull weiter oben. Die Blase, in der wir uns befinden und die ständig weiter aufgebläht ist, ist die Anleihenblase (aka. Schuldenblase oder Gelddruckerei). Und wenn die dereinst platzt, willst Du Gold physisch in Deinem Besitz haben!

  • Blase

    Danke MF, klingt erneut richtig, und ist es vermutlich ja auch ! Zumindest ist auch mir die aufgeblähte Anleihenblase nicht unbekannt.


    Ja, ich habe physisches Gold und Silber. Soweit ist dies ja bekannt. Wie schaut es denn aus wenn diese Blase platzt ? Ein Goldverbot etc. ist doch denkbar. Den Politikern ist ja alles zuzutrauen.


    Gruss


    Zocki

    Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

  • Goldpreis weiter auf Talfahrt - Stärkster Einbruch seit 1920 (AF)

    26.06.2013 10:54

    LONDON (awp international) - Der Goldpreis ist auf den tiefsten Stand seit knapp drei Jahren abgerutscht. Die Aussicht auf ein Abflauen der Geldschwemme in den USA habe den Preis für Gold abermals stark unter Verkaufsdruck gesetzt, hiess es von Händlern. Am Vormittag rutschte der Goldpreis 3,35 Prozent oder 42,73 US-Dollar auf 1.234,01 US-Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand seit September 2010. Laut Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg verlor der Goldpreis im laufenden Quartal bereits etwa 22 Prozent und zeigte damit den stärksten Einbruch seit 1920.

    "Es gibt derzeit zwei Sargnägel für den Goldpreis: Die Aussicht auf ein Auslaufen der ultralockeren Geldpolitik in den USA und die Kursgewinne beim US-Dollar, so beschreibt David Lennox, Analyst beim australischen Finanzdienstleister Fat Prophets, die aktuelle Lage. Die US-Notenbank hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bei einer weiterhin guten Konjunkturentwicklung noch im laufenden Jahr mit dem Ausstieg aus dem milliardenschweren Anleihekaufprogramm zu beginnen. Dies hatte zu massiven Kursbewegungen an den Finanzmärkten geführt und auch den Goldpreis stark belastet.


    GUTE US-KONJUNKTURDATEN HABEN DEN PREISRUTSCH AUSGELÖST


    Auslöser für den aktuellen Kursrutsch beim Goldpreis waren überraschend guten US-Konjunkturdaten, die die Spekulation auf ein Ende der Geldschwemme der Fed bestärkt haben. In der grössten Volkswirtschaft der Welt setzt der Immobilienmarkt - Auslöser der schweren Finanzkrise 2008 - seine Erholung in grossen Schritten fort. Daneben sind die Verbraucher in den USA gegenwärtig so zuversichtlich wie lange nicht mehr, die Unternehmen investieren wieder kräftig.


    Verstärkt wird der Verkaufsdruck beim Gold auch durch die US-Investmentbank Goldman Sachs, die zu Beginn der Woche die Preisprognose kräftig nach unten schraubte. Am Ende des laufenden Jahres erwartet Goldman Sachs den Goldpreis nur noch bei 1.300 Dollar. Zuvor war die Bank noch von 1.435 Dollar ausgegangen. Noch schwärzer sieht die Preisprognose für 2014 aus: Hier senkte Goldman Sachs die Erwartung von 1.270 Dollar auf nur noch 1.050 Dollar. Zum Vergleich: Vor knapp zwei Jahren hatte der Goldpreis ein Rekordhoch bei 1.920 Dollar erreicht./

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Dr.Zock hat am 26.06.2013 - 10:50 folgendes geschrieben:

    Quote
    Wie schaut es denn aus wenn diese Blase platzt ? Ein Goldverbot etc. ist doch denkbar. Den Politikern ist ja alles zuzutrauen.

    Ein Goldverbot ist heutzutage gar nicht nötig. Der Goldpreis wird ja vom Papierhandel bestimmt. Es genügt also - wie wir derzeit beobachten können - den Goldpreis über den Papierpreis zu drücken und die Anleger trennen sich freiwillig von ihrem Gold ;)


    siehe auch ab hier

  • Hans hat am 25.06.2013 - 21:48 folgendes geschrieben:

    Quote

    elias


    lauter Schwachsinn und Eigeninteressen die in diesen Berichten von GS&Co präsentiert werden, da lohnt es sich nicht mal ne Argumentation dagegen zu posten ... lauter Glaskugel Schätzungen, sind wohl nur Amis die darauf abfahren....

    Wenn sie steigende Goldkurse prophezeit hätten, wäre der Beitrag professionell & richtig gewesen. Jeder Beitrag, der nicht die eigenen Erwartungen entspricht, muss schlecht sein.


    Heute -3.5%. Wir kommen den Schätzungen näher.

    ----


    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • Nur die Wurst hat zwei

    @MF: Vielen Dank für das Wurst Gleichnis. Es ist sehr anschaulich. ich bin gespannt...


    Bei 1900.-- Nicht raus obwohls in der Bild vom Titel prangte.


    Bei 1700.-- Nicht raus, war ja noch im Plus und es wird sicher drehen.


    Bei 1500.-- Nicht raus, ist halt ne Korrektur


    Bei 1400.-- Nicht raus, war zu bequem, hin und her macht Taschen leer


    Bei 1250.-- Nicht raus, war bereits unter Wasser.


    Shit!


    Ich vertraue nicht den Politiker.


    Ich Misstraue dem Gelddrucken und bin von kommenden Problemen überzeugt.


    Was mache ich sonst mit dem Geld?


    Ich brauch das Geld nicht in Geldform. (Momentan)


    Ich denke die Gold positiven Theorien sind stringent und richtig , nur der Zeitpunkt ist nicht zu bestimmen. So hoffe ich , ich bleibe solvent bis diese wahr werden. Gut möglich , dass wir noch mal einen Cycle fahren.


    Diese Cycles taktisch zu spielen sind für mich schwierig. Gratulation, denen die Putten und die Delle mitnehmen. Gratuliere, jenen, die auf dem Tief kaufen werden.


    Ich glaube an Produktionskosten und liebe das Bratwurst Beispiel.


    Ich glaube isch lösche einige Links im Browser :)


    Meine nächsten Käufe werden Ringe und Ketten in Thaigold sein. Die sehen schön aus und die Freundin freuts so sehr, dass ich mich auch sehr freuen kann. Hätt ich von Beginn weg machen sollen. (Schmuck wird natürlich in meinem Save gelagert )


    Glück Auf


    Hutch