• Doch Gold war in Kriegszeiten für Flüchtlinge immer ein Nutzen, da es überall akzeptiert wurde! In Angesichts des drohenden und aufbereitenden 3. Weltkriegs wird Gold wieder gesucht werden wie ich schon mal erwähnte in kleinst Mengen!


    Und so ganz nebenbei, war Gold immer eine Anlage die nie einen Verlust des Vermögens erlitt ausser bei Diebstahl!


    Wen interessieren schon Versicherungen! Alles die Gleichen Gauner! Nicht mal die Mobiliar taugt was als Genossenschaft!

  • Einverstanden. Aber die Frage betraf ja "die breiten Massen". Und nur die wenigsten Kriegs-Flüchtlinge hatten oder haben Gold.


    Man könnte ähnlich sinnvoll formulieren: "Wann war eine Nestlé-Aktie letztmals für die breite Masse von Nutzen?"


    Gold macht derzeit an den globalen Vermögen noch einen Anteil von etwa 1.7-3% aus (die Schätzungen von BIS und IWF gehen da auseinander). Zur Spitze der Blase 1981 lag der Anteil noch im Bereich 21-25%, und in den 1920er Jahren durchwegs über 30%. Gold ist also nicht etwas, das die breite Masse besitzt. Zumindest nicht im Westen. In Indien oder China sieht es anders aus.

  • Ich halte Gold, weil ich dem Staat nicht vertraue! In Europa hat jedes Land im Schnitt alle 50 Jahre eine Bankrotterklärung im Haus, und momentan wird in Europa ja der Welt sehr viele dieser Erklärungen ausgestellt, damit es sinnvoll ist sein Erspartes selbst zu Schützen. Ich kann das Besser als der Staat! Und sollte ich mal fliehen müssen, so bin ich mir sicher, dass ich die menschlichen Kräfte finde die mir tragen helfen!


    Statt Nestle Aktien, lagere ich lieber Nestle Kaffe!

  • Geiles Posting Marcus!


    Wenn man die Zensur der FED mal Weglassen oder öffentlich machen würde, glaube mir der Goldpreis würde das 10 fache kosten! Der sehr tiefe Goldpreis ist ein Indiz dafür, dass der $ stirbt. Meiner Meinung nach befindet er sich gerade im letzten Todeskampf. Sollte der Krieg in Europa aktiv begonnen werden wird Gold unbezahlbar sein. Würde man das Papiergold verbieten, würde man die FED seiner Macht berauben! Die Macht des unendlichen Geldes wird im 21. Jahrhundert sterben weil sich die Gesellschaft von 8 Milliarden Menschen nicht an 300 Millionen US Amerikanern unterordnet! Deshalb braucht es den Krieg, um den Grössenwahnsinn der Spinner von Übersee zu stoppen. Heute begreift vielleicht auch der Dümmste Finanzfuzzi weshalb der Bankenplatz Schweiz eliminiert wurde! Gold ist das Zahlungsmittel in der Übergangszeit.

  • MarcusFabian hat am 02.04.2015 - 22:57 folgendes geschrieben:

    Quote

    Elias hat am 02.04.2015 - 16:59 folgendes geschrieben:

    Gute Frage. Vermutlich noch nie.
    Ich wüsste auch historisch keine Zeit, wo die breiten Masse Gold besessen hätte.

    Die breite Masse besass es als Gold- und Silbermünzen. Der Nutzen war als Zahlungsmittel.


    Versicherungen hingegegen werden heute von der breiten Masse "genutzt". Man diskutiert gelegentlich bei Kassensturz darüber. Oder wenn es um einen Wechsel geht (z.B. Krankenkasse). Oder bei der Zusammensetzung des Warenkorbes.


    Auch bei den Versicherungen lohnt es sich, diese von Zeit zu Zeit unter die Lupe zu nehmen. Oft werden bei Reisebuchungen Versicherungen abgeschlossen, deren Risiken von anderen Policen bereits abgedeckt werden. Man ist überversichert.


    Wir müssen manchmal eine DAN-Versicherung abschliessen, sonst ist die Reise vom Veranstalter her nicht möglich.


    Kurz: ob mit Gold oder sonst was, irgendwann muss die Absicherung reichen. Das Leben ist riskant und endet immer tödlich.

  • Gold und Silbermünzen wurden bis etwa 1790 direkt zur Zahlung verwendet. Danach wurden sie für den täglichen Zahlungsverkehr in grossem Stil durch Banknoten ersetzt, die allerdings durch eine entsprechende Gold- oder Silbermenge gedeckt waren (bzw. sein sollten!).


    Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/B…e#Geschichte_der_Banknote


    Diverse Systeme mit Banknoten gab es bereits früher (die ersten in China ab 960). Die scheiterten aber regelmässig daran, dass die Herrscher ungedeckte Banknoten druckten, um ihre Kriege zu finanzieren. Das führte in der Folge zu Vertrauens- und Wertverlust in die Banknoten und es wurde wieder Gold als Zahlungsmittel direkt verwendet. Bis dann die nächste Banknote kam, wiederum mit dem Versprechen auf Deckung hinterlegt.


    Dieses Spiel wiederholt sich in Variationen seit 1000 Jahren. Zu letzt 2008 in Simbabwe:

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  • Im Jahr 1694 begann die Bank of England erstmals handgeschriebene Banknoten auszugeben.
    Das Pfund gibt es noch heute.
    Die ersten Franken-Noten wurden nach 1900 ausgegeben.
    Den Franken gibt es heute noch


    Die Group Mutuel zahlt im Schadenfall nicht (siehe Kassensturz) andere Versicherungen zahlen für den gleiche Ereignis. Auch das wiederholt sich.

  • MarcusFabian hat am 07.04.2015 - 12:05 folgendes geschrieben:

    Hier noch eine kleine Bemerkung:


    Wenn der Staat Pleite geht, geht natürlich nicht der Staat Bankrott, sondern seine Bürger. (Enteignung)

    Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

  • Na ja, das mit den Versicherungen ist halt so eine Sache:


    Ich propagiere ja - wie Du in den letzten 10 Jahren mitgekriegt hast ( :D ) - Gold als Versicherung in einer Währungskrise.


    Gängige Gegenargumente gehen dann oft von einem Worst-Case-Szenario aus (z.B. 3. Weltkrieg), wo nicht einmal mehr Gold als Versicherung wirksam würde. Ich entgegne dann, dass es zwischen dem Normalzustand eines stabilen Währungssystems und dem Atomkrieg noch jene Abstufungen von Krisen gibt, die man im Detail gar nicht alle aufzählen kann, die sich teilweise auch unserer Vorstellungskraft entziehen und bei denen - in der Vergangenheit - der physische Besitz von Gold durchaus von Vorteil war.


    Dies nur kurz als Zusammenfassung. Wir müssen diesen Schlagabtausch nicht erneut führen. Es gibt auch bei normalen Versicherungen (z.B. Feuerversicherung für das Haus) Situationen von höherer Gewalt oder Krieg, wo Versicherungen wertlos werden und nicht mehr zahlen. Und dennoch haben die meisten von uns solche Versicherungen.


    Warum? Weil sie eben mit den "normalen" Versicherungsfällen in einem ansonsten intakten Umfeld rechnen und nicht mit einem Worst-Case in dem jede Versicherung pleite gehen würde.

  • MarcusFabian hat am 07.04.2015 - 17:06 folgendes geschrieben:

    Quote
    Wir müssen diesen Schlagabtausch nicht erneut führen

    Warum? Weil sie eben mit den "normalen" Versicherungsfällen in einem ansonsten intakten Umfeld rechnen und nicht mit einem Worst-Case in dem jede Versicherung pleite gehen würde.

    Es geht mir auch nicht um einen Schlagabtausch.


    Wie oben auch schon erwähnt: die AXA hatte in meinem Fall zuerst nicht zahlen wollen und mich dann mit einem Almosen abgespeist. Die Rechtsschutz hat ganz versagt. Und das in einem intakten Umfeld. Wenn man sich auf die AXA verlässt, ist man verlassen.


    Wenn es schon in einem intakten Umfeld unvorhersehbar ist, ob der Schutz verhebt, um so mehr Glück braucht es in einem Desaster-Szenario.


    Vorsorgen & Vorausdenken ist gut und richtig. Besser zu viel als zu wenig. Dann muss man sich keine Vorwürfe machen, man hätte nicht genügend getan.



    Nächsten Samstag fliegen wir ab. Ich werde den Piloten vorher fragen, ob er schon ausgiebig gekackt hat und den Co-Pilot fragen, ob er schon in 3a eingezahlt hat. Je nach Antwort steige ich nicht ein....... Habe ja eine Annullationsversicherung. Leider bei der AXA. Sie wird nicht zahlen. Warum? Ich hätte ja für die beiden 4 Senioren-Windeln kaufen können. 2 für den Hinflug und 2 für den Rückflug.


    Soll ich jetzt denen beim Einsteigen so Windeln in die Hand drücken?

  • Elias hat am 08.04.2015 - 09:36 folgendes geschrieben:

    Quote

    Soll ich jetzt denen beim Einsteigen so Windeln in die Hand drücken?

    Nette Anspielung auf Germanwings. :D


    Ich will Dir da auch nicht widersprechen. Es gibt aussergewöhnliche Umstände "höherer Gewalt", da zahlt keine Versicherung und es gibt Versicherungen, die auch unter normalen Umständen nicht zahlen.


    Aber wenn eine Versicherung unter gewöhnlichen Umständen immer und unter aussergewöhnlichen Umständen meistens bezahlt hat - und das die letzten 5000 Jahre - dann dürfte sie doch einiges an Vertrauen geniessen. Meinst Du nicht?

  • MarcusFabian hat am 08.04.2015 - 12:40 folgendes geschrieben:

    Quote
    Aber wenn eine Versicherung unter gewöhnlichen Umständen immer und unter aussergewöhnlichen Umständen meistens bezahlt hat - und das die letzten 5000 Jahre - dann dürfte sie doch einiges an Vertrauen geniessen. Meinst Du nicht?

    da drehen wir uns im Kreis. Für die einen war es die Rettung, für die anderen war es der Tod. Heisst es darum Kapitalverbrechen, weil der Mord geschah, um an das Kapital zu kommen?



    Die Antwort ist hier ....http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalverbrechen

  • Ich sehe den Zusammenhang zum Kapitalverbrechen nicht:


    Wenn meine Grossmutter damals mit ihren beiden Kindern (eine davon meine Mutter) aus dem Osten in den Westen Deutschlands geflohen ist und mit Gold (Köfferchen mit Eheringen und Schmuck) ihr Überleben und jenes ihrer Kinder gesichert hat, dann ist das in meinen Augen weise Voraussicht aber sicher kein Kapitalverbrechen! Dass die meisten anderen Flüchtlinge kein Gold zur Verfügung hatten ist sicherlich keine Kritik an meiner Grossmutter. Etwas zynisch formuliert: "Es war der Fehler aller anderen Flüchtlinge, dass sie kein Gold hatten und es ihnen entsprechend schlechter erging."


    Ähnlich formuliert: "Deine Hütte ist abgebrannt und Du hattest keine Versicherung? - Pech gehabt".


    Selbst wenn: Dein Wiki-Link klärt ja auf:
    Ein Kapitalverbrechen ist also per Wortbedeutung ein Haupt- oder Kopfverbrechen – eben eines, das den Kopf kosten kann und zur Dekapitation (Enthauptung) führt. Mit Kapital im Sinne von Geld hat der Begriff nichts zu tun, er wird also nicht für Wirtschaftskriminalität verwendet.


    Entsprechend wäre mir kein Fall bekannt, wo jemand, der sich und seine Kinder mittels Goldbesitz durch eine Krise bringt, enthauptet worden wäre.

  • MarcusFabian hat am 08.04.2015 - 17:15 folgendes geschrieben:

    Quote
    Entsprechend wäre mir kein Fall bekannt, wo jemand, der sich und seine Kinder mittels Goldbesitz durch eine Krise bringt, enthauptet worden wäre.

    Ja, wenn er sich und seine Kinder durchbringen konnte, ist sein Kopf noch dran. Schmidheinis Zuhause ist ein Hochsicherheitstrakt. Kinder werden gekidnapt, um an das Geld zu kommen. Das weisse Gold: das waren früher die Europäer, welche in Nordafrika als Geiseln festgehalten worden waren.


    Es kann ein Fluch oder Segen sein. Gerade in einer Krise weckt es Begehrlichkeiten.


    Dort wo der DNA-Schutz-Kleber (künstliche DNA) angebracht worden waren, stiegen oftmals die Einbruchszahlen. Weil man den Kleber ja nur dort anbringt, wo es etwas zu holen gibt. Dort wo die Einbruchssirenen heulen, da lohnt es sich.

  • Elias hat am 08.04.2015 - 17:40 folgendes geschrieben:

    Quote
    Das weisse Gold: das waren früher die Europäer, welche in Nordafrika als Geiseln festgehalten worden waren.

    Es kann ein Fluch oder Segen sein. Gerade in einer Krise weckt es Begehrlichkeiten.

    Das gilt aber für jegliches Vermögen: Wenn Du herausposaunst, dass Du an der Bahnhofstrasse 1 in 9999 Seldwyla lebst und über megamässig viel physisches Gold verfügst, das dort versteckt ist, wirst Du wohl genau so potenzielles Opfer sein, wie wenn Du über eine äquivalent hohe Menge an Franken oder Dollar in Zentralbankgeld berichtest.


    Das hat aber grundsätzlich nichts mit dem langfristigen Wert von Gold, Franken oder Dollar zu tun über die wir hier philosophieren.

  • MarcusFabian hat am 08.04.2015 - 18:28 folgendes geschrieben:

    Quote
    Das hat aber grundsätzlich nichts mit dem langfristigen Wert von Gold, Franken oder Dollar zu tun über die wir hier philosophieren.

    Der langfristige Wert ist wieder ein anderes Thema und hat wenig mit der oben philosophierten Ver-/Ab-sicherung zu tun. Es nützt nichts, wann etwas mal einen bestimmten Wert hatte oder Wert haben wird, wenn es ausserhalb der eigenen Lebensspanne ist.


    Kostolany erlebte den Anstieg des Goldes nicht mehr.


    Rein philosophisch ist es eh sinnlos, was wir tun. Es gibt keinen Sinn des Lebens. Man kann nur versuchen, dem Leben einen Sinn zu geben.

  • Elias hat am 09.04.2015 - 10:23 folgendes geschrieben:

    Quote

    Kostolany erlebte den Anstieg des Goldes nicht mehr.


    Rein philosophisch ist es eh sinnlos, was wir tun. Es gibt keinen Sinn des Lebens. Man kann nur versuchen, dem Leben einen Sinn zu geben.


    Schön gesagt :) auch der Vergleich von Kostolany, Gold sei "ein seit Jahrtausenden von der Menschheit vergötterter Fettisch" war nicht ohne - obwohl er sich in diesem Punkt - zumindest aus heutiger Sicht - getäuscht hat.

  • Die Tage des Golds sind gezählt. Zumindest was die mediale Aufmerksamkeit des gelben Metalls anbetrifft, mag das durchaus zutreffen. Selten zuvor war die Nachrichtenlage rund ums Gold dünner.

    Auf den geldpolitischen Kurswechsel der US-Notenbank dürfte schon bald eine erste Leitzinserhöhung folgen. Die Meinungen, wann es soweit sein wird, gehen zwar weit auseinander. In einem Punkt sind sich die Experten hingegen einig: Die Bilanzsumme der mächtigsten Zentralbank der Welt dürfte weiter schrumpfen.

    Dass die Kollegen bei der Europäischen Zentralbank und bei der Bank of Japan ihre Geldschleusen weit geöffnet haben, ist zumindest gefühlt nur von untergeordneter Rolle für die Edelmetallmärkte. Denn obschon das Gold mittlerweile wieder über dem Jahrestiefst notiert, hat es seinen früheren Glanz noch nicht wieder zurückgewonnen.

    Eine der wenigen Banken, die das Edelmetall am Beginn einer neuen Hausse wähnt, ist Merrill Lynch. Mit dieser Prognose stehen die für die amerikanische Grossbank tätigen Rohstoffexperten allerdings ziemlich alleine da.

    In einem von negativen Nominalzinsen geprägten Marktumfeld erweise sich nur die Angst vor einer baldigen Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank als Spielverderber, schreiben sie. Doch für die Experten steht fest, dass die Zinsen in Übersee langsamer als allgemein angenommen steigen werden.

    Merrill Lynch sieht den Goldpreis deshalb bis Ende 2017 auf 1500 Dollar klettern. Das entspräche vom heutigen Stand aus einem Anstieg von ziemlich genau 25 Prozent. Darf man den Experten Glauben schenken, dann wird dieses Ziel vermutlich schon sehr viel früher erreicht, dem unter den führenden Zentralbanken entbrannten Abwertungswettlauf sei Dank.

    Regelmässige Leserinnen und Leser meiner Kolumne wissen, dass ich nicht sonderlich heiss auf Gold bin. In einem Punkt muss ich Merrill Lynch dennoch recht geben: Die Zins- und Geldpolitik der grossen Zentralbanken läuft immer mehr aus dem Ruder. Sollte der "Mann auf der Strasse" deswegen eines Tages den Glauben an die Werthaltigkeit des Geldes verlieren, haben wir den Schlamassel...


    CASH INSIDER