• Gold

    diamant01 wrote:

    Quote
    http://www.fundresearch.de/Nac…ugals-um-zwei-Stufen.html


    Rating: Moody's senkt Kreditwürdigkeit Portugals um zwei Stufen




    Im Schatten der Japankatastrophe


    Es wäre wohl sinnvoller, man würde diese Experten downgraden.....


    Wenn ein Land grosse Anstrengungen unternimmt, die Schuldenkrise zu meistern indem seine Bürger bereit sind einen rigorosen Sparkurs zu akzeptieren (im Gegensatz z.B. zu den Griechen...), so sollte das zu einem Upgrading führen und nicht zu einem Downgrading. Aber so können diese amerikanischen Gurus eben nicht denken. Oder sie wollen es nicht, da ja ganz andere Interessen dahinter stehen.


    Kann man eigentlich gegen diese Agenturen (eigentlich die richtige Bezeichnung für Agenten-Tätigkeit) nicht ausschalten :evil:

  • Was für Zahlen

    Die japanische Notenbank setzt ihre Unterstützung des heimischen Bankensystems auch am Mittwoch mit einer massiven Finanzspritze fort. Die Notenbank pumpte laut der Nachrichtenagentur Kyodo 5 Billionen Yen in die Märkte (56.5 Milliarden Franken) und kündigte weitere Hilfen über 8,8 Billionen Yen für den Donnerstag und Freitag an. Insgesamt stellte die Notenbank damit seit Ausbruch der Krise 55,6 Billionen Yen zur Verfügung (630 Milliarden Franken).


    Ich finde es immer erschreckender wie man zunehmend glaubt die Notenbanken können mit frisch gedrucktem Geld sämtliche Arten von Problemen lösen! Da läuft doch was verdammt nochmal sehr schief. Wo wäre denn der Nikkei wenn er nicht gestützt würde - bei Null oder wie? 650 Mia? damit könnte man ja die ganze schweiz ein Jahr lang zu 100% für sich arbeiten lassen! Und das soll nur für die Banken sein. Der Schaden wurde bis jetzt auf 150 mia geschätzt für was werden die anderen 500 mia benötigt - administrativer aufwand? - für das persönliche seelenheil?


    Vorschläge?

  • Gold

    Ramschpapierhaendler wrote:

    Quote


    Same procedure as last september (Salla hat auch schon mal darauf hingewiesen)? Oder Test der Trendlinie bei ca. 1'365 (wäre ja auch keine Katastrophe)?


    Im September war traditionell Hochsaison bei Gold, jetzt nicht unbedingt, ich tippe eher auf deinen zweiten Vorschlag.


    Gruss

    fritz

  • Gold

    1398 rum ist eine wichtige Marke

    Gehts nach unten sehe ich die gelbe Marke 1362rum (die alte bull/bear zone), spätestens die tiefere Trendlinie bei 1340.


    Wenn man jetzt traded muss man sich der Risiken bewusst sein. Das Ziel ist Profit zu machen, und gleichzeitig sicherzustellen Verluste zu vermeiden (yu got it *wink* ).

    " Wenn man action will kann man jetzt traden"

    Es gibt aber sichere Momente einige bucks zu holen als jetzt.

    Solange das Ausmass der Katastrophe in Japan nicht klar ist, ist alles möglich.

    onlymy2cents

  • Gold

    @MF / RPH


    ich habe zwar freude an meinem vor einem halben jahr gekauften gold, aber - wie RPH beschreibt - frisst der dollarabsturz den schönen anstieg des metalls gleich wieder auf, sodass das ganze (in CHF gerechnet) auf ein nullsummenspiel herausläuft.


    würdet ihr daher grundsätzlich empfehlen, dollar-puts zu kaufen oder würdet ihr euch das geld lieber sparen (= nach japan schicken!) und euch schlicht in geduld üben (bei einem zeithorizont von noch ca. 1.5 jahren)?


    falls ihr mit dollar-puts operiert, habt ihr irgendwelche favoriten?

  • Gold

    1. Wenn im Moment das US Klopapier schneller den Bachab geht als das Schweizer Klopapier, dann bedeutet das à priori mal gar nix.

    Ich schätze, dass die SNB bald einmal Anstrengungen unternehmen wird, auch das Schweizer Klopapier zu entwerten. Rein, um die Parität zu Euro einigermassen zu halten.

    Deshalb grundsätzlich Geduld bewahren. Es gibt keinerlei Grund, Gold abzuschwören, weil der Franken derzeit eine scheinbare Stärke zeigt. Unter dem Strich: Klopapier bleibt Klopapier.


    2. Der Dollar hat mit dem Goldpreis gar nichts zu tun. Nur, wenn Du Gold in Dollar bewertest.

    Gold bewahrt die Kaufkraft. Auch in Erdöl.

    Du kannst Dir für eine Unze Gold einen schicken Anzug inkl. Gürtel und Schuhe kaufen.

    Das konntest Du auch vor 100 Jahren.

    Und auch vor 2000 Jahren bekamst Du für eine oz Gold eine römische Toga inklusive Sandalen.


    In Zeiten Abwertenden Papiergeldes macht es also grundsätzlich Sinn, seine Kaufkraft zu erhalten.

    Es macht aber keine Sinn, eben diese Kaufkraft in der einen oder anderen Papiergeld-Einheit zu bewerten.

  • Gold

    MarcusFabian wrote:


    Du hast vollkommen recht mit Deiner Darstellung, das es nicht Sinn macht, es in einer Währung zu erklären.


    Zunehmend habe ich aber das Gefühl, dass Gold und Silber kein sicherer Hafen mehr sind, oder sein werden, wenn es Crashs gibt an der Börse. denn dann werden die Fische nach Luft, also Liquidität schnappen und alles verkaufen was es braucht um an diese zu kommen. In diesem Ausverkauf würde ebenfalls Gold und Silber schwimmen. denn diese anlageklasse hat hervorragende gewinne gespielt und können locker und ohne schlechtes gewissen mal glatt gestellt werden um zu kompensieren.


    ich habe im moment gar kein gutes gefühl. das heisst ich habe schon alles verkauft, physisch und auch alles andere.


    selbstverständlich studiere ich an einem einstieg herum, also dem niveau für einen erneuten kauf, der wird sich ja schliesslich immer wieder finden. im moment sehe ich aber den ausstieg. ich bin draussen.


    wie siehst du es?

  • Gold

    siddhi wrote:

    Quote
    ... dann werden die Fische nach Luft, also Liquidität schnappen und alles verkaufen was es braucht um an diese zu kommen.


    Stimmt. Und was genau ist Deiner Meinung nach "Liquidität" (im Sinne von echtem Krisengeld)?

  • Gold

    MarcusFabian wrote:

    Quote

    siddhi wrote:


    Stimmt. Und was genau ist Deiner Meinung nach "Liquidität" (im Sinne von echtem Krisengeld)?


    Gute Frage.


    Liquidität ist Cash, Bargeld! Dieses sucht neue Wege um wieder in eine Anlageklasse zu finden, die über die nächsten 18-24 Mt. Rendite abwirft. Mit Liquidität meine ich, die Uhren auf Null stellen, Bargeld machen und sich neu orientieren. Nicht nur in Werterhaltung, sondern in ein Renditeobjekt zu investieren.


    Ich denke da an Rohstoffe, die wirklich eine fundamentale Nachfrage haben. Die nicht all zu stark von Spekulanten getrieben sind und auf Pump gekauft werden, so wie Silber/Gold zum Beispiel.


    Ich bin ein Silber (Gold) Fan, nicht dass ich falsch verstanden werden, aber es sind die Spekulaten, die den Preis treiben, nicht die Fundamentalen Daten stützen dieses Treiben. Denn ob wir Inflation, Deflation oder was auch immer bekommen werden, das scheint mir Spekulation. Niemand weiss wo wir landen, die letzten Tage zeigen es sehr deutlich. Sicherlich hat Gold/Silber seine Berechtigung, aber ich denke, dass im Aktienmarkt Crash beide abverkauft werden.


    Ich denke, dass Schlüsseltechnologien, Wasserrenigung und Aufbereitung, Nahrungsmittel, aktuell zum Beispiel Reis gute Versicherungen sind. Aber sicherlich ist Cash eine Wunderwaffe, also der CHF. Denn ich kann es im richtien Moment wider Zielgerichtet einsetzen und muss den Abverkauf nicht aussitzen. Zudem kann in alle Werkstoffe, die es für die Bewältigung der aktuellen Kriesen auf der Welt benötigt investiert. Zulieferer, Hersteller, Produzenten, die zum Beispiel vom Wideraufbau in Japan profitieren.


    Also Unternehmungen, die den Wandel begleiten und möglich machen und echten Profit aus Ihrer Dienstleistung ziehen. Gas scheint mir zunehmen interessanter zu werden.


    Was ist Liquidität, wirklich eine gute Frage :)


    Es ist die Möglichkeit, spontan auf ein Ereignis reagieren zu können, ohne mich bei jemandem zu Verschulden, damit ich meinen Verpflichtungen nachkommen kann und zugleich die Fähigkeit behalte in Renditebjekte (Aktien, Rohstoffe, Währungen, etc.) zu investieren, die mehr sind als nur Werterhalt oder Ausgleich von Wertverlust in einer anderen Anlageklasse.


    Liquidität ist die Freiheit, mich entscheiden zu können und nicht zu müssen.


    Wenn die Aktienkurse noch mehr in die Knie gehen, dann werden einige handeln müssen und nicht dürfen oder können, sie müssen und dies bringt Zugzwang. Die werden zur Liquidität gezwungen, zu Bargeld gezwungen, weil sie sonst Ihren Verpflichtungen absagen müssen. Dies wiederum führt zu Kettenreaktionen, was die Kurse in den Keller treibt und jenen, die aus freien Stücken Liquidität, also Bargeld machen könnten die Redite vermiest. Also gehe ich früh genug in Cash um neue Anlageklassen zu finden.


    Ja, etwa so tummelt es in meinem Kopf herum :)

  • Gold

    Jungle wrote:

    Quote
    Techn. Analyse; deshalb mein Geschenk an Dich: USD/CHF im besten Fall bei 0.883. Aber wie schon mal geschrieben hier, das dauert jetzt noch.


    MarcusFabian


    0.8895 wurdens heute Nacht. Shit, hab mich um 65 Pips verrechnet :lol:


    Empfehle mich & LG


    Jungle

  • Gold

    diazepam wrote:

    Quote
    Hallo meine liebn Freunde!

    Ich habe gestern massiv physisches Gold gekauft. Goldpreis in Dollar oder Franken interessiert mich nicht mehr...


    cheers diazepam


    Da wird sich der MF sicherlich darüber sehr freuen, hast du dem Papiergeld den Rücken gekehrt? Gründe würde ich gerne wissen *wink*

    querschuesse.de

  • Gold

    siddhi wrote:

    Quote
    Also gehe ich früh genug in Cash um neue Anlageklassen zu finden.


    Genau das ist der springende Punkt. Bargeld wird temporär benutzt, um von Anlageklasse A nach B zu wechseln. Du kämst aber wahrscheinlich nicht auf die Idee, Bargeldbestände zu horten, weil Du Cash als sicherer betrachtest als Aktien oder Gold.


    Unser Problem ist, dass Papiergeld jeglicher couleur laufend an Wert verliert. Das lässt sich durch die Ausweitung der Geldmenge sehr schlüssig erklären und einfach nachvollziehen. Es gibt halt immer mehr Geld, das einer konstanten Menge an Waren nachjagt.


    Bargeld ist unbestritten das liquideste Asset, solange es als Zahlungsmittel noch akzeptiert wird. Es hat den Nachteil, dass es laufend an Wert verliert.

    Gold und Silber sind etwas weniger Liquide doch auch hier kannst Du die Münzen und Barren innert kurzer Minuten in jeder grösseren Stadt in Bargeld umwandeln. Der Vorteil ist der Werterhalt, derzeit sogar eine Wertsteigerung. Du kannst Edelmetalle also bequem lagern und bist Dir dabei sicher, dass Du Dir dafür morgen mindestens noch soviel kaufen kannst wie heute.


    Hier gilt es abzuwägen. Auch der härteste Gold-Bug hat noch Bargeldbestände in Höhe von vll. eines Monatslohnes für die laufenden Ausgaben. Aber bei allem was man im nächsten halben Jahr nicht braucht macht es Sinn, das Bargeld anzulegen. Sei es in Form von Aktien oder Edelmetallen.