• Geliebter Dottore,

    was für eine Überaschung,von Gold verstehe ich nix und werde mich hüten was zu sagen.Aber es geht mir wie dem Dällebachkäru,das Portmonnai hab ich zwar ir Matte ung verlore.Aber auf der Kirchenfeldbrücke hats Licht.



    Kurz,immer wen ein "Zockelmann im WO Forum wieder über OBDU zetert muss ich an Dich denken (Fehlanzeige ?)



    Ich bin dort vor ein paar Monaten mit Gewinn ausgestiegen,das wird mir hier keiner glauben,aber ich hatte am absoluten Tiefpunkt fett nachgekauft und dann gabs so ein prächtiges Idiotenrally. Aber als Lehrzeit,war OBDU unbezahlbar.



    Auf jedenfall freut es mich das Du lebendig bist,hier im Forum hast Du ja nicht viel verpasst.



    Bei allen Freunden des gelben Metalls möchte ich mich für die Störung entschuldigen.

  • werde mich bessern

    Hallo an alle



    Ja, werde mich bessern und wieder vermehrt meinen unnützen, überflüssigen und ohnehin nicht relevanten Senf da breittreten...:dance:


    Zur Sache:


    - Habe reichlich physisch Gold und Silberbarren gebunkert.


    - Bin - oh Wunder - nicht am Höchstpunkt eingestiegen.


    - Ärgere mich dass an den Finanzmärkten offenbar nichts mehr Gültigkeit hat.



    Gruss

    Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

  • Dr.Zock hat am 08.09.2014 - 19:25 folgendes geschrieben:

    Zu 1)
    Tendenziell eher sinkender Goldpreis. In den nächsten Monaten wird noch eine Zinsanhebung der FED eingepreist, was dem Dollar Auftrieb geben dürfte.


    Zu 2)
    Draghi holt eigentlich nur nach, was seine ZB-Kollegen schon vorgemacht haben. Vor allem die Zentralbanken FED, BoE und SNB (in dieser Reihenfolge) führen derzeit den Reigen der Geldproduzenten an.



    [Blocked Image: http://1.bp.blogspot.com/-h-79…s1600/Balance%2Bsheet.PNG]




    http://www.marctomarket.com/20…central-bank-balance.html



    Zu 3)
    Zum Zeitrahmen möchte ich mich nicht mehr äussern. Da lag ich ja schon in der Vergangenheit falsch. Grundsätzlich kann es jederzeit zu einer Währungskrise kommen und mögliche Auslöser gibt es viele.


    * Abkehr wirtschaftlich starker Länder vom Dollar als Handelswährung
    * Verkäufe von China, Indien ... von US-Treasuries
    * Steigende Zinsen mit anschliessendem Einbruch der Märkte und der Wirtschaft; QE4 und Vertrauensverlust in Zentralbanken
    * Krieg in der Ukraine mit Beteiligung der NATO


    wahrscheinlich noch weitere.


    All das kann jederzeit oder auch erst in ein paar Jahren passieren.

  • Danke !


    Dass CH an dritter Stelle mit der Gelddruckerei ist, stimmt mich auch nicht gerade fröhlich....



    Gruss

    Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

  • Elias hat am 09.09.2014 - 08:39 folgendes geschrieben:

    Quote
    Was tut man in der Zwischenzeit?

    Sich gegen alle Eventualitäten absichern!


    Was allerdings nicht bedeutet, dass man sich in seinen mit Dieselgenerator, Silbermünzen, Waffen und Konservendosen randvoll aufgefüllten Atomschutzbunker verkriecht und auf den Tag des Weltuntergangs wartet. Wobei - notabene - anzumerken ist, dass das Weltuntergangs-Szenario fast ausschliesslich von Aktien-Bullen niemals aber von sog. "Goldbugs" angeführt wird.
    Beispiel hierzu ist ein Statement von JD: "Soll ich dir erklären was bei einer Währungsreform, so wie du sie schilderst passiert, also das man nichts mehr kaufen kann und zum Bauer gehen muss um mit Gold sein Essen holen zu können.
    Wir fallen zurück in die Steinzeit und die Goldbesitzer sind die grossen Verlierer, weisst du warum.
    Weil die jenigen welche Hunger haben ihre Keulen rausholen und euch euer Essen wegnehmen.
    "


    Es ist ein Beispiel unter vielen. Ich zitiere lediglich dieses Beispiel, weil es erst vor wenigen Tagen so geschrieben wurde.
    Zwischen diesen beiden Extrema "Alles wird gut oder Weltuntergang bzw. Ausbruch von Anarchie und Chaos" gibt es in der Gedankenwelt vieler keine Grauzone mehr.


    Wobei es diese Grauzone durchaus gibt. Neben Gold erfüllen auch gute Aktien oder andere Sachwerte wie Immobilien oder Rohstoffe eine Schutzfunktion gegenüber Währungskrisen.


    Wie auch immer, zurück zu Gold:


    Eine schöne Empfehlung zum Goldanteil, den man im PF haben sollte lautet: "Schätze die Wahrscheinlichkeit eines Währungskollaps in Prozent. So viel Prozent sollte Gold an Deinem Vermögen haben."


    Sprich: Wenn Du der Meinung bist, die Wahrscheinlichkeit eines Währungskollaps liegt bei 2%, dann halte 2% Gold. Wenn Du die Wahrscheinlichkeit auf 37.5% schätzt, dann halte 37.5% usw.


    Unter dem Strich können wir hier in einem öffentlichen Forum ja nur Argumente darüber austauschen, ob, wann, wie wahrscheinlich oder unmöglich ein Währungskollaps ist. Der geneigte Leser wird dann diese Argumente entweder in seine Überlegungen einfliessen lassen oder eben halt nicht.

  • MarcusFabian hat am 09.09.2014 - 23:00 folgendes geschrieben:

    Quote

    Elias hat am 09.09.2014 - 08:39 folgendes geschrieben:

    Sich gegen alle Eventualitäten absichern!

    Gegen alles absichern?


    Das heisst einen Gurt + Hosenträger + Stecknadeln + beidseitiges Klebband, damit die Hosen nicht runter fallen.


    Das kann es nicht sein. Das Leben besteht aus Risiken, aus denen sich auch immer wieder Chancen ergeben. Egal was mir passiert, ich versuche immer einen Nutzen daraus zu ziehen. Und sei es nur die bittere Erfahrung, die man daraus gemacht hat.



    Egal.


    Was macht man, nachdem man sich gegen alles abgesichert hat?

  • Du hast recht. Natürlich kann man sich nicht gegen alles im Leben absichern (wäre ja auch langweilig).


    Aber wenn man konkrete Gefahren auf sich zukommen sieht oder Risiken erkennt, sollte man schon etwas unternehmen. Du hast ja vermutlich auch eine Feuerversicherung auf Deiner Immobilie.


    Bei Währungsturbulenzen hat sich Gold nun mal als Absicherung bewährt.

  • MarcusFabian hat am 10.09.2014 - 11:59 folgendes geschrieben:

    Quote

    Du hast recht. Natürlich kann man sich nicht gegen alles im Leben absichern (wäre ja auch langweilig).


    Aber wenn man konkrete Gefahren auf sich zukommen sieht oder Risiken erkennt, sollte man schon etwas unternehmen. Du hast ja vermutlich auch eine Feuerversicherung auf Deiner Immobilie.


    Bei Währungsturbulenzen hat sich Gold nun mal als Absicherung bewährt.

    wenn etwas passiert, nehme ich die Versicherung in Anspruch. Das ist soeben passiert. Und in einem Fall habe ich eine Police ausserterminlich gekündigt, weil sie sich als Rohrkrepierer erwiesen hat. In der Folge stehen nun sämtliche Policen dieser Firma auf dem Prüfstand.


    Ob eine Versicherung wirklich was taugt, stellt man oft erst im Schadenfall fest.


    Beim Gold sieht es für mich so aus, als ob einige nur die Prämie bezahlen (bzw. nachkaufen).

  • Du wirst vor dem Abschluss einer Versicherung Erkundigungen einziehen. Bei Deinen Eltern, Grosseltern, Nachbarn ... und auch nachlesen ob und wie die Versicherung in der Vergangenheit bezahlt hat.


    Wenn sie sich in der Vergangenheit bewährt hat, ist das zwar kein Garant dafür, dass sie das auch in der Zukunft tut aber doch ein recht starkes Argument.

  • MarcusFabian hat am 10.09.2014 - 22:16 folgendes geschrieben:

    Quote

    Wenn sie sich in der Vergangenheit bewährt hat, ist das zwar kein Garant dafür, dass sie das auch in der Zukunft tut aber doch ein recht starkes Argument.

    Und genau darum bin ich dabei, sukzessive die Versicherung zu wechseln.



    Den Regenschirm mitnehmen ist ja gut, aber man sollte ihn auch gebrauchen, wenn es regnet und nicht weitere bei Regen dazu kaufen. Man verkauft die Regenschirme bei schlechtem Wetter.

  • Gold

    Kurz und Schnurz


    Kurzfristig: rb



    Mittelfristig


    Sofern sich Gold bis Ende September auf weekend close nicht > 1310 steigert, kann man die darauf folgenden Monate bis tief ins 2015 abschminken.


    onlymy1cent

  • Elias hat am 11.09.2014 - 08:50 folgendes geschrieben:

    Quote

    Den Regenschirm mitnehmen ist ja gut, aber man sollte ihn auch gebrauchen, wenn es regnet und nicht weitere bei Regen dazu kaufen. Man verkauft die Regenschirme bei schlechtem Wetter.

    Genau so sehe ich das auch. Aber im Moment herrscht ja - siehe Aktien-Threads - Friede-Freude-Eierkuchen und eitel Freude, Gelassenheit und Zuversicht. Auf's Wetter bezogen also eitel Sonnenschein mit vielleicht ein paar weit entfernten Wölkchen.


    Und genau bei so einem Wetter kauft man die billigen Regenschirme. Lange, bevor es anfängt zu regnen geschweige denn zu stürmen.


    Wenn der Sturm dereinst kommt - und da bin ich ganz bei Dir - verkauft man die Regenschirme zu Top-Preisen gegen billige Sonnencrème.

  • MarcusFabian hat am 11.09.2014 - 21:23 folgendes geschrieben:

    Quote

    Elias hat am 11.09.2014 - 08:50 folgendes geschrieben:

    Genau so sehe ich das auch. Aber im Moment herrscht ja - siehe Aktien-Threads - Friede-Freude-Eierkuchen und eitel Freude, Gelassenheit und Zuversicht.

    Ich sehe keine eitel Freude, Gelassenheit und Zuversicht. Ich sehe bestenfalls Ignoranz.



    Was ich sehe ist der demografischen Wandel. Das kann für einzelne Branchen über einen gewissen Zeitraum gut sein. Aber je nach dem, wie es abläuft, kann das zu einer Lohn-Preisspirale führen. Und danach kommen die geburtenschwachen Jahrgänge. Ein Teil von Ihnen muss uns alte Säcke pflegen. Der Rest wird niemals unser BIP erreichen. Und das in gesättigten Märkten (was gegen eine Lohn-Preis-Spirale spricht).


    Die Firmen leiden weltweit an einer Unterauslastung und das bei sich abzeichnender nachlassender Nachfrage.


    Die Zeit stetig steigenderer Kapitalgewinne der etablierten Firmen scheint ein Ende zu haben.



    Japan ist uns in Sachen demografischem Wandel voraus. Mal schauen, was dort passiert.

  • Was den demografischen Wandel (aka. Einbruch der Nachfrage) betrifft, bin ich weitestgehend bei Dir.


    Allerdings mit zwei Abstrichen:


    1. Wir werden über technischen Fortschritt weiterhin Produktivitätssteigerungen erleben. Sprich: Weniger Menschen können dank maschineller Unterstützung pro Kopf mehr leisten. Hier haben wir also eine Gegenkraft zum Argument "weniger Arbeitnehmer".
    Wie weit sich diese beiden Kräfte aufheben, ausgleichen oder wie stark eine von beiden überwiegt, können wir noch nicht abschätzen.


    2. Teuerung muss nicht zwingend über die Güterseite erfolgen (aka. sinkendes Angebot, steigende Nachfrage). Sie kann auch über die Geldmenge erfolgen.