• Hyperinflation

    was mich mal wunder nehmen wie sich die Aktien im Falle einer Hyperinflation verhalten.

    Immerhin bleibt man ja Inhaber der Firma...hat dann die Aktien in der eigenen Währung dann einfach einen horenden Wert?

    Gold ist kitschig, Platin glänzt nicht genug, aber Silber, es strahlt und ist elegant, kühl und sportlich...

  • Gold

    Bernanke will ja gar keine Inflation sehen! Was wohl hinter dieser Aussage steckt? Oder ist die FED wirklich dieser Meinung? Kaum...

    run rabbit, run...

  • Gold

    el Toro wrote:

    Quote
    Bernanke will ja gar keine Inflation sehen! Was wohl hinter dieser Aussage steckt? Oder ist die FED wirklich dieser Meinung? Kaum...


    Das Hauptproblem liegt ja gerade darin, dass wir keine Inflation haben.

    Denninger analysierte den FED Entscheid und kommt zum Schluss: Deflation und USD rauf!

    http://market-ticker.denninger…Inserts-Gun-In-Mouth.html

    Aber nicht sofort. Zuerst würden die Banken noch etwas zulegen.

    Folgt ein bisschen der Logik von Paul C. Martin


    Wie ich es verstehe, kauft die FED (Korrekterweise das FOMC) auf dem Markt, druckt also nicht Geld in dem Sinne, wie wir uns das vorstellen (Staatspapiergeld).

    http://www.federalreserve.gov/…ss/monetary/20090318a.htm

  • Gold

    Quote:


    Noch stimmt das absolut: wir sind in einer deflationären Phase.

    Die Frage lautet aber, frei nach Cicero: quousque, Catilina...?, sprich wie lange dauert es, bis die Deflation in die Inflation umschlägt.


    Solange viele Assets noch an Wert verlieren (Aktien, Immobilien, Rohstoffe) ist die Inflation noch kein Thema, und die ganze Geldflutung und das Drucken grüner Scheinchen wird noch absorbiert. Das wird aber nicht immer so weitergehen und irgendwann kommt er dann, der Inflationshammer.

    Und dann (besser noch etwas vorher...) heisst es raus aus Cash.

  • Gold

    el Toro wrote:

    Quote
    Bernanke will ja gar keine Inflation sehen!


    Doch, will er. Weil es nicht viele andere Möglichkeiten gibt, wie Amerika aus den Schulden kommt:


    a) Inflation entwertet Schulden

    b) Deflation: sparen, sparen, sparen

    c) Staat übernimmt Schulden: a) oder b) kommt ein paar Jahre später.


    Im Moment haben wir eine Kombination b-c. Was Bernanke will ist a-c bzw. am liebsten nur a und keiner merkt's.

  • Gold

    Langfristig sehe ich nur Szenario a.


    Es ist nicht realistisch, dass die USA den gigantischen Schuldenberg mit Sparen abtragen.

    Alleine die Staatsverschuldung liegt ja bei $11 Billionen. Und jedes Jahr kommt noch ein erkleckliches Sümmchen obendrauf. Die zugegeben sehr optimistischen Prognosen von Obama gehen in ein paar Jahren immer noch von gut 500 Mrd Defizit aus.

    Und dan reden wir ja von einem "triple-deficit".

    Zur Staatsverschuldung kommt noch das Leistungsbilanzdefizit und die Verschuldung der Bürger.

    Ein wahrer Schuldenpfuhl, der sich meines Erachtens nur mit Inflationierung der Währung lösen lässt.

    Und das wird leider nicht geordnet von sich gehen, sondern löst dann eine Panik aus.

  • Gold

    Bullish wrote:

    Quote
    Folgt ein bisschen der Logik von Paul C. Martin


    Nicht wirklich:


    Paul C. Martin, aka: dottore wrote:

    Quote
    8. Würde Staatspapiergeld Gesetz, also die Notenpresse für Staatszwecke angeworfen, gingen alle roten Lampen an (das Nichtstaatspublikum hätte ohnehin keinen Zugang zur Notenpresse). Dem Publikum würden die Folgen dieser neuen Lage in breiter Form mitgeteilt und bewusst. Klartext: Sein Geld würde in kurzer Frist wertlos werden.

    9. Das Publikum würde daraufhin dieser Enteignung durch Geldwertvernicjtung nicht tatenlos zuschauen, sondern rasch reagieren und zwar, indem es sein, der Vernichtung zugeführtes Geld abhebt


    10. Dieses würde ein Run auf alle Guthaben usw. bedeuten, die es bei Banken oder in Cash hält. Die Banken würden insolvent, der Cash letztlich zurückgewiesen (Repudiation). Es käme so zum Zusammenbruch der Währungssysteme und zu allen möglichen Währungsersatzlösungen. Das kann von einer Tauschwirtschaft (Ware gegen Ware bzw. Leistung gegen Ware bzw. umgekehrt) bis hin zu Zahlungssystemen führen, die auf "Realgütern", z.B. EM führen.



    http://www.dasgelbeforum.de.or…entry.php?id=82525#p82825


    dottore sieht das schon richtig. Er glaubt nur nicht daran (bzw. per 14.2.09, dem Datum obenstehenden Zitates), dass Ben wirklich Staatsschulden monetarisieren würde.



    Bullish wrote:

    Quote


    Wie ich es verstehe, kauft die FED (Korrekterweise das FOMC) auf dem Markt, druckt also nicht Geld in dem Sinne, wie wir uns das vorstellen (Staatspapiergeld).

    http://www.federalreserve.gov/…ss/monetary/20090318a.htm


    Und von welchem Geld soll die FED 1'150 Milliarden Dollar locker machen? Bzw. jene 300 Mrd, mit denen jetzt Treasuries gekauft werden?


    Oder anders gefragt: Woher kommt die 1+ Billion um die sich die FED-Bilanz im letzten Jahr erhöht hat?

  • Gold

    Rochefort wrote:

    Quote


    Ein wahrer Schuldenpfuhl, ...


    In Grössenordnung von etwa $60 Billionen oder 500% GDP wenn man alle US-Schulden addiert.


    Nehmen wir einen Zinssatz von bescheidenen 3%, sind das $1800 Mrd. pro Jahr rein an Zinsen. Das entspricht etwa 16% des GDP.


    Ziemlich unrealistisch, dass die Amis das je abtragen können.

  • Gold

    MarcusFabian wrote:

    Quote
    [Nehmen wir einen Zinssatz von bescheidenen 3%, sind das $1800 Mrd. pro Jahr rein an Zinsen. Das entspricht etwa 16% des GDP.

    Ziemlich unrealistisch, dass die Amis das je abtragen können.


    Klar! Nur warum immer auf die Amis "schielen".. :?:




    Ein schlichter Blick auf die GDP/Verschuldungs-Ratio,relativiert doch schon vieles bzw. sollte doch den Blick auf ganz andere (Schulden)Länder lenken... :oops:


    weico

  • Gold

    MarcusFabian wrote:


    Ich mache mir da so meine Gedanken zur Währungsreform. Also wenn dann die meisten wichtigen Währungen abgewertet wurden, muss doch eine neue Währung kommen und diese wird dann vielleicht den Euro/Yen/Dollar/£ ersetzen in einer Währung, weiss jemand wie das ablaufen könnte?


    Also wird von Anfang an die neue Währung höher gesetzt als die anderen Währungen, so dass man schon von Anfang an einen weiteren Währungsverlust erleidet?

  • Gold

    weico wrote:

    Quote


    Klar! Nur warum immer auf die Amis "schielen".. :?:


    Die Frage von Rochefort bezog sich explizit auf die USA.

    Irgendwie hätte ich ein schlechtes Gefühl dabei gehabt, statt dessen die Schuldensituation der Ukraine oder Simbabwes darzulegen. :lol:


    Ganz abgesehen davon, dass die USA Ground Zero der Finanzkrise sind.

  • Gold

    Daytrader wrote:

    Quote


    wenn dann die meisten wichtigen Währungen abgewertet wurden, muss doch eine neue Währung kommen und diese wird dann vielleicht den Euro/Yen/Dollar/£ ersetzen in einer Währung, weiss jemand wie das ablaufen könnte?


    Eine soche globale Währung gibt es bereits. Sogenannte Sonderziehungsrechte (SZR). http://de.wikipedia.org/wiki/Sonderziehungsrecht

    Die Währung ist einfach ein Korb aus Dollar, Euro, Yen und Pfund wird aber nur von Staaten und dem Weltpostverein verwendet für intl. Zahlungsausgleich. Ähnlich wie früher der Goldfranken oder der ECU.


    Somit ergibt sich mal zum Zeitpunkt x ein exakter Wechselkurs jeder Währung zum SZR.


    Würde nun der SZR als neue Währung eingeführt, würde - um den Tag x - folgendes passieren:


    Tag x minus 3 Monate: Zentralbanken weltweit beginnen damit, Banknoten und Münzen der neuen Währung zu drucken.


    Tag *secret* Die Regierungen würden bekannt geben, in welchem Verhältnis alte Guthaben und Schulden in SZR übernommen werden. Z.B.

    * Mieten und Löhne 1:1

    * Bankguthaben, Bargeld bis Fr. 1000 1:1 alles was darüber ist 1:10

    * Pensionskassen 1:5


    Beispiel (Nehmen wir dabei an, dass ein Franken = 1 SZR ist)

    Wer zum Zeitpunkt der Umstellung Fr. 5000/Mt. verdient, verdeint neu SZR 5000.

    Die Miete kostet neu statt Fr. 1850 SZR 1850.

    Wer Fr. 35'000 auf dem Konto hat bekommt SZR 1'000 für die ersten Fr. 1'000 sowie SZR 3'400 für die restlichen Fr. 34'000. Aus Fr. 35'000 werden also SZR 4'400


    Wer zum Zeitpunkt der Umstallung einen Kilobarren Gold im Wert von Fr. 35'000 sein Eigen nennt, kann das nach der Umstellung für SZR 35'000 verkaufen. Er verliert also nichts.


    Das Beispiel ist nicht aus der Luft gegriffen. Genau so lief es nämlich in Deutschland 1945 ab. Siehe


    http://de.wikipedia.org/wiki/W…orm_1948_(Westdeutschland)

  • Gold

    Und weshalb sollte z.B. dem Gold dann nicht ebenfalls ein "künstlicher" Wert von 1/10 zugteilt werden = Tag x - 3 Monate = 1 Kg Gold = 1/10 Tageskurs, genauso wie dem Barvermögen über 1000 CHF ??


    Wär doch genauso möglich, wie die anderen "befohlenen" Verhältnisse.

    :oops:


    Nur wegen der abgemagerten Goldbestände in den wenigen Ländern, welche überhaupt noch solche haben??

  • Gold

    CrashGuru wrote:

    Quote
    Und weshalb sollte z.B. dem Gold dann nicht ebenfalls ein "künstlicher" Wert von 1/10 zugteilt werden ?


    Genau das geht eben nicht, weil Gold nicht in einer Papierwährung bewertet wird sondern umgekehrt, die Papierwährung ihrem Wert durch ihre Kaufkraft in Gold definiert!


    Du kannst auch nicht ein Preisschild von Staats wegen auf ein Barrel Öl oder ein Kilo Weizen aufkleben. Das sind Marktpreise, die sich durch Angebot und Nachfrage ergeben.


    Wenn der Staat mit Zwangspreisen den Preis für Öl, Weizen oder Gold zu niedrig ansetzen würde, dann gäbe es ganz einfach keine Verkäufer mehr und statt dessen würde ein Schwarzmarkt entstehen. So einfach ist das ;)

  • glücklicherweise ist das meiste Gold,

    unter der Zürcher Bahnhofstrasse an einem Haufen.So lässt sich eine Goldsteuer sehr einfach verwirklichen.So 10 % pro Jahr und Staat und Wirtschaft läuft wieder.

  • Gold

    10% Steuern wäre schön, ich zahle weit mehr ;)


    Aber Du kannst nur Geld besteuern, weil ja die Steuer aus Einkommen / Gewinn erwirtschaftet werden muss.

    Also müsste man zuerst Gold wieder zu Geld machen. Also den Goldstandard einführen. Dann wäre Gold wieder Staatsgeld und somit steuerfähig.

  • Gold ist auch für mich,

    zumindest ein Sachwert.

    Sachwerte kann man sehr wohl besteuern.Wenn es eine Hundesteuer gibt, warum keine Goldsteuer.


    Hauptproblem jeglicher Steuer ist doch folgender Tatbestand.Mein Sohn sass in der Schule neben einem Nachkommen, des Ehrenpräsidenten eines der Schweizer Börsenschwergewichte.Sprach in mein Sohn mal auf seinen Clan an, sagte der: Weisch ds Gäud isch aus i Stiftige.

    Oder es bitzeli MarcusFabianspezifisch.Die staatlichen Berner Kraftwerke legen ihre Vorsorgegelder in einem Bauernhof an. Der Pächter war natürlich ein SVP-Grossrat.Wäre der Bauer Besitzer des Hofs gewesen,hätte erauf jeden Fall weniger verdient.Aber zum Steuernzahlen hat man im Kanton Bern ja den MF

  • Gold

    Ich weiss jetzt aber immer noch nicht, worauf Du mit der Goldsteuer hinaus willst:


    Beispiel: Ich habe 1 kg Gold also zahle ich im ersten Jahr 100gr als Steuer.

    Habe noch 900gr und zahle im 2. jahr 90gr Steuer

    erc.... bis das Gold weg ist?


    Was versprichst Du Dir davon?

  • Gold

    @MF

    Wann macht eine Währungsreform Sinn?

    Sicher in einer Hyperinlation. Wir haben meiner Meinung nach aber ein Defla-Szenario.

    Die momentane Flucht in Gold, Sachwerte, Aktien, beruht die vielleicht mehr auf Angst vor den SZR (2.April Treffen) als auf einem Infla-Szenario? Denn die Halter von Cash würden gegrillt und dies wäre eine Frechheit. Auf der anderen Seite müssen die Machthaber agieren, solange sie noch die Hebel in der Hand haben.



    MarcusFabian wrote:


    Das ist noch nicht "Staatspapiergeld", so wie ich dottore verstehe.

    Diese Papiere werden noch auf dem Markt gekauft. (Deshalb auch FOMC: http://en.wikipedia.org/wiki/Federal_Open_Market_Committee )

    Staatspapiergeld würde vom Treasury durch die FED direkt erzeugt. Das ist noch nicht der Fall.

    Deshalb dürfen die Banken auch nicht verstaatlicht werden; wer würde sonst Anleihen kaufen?