• Goldbestand von Anlegern bei Deutscher Börse weiter gewachsen


    Die Goldbestände von Anlegern bei der Deutschen Börse haben in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf Rekordniveau weiter zugelegt.


    05.07.2022 11:21


    Zum 30. Juni waren 242 Tonnen des Edelmetalls eingelagert, wie die Deutsche Börse am Dienstag mitteilte. Zum Jahreswechsel waren es noch 237,6 Tonnen. Neues Gold legt der Frankfurter Marktbetreiber immer dann in seinen Tresor, wenn Anleger die Xetra-Gold-Anleihe erwerben. Für jeden Anteilschein wird ein Gramm des Edelmetalls hinterlegt. Ein solches börsengehandeltes Wertpapier auf Gold-Basis bietet auch die Börse Stuttgart an ("Euwax Gold").


    Unter anderem als Schutz vor Inflation greifen Anlegerinnen und Anleger zu Gold. Das Edelmetall verliert seinen Wert auch in Krisenzeiten nie ganz. "Die Unsicherheit an den Märkten wird erstmal bestehen bleiben, deshalb rechnen wir weiterhin mit wachsendem Interesse an Gold", prognostizierte Steffen Orben, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities GmbH, der Emittentin von Xetra-Gold. Der für Anleger von der Deutschen Börse verwahrte Goldschatz hatte Ende Juni 2022 einen Gesamtwert von 13,5 Milliarden Euro.


    (AWP)

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  • Ratlos

    Kann mir jemand erklären, warum der Goldpreis trotz einer neuerlich rekordhohen Inflation in den USA (siehe unten) sinkt?


    Danke...


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    Die Inflation in den USA zieht weiter an und klettert auf den höchsten Stand seit November 1981. Die Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen stieg im Juni auf 9,1 von 8,6 Prozent im Mai, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit 8,8 Prozent gerechnet.


    Materialengpässe und erhöhte Energiekosten auch infolge des Ukraine-Krieges sorgen für kräftigen Preisdruck in den USA - aber auch in Deutschland und im Euro-Raum.


    Angesichts des starken Jobmarkts und der zugleich hohen Inflation hat die US-Notenbank Fed die Leitzinsen zuletzt so kräftig angehoben wie seit 1994 nicht mehr. Sie beschloss eine Erhöhung um 0,75 Prozentpunkte auf die Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent. Für die Sitzung Ende Juli fassen die Währungshüter eine weitere Anhebung um 0,5 oder 0,75 Prozentpunkte ins Auge.

  • Ich denke...

    Ich denke da die Zinsen in den USA schneller und stärker erhöht werden, wird Dollar gegenüber EUR und auch CHF erstarken. Und da Gold global gesehen in USD gerechnet / gehandelt wird, nimmt der Goldpreis für uns in der Schweiz ab.


    Nichts desto Trotz hätte ich auch nicht mit einer so strarken und schnellen Korrektur nach unten gerechnet, aber mein Bauch (wirklich ohne grosse Finanzexpertise) hat mir bei 59k CHF pro Kilo gesagt --> VERKAUFE und da ich fast immer auf meinen Bauch höre, habe ich meine physischen Barren zur Bank gebracht. Aktuell war dies goldrichtig, aber ich bin überzeugt, dass der Goldpreis in CHF wieder anziehen wird, da ich persönlich in nächster Zeit (da meine ich mehr als 1 Jahr) keinen grossen Inflationsrückgang sehe. Dies sollte irgendwann doch für Gold sprechen...


    Überlege mir schon seid einer Weile wann und wo ich wieder Gold bestelle, aber denke es ist noch ein paar Monate zu früh ;)


    Es grüsst Dich Colundro

  • Wegen Dollarstärke: Droht dem Goldpreis nun ein Sturz auf 1500 Dollar?


    Gold galt stets als «sicherer Hafen» für schwierige Zeiten. Aufgrund der Dollarstärke und steigender Realzinsen ist der Kurs des Edelmetalls nun aber kräftig unter Druck. Szenarien, wie es nun weitergehen könnte.


    14.07.2022 20:48


    Von Olivier Nüesch und Manuel Boeck


    Goldbullen tun sich im Moment trotz allgegenwärtiger Krisen schwer. Am Donnerstag fiel der Preis für das Edelmetall unter die Marke von 1700 US-Dollar. Im Tief kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) 1697 Dollar und damit so wenig wie zuletzt vor knapp einem Jahr. Gegenüber dem Jahreshöchststand Anfang März bei 2070 Dollar hat das seit Menschengedenken beliebte Edelmetall 18 Prozent verloren.


    Zu Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar hatte der Goldpreis noch ein enormes Wachstum zu verzeichnen. Der Krieg hat die Erwartungen an die US-Notenbank Fed kurzfristig gedämpft, die Zinssätze schnell und aggressiv anzuheben, um der hohen Inflation seit 40 Jahren entgegenzuwirken. In der zweiten Märzwoche erreichte die Kursentwicklung des Edelmetalls seinen Höhepunkt. Danach nahm der Preis wieder so weit ab, dass er bis Ende Juni das Niveau vom Januar erreichte und im Juli noch einmal deutlich an Höhe verlor.


    [Blocked Image: https://www.cash.ch/sites/defa…_goldentwicklung_njul.png]


    Die Entwicklung des Goldkurses seit Anfang2022. Grafik: cash.ch


    Starker Dollar und steigende Realzinsen


    "Bis Anfang Juli machte Gold seinem Ruf als sicherer Hafen alle Ehre", sagt Carsten Menke, Edelmetallexperte bei Julius Bär, gegenüber cash.ch. Der Goldpreis habe sich in einem Spannungsfeld befunden: Während steigende Rezessionsrisiken und hohe Inflationsraten den Goldpreis gestützt hätten, seien die Straffung der Geldpolitik, der erstarkte Dollar und steigende Anleiherenditen ein Negativfaktor gewesen.


    Der Dollar konnte seine momentane Stärke vor allem durch die restriktive Zinspolitik der Fed erreichen. Durch die Zinserhöhungen wurden die amerikanischen Märkte für Investoren interessant. In der Folge floss mehr Kapital in den Dollar-Raum, was zur Stärke der US-Währung mit beitrug. Doch auch die Unsicherheit durch den Ukraine-Krieg und die Rezessionsängste haben die Nachfrage nach der Fluchtwährung angetrieben.


    Seit Jahresbeginn hat der US-Dollar Index, der den Wert des Dollars mittels eines Währungskorbs aus sechs Währungen vergleicht, um 13,7 Prozent an Wert gewonnen. Die Leitwährung ist so stark wie zuletzt im Jahr 2002. Dabei stehen der Dollar und der Goldpreis in einer umkehrenden Beziehung zueinander: Steigt der Dollar, so fällt der Goldpreis, da man mit jedem Dollar nun eine grössere Menge an Gold kaufen kann als zuvor.


    Gold fällt auch, wenn Erträge aus Staatsanleihen anfangen zu steigen. Dies gilt speziell für die der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit, die diesbezüglich weitgehend als Massstab gelten. Im Gegensatz zu vielen anderen Investitionen, erhalten Anlegerinnen und Anleger für Gold keine Zinsen. Mehr noch, es fallen Lagerungskosten an. Wenn Zinssätze anfangen zu steigen, schneidet Gold oft schlecht ab, da sich Investoren anderen Anlageklassen wie Anleihen zuwenden, aus denen sie fortlaufende Erträge erwirtschaften können.


    Die Rendite der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit ist dieses Jahr wegen der vollzogenen und eingepreisten Leitzinserhöhungen der Fed von 1,63 auf knapp 3 Prozent angestiegen. Zwar ist die negative Beziehung zwischen Gold und der Rendite der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit zwar gegeben. Doch sollte man vielmehr die Realzinsentwicklung beachten. Bei dieser wird auch die goldpreistreibende Inflation berücksichtigt. Seit März dieses Jahres sind die Realzinsen stark gestiegen, überschritten Anfang Mai die 0-Prozent-Grenze und erlebten im Juni ihren bisherigen Jahreshöhepunkt.


    Im Juli sackt Anlegernachfrage ab


    Warum konnte sich der Goldpreis trotz steigendem Dollar und positiver Realzinsen so lange halten? "Bis Anfang Juli war die Anlegernachfrage stark genug, so dass kein Rücksetzer erfolgte", sagt Menke. Seither sei diese aber deutlich eingebrochen. Physisch-hinterlegte Goldprodukte verzeichneten Verkäufe von mehr als 40 Tonnen, was den Goldpreis unter die technisch wichtige Marke von 1800 Dollar befördert hat und weiteren Verkaufsdruck nach sich zog." Ein Grund für diesen Schwund der Anlegernachfrage bestünde darin, dass die Inflationserwartungen deutlich zurückgekommen sind und die realen US-Anleiherenditen angezogen hätten.


    Zudem dominiere am Goldmarkt die angelsächsische Perspektive mit einem starken Fokus auf den Dollar und die Zinsen. "Die Zinsdifferenz zwischen Europa und den USA wird grösser. Deshalb wird der US-Dollar gegenüber dem Euro attraktiver, was zur Parität geführt hat und zu Goldverkäufen von US-Anlegern führte."


    Für Menke ist dieser starke Rücksetzer zwar erklärbar, aber trotzdem unplausibel, da die wirtschaftlichen Risiken zugenommen hätten, was den Realzins im Falle einer Rezession schlussendlich unter Druck setzen sollte. Denn ein wirtschaftlicher Einbruch dürfte dazu führen, dass Anleger noch stärker auf Anleihen setzen. Wenn Anleihen dann wieder vermehrt gesucht werden, steigt deren Kurs. Per definitionem sinken damit die Anleiherenditen.


    Absturz auf 1500 Dollar oder Anstieg um 20 Prozent?


    Doch was ist vom Goldpreis künftig zu erwarten? Menke geht davon aus, dass sich der Goldpreis bis Ende Jahr seitwärts entwickeln werde, da die Dollarstärke weiter anhalte. Grosse Rücksetzer sollten nicht erfolgen, da am Terminmarkt schon viel Negatives eingepreist sei.


    Doch die Ausgangslage für Gold-Investoren ist aktuell mit sehr viel Unsicherheit behaftet: "Im Negativszenario nimmt die Dollarstärke weiter zu, was den Goldpreis wegen weiterer Verkäufe auf ein Niveau bei 1500 Dollar befördern könnte. Dies wäre jedoch ein klares Kaufniveau", ergänzt der Fachmann. Dieses Szenario würde eintreten, wenn Europa in eine Rezession abrutscht, während dies in den USA nicht eintrifft. Mit einem russischen Gasstop für Europa würde die Wahrscheinlichkeit für diesen Ausgang sicherlich deutlich ansteigen.


    Doch Menke hat auch ein optimistisches Szenario, in dem der Goldpreis zwischen 15 und 20 Prozent steigen könnte. "Falls die USA in eine Rezession schlittern und die US-Notenbank Fed eine Kehrtwende vollzieht, wäre dies sehr bullish für Gold." Viele Ökonomen sind mittlerweile der Ansicht, dass die Chance einer Rezession in den Vereinigten Staaten sehr hoch sei. Gold könnte in diesem Szenario also schon bald wieder als "sicherer Hafen" fungieren.

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  • Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit fast einem Jahr


    Gold steht an den Finanzmärkten weiter unter Druck. Am Donnerstagvormittag fiel der Preis für das Edelmetall auf den tiefsten Stand seit elf Monaten.


    21.07.2022 09:57


    Im Tief wurden für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) in London 1'685 US-Dollar gezahlt. Das ist der niedrigste Preis seit August 2021. Auch der Silberpreis gab weiter nach, lag aber noch über seinem in der vergangenen Woche markierten Zweijahrestief von 18,15 Dollar je Feinunze.


    In den vergangenen Monaten wurden Edelmetalle durch mehrere Faktoren belastet. Dazu gehören zum einen der deutlich aufwertende Dollar, der die in der US-Währung gehandelten Edelmetalle für viele Investoren wechselkursbedingt verteuert und auf der Nachfrage lastet. Zum anderen führen weltweit steigende Kapitalmarktzinsen dazu, dass Anleger Gold und Silber weniger gewogen sind. Denn die Edelmetalle werfen im Gegensatz zu festverzinslichen Wertpapieren keine regelmässigen Erträge ab.


    Experte Craig Erlam vom Handelshaus Oanda weist jedoch darauf hin, dass der Goldpreis zuletzt auch dann gefallen ist, wenn weder der US-Dollar noch die Marktzinsen angestiegen sind. Das sei kein gutes Zeichen für die Edelmetalle, die aktuell offenbar sehr anfällig für Rückschläge seien. Gold sei derzeit schlicht nicht populär. Normalerweise gilt das Edelmetall als Krisenschutz und Absicherung gegen eine hohe Inflation, wie sie gegenwärtig vielerorts vorherrscht.


    (AWP)

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  • Neues Paket tritt in Kraft:

    Neues Paket tritt in Kraft: EU verbietet Gold-Importe aus Russland


    Künftig darf kein Gold und kein Goldschmuck mehr aus Russland in die EU eingeführt werden. Dies gilt auch, wenn es vorher in ein Drittland verkauft wurde, wie aus dem siebten Sanktionspaket gegen Russland hervorgeht.


    22.07.2022 06:19


    Nach Angaben der EU-Kommission gibt es beim Gold-Embargo Ausnahmen für persönlichen Goldschmuck auf Privatreisen. Es ist das siebte Paket, auf das sich die 27 EU-Länder geeinigt haben, um auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zu reagieren. "Das sendet ein starkes Signal an Moskau: Wir werden den Druck so lange wie nötig aufrechterhalten", teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mit.


    Die Auswirkungen eines Gold-Embargos sind für Deutschland wohl überschaubar: Nach Angaben des Zentralverbands der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere bezieht Deutschland sein Gold nicht direkt aus Russland, sondern von sogenannten Scheideanstalten, die das Gold recyceln.


    Der Präsident des Verbandes, Michael Seuber, sieht auch Wege ein Importverbot zu umgehen, da eine Herkunftsbestimmung nicht möglich sei. "Also könnte es sein, dass natürlich russisches Gold über andere Handelswege trotzdem nach Europa kommt", sagte er. Der Europäischen Kommission zufolge sind vor allem das Vereinigte Königreich und die Schweiz die Hauptimporteure von Gold in Europa.


    Das Sanktionspaket enthält auch Strafmassnahmen gegen Rocker der russisch-nationalistischen Motorradrockergruppe "Nachtwölfe", die nun nicht mehr in die EU einreisen dürfen. Zudem werden ihre Vermögenswerte in der Europäischen Union eingefroren. Unter anderem treffen die Massnahmen Club-Präsident, Alexander Saldostanow. Er habe enge Verbindungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin und unterstütze die russische Staatspropaganda, heisst es im Beschluss.


    Auch der Schauspieler Wladimir Maschkow ("Mission: Impossible - Phantom Protokoll") wurde auf die Sanktionsliste der EU gesetzt. Von Sanktionen Betroffene müssen nach Angaben der EU-Kommission künftig auch angeben, welche Vermögenswerte sie in der EU haben. Versäumen sie dies, könnte strafrechtlich gegen sie vorgegangen werden, und ihre Vermögenswerte könnten nicht nur eingefroren, sondern unter Umständen auch beschlagnahmt werden. Dies sei aber Sache nationaler Gerichte, sagte ein hochrangiger EU-Beamter.


    Zudem wurden Sanktionen gegen die grösste russische Bank zu ausgeweitet. Die Sberbank gehört künftig zu denjenigen Finanzinstituten, deren Gelder und wirtschaftliche Ressourcen eingefroren werden können. Zudem dürfen der Bank keine Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen mehr zur Verfügung gestellt werden. Dabei gibt es nur sehr wenige Ausnahmen, etwa für Transaktionen im Zusammenhang mit dem Handel von Produkten aus dem Agrar- und Lebensmittelsektor.


    (AWP)

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  • Goldpreis fällt auf einmonatigen Tiefstand


    Der Goldpreis wird weiter durch die Aussicht auf deutlich steigenden Leitzinsen belastet. Am Montag fiel der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Rohstoffbörse in London bis auf 1720 US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit etwa einem Monat. Gegenüber Freitag betrugen die Verluste rund 15 Dollar, seit Donnerstag ist der Preis um mehr als 60 Dollar gefallen.


    29.08.2022 11:47


    Hauptauslöser der Abschläge ist die Geldpolitik: Viele Notenbanken, allen voran die US-Zentralbank Federal Reserve, stemmen sich derzeit vehement gegen die stark steigenden Verbraucherpreise. Am Freitag hatte Fed-Chef Jerome Powell der Inflationsbekämpfung höchste Priorität eingeräumt. Über das Wochenende haben mehrere Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) eine deutliche Zinsanhebung für die Sitzung im September in Aussicht gestellt.


    Steigende Zinsen sind in aller Regel schlecht für den Goldpreis. Denn damit tritt ein Nachteil der zinslosen Goldanlage stärker in den Vordergrund. Demgegenüber werden festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen mit höheren Zinsen attraktiver. Ein weiteres Argument gegen Gold ist der starke US-Dollar, der das in der US-Währung gehandelte Gold wechselkursbedingt für viele Anleger weniger lukrativ erscheinen lässt./bgf/jsl/stk


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  • Goldpreis fällt unter 1700 Dollar - Silber auf tiefstem Stand seit zwei Jahren


    Der Goldpreis hat am Donnerstag die Talfahrt der vergangenen Tage fortgesetzt und ist unter die Marke von 1700 US-Dollar gefallen. Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen setzte die Preise für Edelmetalle erneut unter Druck. Am Nachmittag wurde eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) Gold an der Börse in London für 1695 Dollar gehandelt und damit etwa 16 Dollar niedriger als am Vortag. Seit etwa einer Woche steht der Goldpreis unter Verkaufsdruck und ist in dieser Zeit um mehr als 60 Dollar gesunken.


    01.09.2022 15:29


    Der Goldpreis ist am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gefallen. Zuletzt war die Notierung am 21. Juli unter die Marke von 1700 Dollar gerutscht.


    Am Markt wurde der Rückgang des Goldpreises vor allem mit dem starken US-Dollar erklärt, der das Edelmetall für Interessenten ausserhalb des Dollar-Raums wechselkursbedingt verteuert und damit die Nachfrage bremst. Die Aussicht auf weiter starke Zinserhöhungen in den USA haben dem Dollar zuletzt Auftrieb im Handel mit anderen Währungen gegeben. Ausserdem machen Investoren wegen der höheren Zinsen verstärkt einen Bogen um Edelmetalle als Wertanlage.


    Eine ähnliche Preisbewegung wie beim Gold zeigte sich am Nachmittag auch beim Preis für Silber. Hier fiel die Notierung bis auf 17,56 Dollar je Feinunze und damit auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren./jkr/jsl/jha/


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  • Goldpreis steigt erstmals seit einem Jahr über 2000 US-Dollar

    Die anhaltende Verunsicherung an den Finanzmärkten hat den Goldpreis am Montag erstmals seit längerem über die Marke von 2000 US-Dollar getrieben. Am Vormittag stieg der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) an der Londoner Rohstoffbörse bis auf 2009 Dollar. Das ist der höchste Stand seit etwa einem Jahr.


    20.03.2023 09:09


    Am Markt wurde die rege Goldnachfrage mit der zunächst negativen Reaktion der Aktienbörsen auf die Übernahme der Schweizer Grossbank Credit Suisse durch die Konkurrentin UBS begründet. Hintergrund der Rettungsaktion sind zahlreiche Probleme der Credit Suisse, die zuletzt zu erheblichen Turbulenzen im europäischen Bankensektor und an der Börse geführt hatten. Auch in der US-Bankenbranche herrscht seit einiger Zeit Unruhe.


    Gold gilt unter Anlegern als klassischer sicherer Hafen, der in unruhigen Zeiten angelaufen wird. Im vergangenen Jahr wurde die Preisentwicklung durch die stark steigenden Zinsen und den aufwertenden US-Dollar gedämpft. Seit einigen Monaten geht es mit dem Preis aber wieder bergauf. Das Rekordhoch, erreicht im Sommer 2020 bei 2075 Dollar, liegt nicht mehr allzu weit entfernt./bgf/stk

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  • Goldpreis steigt knapp unter Rekordhoch

    Der Goldpreis ist nach geldpolitischen Aussagen der US-Notenbank Fed deutlich gestiegen und hat nur knapp ein Rekordhoch verpasst. In der Nacht zum Donnerstag legte der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) an der Börse in London zeitweise bis auf 2062,99 US-Dollar zu. Das waren etwa 40 Dollar mehr als am Vortag und der höchste Preis seit März 2022, als die Folgen des Kriegs in der Ukraine einen starken Preissprung nach sich zogen. Das Rekordhoch liegt noch etwas höher bei 2075 Dollar je Feinunze und wurde im Sommer 2020 erreicht.


    04.05.2023 09:51


    Im Handelsverlauf gab der Goldpreis wieder einen Teil der Gewinne aus der vergangenen Nacht ab. Am Morgen wurden für eine Feinunze 2035 Dollar gezahlt. Auslöser für den Preisschub in der vergangenen Nacht waren Aussagen der US-Notenbank. In ihrer Erklärung zum Zinsentscheid strichen die amerikanischen Währungshüter eine wichtige Passage, wonach weitere Zinsanhebungen zu erwarten seien.


    Zwar wurden zusätzliche Erhöhungen des Leitzinses von den US-Notenbankern nicht explizit ausgeschlossen, Experten rechnen aber eher mit einer Zinspause in den USA. "Der Markt feiert das Ende des Zinserhöhungszyklus", erklärte Edelmetallhändler Alexander Zumpfe von Heraeus den Anstieg des Goldpreises. Er schränkte aber ein, dass sich die Fed eine Hintertür offen gelassen habe. "Ob es das mit höheren Leitzinsen wirklich schon war, bleibt abzuwarten", sagte Zumpfe.


    Die Aussicht auf ein Ende der steigenden Zinsen macht das Edelmetall attraktiver im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen wie Staatsanleihen. Zuvor hatte die US-Notenbank Fed den Leitzins am späten Mittwochabend zum zehnten Mal in Folge erhöht, um 0,25 Prozentpunkte. Der Leitzins liegt jetzt in einer Spanne zwischen 5,0 und 5,25 Prozent und ist auf dem höchsten Niveau seit 2007.


    Gestützt wurde der Goldpreis auch von einer Kursschwäche des US-Dollar. Der Dollar war in den vergangenen Tagen im Handel mit anderen wichtigen Währungen unter Druck geraten. Die Entwicklung macht das in Dollar gehandelte Gold auf dem Weltmarkt günstiger, was für eine stärkere Nachfrage sorgt./jkr/bgf/stk

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  • Goldpreis fällt erstmals seit März unter 1900 US-Dollar

    Der Goldpreis ist am Donnerstag mit der Aussicht auf weiter steigende Zinsen deutlich unter Druck geraten und erstmals seit rund drei Monaten unter 1900 US-Dollar gefallen. Am Nachmittag wurde eine Feinunze des Edelmetalls (etwa 31,1 Gramm) an der Börse in London für 1895 Dollar gehandelt. Das sind etwa zwölf Dollar je Feinunze weniger als am Vortag und der niedrigste Kurs seit Mitte März.


    29.06.2023 15:30


    Am Nachmittag sorgten unerwartet robuste Daten vom US-Arbeitsmarkt für neuen Preisdruck beim Gold. In der vergangenen Wochen war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gefallen. Der robuste Arbeitsmarkt setzt die US-Notenbank Fed unter Druck, die Zinsen im Kampf gegen die hohe Inflation weiter zu erhöhen. Ausserdem entwickelte sich die amerikanische Volkswirtschaft in den ersten drei Monaten besser als bisher bekannt.


    Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA bremst an den Finanzmärkten die Nachfrage nach Gold, das keine Rendite abwirft. Bereits am Mittwoch hatte US-Notenbankchef Jerome Powell auf einer Notenbankkonferenz im portugiesischen Sintra weiter Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen.


    Zuvor hatten auch Vertreter der Europäischen Zentralbank weitere Zinserhöhungen signalisiert. So hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf der Konferenz in Sintra nachdrücklich bekräftigt, dass die Aufgabe der EZB noch nicht erfüllt sei, was den Goldpreis bereits zur Wochenmitte belastet hatte./jkr/jsl/he

    (AWP)

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