Hochdorf Holding AG

  • Gestern und heute wurden total über 600'000 Aktien gehandelt. Das entspricht mehr als 30% des gesamten Aktienkapitals in zwei Tagen. Ich vermute, da kommt nächste Woche nochmals eine Beteiligungsmeldung.

    "Ich habe mich schon entschieden, verwirren Sie mich jetzt nicht mit Fakten!"

  • Wer heute im Aktienbuch eingetragen ist, kann an die GV und abstimmen. Ich vermute, diese Woche wurden die letzten Positionen bezogen. Bin gespannt, was die Aktie nächste Woche macht.


    Die nächsten Tage und v.a. die GV bleiben spannend:

    -Will Newlat Bonds umstrukturieren, oder nur sicherstellen, dass sie günstig die Tochter kaufen kann? -Mit 5% an Bonds kann man Bondversammlung verlangen, mit 2/3 kann alles restruktuiert werden.

    -Mit 10-15 Mio hat man Aktienmehrheit (und müsste Übernahmeangebot machen?). Käme man damit durch, die Tochter dann für 60 Mio zu übernehmen und die Bondholder leer ausgehen zu lassen?

    -Die Bonds kommen nicht ü30, und da stellte heute jemand mal gleich 2 Mio ins ask.

    Neid ist der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude

  • Newlat erhebt Anspruch auf sämtliche VR-Sitze - mit einer Beteiligung von knapp über 10%. Dazu ein Obli-Kurs von unter 30%. Was soll das? Bei mir entsteht der Eindruck, dass sie günstig das operative Geschäft erwerben wollen. Eine Vollübernahme der Holding-Aktien kann ich mir nicht vorstellen, obwohl das für mich als Obligationär vermutlich die beste Lösung wäre. Oder taucht ein Weisser Ritter auf?

  • Es gibt bei Hochdorf eine Stimmrechtsbeschränkung bei 15%. Falls Newlat 30% Aktien besitzen, haben sie trotzdem nur 15% Stimmrecht. Fuw hat in einem Artikel erwähnt, dass bei einer Umstrukturierung des Hybrids 100% zustimmen müssen. Ich kenne den Prospekt nicht und kann deshalb die Richtigkeit dieser Aussage nicht beurteilen.

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  • Quote from Schweizer Bauer

    Laut Mastrolia braucht Hochdorf einen «radikalen» Wechsel in der Unternehmensstrategie. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP stellte er sich insbesondere gegen die Verkaufspläne der Tochter HSN. Gleichzeitig zeigte er sich offen für verschiedene Optionen bezüglich der zukünftigen Beteiligung von Newlat an Hochdorf, was auch eine vollständige Übernahme mit einschliesst.

    Wieso ist er gegen den Verkauf der HSN?

    Gibt es einen Interessenten dafür, gegen den Newlat keine Chance hätte? FrieslandCampina?
    Und deshalb nimmt Newlat den "Umweg" über die Hochdorf Holding, weil sie hier mit Unterstützung der anderen Aktionäre rechnen.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

    Edited once, last by gertrud ().

  • Es gibt bei Hochdorf eine Stimmrechtsbeschränkung bei 15%. Falls Newlat 30% Aktien besitzen, haben sie trotzdem nur 15% Stimmrecht. Fuw hat in einem Artikel erwähnt, dass bei einer Umstrukturierung des Hybrids 100% zustimmen müssen. Ich kenne den Prospekt nicht und kann deshalb die Richtigkeit dieser Aussage nicht beurteilen.

    Seite 15 im emissionsprospekt steht, es gilt OR, siehe Anhang . Frage mich, wo FuW hier recherchiert hat

  • Wieso ist er gegen den Verkauf der HSN?

    Gibt es einen Interessenten dafür, gegen den Newlat keine Chance hätte, und sie nehmen den "Umweg" über die Holding, weil sie hier mit Unterstützung der anderen Aktionäre rechnen.

    Oder gewisse Aktionäre ( und GL?) sind gegen newlat? Durch Aktienkauf und schöne Versprechen an die bondholder, die zt wohl auch Aktien halten, erhöhen sie ihre Chancen. Dass sie gleich ganzen VR übernehmen wollen, deutet auf unüberbrückbare meinungsdifferenzen. Als bondholder muss ich mich für das glaubwürdigere Versprechen entscheiden.

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  • Es ist zu hoffen, dass eine Transaktion auch für Obligationäre und Aktionäre (in dieser Reihenfolge) vorteilhaft ist -

    Dass überhaupt Interesse an Hochdorf aufkommt, ist schon mal positiv für beide Gruppen.


    Newlat ist so ein "perfect match" dass ich mir kaum vorstellen kann, dass der Hochdorf VR mit denen nicht schon seit Monaten im Kontakt steht. Der VR kennt die möglichen Bieter und kann eigentlich nicht überrascht worden sein.

    Er behauptet schliesslich seit letztem August, dass er intensive Bemühungen unternimmt, um die Zukunft von Hochdorf zu sichern. Und hat häufige Kommunikation und Transparenz versprochen.

    In den nächsten Tagen ist der Hochdorf VR echt in der Pflicht zu beweisen, dass er seine Verantwortung gegenüber den Aktionären wahrnimmt.

    Auch welche Rechte die Aktionäre und Gläubiger haben, und welche Mehrheiten es für welche Beschlüsse braucht, sollte man nicht in der Presse suchen müssen, das soll der VR in so einer kritischen Situation zusammenfassen.

    So, dass triton maximal auf dem neuesten Stand informiert ist, wenn er am 15. Mai zur GV geht.


    Und wie lange schweigt der ZMP noch?

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    Edited once, last by gertrud ().

  • Hallo zusammen

    Mal eine Frage in den Raum: Kann mir jemand erklären, weshalb sich die Aktien von Hochdorf von ca. 1.40 auf fast 14 verzehnfacht haben, der Bond jedoch von ca. 18% auf knap 30% sich nicht mal verdoppelt hat? Dies nur weil sich ein potenzieller Übernahmekandidat mit 11% an den Aktien beteiligt hat. Wenn ihr mich fragt müsste man doch eher den Bond kaufen und nicht die Aktien, sollte es eine Lösung geben, kriegt man als Bondinhaber wieder 100% zurück. Bei der Aktie kann es jedoch nach wie vor sein, dass das Operative Geschäft verkauft wird, die ganzen Einnahmen daraus an die Obligationäre gehen und die Aktionäre leer ausgehen. Weshalb geht der Kurs des Bonds nicht weiter hoch?

  • Sehe ich genau so, habe jetzt auch die Obli gekauft. Auch wenn es nur ein Kauf des Operativen Geschäfts geben sollte (da wird von 70-100m gesprochen) sollte es für die Bondholder noch ca. 50-70% geben, falls es eine komplett Übernahme wird 100%. Finde ich ein fairer Deal mit überschaubarem Risiko.

  • … Die Obligationäre sehen noch etwas von ihrem Geld, ich schätze maximal 30 bis 50 Prozent. Das hängt von Herr Mechira (Pharmalys) und vom Verkaufserlös für den operativen Teil. Für Letzteres wird es auch eine Rolle spielen, ob die Aktien der Betriebsgesellschaft oder die Assets verkauft werden. Wie es gläubigermässig dort „unten“ aussieht wissen wir nicht.

    Zur Wiederholung auszugsweise mein Post vom 23. April.

  • Vielleicht irre ich mich, aber ich sehe kaum eine Übernahme durch Newlat. Newlat hatte die Gelegenheit, mehrere Aktien zu lächerlichen Preisen zu kaufen, investierte ein paar tausend Franken in Hochdorf und wurde einer der größten Aktionäre. Wenn ich nun einfach nur Stimmrechte haben und mitreden „möchte“, ein Know-how und eine Anlagestrategie nach Hochdorf einbringe (und auch strategische Beteiligungen Hochdorf-Newlat habe), würde ich mich nicht mehr aussetzen, weiter Im Gegenteil, ich würde einfach abwarten, ob der 15. Mai alle oder zumindest einige der vorgeschlagenen Kandidaten platziert hat. Vor allem, um zu sehen, wie viele mögliche interne Reibungen entstehen würden. Warum also Millionen für die Übernahme von HSN oder so ein hochverschuldetes Unternehmen ausgeben, wenn ich mit ein paar Tausend Franken mehr bekommen habe als mit einer Übernahme, ohne direkt für die aktuellen Schulden verantwortlich zu sein? Was denken Sie?

  • Und was soll sich Newlat dadurch erhoffen? Wahrscheinlich wollen sie ja mit ihrem Invest Geld verdienen. Wenn sie nichts tun und das

    operative Geschäft verkauft wird, ist das Geld weg, weil die Aktionäre leer ausgehen. Somit kriegen nur die Obligationäre etwas und die Aktionäre nichts. Wenn sie das operative Geschäft rauskaufen, haben sie das investierte Geld auch versenkt, da die Aktionäre auch leer ausgehen, konnten zwar Einfluss nehmen, dass sie das operative Geschäft kaufen können, aber zuerst müssen sie genügend Einfluss kriegen um sich den Deal selbst zuschieben zu können. Dementsprechend für mich immer noch nicht nachvollziehbar, weshalb der Altienkurs nach dem Eistieg so hochschiesst, die Obli jedoch immer noch „nur“ bei 30% handelt???

  • Und wenn es ja wirklich so ist, dass es keine anderen Interessenten für das operative Geschäft gibt, wozu brauche ich dann Einfluss um mir den Deal selbat zuschieben zu können??? Ich wäre ja der einzige Bieter, oder sehe ich was falsch?

  • Weshalb soll Aktionär einem Verkauf zustimmen, wenn er sich damit faktisch enteignet? —> weil er gleichzeitig der Käufer ist?

    Weshalb kann das schlecht sein für den bondholder? Wer bestimmt den Verkaufspreis und den Käufer ? —> die GL, und der Aktionär stimmt dann zu?

    Weshalb ist debt/equity swap für GL denn keine Option? Santhera hat es gemacht, Spital Wetzikon macht es.

    Weshalb zieht Newlat Übernahme in Betracht? Vielleicht haben sie auch Bonds, Interesse am Verlustvortrag der Holding?

    Ich sehe hier noch nicht durch. 30 scheint realistisch für bonds, und der Aktienkurs widerspiegelt den Wert des Stimmrechts, wo sich ein Machtkampf abzeichnet.

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