Hochdorf Holding AG

  • Wertlos werden Aktien kaum, denn ihre Zustimmung hat einen Preis. Der Markt versucht wohl das Umtauschverhältnis vorwegzunehmen- aktuell 11 mio zu 26 mio

    Neid ist der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude

  • Im 2019 hat die Handelszeitung den Amir Mechria interviewt. Dies nach dem Verkauf von 51% der Pharmalys Aktien an die Hochdorf AG. In diesem Interview hat Mechria mitgeteilt, dass er ein weiteres Angebot für den Verkauf seiner gesamten Firma von einer Holländischen Firma hatte. Diese wollte deutlich mehr bezahlen und alles in Cash (das glauben wir einfach mal). Den weiteren Verlauf von Pharmalys kennen wir. Seit Mitte 2023 hat die Pharmalys einen neuen Geschäftsführer, Robin-Jan de Nerée tot Babberich. Er ist zufällig Holländer. Auf seinem Linkdin-Profil schwebt im Hintergrund das Firmenlogo von Dutch Nutrition. Zeigt woher er kommt bzw. welche weiteren Beziehungen er in der Branche hat, was kaum ein Zufall sein dürfte.

    Von mir aus kann diese Dutch Nutrition entweder die Pharmalys übernehmen, um anschliessend das Darlehen von ca. CHF 70 Mio an Hochdorf zurückzuzahlen oder sie können gleich Pharmalys und Hochdorf gemeinsam übernehmen.

    "Ich habe mich schon entschieden, verwirren Sie mich jetzt nicht mit Fakten!"

  • Aus der Hochdorf PR von heute:

    "In diesem Informationsschreiben werden die komplexen Finanzierungsstrukturen aus der Vergangenheit, welche zur aktuellen Verschuldung geführt haben, und die mit deren Behebung verbundenen Herausforderungen erläutert.

    Bekanntermassen ist die HOCHDORF Holding AG mit weiter steigenden finanziellen Altlasten konfrontiert, die sich trotz eines wettbewerbsfähigen Geschäftsmodells kaum aus eigener Kraft abtragen lassen. Wie bereits am 5. März 2024 mitgeteilt, wurde die Ansprache möglicher Investoren ausgeweitet.

    Die bisherigen Gespräche haben klar gezeigt, dass derzeit keine realistische Aussicht besteht, Investoren oder Käufer für die gesamte Gruppe, einschliesslich der hoch verschuldeten HOCHDORF Holding AG, zu finden. Demzufolge steht nun ein Verkauf der Tochtergesellschaft HOCHDORF Swiss Nutrition AG (HSN), in welcher das operative Geschäft zusammengefasst ist, im Zentrum der Lösungssuche.


    Über die Zukunft der HOCHDORF Holding AG nach einem allfälligen Verkauf der HSN kann derzeit keine gesicherte Aussage gemacht werden. Es sind verschiedene Szenarien von einem Fortbestand bis zu einer Auflösung möglich und in Prüfung. Im Falle einer Auflösung der HOCHDORF Holding AG müssten die Aktionärinnen und Aktionäre mit einem erheblichen oder totalen Verlust ihrer Investitionen rechnen.
    Trotz aller Bemühungen und extensiver Prüfung sämtlicher Optionen ist der Verwaltungsrat überzeugt, dass unter den momentanen Umständen keine realisierbare bessere Lösung als der Verkauf der Tochtergesellschaft HSN besteht.
    Ziel ist es, dass das wertgenerierende operative Geschäft der HSN weitergeführt werden kann, zum Wohle von Mitarbeitenden, Kunden, Partnern und Lieferanten – namentlich auch der Milchproduzenten.


    Seine Lagebeurteilung bezüglich der Finanzierungsstrukturen sowie zukünftiger Perspektiven der Gesellschaft wird der Verwaltungsrat auch an der bevorstehenden ordentlichen Generalversammlung erläutern."

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Hochdorf fokussiert auf Verkauf von Tochtergesellschaft Swiss Nutrition

    [Blocked Image: https://www.yourmoney.ch/ym/st…sektoren/essen_kochen.jpg]HOCHDORF Hldg N

    22.04.2024 , 07:43:10

    Hochdordf (awp) - Der Milchverarbeiter Hochdorf ist bei der Suche nach einem Investor bisher nicht weiter gekommen. Der Fokus liege daher nun auf dem Verkauf der Tochtergesellschaft Swiss Nutrition (HSN), teilte das Unternehmen am Montag mit. Wie es mit der Holding weitergehe, sei derweil unklar.

    "Die bisherigen Gespräche haben klar gezeigt, dass derzeit keine realistische Aussicht besteht, Investoren oder Käufer für die gesamte Gruppe, einschliesslich der hoch verschuldeten Hochdorf Holding AG, zu finden", so die Mitteilung. Daher stehe nun der Verkauf der operativen Tochtergesellschaft HSN im Fokus. Die Finanzierung des operativen Betriebs sei dabei gesichert.

    Die Holding könne nach dem Verkauf sowohl aufgelöst als auch weitergeführt werden, heisst es weiter. Im Falle einer Auflösung müssten die Aktionärinnen und Aktionäre mit einem "erheblichen oder totalen Verlust" ihrer Investitionen rechnen.

    Der Verwaltungsrat wird laut der Mitteilung an der ordentlichen Generalversammlung vom 15. Mai 2024 (Beginn neu 10.00 Uhr) über die Finanzierungsstrukturen und Perspektiven der Gesellschaft berichten. Von den bisher sechs Verwaltungsräten tritt Marjan Skotnicki-Hoogland nicht mehr zur Wiederwahl an. Der Verwaltungsrat werde damit auf fünf Mitglieder reduziert.

  • Für mich die entscheidenden Fragen:

    1) Müssen Aktionäre einem Verkauf zustimmen oder ist das Sache der GL?

    2) Wenns nicht mal für die Bonds reicht: Wie überzeuge ich Aktionäre, einem Verkauf (oder Liquidation der Holding) zuzustimmen, wenn sie dann leer ausgehen? Die müssen wohl entschädigt werden (das Stimmrecht hat noch einen Wert)

    3) Wie überzeuge ich mindestens 2/3 der Bondholder, einer Restrukturierung zuzustimmen (resp. einer Entschädigung an die Aktionäre, die eigentlich hinten anstehen)?

    Neid ist der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude

  • Der Aktienkurs wird gegen Null tendieren…der Verkaufserlös wird nie und nimmer reichen, nur schon die Hybrid-Bonds vollumfänglich zurückzuzahlen. Bonds+aufgelaufene Zinsen belaufen sich aktuell auf ca. 140 Mio. + knapp 7% Zins seit Ende Jahr = ca. Fr. 143 Mio. per Mitte 2024.

    Daneben hat man von Hr. Mechira noch gut Fr. 11 Mio. zugut, und paar Zerquetschte auf dem Bankkonto.


    Der Verkauf liegt in der Verantwortung des VR, da braucht es keine weitere Zustimmung.

    Für die Liquidation muss der VR dann dem Richter mitteilen, dass sie überschuldet sind und dann wird die Liquidation vom Richter eingeleitet. Und ganz am Ende gibt‘s dann wohl eine Konkursdividende von ca. 50-100% des Nominals der Hybrid Bonds. Aber für die Aktionäre gibts wohl kaum Geld.


    Die Einzige Variante, welche da besser aussieht, ist diejenige, welche den enormen Verlustvortrag zu Geld macht. Fragt sich nur, wie sich die Steuerbehörden zu so einem Deal stellen. Theoretisch, sind die riesigen Verlustvorträge aber schon interessant.


    Aber dass das Stimmrecht eine Wert haben sollte, das ist ein lustiger Witz, resp. Unwissen oder wishfull thinking.


    Und, diese obigen Fakten sind schon seit mindestens 2 Jahren bekannt. Wieso er Aktienkurs erst jetzt so richtig crasht, dass beweist eigentlich nur, dass es immer noch viele Casino-Aktionäre gibt.


    Gruss

    DerSammler

  • Lieber Triton

    Es gibt kein Traktandum wo über den Verkauf abgestimmt wird. Es gibt einzig ein Traktandum wo über die Lage informiert wird und Red und Antwort gegeben wird.

    In der Einladung resp. Erläuterungen steht auch, dass man die Aktionäre nach Bestem Gewissen und Möglichkeiten auf dem Laufenden gehalten wird.

    Von Abstimmung kann keine Rede sein. Dafür ist der VR zuständig und darin sitzen die wichtigsten Aktionäre, welche die GV sowieso dominieren. Aber da darfst Du nicht allzu viel erwarten. Die sind für die Misere verantwortlich und sind heilfroh, wenn sie wenigstens kein neues Kapital einschiessen müssen, obwohl das vielleicht die bessere Lösung wäre. Aber eben, es müsste sehr viel Geld sein, um die Macht nicht den Hybrid-Obligationären überlassen zu müssen. Die Hybrid Anleihe killt die Aktionäre im Moment richtiggehend. Die 7% Zins kann nie und nimmer erwirtschaftet werden.


    Die Lösung die funktionieren würde ist ein Kaiptalschnitt und eine anschliessenden Kapitalerhöhung via Umwandlung der Obligationen in Aktien inkl. einem teilweisen Schuldverzicht. Das ist aber sehr kompliiert bis fast unmöglich, da 100% der Obligationäre mitmachen müssen.


    So ist es denn in der Praxis wohl die einzige Lösung, dass man HSN verkauft und die Holding liquidiert. Da wird es für die Obligationäre je nach Verkaufserlös und der Bereitschaft von Hr. Mechira seine Schulden zurückzuzahlen (ja er schuldet auch der Holding direkt noch ca. Fr. 11 Mio.) ca. 50-100% (bestenfalls) geben. Die Aktionäre werden aber mit grösster Wahrscheinlichkeit leer ausgehen. Was aber eigentlich schon seit 2-3 Jahren klar war. Diejenigen, die das nicht sahen, müssten sich vielleicht mal überlegen, ob sie nicht besser einen Buchhaltungskurs belegen und erst dann wieder in Aktien investieren. Alternativ ist der Besuch von Casinos doch viel lustiger bei ungefähr gleichem Chancen/Risiko Profil.


    CU

    DerSammler

  • Sehe das auch so. Die Aktionäre gehen leer aus. Die Obligationäre sehen noch etwas von ihrem Geld, ich schätze maximal 30 bis 50 Prozent. Das hängt von Herr Mechira (Pharmalys) und vom Verkaufserlös für den operativen Teil. Für Letzteres wird es auch eine Rolle spielen, ob die Aktien der Betriebsgesellschaft oder die Assets verkauft werden. Wie es gläubigermässig dort „unten“ aussieht wissen wir nicht.

  • Aktie würde ich höchsten kaufen, um an die kommenden gv’s zu gehen - speziell die a.o. wenn es zur Abstimmung über den Verkauf kommt

    Neid ist der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude

  • Hallo Triton

    Diesen 2. Satz habe ich tatsächlich überlesen. Dieses Vorgehen ist nicht nötig, kann aber gemacht werden und zeigt auch, dass der VR ein Schwammerl Club ist. Zuerst gross posaunen und dann die Variante wählen, dass sie fein raus sind.

    Bei den lausigen Zukäufen hat man die Aktionäre auch nie gefragt.

    Trotzdem ist das alles ein Trauerspiel. Die Grossaktionäre werden wohl zustimmen.


    Nach einem Verkauf der einzigen nennenswerten Beteiligung, wird der VR der Holding dann wohl die Bilanz wegen Ueberschuldung deponieren müssen. Immerhin, dann dürfte der Sachwalter die Uebung abschliessen. Natürlich auch unter Kostenfolge.


    Und nochwas. Früher war der Bankkredit der LUKB auf der Holdingstufe angesiedelt. Dann im Zuge des Niedergangs hat die LUKB Bedingungen gestellt und verlangt, dass daraus ein Grundpfandbesicherter Kredit wird.


    Da der VR bereits damals, vor ca. 2 Jahren nicht bereit war eine AK Erhöhung zu machen (weil sie eben damals schon wussten, dass das Schiff kaum zu retten ist), hätte man eigentlich wissen müssten, dass man keine Aktien halten/kaufen darf.


    CU

    DerSammler

  • ... hätte man eigentlich wissen müssten, dass man keine Aktien halten/kaufen darf.

    Das hat ja in den letzten 5 Jahren auch niemand mehr ernsthaft gemacht, ausser einer kleinen Phase im August 2023, als der VR sich letztmals um eine Sanierung in Eigenregie bemühte.

    Die mit zusammen 60% bestimmenden Haupt-Aktionäre sind passiv geblieben.


    Deshalb wird interessant sein, ob ZMP oder Pharmalys direkt oder indirekt vom Ausgang dieser Geschichte profitieren. Indem sie entweder beim Neustart dabei sind, Assets zu Räumungspreisen bekommen oder indem ein paar Millionen Schulden und Vertragsklauseln "vergessen" gehen.


    Und weil eh niemand mehr viel erwartet, schaut da auch keiner so richtig hin, im Schweinegürtel.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Newlat Group SA hat letzte Woche mindestens 10.9% der Hochdorf Aktien gekauft.


    Das ist interessant, dass sich eine industrielle Firma aus den selben Bereichen Milch und Baby Food über die Hochdorf Aktie einkauft.

    Wieso sollte Newlat Hochdorf Holding Aktien kaufen, wenn sie am industriellen Teil interessiert ist? Stehen sie gleichzeitig in Verhandlungen mit dem Hochdorf Management?


    Allerdings haben die 10.9% auch nur gut 300K gekostet .

    Bin gespannt ob da bald eine Meldung dazu kommt. Oder wenigstens ein paar Gerüchte.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

    Edited once, last by gertrud ().

  • Luzern (awp) - Die italienische Lebensmittelgruppe Newlat, die sich mit rund 11 Prozent an der Hochdorf-Gruppe beteiligt hat, prüft eine Restrukturierung des Schweizer Milchverarbeiters. Sie wird der Hochdorf-Führung demnächst ein Revitalisierungsprojekt vorschlagen, wie sie am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP mitteilte.

    Newlat bezeichnet die Beteiligung an Hochdorf als strategischer Schritt, der auf eine potenzielle Restrukturierung von Hochdorf abzielt. Man prüfe dabei sowohl die Möglichkeit eines Neustarts der Hochdorf-Gruppe als auch den Kauf des operativen Geschäfts, heisst es in der Stellungnahme von Newlat.

    Der italienische Konzern bezeichnet die Aktivitäten von Hochdorf als "natürlich komplementär" mit der eigenen Specialised-Nutrition-Geschäftseinheit, welche gemäss den Angaben die einzige Säuglingsmilchpulverfabrik in Italien betreibt.

    Mit der Beteiligung an Hochdorf wolle man einen wichtigen Beitrag zur Governance von Hochdorf leisten, heisst es bei Newlat weiter. Konkret erwäge man, einen Vertreter für den Verwaltungsrat vorzuschlagen. Zudem werde man dem Management von Hochdorf demnächst ein Revitalisierungsprojekt vorlegen, in dem detaillierte Pläne für eine Wiederbelebung des Unternehmens skizziert würden.

    Wie viel sich Newlat den Einstieg bei Hochdorf genau kosten liess, gab Newlat nicht preis. Der Aktienkurs, der aufgrund der prekären Lage von Hochdorf die letzten drei Jahre von über 60 Franken bis auf 1,23 Franken gesunken war, ist am Dienstag aufgrund der Beteiligung jedenfalls wieder etwas gestiegen. Mit 3,20 Franken lag er am Mittag mehr als doppelt so hoch wie am Vorabend.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht