Hochdorf Holding AG

  • HJ Bericht 2021


    Hochdorf kommt nicht aus den roten Zahlen

    Im ersten Semester des laufenden Jahres hat die Gruppe wieder einen Verlust geschrieben. Für das zweite Halbjahr erwartet die Gruppe aber bessere Resultate.
    Der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Prozent auf 140,3 Millionen Franken. Der Rückgang sei allerdings auf die im letzten Jahr getätigten Devestitionen und Liquidationen zurückzuführen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Organisch entspräche dieses Resultat einem Wachstum von 8 Prozent.
    Auf operativer Stufe erzielte das Unternehmen einen Verlust von 8,6 Millionen Franken, nachdem die kriselnde Gruppe im Vorjahr noch einen knappen Gewinn von 1,2 Millionen verbuchen konnte. Gründe dafür sind laut der Mitteilung tiefere Volumina, aber auch höhere Milchpreise, ein anderer Mix durch die Erhöhung des Anteils im Bereich Food Solution sowie ein bewusster Lageraufbau.
    Unter dem Strich lag der Verlust bei 9,0 Millionen nach knapp 4 Millionen im Vorjahr.

    Die Covid-19-Pandemie habe nach wie vor die Geschäftsentwicklung mit Neukunden und neuen Produkten erschwert, heisst es weiter. Der Schweizer Milchmarkt habe wegen Covid-19 im ersten Halbjahr unter einem weiterhin knappen Milchaufkommen aufgrund einer hohen Inlandsnachfrage gelitten, was sich in steigenden Milch- und Rohmaterialpreisen niederschlug.
    Trotz allen Hindernissen habe die Anfang Jahr eingeführte Unternehmensstruktur die Effektivität und Effizienz der Gruppe verbessert, heisst es. Damit sei Hochdorf seinem Ziel, ein agiles, innovatives und serviceorientiertes Unternehmen zu werden, "ein grosses Stück näher gerückt".

    Dennoch braucht es laut der Mitteilung weitere Massnahmen zur finanziellen Gesundung. Geschäftsleitung und Verwaltungsrat arbeiten derzeit an "verschiedenen finanzstrategischen Optionen zur Stabilisierung der Bilanz und zur Unterstützung eines nachhaltigen Unternehmenswachstum". Mit der Restzahlung von Pharmalys und der Aussetzung der Prüfung der Konsortialkredit-Covenants seien erste Schritte erreicht worden.

    Allerdings reiche die heutige operative Leistungskraft nicht aus, um die Bilanz auf eine nachhaltig gesunde Basis zu stellen, heisst es weiter. Deshalb würden weitere Optionen geprüft.

    Für das zweite Halbjahr erwartet Hochdorf stärkere Zahlen, begünstigt durch den höheren Bestelleingang und eine bessere Auslastung im Bereich der Babymilch. Laut der Mitteilung dürfte sich der EBIT im zweiten Halbjahr deutlich verbessern und für das Gesamtjahr 2021 ein "ausgeglichenes Resultat" im Buch stehen. Die Prognose zum Netto-Verkaufserlös bleibt unverändert bei 260 bis 300 Millionen Franken.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Cabrillo hat am 28.10.2021 10:53 geschrieben:

    Quote

    ... Bei der Hyprid-Anleihe von Hochdorf werden die Zinsen jährlich bezahlt, jeweils am 30.06.
    Der Ausstand besteht nun seit dem 01.07.2020, da per 30.06.2021 das erste Mal keinen Zins bezahlt wurde. Somit sind 2,5 % bis 30.06.2021 und ca. 0.83 % von 01.07.2021 bis heute ausstehend.


    ...

    Kann sein, dass das Schlimmste hinter Hochdorf liegt. Nun werden Optionen der Bilanzsanierung geprüft. Sowas ist immer interessant.
    Könnte Gelegenheiten zur Arbitrage bieten.
    Jemand bot diese Woche eine halbe Million HOC171 @ 62 an. Aber vielleicht ist das nur ein taktisches Manöver. Mal sehen.

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  • Hochdorf führt End-Verkaufsverhandlungen für Grundstück und Gebäude in Hochdorf


    Der kriselnde Milchverarbeiter Hochdorf kommt mit dem geplanten Verkauf seiner Grundstücke und Gebäude in Hochdorf einen Schritt weiter. Wie die Gesellschaft am Montag mitteilte, werde man nun End-Verkaufsverhandlungen mit den bevorzugten Käuferinnen beginnen.


    15.11.2021 07:55


    Die Gruppe hatte bereits Ende August über den weitreichenden Umbau der Gruppe mit der beabsichtigten Bündelung der Produktion auf den Standort Sulgen und den entsprechenden Verkauf von Grundstück und Gebäude in Hochdorf informiert. Das durchgeführte Bieterverfahren wurde von einem externen renommierten Immobilienspezialisten begleitet.


    Bei den nun beginnenden Schluss-Verhandlungen sei die Gemeinde Hochdorf eine der bevorzugten Käuferinnen und werde aus rechtlichen Gründen eine Volksabstimmung über den dafür notwendigen Rahmenkredit für den Erwerb durchführen.


    hr/rw


    (AWP)

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  • Hochdorf-CEO Peter Pfeilschifter geht - Ralph Siegl übernimmt


    Bei der Hochdorf Gruppe kommt es zu einem Führungswechsel. Konzernchef Peter Pfeilschifter verlässt das Unternehmen.


    21.01.2022 07:50


    Der unabhängige Unternehmensberater Ralph Siegl, springt ein und übernimmt den Vorsitz der Geschäftsleitung. Peter Pfeilschifter habe sich entschieden, die Hochdorf-Gruppe zu verlassen, um neue berufliche Herausforderungen anzunehmen, schreibt der Milchverarbeiter in einer Mitteilung vom Freitag. Pfeilschifter war seit 2018 zunächst als Managing Director Food Solutions bei Hochdorf tätig und übernahm ein Jahr später die Funktion des CEO der Hochdorf Swiss Nutrition AG.


    Ralph Siegl übernehme per sofort als Delegierter des Verwaltungsrats den Vorsitz der Geschäftsleitung, heisst es weiter. Siegl ist seit 2020 Mitglied des Verwaltungsrats und Vorsitzender des Markt- und Strategieausschusses sowie Mitglied des Vergütungsausschusses. Siegl war zuvor von 2006 bis 2018 Firmenchef der Confiseur Läderach AG und Managing Director der Läderach Gruppe.


    Davor bekleidete er während zehn Jahren verschiedene Führungspositionen bei Nestlé in der Schweiz und in Australien, zuletzt verantwortlich für die Segmente Milchpulver, Baby Care und Schokolade. Damit weise er reiche Erfahrung im internationalen Nahrungsmittel-Geschäft auf.


    Der Verwaltungsrat wolle den Führungswechsel nutzen, um die strategische Entwicklung hin zum technologisch führenden Schweizer Anbieter von hochwertiger Babynahrung und funktionalen Ernährungsspezialitäten noch konsequenter voranzutreiben. Dabei soll die Produktion am Standort Sulgen konzentriert und Sulgen zu einem Kompetenzzentrum für "Smart Nutrition" ausgebaut werden.


    (AWP)

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  • Innerschweizer Milch

    Wenn der Führungswechsel war, weil intern unterschiedliche Auffassungen zum weiteren Vorgehen bestanden, könnten hier bald Nachrichten zu Bilanzsanierung kommen.


    Die Aktie hat kaum reagiert, aber die HOC171 schwächelt. Alles allerdings bei sehr kleinen Volumen.
    Bin in HOC171, aber ob die Rechnung so gut aufgeht wie bei Aryzta ist alles andere als sicher.
    Hochdorf ist ein paar Nummern kleiner, informiert nur selten und ist auch nicht grad im Scheinwerfer der Finanzmedien.


    Bin aber eigentlich zuversichtlich, auch wenn ich denke, dass ich unfreiwillig Aktionärin werden könnte.

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  • Hybrid-Anleihe

    Ich denke auch, dass nach dem Verkauf der Liegenschaft in Hochdorf die Sanierung des Unternehmens weitergeht. Vermutlich wird man versuchen, die Anleihe per Kündigungsdatum vom 30.06.2023 zurück zu zahlen, um die Zinserhöhung von 2.5% zu umgehen. Eine Umwandlung der Anleihensschuld in Aktien ist sehr schwierig, siehe auch Vorhaben bei Santhera. Ich vermute, dass eine Kapitalerhöhung in Erwägung gezogen wird, um die Schulden zu tilgen. Diese dürfte dann ziemlich heftig ausfallen. Voraussetzung dafür ist, dass die Hauptaktionäre mitspielen. Die Volatilität der Anleihe ist sehr hoch bei gleichzeitig sehr tiefer Liquidität. Aussagekräftig wird es wohl erst dann, wenn das Volumen deutlich zunimmt.

    "Ich habe mich schon entschieden, verwirren Sie mich jetzt nicht mit Fakten!"

  • @ Cabrillo

    Ich halte ein Rückzahlung im 2023 für ausgeschlossen. Die 125Mio hat Hochdorf nicht. Selbst wenn der Zins steigt (ist eh ausgesetzt) ist es immer noch eine günstige Finanzierung für eine Firma mit angeschlagener Bonität.


    Zwingen kann man die HOC171 Gläubiger zu nichts, solange Hochdorf nicht Konkurs anmeldet.
    Aber das Beispiel Santhera zeigt auch, dass man mit einem freiwilligen Angebot durchaus einen Teil der Gläubiger für einen Tausch gewinnen kann. Man muss den Vorschlag halt nur genug attraktiv gestalten.


    Du hast recht, die Anleihe im Auge behalten und auf den Jahresabschluss warten.
    Und wünschenswert wäre auch, wenn Hochdorf etwas häufiger kommunizieren würde, nicht erst, wenn die dann eines Tages was von uns wollen.

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  • Hochdorf schafft es dank Einmaleffekten in die schwarzen Zahlen


    Der Milchverarbeiter Hochdorf hat es 2021 dank Sondereffekten aus zwei Verkäufen wieder in die schwarzen Zahlen geschafft. Umsatzmässig blieb das Unternehmen allerdings hinter dem Vorjahr.


    14.03.2022 08:07


    Hochdorf erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 303,5 Millionen Franken, wie die Gesellschaft am Montag mitteilte. Das sind 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr.


    Das Betriebsergebnis (EBITDA) lag mit CHF 24,7 Millionen Franken um fast 80 Prozent über dem Vorjahr und der EBIT war mit 6,5 Millionen nach einem Vorjahresverlust von fast 70 Millionen wieder positiv. Dieses Resultat wurde allerdings durch Sonderfaktoren beeinflusst: So habe der Verkauf des Areals in Hochdorf und Welschenrohr zu einem Gewinn von knapp 40 Millionen geführt. Gleichzeitig musste das Unternehmen durch die Produktionsverlagerung nach Sulgen einmalige Rückstellungen von rund 14 Millionen tätigen.


    Bereinigt um diese Effekte gab es einen operativen Verlust auf Stufe EBIT von 16,9 Millionen. Unter dem Strich resultierte auch dank einer Veräusserung ein Gewinn von 2,5 Millionen, nachdem in der Vorjahresperiode noch ein Verlust von über 70 Millionen verbucht worden war.


    Coronapandemie verlangsamt


    Vor allem im Bereich Baby Care, also dem Geschäft mit Babynahrung, hätten die Coronapandemie und die damit verbundenen Restriktionen nach wie vor die operative Entwicklung beeinträchtigt, schreibt die Gesellschaft. Besonders im zweiten Halbjahr hätten Projektverschiebungen durch die weltweit angespannte Logistiksituation zu Lieferverzögerungen und Umsatzeinbussen geführt.


    Auch habe es durch das geänderte Konsumverhalten und die veränderte Nachfrage nach Milchprodukten während der Pandemie deutliche Preissteigerungen beim Rohstoff Milch gegeben. Ab Frühsommer folgten dann weitere Kostenerhöhungen bei anderen wichtigen Rohstoffen für die Herstellung von Babynahrung.


    Wegen des starken Wettbewerbs sei es Hochdorf bislang nicht gelungen, diese Preissteigerungen vollumfänglich auf die Kunden abzuwälzen. Das habe das Betriebsergebnis entsprechend negativ beeinträchtigt.


    Kein Ausblick


    Für das Gesamtjahr 2022 gibt sich Hochdorf im Moment bedeckt. Der genaue Bestellungseingang lasse sich nicht genau abschätzen, da Projekte teilweise verschoben oder verzögert würden. Nun nutze man diese Situation allerdings zur Sortimentsbereinigung, um die Profitabilität zu verbessern. Das soll noch im ersten Halbjahr 2022 geschehen. Bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse im Sommer folge dann auch ein Ausblick für das Gesamtjahr, heisst es.


    Zudem gab Hochdorf eine neue Partnerschaft mit Emmi bekannt. Diesen März hätten die beiden Milchverarbeiter vereinbart, im Bereich Spezialitätenpulver sowohl auf Milchbasis als auch für vegane Produkte zusammenzuarbeiten. Hochdorf soll für Emmi Halbfabrikate und Fertigprodukte mit speziellen Anforderungen in Pulverform herstellen.


    (AWP)

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  • Call Date

    Ich habe mich nochmals tiefer mit dieser Thematik befasst. Folgende Punkte könnten für eine vorzeitige Rückzahlung im Juni 2023 sprechen:

    Dazu habe ich einen Artikel von Independent Credit View AG vom 03.02.2020 gefunden. Dort wird Stellung zu Nachrangigen Unternehmensanleihen genommen und erwähnt, dass es bis anhin in Europa nur wenige Fälle gibt, wo Nachrangrefinanzierungen nicht am ersten Call Date erfolgt sind (Aryzta, Alpiq, versehentlich Enel).


    Auf Grund des gestiegenen Zinsniveaus, würde der Zinssatz bei heutigem Kündigungstermin auf ca. 5,81 % zu liegen kommen. Nun besteht aber das Risiko für den Schuldner, dass in den nächsten 14-15 Monaten bis zum Call Date der 5 y Swap CHF nochmals zünftig steigen könnte. Je nach Entwicklung wären somit auch ein deutlich höherer Zinssatz möglich. Klar, zur Zeit wird kein Zins bezahlt, aber geschuldet ist er ja trotdem.


    Ebenfalls erwähnenswert ist, dass bei der Aufnahme von Hybridkapital die Verbesserung der Bilanzstruktur im Vordergrund steht (je 50% als Eigen- und Fremdkapital anrechenbar). Diverse Einstufungen von Ratingagenturen sehen jedoch den Wegfall des Eigenakpitalanteils vor, falls die Rückzahlung nicht zum ersten Kündigungstermin erfolgt. Vielleicht ist das für Hochdorf irrelevant, da sich keine Ratingagentur für das Unternehmen interessiert.

    Mir ist klar, dass ebenso viele Punkte auch gegen eine vorzeitige Rückzahlung sprechen. Schlechte Bonität, hohes Hybridkapital im Verhältnis zum Eigenkapital etc. Finde es auf jedenfall spannend, die Entwicklung weiter zu beobachten.

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  • Hochdorf holt sich personelle Verstärkung bei Konkurrent Nestlé


    Die Hochdorf Gruppe erweitert im Zusammenhang mit der Fokussierung auf funktionelle Spezial-Nahrungsmittel ihre Geschäftsleitung. Dafür holt sich das Unternehmen Verstärkung bei Nestlé.


    29.04.2022 08:14


    Im Zuge der Fokussierung siedelt Hochdorf die Bereiche Innovation und Verkauf zukünftig in der Geschäftsleitung an, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Die beiden ehemaligen Nestlé-Kaderleute Gerina Eberl-Hancock und Lukas Hartmann werden neue Mitglieder der Geschäftsleitung.


    Eberl-Hancock werde ab 1. Mai das Verkaufs- und Marketing-Team der Hochdorf-Gruppe führen und in ihrer Funktion als Chief Revenue Officer CRO die Geschäftsleitung ergänzen. Sie arbeitete unter anderem von 1997 bis 2020 in leitenden Führungspositionen im Marketing und Business Development bei Nestlé SA in der Schweiz, in Deutschland, den USA und in Nordafrika.


    Lukas Hartmann werde als Chief Innovation Officer (CIO) die Abteilung "Innovation, Research & Development" übernehmen. Hartmann trat 2017 als Leiter Entwicklung Baby Care der Hochdorf-Gruppe bei. Zuvor arbeitete er unter anderem als Projektleiter in Forschung und Entwicklung bei Nestlé.


    (AWP)

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  • Hochdorf setzt optionale Zinszahlung für Hybridanleihe aus


    Die Besitzer einer nachrangigen Anleihe des Milchverarbeiters Hochdorf erhalten für 2022 keine Zinszahlung. Begründet wird dies mit der Transformation des Unternehmens.


    14.06.2022 07:54


    Konkret werde die Zinszahlung der im Jahr 2017 ausgegebenen 2,5%-Hybridanleihe mit unendlicher Laufzeit aufgeschoben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Möglich sei dies, weil kein "verpflichtendes Ereignis" für eine solche Zahlung vorliege - insbesondere kein Beschluss für eine Dividendenzahlung. Gemäss den Bedingungen der Anleihe fliesst bei einem Aufschub das Geld spätestens beim nächsten "verpflichtenden Ereignis".


    Der Milchverarbeiter Hochdorf hat es 2021 dank Sondereffekten aus zwei Verkäufen wieder in die schwarzen Zahlen geschafft. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis war allerdings negativ.


    Hochdorf begründet den aktuellen Schritt denn auch mit der aktuellen Transformation vom volumengetriebenen Milchverarbeiter zum margenorientierten Milchveredler und Hersteller von "Smart Nutrition". Vor dem Hintergrund dieser Transformation will sich das Unternehmen auf die Umsetzung der neuen Strategie konzentrieren. Diese sehe für 2022 eine Sortimentsbereinigung, eine Überprüfung der traditionellen Geschäftsbereiche sowie eine Erhöhung von Margen und Innovationen vor.


    rw/tv


    (AWP)

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  • Hochdorf-Finanzchefin verlässt das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2022


    Der Milchverarbeiter Hochdorf muss sich auf die Suche nach einem neuen CFO machen. Nanette Haubensak, Finanzchefin der Gruppe seit Juni 2020, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch im Laufe des zweiten Halbjahrs 2022 verlassen.


    22.06.2022 20:20


    Als interimistischen Finanzchef konnte Hochdorf Gerhard Mahrle verpflichten. Dieser stosse zum 4. Juli zum Unternehmen und werde die Position ab dem 15. August und "bis auf Weiteres" formell übernehmen. Die Suche nach einer definitiven Nachfolgerin bzw. einem Nachfolger wurde eingeleitet.


    "Frau Haubensak hat in den letzten zwei Jahren massgeblich zur Transparenz und Modernisierung unseres Unternehmens beigetragen. Wir respektieren ihre Entscheidung, bedauern aber sehr, mit ihr eine wichtige Impulsgeberin und wesentliche Stütze für unser Team zu verlieren", lässt sich Konzernchef Ralph Siegl in der Mitteilung zitieren.


    Mahrle bringe mehr als 25 Jahre Erfahrung in Führungsfunktionen im Bereich Finance und Accounting in Industrieunternehmen mit. Unter anderem arbeitete er als Finanzchef bei den börsenkotierten Firmen Coltene, Kardex und Sia Abrasives.


    ra/


    (AWP)

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  • exotische Aktie - Resultate am Montag

    Bin sehr gespannt auf die Resultate von Hochdorf. Hohe Lebensmittelpreise, aber auch hohe Energiekosten, vor allem wenn Gas (rasch hohe Temperaturen) als Energieträger eingesetzt wird. Bin mit einem kleineren Betrag inverstiert (ev. wäre Adecco lukrativer gewesen...).


    Schönes Wochenende.

  • JackHa hat am 05.08.2022 16:52 geschrieben:

    Quote

    Bin sehr gespannt auf die Resultate von Hochdorf. Hohe Lebensmittelpreise, aber auch hohe Energiekosten, vor allem wenn Gas (rasch hohe Temperaturen) als Energieträger eingesetzt wird. Bin mit einem kleineren Betrag inverstiert (ev. wäre Adecco lukrativer gewesen...).


    .. definitiv eher Adecco als Hochdorf.


    Bei Hochdorf fliesst weiter Geld ab, es zeichnet sich kein Turnaround ab. Dabei braucht Hochdorf Geld für Investitionen.
    Wird spannend, wo Hochdorf das in den nächsten Jahren auftreiben will. Solange sie die Zinsen auf dem Hybrid nicht zahlen können, ist der Kapitalmakrt zu. Ob die Innerschweizer Bauern Lust haben, an einer Rekapitalisierung mitzumachen?


    Das Eigenkapital besteht inzwischen zu zwei Dritteln aus der Nachranganleihe.
    Bei der sieht es nicht aus, als ob die je zurückgezahlt werden kann. Fürchte, das wird auf einen debt-to-equity Tausch in einer Restrukturierung hinauslaufen.
    Das wäre dann der zweitschlechteste Fall. Der Beste wäre eine Uebernahme im "nationalen Interesse" durch Emmi.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Hochdorf rutscht im Halbjahr tiefer ins Minus


    Bei Hochdorf ist das erste Halbjahr 2022 im Zeichen höherer Rohstoff- und Energiepreise gestanden.


    08.08.2022 07:41


    Entsprechend rutschte der Milchverarbeiter noch tiefer in die Verlustzone. Für das zweite Halbjahr stehen Liquiditätsmanagement und Transformation im Fokus.


    Der Umsatz wird in einer Mitteilung vom Montag mit 145,7 Millionen Franken beziffert, ein Anstieg um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei steuerten die Geschäftsbereiche Food Solutions und Food Specialities mit 118,3 Millionen Franken (+5,2%) den Löwenanteil zum Gruppenumsatz bei. Der Geschäftsbereich Baby- und Kleinkindernahrung verbuchte derweil einen Umsatzrückgang um 1,6 Prozent auf 27,4 Millionen.


    Das Betriebsergebnis in den ersten sechs Monaten stand ganz im Zeichen des wirtschaftlichen Umfelds. "Die gestiegenen Preise für Rohstoffe in der Produktion, insbesondere der höhere Milchpreis in der Schweiz, sowie die rasant gestiegenen Energiekosten beeinflussten das Betriebsergebnis genauso wie Währungseffekte und höhere Logistikkosten", heisst es zusammenfassend in der Mitteilung.


    Konkret rutschte die Gruppe beim operativen Ergebnis mit -15,9 Millionen Franken noch tiefer in die Verlustzone. Im Vorjahreszeitraum hatte die kriselnde Gruppe einen Verlust von 8,6 Millionen ausgewiesen. Unter dem Strich verdoppelte sich das Minus gar auf 18,3 Millionen nach 9,0 Millionen im ersten Halbjahr 2021.


    Vorsichtiger Blick nach vorne


    Beim Blick nach vorne bleibt die Gruppe vorsichtig und geht von einem herausfordernden zweiten Halbjahr und einem Ergebnis 2022 aus, welches die unternommenen Anstrengungen zur Transformation noch nicht in Gänze abbilden dürfte.


    Trotzdem wird für das zweite Semester ein im Vergleich zum ersten Halbjahr stark verbessertes Ergebnis und ein EBITDA-Verlust von weniger als 7 Millionen Franken erwartet. Ausserdem soll die Bruttomarge dank weiterer Portfoliobereinigungen und operativer Effizienzsteigerungen deutlich stärker ausfallen. Voraussetzung dafür sei aber, dass sich die Marktbedingungen nicht weiter massiv verschlechtern.


    Gleichzeitig würden die Anstrengungen zur Transformation mit hoher Intensität weitergeführt. Ihre volle Wirkung soll sich im ersten Halbjahr 2023 zeigen.


    Finanzierung gesichert


    Wie Hochdorf weiter mitteilte, wurden für den laufenden Konsortialkredit mit den beteiligten Banken Bedingungen (Covenants) mit neuen EBITDA-Zielen vereinbart. Die benötigte Liquidität sei zudem bis zum September 2023 dank einer Zwischenfinanzierung gesichert. Darüber hinaus prüfe man zur nachhaltigen Strategieumsetzung alternative Finanzierungsoptionen.


    Zum Thema Energieversorgung teilte Hochdorf noch mit, dass man im Falle von Versorgungsengpässen mit Gas am Standort Hochdorf die Möglichkeit habe, auf Öl umzusteigen. Für den Standort Sulgen würden derweil Optionen geprüft, inwiefern und wie schnell eine Umstellung auf Öl oder Flüssiggas möglich wäre.


    (AWP)

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  • Resultate enttäuschen

    Die Resultate wie auch die Ausblicke enttäuschen doch sehr. Hochdorf setzt u.a. seine Hoffnungen auf China. Die GL riskiert mit dieser Strategie doch sehr viel, da chinesische Partner eigene/nationale Interessen vor Recht und Vertrag stellen. Und interessanterweise wurde in der Pressemitteilung nicht darauf hingewiesen, dass die Registrierung in China nicht Hochdorf, sondern dem lokalen verantwortlichen Importeur gehört.


    @ Gertrud


    Bin Deiner Meinung. Als Investment taugt Hochdorf nicht mehr. So wie ich die Mitteilung verstehe, wird versucht, Hochdorf zu sanieren/stabilisieren, dann wird die Nachranganleihe ggf. in EK umgewandelt und anschliessend wird die Firma verkauft. Als Käufer käme für mich eher die Fenaco als die Emmi in Frage. Es wird sehr spannend bleiben.

  • Düstere Zeiten

    Das Eigenkapital besteht zu zwei Dritteln aus der nachrangigen Anleihe. Dem restlichen Drittel steht eine gefährdete Forderung gegenüber, die langfristig getilgt werden soll. Betrieblich läuft es auch nicht allzu rund. Harte Sanierungsmassnahmen oder eine Übernahme wird es vermutlich sein. Die Aktien können kein Thema sein. Die Anleihe scheint mir bei einem Kurs von rund 40% noch zu teuer (und ziemlich illiquider Markt). Alles in allem eine interessante Sache. Ich behalte die Anleihe im Auge, da sie aktuell auch bei einem Totalausfall der gefährdeten Forderung noch gedeckt ist.

  • 23. März kommen hier News zum Jahresabschluss..


    HOC171 heute +10% ist da noch jemand der an eine erfolgreiche Sanierung glaubt? am 21. Juni ist 1. Kündigungstermin bei der Anleihe.. Kauft jemand noch die Aktie mit der Hoffnung auf eine Übernahme?

  • Die Hochdorf-Aktie stabilisiert sich seit Januar 2023 bei unteridischem Volumen um Fr. 20.00.- herum. Null Interesse nach diesem Debakel, ist aber auch klar. Trotzdem kommen die Zahlen am 23.03.! Turnaround?