Energiekrise 2.0.2.X

  • Branchenverband fordert bessere Rahmenbedingungen für Solar-Ausbau


    Die Schweizer Solarbranche will weniger Hürden für die Nutzung der Sonnenenergie. In Zukunft sollen die Kapazitäten der Photovoltaik-Anlagen in der Schweiz dreimal so schnell erweitert werden wie heute.


    29.03.2022 12:29


    Schon heute boome die Photovoltaik, teilte der Branchenverband Swissolar am Dienstag mit. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs sei das Thema noch dringender geworden.


    Anlass ist die 20. Schweizer Photovoltaik-Tagung, die am Dienstag und Mittwoch in Bern stattfindet. Zur Erreichung des Ziels fordert Swissolar klare Klimaziele und bessere Rahmenbedingungen, etwa, was das Baurecht, berufliche Chancen in der Solarbranche und die Raumplanung angeht.


    "Wir haben die Technologie, die Antworten und die Lösungen - jetzt müssen die Hürden weg", liess sich Swissolar-Präsident und GLP-Präsident Jürg Grossen im Communiqué zitieren.


    Energieministerin Simonetta Sommaruga sagte in ihrer Rede zur Eröffnung der Tagung, noch nie seien so viele Solaranlagen gebaut worden wie jetzt. Und der Boom werde nicht nur anhalten, sondern noch stärker werden. "Die Bevölkerung will weg von Öl und Gas", so die SP-Bundesrätin.


    Die Schweizer Solarwirtschaft habe 2021 eine Auftragssteigerung von 30 Prozent gestemmt, schrieb Swissolar in seinem Communiqué. Heute umfasse die Schweizer Solarbranche den Angaben zufolge bereits rund 7000 Vollzeitstellen.


    Schweizer Photovoltaik-Tagung wird jährlich von Swissolar, dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) und dem Bundesamt für Energie (BFE) organisiert.


    (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Wasserstoff kommt immer stärker / Plug Power (PLUG) zieht an

    Wasserstoff ist ein sauber verbrennendes Molekül, das heißt, es kann zur Dekarbonisierung einer Reihe von Sektoren beitragen, die sich in der Vergangenheit als schwer zu sanieren erwiesen haben. Doch heute wird der meiste Wasserstoff aus CO2-emittierenden fossilen Brennstoffen hergestellt. Aus erneuerbarem Strom hergestellter Wasserstoff, so genannter grüner Wasserstoff, könnte die Lösung sein, um unseren Kohlenstoff-Fußabdruck zu verringern. Doch zunächst muss er eine Reihe von Herausforderungen meistern.


    https://www.youtube.com/watch?v=aYBGSfzaa4c


    Plug Power: Jetzt wird es spannend - DER AKTIONÄR (deraktionaer.de) => Plug Power (PLUG) - der Leader und Early-Mover im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen - zieht langsam aber sicher an......................


    Plug Power (PLUG) durchbricht soeben den wichtigen Widerstand der 200-Tage-Linie (gleitender Durchschnittskurs der letzten 200 Tage) und erzeugt ein neues Kauf-Signal:


    https://finance.yahoo.com/quote/PLUG?p=PLUG


    Jetzt bitte alle dranbleiben und die Shorties zum eindecken zwingen! Die PLUG Short-Quote ist relativ hoch und es hat ziemlich viel Shortie-Fleisch für den Shortie-BBQ:-) Lasst uns gemeinsam ganz kräftig einheizen damit der Short-Squeeze langsam aber sicher Fahrt aufnimmt!

  • Deutsche Ökonomen befürchten weitreichende Folgen bei Energie-Lieferstopp


    (Zusammenfassung) - Ein Stopp russischer Energielieferungen würde nach Berechnungen von Wirtschaftsforschern das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland mittelfristig um bis zu drei Prozent einbrechen lassen. Müsste sich die Wirtschaft dauerhaft darauf einstellen, kein Öl und Gas mehr aus Russland zu beziehen, würde der entsprechende Umbau bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Dienstag in Berlin mit. Die Wirtschaftsleistung ginge in den kommenden 18 Monaten um bis zu drei Prozent zurück. "Gleichzeitig würde ein Importstopp zu einem Anstieg der Inflation um bis zu 2,3 Prozentpunkte führen", hiess es weiter.


    29.03.2022 17:24


    Aber auch für Russland hätte ein Embargo oder ein Lieferstopp weitreichende Folgen, schreiben die Forscher. "Selbst wenn Russland weiterhin in der Lage sein sollte, einen Teil seiner Primärenergieträger an Drittländer wie zum Beispiel China zu verkaufen, ist davon auszugehen, dass dies nur unter erheblichen Preisabschlägen möglich sein wird."


    Die Bundesregierung lehnt ein Embargo bisher ab. Zuletzt hatte Kanzler Olaf Scholz (SPD) erneut deutlich gemacht, dass aus Sicht der Regierung in einem solchen Fall ganze Industriezweige in Deutschland bedroht seien.


    Die Gruppe der sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) hatte russischen Forderungen nach einer Begleichung von Gas-Rechnungen in Rubel eine Absage erteilt. Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) hatte die Forderung als einen "Bruch der bestehenden Verträge" bezeichnet. Scholz sagte: "Die Unternehmen werden entsprechend ihrer Verträge zahlen." Diese Verträge seien überwiegend auf Euro ausgerichtet. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vergangene Woche angekündigt, Gas-Lieferungen an "unfreundliche Staaten" nur noch in Rubel abzurechnen.


    Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung warnte vor einem abrupten Stopp russischer Energielieferungen - sei es durch ein deutsches Embargo oder einen russischen Lieferstopp. Dies würde in diesem Jahr eine tiefe Rezession verursachen, sagte IMK-Direktor Sebastian Dullien.


    Auch SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert warnte vor den Folgen möglicher Gas-Engpässe für die deutsche Wirtschaft. "Natürlich überlegen sich Unternehmen auch, wenn sie hier auf mittlere Sicht keine Produktionsperspektive haben, ob sie nicht woanders hingehen", sagte er in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. Man müsse diese Debatte "offen" führen: "Immer in dem Wissen, dass wir wirklich über die industrielle Substanz unserer Volkswirtschaft sprechen." Sollte Putin das Gas für Deutschland abdrehen, könne die deutsche Industrie aber noch versorgt werden. "Nach meinem Kenntnisstand ist dafür genug vorhanden", sagte Kühnert. Der Blick richte sich daher auf die nächste Winterperiode: Dafür müssten Vorkehrungen getroffen werden.


    Die Bundesregierung arbeitet daran, die Abhängigkeit Deutschlands von Energie aus Russland zu reduzieren. Der Anteil der russischen Gaslieferungen ist laut Habeck inzwischen von 55 auf 40 Prozent gesunken. Das Wirtschaftsministerium hatte jüngst betont, es gebe aktuell keine Versorgungsengpässe bei Gas.


    Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wiederholte seine Forderung, die Frühwarnstufe des Nationalen Notfallplans Gas auszurufen. "Obwohl aktuell noch kein Versorgungsengpass vorliegt, ist es wichtig, Vorsorge zu betreiben", sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir halten die Ausrufung der Frühwarnstufe weiterhin für sinnvoll, insbesondere vor dem Hintergrund der sich politisch zuspitzenden Lage." Der BDEW stehe in intensivem Austausch mit dem Wirtschaftsministerium und der Bundesnetzagentur. Es gebe verstärkte Bemühungen, "sich auf eine potenzielle Krisensituation vorzubereiten"./maa/DP/jha


    (AWP)

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  • Plug Power = Mehrere Events in diesen Tagen

    Plug Power Inc. auf Twitter: "Find Plug Power on the ground! We’ll be at a few events over the next week, covering all things #GreenHydrogen: – March 30, H2 Aero Symposium – March 31, @MITEnergyConf – April 1, @SPGlobal H2 Markets Americas Conference Will we see you there? https://t.co/ZD5QCBR8ar" / Twitter


    Plug Power Inc. Events @PlugPowerInc
    Find Plug Power on the ground! We’ll be at a few events over the next week, covering all things #GreenHydrogen:
    – March 30, H2 Aero Symposium
    – March 31,
    @MITEnergyConf
    – April 1,
    @SPGlobal
    H2 Markets Americas Conference

  • Plug Power (PLUG) mit Grossaufträgen von LIDL + Südkorea

    Plug Power (PLUG) mit Grossaufträgen (gleich zwei!) von LIDL und aus Südkorea - siehe heutige Pressemitteilungen:


    Lidl opens the 1st logistics platform in Europe to use green hydrogen, with Lhyfe & Plug Power (nouvelles-graines.com)


    Massive hydrogen plant to be built in Incheon by 2024 (joins.com)


    Wasserstoff-Aktien mit 50% Aufwärtspotenzial:


    Plug Power: 50 Prozent Potenzial? - DER AKTIONÄR (deraktionaer.de)

  • Spanien und Portugal wollen Strompreis deckeln


    Spanien und Portugal haben der EU-Kommission in Brüssel einen Vorschlag zur Begrenzung des Strompreises vorgelegt. Eine entsprechende Sonderregelung hatten beide Länder beim EU-Gipfel am vergangenen Freitag ausgehandelt. Der Vorschlag werde zu keinen Marktverzerrungen führen, betonte Spaniens Umweltministerin Teresa Ribera, wie der staatliche spanische TV-Sender RTVE am Donnerstag berichtete. Die Energiekosten sind in beiden Ländern seit dem vergangenen Jahr stark gestiegen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat diese Entwicklung weiter beschleunigt und belastet viele Haushalte stark.


    31.03.2022 18:53


    Die angestrebte Regelung sehe vor, dass die Kraftwerke beider Länder einen Referenzwert von 30 Euro je Megawattstunde Gas ansetzen, den sie zur Erzeugung von Strom einsetzen. Da sich der Strompreis nach dem teuersten eingesetzten Energieträger richtet und das bisher Gas ist, dürfte sich der Grosshandelspreis für Strom in etwa auf 85 bis 90 Euro je Megawattstunde mehr als halbieren.


    Da die Erzeuger das Erdgas aber wesentlich teuer zu einem Preis von derzeit über 100 Euro je Megawattstunde einkaufen müssen, sollen sie eine Entschädigung erhalten. Diese soll durch einen Aufschlag auf alle Stromrechnungen für Endkunden finanziert werden. Für die Verbraucher bringe das unterm Strich dennoch eine Entlastung, betonten beide Regierungen. Auf der Erzeugerseite würde die Regelung bedeuten, dass die Gewinne bei der Vermarktung von Strom aus Sonne, Wind und Wasserkraft sinken.


    Bis zu einer Entscheidung der EU-Kommission dürften mindestens drei bis vier Wochen vergehen, schrieb die Zeitung "La Vanguardia"./ro/DP/jha


    (AWP)

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  • bonobolio hat am 06.04.2022 08:38 geschrieben:

    Quote


    Fahren mit Wasserstoff ist um Welten besser als mit Batterien welche in China umweltfeindlich hergestellt werden.
    Von der Entsorgung redet noch niemand, aber ich gehe davon aus dass das Ende der Ensorgung wie immer in Afrika geschieht.
    Das heisst nichts anderes als verbrennen.


    Wasserstoff hat in Deutschland leider einen schweren Stand, da die Area Merkel die Grundsteine für Tesla & co. gelegt hat mit unglaublichen Fördermitteln.


    Wie auch immer: Die Politik von Merkel, Schulz, Juncker, usw. hat Europa energietechnisch 25 Jahre gekostet.
    Das Angebot wurde durch Verbot verknappt und die Nachfrage durch Subventionen erhöht.


    Schelchter kann man gar nicht regieren, was für Pfeiffen !

  • Irland senkt Mehrwertsteuer auf Gas- und Stromrechnungen


    Angesichts steigender Lebenshaltungskosten senkt Irland die Mehrwertsteuer auf Gas- und Stromrechnungen vorübergehend deutlich. Zwischen Mai und Oktober werden nur noch 9 Prozent statt bisher 13,5 Prozent fällig, wie das Finanzministerium in Dublin am Mittwoch mitteilte. Damit werde zudem die bevorstehende Erhöhung der CO2-Steuer in dem EU-Mitgliedstaat ausgeglichen. Finanzminister Pascal Donohoe sagte, mit dem Schritt spare ein durchschnittlicher Haushalt mehr als 50 Euro für Gas und 70 Euro für Strom im Jahr. Zuvor hatte die Regierung bereits die Treibstoffsteuer gesenkt.


    13.04.2022 17:19


    In Irland wie in vielen anderen Ländern sind vor allem wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine die Lebenskosten noch stärker gestiegen. Die Inflation stieg im März auf 6,7 Prozent und damit den höchsten Stand seit fast 40 Jahren.


    Im Nachbarland Grossbritannien fordern Verbraucherschützer seit langem, die Mehrwertsteuer auf Energierechnungen zu streichen. Diesen Schritt hatte der heutige Premierminister Boris Johnson für die Zeit nach dem Brexit versprochen. Zuletzt hatte seine Regierung aber wiederholt deutlich gemacht, diese Ankündigung nicht umzusetzen. Verbraucherschützer warnen, dass die explodierenden Gaskosten Millionen Briten in Energiearmut stürzen könnten./bvi/DP/men


    (AWP)

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  • Warnungen vor Energieembargo - 'Risiko dramatischer Folgen'


    In der Diskussion um ein vollständiges Energieembargo gegen Russland werden in Deutschland die warnenden Stimmen immer lauter. Wegen absehbarer Folgen für die Menschen in der Bundesrepublik lehnt auch der Präsident des Sozialverbands Deutschland, Adolf Bauer, ein Embargo ab. "Das Risiko dramatischer Folgen für unseren Arbeitsmarkt sollten wir nicht eingehen. Wir können erst aus der Energieversorgung von Russland aussteigen, wenn wir ausschliessen können, dass es hier zu grossen Verwerfungen führt", sagte Bauer der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Samstag).


    24.04.2022 10:24


    Angesichts der hohen Inflation warnte Bauer schon jetzt vor dramatischen Folgen für ärmere Menschen in Deutschland durch den Krieg in der Ukraine. "Es sind nicht nur die Energiepreise, die unglaublich steigen, sondern auch die Mieten und die Nahrungsmittelpreise. Wenn das so weitergeht, wird die ärmere Bevölkerung, bei der es gar nicht um Wohlstandsverlust geht, weil sie ohnehin kaum über die Runden kommt, über die Massen leiden." Dies könne die Politik nicht dulden.


    Auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Martin Wansleben, spricht sich gegen einen Energieboykott aus. Ein Gasembargo wäre angesichts der enormen Abhängigkeit von russischen Energielieferungen eine "ziemliche Katastrophe" wenn man bedenke, dass Gas zur Produktion in der Chemie-, Stahl- und Pharmaziebranche gebraucht werde, sagte er dem "Deutschlandfunk". Zwar müsse man alles tun, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu überwinden, aber es sei auch eine "Frage der moralischen Dimension, dass wir uns aktionsfähig halten".


    Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine hat die EU inzwischen einen Importstopp für russische Kohle beschlossen und weitere beispiellose Sanktionen verhängt. Immer wieder wird auch über einen sofortigen Ausstieg aus russischem Gas oder Öl diskutiert. Davor schrecken Deutschland und andere Länder aber aus Furcht vor wirtschaftlichen Schäden bislang zurück. Arbeitgeber und Gewerkschaften warnten gemeinsam vor den Auswirkungen eines möglichen Lieferstopps für russisches Gas. Nach Modellrechnungen der Bundesbank könnte ein vollständiges Energieembargo die deutsche Wirtschaft dieses Jahr in eine Rezession stürzen.


    Der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedew verwies in der Nacht zum Samstag via Telegram darauf, dass nach aktuellen Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) Europa höchstens sechs Monate ohne russisches Gas auskomme. "Aber ernsthaft, sie werden keine Woche überleben", schrieb er und reagierte auf eine Leitlinie der EU-Kommission zu Zahlungen für russisches Gas. Man schätze die "Konsequenz und Prinzipientreue der europäischen Partner", schrieb Medwedew und fügte einen lachenden Smiley und ein Clown-Emoji hinzu.


    Nach Einschätzung der EU-Kommission dürften Unternehmen aus der EU russisches Gas weiter bezahlen können, ohne europäische Sanktionen gegen Moskau zu verletzen. Ein Sprecher der Behörde sagte mit Blick auf das russische Dekret, das Rubelzahlungen für Gaslieferungen an den Westen vorsieht, man habe den EU-Staaten dazu einen Leitfaden geschickt. Darin heisst es, dass es nach dem russischen Dekret weiter möglich erscheine, für russisches Gas zu zahlen ohne gegen EU-Recht zu verstossen. "EU-Unternehmen können ihre russischen Geschäftspartner auffordern, ihre vertraglichen Verpflichtungen auf dieselbe Weise zu erfüllen wie vor der Verabschiedung des Dekrets, d.h. durch Hinterlegung des fälligen Betrags in Euro oder Dollar." Das russische Dekret schliesse ein Zahlungsverfahren, das in Einklang mit den Sanktionen der EU stehe, nicht aus. Jedoch sei das Verfahren für Ausnahmen von den Anforderungen des Dekrets noch unklar.


    Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger, warnte unterdessen vor geradezu paradoxen Folgen eines möglichen Embargos gegen Russland. "An einseitige Kündigungen von Kohle- und Erdöllieferungen aus längerfristigen, preisgünstigen Verträgen dürfen wir nicht naiv rangehen. Russland dürfte davon sogar profitieren", sagte Steiger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). "Denn es könnte dann auf dem Weltmarkt für diese frei gewordenen Mengen zum Teil exorbitant höhere Preisen als derzeit erzielen, unsere Energieversorger aber müssten die gestiegenen Weltmarktpreise anderer Lieferanten an die Endverbraucher weiterreichen."/tos/DP/zb


    (AWP)

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  • EU-Behörde: EU-Strommarkt funktioniert trotz hoher Preise


    (Ausführliche Fassung) - Die EU-Energieregulierungsbehörde Acer hat sich gegen eine tiefgreifende Reform der europäische Strommärkte ausgesprochen. In einem am Freitag veröffentlichten Bericht kommt Acer zu dem Schluss, dass der derzeitige Aufbau der EU-Grosshandelsmärkte unter normalen Bedingungen eine effiziente und sichere Stromversorgung garantiert. "Daher ist Acer der Ansicht, dass das derzeitige Marktdesign beibehalten werden sollte", heisst es in dem Bericht. Somit lehnt Acer Forderungen von Ländern wie Spanien und Frankreich ab, den Strompreis vom Gaspreis zu lösen.


    29.04.2022 11:55


    Auch wenn die derzeitige Situation an den Energiemärkten nicht normal sei, sei nicht der Aufbau des Strommarktes dafür verantwortlich, schreibt Acer. Das Strommarkt-Design habe vielmehr dazu beigetragen, Verbraucher vor Stromausfällen zu schützen. "Die derzeitige Energiekrise ist im Wesentlichen ein Gaspreis-Schock, der sich auch auf die Strompreise auswirkt." Acer rät den EU-Staaten, das Grundproblem der Krise - den Gasmarkt - anzugehen, etwa durch zusätzliche Importe, vollere Gasspeicher und Massnahmen, um den Gasverbrauch zu reduzieren. Zudem könnten gezielt die am meisten betroffenen Verbraucher entlastet werden.


    Um in Zukunft gegen hohe Strompreise vorzugehen, müsse man den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen, schreibt Acer. Länder könnten künftig auch eine sogenanntes Druckventil einführen - ein vorübergehendes Preislimit, das automatisch in Kraft tritt, wenn die Preise im Grosshandel in kurzer Zeit stark ansteigen. Langfristig müsse man das europäische Stromnetz besser integrieren und ausbauen, um es für die Energiewende fit zu machen.


    Länder wie Frankreich und Spanien fordern angesichts der stark angestiegenen Strompreise seit Monaten, dass das Preisbildungssystem für Strom überarbeitet werden soll. So erhoffen sie sich, dass der Strompreis weniger vom stark gestiegenen Gaspreis abhängig ist und sinkt. Der Grosshandelspreis für Strom an den europäischen Märkten ist von der teuersten benötigten Energiequelle bestimmt - das ist momentan Gas. Sinkt die Nachfrage, wird der Preis wieder durch billige erneuerbare Energiequellen bestimmt, da die Gaskraftwerke abgestellt werden können. Das System soll Anreize für Investitionen in erneuerbare Energien schaffen./dub/DP/jha


    (AWP)

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  • Deutscher Ölverband: Ausstieg aus russischen Ölimporten 'grosse Herausforderung'


    Die Mineralölwirtschaft in Deutschland unterstützt den von der EU geplanten Ausstieg aus russischen Ölimporten, sieht ihn aber auch als "grosse Herausforderung". "Zusammen mit den Mineralölgesellschaften und dem Bundeswirtschaftsministerium prüfen wir intensiv den schnellstmöglichen Ersatz russischen Öls durch andere Importe", teilte der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch in Berlin mit. Es sei klar, dass die Versorgung der ostdeutschen Regionen mit Produkten aus den Raffinerien Schwedt und Leuna perspektivisch neu ausgerichtet werden müsse.


    04.05.2022 15:09


    Für den Raffineriestandort Leuna zeichne sich ein Weiterbetrieb über eine Pipeline vom Seehafen Danzig ab, allerdings nicht in bisherigem Umfang. Bei Schwedt bestehe die Möglichkeit, einen Teil der bisherigen Rohölmenge über eine Pipeline vom Seehafen Rostock zu liefern. "Ob das für einen dauerhaften Betrieb ausreicht, wird derzeit geprüft", sagte ein Verbandssprecher.


    Infolge einer Umstellung auf Teillastbetrieb würden in den Lieferregionen Mineralölprodukte fehlen, die durch Transporte innerhalb Deutschlands und Importe aus dem Ausland ersetzt werden müssten. Für eine Überbrückungszeit von mehreren Monaten stünden Rohöl und Produkte über den Erdölbevorratungsverband EBV bereit.


    Der Verband geht aber davon aus, dass die Tankstellenversorgung bundesweit inklusive Ostdeutschland aufrechterhalten werden kann. "Allerdings wird das die Möglichkeiten der Logistik auf dem Binnenschiff, der Schiene und der Strasse erheblich beanspruchen."


    Der Verband rechnet mit steigenden Kraftstoffpreisen für Autofahrer. "Es ist eher unwahrscheinlich, dass derartige umfassende Änderungen in Raffinerien und in der Logistik keine Auswirkungen auf die Preise an den Tankstellen haben", sagte der Sprecher. Dies hänge allerdings von einer Vielzahl von Faktoren ab./tob/DP/jha


    (AWP)

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