Energiekrise 2.0.2.X

  • Drei Tessiner Stromversorger wollen Solaranlage an Autobahn bauen

    Drei Tessiner Stromversorger wollen eine Solaranlage an der Autobahn A2 bauen. Dazu haben sich die Unternehmen Azienda elettrica ticinese (AET), Società Elettrica Sopracenerina (SES) und Aziende industriali di Lugano (AIL) in einem Konsortium zusammengeschlossen.


    23.06.2023 08:58


    Das Projekt mit dem Namen "Solar 120" habe die Konzession vom Bundesamt für Strassen (Astra) für die Installation von Photovoltaikpaneelen an den Lärmschutzwänden der A2 im Tessin erhalten, teilten die drei Stromversorger in einem Communiqué mit. Gemäss Vorstudien soll die Anlage eine kumulierte Leistung von mindestens 4 Megawatt und eine geschätzte Jahresproduktion von 4 Gigawattstunden (GWh) haben.


    Angaben zum Investitionsvolumen oder zu finanziellen Ergebnissen des Projekts machten die drei Unternehmen nicht. An dem Konsortium hält das Kantonsunternehmen AET eine Beteiligung von 50 Prozent, während SES und AIL je 25 Prozent besitzen.

    buc/vj/jb/tv

    (AWP)

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  • Kantonale Energiedirektoren fordern nationale Wasserstoff-Strategie

    Die Kantone wollen, dass der Bundesrat seine Strategie über den Einsatz von grünem Wasserstoff so schnell als möglich verabschiedet. Beim Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur dürfe nicht noch mehr wertvolle Zeit verloren gehen.


    09.07.2023 13:23


    Die Wasserstoff-Strategie des Bundes sollte den künftigen Bedarf, sowie die Relevanz und die Ziele in mehreren Etappen für eine mögliche Produktion und Speicherung in der Schweiz abschätzen, heisst es in einem auf den 6. Juli datierten Brief der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) an den Bundesrat. Der Brief liegt der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor, darüber berichtet hatte zunächst die "NZZ am Sonntag".


    Die EnDK äussert darin ihre Besorgnis, dass die Schweiz abgehängt werde. Die Pläne der Europäischen Union sehen nämlich ein Transportnetz für Wasserstoff vor, dass die Schweiz umgeht. Der Anschluss der Schweiz an das europäische Wasserstoff-Transportnetz und den europäischen Wasserstoffmarkt sei zwingend auch in die EU-Sondierungsgespräche zu einem Stromabkommen aufzunehmen.

    (AWP)

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  • Deutsche Gasspeicher bereits zu über 84 Prozent gefüllt

    Mitten im Sommer sind die Erdgasspeicher in Deutschland bereits wieder gut gefüllt. Am Montagmorgen lag der Füllstand nach vorläufigen Daten des europäischen Gasspeicherverbands GIE bei 84,25 Prozent. Im Vorjahr war ein vergleichbarer Wert erst am 1. September erreicht worden. Der Verband der Gasspeicherbetreiber Ines hält es für möglich, dass die Speicher schon im September voll werden.


    19.07.2023 06:33


    "Werden die Einspeicherungen in der aktuellen Gleichmässigkeit fortgesetzt, könnte die Füllstandsvorgabe von 95 Prozent bereits im August erreicht werden und eine vollständige Befüllung wäre schon im September möglich", sagte der Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (Ines), Sebastian Bleschke, der Deutschen Presse-Agentur. Eine im vergangenen Jahr während der Gaskrise eingeführte Verordnung sieht vor, dass die Gasspeicher am 1. September zu 75 Prozent, am 1. Oktober zu 85 Prozent und am 1. November zu 95 Prozent gefüllt sein sollen.


    Die Speicher gleichen Schwankungen beim Gasverbrauch aus und bilden damit ein Puffersystem für den Markt. Zuletzt war am Morgen des 14. November 2022 in Deutschland ein Füllstand von 100 Prozent verzeichnet worden. Im Winter nehmen die Füllstände üblicherweise ab, nach dem Ende der Heizperiode wieder zu. Die Menge des in den Speichern gelagerten Erdgases entspricht bei 100 Prozent Füllstand nach früheren Angaben der Bundesregierung etwa dem Verbrauch von zwei bis drei durchschnittlich kalten Wintermonaten.


    Der bislang geringste Füllstand des laufenden Jahres war am 17. März mit 63,58 Prozent verzeichnet worden. Ein Jahr zuvor, am 17. März 2022, waren die deutschen Speicher nur zu 24,56 Prozent gefüllt. Der grösste deutsche Speicher im niedersächsischen Rehden, der bis Anfang April 2022 vom russischen Staatskonzern Gazprom kontrolliert wurde, verzeichnete am Montagmorgen einen Füllstand von gut 94 Prozent. EU-weit lag der Füllstand bei knapp 82 Prozent.


    Laut Bundesnetzagentur erhält Deutschland derzeit Erdgas per Pipeline aus Norwegen, Belgien und den Niederlanden. Hinzu kommen Lieferungen per Schiff über die neuen LNG-Terminals an den deutschen Küsten. Aus Russland erhielt Deutschland Erdgas den Angaben zufolge zuletzt am 30. August 2022./tob/DP/zb

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  • Energieagentur: Elektrifizierung treibt weltweite Stromnachfrage an

    Die Internationale Energieagentur (IEA) geht im laufenden Jahr davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Strom nur um etwas weniger als zwei Prozent steigt. Gründe dafür seien die anhaltende Konjunkturabschwächung sowie die Auswirkungen der Energiekrise in vielen Industrieländern, teilte die IEA am Mittwoch in Paris in ihrem Strommarktbericht mit. Bei verbesserten Aussichten für die Weltwirtschaft wird im kommenden Jahr jedoch wieder mit einer Steigerung der Nachfrage nach Strom um 3,3 Prozent gerechnet.


    19.07.2023 07:12


    Angetrieben wird die steigende weltweite Stromnachfrage dem IEA-Bericht zufolge vor allem durch die Elektrifizierung der Energieversorgung im Zuge des Bemühens, Emissionen zu reduzieren. Ausserdem würden wegen steigender Temperaturen mehr Klimaanlagen genutzt, was den Stromverbrauch in die Höhe treibe. Dazu käme ein robustes Nachfragewachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern.


    Auch wenn die Nachfrage in vielen Regionen zunimmt, bedeute der starke Einsatz erneuerbarer Energien weltweit, dass diese nun auf dem besten Weg sind, das gesamte zusätzliche Wachstum der weltweiten Stromnachfrage in den nächsten zwei Jahren zu decken, ergab die IEA-Analyse. Bis 2024 werde der Anteil der erneuerbaren Energien an der weltweiten Stromerzeugung mehr als ein Drittel betragen. Je nach Wetterlage könnte 2024 das erste Jahr werden, in dem weltweit mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus Kohle erzeugt wird./evs/DP/stk

    (AWP)

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