Microsoft

  • Microsofts Computerbrille Hololens soll 2016 kommen

    18.09.2015 10:20


    SAN FRANCISCO (awp international) - Microsoft drückt bei seiner Hologramm-Brille Hololens aufs Tempo. Eine erste Version könnte laut Medienberichten im kommenden Jahr verfügbar sein. Das bestätigte eine Firmen-Sprecherin gegenüber "Recode". Die erste Version sei allerdings zunächst nur für Entwickler und Unternehmen gedacht. Auf einer Konferenz des Cloud-Spezialisten Salesforce in San Francisco sprach Microsoft-Chef Satya Nadella zuvor davon, Hololens sei auf dem Weg einer "Fünf-Jahres-Reise".

    Microsoft hatte Hololens im Januar vorgestellt. Sie soll auch ohne Verbindung zu einem Computer funktionieren. Anders als Brillen für virtuelle Realität wie die Oculus Rift taucht der Nutzer nicht komplett in eine digitale Welt ein, sondern kann virtuelle Gegenstände in der realen Welt platzieren und bewegen. Bis es erste Anwendungen für die Technologie geben wird, die die reale Welt mit digitalen Objekten erweitert, dürfte jedoch noch einige Zeit verstreichen.


    Erste Einsatzbereiche sieht Microsoft vor allem im Unternehmens- und Forschungsbereich. Einem Bericht von "Technology Review zufolge will die NASA ihre Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS mit der Brille ausstatten. Erst kürzlich hatte Apple mit Nick Thompson einen leitenden Hololens-Ingenieur und Audio-Experten von Microsoft abgeworben. Virtueller Realität und die sogenannte Augmented Reality gelten in der Technologie-Branche als grosse Zukunftstends./gri/DP/stb


    (AWP)

  • Schwacher PC-Markt schlägt auf Microsoft-Geschäft durch 29.01.2016 08:09 REDMOND (awp international) - Die Talfahrt des PC-Marktes sorgt für weniger Umsatz und Gewinn bei Microsoft. Zugleich federte das Wachstum des Cloud-Geschäfts die Rückgänge etwas ab. Der Umsatz im vergangenen Quartal sank im Jahresvergleich um zehn Prozent auf rund 23,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel in dem Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal um knapp 15 Prozent auf rund fünf Milliarden Dollar. Die Quartalszahlen übertrafen dennoch die Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte am Donnerstag nachbörslich um rund sieben Prozent zu. VERGLEICHSWEISE MODERATE UMSATZRÜCKGÄNGE Bei der grössten Microsoft-Sparte, in die das Geschäft mit dem Windows-Betriebssystem, Geräten und Spielen einfliesst, ging der Umsatz um 4,6 Prozent auf 12,66 Milliarden Dollar zurück. Im Geschäftsbereich "Produktivität", der vor allem von den Office-Programmen getragen wird, sanken die Erlöse um 1,9 Prozent auf 6,69 Milliarden Dollar. Zugleich fielen die Rückgänge gemessen am rasanten Schrumpfen des PC-Marktes relativ moderat aus - die Verkäufe der Notebooks und Desktop-Rechner waren um rund ein Zehntel gefallen. Microsoft brachte im Sommer sein neues Betriebssystem Windows 10 auf den Markt. Im Gegensatz zu früheren Versionen konnte es dem PC-Markt jedoch bisher keinen Schub geben - nach Ansicht von Experten auch weil Microsoft es ein Jahr lang an Nutzer mehrerer vorheriger Windows-Varianten verschenkt. CLOUD WÄCHST Bei Cloud-Lösungen - einem Fokus von Konzernchef Satya Nadella - legte der Microsoft-Umsatz um fünf Prozent auf 6,34 Milliarden Dollar zu. Im Gerätegeschäft gab es Licht und Schatten. Die Umsätze mit dem Surface-Tablet wuchsen nach dem Start neuer Modelle um 29 Prozent, zumindest wenn man die Währungskurs-Schwankungen herausrechnet. Die Umsätze mit Handys halbierten sich dagegen. Microsoft hatte die Ambitionen im Smartphone-Geschäft im vergangenen Juli drastisch gestutzt und den Abbau von 7800 Arbeitsplätzen eingeleitet. Es traf auch viele Mitarbeiter, die mit der Übernahme der Handy-Sparte von Nokia zum Windows-Riesen gekommen waren./so/DP/das (AWP)

  • Microsoft verklagt US-Regierung wegen Durchsuchung privater E-Mails 15.04.2016 06:43 (Ausführliche Fassung) San Francisco (awp/sda/afp) - Der Software-Konzern Microsoft hat das US-Justizministerium wegen heimlicher Durchsuchung privater E-Mails verklagt. Durchsuchungen von Mails, über die Kunden nicht unterrichtet werden dürfen, widersprächen der US-Verfassung, argumentiert Microsoft in einer am Donnerstag in Seattle eingereichten Klage. Auf der Grundlage eines entsprechenden Gesetzes hätten US-Bundesgerichte innerhalb von 18 Monaten fast 2600 Mal angeordnet, dass Microsoft Kunden über verdeckte Nachforschungen nicht unterrichten durfte, hiess es weiter. "Microsoft strengt dieses Verfahren an, weil seine Kunden ein Recht haben zu erfahren, dass die Regierung die Befugnis zum Lesen ihrer Mails erhält", heisst es in einem Schreiben der Microsoft-Anwälte. Der Software-Gigant müsse das Recht haben, seine Kunden darüber zu informieren. Mit dem Electronic Communications Privacy Act erhielten die Gerichte die Möglichkeit, Microsoft und andere Provider zum Schweigen zu verpflichten, wenn Daten angezapft werden. Damit wolle der Gesetzgeber sicherstellen, dass laufende Ermittlungen nicht behindert werden, so Microsoft. Mit der Gesetzesregelung, die den Provider zum Schweigen verurteile, werde das Recht auf freie Rede untergraben, erklärte Microsoft. Und weiter: "Wir glauben, dass Kunden und Unternehmen mit seltenen Ausnahmen das Recht haben zu wissen, wann die Regierung auf ihre E-Mails und Daten zugreift." Die Entwicklung der vergangenen Monate gehe "zu weit". Auch Apple weigert sich Zwischen den Technologie-Konzernen und der US-Regierung hat ein Tauziehen um die Zugriffsrechte auf elektronische Daten eingesetzt. Der Apple-Konzern weigerte sich in zwei Fällen, bei der Entschlüsselung von iPhones behilflich zu sein. Apple widersetzte sich einer gerichtlichen Anordnung, die Entschlüsselung des Smartphones eines der Attentäter von San Bernardino zu ermöglichen. Dieser hatte im Dezember mit seiner Frau bei einem islamistischen Anschlag 14 Menschen erschossen, ehe das Paar von der Polizei bei einem Schusswechsel getötet wurde. Der Streit in diesem Fall erledigte sich schliesslich dadurch, dass es der Bundespolizei FBI gelang, das Smartphone des Attentäters ohne Hilfe von Apple zu knacken. Bei den Ermittlungen gegen einen mutmasslichen Drogenhändler beharrt das Justizministerium nun auf seiner Forderung, Apple müsse beim Entschlüsseln der iPhone-Daten behilflich sein. (AWP)

  • Microsofts Quartalsgewinn fällt 22.04.2016 06:35 REDMOND (awp international) - Microsoft hat das vergangene Quartal mit einem Gewinneinbruch abgeschlossen. Der Überschuss fiel im Jahresvergleich um rund ein Viertel auf 3,76 Milliarden Dollar (3,33 Mrd Euro). Die Erlöse sanken in dem Ende März abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal um 5,5 Prozent auf 20,53 Milliarden Dollar, wie Microsoft nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Das Cloud-Geschäft erwies sich erneut als wichtige Stütze für den Windows-Konzern. Der Umsatz der Sparte stieg im Jahresvergleich um gut drei Prozent auf rund 6,1 Milliarden Dollar. Die Erlöse der Cloud-Plattform Azure wurden dabei mehr als verdoppelt. Im grössten Bereich mit dem Windows-Geschäft sowie Geräten, Spielen und der Websuche wuchs der Umsatz um rund ein Prozent auf 9,46 Milliarden Dollar. Die Windows-Erlöse sanken angesichts der Flaute am PC-Markt um zwei Prozent. Gemessen an dem allgemeinen Rückgang der PC-Verkäufe um ein Zehntel war das noch ein versöhnliches Ergebnis - dank Windows 10 wurden mehr teurere Computer verkauft als vor einem Jahr. In Microsofts eigenem Gerätegeschäft stiegen die Erlöse mit Surface-Tablets im Jahresvergleich um 61 Prozent auf mehr als eine Milliarde Dollar. Von den Lumia-Smartphones wurden hingegen nur noch 2,3 Millionen Geräte verkauft. Die Sparte mit den Office-Büroprogrammen legte beim Umsatz um ein Prozent auf gut 6,5 Milliarden Dollar zu. Die Online-Variante Office 365 hat nun 22,2 Millionen zahlende Kunden, hiess es. Die Microsoft-Aktie verlor nachbörslich zeitweise rund drei Prozent . Analysten hatten mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie von 0,64 Dollar gerechnet, Microsoft kam auf 0,62 Dollar. Das Unternehmen machte dafür aber eine Steuerzahlung verantwortlich, mit der die Experten nicht gerechnet hätten und die das Ergebnis pro Aktie um 0,04 Dollar gedrückt habe. Beim Umsatz traf der Konzern die Erwartungen./so/DP/zb (AWP)

  • Microsoft: Windows 10 Home soll ab August 120 Dollar kosten 06.05.2016 13:36 (Ergänzte Fassung) MÜNCHEN (awp international) - Windows 10 wird nach Ablauf der einjährigen Gratis-Upgrades voraussichtlich ab 120 Dollar kosten. Nach dem 29. Juli könnten Nutzer das Betriebssystem nur noch zusammen mit einem neuen PC erwerben oder alternativ die Home-Version für 119 Dollar kaufen, teilte Microsoft -Manager Yusuf Mehdi in einem Blog-Eintrag mit. Zu den Preisen für die Pro- und Enterprise-Versionen machte er keine Angaben. Weltweit laufe das System inzwischen auf 300 Millionen Geräten. Windows 10 verbreite sich damit sowohl bei Privatnutzern, in Schulen und Organisationen sowie in kleinen und grossen Unternehmen schneller als ein Windows-Betriebssystem zuvor. Mit Windows 10 brachte Microsoft auch seinen neuen Browser Edge heraus, der nur unter dem neuen System verfügbar ist. Im Vergleich zum vergangenen Quartal sei die Nutzung um 50 Prozent auf über 63 Milliarden Minuten gestiegen, schrieb Mehdi. Die digitale persönliche Assistentin Cortana habe den Nutzern seit der Einführung über sechs Milliarden Fragen beantwortet. Zum einjährigen Geburtstag will Microsoft das System mit weiteren zusätzlichen Features ausstatten. So soll es mit Windows Ink eine neue Handschriftenfunktion geben. Die digitale Assistentin Cortana soll besser mit Windows-Telefonen kooperieren und auch bei gesperrtem Bildschirm Notizen und Erinnerungen vermerken oder Musik abspielen. Zudem sollen Windows-10-Nutzer kostenlos Spiele wie "Forza Motorsport 6: Apex" erhalten. Windows 10 ist das erste Betriebssystem, das Microsoft zunächst kostenlos verteilt - und das einheitlich auf PCs, Tablets, Windows-Smartphones und der Spielekonsole Xbox One läuft. Bislang gab es keine Angaben dazu, was Microsoft nach Ablauf des ersten Jahres plant. Das Unternehmen setzte von Beginn an auf eine schnelle Verbreitung. Anders als Windows 10 hatte die Vorgängerversion einen vergleichsweise schleppenden Start hingelegt - und stiess vielfach auf Vorbehalte von Nutzern und PC-Händlern. Die Markteinführung von Windows 10 fällt in eine schwierige Zeit: Der PC-Markt schrumpft schon seit einiger Zeit. Die Marktforscher von Gartner hatten deshalb ihre Prognosen für das neue System zuletzt zurückgefahren. Erst 2017 dürfte Windows 10 einen merkbaren Impuls auf das PC-Geschäft haben, schätzen die Analysten./gri/DP/fbr (AWP)

  • Microsoft bringt 'Minecraft' nach China 23.05.2016 09:15 REDMOND/STOCKHOLM (awp international) - Das populäre Online-Spiel "Minecraft" wird demnächst erstmals auch in China breit verfügbar sein. Dafür ging Microsoft als Eigentümer der Entwicklerfirma Mojang eine Kooperation mit dem chinesischen Software-Anbieter NetEase ein, wie die Unternehmen am Wochenende mitteilten. NetEase tritt in der auf fünf Jahre angelegten Vereinbarung als Lizenznehmer auf, der das Spiel in China vertreiben wird. Für westliche Spiele-Anbieter gilt im kommunistisch regierten China ein mehrstufiges Registrierungssystem mit Einschränkungen bei den Inhalten. Microsoft konnte "Minecraft" bereits mit seiner Spielekonsole Xbox One nach China bringen. Mit Versionen für PCs und mobile Geräte wird der Nutzerkreis jetzt aber deutlich grösser werden. Der Windows-Konzern hatte das vor allem bei jungen Internet-Nutzern populäre Spiel 2014 für 2,5 Milliarden Dollar gekauft. Bei "Minecraft" kann man Welten aus Bauklötzen bauen und darin spielen./so/DP/stk (AWP)

  • Microsoft streicht Smartphone-Geschäft weiter zusammen 25.05.2016 11:39 REDMOND/ESPOO (awp international) - Microsoft reagiert auf die Erfolglosigkeit seiner Smartphones mit einem weiteren massiven Stellenabbau. Bis zu 1850 Jobs sollen wegfallen, wie der Windows-Konzern am Mittwoch mitteilte. Als Abschreibung und Umbaukosten wird eine Belastung von rund 950 Millionen Dollar fällig. Der Grossteil des Stellenabbaus trifft Finnland mit 1350 Stellen. Dort hatte Microsoft für insgesamt über neun Milliarden Dollar das Handy-Geschäft des einstigen Weltmarktführers Nokia übernommen. Doch der erhoffte Aufstieg im Smartphone-Markt gelang Microsoft damit nicht. Im vergangenen Juli wurden bereits der Abbau von 7800 Arbeitsplätzen und eine Abschreibung von 7,6 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Der Anteil des Microsoft-Systems Windows Phone am Smartphone-Markt lag zuletzt nur noch bei 0,7 Prozent weltweit. Konzernchef Satya Nadell setzt inzwischen statt eines eigenen Smartphone-Geschäfts darauf, möglichst viele Microsoft-Dienste auf konkurrierenden Plattformen wie Googles Android und die iPhones von Apple zu bringen./so/DP/stb (AWP)

  • Microsoft rudert nach Kritik an Windows-10-Upgrade zurück 29.06.2016 10:52 SEATTLE (awp international) - Microsoft will die Upgrade-Politik für sein neues Betriebssystem Windows 10 nach vielfachen Beschwerden von Nutzern revidieren. "Wir haben hart daran gearbeitet, ihr Feedback aufzunehmen", sagte Windows-Chef Terry Myerson dem Tech-Blog "The Verge". Noch in dieser Woche solle ein überarbeitetes Upgrade mit klaren Optionen an den Start gehen. Die Nutzer sollen sich dann entscheiden können, ob sie sofort auf Windows 10 wechseln, einen alternativen Zeitpunkt festlegen oder das kostenlose Angebot ablehnen wollten. Microsoft habe gelernt, dass sein Ziel, eine Milliarde Rechner mit Windows 10 auszustatten es nicht Wert sei, das Vertrauen der Kunden aufs Spiel zu setzen, schreibt "The Verge". Seit Februar hatten sich viele Nutzer beschwert, dass bei einem Klick auf das "X" im Menüfenster das Upgrade automatisch startete. Normalerweise wird unter Windows ein Menü geschlossen, sobald man mit der Maus auf das "X" klickt. Das Verfahren war auch von Verbraucherschützern in Deutschland bemängelt worden, weil beim bisherigen Verfahren ungefragt riesige Dateien auf den Rechner der Anwender geladen wurden, obwohl die Kunden sich gar nicht für ein Upgrade auf Windows 10 entschieden hatten. Im vergangenen Monat hatte Microsoft einer Nutzerin aus Kalifornien 10 000 Dollar zur Beilegung eines Rechtsstreits gezahlt. Die Frau aus Sausalito war vor Gericht gezogen, weil ihr Rechner nach einem "Zwangsupdate" für Tage unbrauchbar gewesen sei. Microsoft betonte allerdings, dass die Zahlung kein Schuldeingeständnis sei, sondern nur Kosten für einen weiteren Streit vor Gericht vermieden werden sollten. Aktuell sind weltweit rund 300 Millionen Rechner mit dem neuen Betriebssystem ausgestattet. Microsoft bietet Windows 10 noch bis Ende Juli für alle Nutzer von Windows 7 und 8.1 kostenlos an, danach soll ein Upgrade rund 120 Dollar kosten. gri/DP/stb (AWP)

  • Microsoft gewinnt Streit um US-Zugriff auf E-Mails im Ausland 15.07.2016 10:45 (Ausführliche Fassung) SEATTLE (awp international) - Daten der Kunden von US-Unternehmen, die ausserhalb der USA gespeichert werden, sind nach der Entscheidung eines Berufungsgerichts vor dem direkten Zugriff amerikanischer Behörden geschützt. Die Richter stellten sich in dem Streit zwischen Microsoft und der US-Regierung um Kunden-E-Mails, die in Irland lagern, auf die Seite des Software-Konzerns. US-Ermittler wollten auf den E-Mail-Inhalt nur mit einer richterlichen Erlaubnis aus den USA zugreifen. Ein Gericht in New York unterstützte sie im vergangenen Jahr. Begründung: Als Teil eines US-Konzerns müsse sich die irische Microsoft-Tochter daran halten. In dem Fall ging es um eine Drogen-Ermittlung. Microsoft zog dagegen vor ein Berufungsgericht - und das kippte nun die Entscheidung der vorherigen Instanz, wie aus dem Urteil von Donnerstag hervorgeht. Zur Begründung hiess es, US-Recht könne nicht auf diese Weise ausserhalb der USA angewendet werden. Es war ein wegweisender Streit für den Datenschutz bei US-Unternehmen. Sie waren nach den Snowden-Enthüllungen über ausufernde Überwachung durch US-Geheimdienste verstärkt dazu übergegangen, Daten von Kunden direkt im Europa zu speichern, wo das Misstrauen gegenüber amerikanischen Behörden gestiegen war. Microsoft sicherte bereits mit einem Modell ab, bei dem die Daten in Rechenzentren der Deutschen Telekom gelagert werden. Insgesamt gibt es mit dem verstärkten Einsatz von Verschlüsselung in Online-Diensten massive Spannungen zwischen amerikanischen Tech-Konzernen und Washington. Apple wehrte sich vor Gericht gegen Forderungen des FBI, das iPhone eines toten Attentäters in Kalifornien zu knacken, bis die Ermittler mit Hilfe externer Dienstleister an die Daten kamen. Microsoft eskalierte Mitte April den Datenschutz-Streit mit der US-Regierung weiter und zog vor Gericht, um sich das Recht zu erstreiten, seine Kunden über bisher geheime Anfragen von US-Behörden nach ihren Informationen zu informieren. Der Windows-Konzern reichte dafür eine Klage gegen das US-Justizministerium ein und argumentierte, die aktuelle Regelung verstosse gegen die amerikanische Verfassung. Zugleich sprach sich Microsoft jetzt auch für die Suche nach grundsätzlichen Regelungen für das Problem aus. Der Schutz der Privatsphäre und die Bedürfnisse der Sicherheitsbehörden erforderten "neue rechtliche Lösungen, die die Welt widerspiegeln, die heute existiert - statt die Technologien, die es vor drei Jahrzehnten gab, als heutige Gesetze verabschiedet wurden", hiess es in einem Blogeintrag./so/DP/stb (AWP)

  • Microsoft mit mehr Dividende und Milliarden-Aktienrückkauf Der Softwarekonzern Microsoft will seine Aktionäre mit einer Dividendenerhöhung und milliardenschweren Aktienrückkäufen bei Laune halten. Wie der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte, soll die Quartalsdividende im Vergleich zur Ausschüttung im Vorquartal um acht Prozent auf 39 US-Cent je Aktie klettern. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet. Zudem kündigte der Konzern ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an. Dieses habe ein Volumen von bis zu 40 Milliarden US-Dollar. Wie lange das Programm laufen wird, liess Microsoft offen. Das derzeit noch laufende Rückkaufprogramm mit einem Volumen von 40 Milliarden Dollar will der Konzern wie geplant zum Jahresende 2016 abschliessen. (AWP)

  • Microsoft erfreut Anleger mit kräftigem Cloud-Zuwachs Dank starken Wachstum im Cloud-Geschäft hat Microsoft im vergangenen Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Bei Anlegern kamen die Zahlen gut an. Die Erlöse von Microsoft blieben verglichen mit dem Vorjahreswert stabil bei 20,5 Milliarden Dollar (18,8 Mrd Euro), wie der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Auch der Überschuss von 4,7 Milliarden Dollar übertraf trotz eines Rückgangs um vier Prozent die Prognosen der Analysten. Bei Anlegern kamen die Zahlen gut an - die Aktie kletterte nachbörslich zunächst um 4,3 Prozent. Der Umsatz im Cloud-Geschäft mit Diensten aus dem Netz wuchs um acht Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. Auch bei den Office-Büroprogrammen, die inzwischen auch verstärkt als Abo angeboten werden, gabe es ein deutlichen Plus von sechs Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Schwierig bleibt indes die PC-Sparte, hier sanken die Erlöse um zwei Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar. Im weitgehend aufgegebenen Smartphone-Geschäft gab es einen weiteren Einbruch von 72 Prozent. (AWP)

  • Microsoft übertrifft mit Quartalszahlen Analystenprognosen


    Microsoft hat mit seinen Zahlen im vergangenen Quartal die Wall-Street-Erwartungen übertroffen. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 23,3 Milliarden Dollar, der Gewinn wurde mit 6,5 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Die Aktie legte am Donnerstag nachbörslich zeitweise um rund drei Prozent zu.


    21.07.2017 06:14


    Der zentrale Wachstumstreiber blieb das Cloud-Geschäft mit Diensten wie Software und Speicher aus dem Netz. Der Umsatz des Bereichs wuchs um elf Prozent auf 7,43 Milliarden Dollar und das operative Ergebnis nahm um rund 15 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar zu.


    Der Umsatz in der Computer-Sparte sank dagegen in dem Ende Juni abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 1,5 Prozent auf 8,82 Milliarden Dollar. Den Ausschlag dafür gab vor allem der weitgehende Ausstieg aus dem Smartphone-Geschäft, durch den Erlöse von 361 Millionen Dollar wegfielen. Die Umsätze mit den Tablets und Laptops der Microsoft-Marke Surface sanken um zwei Prozent bzw. 20 Millionen Dollar, weil weniger Geräte abgesetzt wurden. Der Rückgang sei aber zum Teil durch den Verkauf teurerer Modelle abgefedert worden, hiess es.


    Bei den Windows-Erlösen gab es ein Plus von zwei Prozent bzw. 103 Millionen Dollar. Der Umsatz mit Geräten der Xbox-Spielekonsole fiel wegen gesunkener Stückzahlen und Preissenkungen um 29 Prozent. Höhere Erlöse mit Software und Diensten fingen das etwas auf.


    Ein weiterer Faktor für das Umsatzwachstum im Jahresvergleich war die Ende 2016 vollzogene Integration des für 26 Milliarden Dollar übernommenen Karriere-Netzwerks Linkedin. Der Zukauf erzielte einen Umsatz von 1,1 Milliarden Dollar. Zugleich verbuchte das Business-Netzwerk, bei dem Nutzer nach neuen Jobs suchen und berufliche Informationen austauschen können, Betriebskosten von einer Milliarde Dollar. Im Zusammenhang mit der Übernahme verbuchte Microsoft noch einen operativen Verlust von 361 Millionen Dollar./so/DP/he


    (AWP)

  • Microsoft mit kräftigen Zuwächsen dank Cloud-Geschäft


    Das Geschäft mit Cloud-Diensten sorgt bei Microsoft weiter für kräftige Zuwächse. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Wall Street deutlich.


    27.04.2018 06:51


    Der Gewinn sprang im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar hoch. Der Umsatz wuchs um 16 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar, wie der Software-Riese nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte.


    Die Sparte mit intelligenten Cloud-Lösungen, bei denen Dienste und Software aus dem Netz bereitgestellt werden, ist inzwischen fast genauso gross wie die Bereiche, in denen das angestammte Microsoft-Geschäft aufging. Im vergangenen Quartal wuchs ihr Umsatz um 17 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Die Erlöse mit der Cloud-Plattform Azure wurden mit einem Sprung von 93 Prozent fast verdoppelt - ihre genaue Höhe nennt Microsoft jedoch weiterhin nicht.


    Die Produktivitäts-Sparte, zu der unter anderem die Office-Bürosoftware gehört, verbuchte ein Umsatzplus von ebenfalls 17 Prozent auf 9,01 Milliarden Dollar. Zu ihr gehört auch die Cloud-Version Office 365, deren Umsätze um gut 40 Prozent anstiegen. Auch hier nennt Microsoft allerdings keinen konkreten Betrag.


    Und im Bereich Personal-Computing, in dem neben Windows auch das Geschäft mit Microsofts eigener Hardware samt Xbox-Spielekonsolen zusammengefasst ist, gab es ein Plus von 13 Prozent auf 9,92 Milliarden Dollar. Die Windows-Erlöse weist Microsoft gar nicht mehr einzeln aus.


    Aktie legt nachbörslich zu


    Die Aktie, die in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen war, legte im nachbörslichen Handel um rund drei Prozent zu, nachdem sie in einer ersten Reaktion auf die Zahlen zunächst etwas nachgegeben hatte.


    Microsoft-Chef Satya Nadella arbeitete in den vergangenen Jahren daran, das Geschäft stärker über Windows hinaus auszubauen, das einst den Grundstein für den Aufstieg des Software-Konzerns gelegt hatte. Denn die Verbreitung von Smartphones hatte eine Talfahrt des PC-Marktes ausgelöst, die auch Microsofts Windows-Geschäft runterzog./so/DP/zb


    (AWP)

  • Microsoft profitiert vom boomenden Cloud-Geschäft


    Das boomende Cloud-Geschäft lässt die Kassen von Microsoft kräftig klingeln.


    20.07.2018 06:55


    Vor allem die Sparte Azure, die Firmenkunden Computerdienste über die sogenannte Datenwolke online anbietet, sorgten für ein überraschend starkes Wachstum bei dem US-Softwareriesen. Der Nettogewinn stieg im vierten Geschäftsquartal binnen Jahresfrist um zehn Prozent auf 8,87 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte von April bis Juni um 17,5 Prozent auf 30,1 Milliarden Dollar zu. Auch das Geschäft mit der cloudbasierten Büro-Software Office 365 florierte. Die Anleger freute dies: Die Microsoft-Aktie kletterte nachbörslich fast vier Prozent.


    Für den Windows-Anbieter zahlt sich die Neuausrichtung auf das Cloud-Geschäft bereits seit längerem aus, bei dem vor allem Unternehmen IT-Arbeitslasten in das Internet auslagern, um Datenspeicher- und Softwarekosten zu senken. Im abgelaufenen Quartal schaffte Azure als das wichtigste Microsoft-Angebot in diesem Bereich ein Umsatzplus von 89 Prozent. Die Sparte Geschäftsprozesse, zu der die Büro-Software Office 365 gehört, steigerte die Einnahmen um 13 Prozent. Das Karrierenetzwerk LinkedIn steuerte zur Bilanz der Konzernmutter ein Umsatzplus von 37 Prozent bei. Auch der Walldorfer Software-Rivale SAP und der weltgrösste IT-Dienstleister IBM profitierten zuletzt kräftig vom Cloud-Computing.


    Mit Azure ist der weltgrösste Softwarekonzern zur Nummer zwei im Markt hinter dem AWS-Dienst von Amazon aufgestiegen. Beide stellen zum einen Rechenkapazitäten in der Datenwolke bereit und liefern damit ihren Kunden eine Plattform, über die diese ihre IT abwickeln können. Zum anderen verkaufen sie die dafür nötige Software. Dies rentiert sich, da immer mehr Firmen aufgrund der höheren Flexibilität und geringeren Kosten auf eigene Rechenzentren verzichten und sich stattdessen bei Cloud-Diensten anmelden.


    Diese Kombination funktioniere bei Microsoft gut und der grosse Cloudtrend werde wohl noch Jahre andauern, sagte Analyst Tom Taulli vom Finanznachrichtenportal Investorplace.com. Da sich das angestammte Softwaregeschäft in den vergangenen Jahren abgeschwächt hat, konzentriert sich Microsoft nach dem Amtsantritt von Konzernchef Satya Nadella 2014 mittlerweile auf den Cloud-Service und mobile Anwendungen. Der Aktienkurs ist seither kräftig gestiegen. Die Marktkapitalisierung lag Anfang des Monats erstmals über 800 Milliarden Dollar.


    (Reuters)

  • Microsoft - ein großartiges Unternehmen zu einem "großen" Preis

    Auch Chuck Carneval hält Microsoft für ein großartiges Unternehmen, das allerdings stark überbewertet ist: "My current optimistic assessment of Microsoft’s intrinsic value would be between $68-70 per share. Mathematically, this would indicate that Microsoft’s stock price is 35% to 40% overvalued."


    Quellen:


    https://seekingalpha.com/artic…olders-money-may-jeopardy


    External Content www.youtube.com
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    Dass deckt sich mit meinen eigenen Fair-Value Berechnungen, wo ich auf ca. 65 USD komme:


    [Blocked Image: https://aktienfinder.net/blog/wp-content/uploads/2018/07/MSFT_FairValues.png]


    Quelle: https://aktienfinder.net


    Ich selbst bin zwar long, veroptioniere aber über Covered Calls und bin bereit, mich bei einem weiteren Anstieg des Aktienkurses ausüben zu lassen.

  • Microsoft löst Apple als wertvollstes US-Unternehmen ab


    Nur vier Monate nach Erreichen eines Börsenwertes von einer Billion Dollar hat Apple die Krone des wertvollsten US-Börsenkonzerns an Microsoft abgegeben.


    29.11.2018 06:51


    Mit etwa 848 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung lag der Softwarekonzern rund drei Milliarden Dollar vor dem iPhone-Hersteller. Dessen Aktien sind seit Monatsanfang auf Talfahrt. Rund 20 Prozent haben die Apple-Aktien eingebüsst, während Microsoft nicht einmal ein halbes Prozent verlor. Aktuell dürften Aussagen von Donald Trump die Verkäufe ausgelöst haben. Der US-Präsident erklärte in einem Zeitungsinterview, auch Apple könnte von zusätzlichen Zöllen gegen China betroffen sein.


    Viele Anleger machen seit Wochen gerade bei den Technologiewerten Kasse. Auslöser des Ausverkaufs war aber nicht nur der Zollstreit der USA mit China, sondern eine Warnung von Apple-Chef Tim Cook, wonach der Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal unter den Markterwartungen liegen könnte.


    Microsoft hatte 2010 die Krone des wertvollsten US-Börsenunternehmens an den Smartphone-Hersteller abgeben müsssen. Damals litt der Hersteller des Windows-Betriebssystems unter der nachlassenden PC-Nachfrage. Inzwischen ist Microsoft aber auch im Cloud Computing knapp hinter Amazon ein wichtiger Player.


    (Reuters)

  • Microsoft will mit 500 Millionen Dollar Wohnraum bei Seattle fördern


    Microsoft nimmt 500 Millionen Dollar in die Hand, um für günstigeren Wohnraum in der Nähe seines Hauptquartiers bei Seattle zu Sorgen. Der Plan sieht Kredite von 475 Millionen Dollar vor sowie eine Spende von 25 Millionen Dollar für Hilfen an Obdachlose, wie der Software-Konzern in der Nacht zum Donnerstag ankündigte.


    17.01.2019 09:44


    Die Mieten in Seattle und Umgebung seien in den vergangenen acht Jahren um 96 Prozent gestiegen - und das mache es für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden, erklärte Microsoft-Manager Brad Smith in einem Blogeintrag.


    Der Aufstieg von Amazon mit Hauptquartier in Seattle und zuvor schon von Microsoft aus dem benachbarten Redmond hatten die Region zu einem Technologie-Zentrum gemacht. Auch andere Tech-Unternehmen wie Apple haben hier Standorte, zudem siedeln sich Start-ups an. Mit Zehntausenden gut bezahlter IT-Experten stiegen die Mieten, zugleich gab es immer mehr Obdachlose. Der Stadtrat von Seattle versuchte im vergangenen Jahr, mit einer neuen Steuer Geld zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zu heben. Grössere Unternehmen sollten jährlich 275 Dollar pro Mitarbeiter zahlen. Nach massivem Widerstand aus der Wirtschaft wurde die Entscheidung aber wenige Wochen später wieder zurückgenommen.


    Microsoft will jetzt 225 Millionen Dollar zu Zinsen unter dem Marktniveau an Immobilien-Entwickler verleihen, damit sie günstigeren Wohnraum bauen können. Weitere 250 Millionen Dollar sollen als Kredite zu marktüblichen Konditionen Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen unterstützen. Sie sollten denjenigen helfen, die weniger als 60 Prozent des lokalen Durchschnittseinkommens verdienten, schrieb die "Seattle Times"./so/DP/mis


    (AWP)

  • Microsoft-Gewinnplus überzeugt Börse nicht


    Der Software-Riese Microsoft hat zum Jahresende prächtig verdient, Anleger reagieren dennoch skeptisch.


    31.01.2019 06:31


    Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Dezember) legte der operative Gewinn im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar (9,0 Mrd Euro) zu, wie Microsoft am Mittwoch nach US-Börsenschluss am Konzernsitz in Redmond (US-Bundesstaat Washington) mitteilte. Der Umsatz stieg um gut zwölf Prozent auf 32,5 Milliarden Dollar.


    Trotz der starken Zuwächse fiel die Marktreaktion zunächst negativ aus, die Aktie drehte nachbörslich deutlich ins Minus. Zwar boomt Microsofts lukratives Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet weiter, doch beim Flaggschiff - der Azure-Plattform für Unternehmen - schwächte sich das Wachstum verglichen mit dem Vorjahreszeitraum erheblich ab. Auch bei den konzernweiten Erlösen konnte Microsoft die hohen Ansprüche der Wall Street letztlich nicht erfüllen.


    (AWP)

  • Microsoft verdient prächtig am Cloud-Geschäft


    Der Software-Riese Microsoft bleibt dank seiner florierenden Cloud-Dienste auf Erfolgskurs.


    Aktualisiert um 06:42


    Im abgelaufenen Geschäftsquartal bis Ende Juni schoss der Gewinn im Jahresvergleich um 49 Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar (11,7 Mrd Euro) in die Höhe, wie Microsoft am Donnerstag nach US-Börsenschluss am Konzernsitz in Redmond im US-Bundesstaat Washington mitteilte. Das lag zwar auch massgeblich an einer Steuergutschrift über 2,6 Milliarden Dollar, doch auch das operative Ergebnis legte um starke 20 Prozent zu.


    Microsoft verdient weiter prächtig an seinem boomenden Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet. Beim Flaggschiff - der Azure-Plattform für Unternehmen - kletterte der Umsatz um 64 Prozent. Das ist zwar ein beeindruckender Wert, allerdings lag das Wachstum im Vorjahreszeitraum noch bei 89 Prozent und im Vorquartal bei 73 Prozent. Die Cloud-Dienste sind ein grosser Teil des Erfolgsrezepts, mit dem Konzernchef Satya Nadella Microsoft seit seinem Amtsantritt 2014 zu einem kaum für möglich gehaltenen Comeback verholfen hat.


    Doch auch in vielen anderen Sparten brummt das Geschäft. Das 2016 übernommene Online-Karriereportal Linkedin erhöhte den Umsatz um ein Viertel. Microsofts Web-Version des Büroprogramms "Office 365" legte um starke 31 Prozent zu. Insgesamt steigerte der Konzern die Erlöse um zwölf Prozent auf 33,7 Milliarden Dollar. Sowohl Gewinn als auch Umsatz lagen über den Erwartungen der Analysten. Anleger reagierten positiv: Die Aktie stieg nachbörslich um rund zwei Prozent.


    An der Börse ist Microsoft derzeit ohnehin das Mass aller Dinge. Der Konzern hat Apple und Amazon als wertvollste Aktiengesellschaft überholt und ist aktuell das einzige Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als einer Billion Dollar. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Kurs mit fast 35 Prozent im Plus. Das ist umso beeindruckender, da bis zur Übernahme durch Nadella eigentlich niemand dem einst so mächtigen Computer-Dino zugetraut hätte, wieder an alte Zeiten anzuknüpfen./hbr/DP/zb


    (AWP)