Molecular Partners Switzerland

  • Molecular Partners berichtet am Investorentag über Pipeline-Fortschritte


    Das Biotechunternehmen Molecular Partners kündigt im Rahmen seines virtuellen Investorentages an, künftig auch in der Virologie forschen zu wollen und damit die Unternehmensstrategie zu erweitern.


    17.12.2020 08:10


    Zu den Fortschritten 2020 zählt das Unternehmen etwa den ersten klinischen Nachweis eines DARPin-vermittelten krebslokalisierten Immunmechanismus. Aber auch der Einstieg in die Covid-19-Bekämpfung inklusive der Kooperation mit Novartis zählt zu den Errungenschaften.


    Man habe die Fähigkeiten der DARPin-Wirkstoffklasse dramatisch erweitert und mehrere neue Möglichkeiten in der Immuno-Onkologie und Virologie erschlossen, wird CEO Patrick Amstutz in der Mitteilung zitiert.


    hr/kw


    (AWP)

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  • Molecular Partners sieht Covid-19-Mittel auch bei Mutationen wirksam


    Das Unternehmen Molecular Partners liefert ein Update zu den Corona-Kandidaten, die es gemeinsam mit Novartis erforscht.


    04.02.2021 07:18


    In der Studie wurden die beiden SARS-CoV-2-Anti-Infektionsmoleküle Ensovibep und MP0423 gegen neue virale Varianten von SARS-CoV-2, darunter die erstmals in Grossbritannien und Südafrika identifizierten Varianten getestet, wie Molecular Partners am Donnerstag mitteilte.


    Die Studie habe gezeigt, dass Ensovibep eine sehr hohe Potenz und Aktivität gegen alle getesteten viralen Varianten und Mutanten beibehielt. MP0423 behielt laut den Angaben die Aktivität gegen alle getesteten viralen Varianten und Mutanten bei, zeigte aber einen leichten Verlust der Wirkung gegen die UK-Variante, blieb aber im therapeutischen Bereich.


    Diese Daten deuten laut Mitteilung darauf hin, dass Ensovibep und MP0423 möglicherweise ein besserer Ansatz sind als monoklonale Antikörper, von denen viele zuvor einen signifikanten Wirkungsverlust gezeigt haben.


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  • Molecular Partners rutscht wegen höherer Forschungsausgaben tiefer ins Minus


    Das Biotechnologie-Unternehmen Molecular Partners hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem höheren Verlust abgeschlossen. Für die weiteren Projekte sieht sich das Unternehmen mit seinen liquiden Mitteln bis 2023 gut aufgestellt.


    05.02.2021 07:50


    Laut Medienmitteilung vom Freitag sanken die Einnahmen 2020 auf 9,3 Franken nach 20,4 Millionen im Jahr 2019. Dem standen Ausgaben von 56,1 Millionen für Forschung und Entwicklung gegenüber - ein Anstieg um 12,6 Millionen gegenüber 2019.


    Insgesamt ergab sich ein operativer Verlust von 58,3 Millionen und ein Nettoverlust von 62,8 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr ist Molecular damit deutlich tiefer in die Verlustzone gerutscht.


    Um seine Pipeline-Projekte weiter fortzuführen, verfügte das Unternehmen per Ende 2020 über liquide Mittel in Höhe von 173,7 Millionen Franken. Molecular Partners hatte sich im Jahresverlauf im Zuge einer eine Privatplatzierungsfinanzierung brutto 80,2 Millionen beschafft. Darüber hinaus erhielt Molecular Partners im Spätsommer vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Honorar im mittleren bis hohen einstelligen Millionenbereich für bis zu 3,2 Millionen Dosen des Corona-Kandidaten MP0420.


    Zu guter Letzt hat das Biotechunternehmen eine Kooperation mit Novartis abgeschlossen, die weitere 20 Millionen Franken in die Kassen gespült haben.


    Fokus auf zwei Therapiegebiete


    Erst am (gestrigen) Donnerstag gab Molecular Partners ein Update zu diesem Programm. Gemeinsam arbeiten die beiden Unternehmen an der Erforschung von DARPin-Kandidaten zur Behandlung von Corona-Patienten. Wie aus der Mitteilung hervorging, erwiesen sich die beiden führenden Kandidaten in vitro auch als effektiv bei Corona-Mutationen.


    Für das laufende Jahr hat sich Molecular Partners die Weiterentwicklung seiner Programme in den Bereichen Immunonkologie und Infektionskrankheiten auf die Fahne geschrieben. So sollen etwa für das Covid-19-Programm die endgültigen Daten aus der laufenden Phase-I-Studie im ersten Quartal vorliegen.


    In der Immunonkologie will Molecular Partners laut Mitteilung optimierte Dosierungsschemas für den Kandidaten MP0310/AMG 506 finden, bevor dieser dann in mögliche Kombinationsstudien mit Amgen-Assets zum Einsatz komme.


    hr/uh


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  • Daumen runter für die Aktie von Molecular Partners


    Molecular Partners zählt zu den diesjährigen Börsenüberfliegern. Trotz der Zusammenarbeit mit Novartis auf dem Gebiet der Covid-19-Bekämpfung zeigt eine kanadische Grossbank der Aktie nun die kalte Schulter.


    15.02.2021 08:14


    Von Lorenz Burkhalter


    Die gute Nachricht zuerst: Die Analysten der Royal Bank of Canada erhöhen ihr Kursziel für die Aktie von Molecular Partners auf 28 (zuvor 20) Franken. Die schlechte Nachricht: Dort liegt der Kurs nach dem starken Anstieg der Aktie bereits heute. Aus diesem Grund nehmen die Kanadier ihr Anlageurteil von "Outperform" auf "Sector Perform" herunter.


    Covid-19-Wirkstoffe «matchentscheidend»


    Dennoch finden sie vorwiegend positive Worte für das Pharmaunternehmen. Den Wirkstoffen auf dem Gebiet der Behandlung von Covid-19-Patienten trauen sie beispielsweise einen Spitzenumsatz von mehr als 450 Millionen Franken im Jahr zu. Bei einer Börsenkapitalisierung von gut 800 Millionen Franken mehr als bloss ein Apropos.


    Ausserdem sei das Unternehmen dank der soliden Bilanz bis ins Jahr 2023 ausreichend kapitalisiert. Und das selbst ohne jegliche Meilensteinzahlungen oder Lizenzeinnahmen seitens von Partnerfirmen wie etwa der Basler Novartis. Mit ihr arbeitet Molecular Partners auf dem Gebiet der Covid-19-Therapie zusammen.


    Mit 11,30 Franken je Aktie steuern die Wirkstoffe auf dem Gebiet der Behandlung von Covid-19-Patienten beim Bewertungsmodell der Analysten denn auch den grössten Teil zum 28 Franken lautenden Kursziel bei. Die Kanadier gehen dabei von einer Zulassungswahrscheinlichkeit von 60 Prozent aus. Unter den bestmöglichen Annahmen beziffern sie den Wert der Wirkstoffe gar auf 33 Franken je Aktie. Unter diesen Umständen würde das Kursziel gar bei 61 Franken liegen. Das wiederum entspräche aus heutiger Sicht noch einmal etwas mehr als einer Verdoppelung.


    Aktie eine der Börsengewinnerinnen in diesem Jahr


    Sollte Molecular Partners auf diesem Therapiegebiet hingegen nicht reüssieren, würde der Aktienkurs wohl auf 12 Franken zusammenfallen. Dort liegt nämlich der Wert der übrigen Entwicklungsprojekte sowie den Barmitteln in Höhe von gut 6 Franken je Aktie. Das zeigt: Es muss unbedingt ein Erfolg her.


    Die Molecular-Partners-Aktie hat alleine in diesem Jahr um fast 36 Prozent zugelegt. Damit zählt sie zu den diesjährigen Börsengewinnerinnen. Letztmals kostete die Aktie im November 2017 ähnlich viel. Die Höchstkurse von knapp 40 Franken gehen ins Jahr 2015 zurück.

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  • Molecular Partners nominiert Agnete Fredriksen zur Wahl in den Verwaltungsrat


    Beim Biotechunternehmen Molecular Partners soll Agnete Fredriksen in den Verwaltungsrat einziehen. Die Mitgründerin und Präsidentin des Biopharmaunternehmens Vaccibody werde der Generalversammlung vom 21. April zur Wahl vorgeschlagen, teilte Molecular Partners am Donnerstag in einem Communiqué mit.


    11.03.2021 08:05


    Fredriksen sei bei Vaccibody auch die wissenschaftliche Verantwortliche. Das Unternehmen forsche an neuen Immuntherapien gegen Krebs und Infektionskrankheiten, hiess es weiter. Man freue sich Fredriksen an Bord zu holen zu einer Zeit, in der Molecular Partners die Grundlagen für ein Portfolio an Heilmitteln gegen Infektionskrankheiten und Krebs-Immuntherapien lege, erklärte Molecular-Verwaltungsratspräsident Bill Burns im Communiqué.


    jb/kw


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  • Molecular Partners nominiert Dominik Höchli für den Verwaltungsrat


    Schlieren (awp) - Das Biotechunternehmen Molecular Partners hat Dominik Höchli für den Verwaltungsrat des Unternehmens nominiert. Er werde an der Generalversammlung am 21. April 2021 zur Wahl vorgeschlagen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.


    25.03.2021 08:02


    Höchli verfüge über 20 Jahre an Erfahrungen als Führungskraft in den Bereichen Marketing und Medical Affairs. Bis 2020 arbeitete er bei AbbVie als Vice President, Head of Global Medical Affairs sowie als Mitglied des R&D- und des Commercial Leadership-Teams.


    hr/kw


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  • Plazza sucht neuen Chef - CEO Ralph Siegle geht vorzeitig in Pension


    Die Immobiliengesellschaft Plazza braucht einen neuen Chef. Ralph Siegle, der Plazza seit 2003 geführt hat, geht vorzeitig per Ende Jahr in Pension. "Im Alter von 62 Jahren ist es Zeit, sich auch auf andere Dinge zu konzentrieren", wird der scheidende CEO in einer Firmenmitteilung vom Donnerstag zitiert. Neben Familie und Hobbys wolle er sich vermehrt auf Beratungen und Mandate im Immobilienbereich fokussieren.


    25.03.2021 08:01


    Siegle werde seine Funktion als CEO der Plazza bis zur Regelung der Nachfolge wie bisher wahrnehmen und dem Unternehmen bei Bedarf auch danach beratend zur Verfügung stehen, heisst es weiter.


    pre/tv


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  • Molecular Partners: Erster Patient erhält Corona-Kandidat


    Das Biotechunternehmen Molecular Partners hat im Rahmen der Phase-IIa-Studie einem ersten Patienten den Corona-Kandidaten Ensovibep verabreicht.


    06.04.2021 08:14


    Die Studie werde Patienten mit symptomatischem COVID-19 einschliessen und soll die Dynamik der viralen Clearance, die Pharmakokinetik und die Verträglichkeit von Ensovibep untersuchen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Studie, für die Patienten in den Niederlanden rekrutiert werden, sei darauf ausgelegt, bis zu 40 Patienten in zwei Dosiskohorten zu rekrutieren.


    In Zusammenarbeit mit Novartis beabsichtigt Molecular Partners laut Mitteilung, in der ersten Hälfte des Jahres 2021 weitere klinische Studien mit Ensovibep zu initiieren, mit dem Ziel, den klinischen Wirksamkeitsnachweis (Proof-of-Concept) zu erbringen und möglicherweise noch im Jahr 2021 die Zulassung für den Notfalleinsatz zu beantragen.


    (AWP)

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  • Molecular Partners präsentiert neue präklinische Daten


    Das Biotech-Unternehmen Molecular Partners hat am Wochenende neue präklinische Daten seines AML-fokussierten CD3-T-Zell-Engager-Programms, des CD40-Produktkandidaten MP0317 und anderer neuartiger Immun-Onkologie-Ansätze präsentiert.


    11.04.2021 16:00


    Die auf der virtuellen Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) vorgestellten Poster sind laut Mitteilung vom Samstag auf der Unternehmenswebsite im Bereich Wissenschaftliche Präsentationen aufgeschaltet.


    uh/


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  • Mitteilung

    Da das Biotechnologieunternehmen Molecular Partners noch keine eigenen Medikamente auf dem Markt hat, «verbrennt» es derzeit noch Geld. Entsprechend wichtig sind die liquiden Mittel. Diese beziffert das Unternehmen in einer Mitteilung auf 145,6 Mio. Fr. Molecular Partners zufolge sollten sie reichen, um Projekte bis 2023 zu finanzieren. Für die ersten drei Monate weist sie zudem einen operativen Verlust von 18,5 Mio. Fr. aus, nach 16,6 Mio. im Vorjahreszeitraum.

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  • Aufmerksamkeit

    Wird Zeit, dass die Aktie von Molecular die Aufmerksamkeit erhält, die sie verdient. Die Technologie und das damit verbundene Potenzial ist gigantisch. Hoffen wir auf gute Phase2 -Ergebnisse bei ensovibep, dann heben wir hier ab.

  • Ensovibep Fast-Track-Status

    Das Biotech-Unternehmen Molecular Partners hat von der FDA für seinen Covid-19-Kandidaten Ensovibep den Fast-Track-Status erhalten. Die von der US-Behörde National Institutes of Health (NIH) gesponserte Activ-3-Studie untersucht die Wirkung des Präparats bei der Behandlung von Covid-19-positiven Erwachsenen.


    Molecular Partners Announces First Patient Dosed in COVID-19 NIH-Sponsored ACTIV-3 Trial Evaluating Antiviral Candidate Ensovibep – Molecular Partners

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  • Molecular Partners rechnet mit Bruttoerlös von knapp 64 Millionen Dollar aus US-Listing


    Das Biotechunternehmen Molecular Partners hat den Emissionspreis für sein US-Listing festgelegt.


    16.06.2021 06:47


    So sollen die 3 Millionen American Depositary Shares (ADS) zu 21,25 US-Dollar pro ADS angeboten werden. Daraus würde sich ein Bruttoerlös von insgesamt rund 63,8 Millionen US-Dollar ergeben, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit.


    Alle im Rahmen des Angebots verkauften ADSs werden demnach von Molecular Partners angeboten. Jede ADS repräsentiert eine Molecular Partners Stammaktie. Die den ADS zugrundeliegenden neuen Stammaktien werden aus dem genehmigten Kapital von Molecular Partners unter Ausschluss des Vorkaufsrechts der bestehenden Aktionäre ausgegeben.


    Zusätzlich habe man den Konsortialbanken eine 30-tägige Option eingeräumt, bis zu 450'000 zusätzliche ADS zum Preis des Börsengangs, abzüglich Konsortialrabatt und Provisionen, zu erwerben, teilte die Gesellschaft weiter mit.


    Der Handel mit den ADS wird laut Molecular Partners voraussichtlich am heutigen Mittwoch am Nasdaq Global Select Market unter dem Tickersymbol "MOLN" beginnen. Die SIX Swiss Exchange habe die Notierung der neuen Stammaktien, die den ADS zugrunde liegen, für den 17. Juni 2021 genehmigt.


    (AWP)

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  • Molecular Partners-Aktien sacken nach enttäuscht aufgenommenen US-IPO ab


    Die Aktien des Biotechunternehmens Molecular Partners wurden am Donnerstag bis ans Ende der Kurstafel durchgereicht. Hintergrund dürfte ein wenig erfolgreiches Listing an der Nasdaq am Vortag sein.


    17.06.2021 13:17


    Gegen 13:15 Uhr sacken die Aktien um rund 10 Prozent ab. Am Mittwoch waren sie wegen des US-Listings ihrer American Depositary Shares (ADS) in den USA an der SIX vom Handel ausgesetzt gewesen. Der Gesamtmarkt steht am Donnerstag zeitgleich um 0,15 Prozent tiefer.


    Am gestrigen Mittwoch hat das Biotechunternehmen US-Investoren zunächst 3 Millionen ADS angeboten. Den Ausgabepreis hatte die Gesellschaft auf 21,25 US-Dollar das Stück festgesetzt. Nachdem sie im Verlauf des Handels zeitweise unter 19 Dollar gefallen waren, gingen sie am Ende bei einem Stand von 19,65 Dollar aus dem US-Handel - ein Minus von 7,5 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis.


    Im besten Fall hatte sich Molecular Partners aus dem US-Listing einen Bruttoerlös von rund 63,8 Millionen Dollar erhofft.


    Den Konsortialbanken hat das Unternehmen noch eine 30-tägige Option eingeräumt, bis zu 450'000 zusätzliche ADS zum Preis des Börsengangs, abzüglich Konsortialrabatt und Provisionen, zu erwerben, wie es am Mittwoch mitgeteilt hatte.


    (AWP)

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  • Unterschätzte Coronamedikamente

    25.06.2021 – 15:15 UNTERNEHMEN / GESUNDHEIT


    Unterschätzte Coronamedikamente


    Die Börsen schauen nur auf die Impfstoffanbieter. Doch aggressivere Virusvarianten und verbreitete Impfskepsis werden auch Medikamente zu einem Milliardengeschäft machen.


    RUPEN BOYADJIAN


    Obschon die Hospitalisierungsraten dank dem Impffortschritt stark zurückgehen, rechnen viele Pharmaanalysten mit einem anhaltenden Bedarf für Coronanedikamente. «Vor allem Therapeutika, die gegen alle Virusmutationen wirken, werden nachgefragt sein», sagt Olga Smolentseva, Biotech-Analystin der Investmentbank Bryan, Garnier & Co.


    Sie verweist beispielhaft auf das US-Biotech-Unternehmen Humanigen. Vor einem knappen Monat hat es bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Antrag auf Notfallzulassung eingereicht. Sein Antikörper Lenzilumab soll ähnlich wie der Peptidwirkstoff von Relief Therapeutics (RLF 0.21 0%) bei hospitalisierten Patienten die überschiessende Immunreaktion, den sogenannten Zytokinsturm, dämpfen. Das Mittel sollte für alle Virusvarianten wirken. Smolentseva rechnet damit, dass es die Notfallzulassung erhält.


    Auch Relief könnte für ihr RLF-100, das Partner NRx Zyesami nennt, demnächst grünes Licht von der FDA erhalten (vgl. Timeline). Erst am Freitag hat Roche (ROG 344.80 +0.51%) für ihr Actemra die Notfallzulassung bekommen. Das Arthritis-Mittel wird seit Ausbruch der Pandemie schwer kranken Patienten verabreicht. Doch sind sie einmal am Beatmungsgerät, helfen Medikamente kaum noch.


    Je früher, desto besser


    Neuere Studien mit entzündungshemmenden Wirkstoffen setzen deshalb in einem früheren Erkrankungsstadium ein, mit dem Ziel, Zytokinsturm, mechanische Beatmung und Tod zu verhindern. Das Schweizer Unternehmen Kinarus hat bereits eine Studie am Laufen, eine weitere soll bald starten. Auch MetrioPharm und die nahe Genf ansässige Geneuro wollen demnächst loslegen.


    Im Labor hat Ensovibep, das Molecular Partners (MOLN 18.46 +1.99%) mit Novartis (NOVN 84.66 -0.49%) entwickelt, bisher alle Virusvarianten neutralisiert. Der sogenannte Multi-Darpin dockt an drei Stellen des Virus an und soll so verhindern, dass es menschliche Zellen infiziert. Im Gegensatz dazu blockieren Antikörper nur eine Stelle. Mutiert das Virus genau dort, kann der Antikörper nicht mehr (so gut) andocken. So hat die FDA ihre Notfallzulassung für Bamlanivimab von Eli Lilly (LLY 231.67 -0.56%) zurückgezogen.


    Deltavariante untergräbt Schutz


    Auch Impfstoffe schützen gegen gewisse Virusmutationen nicht mehr so gut wie in den Zulassungsstudien. Die mRNA-Vakzine bieten zwar auch gegen die aggressivere Deltavariante, die in Indien entdeckt wurde, noch einen hohen Schutz. Bei BioNTech (BNTX 228.21 +0.18%) sind es gemäss jüngsten Erhebungen 88 statt 95%. Aber auch das wird angesichts von Millionen Geimpfter zu Zehntausenden zusätzlichen Erkrankungen führen.


    Bei anderen Vakzinen, etwa chinesischen, sinkt der Schutz gegen Delta massiv. Laut einer aktuellen Studie der britischen Behörde PHE schützt auch AstraZeneca zu nur noch 92% vor einer Hospitalisierung. In der Phase-III-Studie waren es 100% gewesen. Gemäss einer anderen Untersuchung hatten von 2200 Spitalpatienten 24% die erste Impfdosis erhalten, und 8% waren komplett geimpft.


    USA legen 3,2-Mrd.-$-Programm auf


    Das heisst, schwere Fälle treten auch bei Geimpften auf. Der COO von Molecular Partners, Michael Stumpp, rechnet damit, dass viele Gesundheitsbehörden Coronamedikamente zumindest für geimpfte Risikopatienten empfehlen werden. Dazu dürften je nach Land oder Region 20 bis 40% der Bevölkerung kommen, die sich nicht impfen lassen können oder wollen.


    Die US-Regierung hat den Bedarf für wirkungsvollere Medikamente erkannt und ein 3,2-Mrd.-$-Programm aufgelegt, mit dem sie ihre Entwicklung fördern will. Dabei legt sie Wert auf eine einfachere Verabreichung. Bisher müssen Antikörper per Infusion gegeben werden, sind aber nicht für hospitalisierte Patienten zugelassen. Denn sie sind zu Beginn einer Erkrankung am wirkungsvollsten.



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    Merck & Co. schliesst Milliardenvertrag


    Im Idealfall sollten positiv getestete Personen Medikamente umgehend zu Hause oder beim Arzt nehmen. Eine Pille, die in jedem Haushalt lagert, wäre am besten. Auch Spritzen, die man sich selbst setzen kann, würden für eine breitere und raschere Anwendung sorgen. «Im zweiten Quartal 2022 wollen wir eine Spritze für zu Hause anbieten können», kündigt Molecular-COO Stumpp an.


    An Coronamedikamenten in Tablettenform arbeiten neben den erwähnten privat gehaltenen MetrioPharm und Kinarus unter anderen Atea mit Partner Roche sowie Pfizer (PFE 39.05 -0.36%) und Merck (MRK 76.91 +0.72%) (MRK 158.45 +0.38%) & Co. Letztere hat bereits einen Vertrag mit der US-Regierung in der Tasche. Lässt die FDA die Pille zu, zahlt Washington für 1,7 Mio. Behandlungszyklen 1,2 Mrd. $.


    Günstige Aktien der Kleinen


    Anleger können im Falle von Zulassungen am meisten von kleinen Unternehmen profitieren, aber auch am meisten verlieren, wenn die Entwicklung scheitert. Atea weisen einen Börsenwert von rund 2 Mrd. $ auf, Humanigen gut 1 Mrd. $, Molecular und Relief weniger. Regeneron, die mit Roche eine Partnerschaft für ihren Antikörpercocktail eingegangen ist, bringt mit 58 Mrd. $ deutlich mehr auf die Waage. Sie könnte für 1 Mio. Dosen von der US-Regierung bis zu 2,6 Mrd. $ erhalten.


    Roche wird im Halbjahr wohl ebenfalls erste Einnahmen ausweisen. Das Produkt ist nun in mehreren Ländern im Einsatz, darunter der Schweiz, wie Unternehmenssprecher Karsten Kleine auf Anfrage bekannt gibt. Erst kürzlich hat die FDA eine niedrigere Dosis sowie die Verabreichung in Spritzenform zugelassen, was den Absatz ankurbeln wird.


    https://www.fuw.ch/article/unterschaetzte-coronamedikamente/

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  • Molecular Partners mit höherem Verlust im ersten Halbjahr


    Das Biotechnologie-Unternehmen Molecular Partners hat im ersten Halbjahr 2021 einen höheren Verlust als im Vorjahr verbucht. Die Prognosen für die Kosten im laufenden Jahr wurden derweil beibehalten.


    26.08.2021 08:01


    Der Gesamtertrag sank auf 4,4 Millionen Franken, verglichen mit 7,5 Millionen im Vorjahr. Der Gesamtbetriebsaufwand stieg dagegen um 8,6 Millionen auf 39,2 Millionen Franken, wie die Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. Dies führte zu einem Betriebsverlust von 34,8 Millionen.


    Unter dem Strich resultierte ein Nettoverlust von 33,6 Millionen. Im Vorjahr hatte der Verlust noch 24,7 Millionen betragen.


    Bis Mitte 2023 finanziert


    Der Barmittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2021 auf 52,5 Millionen, nachdem im Vorjahr noch Mittel von netto 27,9 Millionen abgeflossen waren. Die liquiden Mittel beliefen sich per Stichtag 30. Juni auf 174,3 Millionen Franken. Die Gesellschaft sei bis ins zweite Halbjahr 2023 finanziert.


    Das gesamte Eigenkapital belief sich per Ende Juni auf 134,6 Millionen, was einem deutlichen Anstieg von 27,4 Millionen gegenüber Ende Dezember 2020 entspricht.


    Ausblick beibehalten


    Beim Ausblick bleibt das Unternehmen bei seinen früheren Aussagen. So werden 2021 weiterhin Ausgaben im Bereich von 65 bis 75 Millionen Franken erwartet.


    Derweil will sich Molecular Partners in der zweiten Jahreshälfte auf die schnelle klinische Entwicklung des Corona-Kandidaten Ensovibep in zwei grossen Studien konzentrieren. Die ersten vorläufigen Daten für die Empathy-Studie mit 400 Patienten würden für die zweite Jahreshälfte 2021 erwartet, die vollständigen Daten dann Anfang 2022.


    dm/ra


    (AWP)

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  • Drohendes Aus für Covid-19-Mittel: Kommt Molecular Partners an der Börse unter die Räder?


    Molecular Partners erleidet einen Rückschlag mit Ensovibep. Dem Covid-19-Mittel droht nun überraschend das aus. Das könnte der Aktie zusetzen und auch jene von Partner Novartis in Mitleidenschaft ziehen.


    16.11.2021 07:57


    Von Lorenz Burkhalter


    Eigentlich sollte Molecular Partners erst Anfang kommenden Jahres Studienergebnisse zum Covid-19-Wirkstoffkandidaten Ensovibep vorlegen. Nun meldet sich das Biotechnologieunternehmen aus Schliern allerdings schon sehr viel früher zu Wort. Und das mit ziemlich enttäuschenden Neuigkeiten. Nachdem Ensovibep die Vorgaben für eine Fortsetzung der Studie nicht erfüllt hat, droht dem Entwicklungsprojekt das Aus.


    Folglich sehen Beobachter die Aktie von Molecular Partners an der Börse unter Verkaufsdruck geraten. Dabei hatte sich die Aktie nach einem Rücksetzer auf unter 13 Franken erst gerade wieder gefangen. Wie es weiter heisst, seien nun sogar einstellige Kurse möglich.


    Das kommt nicht von ungefähr, liessen Analysten für Ensovibep zuletzt doch zwischen 5 und 8 Franken je Aktie in ihre Bewertungsmodelle einfliessen. Viele müssen nun den dicken Rotstift ansetzen, unter ihnen auch jener von Research Partners. Er war bisher davon ausgegangen, dass sich mit dem Covid-19-Wirkstoffkandidaten in den ersten 12 Monaten ab der Marktzulassung Umsätze von rund 600 Millionen Dollar erzielen lassen. Daraus wird nun wohl nichts.


    Rückschlag auch für Novartis ein Thema


    Bei Research Partners wird die Molecular-Partners-Aktie seit gut einer Woche mit Halten und einem 12-Monats-Kursziel von 14,85 (zuvor 16,90) Franken eingestuft. Die Kurszielreduktion wurde nach überwältigenden Erfolgen des US-Branchenprimus Pfizer mit einer eigenen Covid-19-Pille notwendig. Denn diese Erfolge schmälern das kommerzielle Potenzial anderer möglicher Wirkstoffe (der cash Insider berichtete).


    Bitter ist das auch für den Partner Novartis. Der Pharmakonzern aus Basel muss sich nun vorwerfen lassen, aufs falsche Pferd gesetzt zu haben.


    Beobachtern zufolge dürfte die Aktie von Molecular Partners an der Börse allerdings deutlich stärker unter die Räder geraten als jene von Novartis. Während sich bei Novartis seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 10 Prozent errechnet, kostet die Molecular-Partners-Aktie sogar gut 30 Prozent weniger als noch in den ersten Januar-Tagen.

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