Stadler Rail

  • Zwei Jahre Stadler-IPO: Warum die «Volksaktie» nicht vom Fleck kommt


    Als vor zwei Jahren der Zugbauer Stadler Rail an die Börse ging, folgte auf anfängliche Euphorie schnell Ernüchterung. Für Anlegerinnen und Anleger gibt es zwar Hoffnung, sie brauchen aber Geduld.


    27.04.2021 21:45


    Von Henning Hölder


    Als Peter Spuhler im März 2019 endlich bestätigte, was schon lange im Raum stand, war die Euphorie am Markt gross. Mit dem Zugbauer Stadler Rail ging – so der damalige Tenor – ein margenstarker Nischenplayer an die Börse, der wie kaum ein anderes Unternehmen für Schweizer Qualität und Zuverlässigkeit steht. Spuhler selbst hatte im Vorfeld des Börsengangs den Begriff der "Volksaktie" ins Spiel gebracht und stand damit von Beginn an in der Gunst der Anleger. Kurz: Der Optimismus hätte nicht grösser sein können.


    Gemessen am Schlusskurs am Tag des IPO (43,10 Franken, Ausgabepreis war 38 Franken) hat die Aktie seit dem Börsengang vor zwei Jahren rund 6 Prozent zugelegt. Verglichen mit der Entwicklung des breiten Marktes, der gemessen am SPI über 26 Prozent zulegen konnte, ist das eine maue Performance.


    "Der Hype rund um den Stadler-Börsengang war damals gross und hat die Erwartungshaltung wohl etwas zu hoch geschraubt", gibt auch Martin Lehmann, Fondsmanager des 3V Invest Swiss Small & Mid Cap Fonds, zu Bedenken. Fakt ist, dass der Zugbauer aus Bussnang im Thurgau nach seinem Börsengang (IPO) am 12. April 2019 schnell an Anlegervertrauen verlor. Anfängliche Begeisterung wich rasch Ernüchterung. Immer wieder musste Stadler die Prognosen senken, um sie dann erneut zu verfehlen.


    [Blocked Image: https://www.cash.ch/sites/default/files/public/uploads/cash/redaktion/grafiken/bildschirmfoto_2021-04-27_um_17.03.42.jpg]


    Kursentwicklung der Aktie von Stadler Rail seit dem IPO vom 12. April 2019, Quelle: cash.ch. Der Ausgabepreis war damals auf 38 Franken gesetzt.


    Anfangs hatte die Börse dies noch erstaunlich nachsichtig verziehen, immerhin konnte die Aktie in ihren ersten zehn Monaten rund 12 Prozent zulegen. Doch spätetens mit dem Aufkommen der Pandemie verloren nicht nur die Anleger die Geduld. Im Mai 2020 zog Stadler-Patron Spuhler die Reissleine und trennte sich von seinem CEO Thomas Ahlburg, den er zuvor als seinen Nachfolger aufgebaut hatte. Seitdem sitzt Spuhler wieder selbst am Steuer und ist Firmenchef und VR-Präsident in einem.


    "Stadler wurde quasi Opfer seines eigenen Erfolgs und leidet unter Wachstumsschmerzen", sagt ein Fondsmanager gegenüber cash, der nicht genannt werden möchte. Stadler sei lange Zeit ein starker Nischenplayer mit guten Margen, wenig Garantiefällen und einer hohen Lieferbereitschaft gewesen. Das habe sich geändert. "Stadler ist heute ein ziemlich normaler Hersteller von Eisenbahnen, der auf die grossen Projekte geht. Da entstehen nun einmal Lieferverzögerungen, das ist normal." Der CFO von Stadler soll gegenüber vertrauten Personen gesagt haben, dass das Wachstum für alle Mitarbeiter die grösste Herausforderung sei.


    Stadler: Zu schnell vom Nischenplayer zum Big Player


    Das Problem: Lieferverzögerungen oder gar Garantiefälle kommen an der Börse nicht gut - weil sie nicht planbar sind und für Unsicherheit sorgen. Zudem drücken sie auf die Marge. Die Profitabilität war immer eine Stärke von Stadler, die dem Unternehmen in den letzten beiden Jahren zunehmend abhanden gekommen ist. "Die Auftragsbücher von Stadler sind prallgefüllt, doch sie müssen auch sauber abgearbeitet werden", mahnt auch Lehmann. Spätestens hier kommt das Coronavirus ins Spiel. Die Pandemie hat das Geschäft ohne Zweifel zusätzlich erschwert.


    "In der Schienenfahrzeug-Branche fliesst das Geld erst, wenn die Fahrzeuge abgenommen werden", sagt Lehmann. Das war vor allem zu Beginn der Pandemie kein einfaches Unterfangen für Stadler. Wegen Reisebeschränkungen konnten Kunden und Zulassungsbehörden die Züge nicht begutachten und abnehmen. Die Folge: Es standen massenweise fertig gebaute Züge da, die nicht ausgeliefert werden konnten - und damit keinen Umsatz brachten. Ein Problem, welches Stadler heute zwar langsam wieder in den Griff bekommt, aber immer noch auf den Zahlen lastet. Für die Finanzen eines Unternehmens sind solche "aufgeschobenen Umsätze" verheerend. Das Nettovermögen von Stadler rutschte 2020 tief in den roten Bereich.

    Doch seit einigen Monaten scheint sich die Lage für Stadler zu bessern. Im März sorgte der Zugbauer bei der Vorlage der Zahlen für einmal nicht für Enttäuschungen. Im Gegenteil, Stadler konnte die Erwartungen der Analysten für das Gesamtjahr 2020 sogar leicht übertreffen. Für abermalige Ernüchterung sorgte indes die Margenprognose für das laufende Jahr, die mit 6 Prozent sogar tiefer angesetzt wurde als im zweiten Halbjahr 2020 (7 Prozent). "Wir möchten die Analysten und die Presse ja auch einmal positiv überraschen", kommentierte Spuhler die Prognose laut "Finanz und Wirtschaft" leicht süffisant.


    Besserung in Sicht: Ist die Aktie ein Kauf?


    Was macht bei der Aktie von Stadler Rail Mut? "Sobald sich der Abnahmestau legt, gibt es durchaus wieder Potenzial. Stadler bewegt sich ohne Zweifel in strukturellen Wachstumsmärkten", zeigt sich Fondsmanager Lehmann optimistisch. Tatsächlich sind es aktuelle Megatrends, die Stadler mit seinem Geschäft bedient: Urbanisierung, steigende Mobilität, der allgemeine Trend zur Nachhaltigkeit. Das alles sind Entwicklungen, die ungebremst fortlaufen und auf absehbare Zeit kaum nachlassen oder gar rückgängig gemacht werden.


    Die Konkurrenz ist freilich da, vor allem in Europa. Doch China gehört wohl auch weiterhin nicht dazu, obwohl immer wieder befürchtet. Da sind sich viele Experten einig. Der Tenor: Die chinesischen Zugbauer machen die ganz grossen Projekte, bauen Hochgeschwindigkeitszüge, die zwei Städte miteinander verbinden. Das ist nicht die Welt von Stadler. Hinzu kommt, dass chinesische Zugbauer nicht einfach so auf europäische Anforderungen reagieren können. "Über das Thema China spricht man schon lange, doch wirklich sichtbar ist es bis heute nicht", relativiert auch Lehmann die Konkurrenzgefahr aus Asien.


    Zentraler Faktor: Effiziente Ausführung des Auftragsbestandes


    Werden die nächsten zwei Jahre für den Aktienkurs besser? "Ein Einstieg bei der Aktie kommt ein bisschen auf den Horizont an", sagt Lehmann. "Ich kaufe die Aktie aktuell nicht, habe sie aber auf dem Radar." Der Investment Case im Umfeld der aktuellen Trends sei zweifellos da, doch Lehman möchte erst einmal Gewissheit haben, dass sich der Nebel verzieht. Heisst: Abwarten bis die Vertriebswege wieder störungsfrei laufen und die Profitabilität zurückkommt.


    Zentral für Stadler dürfte die effiziente Ausführung des hohen Auftragsbestands sein. Die Nachfrage nach Stadlers Zügen ist ungebrochen, trotz Krise wurden keine Aufträge storniert. Positiv stimmt Analysten, dass Stadler dieses Problem erkannt hat und aktiv angeht. So wurde der Personalbestand stetig ausgebaut und neue Leute eingesetzt und ausgebildet, um das Wachstum zu bewältigen - und vor allem lukrativer zu machen. Dass Spuhler mit seinem Doppelmandat vorerst eine Art "Alleinherrscher" bleibt, wird von Experten weniger kritisch gesehen, als dies oft in den Medien kommentiert wird. "Spuhler ist der richtige, um in die Firma in höhere Dimension zu bringen", sagt ein Fondsmanager gegenüber cash.


    Doch bis dahin könnte noch ein wenig Geduld gefragt sein. Insgesamt legt auch der Analysten-Konsens keinen sofortigen Einstiege nahe. Die Mehrheit der von Bloomberg befragten Analysten empfiehlt die Aktie zu "halten". Das durchschnittliche Kursziel von knapp 47 Franken offenbart praktisch kaum Ertragspotenzial. Auch wenn die Aussichten der Aktie spannend sind, dürften Anleger auf kurze bis mittelfristige Sicht woanders besser aufgehoben sein. Fondsmanager Lehman drückt es im Bezug auf die Stadler-Aktie so aus: "There is no need to hurry."

  • Stadler gewinnt Auftrag in Portugal

    Das Konsortium von Stadler Rail in Zusammenarbeit mit Siemens Mobility hat in Portugal einen Auftrag ergattert. Gemeinsam sollen sie die U-Bahn in Lissabon modernisieren.


    Für ein Auftragsvolumen von knapp 115 Millionen Euro werden die beiden Unternehmen ein modernes Signalisierungssystem für die Metro in Lissabon liefern sowie eine neue Flotte modernerer Züge, wie Stadler am Montag mitteilte.


    Stadler ist demnach für die Lieferung von 14 Metro-Zügen mit jeweils drei Wagen zuständig und die Verkehrstechnik-Sparte von Siemens für das Zugkontrollsystem.


    (SDA)

  • Stadler Rail will bis Ende Jahr coronabedingte Verzögerungen aufholen


    Der Eisenbahnhersteller Stadler Rail will bis Ende 2021 die pandemiebedingten Verzögerungen wettgemacht haben. Dies sagte Konzernchef und Hauptaktionär Peter Spuhler in einem Interview mit dem St. Galler Tagblatt.


    14.05.2021 07:16


    "Wir haben bei den Abnahmen in der Zwischenzeit sehr viel aufgeholt. Und auch unser Servicegeschäft normalisiert sich, weil der öffentliche Verkehr wieder hochgefahren worden ist", sagte Spuhler.


    Wegen Corona war es im Vorjahr zu Probleme in der Lieferkette gekommen und Zulassungen durch die Behörden und Kundenabnahmen verzögerten sich. Daher standen rund hundert fertige Loks und Züge herum und warteten auf die Auslieferung.


    Trotz hohem Auftragsbestand nicht überall ausgelastet


    Obwohl Stadler mit einem Auftragsbestand von gut 16 Milliarden Franken ins Jahr gestartet ist, könnte das Unternehmen noch den einen oder anderen Auftrag gebrauchen. Denn bis ein Auftrag umsatzwirksam werde, dauere es mindestens zwei Jahre. Zudem sei ein Viertel des Auftragsbestands langfristige Serviceleistungen.


    "Speziell für unser Werk am Hauptsitz in Bussnang wäre mittelfristig ein grösserer Auftrag noch gut, aber auch für die Fabrik in Polen", so Spuhler. Sehr gut ausgelastet seien dagegen die Werke in Berlin, Valencia und Salt Lake City.


    Um in Asien Fuss zu fassen, ist Stadler in Indonesien ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem lokalen Hersteller PT Inkas eingegangen. Einen Auftrag hat dabei Stadler bereits unter Dach. Doch gebe es pandemiebedingt und auch wegen Finanzierungsproblemen Verzögerungen.


    Spuhler sieht in Zukunft gute Chancen sowohl für Batteriezüge als auch für Wasserstoffzüge. Dieselzüge sollen solange angeboten werden, wie sie noch nachgefragt werden, sagte Spuhler. "Aber es wird immer weniger."


    Suche nach CEO läuft


    Zu seiner Nachfolge an der Konzernspitze und damit zur Beendigung der Doppelfunktion als CEO und Präsident sagte Spuhler, er werde diese beenden, wenn "wir die alte Flughöhe wieder erreicht haben."


    Der Verwaltungsrat habe den Prozess eingeleitet, mehr dürfe er darüber nicht sagen. Im Topmanagement würden meist Kündigungsfristen von zwölf Monaten gelten. Stadler wolle sich die für einen solchen Prozess nötige Zeit nehmen.


    (AWP)

  • Stadler-Rail-Aktie nach Handelsstart im Minus - eilt nun Firmenpatron Spuhler zu Hilfe?


    Die Stadler-Rail-Grossaktionärin RAG Stiftung trennt sich von ihrem 4,5-Prozent-Paket am Zugbauer. Firmenpatron Peter Spuhler könnte nun die Gelegenheit zum Zukauf nutzen. Der Kurs fällt nach dem Handelsstart an der SIX.


    Aktualisiert um 09:41


    Von Lorenz Burkhalter


    Seit dem gestrigen Montagabend steht fest: Die deutsche RAG-Stiftung steigt beim Ostschweizer Zugbauer Stadler Rail aus. Im Zuge eines beschleunigten Buchbildungsverfahrens will sich die Grossaktionärin insgesamt von 4,5 Millionen Namenaktien trennen.


    Für Beobachter kommt dieser Schritt nicht überraschend. Die Frage sei gewesen nicht ob, sondern vielmehr wann sich die RAG-Stiftung vom verbleibenden Aktienpaket trenne, heisst es. Und tatsächlich wird an der Börse schon eine ganze Weile auf einen Ausstieg der Deutschen spekuliert.


    Wie die mit der Platzierung betraute Credit Suisse meldet, konnten die 4,5 Millionen Aktien zu 40,25 Franken das Stück bei neuen Investoren untergebracht werden. Damit ist der Abschlag gegenüber den Schlusskursen vom Vortag ähnlich hoch wie bei der letzten Platzierung im Mai 2020. Damals erzielte die RAG-Stiftung einen Preis von 38,10 Franken, was einem Abschlag gegenüber den Schlusskursen vom Vortag um gut 3,5 Prozent entsprach.


    Die Aktie grenzt die anfänglichen Verluste ein. Zur Stunde verliert sie noch 2,3 Prozent auf 40,68 Franken.


    Wie aus den Handelsräumen von Schweizer Banken verlautet, könnte Stadler-Rail-Patron Peter Spuhler die Gunst der Stunde genutzt und im Rahmen der Platzierung Aktien zugekauft haben. Das tat er einst auch im Mai 2020, als er über seine Beteiligungsgesellschaft PCS Holding 1,5 Millionen der damals angebotenen 5,5 Millionen Namenaktien in den eigenen Bestand übernahm. Seither hält Spuhler direkt und indirekt 41,5 Prozent an Stadler Rail.


    Zeitpunkt für einen Zukauf von Titeln nicht eben ungünstig


    An finanziellen Mitteln für einen weiteren Beteiligungsausbau dürfte es dem Unternehmer und ehemaligen SVP-Nationalrat jedenfalls nicht mangeln. Schätzungen zufolge flossen ihm Mitte April 2019 aus dem Börsengang von Stadler Rail rund 1,4 Milliarden Franken in bar zu.


    Der Zeitpunkt für einen solchen Zukauf scheint nicht ungünstig, ist die Aktie des Zugbauers zuletzt doch weit unter die diesjährigen Höchstkurse vom Januar bei knapp 48 Franken zurückgefallen.


    Als belastend erwiesen sich dabei warnende Wortmeldungen aus Bankenkreisen. Während Kepler Cheuvreux vor einer enttäuschenden ersten Jahreshälfte und einem schwachen freien Cashflow warnte, nahm die Bank of America Merrill Lynch die Erstabdeckung der Stadler-Rail-Aktie gar mit einer "Underperform" lautenden Verkaufsempfehlung und einem Kursziel von gerade einmal 41 Franken auf (der cash Insider berichtete).


    Mit einem Plus von 3 Prozent hinkt die Aktie des Zugbauers dem breiten Schweizer Aktienmarkt seit Jahresbeginn denn auch weit hinterher. Viele andere Nebenwerte schnitten in dieser Zeit deutlich besser ab. Umso wichtiger ist es, würde Ankeraktionär Spuhler mit dem Zukauf von Titeln ein Zeichen setzen. Womöglich könnten die der Schweizer Börse SIX gemeldeten Management-Transaktionen in den nächsten Tagen für Klarheit sorgen.

  • Ausverkauf

    Zyndicate hat am 29.06.2021 09:54 geschrieben:

    Quote

    Stadler-Rail-Aktie nach Handelsstart im Minus - eilt nun Firmenpatron Spuhler zu Hilfe?

    Womöglich könnten die der Schweizer Börse SIX gemeldeten Management-Transaktionen in den nächsten Tagen für Klarheit sorgen.


    Die Meldungen bringen Klarheit, allerdings in die entgegengesetzte Richtung> Verkäufe aus dem Verwaltungsrat ....... statt Käufe vom Padrone.



    Stadler Rail Verkauf 29.06. Exe. 1'500 NA 61'500


    Stadler Rail Verkauf 30.06. Exe. 3'500 NA 143'500



    Bei diesen Kursen zu Verkaufen lässt gespannt in die Zukunft blicken bzw. was wissen sie was wir nicht wissen*wink*

  • Einstieg

    Ich hatte vergangenen Dezember den Entschluss gefasst, unter CHF 40.-- einzusteigen. Dies habe ich jetzt umgesetzt. Weshalb nun aus dem Verwaltungsrat Verkäufe statt fanden wissen die Götter. Allenfalls braucht ja jemand Geld für Immobilien oder was auch immer der Grund ist. Grosse Positionen sind es ja sowieso nicht, die da verkauft wurden.


    Für mich hat sich aktuell nichts an der Lage bei Stadler Rail geändert. Einzig, dass ich nun unter 40 zulangen durfte. Ich blicke optimistisch in die Zukunft.

  • Käufer fehlen nach wie vor

    200k ist sogar für einen VR nicht die Kaugummikasse. Die Frage lautet: Was wissen die, was wir nicht wissen? Ist es "nur" der befürchtete schlechte 1.Semesterbericht? Ist es mehr(Rechtstreitikeiten) mit den Abnehmern? Lieferschwierigkeiten?.... Konventionalstrafen?


    Nun freiwillig hat der VR auf jeden Fall die Aktien nicht verkauft bei 40... - und ein Zeichen in die andere Richtung hätte uns KA gefreut.... den CashInsider übringens auch.



    Jedenfalls viel Erfolg!

  • Firmenpatron Spuhler hat mit Stadler Rail noch immer etwas Mühe


    Stadler Rail steigert den Umsatz in der ersten Jahreshälfte deutlich. Die Auftragsbücher sind randvoll. Dennoch fällt eine aus Aktionärssicht wichtige Kennzahl ziemlich enttäuschend aus.


    25.08.2021 08:04


    Von Lorenz Burkhalter


    Die gute Nachricht aus Sicht der Aktionärinnen und Aktionäre zuerst: Beim Zugbauer Stadler Rail hat sich das Tagesgeschäft in der ersten Jahreshälfte kräftig belebt. Der Umsatz steigt im Jahresvergleich um mehr als 50 Prozent auf 1,42 Milliarden Franken, der operative Gewinn (EBIT) verachtfacht sich sogar auf 49 Millionen Franken. Ausserdem erreicht der Auftragsbestand mit knapp 18 Milliarden Franken ein neues Rekordhoch.


    Die schlechte Nachricht: Obwohl der Umsatz selbst die kühnsten Analystenschätzungen übertrifft, bleibt der operative Gewinn (EBIT) den Erwartungen einiges schuldig. Ausserdem hat das Unternehmen zwischen Anfang Januar und Ende Juni erneut gut 41 Millionen Franken an Barmitteln "verbrannt". Das ist zwar ein deutlich geringerer Betrag als die 309 Millionen Franken aus der pandemiegeplagten Vorjahresperiode, aber immer noch einiges mehr, als Experten geschätzt hatten.


    Und obwohl der Zugbauer mit einer weiteren kräftigen Belebung in der zweiten Jahreshälfte rechnet und seine diesjährigen Umsatz- und Margenvorgaben bestätigt, können einige Analysten ihre Enttäuschung nicht verbergen. Letztere gilt einerseits der Margenentwicklung, andererseits eben auch der Barmittelentwicklung. Firmenpatron Peter Spuhler sei es noch nicht wieder gelungen, sein Unternehmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen, wie Beobachter festhalten.


    Schwache Barmittelentwicklung überrascht nicht


    Dass die Stadler-Rail-Aktie im vorbörslichen Handel von Julius Bär sogar um 0,8 Prozent höher notiert, dürfte damit zu tun haben, dass einige Banken schon im Vorfeld vor einer verhaltenen Barmittelentwicklung gewarnt hatten.


    Unter ihnen Kepler Cheuvreux. Nach Kontakten mit dem Unternehmen setzte der Broker bereits Mitte Juni bei seinen Schätzungen für den freien Cash Flow den dicken Rotstift an (der cash Insider berichtete). Mit 173 Millionen Franken liegen diese seither um fast 50 Prozent unter den durchschnittlich erwarteten 316 Millionen Franken anderer Banken.


    Nach der enttäuschenden Barmittelentwicklung der ersten sechs Monate gelten nun allerdings selbst die 173 Millionen Franken als zu optimistisch.


    Wie Händler ergänzen, nimmt das zuletzt schwache Abschneiden der Stadler-Rail-Aktie bereits einiges an negativen Aspekten vorweg. Seit Ende Dezember errechnet sich ein Minus von 2 Prozent, von den Jahreshöchstkursen aus betrachtet sogar eines von gut 17 Prozent.

  • zuerst Rückblick awp 25.8

    zuerst Rückblick awp 25.8


    Aussicht 2.HJ:


    Deutlich mehr Umsatz und Gewinn erwartet


    Stadler erwartet in der zweiten Jahreshälfte eine starke Erhöhung des Umsatzes und der Profitabilität gegenüber dem ersten Halbjahr 2021. So rechnet der Konzern im laufenden Geschäftsjahr weiterhin mit einer EBIT-Marge von über 6 Prozent, nachdem diese im ersten Semester 3,5 Prozent erreicht hatte.


    Der Umsatz soll auf 3,5 und 3,8 Milliarden Franken klettern. 2020 hatte Stadler einen Umsatz von 3,08 Milliarden Franken erzielt. Mit einem EBIT von 166,1 Millionen Franken hatte sich die operative Marge auf 6,1 Prozent belaufen.



    Natürlich gabs den Stoxx600 Rauswurf, ein paar Leerverkäufer die auf den Zug aufgesprungen sind. Doch 5.-Stutz in einem Monat ist starker Tubak


    Nun ich sehe nicht ein, wieso die Aktie nur noch 37.- Wert sein soll? Der Ausblick hat sich nicht verändert und vom Alstom Urteil ist hoffentlich noch nichts durchgesickert? Wenn doch, würde ich es auch gerne wissen!


    Ich sehe - stand heute - nicht, wieso es markant neue Tiefststände geben sollte?

  • Geschichten! Digi Unterschriftpanne aka der falsche Stempel

    Andrea2020 hat am 20.09.2021 19:09 geschrieben:

    Quote

    Der Ausblick hat sich nicht verändert und vom Alstom Urteil ist hoffentlich noch nichts durchgesickert? Wenn doch, würde ich es auch gerne wissen!

    1. Kommt es anders:
    2. als man denkt:
  • Indiskreter Dorfschwank

    Quote

    Andrea2020 hat am 20.09.2021 19:09 geschrieben:

    Der ganze Dorfschwank


    https://www.derstandard.at/sto…ird-debakel-fuer-die-oebb



    Seltsamer Ablauf:


    Der StandardArtikel erschien gestern 20.09 17:39


    Die Stellungnahme von StadlerRail heute 21.09 (Uhrzeit?) Awp meldungen jedenfalls erst um 16h //awp Zeitsignatur aber 04Uhr..... seltsam



    Bussnang, 21. September 2021

    Stadler kämpft um Grossauftrag der ÖBB
    Aufgrund von Indiskretionen und der daraus resultierenden Medienberichterstattung in Österreich
    sieht sich Stadler veranlasst, folgende Stellungnahme abzugeben.

    Stadler hat nach einem umfassenden und professionell geführten Ausschreibungsverfahren der
    Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 186 Doppelstockzügen
    gewonnen. Stadler freut sich, dass ihr rechtsgültiges Angebot als technisch und kommerziell bestes bewertet
    wurde.

    Das österreichische Bundesverwaltungsgericht hat nun aufgrund eines angeblichen Formfehlers bei der
    qualifizierten elektronischen Signatur des Angebots diesen Zuschlag der ÖBB überraschend für nichtig erklärt.

    Stadler hat diese elektronische, von den zuständigen internationalen Behörden anerkannte, Signatur schon
    hundertfach bei der Teilnahme an Ausschreibungen im EU-Raum verwendet. Zahlreiche so unterzeichnete
    Angebote wurden damit gewonnen, auch solche österreichischer Bahnen.

    Stadler wird sämtliche ihr zustehenden Rechtsmittel gegen diese erstinstanzliche Entscheidung des
    österreichischen Bundesverwaltungsgerichts ausschöpfen. Stadler unterstützt die ÖBB weiterhin und geht
    davon aus, dass dieser vom Gericht beanstandete angebliche Formfehler korrigiert wird.

  • Meldung um ca 16h

    so sieht die awp kurzmeldung aus:


    ***Stadler-Aktie fällt deutlich ins Minus; aktuell -1,8%


    21 Sep 2021 04:09


    Ich gehe davon aus, dass Stadler den Bericht erst um 16Uhr publik machte, also den ganzen Tag wartete und dann um 16h mitten in den Kreis sprang? Die korrekte Uhrzeit in MEZ müsste somit 16:04 bedeuten:


    Die Aktie fiel von knapp 37.90 auf 36.80 zw. 16 und 16.30h. // Kurz darauf in der Schlussauktion wieder auf 37.48



    Ich frage mich nun:


    Wieso braucht man für die Veröffentlichung einer Stellungnahme von einer 1/2 A4 Seite 24h?


    Wäre ein taktvolles Vorgehen nicht gewesen, man hätte bis um 17.40 gewartet mit der Stellungnahme? (Wenn man sowieso bis 16h braucht ums rauszubröseln)



    Eigentlich eine Aufgabe für unseren Insider - ist doch eine Geschichte, die's nicht jeden Tag gibt fürs den geneigten Herr und die Dame.

  • Insider Briefing: Denn augehoben ist evtl. nur aufgeschoben. Sehe nicht wieso Stadler schlussundendlich nicht nach ÖBB liefert. Dauert einfach nochmals ein paar Monate länger.


    Der Kurs scheint die vorgestrige Indiskretion und die folgende Stellungnahme verdaut zu haben. Gerne hätte ich am Sonntag mit der Standard-Journi ein kleinen Dinner abgehalten.


    Ich frage mich allerdings schon wieso Stadler nicht schon selbst vorher Informiert hat? Laut Standard soll der Entscheid bereits am 10.09. gefallen sein.


    Ich gehe davon aus, dass Stadler selbst kurz darauf informiert wurde.



    Der Kursverfall der letzten drei Tage habe ich genutzt um eine anständige Posi aufzubauen. Für einmal nicht in Aktien.

  • awp: Einschätzung UBS/ZKB

    Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.35 Uhr):



    STADLER RAIL (+2,2% auf 38,32 Fr.): Analysten nach Österreich-Niederlage nicht beunruhigt


    Die Aktien von Stadler Rail setzen zur Wochenmitte zu einer Kurserholung an. Letztere überrascht Beobachter, erlitt der Zugbauer vor dem österreichischen Bundesverwaltungsgericht in den letzten Tagen doch eine Niederlage. Wegen einer Unterschriftenpanne hiess das Gericht einen Rekurs von Rivale Alstom gut und erklärte den Zuschlag an das Unternehmen aus dem thurgauischen Bussnang für nichtig. Dadurch geht ein mit 3 Milliarden Euro dotierter Auftrag der ÖBB verloren. Allerdings zeigt man sich in Analystenkreisen nicht sonderlich beunruhigt vom Urteil.



    Bei der UBS heisst es etwa, dass Stadler Rail die diesjährigen Vorgaben an den Auftragseingang und den freien Cashflow auch ohne erste Auftragstranche in Höhe von 500 bis 600 Millionen Franken und ohne Vorauszahlung über 160 Millionen Franken erreichen sollte. Die Hauptverantwortliche des seinerzeitigen Börsengangs vom April 2019 hält deshalb an ihrer Kaufempfehlung sowie am 52 Franken lautenden 12-Monats-Kursziel fest. Ebenfalls versöhnliche Worte findet die Zürcher Kantonalbank. Wie sie schreibt, ist zwar noch unklar, ob der Formfehler bereinigt werden kann oder eine Neuausschreibung des Auftrags nötig wird. Sie sieht Stadler Rail jedoch in beiden Fällen in der führenden Stellung um den milliardenschweren Auftrag. Die Börse scheint diese Einschätzung jedenfalls zu teilen.

  • Wochenchart

    Wenn man sich das ganze so anguckt ist ein guter Moment um einzusteigen! Die 38 könnten (müssen nicht ,wie immer) halten.


    Ich habe nochmals ein Paar 4erAbteile im Raucherwagen dazugelegt.


    Das Risiko bleibt im Moment eher beim Gesamtmarkt

  • I'm a Dreamer but I'm not the only one

    SRAIL mit durchschnittlichem Volumen, aber die 38 sollten auf Wochenbasis halten. Dann würde die Wochenkerze auch a gattig machen.

  • Stadler Update

    Schöne News (SBB Auftrag) und relative strength die Tage. Position gekauft und sl aktiviert. Je nach Verlauf ausbauen. Erst mal das gewusel bis 41 und die 200d MA bei 41.1 überwinden. Jetzt noch den Ösi Auftrag zurück holen...


    Off topic: An sich muß man jeden Gewinn zur Zeit eintüten. So oft läuft mir eine Aktie hoch, um dann in den SL zurück zu laufen :/

  • Stadler Rail liefert 44 Triebzüge für Tochter der Deutschen Bahn


    Der Ostschweizer Zugbauer Stadler Rail hat einen Grossauftrag für 44 Triebzüge des Typs Flirt Akku von der Deutschen Bahn an Land gezogen.


    26.11.2021 07:52


    Die Züge sollen bei der Tochter DB Regio ab Ende 2025 sukzessive den Betrieb aufnehmen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag hiess.


    Bei dem Modell handelt es sich um batterie-elektrische Triebzüge, welche einen CO2-neutralen Nahverkehr ermöglichen sollen. Bis Ende 2026 werden sie die aktuell eingesetzten Dieselfahrzeuge auf verschiedenen Strecken in Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg ablösen. Zum Auftragsvolumen machten die Unternehmen keine Angaben.


    Die Züge werden auf Strecken eingesetzt, die nur teilweise elektrifiziert sind. Auf elektrifizierten Strecken fahren sie als klassische Elektrotriebwagen und laden gleichzeitig die Batterien auf. Diese nutzen sie dann auf nicht-elektrifizierten Abschnitten als Antrieb. Die Reichweite mit Akku-Antrieb liege bei 80 Kilometern, der längste nicht-elektrifizierte Streckenabschnitt im Einsatzgebiet sei knapp 50 Kilometer lang.


    Laut Mitteilung ist es der zweite Zuschlag für Batterie-Züge von Stadler in Deutschland. Bereits 2019 erhielt das Unternehmen einen Auftrag für 55 Flirt-Akku-Züge in Schleswig-Holstein.


    (AWP)