Swiss Steel

  • KE

    Schon wieder, war nur Frage der Zeit!



    Stahlhersteller kämpft ums Überleben Schmolz + Bickenbach braucht frisches Geld – schon wieder


    Der Stahlkonzern steht wegen der Corona-Krise erneut mit dem Rücken zur Wand und benötigt zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres Finanzhilfen. Darüber verhandelt die Firma mit dem Staat, Eigentümern und Banken.


    Publiziert: 01.08.2020, 20:51

  • Swiss Steel Group

    Schmolz+Bickenbach gibt sich neuen Namen und braucht wieder Geld


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    31.08.2020 , 08:02:00


    Luzern (awp) - Der Stahlproduzent Schmolz+Bickenbach soll künftig Swiss Steel Group heissen. An einer ausserordentlichen Generalversammlung sollen die Aktionäre zudem die Weichen für eine neuerliche Kapitalaufnahme des finanziell angeschlagenen Konzerns stellen.


    Schmolz+Bickenbach befinde sich in einer Transformation und treibe diese mit voller Kraft voran, teilte die Gruppe am Montag mit. Da sei es unerlässlich, dass sich dies auch in der Marke und im Namen des Unternehmens widerspiegle. Schmolz+Bickenbach erhoffe sich, dass der neue Name beim Neuanfang eine klare und zukunftsgerichtete Positionierung signalisiere.


    Die Gruppe will aber auch finanziell wieder auf die Beine kommen. Dazu würden derzeit verschiedene Optionen geprüft, heisst es. Um rechtzeitig und schnell eine Finanzierungstransaktion durchführen zu können, soll das Kapital zunächst durch die Reduktion des Nennwerts herabgesetzt werden. Der Aktienkurs liege derzeit unter dem aktuellen Nennwert von 30 Rappen je Titel und es sei rechtlich nicht möglich neue Aktien zu einem tieferen Wert auszugeben.


    Schmolz+Bickenbach schlägt den Aktionären daher vor, den Nennwert der Aktie auf 15 Rappen zu halbieren und den Betrag der Nennwertreduktion den Reserven zuzuweisen. Diese Aktion werde dabei zwecks Beseitigung der Unterbilanz verrechnet und es werde keine Ausschüttung an die Aktionäre erfolgen, heisst es weiter. Es handle sich um einen rein technischen Schritt bzw. einen Transfer innerhalb des Eigenkapitals, der alle Aktien gleichermassen betreffe.


    Weitere Details zu der Transaktion will Schmolz+Bickenbach zu einem späteren Zeitpunkt in der Einladung zur ausserordentlichen Generalversammlung mitteilen. Wann diese stattfindet, ist noch nicht bekannt.



    mk/ra

  • Stimme Anträgen zu

    Nun sind die Einladungen versandt worden. Habe es durchgelesen und ich werde den beiden Anträgen, Namensänderung und Nennwertreduktion, zustimmen. Meine Frage zur Nennwertreduktion. Bekanntlich darf man keine neuen Titel erschaffen, die unterhalb des Nennwertes liegen. Daher die Senkung auf 15Rp. Was ist, wenn aber nun der Titel z.B. morgen auf 14Rp fällt und länger nicht mehr über die 15 kommt? Sprich vor dem Stichtag vom 21.09.2020. Kann mir das jemand erklären? Merci! :)

  • Moderatio hat am 03.09.2020 12:55 geschrieben:

    Quote

    Meine Frage zur Nennwertreduktion. Bekanntlich darf man keine neuen Titel erschaffen, die unterhalb des Nennwertes liegen. Daher die Senkung auf 15Rp. Was ist, wenn aber nun der Titel z.B. morgen auf 14Rp fällt und länger nicht mehr über die 15 kommt? Sprich vor dem Stichtag vom 21.09.2020. Kann mir das jemand erklären? Merci! :)


    Nicht ganz korrekt, die Titel werden immer mit Nennwert erstellt (hier also 15 Rappen), nur darf nicht weniger einbezahlt werden, d.h. nicht billiger verkauft. Es besteht also einfach das Risiko, dass man keine Käufer für die neuen Aktien findet, da man billiger an der Börse die alten Aktien kaufen kann.


    Fazit? Wieso nicht Nennwert auf 10 Rappen oder sonst einen tieferen als so nah am Marktpreis? Man könnte die Aktien trotzdem zu 15 Rappen ausgeben. Spontan sage ich, ist wohl Haefner bereit, zu 15 Rappen mitzumachen und spekuliert, dass so möglichst wenig an einer KE mitmachen, damit er weiter verwässern kann. Wieder ein Manöver gegen Vekselberg?


    Andere Ideen für die knappe Reduktion? Momentan ist ja aber noch keine KE publiziert worden.

  • Tausend Dank für die Erläuterung!
    Und ich teile die Vermutung, dass der Haefner sich somit evtl gegen Vekselberg noch stärker positionieren möchte. Was mir sympathisch ist. Der Fakt, wonach Hr Haefner hier bei der letzten Finanzspritze gross eingestiegen ist, stimmt mich ebenfalls optimistisch. Allenfalls stocke ich zu einem späteren Zeitpunkt noch auf.

  • Zusammenschluss? Übernahme?

    Es ist nicht auszuschliessen, dass man sich die finanzielle Beweglichkeit erschaffen möchte, um künftig allenfalls eine Übernahme / Zusammenschluss zu berappen. Tja... Es wird viel geredt, wenn der Tag lang ist. Wir werden es dann sehen.

  • Schmolz+Bickenbach-Aktionäre stimmen Namenswechsel...

    21.09.2020 , 12:40:00


    Luzern (awp) - Der angeschlagene Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach erhält nun definitiv einen neuen Namen. Die Aktionäre hätten an der ausserordentlichen Generalversammlung von heute Montag dem Namenswechsel auf "Swiss Steel Holding" zugestimmt, teilte das Unternehmen mit. Auch die vorgeschlagene Halbierung des Nennwerts auf 0,15 Franken je Aktie wurde abgesegnet.


    Nach der Zustimmung der Aktionäre soll der neue Name der Gesellschaft unverzüglich registriert werden, heisst es weiter. Die Börsennotierung und Valoren-Nummer blieben von der Änderung unberührt.


    Die Nennwertreduktion erfolge wie angekündigt ohne Ausschüttung von Eigenkapital an die Aktionäre. Der Betrag der Nennwertreduktion werde den Reserven zugewiesen und zwecks der Beseitigung der Unterbilanz per 31. Juli verrechnet. Durch den "technischen Schritt" wird auch der Weg frei für eine Kapitalerhöhung unterhalb des vorherigen Nennwerts von 30 Rappen.


    an/rw

  • Kursbewegung

    Hallo,


    hat jemand Infos warum sich der Kurs letzte Woche positive bewegt hat.


    gibt es News die andere wieder vorherzuwissen glauben?


    konnte leider nichts dazu finden...

  • KE / GV

    Wann gibt es hier wohl News wegen der KE, ev. nächsten Mittwoch, 11.11., während der Präsentation der Q3 Zahlen, es muss ja noch eine a.o.GV einberufen werden.

  • Swiss Steel prüft Eigenkapitalmassnahmen


    Der angeschlagene Stahlkonzern Swiss Steel (ehemals Schmolz+Bickenbach) befindet sich weiterhin auf der Suche nach Finanzierungslösungen. Es würden regelmässig Gespräche mit Banken, Ankeraktionären und potenziellen Investoren im Rahmen des Finanzierungskonzepts geführt, teilte das Unternehmen am Montag mit.


    09.11.2020 07:56


    Ziel der Gespräche sei die weitere Stärkung des Eigenkapitals, um wieder mehr unternehmerische Freiheiten zu erhalten und die Reserven zu erhöhen. Mit Aktionärsdarlehen und Staatskrediten verfüge man derzeit aber über genügend Liquidität, heisst es. Und das eingeleitete Transformationsprogramm verlaufe nach Plan.


    Im September hatten die Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung nebst dem Namenswechsel auch die vorgeschlagene Halbierung des Nennwerts auf 0,15 Franken je Aktie abgesegnet. Die Nennwertreduktion erfolgte ohne Ausschüttung von Eigenkapital an die Aktionäre. Der Betrag der Nennwertreduktion wurde den Reserven zugewiesen und zwecks der Beseitigung der Unterbilanz per 31. Juli verrechnet.


    Durch diesen "technischen Schritt" sollte auch der Weg frei gemacht werden für eine Kapitalerhöhung unterhalb des vorherigen Nennwerts von 30 Rappen.


    Swiss Steel will nun am kommenden Mittwoch anlässlich der Berichterstattung zum dritten Quartal genauer zum langfristigen Finanzierungskonzept informieren.


    cf/yr


    (AWP)

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  • Swiss Steel mit tieferem Umsatz und Verlust im dritten Quartal


    Der Stahlhersteller Swiss Steel (vormals Schmolz+Bickenbach) hat auch im dritten Quartal unter der schwachen Nachfrage von Seiten der Autobauer und der Industrie gelitten.


    11.11.2020 07:59


    Im Vergleich zum zweiten Quartal konnte der Umsatz jedoch klar zulegen. Unter dem Strich resultierte gleichwohl ein weiterer Verlust. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 24 Prozent auf 509,4 Millionen Euro zurück. Der Absatz sank dabei um 18 Prozent auf 332 Kilotonnen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Gegenüber dem zweiten Quartal sei der Absatz jedoch um rund 10 Prozent gesteigert worden und habe in der zweiten Hälfte des Quartals auf Vorjahresniveau gelegen.


    Insbesondere die Nachfrage nach Qualitäts- und Edelbaustahl sei mit -20 Prozent schwächer gewesen. Aber auch Werkzeugstahl (-14%) und RSH-Stahl (-13%) verbuchten geringere Absatzmengen. Die geringere Nachfrage führte auch zu Preisdruck und der durchschnittliche Verkaufspreis je Tonne Stahl lag mit 1'534,30 Euro 7,3 Prozent tiefer als im Vorjahr.


    Beim bereinigten operativen Ergebnis wies das Unternehmen einen Verlust von 21,1 Millionen Euro aus, verglichen mit einem Minus von 32,9 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein Fehlbetrag von 66,3 Millionen. Im Vorjahr hatte der Stahlhersteller durch hohe Wertberichtigungen im Volumen von fast 300 Millionen einen Reinverlust von 419,9 Millionen eingefahren.


    Finanzierung bis 2025 gesichert


    Der geringere Betriebsverlust sei dank erhöhter Kostenvariabilität erreicht worden, schreibt Swiss Steel weiter. Und durch striktes Liquiditätsmanagement sei der Free Cash Flow mit 9,3 Millionen positiv ausgefallen. Der Turnaround der Gruppe schreite voran und das Transformationsprogramm sei ausgebaut worden. Hierauf werde auch im vierten Quartal der Fokus liegen.


    Die Nettoverschuldung lag dank der Kapitalerhöhung im Frühjahr mit 610,4 Millionen Euro unter dem Wert per Jahresende 2019 von 797,6 Millionen, wie das Unternehmen weiter betont. Das Finanzierungskonzept mittels Aktionärs- sowie Staatsdarlehen sei bis 2025 gesichert.


    Mit Blick nach vorne erwartet das Management eine weitere Erholung im Bereich Automobil in Richtung des Vorjahresniveaus. Demgegenüber wird für die Sektoren Maschinen- und Anlagenbau sowie Energie mit einer verzögerten Erholung gerechnet. Eine Guidance zu Umsatz oder Betriebsergebnis wird nicht gegeben.


    (AWP)

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  • BlackJack hat am 11.11.2020 08:53 geschrieben:

    Quote

    Was heisst das nun, sie seien bis ins 2025 finanziert, ist daher nun die Kapitalerhöhung vom Tisch?

    Nein die KE ist nicht vom tisch


    das Geld "Working Kapital" wird dennoch benötigt.


    aber wir brauchen vor 2025 keine Angst vor total Verlust haben


    ;)

  • Swiss Steel plant Kapitalerhöhung - VRP Jens Alder tritt zurück


    Der Stahlhersteller Swiss Steel plant eine weitere Kapitalerhöhung und hat die Aktionäre für den 22. Dezember zu einer ausserordentlichen Generalversammlung eingeladen. Die Beteiligungsgesellschaft Bigpoint von Martin Haefner sichert dabei einen Mindestpreis pro Aktie von 0,21 Franken zu. Der Verwaltungsratspräsident Jens Alder sieht mit dem Schritt seine Aufgabe erfüllt und tritt zurück.


    01.12.2020 07:55


    Bei der Kapitalerhöhung soll ein Bruttoerlös von 200 Millionen Euro erzielt werden, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Die Bezugsrechte der Aktionäre werden gewahrt. Haefner hat nicht nur die Ausübung seiner Bezugsrechte zugesichert, sondern will auch den genannten Mindestpreis für die nicht ausgeübten oder nicht anderweitig platzierten Aktien zahlen.


    Mit dem Schritt würden die Konsortialbanken dem Unternehmen "erhebliche Erleichterungen" unter dem bestehendem Konsortialkreditgewähren. Das würde zu einer Steigerung der unternehmerischen Freiheit und zu erheblichen Kosteneinsparungen führen, schreibt das Unternehmen weiter.


    VR-P Jens Alder hat zu dem Termin seinen Rücktritt angekündigt. Als sein Nachfolger soll der bisherige Vizepräsident Heinrich Christen für die verbleibende Amtszeit bis zur GV 2021 ernannt werden.


    Das Unternehmen hatte bereits vor einem Jahr mit umfangreichen Kapitalisierungsschritten eine akute Unterfinanzierung vermeiden müssen. Damals hatte Haefner durch mehrere Massnahmen seien Anteil von rund 10 Prozent auf fast 50 Prozent am Konzern aufgestockt.


    yr/ra


    (AWP)

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