FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

  • Hoffnung auf Zinssenkung stützt US-Märkte

    14.09.2007 - 21:55 Uhr




    Die US-Börsen haben sich mit knappen Gewinnen ins Wochenende gerettet, nachdem sie zuvor wegen Befürchtungen vor einer Ausweitung der Hypothekenkrise mit Kursverlusten gestartet waren.


    Investoren setzten auf eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche.




    Quelel; FTD

    So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.



    Frei nach I Ging

  • Wie entscheidet die FED am 18.09.07 ?

    Ich selber rechne mit 0.25 % sicher, sogar 0.5 % halte ich jetzt für möglich.




    Und Eure Meinung, wer hat den Mut, bitte vor dem 18.09.07 hier reinstellen. Danke



    Die Folgen am 18.09.07;


    mit 0.25 % werden die Boersen stabilisiert, bis leicht grün.


    mit 0.5 % dunkegrün,


    keine Erhöhung, eine 30 % Wahrscheinlichkeit, sicher rot,




    In der NZZ wird von einer erforderlichen Senkung von 1 % argumentiert wie folgt;


    "Für Feldstein steht fest, dass die Unfähigkeit der Kreditmärkte, adäquat zu funktionieren, «die gesamte Wirtschaft in den nächsten Monaten schwächen wird». Selbst bei Anwendung der besten Massnahmen zur Erhöhung der Liquidität werde die Gesamtnachfrage «wahrscheinlich herabgedrückt, durch den schwachen Hausbau, die tieferen Konsumausgaben und die beeinträchtigten Kreditmärkte». Abhilfe könne jetzt nur eine massive Zinssenkung schaffen, «möglicherweise um bis zu 100 Basispunkte». Dadurch würde der US-Leitzins von 5,25% auf 4,25% sinken. Würde die Notenbank damit nicht den rücksichtslosen Finanzleuten helfen und sie für die Fehleinschätzung von Risiken belohnen? Feldstein hält es aber für den grösseren Fehler, «einen ernsthaften wirtschaftlichen Abschwung zuzulassen, nur weil man vermeiden will, dass solchen Marktteilnehmern geholfen wird».


    Quelle;

    http://www.nzz.ch/nachrichten/…igt_sich_an_1.556037.html



    Ja sicher ist, die Hypo-Krise ist ein Minenfeld für die Boerse wie die reale Wirtschaft auf lange Sicht. Solange Chinesen, Inder, Europa ect. aber auch profitieren durch zunehmende Exporte, wird es wohl noch so weitergehen mit der enormen Verschuldung der USA auf Kosten anderer.

    So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.



    Frei nach I Ging

  • FED senkt Zinsen

    18.09.2007 - 20:15

    Eilmeldung: US-Notenbank senkt Leitzins um 0,5 %






    Die US-Notenbank hat entschieden, den Leitzins um 0,5 Prozent zu senken




    Quelle; © BörseGo AG 2007



    :roll: *wink* :idea: 8)




    .

    So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.



    Frei nach I Ging

  • FED gibt pumpt sieben Mia. $ in den Markt

    20.09.2007 - 15:36

    Geldpolitik: Fed setzt Politik der Liquiditätsspritzen fort




    New York (BoerseGo.de) - Die US-Notenbank setzt heute wieder ihre Politik kontinuierlicher Liquiditätsspritzen fort. Soeben hat die Fed 7 Milliarden Dollar in den Markt gegeben, befristet auf 14 Tage.


    Damit unterstützt die Zentralbank ihre Zinssenkungen vom Dienstag (Geldmarktsatz und Diskontsatz), um das Risiko einer Rezession zu senken.



    Quelle; © BörseGo AG 2007

    So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.



    Frei nach I Ging

  • FED Zinssenkung 0,5 %.

    Der Spani kanns immer noch einfach nicht lassen, dem Bernake dreinzureden, obwohl er diesmal Recht hat, wie auch in diesem Thred zu Beginn nachzulesen ist, eine frühere Zinsenkung sehr begrüsst worden wäre,


    Greenspan bringts auf den Punkt,


    vergisst nur dass er in Pension ist: :roll: *wink* :lol: 8) ;




    20.09.2007 - 17:30

    Konjunktur: Zinssenkung hat Rezessionsrisiko verringert - sagt Greenspan



    Washington (BoerseGo.de) - Ex-Fedchef Alan Greenspan glaubt, dass die Zinssenkung der Fed vom Dienstag das Risiko einer Rezession verringert hat. Allerdings sieht der Rentner die Wahrscheinlichkeit dafür immer noch etwas größer als eins zu drei.


    Greenspan muss es wissen. 2001 hat er als damaliger Notenbankchef zu spät mit den Zinssenkungen begonnen und damit einer der größten Rezessionen der jüngsten Zeit verursacht.



    Quelle; © BörseGo AG 2007

    So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.



    Frei nach I Ging

  • wise quote

    "….Anybody ... buying or selling stocks based on what the Fed is doing, or what they think they're going to do at their next meeting, I think is destined to not having a great financial future. It really doesn't have anything to do with the value of good companies 3, 5 years from now. People who think they can dance in and out based on Fed signals, I think, they're going to make their brokers rich, but they're not going to make themselves rich…"


    Warren Buffett


    http://www.cnbc.com/id/20837495


    bye

  • Dollar-Dämmerung

    Nach Immobilienkrise, Finanzmarktdelirium und Leitzinssenkung drängt sich die Frage auf: Wer soll noch US-Schatzbriefe kaufen?

    Von Rainer Rupp


    Seit Ben Bernanke, Chef der US-Zentralbank, am Dienstag überraschend die Leitzinsen um einen halben Prozentpunkt senkte, wackelt die US-Währung. Denn Ber­nanke in die anderen Notenbankgouverneure haben deutlich gemacht, daß die bisherig Politik der Verteidigung eines »starken Dollar« nicht länger gilt. Angesichts der massiven und zunehmend prekären Abhängigkeit der US-Wirtschaft von internationalen Krediten wurde diese Entscheidung weltweit mit Unverständnis aufgenommen. Womöglich haben Bernanke & Co. den schon lange erwarteten Zusammenbruch des Dollar als Währungsreserve in die Wege geleitet.


    Keine Gefolgschaft

    Ein Gefahrensignal par Exzellence kommt dabei aus Saudi-Arabien, das sich offensichtlich nicht länger an das Schicksal des Dollars koppeln will. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten haben die Saudis der von Washington vorgegebenen Währungspolitik die Gefolgschaft verweigert und ihre Leitzinsen nicht entsprechend gesenkt – ein Signal, die feste Bindung ihrer Währung an den Greenback aufzugeben? Dies kann im gesamten Mittleren Osten und darüber hinaus eine Stampede aus dem Dollar auszulösen. Saudi-Arabien hält allein 800 Milliarden Dollar in seinem Fonds für zukünftige Generationen, in der gesamten Golfregion werden 3,5 Billionen Dollar in verschiedenen anderen Fonds gehortet.


    Die Flucht aus der US-Währung ist nicht mehr zu übersehen. Am Freitag kletterte der Euro erstmals über die Marke von 1,41 Dollar. Zugleich stiegen die Rohstoffpreise auf neue Rekordhöhen. Gold kostete 736 Dollar pro Feinunze, das Faß Rohöl (159 Liter) über 82 Dollar. Damit werden in den USA auch die Einfuhrpreise nach oben schnellen und die importierte Inflation weiter anheizen. Zwar werden zugleich die Exporte billiger, aber die USA sind – mit Ausnahme einiger Bereiche wie z. B. die Flug- und Raumfahrt und Spezialmaschinen – weitgehend ein deindustrialisiertes Land, in dem kaum noch Gegenstände des täglichen Verbrauchs hergestellt werden. Statt dessen dominieren bei der Ausfuhr Serviceleistungen. Hollywoodfilme und TV-Serien stehen inzwischen an zweiter Stelle bei den Exporteinnahmen des Landes, unmittelbar nach dem Verkauf von Flugzeugen. Die Elastizität des Exports von US-Gütern und Dienstleistungen ist derart, daß selbst bei sinkendem Dollar höchstens eine langsame Ausfuhrsteigerung erwartet werden kann. Daher werden die Auswirkungen der Währungsschwäche auf die US-Beschäftigung minimal bleiben und kaum den Konsum anheizen.


    Auf dessen Stabilisierung und Belebung soll Bernankes Zinssenkung angeblich abgezielt haben. Vieles spricht jedoch dafür, daß dieser Schritt, falls er überhaupt helfen kann, zu spät gekommen ist. Viele US-Hausbesitzer haben keine Ersparnisse und tragen hohe Kreditkartenschulden vor sich her. In der Vergangenheit wurde ihnen die Illusion vermittelt, ihre Schulden durch die ständig steigenden Immobilienpreise decken zu können. Inzwischen ist die Spekulationsblase am Immobilienmarkt geplatzt, und die Hauspreise sind in diesem Sommer zusammengebrochen. Das Resultat: die Hypothekenschulden der Besitzer sind inzwischen vielerorts größer als der Marktpreis ihrer Häuser. Und das betrifft Hunderttausende. Wegen der Zinserhöhungen der zurückliegenden Jahre müssen die Hausbesitzer inzwischen monatlich mehr als doppelt so hohe Rückzahlung leisten, wie ursprünglich geplant. Zigtausende sind inzwischen zahlungsunfähig geworden, neue Häuser werden kaum noch gebaut, und auch die Bauindustrie steckt in der Krise.


    Geringe Nachfrage

    Bernankes Zinssenkung ist letztlich nicht geeignet, die Stimmung zu heben und den Konsum wieder zu beleben. Profitiert haben lediglich die Spekulanten der Wall Street. Aber auch die Hausse dort dürfte nur temporär sein und von der jetzt um sich greifenden Dollarkrise erfaßt werden. Die Zweifel gegenüber dem US-Dollar bestehen allerdings bereits länger, so daß sie von der US-Notenbank nur noch offiziell bestätigt wurden. Daten der US-Regierung zeigten bereits im Juli einen Kollaps bei den Ankäufen von US-Bonds (Schatzbriefen der US-Regierung). Hatten Ausländer im Juni noch Bonds im Wert von 97 Milliarden Dollar gekauft, waren es im Juli nur noch für 19 Milliarden. Netto mußte das US-Schatzamt sogar 9,4 Milliarden auszahlen, denn im Juli haben ausländische Zentralbanken und Investoren mehr Bonds verkauft als gekauft.


    Da die US-Regierung weiterhin viel mehr ausgibt als sie einnimmt, muß sie auch dieses und nächstes Jahr wieder Schatzbriefe im Wert von 800 Milliarden Dollar loswerden. Bei attraktiven Zinsen und bei einer stabilen Währung hatten in der Vergangenheit hauptsächlich Ausländer zugegriffen. Aber inzwischen sehen Experten den Dollar bis Anfang nächsten Jahres auf 1,50 Euro absinken. Wer will bei den vorherrschenden Instabilitäten und den niedrigem Zinsen jetzt noch US-Schuldscheine kaufen? Und wenn die Länder mit den großen Dollar-Guthaben, China, Japan, Rußland und die Öl-Staaten im Mittleren Osten, auch nur einen Teil ihrer Dollar in andere Währungen umschichten, kann nur noch eine rüde US-Redewendung die Situation beschreiben: Dann ist die Schei.. in den Ventilator geraten.




    Quelle: http://www.jungewelt.de/2007/09-22/044.php

  • Interview mit Paul Krugman

    US-Finanzminister Henry Paul­son erwartet, dass die durch den Einbruch am Hypothekar­markt ausgelöste Krise lang­fristige Auswirkungen haben wird.

    Teilen Sie seine Meinung?

    Mittlerweile wird klar, dass sich die Krise nicht auf schlechte Hy­pothekarkredite beschränkt, son­dern sich auf Darlehen an erst­klassige Schuldner ausgedehnt hat. Damit sind fundamentale Bausteine unserer Wirtschaft, die auf Liquidität beruhen, ins Wan­ken gekommen.


    Wie konnte das passieren?

    Rating-Agenturen wie Moody’s haben eine ähnliche Rolle gespielt wie Rechnungsprüfer, die in den Neunzigerjahren dubiose Bilan­zen testierten. Was damals die faulen Bilanzen waren, sind heu­te die Gutachten, die minderwer­tigen Hypotheken erstklassige Qualität zusprechen.


    Wird es zu einer Rezession kommen?

    Nein, davon gehe ich nicht aus. Aber es wird zu einer Verlangsa­mung des Wachstums in den USA und Europa führen. Einige euro­päische Banken sind ja bereits be­troffen.


    Hat die US-Notenbank mit der Zinssenkung richtig gehandelt?

    Absolut. Wir stecken in einer Liquiditätskrise, die durch Irratio­nalitäten hervorgerufen wurde, ähnlich wie die Dotcom-Hausse Ende der Neunzigerjahre. Die Im­mobilienblase hat viele dazu ver­führt, zu hohe Risiken einzuge­hen. Gleichzeitig investierten Hedge Funds und andere Inves­toren in Wertpapiere dieser hoch rentierenden Hypotheken. Dann schlug die Realität zu.


    Was ist genau passiert?

    Zunächst platzte die Immobilien­blase, gefolgt von der Baisse der schlechten Hypotheken. Investo­ren wurden über den Status von Junkbonds nervös, deren Ge­winnspannen im Vergleich zu US­Schatzanleihen an einem Rekord­tief angelangt waren. Die Märkte reagierten quasi manisch-depres­siv mit hohen Verlusten an einem Tag und vergleichbaren Gewin­nen am nächsten. Panische Skep­sis nahm Überhand, und Finanz­produkte, vor allem jene, die durch Hypotheken gesichert sind, finden keine Käufer mehr.


    Warum ist das so problema­tisch?

    Wenn Liquidität versickert, führt dies zu einer Kettenreaktion, die zu massiven Pleiten führen kann. Wenn eine Finanzinstitution ihre durch Hypotheken gesicherten Wertpapiere nicht mehr verkau­fen kann, kann sie auch nicht mehr genügend Cash aufbringen, um Zahlungen an die Institution B zu tätigen, die wiederum ihre Zahlungen an Institution C ver­säumt. Und jene, die über Bargeld verfügen, vertrauen niemandem ihr Kapital an.


    Ist mit der Zinssenkung das Problem gelöst?

    Ich glaube, dass es weitere Zins­senkungen geben wird. Wenn im System die Liquidität zum Pro­blem wird, verlieren die Massnahmen der Notenbank häufig ihre Wirkung. Die Zinsen für Darle­hen zu senken, hilft wenig, wenn niemand eine Hypothek auf­nimmt. Es gibt andere Massnah­men, für die sich die Notenbank entscheiden könnte, aber ich hof­fe, dass sich die Krise auflöst, ähn­lich wie beim Debakel mit dem Hedge Fund Long Term Capital Management Ende der Neunzi­gerjahre, als die US-Notenbank Schlimmeres abwenden konnte.


    Sie haben sich nicht nur als Ökonom, sondern auch als besorgter US-Bürger einen Namen gemacht. Was bewegt Sie augenblicklich?

    Die derzeitige Regierung hat die Sicherheitspolitik und die Illusion eines Erfolgs im Irak dazu miss­braucht, Steuersenkungen im Kongress durchzudrücken, die selbst für Präsident Bushs Stan­dard elitär sind. Die polarisieren­de Politik des Bush-Teams hat nicht nur zu unserem Doppel-De­fizit geführt, sondern soziale Un­gleichheit in den USA kreiert.


    Welche soziale Ungleichheit?

    Inflationsbereinigt liegen die Löh­ne heute auf dem Niveau von 2003. Rund 47 Millionen Ameri­kaner oder 15 Prozent der Bevöl­kerung haben keine Krankenver­sicherung. Selbst gut Ausgebildete verfügen heute nicht über mehr Einkommen, lediglich das reichs­te Prozent der Bevölkerung steht finanziell besser da. An Angestell­ten und Arbeitern rauschte das Wachstum vorbei. Das stellt eine Erosion unserer hart erkämpften Bürgerrechte dar, und unsere Idea­le werden mit Füssen getreten.



    Warum vergleichen Sie in Ihrem neuen Buch «Das Gewissen eines Liberalen» George W. Bush mit Präsident Herbert Hoover, der in den Dreissigerjahren regierte?

    Wie nach Hoovers Amtszeit steht das Land am Ende einer Ära, am Ende eines polarisierenden Kon­servativismus. Ich halte die nächs­ten Jahre für eine Gelegenheit, den Schaden, den die Regierung Bush angerichtet hat, wieder gut zu machen. Dies bedarf allerdings progressiver Reformen.


    In welchen Bereichen?

    Angesichts der grossen Zahl Un­versicherten und der älter wer­denden Babyboomer müssen wir eine universelle Krankenversiche­rung einführen. Wir müssen un­sere Steuern erhöhen, um das so­ziale Sicherheitsnetz wieder zu reparieren. Last but not least ste­hen uns grosse Aufgaben betref­fend unserer zunehmend ver­schmutzten Umwelt bevor.


    Glauben Sie, dass ein unabhän­giger Kandidat wie der Bürger­meister von New York, Michael Bloomberg, eine Chance hat bei der Präsidentschaftswahl?

    Nein. Das Land benötigt einen progressiven Demokraten, um die genannten Reformen in den nächsten Jahren durchzuführen.

    Auch die Demokraten erhalten von der Bevölkerung schlechte Noten, seitdem sie den Kon­gress dominieren.

    Die Öffentlichkeit kritisiert den demokratischen Kongress, weil er nicht hart genug gegen Bushs Ma­schinerie vorgeht.


    Sie werden häufig als Erbe des vor zwei Jahren verstorbenen kanadischen Ökonomen John Kenneth Galbraith gefeiert.

    Schmeichelt Ihnen das?

    Wenn ich nur so schreiben könnte wie er!


    Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit?

    Trotz Katastrophen-Szenarios be­reinigt sich das System immer wieder selbst.


    [Quelle: heutige Sonntagszeitung]

  • US: Leitzinssenkung verschafft Hausbauer nur wenig Hilfe

    24.09.2007 - 08:49





    New York (BoerseGo.de) - Die Hypothekennehmer in den USA werden sich gemäß der Ansicht von Experten mit einer Enttäuschung konfrontiert sehen was die Übertragung positiver Effekte durch die Leitzinssenkung in den USA auf monatliche Hypothekenzahlungen betrifft. Von den Hypothekenzinsen sei mit keiner Stimulierung der Nachfrage zu rechnen. Ansonsten habe die Fed nur geringe Möglichkeiten, um gegen den Kollaps am Haus-und Hypothekenmarkt etwas auszurichten. Die Hauptursache für die Schwäche liege in der Überbewertung von Häusern, aber nicht in einem Überpreis bei Hypotheken.


    Der Hausmarkt befindet sich im zweiten Jahr seiner schlimmsten Rezession seit 1991 und die Hauspreise werden auf Jahressicht vermutlich das erste Mal seit der großen Depression in den 30er-Jahren sinken. Die größte Hürde für die Kreditnehmer sei in den verschärften Kreditbedingungen zu suchen, nicht aber in den Hypothekenzinsen. Die Kreditgeber würden die Kreditnehmer zu höheren Abschlagszahlungen auffordern. Außerdem gebe es durch Darlehensgeber mehr Prüfungen von Liquiditätsvorräten von Schuldnern.


    Gemäß dem Immobilien-Informationsdienstleister RealtyTrac Inc. hat sich die Zahl von Zwangsvollstreckungen auf Liegenschaften im August gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 108.716 mehr als verdoppelt. Aus jenem Anstieg sei für bonitätsschwache Hypothekennehmer in den kommenden drei Monaten mit einer Erhöhung von Zahlungsverpflichtungen zu rechnen. Mindestens ein Viertel jener von Anpassungen betroffenen Hauseigentümern seien mit ihren Zahlungen in Verzug.


    Durch die stetig zunehmenden Ausfälle im Markt für zweitklassige Hypotheken haben Banken das Problem fauler Kredite zu verkraften und es bricht die Nachfrage nach Schuldverschreibungen auf Hypotheken ein. Durch den daraus resultierenden Stopp von Liquiditätszuflüssen an die Banken stünden diese vor dem zunehmenden Erschwernis des Auftreibens neuer Käufer für Papiere auf Schuldverschreibungen.




    (Quelle; © BörseGo AG 2007 - http

    So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.



    Frei nach I Ging

  • FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

    Nun ist es bereits soweit; die Hoffnung auf eine weitere Zinssenkung schlägt sich (ernsthaft!) in steigenden Kursen nieder. Nun, welche Impulse sollten den sonst für positive Bewegung sorgen.

    Jetzt kommt das Dilemma zum Tragen, das in diesem Forum schon ausführlich besprochen wurde.

    Keine Frage, nächstes Jahr werden die Zinsen in den USA kräftig gesenkt, daran führt überhaupt kein Weg vorbei. Wenn es allersdings so weiter geht, wird dies für einmal sogar aufgrund der Daten aus der Volkswirtschaft begründet werden können. Deep clouds!

    Der DJ tanzt sich nach oben; das Parkett ist poliert, allerdings löchrig in der Substanz und schwach im Unterbau. Jetzt, wo sich der Dollar einigermassen (und vorübergehend!) stabilisiert hat, keine guten Voraussichten. Die Unternehmensdaten müssen jetzt schon sehr gut ausfallen, dass sich nicht Negativeffekte auf der ganzen Breite bemerkbar machen.

    Nun, der Börse - sagt man nicht, sie nehme die Zukunft vorweg? - scheint's zurzeit aber egal zu sein. Traden, solange die Sache am Dampfen ist und dann weg wie der Blitz.

    Viel anderes haben wir in den letzten Wochen nicht gesehen. Es wird in diesem Stil weiter gehen. Beim nächsten grossen Anstieg - klar, muss man immer zuerst die Gründe dafür betrachten - wird geputtet. Angst, den Zug zu verpassen muss man vorläufig kaum haben.

  • FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

    @ jonnycash


    Ich sehe das genau so. Infolgedessen habe ich Gold gekauft.


    Hierzu meine Überlegung:


    Bei der jüngsten Korrektur wurden gleichermassen Aktien und Gold runtergeprügelt. Da war der Dollar aber noch höher. Falls die nächste Hausse zu Ende geht und gleichzeitig der Dollar vermutlich neue Tiefststände aufweist ( aus Gründen weiterer Zinssenkungen etc. ), dann gehe ich davon aus dass die Anleger einen sicheren Hafen anlaufen werden.


    Was hältst Du von dieser Strategie / Überlegung ?


    Gruss

    Dr.Zock

    Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

  • FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

    Klare Vorstellung in deinen Überlegungen. Bezüglich Gold: Langfristig sicher eine Überlegung wert. Kurzfristig aber ziemlich spekulativ (vor allem zurzeit!). Eine Ladung Gold im Keller einlagern ist sicher keine schlechte Idee. Solltest du Optionen im Sinn haben, ist wohl Vorsicht angebracht. Mein Eindruck ist, das Gold noch unter 700 tauchen wird. Ohne Absicherung kurzfristig auf Gold zu setzen ist zumindest gewagt. Der Goldpreis hängt genauso in der Luft wie der Aktienmarkt. Wo ist der Boden?


    Back to topic:

    Jetzt steckt die FED tatsächlich in der Klemme. Mit guten Karten lässt es sich einfacher bluffen. Auch dann, wenn die anderen am Tisch davon ausgehen, dass man sich eine schwache Runde leisten kann. Bei der FED ist beides nicht gegeben. Der Handlungsspielraum wurde bereits preisgegeben. An now?

    Zumindest bleibt die Spannung drin im Börsenjahr.

  • FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

    @johnnycash, drzock


    Euren Gedanken ist nichts beizufügen! Ich teile Eure Meinung völlig - allerdings glaube ich, dass der weltweite Wirtschaftsaufschwung wegen den Grossräumen China-Indien-Russland und z.T. Südamerika anhalten wird und demzufolge die Rohstoff- und Energiepreise weiter steigen werden.


    Dementsprechend habe ich mich positioniert.

  • FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

    marabu


    Gold als ETF und einen Wasserfonds habe ich bereits, da ich glaube dass dieser Rohstoff ziemlich wichtig sein wird. Insbesondere sauberes Trinkwasser in China etc. Dann wäre da noch Uran ( und alles was damit zusammenhängt, eben so ein Basket ) auf das ich demnächst setze. Auch ein Asien-Fond würde ich mir gerne ( wieder ) reinziehen. So z.B. ein Tiger-Fonds o.ä., warte jedoch nochmals auf einen Rücksetzer. Aber auch Vietnam scheint mir langsam interessant zu werden.


    Gruss

    Dr.Zock

    Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

  • FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

    Dr.Zock wrote:

    Quote
    marabu

    Gold als ETF und einen Wasserfonds habe ich bereits, da ich glaube dass dieser Rohstoff ziemlich wichtig sein wird. Insbesondere sauberes Trinkwasser in China etc. Dann wäre da noch Uran ( und alles was damit zusammenhängt, eben so ein Basket ) auf das ich demnächst setze. Auch ein Asien-Fond würde ich mir gerne ( wieder ) reinziehen. So z.B. ein Tiger-Fonds o.ä., warte jedoch nochmals auf einen Rücksetzer. Aber auch Vietnam scheint mir langsam interessant zu werden.


    Gruss

    Dr.Zock


    Ich bin auch seit einiger Zeit auf der Suche nach einer geeigneten "Wasser-Anlage".. Welchen Fonds hast Du in dein Portfolio aufgenommen? Ich wäre dankbar für eine Info, so dass ich mir ein Bild darüber machen kann... Dankeschön!

  • FED im Brennpunkt - Illliquidität- das Unbehagen der Börsen

    tradingvalue


    Hi


    Hier Deine gewünschten Infos zu meinem Fonds:


    JB MPA SUS WATER BC

    Valor: 126754

    Titelart: Trust Share


    gekauft am 06.09.07 zu 181.28 ( Euro / Sfr. 298.60 )


    Gruss

    Dr.Zock

    Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

  • FED verpasst dem Markt Gespritze von 29 Milliarden Dollar

    27.09.2007 - 15:45

    Geldpolitik: Fed setzt Politik der Liquiditätsspritzen fort




    New York (BoerseGo.de) - Auf die US-Notenbank kann man sich verlassen. Die Fed setzt auch heute wieder ihre Politik kontinuierlicher Liquiditätsspritzen fort. Soeben hat die Fed 29 Milliarden Dollar in den Markt gegeben, diesmal befristet auf 7 Tage.



    Quelle; © BörseGo AG 2007

    So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.



    Frei nach I Ging