• Risiko realisiert

    Der Kurszerfall dürfte noch massiver werden, wenn die Sperrfrist für die Altaktionäre abläuft.


    Trotz des massiven Verlustes dürfte verkaufen in den nächsten Tagen, d.h.vor Ablauf der Sperrfrist ratsam sein.


    Tipp: Umsatteln auf Basilea, wer im Antibiotika-Markt investiert bleiben will. Da ist das Risiko doch wesentlich kleiner, weil zwei Medis bereits sehr erfolgreich verkauft werden.

  • Nebenwirkungen

    Frage mich nur, weshalb solch gravierende Nebenwirkungen nicht bereits in einer früheren Phase festgestellt wurden. Wegen bestimmten Eigenschaften der Patienten und/oder Kombination mit anderen Medis?

  • den Teufel an die Wand malen

    Bin jetzt mal der ganz böse Junge!


    Eingeweihte Kreise hatten schon vor dem Börsengang "Hinweise" darauf, dass unerwünschte Nebenwirkungen auftreten könnten (in Ph II). Doch war der Börsengang zu wichtig, um an Kohle für die Firma, aber auch und vor allem für sich selbst zu kommen. "Gewisse Kreise" verkauften nämlich die Papiere, denn sie wussten, was bald kommen würde...


    Nur ein Hirngespinst? Ein Wirtschaftskrimi? Wer weiss?

  • Bad Blood...

    Domtom01 hat am 10.05.2019 20:23 geschrieben:

    Quote

    Bin jetzt mal der ganz böse Junge!


    Eingeweihte Kreise hatten schon vor dem Börsengang "Hinweise" darauf, dass unerwünschte Nebenwirkungen auftreten könnten (in Ph II). Doch war der Börsengang zu wichtig, um an Kohle für die Firma, aber auch und vor allem für sich selbst zu kommen. "Gewisse Kreise" verkauften nämlich die Papiere, denn sie wussten, was bald kommen würde...


    Nur ein Hirngespinst? Ein Wirtschaftskrimi? Wer weiss?

    ...so weit hergeholt ist das nicht.


    Bad Blood, die wahre Geschichte des grössten Betrugs im Silicon Valley. Von John Carreyrou


    Ein beispielloser Betrug, der bis in die höchste Ebene des Staats wirkte, ähnlich dem damaligen Besuch des Vizepräsidenten Joe Biden in einem Fake-Labor, das nur für diesen Anlass gebaut worden war: Das ist die Geschichte von Theranos, einem Biotech-Start-up aus dem Silicon Valley mit einer charismatischen CEO, die als der -weibliche Steve Jobs- galt. Theranos wollte die Medzinindustrie revolutionieren und Blutabnahmen durch einen simplen Nadelstich ersetzen. Das 2014 mit zehn Mrd. Dollar bewertete Unternehmen stellte am 31 August 2018 endgültig den Betrieb ein. Die Geschichte einer kollektiven Verblendung, brilliant erzählt von dem Journalisten des Wall Street Journal, der den Skandal schliesslich aufdeckte.

  • vergessen ist menschlich

    Unser Bundesanwalt Lauber hatte ja auch so unendlich Mühe, sich an ein drittes Treffen zu erinnern...*lol*


    Der Mensch ist schlecht, und mit ihm die Welt. Der einzige, der ihm helfen kann, ist der Mensch!


    Ich weiss, Ben, und Frau Elisabeth Holmes war und ist eine charismatische Person. Wer ihr zuhört, wird bezirzt!


    Vielleicht haben wir in Polyphor unsere CH-Theranos. Wer weiss?


    Für mich noch zu teuer. Abwarten.

  • Allemal ein Mahnmal für alle Bio-Anleger! Wähnt euch nicht auf der richtigen Seite, denn hier ist selbst auf den letzten Metern noch nichts sicher!


    Die Schweizer Bio-Szene ist der Auswuchs von Grössenwahn und Illusion gepaart mit laxer Finanzmarkt Aufsicht!

  • Polyphor unterbricht Patienten-Rekrutierung für Murepavadin-Phase-III-Studie


    Die Pharmafirma Polyphor erleidet mit dem Medikament Murepavadin einen Rückschlag. Die Rekrutierung von Patienten für zwei Phase-III-Studien zur Behandlung einer im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündung sei unterbrochen worden, teilte die Gesellschaft am Donnerstagabend mit.


    09.05.2019 16:55

    Besser reich und gesund als arm und krank!

  • Rückschlag reisst Polyphor-Aktie in die Tiefe


    Das Pharmaunternehmen Polyphor stellt die Patientenrekrutierung für das wichtigste Medikament ein. Schuld sind verheerende Nebenwirkungen. Von Anlegern zuletzt wiederentdeckt, bricht der Kurs der Aktie ein.


    10.05.2019 09:20


    Von Lorenz Burkhalter


    Nachdem sich die Aktie von Polyphor seit Januar um mehr als 40 Prozent erholen konnte, erwartet die Aktionäre eine kalte Dusche: Das Baselbieter Pharmaunternehmen stellt die Rekrutierung von Patienten für die Entwicklung des Antibiotikums Murepavadin zur Behandlung von im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündungen überraschend ein. Dies, nachdem es bei mehr als der Hälfte der behandelten Patientinnen und Patienten zu Nierenversagen kam.


    Was das genau für die Zukunft von Murepavadin bedeutet, lässt sich noch nicht genau sagen. Erst im Juli wird dann entschieden, ob die Studien fortgeführt werden oder nicht. Dem Unternehmen zufolge ist die Weiterentwicklung der inhalierbaren Version des Antibiotikums nicht von den Problemen betroffen. Allerdings wurde der intravenös verabreichbaren Version des Antibiotikums bisweilen ein deutlich grösseres Umsatzpotenzial nachgesagt.


    Bisherige Schätzungen für Murepavadin in Frage gestellt


    Die Börse reagiert verschnupft und schickt die Polyphor-Aktie auf Tauchgang. Zur Stunde errechnet sich Minus von mehr als 50 Prozent auf 12,36 Franken.


    Als Hauptverantwortliche für den Börsengang des Pharmaunternehmens von Mitte Mai letzten Jahres traute die UBS dem Antibiotikum Murepavadin bisher einen Spitzenumsatz von 300 Millionen Franken im Jahr zu. Erst vor wenigen Wochen erhöhte die grösste Schweizer Bank die Zulassungswahrscheinlichkeit für das Medikament von 75 auf 80 Prozent.


    Die UBS empfiehlt die Polyphor-Aktie mit einem 41 Franken lautenden Kursziel zum Kauf, wobei Murepavadin alleine rund 15 Franken zum Kursziel beiträgt.


    Zeitpunkt des Produktrückschlags für die Altaktionäre ungünstig


    Die Zürcher Kantonalbank reagiert auf die Neuigkeiten und stuft die Aktie von "Übergewichten" auf "Untergewichten" herunter. In Erwartung, dass die Detailanalyse vom Juli den Fakt der im hohen Masse auftretendne Nierenschädigungen kaum ändern kann, reduziert der zuständige Analyst die Zulassungswahrscheinlichkeit für Murepavadin von 50 auf gerademal 5 Prozent.


    Auch andere Banken, unter ihnen die Deutsche Bank sowie der US-Broker Cantor Fitzgerald, müssen nun wohl oder übel über die Bücher gehen. Doch nicht nur für diese Banken, auch für die Altaktionäre von Polyphor um die beiden Investoren Peter Grogg und Rudolf Maag kommt der Rückschlag bei Murepavadin zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. In weniger als zwei Wochen läuft nämlich die Verkaufssperrfrist auf ihren Aktien ab. Sollten einige der nicht weniger als 526 Altaktionäre mit ihren gut 62 Prozent die Gelegenheit nutzen und sich von ihren Aktienpaketen oder von Teilen davon trennen, spräche auch das noch einmal für tiefere Kurse.

    Besser reich und gesund als arm und krank!

  • wird ausgebombt

    Bevor da ein Boden gefunden wird, falls es kein Fass ohne ist, muss der Kurs einstellig werden. Im Bereich 5-6 kann es schon noch gehen, aber bei ca. 8 werde ich vermutlich einen Zock wagen.

  • viel schneller

    Beim aktuellen Kurs entspricht die MK in etwa den Cash-Reserven. Und wann kommt was Positives? Da wird noch jede Menge Kohle verbraten, und das wird eingearbeitet, und viel schneller als man vermutlich denken kann.


    Ich will heute noch zocken...*yes3*

  • einstellig

    Das sind wir uns ja mal einig: Der Kurs wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einstellig werden.

  • Deutsche Bank senkt Einstufung

    13.05.2019 | 08:51


    #POLYPHOR – Deutsche Bank senkt Einstufung!


    (wirtschaftsinformation.ch) – Die Deutsche Bank hat heute Morgen die Einstufung von POLYPHOR (CHF 13.20) von „Buy“ auf „Hold“ und das Kursziel von CHF 68 auf CHF 17 gesenkt. Der Rückschlag bei der Studie mit dem Antibiotikum Murepavadin und die damit einhergehende Einstellung der Patientenrekrutierung habe die Unsicherheit deutlich erhöht, schreibt der zuständige Branchenexperte. In seinem Bewertungsmodell habe er den Beitrag von Murepavadin vollständig entfernt. Die Schätzungen für die weiteren Wirkstoffkandidaten bleiben zwar unverändert. Solange die Untersuchungen zu Murepavadin aber nicht abgeschlossen seien, dürfte die Aktie mit einem hohen Abschlag zum fairen Wert gehandelt werden.

  • Cash position: ca. 115M
    Market cap: ca. 116M
    Updated pipeline's value: 1M


    (Das ist keine Kaufempfehlung)


    Ich denke trotzdem, dass es in den nächsten Tagen nicht viel unter dem aktuellen Kurs sinken wird. Aber ja, da der Cash sehr schnell verbrannt wird (50M im letzten Jahr), sollte die Cash position um die 80M Ende 2019 sein. Das bedeutet einen Kurs zwischen 6.5 und 7.5.

  • Kursziel 23 von UBS

    14.05.2019: UBS senkt das Kursziel für Polyphor drastisch auf 23 von 41 Franken. Die Einstufung lautet aber weiterhin "Buy". Dies, nachdem die Pharmafirma wegen starker Nebenwirkungen bei zahlreichen Patienten die Patientenrekrutierung für zwei wichtige Studien mit seinem Schlüssel-Kandidaten Murepavadin vorerst einstellen musste. Dies sei eine grosse Überraschung, schreibt Analyst Jack Scannell. Er sehe aber ein kleine Chance - von 20 Prozent - für ein Murepavadin-Revival. Auch erkenne er einigen Wert in anderen Entwicklungsprogrammen des Unternehmens, so Scannell weiter. Die heftige negative Kurreaktion infolge der schwachen Studiendaten halte er denn auch für übertrieben, zumal der Netto-Cash-Wert pro Aktie bereits bei 9 Franken liege

  • Netto-Cash-Wert

    Blaues Hufeisen hat am 14.05.2019 08:46 geschrieben:

    Quote

    Die heftige negative Kurreaktion infolge der schwachen Studiendaten halte er denn auch für übertrieben, zumal der Netto-Cash-Wert pro Aktie bereits bei 9 Franken liege

    Der Netto-Cash-Wert ist kein wichtiger Faktor für die Kurseinschätzung, denn man weiss ja, dass dieser "verbrannt" wird. Entscheidend ist die Einschätzung der Pipeline und die hat bei Polyphor einen "saftigen" Tiefschlag erlitten, wo abzuwarten ist, ob sie sich jemals davon wieder erholen können.