Zur Rose (ROSE) Hoffnung auf gute Entwicklung

  • Der Trend macht keinen Anstand sich erholen zu wollen. Von Boden bildung auch keine Spur. Wenn der so weiter macht sind wir im November auf der 18.- ! Sorry, aber noch schwächer kann ein Chart nicht sein.

    Haben Sie diesen Beitrag gestern geschrieben und/oder den Chartverlauf heute nicht angeschaut?

    Klar kann die Gegenbewegung heute auch nur eine technische Reaktion gewesen sein, kann aber auch der Anfang einer Trendwende sein. Wäre langsam Zeit dafür. Wir werden es in den nächsten Tagen sehen.

  • Auch die drei vorne ist gefallen. Die grosse Frage: Wann ist ein idealer Zeitpunkt für einen Kauf? Ich bin noch "Rose-los". Aber langsam aber sicher reizt es mich für einen Kauf. Oder ist die "Bude" wirklich nicht mehr viel Wert?


    greetz

    Perestroika

  • Der Kurs von ROSE ist optisch momentan verführerisch tief. Und ja, hier sind die Chancen deutlich höher als bei NESN oder ROG in den nächsten Monaten ein Plus von 100% zu machen.


    Aber, hier meine Bedenken: Der Laden hat im Geschäftsjahr 2021 einen Verlust von CHF 225 Mio. eingefahren und im 1. HJ 2022 wurde ein Verlust von CHF 86 Mio. erwirtschaftet. Wie hoch ist der Verlust im 2. HJ 2022 und was erwartet uns im 2023? Im Ausblick vom 18. August 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Break-even beim EBITDA kommuniziert. Aber nur, falls die ursprünglich geplante Expansion zurückgefahren wird. Also wird auch 2023 weiterhin Geld verbrannt.


    Zusätzlich sind mittlerweile 4 Bonds ausstehend, die jeweils in den Jahren 2023, 2024, 2025 und 2026 zurückbezahlt werden müssen. Das heisst konkret, dass bis spätestens 2024 nochmals mindestens CHF 200 Mio. am Markt aufgetrieben werden müssen. Das dürfte momentan sehr schwierig werden.


    Also, entweder wird den Aktionären bis spätestens 2024 eine weitere, verwässernde Kapitaltransaktion aufgedrückt oder man sucht Zuflucht bei einem starken Partner, der vielleicht auf einem noch tieferem Kurs-Niveau als heute, das Überleben von der Zur Rose Group AG sichert.


    Trotzdem. Mir gefällt der Business-Case, aber ich bin aus oben erwähnten Gründen nur noch bei ZRO18, ZRO19 und ZRO20 dabei und hoffe, dass ich mein Geld auch noch bei ZRO20 (Wandelanleihe) zurückerhalte. Wer es riskanter mag, kann statt auf die Aktie auf ZRO22 setzten. Das Verlustpotential ist hier auf jeden Fall geringer, als bei der Aktie.

  • Nominalwert der Aktie ist 30.00 chf :!:


    …mit diesem Management wird das vermutlich nix mehr. Das Vertauen bei den grossen Investoren ist weg nach dem letzten zwei Kapitalrunden. (das zeigt speziell der Verlauf letzten Kapitalerhöhung)


    Als sie noch gewachsen sind hat man sich seitens Management munter zum Aktienkurs geäussert, dass bei 300 - 350 chf durchaus noch Potential nach oben bestehe. :saint: …seit Dezember 2021 sagt niemand mehr irgendwas!?!? …Sorry das sagt alles über dieses Management.


    Problem ist hier die Liquidität und die grundlegend negative EBIT Marge. Bei solchen Aktien kommt öfters die Umkehr leider erst im Bereich wo effektiv nur noch die Liquidität kapitalisiert wird. …weiss jemand wieviel Liquidität Zur Rose aktuell noch hat?


    Ich habe hier noch anfangs Sommer noch bei 72.00 chf mit grossem prozentualem Verlust noch verkauft. …gut 250 % höher wie Kurs aktuell. …unglaublich oder einfach Börse. *dash1*

  • Aber, hier meine Bedenken: Der Laden hat im Geschäftsjahr 2021 einen Verlust von CHF 225 Mio. eingefahren und im 1. HJ 2022 wurde ein Verlust von CHF 86 Mio. erwirtschaftet.

    Also nach mir stimmt das so nicht ganz. Bereinigt sind es 43 Mio. Verlust im 1. HJ 2022.


    Hier der Auszug aus dem HJB:

    Ausblick — Die Zur Rose-Gruppe bestätigt auf bereinigter EBITDA- Stufe das im Frühjahr kommunizierte Ziel für 2022 von minus CHF 75 Mio. bis minus CHF 95 Mio. Für das Geschäftsjahr 2023 wird der EBITDA-Break-even (bereinigt)


    Wenn es mit dem Kurs so weiter geht, dann ist die Marktkapitalisierung bald beim Barmittelbestand.

    Jetzt muss doch bald mal der Boden gefunden werden. Was mich positiv stimmt ist das am 22.9 ein Management Mitglied 5300 Aktien für 200‘000 CHF kaufte. Bald stehen ja die Q3 Zahlen an. Denke nicht das er einfach mal mit 200‘000 CHF zockt sondern sieht bereits in den Zahlen die Verbesserung der Marge. Wir werden es ende Oktober sehen. Warte gespannt und hoffe das EBITA Programm entwickelt sich nach ihren Vorstellungen.

    COACH ME and I will learn. CHALLENGE ME and I will grow. BELIEVE IN ME and I will win.

  • ... Und ja, hier sind die Chancen deutlich höher als bei NESN oder ROG in den nächsten Monaten ein Plus von 100% zu machen.


    ... Wer es riskanter mag, kann statt auf die Aktie auf ZRO22 setzten. Das Verlustpotential ist hier auf jeden Fall geringer, als bei der Aktie.

    Bin mit beiden Aussagen einverstanden.
    Wobei ich jetzt nicht unbedingt deswegen von Nestle in ZurRose umschichten würde.


    Mich erstaunt, wie jemand in allen(!) 3 bisherigen Rose-Bonds investiert sein kann.
    Entweder bist Du passionierter Rosenzüchter oder Du musst ein gewaltiges Junk Bond Portfolio haben.


    (Apropos Bonds: Ich fände es gut, wenn im Forum auch vermehrt Bonds diskutiert würden - mit steigenden Zinsen und kommender Rezession werden sich zu Hochdorf, Kudelski, Rose, Aryzta und Konsorten auf dem Schrottplatz weitere bekannte Emittenten gesellen.)


    Das sollten sich auch die Rose Aktionäre bewusst sein, die auf den Barmittelbestand schielen und die BöKap in Bezug zu diesem bringen: Dieses Geld und die ganze Substanz von ZurRose gehört aktuell den Bondholdern. Den Aktionären gehört nur die Phantasie (Immaterielle Werte).

  • Da schau her, der CEO meldet sich zu Wort.


    Der springende Punkt:

    Wenn das E-Rezept in Deutschland dann flächendeckend eingeführt werde, gehe das Geschäft "erst richtig los", verspricht der CEO. Dies sei denn auch notwendig, dass sich der Aktienkurs erholen werde.


    Zur Rose erreicht Break-Even beim Ebitda 2023, sagt CEO
    Nach der Refinanzierung verfügt die Versandapotheke Zur Rose über genügend Barmittel bis zur Profitabilität im nächsten Jahr, erklärte Konzernchef Walter Hess.
    www.handelszeitung.ch

  • Die Rose-Aktien werden weiterhin sehr volatil sein. Weitere Kapitalverwässerungen sind nicht ausgeschlossen. Die Oblis könnten interessant werden, da die Renditen auf Verfall bereits jetzt sehr hoch sind und bei weiteren Kursrückgängen noch höher werden. Fazit für mich: ich behalte beides im Auge, wenn ein Investment dann in einer der Oblis.


    gertrud: Bei den Oblis erachte ich ary13 als sehr interessant, insbesondere da variabel verzinslich. Sehr spekulativ und darum mit grossen Risiken/Chancen ist die Hochdorf-Obli.

  • Finde ich gut, dass Herr Hess sich in der FuW äussert.

    Wenn man weiss, dass man viele Publikumsaktionäre hat, sollte man das häufig tun.


    Die entscheidende Stelle ist: ".. eine Grosse Abschreibung beim Goodwill befürchtet der Manager nicht. ... der Bilanzposten, der über 400 Millionen Franken beträgt..."

    Wobei das Wort "Grosse" aufhorchen lässt - nicht nur weil es in der FuW falsch Gross geschrieben wurde.

    Herr Hess bestätigt, dass ZurRose Goodwill abschreiben muss. Die Frage ist nur, wo für Herrn Hess "Gross" anfängt.


    Zum Goodwill, falls der Begriff jemand nicht so geläufig ist, eine kleine Sonntagsgeschichte:


    Es war einmal der Hans Ober im Thurgau.

    Der hat eine halbe Million und eine zündende Geschäftsidee. Er erwartet den Besuch von König Erez im 2022 in Deuschland. Da will er Gedenkmünzen, die in der Herstellung 1.20 kosten, für 5 verkaufen.
    So ein Geschäft braucht mehr als seine 500K vorab Investition, also nimmt Hansli Ober durch die Ausgabe einer Obligation 1000K Geld auf.


    Nun erwirbt er eine Lizenz für Gedenkmünzenverkauf für 300K
    Er kauft Metall im Wert von 1000K
    Er lässt Gedenk-Münzen prägen "5, Besuch König Erez, 2022" und auf der Rückseite "made by Oberhänsli". Das kostet 200K
    Er schliesst für 2022 Mietverträge für Verkaufsstände an bester Lage für 300K ab.

    Für 200K schaltet er Werbeanzeigen.
    Weil das Geld nicht reicht, leiht er bei seinem Schwager Publi nochmals 500K und macht ihn zum anteilsmässig gleichwertigen Teilhaber/Aktionär.


    Total hat Hans Ober Ausgaben von 300+1000+200+300+200= 2000K

    Bezahlt hat er mit 500+1000+500=2000K
    Wenn alles nach Plan läuft, wird er die Münzen für 5000K verkaufen.

    Publi freut sich, denn nach Rückzahlung der Obligation erwartet er 1500K Gewinnanteil. Sein Einsatz von 500K, wenn er an einer Börse gehandelt würde, wäre wohl über 1000K Wert, noch bevor der Besuch stattfindet.


    Und so sieht die stark vereinfachte Bilanz aus:

    AktivenPassiven
    1000 Materialwert1000 Obligation Fremdkapital
    1000 Immaterielles - Goodwill1000 Eigenkapital



    Jetzt läuft es aber nicht nach Plan: König Erez kommt nicht 2022. Vielleicht 2023 oder erst 2025, vielleicht stirbt er sogar noch vor dem Besuch.
    Hans Ober behält die Münzen, aber sie müssen irgendwann eingeschmolzen und mit angepasster Jahreszahl neu geprägt werden, was 300K kosten wird, die er dann auftreiben muss.
    Die Lizenz lässt sich glücklicherweise für 100K um ein Jahr verlängern.
    Er bekommt aus Kulanz vom Standbetreiber einen Gutschein über 200K. Muss die Stände dann aber wieder neu mieten für 300K.

    Auch die Werbung wird er neu schalten müssen.


    Bilanztechnisch muss Hans Ober wegen der Verzögerung Goodwill von 600K abschreiben (-200-100-100-200)
    Also bleiben wertberichtigt 1400K an Aktiven: 1000K Metallwert, die verlängerbare Lizenz (Option 200K) und der Standgutschein über 200K.
    Hans Ober und seinem Schwager Publi gehören eigentlich nur der Gutschein und die Option auf die Lizenz, denn die Gläubiger würden bei einer Liquidation das Metall beanspruchen.
    Ohne Königsbesuch sind Gutschein und Option wertlos.

    Wenn der Besuch dann doch einmal kommt, müssen Hans und Publi nochmal über 500K frisches Geld besorgen, damit sie im Geschäft bleiben. Sie müssen einen 3. Teilhaber mit 500K finden und entsprechend reduziert sich der Gewinnanteil für jeden.



    So ähnlich ist das bei ZurRose - der Goodwill besteht laut Hess im Kundenstamm. Der läuft nicht so schnell weg. Allerdings wurde er sehr wahrscheinlich mit einem zu hohen Wert verbucht, und den müssen sie korrigieren.

    Im Vergleich zur Geschichte oben kommt bei ZurRose erschwerend ein konstanter Cash Abfluss für laufende Kosten und Zinszahlungen dazu.


    ZurRose bis zum Börsengang aufzubauen war eine Leistung. Danach mit dem Geld anderer Leute klotzen war einfach. In die Liquiditätsfalle tappen, war ungeschickt. Jetzt kann das Management beweisen, was es wirklich kann.

  • Nun ja, die Zahlen sind bekannt. Im Grunde wurde nur über die neuen Gelder geschrieben. Auch die wiederholte Ansage des CEO das ZurRose im 2023 ihren Break-Even beim Ebit erreicht wurde mehrmals erklärt.


    Was mir jetzt aber noch fehlt ist der Schlachtplan????


    Die sollen den Aktionären klar machen wie sie dieses Ziel erreichen wollen. Mit Kohlen eingedeckt haben sich die Herren soweit mal. Die Teppichetage hat sich soweit mal die Löhne gesichert. Aber ein Statement wie sie das Ebit im 2023 erreichen wollen, davon war nie etwas zu lesen.


    Das e-Rezept mag eine tolle Sache sein. Aber die Deutsche Bürokratie ist bekannt dafür vor sich hin zu dösen. Eines sollte kalr sein, wenn der CEO im 2023 das Ziel verfehlt, wird es düster. Im Grunde müsste die Situation im Q1 2023 schon ersichtlich werden.


    Es jetzt aber so noch auf den Ueberraschungsmoment ankommen zu lassen, ist schon etwas heiss.

  • So wie ich die gertrud kenne 🥰 - einfach wieder eine toll sonntagslektüre 👍😊

  • So wie ich die gertrud kenne 🥰 - einfach wieder eine toll sonntagslektüre 👍😊

    Naja....


    Ich würde das nächste Mal die Ursprungsquelle heranziehen. Diese liest sich komplett anders als die Kurzfassung von AWP.


    Quote


    Ende Juni hatte das Unternehmen mehr als 400 Mio. Fr. Goodwill in der Bilanz. Droht ein Abschreiber mit Blick auf das ­veränderte Umfeld?

    Nein. Ein grosser Teil des Goodwills betrifft die Kundenbasis in Deutschland. Die Werthaltigkeit ist vorhanden, das E-Rezept ist im September Realität geworden.

  • Zu dem Rollout des E-Rezept's hier noch ein paar Angaben zum geplanten Zeithorizont. Der jetzt schon überschaubare Horizont gibt Hoffnung auf eine baldige nachhaltige Kurskehrtwende.

    Die 1. Stufe ist jetzt schon bald in der Halbzeit und Anfang Dezember soll voraussichtlich gemäss Angaben der deutschen Verbraucherzentrale schon die 2. Stufe gestartet werden.


    Elektronische Rezepte: wichtige Fragen und Antworten zu E-Rezepten | Verbraucherzentrale.de

    • 1. Stufe: 2 Länder bzw. Regionen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV)
    • 2. Stufe: 6 Länder bzw. KV-Regionen
    • 3. Stufe: 9 Länder bzw. KV-Regionen

    Zum 1. September 2022 sollte in der 1. Stufe die Einführung des E-Rezepts in Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe als Pilotregionen erfolgen. Am 22. August 2022 hat die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein erklärt, dass sie an der Testphase fürs E-Rezept zunächst nicht mehr teilnimmt, da u.a. geplante digitale Lösungen, die Praxen und Patienten gleichermaßen nutzen, momentan aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht umsetzbar seien.

    Sukzessive werden ab dem 1. September 2022 nun Arztpraxen und Krankenhäuser in Westfalen-Lippe ab Herbst an Patient:innen elektronische Rezepte ausstellen. Erst wenn die Pilotphase erfolgreich beendet wurde, soll das E-Rezept in der Pilotregion verpflichtend werden. Für die Pilotphase ist ein Zeitraum von 3 Monaten vorgesehen. Danach geht es über in Stufe 2: die verpflichtende Einführung.

    In der Stufe 2 ist geplant, dass das E-Rezept, neben der Verpflichtung in der Pilotregion Westfalen-Lippe, parallel dazu in 6 weiteren Bundesländern bzw. KV-Regionen eingeführt. Welche Regionen das sind, ist noch nicht bekannt.

    In Stufe 3 folgen die restlichen Bundesländer bzw. Kassenärztlichen Vereinigungen. Bis zum Frühjahr 2023 soll die Einführung des E-Rezepts bundesweit abgeschlossen sein.

    Apotheken müssen ab dem 1. September 2022 technisch in der Lage sein, elektronische Rezepte anzunehmen und zu bearbeiten.

  • Auffallend bei diesem Titel ist einmal mehr, dass die klar negativen Bewertungen auschliesslich von zwei Schweizer Grossbanken kommen. Scheint eine Art Schweizer Bankgeschäftsmodell zu sein.

    Gibt es einen erklärbaren Grund, weshalb die CS nicht auch schon im Sog der Leerverkäufer sein müsste?