Zur Rose (ROSE) Hoffnung auf gute Entwicklung

  • snitcht hat am 13.09.2022 14:48 geschrieben:

    Quote

    Aus meiner Sicht ist die Platzierung der Wandelanleihe grandios gescheitert. Aus meiner Sicht wurde in diesem Moment das mangelnde Vertrauen sogar der Instis gegenüber zur Rose sichtbar.

    Naja, sie haben das Geld mit Ach und Krach einigermassen zusammenbekommen. Die fehlenden zehn Mio können sie ja jetzt als Zeichen des guten Willens intern zusammensparen.
    Aber beim zweiten Punkt hast Du sicher recht.


    Der Rose Kurs schien während der Bezugsrechtsdauer gestützt.


    Und doch ist es erstaunlich, dass nur etwa 1/6 der Rechte ausgeübt wurden. Selbst wenn man nicht noch mehr Geld nachschiessen wollte, hätte es Sinn gemacht, die Wandel-Anleihe zu zeichnen und dann halt die entsprechende Anzahl Aktien abzustossen. Der Wandler hat das bessere Chancen/Risiko Profil.


    Das ist wohl auch der Grund, dass die Aktie jetzt gleich nach der Zeichnungsfrist wieder eingebrochen ist. Da wollen ein paar hunderttausend Aktien verkauft werden.


    Dazu kommt ab jetzt der Delta-Hedge der Institutionellen. Das heisst, Zur Rose hat sich auf Jahre hinaus einen prominenten Platz in der Leerverkaufsstatistik gesichert.

  • «Bad Boy» unter den Hedgefonds-Managern nistet sich bei Zur Rose ein

    Zur Rose hat mit Reade Griffith einen neuen bedeutenden Aktionär. Der Hedgefonds-Manager gilt als gefürchtet. Ist sein Einstieg bei der Versandapotheke bloss ein kurzes Gastspiel wie einst bei Dufry?

    21.09.2022 08:12


    Von Lorenz Burkhalter


    Zur Rose hat einen neuen bedeutenden Aktionär: Reade Griffith ist mit 3,2 Prozent bei der Versandapotheke eingestiegen. 2 Prozent der Stimmen hält er in Form von Aktien, ein Grossteil der Differenz über Wandelanleihen. Beides geht aus einer Offenlegungsmeldung an die Schweizer Börse SIX hervor.

    Griffith ist nicht einfach irgendwer. Der frühere Europa-Chef von Citadel gilt als gefürchteter Hedgefonds-Manager. Das amerikanische Anlegermagazin Forbes bezeichnete ihn einst sogar als "Bad Boy" der Hedgefonds-Industrie. Seit seinem Abgang beim früheren Arbeitgeber ist er mit den beiden Fonds Polygon und Tetragon unterwegs. Das Zur-Rose-Paket hält Griffith über einen Unterfonds von Tetragon.

    Was genau der neue Grossaktionär bei Zur Rose vor hat, ist nicht bekannt. Ihm wird allerdings eine Vorliebe für Aktien von Unternehmen nachgesagt, die erst kürzlich eine Kapitalerhöhung vollzogen haben. Von daher würde die Versandapotheke gut ins Beuteschema Griffith passen, hat diese erst Anfang September doch neue Aktien und eine weitere Wandelanleihe im Gesamtwert von knapp 140 Millionen Franken ausgegeben.

    Nur ein kurzes Gastspiel?

    Letztmals trat der berüchtigte Hedgefonds-Manager hierzulande im April 2021 als 3-Prozent-Aktionär beim hochverschuldeten Detailhandelskonzern Dufry in Erscheinung (der cash Insider berichtete). Die Liaison hielt nicht lange, stieg Griffith doch weniger als drei Wochen später wieder aus. Man sagte damals: Mit einem kleinen, aber schnellen Gewinn. Auch an Meyer Burger war der gebürtige Brite schon mal kurz beteiligt.

    Beobachter gehen davon aus, dass es sich auch bei Zur Rose nur um ein kurzes Gastspiel handeln könnte. Die Aktie der Versandapotheke hat seit Jahresbeginn fast 90 Prozent ihres Werts eingebüsst. Damit zählt sie zu den diesjährigen Börsenschlusslichtern. Grund für diesen Kurszerfall ist die Verzögerung bei der Einführung elektronischer Medikamentenrezepte in Deutschland.

  • Das E Rezept ist doch jetzt am funktionieren

    Weshalb man dies so überall erwähnen muss, ist mir ein Rätsel. Man könnte meinen was für eine strategische Meisterleistung dahinter stehen könnte. Wie bei Duty free wird sein Ziel sein, mit etwas Gewinn schon bald wieder auszusteigen. Dieser Titel ist so tief wie nie zuvor, die Halbjahreszahlen im August haben eigentlich keine schlechten Aussichten gezeigt und das E-Rezept ist seit dem ersten September in Deutschland gemäss dem Bundesgesundheitsminerstierium (Das E-Rezept startet! - Bundesgesundheitsministerium) flächendeckend (hier sichtbar auf der Karte, Apothekensuche | E-Rezept (das-e-rezept-fuer-deutschland.de)) anwendbar. Der extreme Wertverlust von diesem Titel hat ja der Cash Insider schon mehre Male mit dem Ausbleiben/Verschieben der Einführung vom E Rezept begründet und so begründet es ja auch der Markt. Somit steht alles auf Steigen. Alles andere wäre einfach nicht rational erklärbar. Steigt aber so ein Investor wie Reade Griffith mit seinem Volumen wieder aus, wird es den Titel wieder einmal mehr runterreissen und die Signalwirkung wird einmal mehr negativ sein und der Teufelskreis dreht sich weiter.

  • Nun mit erster von voraussichtlich insgesamt drei Tranchen investiert. Die Differenz zwischen Wert und Preis scheint mir mittlerweile (deutlich) zu gross zu sein. Die Märkte haben zwar noch eine Downside von 10-15 Prozent, da warten dann ggf. noch weitere Einstiegschancen. Eichhörnchenzeit aktuell 8) . Mehr dazu demnächst.

    "Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist Deine Einstellung zum Problem."


    (Captain Jack Sparrow - Fluch der Karibik)

  • Ich frage mich bei solchen Unternehmen, wie die überhaupt noch an Geld kommen bei Kap Erhöhungen. auch hier Finger weg 4ever

    Bei diesem Titel überwiegt der Einfluss der Finanzbranche dem möglichn Einfluss der Firma selbst. Und dies trifft übrigens auch bei der Firma zu, bei der Sie heute Morgen einen änlichen Kommentar abgegeben haben.

  • Der ganze Wahnsinn

    Am Beispiel zurRose sieht man, was für dramatische Auswirkungen es haben kann, wenn ein Unternehmen in die Liquiditätsfalle kommt.

    Ich hoffe, das zurRose Management hat sich was dabei überlegt, aber wirken tut das echt panisch:
    Da nehmen sie Geld auf, für das sie knapp 7% Zins zahlen müssen (x4Jahre = 28%) und verschleudern eine Unmenge Aktien dazu, nur um damit eine Anleihe zurückzuzahlen, die noch ein Jahr lang 2.5% gekostet hätte. Das zRose Mgt scheint davon auszugehen, dass die Unternehmens-Lage nur noch verzweifelter wird bis zur Fälligkeit dieser Anleihe im Juli 2023.


    Wenn man nicht schon soviel erlebt hätte, würde man sich gerne vom nackten Grausen schütteln lassen angesichts dieser welken Rose.
    So hofft man einfach, dass andere hoch verschuldete Firmen mit Liquiditätsbedarf die Refinanzierung etwas weniger aktionärsschädigend gelingt: CSG, Idorsia, AMS, Hochdorf, Aryzta...

  • Macht die Schlussfolgerung Sinn, aus Angst vor weiterer verzweifelter Unternehmenslage die Anleihe so schnell wie möglich zurückzuzahlen und sich somit die Möglichkeiten von verfügbarem Kapital zu verhindern? Irgendwie erscheint das unlogisch, oder?


    Mit etwas weniger Pessimismus betrachtet, was könnte sonst noch ein Grund für die vorzeitige Rückzahlung sein?

  • Mit etwas weniger Pessimismus betrachtet, was könnte sonst noch ein Grund für die vorzeitige Rückzahlung sein?

    Eine alternative Sichtweise wäre sicher interessant und wünschenswert.


    • Warum hat ZurRose jetzt schon teuer Geld aufgenommen, um eine günstige Anleihe mit Verfall Juli 2023 zum Nennwert heute zurückzukaufen?
      Erwarten sie bis dann keine bessere Gelegenheit mehr? Wieso haben sie nicht ein Tenderangebot für diese (und andere Rose Anleihen tief unter Pari) gemacht?


    Während der eine oder die andere noch daran arbeitet, dem etwas Positives abzugewinnen und das in einem Beitrag zu formulieren, hier nochmal die Hypothesen:

    Zeitpunkt und Zinsen
    Jetzt wurde refinanziert bei Referenzsatz -0.25% und Rose Kurs um 50. Manche denken noch, zurRose ist bei 50 billig, weil sie verdrängen, dass die Substanz der Firma heute schon eigentlich den Gläubigern gehört. So konnte der Kurs während der Bezugsfrist noch mit kleinem Aufwand um 47 gestützt werden. Um dann Stunden nach Zeichnungsschluss einzubrechen.
    Seither steigt der Referenzzinssatz und wer weiss, wo der Rose Kurs in einem halben Jahr steht und ob er sich noch so einfach stützen lässt ....


    E-Rezept
    Man möchte glauben, wenn positive News zum E-Rezept in Deutschland kommen, geht der Rosekurs von der tiefen Basis ab wie eine Rakete.
    Das Rose Management zumindest glaubt das nicht auf absehbare Frist. Denn wenn sie entscheidende E-Rezept News im nächste Halbjahr erwarten, hätten sie dann eine aktienbasierte Kapitalaufnahme zu viel wenig verwässernden Bedingungen machen können.


    Wer liefert eine zuversichtlichere Einschätzung der Situation?

  • Scheint ja schon gut anzulaufen mit den E Rezepten in Deutschland.

    TI-Dashboard | gematik

    Die Finanzbranche scheint etwas träge zu sein, bis die das realisieren. Auch sonst habe ich ein durchwegs gutes Gefühl dass Zur Rose ihren Weg macht. Die getätigten Akquisitionen werden sich schon bald auszahlen.

    Auf die 180° Kehrtwendungen einiger Analysten bin ich dann sehr gespannt.

  • Wer liefert eine zuversichtlichere Einschätzung der Situation?

    Denke Zur Rose bereitet sich für eine Übernahme vor. Man versucht die kurzfristigen Verbindlichkeiten abzudecken (siehe Wandelanleihen wo erst im 2023 fällig wären). So macht man es dem Käufer schmackhafter wenn die kurzfristigen Verbindlichkeiten / Fremdkapital geklärt sind. Nur dies wäre für mich logisch und würde Sinn machen. Aber wird wohl eher Wunschdenken als Realität sein.

    COACH ME and I will learn. CHALLENGE ME and I will grow. BELIEVE IN ME and I will win.

  • Refinanzierung etwas weniger aktionärsschädigend gelingt: CSG, Idorsia, AMS, Hochdorf, Aryzta...

    Mit dem "sale - lease back" kann man Idorsia schon mal für 1-2 Jahre von der Liste streichen.


    starlight (geb die Antwort hier, damit der Rose Thread nicht fremdgemüllt wird):
    Im Juli hatte Idorsia noch 733 Mio Liquidität, und mit dem jetzt sollte es ein Jahr reichen. Und dann sollen es die Verkäufe richten . . .
    Okay, 2 Jahre war zu positiv gedacht von mir.

  • Wenn die Herren hier die Egoschiene fahren und bei den nächsten QZ nicht etwas anzubieten haben, wird das ein langer langer Weg werden. Wer möchte kann noch den nächsten Zahlenkranz abwarten, wenn man da aber nichts zu Gesicht bekommt hat der Laden für die Aktionäre keine venünftige Zukunft mehr zu bieten. Hinzu kommt, der Chart ist eine Katastrophe. Der Trend macht keinen Anstand sich erholen zu wollen. Von Boden bildung auch keine Spur. Wenn der so weiter macht sind wir im November auf der 18.- ! Sorry, aber noch schwächer kann ein Chart nicht sein.


    Auch sollte man das Umfeld nicht ausser acht lassen. Auch da, sorry, Katastrophe. Aktuell das Beste was man tun kann, ab hinter die Seitenlinie. Kryptomarkt übrigens auch Katastrophe. Für Kleinanleger bin der Meinung, abstellen und auf 2023 warten.