• el Huron hat am 18.10.2020 08:26 geschrieben:

    Mein Post war eher eine Frage, da es für mich aus dem Text nicht ersichtlich ist, ob dieselbe Firma oder eine andere Firma von Delaware gemeint ist.

  • somit haben die Bashers

    broesli hat am 18.10.2020 10:14 geschrieben:

    Quote
    Ist schon traurig welches Geschwafel man hier lesen muss, entweder gepusht oder dann nur schlecht geredet, ich melde mich bei Cash ab und werde am Montag meine 1.2 Mio. RLF, 600000 bei 0.0015 sowie 600000 bei 0.04 erworben, bestens verkaufen und den Kurs nicht mehr verfolgen! Macht's gut ihr Pro & Contra Reliefer nicht zu gierig werden :)

    somit haben die Bashers ihr Ziel erreicht und kaufen mit Sicherheit DEINE Aktien mit Handkuss

  • Swiss Medic

    meines Wissens übernimmt Swiss Medic FDA Zulassung nicht oder nicht immer. Ich frage mich, weshalb Relief keine EUA bei Swiss Medic und der EU anfragt, um auch bei uns möglichst schnell eine Zulassung zu erhalten. Das wäre dann ja Sache von Relief Therapeutics.


    Und - im Blick von heute https://www.blick.ch/news/schw…in-killer-id16149625.html - da gehts ja um die Uniklinik Liestal - es wird Remdesevier erwähnt....die wissen doch da sicher auch von der hausinternen Studie. Ich hoffe, die tauschen die Ergebnisse aus....

  • gutschi1 hat am 18.10.2020 11:18 geschrieben:

    Quote

    el Huron hat am 18.10.2020 08:26 geschrieben:

    Mein Post war eher eine Frage, da es für mich aus dem Text nicht ersichtlich ist, ob dieselbe Firma oder eine andere Firma von Delaware gemeint ist.

    Es geht nur um Vaxart welche evtl. auch in Delaware tätig ist oder dort Personen wohnen welche mit der Firma in Verbindung stehen.

  • oblomov hat am 18.10.2020 11:07 geschrieben:

    Quote

    Der Haken: Bisher wurden die Patienten von Ärzten einzeln ausgewählt. In einer Studie mit zufälligen Erkrankten könnte die Wirkung tiefer liegen. Dadurch sinkt nicht nur das Marktpotenzial, sondern auch die Notwendigkeit einer Sofortzulassung vor der ordentlichen Phase III.



    Sieht das das FDA auch so?

    Wir kennen inzwischen ja die topline Resultate wo eindeutig für Relief spricht. Die untersuchten 45 Patienten sind meiner Meinung nach aus der laufenden Intravenös Studie. 17% zu 81% die mit RLF-100 behandelt wurden. Ist doch ein klares Zeichen für die FDA?


    Das einzige was ich noch nicht nachvollziehen kann ist die Aussage mit der 9-fach höhere Überlebenschance. Ich glaube Javitt hat aus dem Expand Access und der laufenden IV Studie die Zahlen kumuliert und kommt somit auf eine 9-fach höhere Überlebenschance mit RLF-100.


    https://relieftherapeutics.com…atory-failure-related-to/

    COACH ME and I will learn. CHALLENGE ME and I will grow. BELIEVE IN ME and I will win.

  • Wahrscheinlichkeit

    Meiner Ansicht nach war die Aussage, 9 fach höhere Chance NICHT an Atemversagen zu sterben. So wie ich dies interpretiere bezieht sich die Aussage auf die Todesursache "Atemversagen". Da wir nicht wissen an was die Personen gestorben sind, kann diese Meldung durchaus seine Richtigkeit haben.

    Quote

    wenn du etwas haben willst, was andere nicht haben, musst du etwas tun was andere nicht machen

  • @ Grenzbereich

    Das ist eine sehr gute Bemerkung, Grenzbereich.


    Da man ja nur als ganze Person sterben kann, gibt es damit genau zwei Möglichkeiten:


    1 Person aus der RLF-100 Gruppe und 9 Personen aus der anderen sind an Atemversagen gestorben. Das wäre statistisch mässig relevant
    2 Personen aus der RLF-100 Gruppe und 18 Personen aus der anderen Gruppe sind an Atemversagen gestorben. Das wäre statistisch sehr relevant.


    Einverstanden?


    Daran sieht man aber eben auch, dass das "9-fach" eine etwas reisserische Formulierung ist. Hat Relief das nötig, so kurz bevor validierte Resultate kommen?

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Gertrud

    Da viele Hintergrundinformationen fehlen, kann ich nicht beurteilen ob diese Information reisserisch war. Ich kann nur erklären, dass es inhaltlich Sinn ergeben kann. Ich gehe davon aus, dass es auch eine statistische Evidenz zu Grunde liegt. Grundsätzlich ist 9 mal höher, 9 mal höher, egal ob 1 zu 9 oder 2 zu 18...

    Quote

    wenn du etwas haben willst, was andere nicht haben, musst du etwas tun was andere nicht machen

  • Und heute mache ich eine Pause von RLF

    ..... habe ich zumindest versucht, habe mich nun aber doch entschlossen, ein klinisches Statement zu der Aussage vom Berneroberländer zu machen.



    Disclaimer:


    -ich besitze Aktien von Relief ( nicht zu knapp, aber auch nicht so viele, dass ich jedesmal wegen 5% Schwankungen des SP einen Betablocker brauche)


    - mein Einsatz in RLF ist ausschließlich durch Gewinnmitnahmen aus vorherigen Verkäufen anderer Aktien / Finanzprodukte finanziert. Also quasi safe money für mich.


    - ich treffe Entscheidungen bezüglich der Börse bzw. welche Aktien oder sonstigen Derivate/ Hebelinstrumente ich kaufe, zu 100% selbst. Börsenbriefempfehlungen oder aussagen von irgendwelchen Topanalysten lese ich vielleicht, aber letztlich wird meine Entscheidung davon nicht beeinflusst.



    Ich bin weder Pusher noch Basher.


    Ich bin einfach Kliniker mit jahrelanger Erfahrung in genau dem Bereich, in dem dieser Wirkstoff zu den Ergebnissen der Studie geführt hat.


    Nun zum Berner Oberländer.


    “Bisher wurden die Patienten von Ärzten einzeln ausgewählt. In einer Studie mit zufälligen Erkrankten könnte die Wirkung tiefer liegen. Dadurch sinkt nicht nur das Marktpotenzial, sondern auch die Notwendigkeit einer Sofortzulassung vor der ordentlichen Phase III.“


    Hier spricht in meinen Augen ein Finanzmensch, der noch nie wirklich mit klinischen Studien bzw. ihrem Design, Durchführung und dabei auftretenden Schwierigkeiten zu tun hatte.


    Man kann wohl kaum davon sprechen, dass die Patienten von den Ärzten einzeln ausgewählt wurden. Das ist ja völlig falsch formuliert. Hätte der Autor seine DD sorgfältig erledigt, dann hätte er das Supplement des geleakten Artikels genau studiert. Dort sind von den Patienten neben den Röntgenbildern und Beatmungsmodalitäten auch alle vorab eingesetzten Medikamente aufgeführt gewesen. Übrigens waren fast alle Patienten mit der Kombination Remdesivir/ Cortison vorbehandelt. Also quasi dem Standardschema, nach dem auch in der Schweiz behandelt wird.


    Das Auswahlkriterium für die RLF Patienten war vielmehr nach dem Motto „ alles was wir probiert haben, hat nichts genützt. Der Patient zeigt immer noch die klinischen Anzeichen für ein ARDS ( die Bilder vor der Behandlung waren ja im Supplement zu sehen). Die Beatmung ist hochaggressiv (Beatmungsdrücke/ Drucklevel) bei FiO2 100%.“ Die Patienten waren also nach SOC Protokoll intensivmedizinisch am Ende der Fahnenstange angekommen. Mehr als 100% O2 geht halt nicht und irgendwann übersteigen bei noch höheren Beatmungsdrücken die Schäden den Nutzen.


    Als ultimo Ratio wird nach Einschluss des Patienten in die Studie dann also VIP appliziert. Und nach kurzer Zeit zeigen die Patienten dramatische klinische Verbesserungen. FiO2 kann reduziert werden, Beatmungsdrucke werden reduziert, Röntgenbilder zeigen plötzlich wieder normale Belüftungen (schwarz ist gut auf dem Röntgenbild der Lunge) im Vergleich zur vorher weißen totalverschatteten ARDS Lunge.


    So, und dann wurden ja vorher die Zielparameter der Studie festgelegt. Nämlich Outcome bzw. Überleben ohne Zeichen des klinischen Lungenversagens. Und ja, studiert man alle Patienten mit allen Laborergebnissen, Röntgenbildern und respiratorischen Parametern, dann muss man zu dem Ergebnis kommen, welches nun eben von Javitt publiziert wurde.



    Desgined man eine prospektiv randomisierte Studie mit einer Kontrollgruppe, dann gibt es sehr wohl Auswahlkriterien für beide Populationsgruppen. Also auch für die Kontrollgruppe. Diese Auswahlkriterien werden beim publizierten Artikel üblicherweise im Methodikteil subsumiert. Von einzeln ausgewählten Patienten kann also nicht die Rede sein. Vielmehr besteht die Kunst der klinischen Studie darin, möglichst gleiche Patienten in eine Gruppe zu packen. Die Kontrollgruppe waren mit Sicherheit auch Patienten , die ebenfalls mit den genannten Medikamenten Vorbehandelt waren, deren Lungen genauso alle Kriterien eines ARDS zeigten und deren intensivmedizinische Therapie nach SOC Protokoll ebenfalls ausgereizt waren. Und dann eben in der Kontrollgruppe landeten. Leider.


    Schönen Sonntag noch


    MP

  • Mount Pilatus hat am 18.10.2020 14:45 geschrieben:

    Danke, Nachbar. Kommt logisch rüber. Schön wenn man aus direkter Erfahrung profitieren kann im Forum.

  • DANKE

    Mount Pilatus hat am 18.10.2020 14:45 geschrieben:

    Quote

    Desgined man eine prospektiv randomisierte Studie mit einer Kontrollgruppe, dann gibt es sehr wohl Auswahlkriterien für beide Populationsgruppen. Also auch für die Kontrollgruppe. Diese Auswahlkriterien werden beim publizierten Artikel üblicherweise im Methodikteil subsumiert. Von einzeln ausgewählten Patienten kann also nicht die Rede sein. Vielmehr besteht die Kunst der klinischen Studie darin, möglichst gleiche Patienten in eine Gruppe zu packen. Die Kontrollgruppe waren mit Sicherheit auch Patienten , die ebenfalls mit den genannten Medikamenten Vorbehandelt waren, deren Lungen genauso alle Kriterien eines ARDS zeigten und deren intensivmedizinische Therapie nach SOC Protokoll ebenfalls ausgereizt waren. Und dann eben in der Kontrollgruppe landeten. Leider.


    Schönen Sonntag noch


    MP

    Danke Mount Pilatus für diese excellente Erklärung. Könntest Du das auch mal so im Yahoo Forum posten. Es gäbe dann hoffentlich weniger unnötige Spekulationen. Schöne Sunntig - auch vo de Zentralschwiiz

  • gutschi1 hat am 18.10.2020 15:08 geschrieben:

    Danke, MP, einmal mehr grossartig. Ich finde Aussage wie diese aus berufenem Munde so wichtig. Das sind genau die Fakten, die KEIN einziger der Kritiker und/oder Zweifler an RLF widerlegen können. Wenn ich deinen Post lese, weiss ich auch, weshalb auf meine Frage nach dem Haar in der (RLF-)Suppe nie eine konstruktive Kritik kommt. Oder sie sofort widerlegt werden kann. Somit einfach weiterhin schönen Sonntag allerseits und freuen wir uns, ganz stressfrei, auf was da alles hier noch kommt.

  • marabu hat am 16.10.2020 22:48 geschrieben:

    Quote

    Ich gönn's jedem, der Glück hatte und bleibe bei meinen langweiligen Bluechips.

    Ich weiss nicht wo es gerade gefährlicher ist investiert zu sein. Ich stelle mir die nächsten 2-3 Wochen sehr unruhig vor. Kommt es in Europa wieder zu einem look down? Wird Trump bei einer evnt. Niederlage die Börse probieren zu manipulieren? Was macht ein no deal im Brexit Thema? Diese Themen sprechen nicht für die Bluechips.


    Hingegen die Zahlen in den Spitälern steigen rasant. Da ist eine Notfall Zulassung eher wahrscheinlich.


    Vielen Dank an die User welche sehr interessante Beiträge schreiben! So macht es wieder freude hier mal vorbei zu schauen.


    Es stehen spannende wie auch unruhige Tage vor uns.


    Alles Gute und tragt Sorge zu euch.


    Gruss,Chris

    Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab !

  • Mount Pilatus hat am 18.10.2020 14:45 geschrieben:

    Quote

    Man kann wohl kaum davon sprechen, dass die Patienten von den Ärzten einzeln ausgewählt wurden. Das ist ja völlig falsch formuliert. Hätte der Autor seine DD sorgfältig erledigt, dann hätte er das Supplement des geleakten Artikels genau studiert. Dort sind von den Patienten neben den Röntgenbildern und Beatmungsmodalitäten auch alle vorab eingesetzten Medikamente aufgeführt gewesen. Übrigens waren fast alle Patienten mit der Kombination Remdesivir/ Cortison vorbehandelt. Also quasi dem Standardschema, nach dem auch in der Schweiz behandelt wird.


    Das Auswahlkriterium für die RLF Patienten war vielmehr nach dem Motto „ alles was wir probiert haben, hat nichts genützt. Der Patient zeigt immer noch die klinischen Anzeichen für ein ARDS ( die Bilder vor der Behandlung waren ja im Supplement zu sehen). Die Beatmung ist hochaggressiv (Beatmungsdrücke/ Drucklevel) bei FiO2 100%.“ Die Patienten waren also nach SOC Protokoll intensivmedizinisch am Ende der Fahnenstange angekommen. Mehr als 100% O2 geht halt nicht und irgendwann übersteigen bei noch höheren Beatmungsdrücken die Schäden den Nutzen.

    Danke auch von mir Mount Pilatus. Nützlich und interessant, das aus einer neuen Perspektive zu sehen.


    Wobei, halt immer wenn im Forum die Begeisterung unreflektiert überschwappt kommen mir neue Fragen. Versuche das knapp und präzis zu formulieren, in der Hoffung, Du kannst das genauso klar beantworten:


    Ich denke, wir sind uns einig: Der Pool war 45 Patienten, alle schwer comorbid und austherapiert, wie von Dir oben beschrieben.
    Jetzt wurde bei 21 von diesen 45 Patienten RLF-100 angewendet.
    Wissen wir, ob diese 21 Patienten z.B. auf einer speziellen Station intensiver überwacht und betreut wurden, als die 24 nicht mit RLF-100 behandelten?
    Wird aus dem Paper und Supplement klar, wie diese 21 identifiziert wurden?
    Wenn nicht, können wir dann ausschliessen, dass diese 21 Patienten aus den 45 "von Aerzten einzeln ausgewählt wurden"? Zum Beispiel die Jüngeren, oder die, bei denen die schwere Ko-Krankheit nicht ohnehin im Endstadium war. Können wir das aufgrund der vorliegenden Informationen mit Sicherheit ausschliessen?


    Wenn nicht, läge damit der "Berner Oberländer" nicht automatisch richtig, aber eben auch nicht erwiesen falsch.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Studie

    gertrud hat am 18.10.2020 18:29 geschrieben:

    Eigentlich ist alles hier nachzulesen.


    https://relieftherapeutics.com…atory-failure-related-to/


    Im letzten Interview mit dem "plappernden Professor" wurde er explit auf deine Frage angesprochen.


    Sie wurden alle im genau gleichen Spital behandelt.


    Von den genau gleichen Ärzten.


    Die Medis wurden alle zur genau gleichen Zeit bei allen Patienten verabreicht.


    Wie es sich für eine seriöse Studie gehört.


    Das war die Antwort von ihm. Denke mal das spricht auch für sich.

  • Alter und Vorerkrankungen

    waren im Anhang zu einem der Preprints nachzulesen. Finde gerade den Link nicht mehr, mag den nochmal jemand hier posten? Jedenfalls waren bei den 21 Patienten so einige über 70 Jahre alt und die meisten hatten relevante Vorerkrankungen wie z.B. Diabetes. Man sollte auch nicht vergessen, dass sie alle bereits künstlich beatmet wurden. Das macht kein Arzt leichtfertig wenn es vermeidbar wäre. Somit hatten die so "handselektierten" Patienten schon die denkbar schlechtesten Voraussetzungen.

  • andere Perspektive

    Um einmal die Geschichte von einer anderen Perspektive zu betrachten: Es ist offensichtlich, dass (im Gegensatz zu Big Pharma) von Relief nur wenig Informationen publiziert wird. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass BP mit der Legitimierung von Aviptadil in eine unangenehme Situation kommen könnte.


    Nehmen wir an, dass Aviptadil zugelassen wird und entsprechend wirkt, ist ein interessanter Wirkstoff auf dem Markt, welcher sicherlich weiter erforscht werden wird. Sollten in weiteren Anwendung (es soll noch diverse andere Anwendungen geben) ähnliche Effekte generiert werden, könnte interessantes passieren. BP verliert nicht nur Umsatz bei Covid 19 sondern (weitere nicht unwesentliche Beträge) in anderen Gebieten zusätzlich. Da wir alle wissen, dass das Thema Lunge ein Multi- Milliarden- Markt ist, kann eine nicht unwesentliche Einnahmequelle von BP einbrechen.


    Aufgrund dieser Thematik gehe ich davon aus, dass jeder kleinster Fehler von Relief ein gefundenes Fressen für BP ist und entsprechend ausgeschlachtet wird. Insofern kann ich die Ruhe verstehen und nachvollziehen. Weiter kann (aufgrund dieser Situation) ausgegangen werden, dass Relief / NeuroRx alles doppelt und dreifach auf mögliche Fehler überprüft bevor etwas veröffentlicht wird.


    Auch wenn ich gerne mehr wissenschaftliches Material hätte, ich fühl mich in meinem Invest wohl...und sollte dies nicht klappen, dann war es eine geile Erfahrung. Und wichtig zu Wissen: WIR ALLE, Relief und GEM haben nach wie vor das selbe Ziel ...

    Quote

    wenn du etwas haben willst, was andere nicht haben, musst du etwas tun was andere nicht machen

  • gertrud hat am 18.10.2020 18:29 geschrieben:

    Quote

    Ich denke, wir sind uns einig: Der Pool war 45 Patienten, alle schwer comorbid und austherapiert, wie von Dir oben beschrieben.
    Jetzt wurde bei 21 von diesen 45 Patienten RLF-100 angewendet.
    Wissen wir, ob diese 21 Patienten z.B. auf einer speziellen Station intensiver überwacht und betreut wurden, als die 24 nicht mit RLF-100 behandelten?
    Wird aus dem Paper und Supplement klar, wie diese 21 identifiziert wurden?
    Wenn nicht, können wir dann ausschliessen, dass diese 21 Patienten aus den 45 "von Aerzten einzeln ausgewählt wurden"? Zum Beispiel die Jüngeren, oder die, bei denen die schwere Ko-Krankheit nicht ohnehin im Endstadium war. Können wir das aufgrund der vorliegenden Informationen mit Sicherheit ausschliessen?


    Wenn nicht, läge damit der "Berner Oberländer" nicht automatisch richtig, aber eben auch nicht erwiesen falsch.

    Die ausgewählten Patienten waren mit Sicherheit auf einer Intensivstation, allenfalls wegen Platzmangel vielleicht noch auf einer intermediate Care Station (IMC) . Aber Auch auf der IMC kann man beatmen, sofern man ein Beatmugsgerät neben das Bett stellt. Viele der angegeben Beatmungsmodi sind nur mit speziellen Beatmungsgeräten (zB Evita von Dräger) möglich. Das konnte man aus den angegebenen Daten ablesen. Auf einigen Bildern konnte man auch korrekt liegende Tuben (Beatmungsschlauch durch Mund) bzw. Trachealkanülen sehen. Auch hier ein Hinweis, dass es sich hier nicht um Normalstation Patienten handelte.


    Wenn wir nochmal zu unserem Studiendesign Zurückkehren, dann wollten wir ja wissen, wie sich der Einsatz von VIP auf das Outcome bei critical COVID Patienten auswirkt. Es macht also wenig Sinn, Patienten einzuschließen, die NICHT die Kriterien für critical COVID erfüllen. Denn sonst würden wir ja Äpfel mit Birnen vergleichen und könnten keine Aussage über die Wirkung bei Critical Covid machen. Critical Covid wird üblicherweise auf der Intensiv behandelt. Alle weiteren Details wird man letztlich aber in der Publikation genau nachlesen können, auf die wir gerade warten. ( übrigens heute noch nix gefunden in den von mir gescreenten Journals).


    Das Einschlusskriterium in dieser Studie muss ja critical COVID mit ARDS gewesen sein. Ob da jetzt jüngere ältere , welche mit Glatze, große, kleine oder sonst wie welche mit drin waren- das alles wird genau in den Einschluss bzw ausschlusskriterien drinstehen. Aber sie erfüllten ALLE das wichtigste Kriterium- nämlich zu krank zu sein für eine andere Studie, ein sicher diagnostiziertes critical Covid mit Lungenversagen und nach SOC Protokoll austherapiert. Und man wollte ja „nur“ wissen - überleben nach x Tagen ja oder nein und nicht wieviel mg hat XY bekommen .