• Ypsomed kooperiert mit US-Firma Dexcom in der Diabetestherapie


    Die Medizinaltechnikgruppe Ypsomed ist mit dem US-Unternehmen Dexcom ein Partnerschaft im Bereich der Diabetesbehandlung eingegangen.


    04.05.2020 07:53


    Ypsomed will mit dem Anbieter von Glukosemesssystemen zusammen auf die Einzelperson ausgerichtete Diabetestherapien entwickeln. Im Rahmen der Kooperation sollen zunächst die Glukosewerte aus den Dexcom G6 Sensoren, die bei Diabetes-Patienten gemessen wurden, in die Therapiemanagement-Lösung "mylife-App" von Ypsomed einfliessen.


    Die Anwender der Insulinpumpe "Ypsopump" hätten so die für die Therapie relevanten Daten auf dieser App verfügbar. Die Daten können beispielsweise zu Trendanalysen oder für allfällige Warnungen bei zu tiefen Glukosewerten genutzt werden.


    Ypsomed-CEO Simon Michel spricht in der Mitteilung mit Blick auf die Kooperation von einem "wichtigen Meilenstein" zur Verbesserung der Diabetestherapie. Die Produktintegration der Dexcom-Daten soll ab Ende 2020 beziehungsweise Anfang 2021 in Europa durch eine kostenlose Aktualisierung der App den Patienten zur Verfügung stehen.


    (AWP)

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  • Gewinn und Dividende von Ypsomed gehen deutlich zurück


    Das Burgdorfer Medizinaltechnik-Unternehmen Ypsomed hat im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 weniger Umsatz erzielt und deutlich weniger verdient.


    27.05.2020 07:56


    Vor allem Verzögerungen bei der Marktlancierung der selbst entwickelten Insulinpumpe dämpften die Geschäftsentwicklung. Der Umsatz sank in dem im März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr auf 393,9 Millionen Franken nach 453,8 Millionen im Jahr davor, wie Ypsomed am Mittwoch bekannt gab. Allerdings verzerrt der Wegfall des Vertriebs der Insulinpumpe "Omnipod" für die US-Firma Insulet in Europa das Bild. Bereinigt wäre Ypsomed mit 12 Prozent gewachsen, heisst es.


    Auch auf der Ergebnisseite kommt der Wegfall der Vertriebsvereinbarung zum Ausdruck. Das Betriebsergebnis (EBIT) brach auf 9,3 von zuvor 73,3 Millionen und der Gewinn auf 11,5 von 60,1 Millionen ein. Im vergangenen Jahr hatte der aufgegebene Geschäftsbereich auch dank einer Einmalzahlung von 50 Millionen insgesamt 61,9 Millionen zum Ergebnis beigetragen.


    Das Ergebnis belastet hatten allerdings auch weitere Faktoren wie etwa das schleppende Wachstum bei der Markteinführung der selbst entwickelten Insulinpumpe "Ypsopump" in Kanada. Hinzu kamen Fremdwährungsverluste und zudem schrieb die Tochter Ypsotec einen Verlust.


    Bereits Anfang März hatte die Gruppe die Anleger davor gewarnt und noch einen EBIT von 9 Millionen Franken nach zuvor 20 bis 25 Millionen in Aussicht gestellt. Analysten passten ihre Schätzungen entsprechend an und rechneten mit einem Umsatz von 397 Millionen, einem EBIT von 9,1 Millionen und einem Gewinn von 6,0 Millionen. Somit liegt der nun ausgewiesene Gewinn über den Schätzungen.


    Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,20 Franken je Aktie erhalten. Im vergangenen Jahr waren es 0,55 Franken. Hier gingen Analysten von einer Zahlung in Höhe von 0,38 Franken aus. Die Familie von Firmengründer und Verwaltungsratspräsident Willy Michel hält rund 74 Prozent am Unternehmen.


    Mittelfristziel bleibt


    Im Ausblick gibt sich CEO Simon Michel kämpferisch. Ypsomed werde ihre Wachstumsstrategie konsequent fortsetzen und weiter in Forschung und Entwicklung sowie ihre Mitarbeitenden investieren. Mittelfristig wird das EBIT-Ziel von 100 Millionen nach wie vor als erreichbar bezeichnet. Dazu wurde eine mehrjährige, strategische Initiative gestartet.


    Allerdings sei das Marktumfeld durch die Coronakrise belastet und aufgrund der Unsicherheiten verzichtet Ypsomed auf eine konkrete Prognose fürs laufende Geschäftsjahr. Die Gruppe erwartet aber ein Umsatzwachstum sowie eine Steigerung der Profitabilität.


    Im Geschäft mit Insulinpumpen seien Neueinstellungen in der aktuellen Lage erschwert. Diese dürften aber zu einem grossen Teil aufgeholt werden, sobald sich der Betrieb normalisiere. Im Geschäft mit Injektionssystemen werden keine wesentlichen Einflüsse auf Lieferungen für zugelassene Medikamente erwartet. Jedoch könnten sich bei Projekten mit Pharmapartnern Verzögerungen mit klinischen Studien oder Zulassungen ergeben, heisst es.


    Ein Wechsel bahnt sich im Verwaltungsrat an. Anton Kräuliger tritt anlässlich der Generalversammlung vom 1. Juli aus dem Gremium aus. Zur Wahl stellt sich neu Gilbert Achermann, der Präsident der Basler Straumann-Gruppe.


    (AWP)

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  • CS erhöht Kursziel von 115 auf 125

    Die CS ist bei ihrer Einschätzung immer noch weit unter dem aktuellen Kurs (137.--. Seit dem Corona-Taucher hat sich die Aktie rasch wieder erholt.


    Für mich nicht ganz nachvollziehbar, da man mittelfristig mit einem merklich höheren Kurs um die 150.-- oder sogar noch höher wird rechnen können.


    Falls der Kurs nun nachgeben sollte, würde ich bei 130.-- auf jeden Fall wieder einsteigen.


    Gibt es charttechnisch bei 125 einen Anhaltspunkt, dass hier Ende der Fahnenstange sein könnte, sofern der Kurs überhaupt noch unter die Marke von 125.-- fallen sollte.

  • Ypsomed entwickelt klimafreundlichen Autoinjektor


    Das Medizinaltechnik-Unternehmen Ypsomed hat mit dem «YpsoMate Zero» einen klimafreundlichen vorgefüllten Autoinjektor entwickelt.


    02.10.2020 09:07


    Dabei handle es sich weltweit um den ersten CO2-neutralen Autoinjektor, teilte Ypsomed am Freitag mit. Ypsomed hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 komplett CO2-frei zu werden. Mit vorgefüllten Autoinjektoren können sich Patienten ihre Medikamente selber zuhause verabreichen, ohne dafür eine medizinische Einrichtung aufsuchen zu müssen. Dies beanspruche weniger Ressourcen in den Krankenhäusern und es würden Reisen und Transporte wegfallen, schreibt Ypsomed. Gleichzeitig verursache dieses Einwegprodukt aber Plastikabfall.


    Der neue "YpsoMate Zero" werde hingegen umweltschonend aus alternativen Bio-Polymeren gefertigt und auch entlang der gesamten Lieferkette sei die Ökobilanz verbessert worden. Den verbleibenden CO2-Fussabdruck kompensiere Ypsomed mit CO2-Zertifikaten Dritter sowie über eigene Initiativen, wie zum Beispiel einem Wiederaufforstungsprogramm in Ostafrika.


    (AWP)

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  • Ypsomed wächst im Halbjahr - schreibt aber weniger Gewinn


    Das Medizinaltechnikunternehmen Ypsomed ist im ersten Halbjahr 2020/2021 gewachsen, hat dabei aber weniger Gewinn erzielt.


    03.11.2020 08:03


    Geharzt hat es in der Coronakrise etwa beim Gewinnen neuer Kunden für die Insulinpumpe "Ypsopump". Der Umsatz von Ypsomed stieg in den Monaten April bis September laut Mitteilung vom Dienstag um 4,6 Prozent auf 199,3 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging derweil auf 8,3 Millionen von 9,0 Millionen zurück. Und unter dem Strich kam der Gewinn bei 6,5 nach 7,6 Millionen im Jahr davor zu liegen.


    Ypsomed hat die Erwartungen der Analysten mit den Kennzahlen übertroffen. Diese hatten beim Umsatz im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Wert in Höhe von 197,5 Millionen Franken und beim EBIT von 7,8 Millionen erwartet.


    Firma im Umbruch


    Ypsomed ist im Umbruch. Seit Sommer 2018 ist man nicht mehr für den Vertrieb der schlauchlosen Insulin-Patch-Pumpe "Omnipod" der US-Firma Insulet in Europa zuständig. Stattdessen setzt die Gruppe auf die Lancierung der selbst entwickelten "Ypsopump" und gleichzeitig auf das wachsende Geschäft mit Injektionssystemen.


    Im Segment Ypsomed Diabetes Care, wo das Geschäft mit Insulinpumpen, Infusionssets, Pen-Nadeln und Blutzuckermesssystemen zusammengefasst wird, erreichte Ypsomed im Halbjahr einen Umsatz von 83,9 Millionen Franken. Das entspricht einem Minus von 8,9 Prozent. Beinahe die Hälfte des Rückgangs resultiere aus negativen Währungseffekten, heisst es.


    Belastet haben auch die mit 14 Prozent rückläufigen Verkäufe der "Ypsopump". Wegen Corona sei es in sämtlichen Märkten schwierig gewesen, neue Anwender direkt in Spitälern für die Nutzung der Insulinpumpe zu gewinnen, erklärt Ypsomed. Es konnten lediglich Patienten für die Pumpe geschult werden, welche bereits über Erfahrungen mit solchen Geräten verfügten.


    Insgesamt liegen die Verkäufe von Pumpen bei Neukunden um 50 Prozent unter Vorjahr. Der schleppende Absatz habe das Ergebnis auf Stufe EBIT mit 23,7 Millionen Franken belastet.


    Nach wie vor gut läuft das Geschäft im Segment Delivery Systems, wo für Pharma- und Biotechkunden kugelschreiberartige Pen-Systeme zur Verabreichung von Medikamenten entwickelt werden. Der Umsatz kletterte da um 19 Prozent auf 108,3 Millionen Franken in die Höhe. Besonders gut habe sich da das Pen-Geschäft entwickelt.


    Vorsichtiger Ausblick


    Wegen Corona sei es derzeit schwierig einen Ausblick abzugeben, da die Gewinnung von Neukunden für die "Ypsopump" schwer einzuschätzen sei, heisst es. Für die Pumpe sucht Ypsomed nach wie vor einen starken Vertriebspartner in den USA. Gleichzeitig werde ins Wachstum der Gruppe investiert und man habe 102 neue Stellen geschaffen.


    Für 2021/21 rechnet die Gruppe weiterhin mit einem leichten Umsatzwachstum und einer Steigerung des EBIT. Im letzten Jahr wurde ein Umsatz von 442 Millionen Franken und ein EBIT von 9,3 Millionen erzielt. Mittelfristig zielt Ypsomed beim EBIT weiterhin auf die Marke von 100 Millionen ab.


    (AWP)

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  • Ypsomed geht Partnerschaft mit Lonza und Schott ein


    Ypsomed spannt mit Lonza und Schott zusammen, um die eigene Patch-Injektor-Plattform YpsoDose weiterzuentwickeln.


    09.11.2020 08:00


    Ziel sei eine Komplettlösung für Kombinationsprodukte, teilte Ypsomed am Montag mit.


    Mit den tragbaren Injektoren von Ypsomed könnten sich Patienten selbst Arzneimittel subkutan in hohen Volumen injizieren. Die Lösung erleichtere den Patienten die Behandlung, da weniger Krankenhausbesuche nötig seien. Pharmaunternehmen solle die Komplettlösung nun erlauben, Biopharmazeutika mit geringem Entwicklungsaufwand schnell in einem Patch-Injektor in eine klinische Prüfung und auf den Markt zu bringen.


    Im Rahmen der Zusammenarbeit entwickle Schott Glaskarpulen für YpsoDose. Lonza wiederum implementiere für das Produkt einen Abfüll- und Montage-Prozess in Stein AG. Pharmakunden erhielten so eine geprüfte und dokumentierte Gesamtlösung.


    (AWP)

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  • Ypsomed-Chef will mit der "Ypsopump" den US-Markt erobern


    Ypsomed-Chef Simon Michel will mit der firmeneigenen Insulinpumpe "Ypsopump" an der Seite des US-Pharmakonzerns Eli Lilly den amerikanischen Markt erobern. Dabei wird Eli Lilly die Pumpe in den USA vertreiben, wenn diese wie vorgesehen im Jahr 2022 die Zulassung erhalten hat.


    04.12.2020 11:22


    "Eli Lilly hat eine zwanzigmal stärkere Vertriebskraft, als wir sie jemals hätten haben können", begründet Michel im Interview mit "The Market" vom Freitag den Entscheid, auf die Partnerschaft zu setzen. Dass sich Eli Lilly für die "Ypsopump" entschieden habe, käme einem Ritterschlag gleich.


    Für einen Markteintritt aus eigener Kraft hätte Ypsomed deutlich über 100 Millionen Franken investieren müssen. Mit dem Pharmakonzern an der Seite werde Ypsomed vom ersten Tag an mit der Pumpe in den USA Geld verdienen.


    Zu den geplanten Absatzvolumen hätten die Partner Stillschweigen vereinbart, erklärte Michel weiter. "Das Potenzial in den USA mit einem starken Partner wie Eli Lilly ist aber enorm."


    EBIT-Ziel bleibt


    Um mit der Ypsopump auch ausserhalb den USA Geld zu verdienen, seien 50'000 Patienten notwendig. "Wir rechnen damit, dass wir dieses Ziel bis Ende 2023 erreichen werden", so Michel. Aktuell spritzen sich 16'000 Diabetespatienten in Europa, Kanada und Australien mit der Pumpe Insulin. In fünf Jahren soll mit der Pumpe und den dazu verkauften Infusionssets mit 80'000 bis 100'000 Patienten eine operative Marge von rund 20 Prozent erreicht werden.


    Wachsen will Michel auch im Pen-Geschäft. Dort soll sich der Umsatz von heute rund 140 Millionen Franken in den nächsten drei Jahren verdoppeln. Bei den eigenen Pens werde die Marge dann nach wie vor über 30 Prozent liegen, in der Lohnfertigung für den Pharmakonzern Sanofi werde sie weiterhin unter 10 Prozent liegen.


    Auf Gruppenebene soll der Betriebsgewinn EBIT den Plänen zufolge in drei bis vier Jahren auf rund 100 Millionen Franken gesteigert werden. "Wir benötigen dazu einen Umsatz von gegen 600 Millionen Franken", sagte Michel. In dem von Investitionen geprägten Geschäftsjahr 2019/20 erzielte Ypsomed nach dem Wegfall des Vertriebs der Insulinpumpe "Omnipod" des Konkurrenten Insulet mit einem Umsatz von 394 Millionen Franken einen EBIT von 9,3 Millionen.


    mk/ra


    (AWP)

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  • Ypsomed einigt sich im Rechtsstreit mit früherem Partner Insulet


    Der Medizinaltechniker Ypsomed hat sich im Rechtsstreit mit dem früheren Vertriebspartner von Insulinpumpen, der US-Firma Insulet, auf eine den Burgdorfern zustehende Kompensation geeinigt.


    04.01.2021 07:59


    Insgesamt entschädige Insulet die Ypsomed-Gruppe mit einer Zahlung von zusätzlich 36,15 Millionen US-Dollar, teilte Ypsomed am Montag mit. Damit belaufe sich die gesamte Entschädigung auf 41,25 Millionen Dollar. Zugleich lasse Insulet eine Gegenforderung in Höhe von 18,7 Millionen fallen.


    Ypsomed hatte in den Jahren 2010 bis 2018 die Insulet-Pumpe Omnipod exklusiv in Europa verkauft. Mit Beendigung der Vertriebsvereinbarung stand der Gruppe vertraglich eine Entschädigung zu, über deren konkrete Höhe vor Gericht gestritten wurde.


    Ypsomed hatte mit der Insulet-Zahlung gerechnet und hatte die Gesamtforderung mit 42,6 Millionen Franken in der Bilanz ausgewiesen. Aufgrund der verbuchten Beträge werde man im Jahresabschluss für das Jahr 2020/21 auf Stufe des Betriebsgewinns EBIT eine einmalige und ausserordentliche Wertberichtigung von rund 9 Millionen Franken vornehmen, heisst es.


    Den Aktionären wird Ypsomed wie angekündigt im Zuge der Einigung mit Insulet mehr Geld ausschütten. Die Ausschüttung für das Gesamtjahr 2020/21 soll wie versprochen um einen Franken je Aktie erhöht werden. Das entspreche insgesamt einer zusätzlichen Ausschüttung von 12,6 Millionen Franken. Die gesamte Dividende wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Zuletzt wurden 20 Rappen je Aktie bezahlt.


    mk/ra


    (AWP)

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  • Ypsomed verfehlt Erwartungen - mehr Umsatz, aber weniger Gewinn


    Das Medizinaltechnikunternehmen Ypsomed hat im Geschäftsjahr 2020/2021 den Umsatz gesteigert, schreibt aber nach wie vor nur wenig Gewinn.


    26.05.2021 07:56


    Die Burgdorfer befinden sich im Umbruch, wobei etwa die selbst entwickelte Insulinpumpe "Ypsopump" künftig Erfolg bringen soll. Der Umsatz von Ypsomed stieg laut Communiqué vom Mittwoch um 2,4 Prozent auf 403,7 Millionen Franken. Dagegen ging das Betriebsergebnis (EBIT) um 4,3 Prozent auf 9,3 Millionen Franken zurück, während sich der Gewinn gar auf 5,8 Millionen halbierte. Damit verfehlte Ypsomed die Erwartungen der Analysten insbesondere auf Ergebnisstufe.


    Dividende erhöht


    Die Dividende hebt Ypsomed wie versprochen deutlich an. Und zwar werden der Generalversammlung vom 30. Juni eine Ausschüttung von 1,16 Franken je Aktie vorgeschlagen, nachdem im letzten Jahr 20 Rappen ausbezahlt wurden. Ein Franken davon gilt als Sonderausschüttung.


    Anfang Jahr einigte sich Ypsomed im Rechtsstreit mit dem US-Unternehmen Insulet, für das man früher die Insulinpumpe "Omnipod" in Europa vertrieben hatte, auf die konkrete Höhe der Entschädigung zur Vertragsauflösung. Daraus fliessen zusätzliche 36 Millionen US-Dollar der Gruppe zu.


    Um das Wachstum voranzutreiben, beantragt Ypsomed zudem die Schaffung von genehmigtem Aktienkapital für die Ausgabe von maximal 1 Million neuer Aktien. Und auch der Verwaltungsrat wird erweitert. Zur Wahl wird Betül Susamis Unaran vorgeschlagen, die Chief Strategy and Digital Officer der Zur Rose Gruppe ist.


    «Ypsopump»-Ausbau stockt


    Im operativen Geschäft treibt Ypsomed das weltweite Roll-out der "Ypsopump" weiter voran. In Europa, Kanada und Australien ist die Pumpe bereits auf dem Markt. Für den wichtigsten Diabetesmarkt USA gewann Ypsomed letzten Herbst den US-Pharmakonzern Eli Lilly als Vertriebspartner.


    Allerdings habe sich der kommerzielle Umsatz mit der Pumpe im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent reduziert, da es in Zeiten von Corona schwierig war, neue Patienten für den Gebrauch dieser Pumpe zu rekrutieren. Im Geschäft mit Pen-Nadeln ging der Umsatz gar um 15 Prozent zurück, auch wegen ungünstiger Währungseffekten.


    Weiter zulegen konnte Ypsomed im Pen- und Autoinjektoren-Geschäft. In der entsprechenden Sparte Delivery Systems nahm der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 10 Prozent auf 211,2 Millionen Franken zu.


    Wachstum erwartet


    Ypsomed investiert weiter in künftiges Wachstum. Im vergangenen Jahr habe der Geldfluss für Investitionen in Sachanlagen 59,2 Millionen Franken betragen. Geld sei etwa für Kapazitätserweiterungen im neuen Produktionswerk Schwerin und auch für den Weiterausbau der Kapazitäten an den Schweizer Standorten verwendet worden.


    Im neu angelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 soll der Umsatz zweistellig wachsen. Zudem will Ypsomed den EBIT verdoppeln oder im besten Fall gar verdreifachen. Dabei sei mit einem stärkeren zweiten Halbjahr zu rechnen, heisst es.


    Wachstum von rund 20 Prozent erwartet Ypsomed im Geschäft mit Injektionssystemen. Zudem zeigt man sich davon überzeugt, dass sich für Insulinpumpen ein Nachholeffekt einstellt, sobald sich die Coronalage normalisiert.


    (AWP)

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  • Ypsomed-Aktionäre genehmigen an GV Kapitalerhöhung


    Die Aktionäre des Medizinaltechnikkonzerns Ypsomed haben an der Generalversammlung vom Mittwoch allen Anträgen des Verwaltungsrates zugestimmt. Insbesondere stimmten sie der Aufnahme einer Statutenbestimmung über eine genehmigte Kapitalerhöhung zu.


    01.07.2021 08:25


    Diese ermächtigt den Verwaltungsrat, das Aktienkapital bis zum 29. Juni 2023 jederzeit durch Ausgabe von maximal einer Million voll einbezahlter Namenaktien mit einem Nennwert von je 14,15 Franken zu erhöhen. Dadurch erhöhe sich die finanzielle Flexibilität für mögliche Opportunitäten und weiteres Wachstum, so Ypsomed.


    Die Generalversammlung genehmigte zudem eine Dividendenausschüttung von 14,7 Millionen. Dabei berücksichtigt worden sei, dass mit der Beilegung des Rechtsstreits mit der Insulet Corp. im vergangenen Geschäftsjahr zusätzlich 36 Millionen US-Dollar eingegangen seien. Die Aktionäre erhalten für das Geschäftsjahr 2020/21 damit 1,16 Franken je Namenaktie (Vorjahr: 0,20 Fr.) - 0,58 Franken aus Reserven aus Kapitaleinlagen und 0,58 Franken aus Gewinnrücklagen.


    Des Weiteren stimmten die Aktionäre der beantragten Erweiterung des Verwaltungsrates zu und wählten als neues Mitglied Betül Susamis Unaran. Sie ist Chief Strategy und Digital Officer sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Zur Rose Gruppe. Alle bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrats (Willy Michel, Gilbert Achermann, Paul Fonteyne und Martin Münchbach) wurden wiedergewählt.


    Wie schon im Jahr 2020 fand die Versammlung aufgrund der behördlichen Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen ohne physische Teilnahme der Aktionäre statt. Gemäss Mitteilung übten die Aktionäre ihr Stimmrecht durch den unabhängigen Stimmrechtsvertreter aus.


    jl/kw


    (AWP)

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  • Ypsomed hat Gewinn 2021/22 beinahe vervierfacht


    Das Medizinaltechnikunternehmen Ypsomed hat im Geschäftsjahr 2021/22 die Verkäufe gesteigert und wieder mehr Gewinn geschrieben. Dies ist vor allem dem wachsenden Pen-Geschäft zuzuschreiben.


    25.05.2022 08:01


    Der Umsatz stieg im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr um 15,2 Prozent auf 464,8 Millionen Franken, wie das Burgdorfer Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dabei legte das Geschäft mit den Pens um rund einen Drittel zu. Aber auch der Bereich Diabetes Care wuchs im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 Prozent.


    Dieses Jahr stieg auch wieder das Betriebsergebnis. Das EBIT wuchs auf 28,6 Millionen Franken gegenüber 9,3 Millionen im Vorjahr. Und auch die Gewinnkurve zeigt wieder nach oben. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 23,1 Millionen Franken, was im Vergleich zum Vorjahr fast einer Vervierfachung entspricht.


    Die Aktionäre dürfen sich über das gute Ergebnis freuen. Sie erhalten eine Dividende von 0,60 Franken je Aktie. Diese wird jeweils zur Hälfte aus Reserven aus Kapitaleinlagen und Gewinnreserven ausgeschüttet. Im Vorjahr wurden 1,16 Franken je Aktie ausbezahlt. Diese sei damals höher ausgefallen, weil sie eine erhaltene Vergleichszahlung durch die Einigung im Rechtsstreit mit Insulet berücksichtigt hatte.


    Damit hat Ypsomed die Erwartungen der Analysten knapp erfüllt. Beim Betriebs- sowie Reingewinn lagen die Schätzungen aber etwas höher.


    Kapitalerhöhung soll Wachstum beschleunigen


    Für die Finanzierung des weiteren Wachstum plant das Burgdorfer Unternehmen eine Kapitalerhöhung. Konkret geht es um die Ausgabe von maximal 1 Million voll zu liberierender Namenaktien mit einem Nennwert von je 14,15 Franken. Es sei geplant, die nicht bezogenen Aktien im Rahmen einer freien Platzierung zu veräussern.


    Zudem werde ein entsprechender Teil der bestehenden direkten und indirekten Darlehen von Gründer und Noch-Verwaltungsratspräsident Willy Michel in neue Aktien umgewandelt. "Ich bin von den zukünftigen Wachstumsperspektiven der Ypsomed persönlich überzeugt und werde meine Bezugsrechte vollumfänglich ausüben", lässt er sich in der Mitteilung zitieren.


    Die Kapitalerhöhung soll voraussichtlich vor der Generalversammlung vom 29. Juni bewilligt werden. Der Bezugs- beziehungsweise Platzierungspreis werde zu Marktkonditionen mit einem Abschlag von voraussichtlich rund 2 bis 3 Prozent nach Ende der Bezugs- bzw. Platzierungsfrist festgesetzt. Diese Frist werde voraussichtlich vom 16. bis 23. Juni 2022 dauern.


    Für das laufende Geschäftsjahr strebt Ypsomed wie im Vorjahr ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich an. Zudem erwartet das Unternehmen eine signifikante Verbesserung des EBIT von mindestens 50 Prozent.


    (AWP)

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  • Ypsomed: Platzierungsfrist zur Kapitalerhöhung startet am 16. Juni


    Das Medtechunternehmen Ypsomed will mit der Ende Mai angekündigten Kapitalerhöhung weiteres Wachstum finanzieren. Insgesamt sollen maximal 1 Million neue Aktien mit einem Nennwert von je 14,15 Franken ausgegeben werden


    14.06.2022 07:57


    Die Bezugs- und Platzierungsfrist zur Kapitalerhöhung wird den Angaben zufolge am 16. Juni starten und läuft bis am 23. Juni, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung heisst. Bis dahin nicht bezogene Titel will die Gruppe in einer freien Platzierung veräussern. Der erste Handelstag für die neuen Aktien werde der 28. Juni sein.


    Wie bereits bekannt, teilt Ypsomed im Rahmen der Transaktion ihren bestehenden Aktionärinnen und Aktionären ein Bezugsrecht zu, welches nicht gehandelt werden kann. Hauptaktionär und Gründer Willy Michel hat bereits angekündigt, dass er seine Bezugsrechte vollumfänglich ausüben werde. Die Familie Michel ist im Besitz von rund 74 Prozent des Kapitals.


    Beim Bezugs- beziehungsweise Platzierungspreis rechnet Ypsomed - wie mitgeteilt - zu Marktkonditionen mit einem Abschlag von rund 2 bis 3 Prozent. Alleiniger Koordinator der Transaktion ist den Angaben zufolge die Zürcher Kantonalbank.


    (AWP)

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  • Ypsomed-CEO findet Fortschritte bei Ypsopump "okay"


    Ypsomed-CEO Simon Michel ist mit den derzeitigen Fortschritten des Schlüsselprodukts "Ypsopump" zufrieden. "Wir stehen im vierten Jahr des Aufbaus und erwarten, mit 50'000 Patienten die Gewinnschwelle im sechsten Jahr zu erreichen", sagte er der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). "Das ist okay."


    03.07.2022 17:04


    Er verwies insbesondere darauf, dass die Konkurrenz zum Teil deutlich länger gebraucht habe. "Unsere Mitbewerber benötigten zehn, elf Jahre, um im Geschäft mit Insulinpumpen profitabel zu werden."


    Michel erklärte ausserdem im Interview, warum er neue Fabriken im Ausland statt in der Schweiz baut. Das habe mit dem hiesigen Fachkräftemangel zu tun. Ausserdem dauere es in der Schweiz zu lange, bis eine neue Produktionsstätte stehe. Hier gebe es keine einspruchsfreien Flächen. "In Deutschland wird einem garantiert, dass es keine Einsprachen gibt."


    Kritik übt der Firmenchef, der sich eine Kandidatur für den Nationalrat überlegt, auch am Bundesrat. Er verstehe nicht, warum dieser die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit der EU abgebrochen habe. "Jeder Unternehmer macht spätestens ab drei Verträgen einen Rahmenvertrag."


    Doch der Entscheid könne nicht rückgängig gemacht werden. Ypsomed habe nun aber alle seine 400 Produkte neu in Deutschland zur Zulassung gebracht, um regulatorisch ein europäisches Unternehmen zu werden. "Das hat über zwanzig Millionen Franken gekostet."


    rw/kae


    (AWP)

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  • Ypsomed lanciert Insulinabgabe übers Smartphone


    Mit der Ypsopump lässt sich die gespritzte Insulinmenge - der sogenannte Bolus - neu direkt über das Smartphone und damit ohne eine Pumpe abgeben. Es können alle Bolusvarianten - vom normalen Bolus über den verzögerten Bolus bis hin zu einem kombinierten Bolus - mithilfe des Smartphones abgegeben werden, wie Ypsomed am Dienstag mitteilte. Dies funktioniert via MyLife-App.


    30.08.2022 07:51


    kae/rw


    (AWP)

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  • Ypsomed geht Kooperation mit Sidekick Health ein


    Der Medizinaltechnikkonzern Ypsomed kooperiert mit dem isländischen Unternehmen Sidekick Health. Damit erweitert Ypsomed das Angebot von innovativen Injektionssystemen und Dienstleistungen.


    08.09.2022 07:48


    In Kooperation implementieren die beiden Unternehmen ein Modul für Behandlungen mit Selbstinjektion in die digitale Therapielösung von Sidekick, wie Ypsomed am Donnerstag mitteilte.


    Menschen mit chronischen Erkrankungen würde dadurch ein personalisiertes Patientenerlebnis geboten. Pharmakunden wird gleichzeitig ein digitales Therapiemanagementsystem zur Verfügung gestellt.


    Das Modul zur Selbstinjektion werde klinisch validiert und in Übereinstimmung mit den geltenden FDA- und EU-MDR-Vorschriften für Software-as-a-Medical-Device (SaMD) entwickelt. Ypsomed plant zudem sein Dienstleistungsangebot im Bereich Digital Health und darüber hinaus mit zusätzlichen Partnerschaften weiter auszubauen.


    (AWP)

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  • Ypsomed trennt sich von DiaExpert

    Das Medizinaltechnikunternehmen Ypsomed trennt sich von seiner Tochter DiaExpert. Käufer der Fach- und Versandhändlerin für Diabetiker mit Fokus auf Insulinpumpen ist die niederländische Mediq. Ypsomed will sich künftig noch stärker auf die Herstellung und den Vertrieb konzentrieren.


    28.10.2022 07:48


    Angaben zum Verkaufspreis machte Ypsomed in der Mitteilung vom Freitag zwar nicht, durch den Verkauf werde aber ein einmaliger Gewinn im tiefen zweistelligen Millionenbereich auf EBIT-Stufe erwartet. Der Abschluss der Transaktion soll im laufenden Geschäftsjahr 2022/23 erfolgen. Zudem soll ein entsprechender Anteil des Veräusserungserfolgs als zusätzlicher Dividendenbeitrag zur Ausschüttung vorgeschlagen werden.

    Für das Segment Diabetes Care gebe es durch den Verkauf entsprechende Auswirkungen auf den Umsatz und das Betriebsergebnis. So rechnet Ypsomed für diesen Bereich für das erste Halbjahr 2022/23 nun mit einem Nettoerlös von 38 Millionen Franken, das Betriebsergebnis liege voraussichtlich bei 3 Millionen.

    Im vergangenen Jahr hatte das Segment einen Nettoerlös von 86 Millionen und ein Betriebsergebnis von 4 Millionen erzielt. Weitere Informationen will das Unternehmen mit den Halbjahreszahlen am 16. November bekannt geben.

    dm/jb

    (AWP)

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