Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2013

  • MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 19:30 folgendes geschrieben:

    Quote

    Es ist richtig, dass Lohnsteigerungen die Lohn-Preisspirale antreiben. Aber meist folgen die Löhne den Preisen und nicht umgekehrt. Sprich: Erst wenn die Preise gestiegen sind, treten die Gewerkschaften auf den Plan und verlangen Lohnerhöhungen. Ergo sind sie nicht der Auslöser. In aller Regel hinken die Löhne der Teuerung hinterher (Beamten-Löhne sind die Ausnahme).

    Teuerungstreibend wirkt das Anziehen der Zinsen, so paradox das auch klingen mag!


    Warum? Weil dann die Mietzinsen steigen, weil die Vermieter höhere Hypozinsen zahlen müssen! Danach verlangen die Arbeiter und Angestellten mehr Lohn, um die gestiegenen Mietpreise (oder Hypozinsen für Eigenheimbesitzer) bezahlen zu können. Danach müssen die Unternehmer die Preise ihrer Produkte erhöhen, damit sie die höheren Löhne bezahlen können. Und wenn dann die Zinsen weiter steigen, dann dreht sich die Spirale immer höher, solange bis die Zinsen hoch genug sind, um das Wirtschaftswachstum zu bremsen, was die Zentralbanken darauf wieder zum Senken der Zinsen bewegt.

  • MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 19:30 folgendes geschrieben:

    Quote

    Nehmen wir an, Du arbeitest für mich und ich arbeite für Dich. Du hast in den letzten Jahren aber mehr für mich gearbeitet als ich für Dich. Also schulde ich Dir die Differenz. Entweder in Form von Arbeit oder in Form von Geld. Es macht also Sinn, dass ich in den nächsten Jahren mehr für Dich arbeite als Du für mich. Du kannst dann entspannter zurücklehnen und Dich von mir bedienen lassen, bis die Differenz ausgeglichen ist. Wenn Du grundsätzlich der Fleissigere von uns beiden bist, bedingt das allerdings, dass Du bereit bist, entweder weniger zu arbeiten oder Dir mehr zu gönnen.
    smiley

    Sehr guter Vergleich! Aber weiten wir das Spielchen noch auf eine dritte Person aus, dann erweitern sich die Möglichkeiten:


    Es gibt also noch eine Drittperson, nennen wir sie "Lady Gaga". Angenommen ich arbeite gerne und fleissig für Dich und lieber als dass ich mich meinerseits von Dir verwöhnen lasse, nehme ich gerne Dein Geld und lasse mich mit diesem Geld von Lady Gaga verwöhnen. Lady Gaga aber hat ein Auge auf Dich geworfen und lässt sich gerne gegen Geld ihrerseits von Dir verwöhnen.


    So sind alle zufrieden und der Rubel rollt und jeder kann so viel arbeiten für wen er will und so viel geniessen und von wem sie will! ;)

  • MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 19:30 folgendes geschrieben:

    Quote

    a.) Deutschland erhöht die Löhne. Dadurch wird Deutschland international weniger konkurrenzfähig und reduziert seinen Exportüberschuss idealer Weise auf Null oder macht sogar ein Defizit. Gleichzeitig wird durch die Lohnsteigerung der Konsum stimuliert. Die Wirtschaft verkauft nun mehr im Binnenmarkt als im Exportmarkt und der Staat bekommt mehr Steuern.



    Dass Variante a die vernünftigste sein dürfte, ist also durchaus plausibel. Hat also nichts mit einer politischen links-rechts-Haltung zu tun, wie Du unterstellst.

    Ja, aber ... Das ganze hat nur folgenden Haken:


    Wenn Deutschland die Löhne erhöht, werden die BMW's und Mercedes teurer. Die Ausländer kaufen massiv weniger. Dafür können sich die Deutschen einen gönnen. Hm..., aber leider hat Deutschland nur 80 Mio potenzielle Konsumenten, die Welt aber 7 Milliarden (rund 100 Mal mehr)! Die Mercedes und BMW's würden immer schlechter, weil man sich die Einfuhr von Bestandteilen und Rohstoffen nicht mehr leisten könnte, die hohen Löhne könnten nicht mehr bezahlt werden, kurz die schöne blühende Autoindustrie wäre innert kürzester Zeit bankrott und Deutschland ruiniert!

  • onenightinbangkok hat am 29.10.2013 - 19:43 folgendes geschrieben:

    Quote

    Fast allen vermeintlichen Werten (z.b. Geld, Gold, Öl) kann der zugesprochene Wert entzogen werden - nur einem nicht und dies zu gleich auch der schönste von allen - gute, "alles" überragende und überdauernde Kunst!


    Ich würde hier jede Wette abschliessen, dass ich mit einem schönen Werk von Gerhard Richter die bessere Performance haben werde in den nächsten 5, 10, 20, 50, 100, 500 Jahren wie jede andere "Wette" - wetten?! (Minimal Einsatz 1 Mio. (so viel kostet halt der "gute" Richter mind.) ;)

    Was ist Kunst? Kunst hat vor allem einen ideellen Wert, aber nur einen relativ geringen Geldwert. Mit der künstlichen Kunst-Blase wird es enden, wie mit der Tulpenblase im 17ten Jahrhundert! Wenn das Geld wieder knapper wird, platzt die Kunstblase zuallererst!


    Dagegen sind in der Zahl beschränkte reelle Werte wie Boden, Häuser, Gold viel widerstandsfähiger.

  • MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 21:43 folgendes geschrieben:

    Quote

    Das sehe ich anders: Wenn die Zinsen (Mieten) steigen, bleibt weniger Geld für den Konsum. Die Nachfrage sinkt ... etc.

    Wie war es um 1992? Kannst Du Dich noch daran erinnern? Die Hypozinsen stiegen bis auf 7%! Die Vermieter mussten die Mieten massiv erhöhen. Die Teuerung betrug:


    1988 - 3%


    1989 - 6%


    1990 - 7%


    1991 - 5%


    1992 - 3%


    http://www.hev-schweiz.ch/verm…tenpreise/basis-dez-1982/

  • CH/UBS-Konsumindikator steigt im September um 0,24 auf 1,56 Punkte

    30.10.2013 08:30


    Zürich (awp) - Der UBS-Konsumindikator ist im September 2013 deutlich, und zwar um 0,24 auf 1,56 Indexpunkte gestiegen. Dies bestätigt laut Ansicht der Ökonomen der Grossbank, dass der Privatkonsum weiterhin deutlich zulegen und eine wichtige Konjunkturstütze darstellen wird. Die Erhöhung wird u.a. auf die Entwicklung bei der Immatrikulationen von Neuwagen, im Detailhandel sowie im Tourismus zurückgeführt.


    http://www.cash.ch/news/boerse…uf_156_punkte-3138144-450