Schweizer Aktien und CHF, August 2013

  • Gerard hat am 28.08.2013 - 17:45 folgendes geschrieben:

    Quote

    So einfach ist Börse!

    Vielen Dank! Du hast recht. Die Besten und Schönsten Dinge im Leben sind ganz einfach. Frei nach dem Motto: Keep it simple!


    Lassen wir uns von den Busybodies, die schon den x-ten Kaffee intus haben (wenn nicht sogar Alkohol oder Drogen), nicht von unserem Weg abbringen! :)

  • Red Bull hat am 28.08.2013 - 17:45 folgendes geschrieben:

    Quote

    Sollte die Fed sich entschliessen, nicht zu tapern, so sehe ich weiter einen bullischen Markt, mit diesen Zinsen gibts doch garkeine Alternativen zu den Aktien. Ich weiss nicht, ob Du dieses Jahr erfolgreich sein wirst mit Deiner Theorie. Hatten wir denn in der Geschichte schon ein ähnliches Szenario wie heute ?

    Alternativlos! So so. Ich meine, ich hab das Wort schon mal irgendwo gehört. Ja, Aktien sind immer eine gute Alternative, aber alternativlos? Ich sage ja auch schon lange: kauft ab Ende August bei Tiefs (wie heute). Gestern und heute habe ich aber noch nichts gekauft. Nächste Woche fange ich aber spätestens damit an!


    Ich bin überzeugt, dass auch dieses Jahr "buy from September till start of November" eine gute Strategie sein wird.


    Jedes Jahr haben wir in der Geschichte ein ähnliches Szenario! (Aber natürlich ist jedes Jahr wieder ein bisschen anders). Schau Dir einfach einmal die Charts der letzten 20 Jahre an. Jeweils vom 1. September bis zum 1. Mai, oder auch darüber hinaus!

  • in_God_we_trust hat am 28.08.2013 - 19:40 folgendes geschrieben:

    Eigentlich bin ich mit deiner Strategie einverstanden, bin aber nicht so radikal. Ich habe diesen Sommer gut verdient mit Anlagen zwischen 15-40%. Habe jetzt wieder auf 70% aufgestockt, etliches einwenig zu früh, aber jetzt auch günstig die letzten 2 Tage, so ist eigentlich alles ausgeglichen. Aber als realistische Börsianer, sagen wir mal, die 2 letzten Tage sind ausserordentlich, wie es das manchmal gibt (überemotional). Alles wird wieder in die richtige Bahn gleiten. Auf Französisch sagt man: Apres la pluie vient le beau temps. Ich jedenfalls habe nichts verkauft, da ich Zuvertrauen habe in meinen Investments. Aber vielleicht dauert der Ausverkauf noch ein wenig.

  • Gerard hat am 28.08.2013 - 20:22 folgendes geschrieben:

    Quote

    Ich jedenfalls habe nichts verkauft, da ich Zuvertrauen habe in meinen Investments. Aber vielleicht dauert der Ausverkauf noch ein wenig.

    Im Herbst fallen normalerweise die Blätter der Bäume und die Aktienkurse der Börsen fast zeitgleich. (Und wie die Krokusse spriessen, so steigen die Kurse im Frühling).


    Jetzt ist aber nicht die Zeit zum Verkaufen, sondern zum Kaufen! Auf alle Fälle werden die Kurse im Frühjahr des nächsten Jahres höhere Hochs erreichen, als bei den Tiefs im Herbst. Wenn Du die Charts der letzten 25 Jahre betrachtest, gibt es nur eine Ausnahme mit -9%: von September/Oktober 2007 bis April/Mai 2008.


    Wenn die Kurse 2014 weiter so steigen, wie 2013, dann werde ich im Herbst 2014 wohl vorsichtig sein mit kaufen oder es allenfalls ganz lassen. Denn dann werden die Kurse wieder auf Höchstniveau verkehren und ein Crash 2015 fast sicher.

  • Bulldog hat am 28.08.2013 - 17:35 folgendes geschrieben:

    Quote

    Kann mir jemand ganz plausibel erklären, weshalb die Börse in USA +0.3% ist, und die ultradefensive Börse in der Schweiz über 1.5% in minus ist?


    smiley

    Die Schweizer sind eben Hellseher. Sie verlassen das sinkende Schiff als erste. ;)


    BTW: Würde mich nicht wundern, wenn die amerikanische Börse in der letzten halben Stunde noch ins Minus drehte (wie gestern).

  • Der Dow ist immernoch grün, mal schauen ob es der SMI morgen auch sein wird, ich bin positiv gestimmt :)

    Eine positive Haltung wird das gewünschte Ergebnis bringen.

  • Red Bull hat am 28.08.2013 - 21:08 folgendes geschrieben:

    Quote

    Der Dow ist immernoch grün, mal schauen ob es der SMI morgen auch sein wird, ich bin positiv gestimmt smiley

    Pass auf, dass Du nicht zum Dauerbullen wirst. Das kann nicht gut gehen. Irgendwann musst Du den Bären den Vortritt lassen, oder Du verrennst Dich. ;)

  • IGwt

    Zum Glück redest du von 25 Jahren, also seit 1988, denn der Schwarze Oktober 1987 war wirklich rabenschwarz. Jetzt bin ich dagegen, wenn man Crash prophezeit. Niemand kann es vorhersehen, da müssen nun einige Parameter im gleichen Moment aufeinanderstossen, dass es passiert.


    Ich muss auch sagen, dass für mich ein Crash ein Kurssturz von über 10-15% wenn nicht mehr an einem Tag auftritt. Der Rest ist für mich Korrektur, die aber auf Dauer manchmal mehr schmerzt.

  • Gerard hat am 28.08.2013 - 21:14 folgendes geschrieben:

    Quote

    Zum Glück redest du von 25 Jahren, also seit 1988, denn der Schwarze Oktober 1987 war wirklich rabenschwarz. Jetzt bin ich dagegen, wenn man Crash prophezeit. Niemand kann es vorhersehen, da müssen nun einige Parameter im gleichen Moment aufeinanderstossen, dass es passiert.


    Ich muss auch sagen, dass für mich ein Crash ein Kurssturz von über 10-15% wenn nicht mehr an einem Tag auftritt. Der Rest ist für mich Korrektur, die aber auf Dauer manchmal mehr schmerzt.

    Der Oktober 1987 ist ja gerade ein konkurrenzlos gutes Jahr gewesen. Das liegt ja gerade in unserem Kaufbereich im Herbst von September bis Anfangs November! Ein solcher Event wäre für mich sehr profitabel, da ich bis Mitte Oktober erst etwa 10 bis 20% eingekauft hätte. Nach dem schwarzen Oktober hätte ich bestimmt weitere 50 bis 60% sehr günstig eingekauft und im April/Mai 1988 zu deutlich höheren Preisen verkauft.


    Einverstanden, ein Crash ist ein Kurssturz, wie sie eben 1987 und 9/11 2001 eingetreten sind. Wenn Du weiter zurückblätterst in der Geschichte, dann siehst Du, dass es auch Crashs gab 1973, 1959, 1945, 1931, 1917. Alle diese Crashs liegen fast ganz genau 14 Jahre auseinander! Der nächste Crash wäre demnach auf 2015 "programmiert".


    Du sagtest doch, die Börse ist einfach. Ja, sie ist soo einfach!

  • Ein kleines Anzeichen für mich, dass der Ausverkauf bald vorbei sein könnte, ist die eigentliche Stabilität des CHF, der eigentlich nicht als sicherer Hafen genutzt wurde bis jetzt. Sehr marginal gestern.

  • Gerard hat am 28.08.2013 - 21:28 folgendes geschrieben:

    Quote

    Ein kleines Anzeichen für mich, dass der Ausverkauf bald vorbei sein könnte, ist die eigentliche Stabilität des CHF, der eigentlich nicht als sicherer Hafen genutzt wurde bis jetzt. Sehr marginal gestern.

    Wir sind immer noch im Ferien-Sommerloch. Wenn die Chefs aus den Ferien heimkommen und sich in ihren Sesseln vor den Terminals gemütlich gemacht haben, dann geht der Teufel los!


    Die Stabilität der Währungen ist sehr auffällig von Juli bis August und später wieder von November bis Mai. Im Juni, September und Oktober wird diese Stabilität von den Berufshändlern auf Herz und Nieren getestet. Da sind grosse Sprünge und Verschiebungen der Relationen zu erwarten!


    Also ich denke es wird schon holprig werden im September und Oktober.

  • in_God_we_trust hat am 28.08.2013 - 21:27 folgendes geschrieben:

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    Gerard hat am 28.08.2013 - 21:14 folgendes geschrieben:

    Der Oktober 1987 ist ja gerade ein konkurrenzlos gutes Jahr gewesen. Das liegt ja gerade in unserem Kaufbereich im Herbst von September bis Anfangs November! Ein solcher Event wäre für mich sehr profitabel, da ich bis Mitte Oktober erst etwa 10 bis 20% eingekauft hätte. Nach dem schwarzen Oktober hätte ich bestimmt weitere 50 bis 60% sehr günstig eingekauft und im April/Mai 1988 zu deutlich höheren Preisen verkauft.


    Einverstanden, ein Crash ist ein Kurssturz, wie sie eben 1987 und 9/11 2001 eingetreten sind. Wenn Du weiter zurückblätterst in der Geschichte, dann siehst Du, dass es auch Crashs gab 1973, 1959, 1945, 1931, 1917. Alle diese Crashs liegen fast ganz genau 14 Jahre auseinander! Der nächste Crash wäre demnach auf 2015 programmiert.

    Ich lese lieber nicht in der Kristallkugel oder im Kaffeesatz. Alle Crash's hatten immer ihre Begründung, man konnte es belegen. Gibt's ein Crash, wird es immer wieder geben, werden es andere Gründe sein als in Vergangenheit. Aber wann, das kann man nicht aus der Vergangenheit nachvollziehen.


    ich gehe noch weiter, die Finanzkrise seit 2007 umgesetzt Anno 1929, der Kapitalismus wäre tot mit sehrwarscheinlichen verheerenden Folgen, schlimmer als 39-45


    Momentan sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen. Eben weil es nicht gleich ist wie 1929

  • Gerard hat am 28.08.2013 - 21:37 folgendes geschrieben:

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    ich gehe noch weiter, die Finanzkrise seit 2007 umgesetzt Anno 1929, der Kapitalismus wäre tot mit sehrwarscheinlichen verheerenden Folgen, schlimmer als 39-45


    Momentan sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen. Eben weil es nicht gleich ist wie 1929

    Vielleicht hast Du recht. Vielleicht ist das Gelddrucken in Wirklichkeit ein Segen für die Weltwirtschaft und vor allem für die armen Länder. Und das FED hat dafür heldenhaft die Amerikanische Wirtschaft geopfert! Kein Witz. Ich meine es ganz ernst.


    Wieso sonst stürzen jetzt die armen Länder in eine Krise, sobald von Tapering die Rede ist?

  • Gerard hat am 28.08.2013 - 21:14 folgendes geschrieben:

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    Ich muss auch sagen, dass für mich ein Crash ein Kurssturz von über 10-15% wenn nicht mehr an einem Tag auftritt. Der Rest ist für mich Korrektur, die aber auf Dauer manchmal mehr schmerzt.

    Davon gab es in der Geschichte des Dow Jones genau drei. Also Intraday -10% oder grösser.


    https://en.wikipedia.org/wiki/…_Jones_Industrial_Average


    Die Chance, dass so ein Tag nochmals vorkommt ist bei praktisch Null, denn ab -10% tritt der circuit breaker in Kraft und der Handel wird angehalten.

  • MarcusFabian hat am 29.08.2013 - 00:08 folgendes geschrieben:

    Also hat man immer noch Zeit zum handeln, wenn auch mit Verlust. Eine längerfristige Korrektur mach mich da schon mehr Sorgen. Schleichend zermürbt sie die Kurse und jeden Tag hofft man auf eine Wende die nie kommt.

  • in_God_we_trust hat am 28.08.2013 - 21:35 folgendes geschrieben:

    Nach Kostolany sind die schlimmsten Monate immer Mai und Oktober, ausser Januar, Februar, März, April, Juni, Juli, August, September, November, Dezember. Nur so zum Spass.

  • Gerard hat am 29.08.2013 - 07:49 folgendes geschrieben:

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    Also hat man immer noch Zeit zum handeln, wenn auch mit Verlust. Eine längerfristige Korrektur mach mich da schon mehr Sorgen. Schleichend zermürbt sie die Kurse und jeden Tag hofft man auf eine Wende die nie kommt.

    Längere Korrektur = Abwärtstrend ;)


    Ich erinnere mich noch an die jeweilige Stimmung um das Jahr 2000 als die Dot-Com-Blase geplatzt ist.
    Zunächst: "Das ist nur eine Korrektur im Aufwärtstrend. Eine gute Nachkaufgelegenheit."
    Einige Wochen später: "Mist, jetzt warte ich bis mein EP wieder erreicht ist und dann steige ich aus."
    Monate später: "Schon 50% in den Misen. Jetzt ist es ohnehin zu spät zum Aussteigen. Aus dem Zock wird halt ein Langfrist-Investment."



    Gerard hat am 29.08.2013 - 10:53 folgendes geschrieben:

    Quote

    Nach Kostolany sind die schlimmsten Monate immer Mai und Oktober, ausser Januar, Februar, März, April, Juni, Juli, August, September, November, Dezember. Nur so zum Spass.

    Das war nicht Kostolany sondern Mark Twain.

  • Ja es ist frustrierend... Bin dennoch bullisch eingestellt, weil ich denke, dass Syrien nun das Argument ist, weshalb die Fed im September nicht mit dem Tapering anfängt. Siehe Syrien Thread, habe dort einen sehr interessanten Artikel gepostet. Deswegen könnte ich mir auch vorstellen, ist der Dow im Plus...

    Eine positive Haltung wird das gewünschte Ergebnis bringen.

  • Bulldog hat am 29.08.2013 - 16:14 folgendes geschrieben:

    Quote

    Fast alle wichtigen Börsen im Plus, nur unsere SMI wieder mal nicht!!!!!!

    Nobody is perfect! Auch ein Aktienindex nicht. ;)


    Die Schweizer sind oft die ersten, die einen Braten riechen.