Schweizer Aktien und CHF, Februar 2013

  • Berlusconi lässt Europa zittern

    «Relative Ruhe» an den Märkten


    Noch ist die Lage nicht dramatisch. «Falls Berlusconi aber wieder an die Macht käme oder wenn ein starkes Abschneiden die Bildung einer stabilen Regierung beeinträchtigt, würde das unter den Investoren für grosse Unsicherheit sorgen», sagt Alessandro Bee, Ökonom und Zinsspezialist der Bank Sarasin. http://www.20min.ch/finance/ne…t-Europa-zittern-27423393

  • Aus FuW am Abend, heute: 16:23 21. Febr 2013

    Tag der Kristallkugel für die US-Konjunktur

    Steuert die US-Konjunktur wie in den vergangenen Jahren auf ein Sommerloch zu? Oder kann sie ihre Form und Dynamik auch in der heissen Jahreszeit bewahren? Auf diese Fragen erhofften sich am Donnerstag alle eine Antwort. Mit der Veröffentlichung gleich dreier wichtiger Vorlaufindikatoren war es der Tag der Konjunktur-Kristallkugel.

    Eine leichte Delle in der Konjunkturdynamik sagt die vorläufige Auswertung der Einkaufsmanagerumfrage von Markit im Februar voraus. Der sogenannte Flash-Einkaufsmanagerindex (Flash PMI) für das verarbeitende Gewerbe steht mit 55,2 zwar eindeutig im grünen Bereich. Werte über 50 zeigen, dass die Wirtschaftsaktivität zunimmt. Er ist aber im Vergleich zum Vormonat gesunken. Und das etwas stärker als angenommen.

    «PMI lindert Rezessionssorgen»

    Kein Grund zur Sorge also. Die wichtigen Subindizes zum Bestelleingang und zum Arbeitsmarkt sind zwar ebenfalls leicht gesunken, stehen aber klar über der 50er-Grenze. Die Produktion ist gar so stark wie zuletzt im Mai 2010. Ein kleines, rotes Blinklicht sind einzig die Exporte. Im Februar gingen laut Umfrage weniger Bestellungen aus dem Ausland ein als im Vormonat.

    Markits Chefökonom Chris Williamson wertet den Flash PMI insgesamt als erfreuliche Nachricht. Dieser werde mögliche Rezessionssorgen lindern. Nun sei es aber wichtig, dass die Unternehmen begännen, an die Zukunft zu glauben. Nur dann, so Williamson, würden sie wieder Leute einstellen.

    Wiedergeburt des Häusermarktes

    Gut, aber nicht mehr ganz so gut wie im Vormonat, so lässt sich auch die Auswertung der Vorlaufindikatoren des Conference Board interpretieren. Der Leading Economic Index ist im Januar um 0,2 auf 94,1 geklettert. Im Dezember verzeichnete er noch ein Plus von 0,5. Analysten hatten eine Zunahme von 0,3 vorhergesagt.

    Die Vorlaufindikatoren zeigten, dass die Wirtschaft «in den nächsten Monaten langsam, aber stetig wachsen wird», erklärt Ataman Ozyildirim, Ökonom beim Conference Board, in der Pressemitteilung. Sorgen machen ihm die schwindende Zuversicht der Konsumenten und eine Schwäche bei den Bestellungen. Dafür sei die Wiedergeburt des Häusermarktes erfreulich.

    Ernüchterung in Philadelphia

    Ernüchternd sind die Neuigkeiten der Distriktnotenbank aus Philadelphia. Der Philly-Fed-Index, ein Gradmesser für die regionale Wirtschaft und viel beachteter Vorlaufindikator, hat seine Talfahrt fortgesetzt, statt sich wie erwartet zu erholen. Bereits im Januar hatte der Indikator für Unruhe gesorgt, als er unter null gefallen war und damit ein Schrumpfen der Wirtschaftsaktivität angedeutet hatte. Nun ist er erneut gefallen – von –5,8 auf –12,5.

    Die guten Nachrichten sind: Im Februar haben mehr Unternehmen die Zukunft als positiv bezeichnet als noch im Januar. Und der Arbeitsmarkt hat seine Abwärtsbewegung gestoppt. Zwar sagen 14% der befragten Unternehmen, die Situation am Arbeitsmarkt verschlechtere sich. Mit 15% sind die Gesellschaften, die eine Verbesserung erkennen, aber in der Mehrheit.

    Robuste Erholung am Arbeitsmarkt

    Eine leise Enttäuschung bietet diese Woche auch die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Sie ist von 342 000 auf 362 000 gestiegen. Ökonomen hatten zwar mit einem Plus gerechnet – allerdings nur mit einem leichten. Auch der gleitende Vierwochenschnitt steht mit 360 750 höher als in der Vorwoche. Immerhin bestätigen die Daten, dass sich der Arbeitsmarkt weiter erholt.

    Zusammenfassend berichten die Makrodaten von einer robusten US-Wirtschaft. Auch wenn die globale Konjunkturschwäche nicht spurlos an der weltgrössten Volkswirtschaft vorbeigeht. In den letzten Jahren erlebte die Konjunktur jeweils im Sommer einen Durchhänger. Allerdings verlor sie damals erst im Frühjahr an Fahrt. Es ist deshalb damit zu rechnen, dass die Februarzahlen eher ein einmaliger Ausrutscher sind und es im März bereits wieder aufwärtsgeht. Entscheidend wird auch in Zukunft die Entwicklung am Arbeitsmarkt sein. Sie beeinflusst ganz wesentlich die Konsumentenstimmung. Und die Verbraucher wiederum sind für 70% des Bruttoinlandprodukts verantwortlich.

    Emil

  • Falls es morgen weiter südwärts geht, markiert dies den Anfang einer erwarteten 3 bis 4 wöchigen Konsolidierungsphase.


    Das wäre dann ein Kaufsignal! Also erstmal den morgigen Tag abwarten.

  • Pro und Contra

    Letztes Jahr um diese Zeit ging der Index runter bis in den Herbst. Grafiken http://www.cesifo-group.de/de/…haeftsklima-20130125.html



    Quote

    EZB-Direktor mahnt Frankreich zum Sparen

    http://www.cash.ch/news/top_ne…ch_zum_sparen-3033215-771

    Quote

    Moody's entzieht Grossbritannien Spitzenrating

    http://www.cash.ch/news/top_ne…spitzenrating-3033406-771

    Quote

    US-Insider verkaufen massiv eigene Aktien

    http://www.cash.ch/news/top_ne…eigene_aktien-3032655-771

  • Die Wirtschaft jubelt, dass in Italien die Linken an die Macht kommen!


    Lebe ich in einer verkehrten Welt? Oder haben die rechten Höseler alles Vertrauen verspielt, dass nur noch die Linken die Welt vor dem ökonomischen Kollaps retten kann?


    Ich weiss nicht. Irgendwie dreht sich bei mir alles. Habe ich Fieber, oder was?

  • Bald dürfte das nominelle Hoch des DJ von 14165 vom 9.10. 2007 überschritten werden! Es fehlen noch weniger als 1%!


    Danach fällt das S&P Hoch gleichen Datums von 1566, noch 3% entfernt.

  • in_God_we_trust hat am 25.02.2013 - 15:58 folgendes geschrieben:

    Quote
    Oder haben die rechten Höseler alles Vertrauen verspielt, dass nur noch die Linken die Welt vor dem ökonomischen Kollaps retten kann?

    Das Pendel schwingt immer wieder in die andere Richtung. Mal schneller mal langsamer. In Venezuela wie Kuba wird es über kurz oder eher lang nach rechts schwingen. Was über Generationen verschlammt wurde, kann man nicht über Nacht auf die Reihe bringen. Alles braucht seine Zeit und dann gibt es immer noch die Kräfte, die Steine in den Weg legen. Egal von welcher Seite.

  • in_God_we_trust hat am 25.02.2013 - 15:58 folgendes geschrieben:

    Quote

    Die Wirtschaft jubelt, dass in Italien die Linken an die Macht kommen!


    Lebe ich in einer verkehrten Welt? Oder haben die rechten Höseler alles Vertrauen verspielt, dass nur noch die Linken die Welt vor dem ökonomischen Kollaps retten kann?


    Ich weiss nicht. Irgendwie dreht sich bei mir alles. Habe ich Fieber, oder was?

    Was Berlusconi in den letzten Jahren mit Italien gemacht hat, konnten wir ja sehen. Monti ist es zwar gelungen, Italien innerhalb Europa etwas besser zu positionieren. Dass er mit der Sparpolitik nicht auf Gegenliebe beim eigenen Volk sties war wohl klar.


    Momentan scheint der Komiker die besten Karten zu haben, stärkste Partei zu werden. Ich denke, das Ganze wird über kurz oder lang wieder in einer blockierten Politik in Italien enden.

    Geiz ist des Anlegers Feind.

  • suchender hat am 25.02.2013 - 17:52 folgendes geschrieben:

    Quote

    Ist ja klar, dass ein Komiker in Italien die besten Chancen hat, die Wahlen zu gewinnen! smiley smiley

    So gesehen war das mit dem Komiker eine nichtssagende Aussage!

    Geiz ist des Anlegers Feind.

  • in_God_we_trust hat am 25.02.2013 - 16:07 folgendes geschrieben:

    Quote

    Bald dürfte das nominelle Hoch des DJ von 14165 vom 9.10. 2007 überschritten werden! Es fehlen noch weniger als 1%!


    Danach fällt das S&P Hoch gleichen Datums von 1566, noch 3% entfernt.

    Also das finde ich für einmal sehr informativ! Bravo iGwt! :bravo:

    Überheblich, arrogant oder eben doch "nur" genial?

  • Danke für die Blumen, mein Fräulein.



    Aber für heute scheint nichts damit zu werden! DJ und S&P verloren fast 2%!


    Nun, wenn das so weitergeht (nach Süden), dann werde ich wieder kauffreudig und bullisch! :)

  • Ich liebe so Tage wie heute

    Was wir heute sehen werden:

    Zuerst verkaufen die manisch-depressiven Anleger wie die Lemminge um dann zwei Stunden später nach dem Motto "es war wohl doch nicht so schlimm" wieder alles 5% teurer zurückzukaufen.

    Darum werde ich heute morgen den Zittervögel die Aktien zum Discountpreis entnehmen und ihnen später 3% teurer wieder zurückgeben. :dance: :dance:

    Ergo: Die Schlauen, lehnen sich heute mit einem leichten Schmunzeln zurück und lassen die Hyperaktiven an der Börse agiereren. Heute abend werden die Kurse gleich wie gestern mittag oder noch höher sein und das Affentheater Berlusconi wird sich lichten...

  • Du siehst das richtig. Aber vielleicht kommen noch ein paar andere Affentheater (Budgetfrage USA z.B.) dazu, dann geht's doch noch etwas tiefer hinunter. Denn es ist genau die Zeit wo die Börse jedes Jahr einbricht, die ersten zwei Märzwochen!


    Aber Du hast nochmals recht. Wenn die Kurse jetzt fallen, ist Kaufen angesagt, denn Ende März bis Anfangs Mai steigen sie wieder.

  • A propos Affentheater:


    Mit grossem Ernst erzählen die Tagesschau ModeratorInnen am Abend jeweils von den Affentheatern des Tages.


    Aber den Boden schlagen die Sprecher von 10 vor 10 jeweils heraus. Einem Klapproth sieht man am verschmitzt lächelnden Gesicht noch an, wie sehr er seine Zuschauer verachtet und veräppelt. Eine Lager aber kann mit todernstem Gesicht die grössten Lügen als tiefe Wahrheiten erscheinen lassen.

  • Genau so wird es kommen, Gerard, welcome! (Meine IQ Zahlen sind zwar sowieso immer schlecht ;) ).

  • Zusätzlich: Hoffe und denke doch das der SMI bis vor Mai auf 7'700 - 7'750 steigen wird. Glaube auch das die Politik durchs Jahr uns noch manches am Geschäft vermiesen wird.