Schweizer Aktien und CHF, Januar 2013

  • Link hat am 10.01.2013 - 13:48 folgendes geschrieben:

    Quote

    Ist dieser Anstieg wirklich gerechtfertigt? Also ziemlich übertrieben, wie ich finde. Aber tja, alle sind ja euphorisch und reiten die Welle.

    Im Moment steigen vor allem die Bankentitel, wegen den gelockerten Anforderungen aus Basel. Das zieht dann die Versicherungen und den ganzen Rest mit sich. Auch der neue China-Optimismus spiel eine Rolle.


    Aber die öffentliche Diskussion über die Debt-Ceiling kann jeden Moment beginnen, denke ich, spätestens im Februar.


    Im Interesse der Händler liegt bestimmt, den Markt jetzt noch so hoch wie möglich hinaufzujubeln, um in den nächsten Tagen und Wochen noch möglichst hoch verkaufen zu können. Danach, wenn das Debt-Ceiling Problem wieder oberhand gewinnt wird dieses und andere Probleme rabenschwarzgeredet. Dann tauchen die Börsen empfindlich und die Händler greifen wieder mit vollen Händen zu, d.h. sie kaufen. Danach erholt sich der Markt wieder bis ca. Mai, um danach möglicherweise ins Bodenlose abzustürzen.


    Uns bleibt wohl nichts anderes übrig, als diese Spiele mitzuspielen.

  • aprecio hat am 10.01.2013 - 13:59 folgendes geschrieben:

    Quote

    so gehe, iGwt, und bewässere die wüsten, mach die felder im königreich der user2user fruchtbar!

    Ich lass mich nicht mehr provozieren. Ich würde es apreciate, wenn Du etwas Konkretes zur Wirtschaft und eventuell zum SMI und CHF im Speziellen schreiben würdest!

  • Negativzinsen auch für Kleinsparer?

    Die Zürcher Kantonalbank behält sich vor, künftig auch die Einlagen von Kleinsparern mit Negativzinsen zu belasten. Dazu hat sie jetzt die allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert.http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Negativzinsen-auch-fuer-Kleinsparer/story/21317208



    Das gäbe dann eine Massenflucht in die Sachwerte.

  • ich hoffe, Emil und Pegasus sind nicht böse, wenn ich die folgenden links nicht im dazugehörenden thread poste.


    iGwt, ich kann dir nicht konkret beschreiben, was ich denke. "verwirrung" trifft es wohl am besten. die 3 nachstehenden artikel sind die interessantesten, die ich seit längerem gelesen habe. ob die etwas für den smi bedeuten, weiss ich leider nicht.


    Dave Altig and Mike Bryan of the Atlanta Fed’s Macroblog argue here that it wouldn’t make much difference if the Fed were doing price level targeting (in which the future target path stays fixed even when you miss a target, so you need catch-up inflation or catch-up disinflation) rather than inflation targeting. Their evidence is mostly from a chart like this (my replication using monthly data, which you can confirm looks fairly similar to theirs which appears to use annual data)


    http://blog.andyharless.com/20…rice-level-targeting.html


    U.S. Exceptionalism?


    Does Okun’s Law hold outside the U.S.? In our NBER working paper, which was released this week and presented earlier at the IMF’s Annual Research Conference, we also report estimates of Okun’s Law for twenty advanced countries since 1980. While a stable Law fits the data for most countries, the coefficient in the relationship—the effect of a one-percent change in output on the unemployment rate—varies across countries. We estimate, for example, that the coefficient is –0.15 in Japan, –0.45 in the United States, and –0.85 in Spain. These differences reflect special features of national labor markets, such as Japan’s tradition of lifetime employment and the prevalence of temporary employment contracts in Spain.


    The bottom-line: Okun’s Law is not as universal as the law of gravity (which has the same parameters in all advanced economies), but it is strong and stable by the standards of macroeconomics.


    http://www.econbrowser.com/arc…1/guest_contribut_31.html


    Regularly The Wall Street Journal writes an opinion article about the failure of the European economic model. A bloated welfare state, high taxes, heavily-regulated labor markets have led to a disappointing economic performance. The predictions are generally dire and after reading the article it seems that the only remaining question is how long the European countries and the Euro project will survive.

    The latest of these articles was published yesterday under the title "Europe's Bankrupt Welfare State".


    http://fatasmihov.blogspot.ch/…-model-scare-tactics.html


    ich werde weiteres im entsprechenden thread posten - wenn ich auf etwas stosse.

  • Nokia-Kurssprung spült Millionen in die SNB-Kasse

    Der finnische Handyhersteller Nokia übertraf mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von fast 20 Prozent. Die Schweizerische Nationalbank wirds freuen.

    Der strauchelnde Handy-Pionier Nokia wittert Morgenluft: Das vierte Quartal verlief für das Unternehmen deutlich besser als erwartet. Der frühere Ausblick für den Telefonnetzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) sei übertroffen worden, teilten die Finnen am Donnerstag mit. Zudem hätten das Handy-Geschäft und die neuen Lumia-Smartphones bessere Ergebnisse gebracht als erwartet.

    Im Schlussquartal seien 6,6 Millionen Smartphones verkauft worden. Der Anteil der Lumia-Geräte lag bei 4,4 Millionen. An den Aktienmärkten sorgten die Zahlen für Jubel. An der Börse in Helsinki sprang die Nokia-Aktie zeitweise an die 20 Prozent in die Höhe. Im Laufe des Nachmittags bröckelten die Kurse wieder leicht ab. In den letzten drei Monaten sind die Nokia-Papiere über 50 Prozent in die Höhe geschossen, nachdem sie im letzten Juli bei 1,33 Euro auf dem tiefsten Stand aller Zeiten notiert hatten.

    SNB fünftgrösste Nokia-Aktionärin

    Von diesem Kurssprung profitiert auch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Im letzten Oktober wurde wegen der umfassenden Offenlegungspflicht der finnischen Börse bekannt, dass die SNB Nokia-Aktien im Wert von rund 50 Millionen Euro besitzt und damit fünftgrösster Aktionär des Handyherstellers ist. Alleine am Donnerstag betrug der Buchgewinn zeitweise über 10 Millionen Franken.

    Der frühere Handyprimus hatte in den vergangenen Jahren auf dem hart umkämpften Handymarkt den Anschluss verloren. Gegen die Bestseller der Konkurrenten Apple und Samsung hatte Nokia nichts Vergleichbares im Sortiment. Deshalb paktierte das Unternehmen mit Microsoft und brachte seine Lumia-Handys mit Betriebssystemen des Windows-Softwareherstellers im November auf den Markt.

    Hoffnungen liegen auf neuem Modell

    Der Erfolg ist dringend nötig, da die Zahlen im dritten Quartal tiefrot waren. In dem Vierteljahr summierte sich der Fehlbetrag auf 943 Millionen Euro - das ist mehr als sechs Mal so viel wie im Vorjahresquartal. Der Umsatz brach um ein Fünftel auf 7,2 Milliarden Euro ein. Hauptgrund dafür ist, das die einst begehrten Handys der Finnen Ladenhüter waren.

    Alle Hoffnungen von Nokia ruhen nun auf den neuen Windows-8-Smartphones: dem Lumia 820 und dem neuen Flaggschiff 920. Letzteres kann drahtlos aufgeladen werden und verfügt über neue Kameratechnologien. Microsoft erhofft sich, dass sich sein neues Handy-Betriebssystem neben den beiden dominierenden Software-Anbietern Apple und Google als Plattform etabliert.

    Quelle: www.cash.ch

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • aprecio hat am 10.01.2013 - 16:03 folgendes geschrieben:

    Quote

    Regularly The Wall Street Journal writes an opinion article about the failure of the European economic model. A bloated welfare state, high taxes, heavily-regulated labor markets have led to a disappointing economic performance.

    Obwohl die Krankheit Europas und auch der USA hier schwarz auf weiss geschrieben steht, unterstützen trotzdem 90% der Forumsschreiber die Kamikaze-Politik der US Demokraten und die Kamikazepolitik eines Holland, Widmer-Schlumpf, SP und der Grünen.


    Die Pseudo-Intellektuellen denken, dass die 30% SVP sowie einige konservative FDP und CVP Wähler nur Bauern und andere Tölpel sind, die nichts von der Welt verstehen und von ihnen eines besseren belehrt werden müssen, wenn es nicht anders geht, mit Gewalt!

  • aprecio hat am 10.01.2013 - 16:03 folgendes geschrieben:

    Quote

    iGwt, ich kann dir nicht konkret beschreiben, was ich denke. "verwirrung" trifft es wohl am besten.

    Was jetzt, wo die Kurse allgemein im Steigen begriffen sind, an der Börse abläuft ist folgendes:


    Jeden Tag wird verkauft und gekauft. Manchmal mehr, manchmal weniger. Verkäufe und Käufe gibt es immer genau gleichviel. Es gibt aber in der jetzigen Situation mehr Kaufwillige, als Verkaufswillige. Deshalb steigen die Kurse fast täglich. Denn diejenigen, die dann wirklich auch zu einem höheren Preis noch bereit sind zu kaufen, können nicht mehr kaufen, als diejenigen, die zu einem höheren Preis neu bereit sind zu verkaufen, wirklich verkaufen.


    In einer solchen Situation ist es generell angenehmer, zu den Verkäufern zu gehören, als zu den Käufern. Wenn man also bis jetzt schon nach Gebühren 10% oder mehr im Plus steht, ist es vielleicht keine schlechte Idee nach und nach etwas Aktien an den Markt abzugeben. Dies auch dann, wenn die Dividende im April oder so nach Steuern noch 7% verspricht (wie bei einer Zürich). Denn mit dem 10% Kursgewinn hat man ja auch eine solch tolle Dividende längst überkompensiert.

  • Ich hätte hier noch eine Frage zu einer Aktie, die nicht im SMI gelistet ist. Vielleicht kann mir jemand darüber Auskunft geben.


    Es handelt sich um die BES, Valor 605870, Bank Espirito Santo Portugal. (Nomen est Omen :)).


    Die Aktie hat sich seit Juni 2012 bis Ende 2012 mehr als verdoppelt (+100%). Seit 1. Januar ist sie wieder um 30% gestiegen, allein gestern und heute um 14%.


    Die UBS schreibt BES as preferred play und setzt die Aktie auf Buy. Der Turnover heute war rund 80 Mio Euro bei einem Marktwert von rund 4 Mia Euro. Das würde dem 5 Fachen des heutigen Umsatzes der UBS von 180 Mio entsprechen.


    Was denkt Ihr über dieses Teil?

  • aprecio hat am 10.01.2013 - 23:24 folgendes geschrieben:

    Quote

    iGwt, schick mal iesus, um die toten zu erwecken, damit wir erfahren mögen, wer sie in den tod getrieben hat.

    Gott ist ein Gott der Lebenden und nicht der Toten. (Markus 12:27)


    Tot sind alle, die (noch) nicht zu Gott gefunden haben, auch wenn sie noch atmen.
    Lebend sind alle, die zu Gott gefunden haben, auch wenn sie nicht mehr atmen.

  • in_God_we_trust hat am 11.01.2013 - 00:19 folgendes geschrieben:

    aprecio hat am 10.01.2013 - 23:24 folgendes geschrieben:

    iGwt, schick mal iesus, um die toten zu erwecken, damit wir erfahren mögen, wer sie in den tod getrieben hat.

    Gott ist ein Gott der Lebenden und nicht der Toten. (Markus 12:27)

    Tot sind alle, die (noch) nicht zu Gott gefunden haben, auch wenn sie noch atmen.
    Lebend sind alle, die zu Gott gefunden haben, auch wenn sie nicht mehr atmen.

    Das heisst, wir sind momentan alle tot?

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Zyndicate hat am 11.01.2013 - 08:17 folgendes geschrieben:

    Quote

    in_God_we_trust hat am 11.01.2013 - 00:19 folgendes geschrieben:



    Das heisst, wir sind momentan alle tot?

    Nein. Einige sind nur hirntot oder untot. Es sind die Geister die man nicht rief und man jetzt trotzdem nicht mehr los wird.


    Lukas hat es gesagt und nicht Markus.


    Lukas sagt, dass Jesus gesagt haben soll : Daher folgert Jesus: «Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden, denn für ihn leben alle» (Lukas 20,38).


    Siehe auch

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    :ok:



    Das Christentum hat vielen das Leben gekostet.

  • Zyndicate hat am 11.01.2013 - 08:43 folgendes geschrieben:

    Quote

    Ups sorry, sollte eigentlich ein Witz sein! Wollte nicht wieder eine religiöse Unterhaltung auslösen!

    Ich habe deinen Beitrag auch als Witz verstanden.


    Darum zeigt mein Link ja auch auf eine Witzseite. Der 2. Witz im Text ist nur für Insider.


    Religion ist für mich immer ein Witz. Oder gab es jemals ein Posting von mir, wo ich es als etwas ernsthaftes angesehen habe?

  • Elias hat am 11.01.2013 - 08:55 folgendes geschrieben:

    Zyndicate hat am 11.01.2013 - 08:43 folgendes geschrieben:

    Ups sorry, sollte eigentlich ein Witz sein! Wollte nicht wieder eine religiöse Unterhaltung auslösen!

    Ich habe deinen Beitrag auch als Witz verstanden.

    Darum zeigt mein Link ja auch auf eine Witzseite. Der 2. Witz im Text ist nur für Insider.

    Religion ist für mich immer ein Witz. Oder gab es jemals ein Posting von mir, wo ich es als etwas ernsthaftes angesehen habe?

    Bei dir weiss ich, dass du es als Witz meinst! Aber ich meinte nur, dass ich nicht wieder eine Diskussion auslösen will mit meinem Posting!

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Das Problem ist der Anlagenotstand. Halbwegs noch gut verzinste Anleihen laufen aus.


    Was ist die Alternative zu Dividendenperlen?


    Realisieren: Bei mir ist es so, dass ich aufgrund meiner Strategie ab und zu auch mal falsch liege und dann kaufen oder verkaufen muss. Aber ich zerbreche mir nicht den Kopf mit aussteigen. Man kann auch mit sinkenden oder stagnierenden Kursen Gewinne erzielen.


    Ich versuche, mir die kommenden Dividenden inkl. Optionsprämien nicht entgehen zu lassen. Ob es in jedem Fall gelingt, ist eine andere Sache. Der Aktienkurs ist für mich nicht so wichtig. Die Tendenz wegen dem Strike schon eher.

  • Langsam verkaufen!


    Das ist eines der schönsten Gefühle, auf dem Hoch mit Gewinn zu verkaufen. Das sollte man sich einfach nicht entgehen lassen.


    Die Kurse werden aber weiter steigen, bis diese Debt Ceiling Diskussion in den USA aufblüht. Momentan wird das Problem erfolgreich verdrängt.


    Ich denke, die Kurse steigen noch ein paar Wochen, aber eine Garantie gibt es nicht. Deshalb ist "jetzt schon etwas verkaufen" eine Versicherung gegen einen plötzlichen Kursrutsch. Dann hat man wenigstens einen Teil der Ernte in der Scheune, wenn der Rest verhagelt wird.

  • 1 + 1

    die fabel fängt so an:


    treffen zwei esel aufeinander...


    der eine will information, hat aber kein geld. der andere hat die information, will aber geld.


    klartext: ich weiss, dass nationalbanken geld bis zum gehtnichtmehr drucken können. ich weiss, dass der franken teuer ist. ich weiss, dass die schweiz eine "besondere" gesinnung hat.


    also, der rest der welt druckt geld und kauft sich weiter fett im smi ein, vielleicht sogar so weit, dass samtliche titel den ausländern und euch gehören. der bedarf an franken lässt den franken hart bleiben. die unternehmen kaufen weiter fett im ausland ein und die endprodukte bleiben teuer.


    voilà! möge der sturere recht haben.


    voll angepi**t. bitte lachen.

  • aprecio hat am 11.01.2013 - 16:44 folgendes geschrieben:

    Quote
    also, der rest der welt druckt geld und kauft sich weiter fett im smi ein, vielleicht sogar so weit, dass samtliche titel den ausländern und euch gehören.

    Dafür, dass die kleine Welt im grossen SMI einkauft, sind die Umsätze sehr bescheiden.


    Beispiel ABB: nicht mal klägliche 3Mio Titel wurden heute gehandelt. Bei den Umsätzen wurden früher die Käufer noch namentlich aufgerufen. 12 bis 18 Millionen Titel waren früher gang und gäbe. An Spitzentagen über 30 Millionen. Das 10fache von heute.


    Das heisst: diejenigen, die sich das billige Geld von den Zentralbanken leihen, werden sich hüten es zu verzocken, weil sie es irgendwann wieder mal zurückzahlen müssen. Für das billige Geld müssen die Banken Sicherheiten hinterlegen.


    Bleiben noch Käufer wie z.B. die SNB, welche sich eine Nokia zugelegt haben. Nix SMI. 20% Buchgewinn hat sie damit gemacht.

  • ja. genau deswegen bleibt bei mir ja die frage, warum die aktien so gestiegen sind. es sind weniger aktivitäten zu verzeichnen, trotzdem werden die titel immer teurer verkauft. also, frage ich mich wer denn so entschlossen zugreifft.


    zocker sind es in diesem sinne nicht. sie müssen ja überzeugt sein, dass es langfristig weiter aufwärts geht im smi. der sichere hafen spielt sicher eine rolle. banken möchten ja negativzins auf sparkonten einführen für grössere kunden. deshalb investieren sie vermutlich in aktien, evtl. über vehikel.


    ich wollte eher ein gegengewicht gegen die szenarien der svp anhänger setzen, bzgl. kamikazesprüche und dergleichen.