Schweizer Aktien und CHF, August 2012

  • CS und UBS: Put-Optionen fallen auf Tiefstand

    Auf Kursverluste setzende Optionen auf die Aktien von Credit Suisse und UBS sind auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gefallen.


    Optionenhändler wetten verstärkt auf steigende Aktienkurse


    Optionenhändler wetten verstärkt auf steigende Aktienkurse der beiden Schweizer Banken. Die Zahl der offenen Call-Position für Credit Suisse hat im Verhältnis zu offenen Put-Optionen zwischen dem 4. Mai und dem 17. August um elf Prozent zugenommen, zeigen Bloomberg-Daten. Am vergangenen Freitag betrug das Verhältnis von Calls zu Puts 1,06 zu 1. Am 9. August war das Verhältnis mit 1,09 auf den höchsten Stand seit November geklettert. Für die UBS stieg das Verhältnis gegenüber dem Tiefstand vom 23. Juli ebenfalls um 11 Prozent - auf 1,1.


    “Credit Suisse-Aktien haben wohl ihre Tiefststände hinter sich, denn die Investoren sehen, dass die Bank ihre Sorgen ernstnimmt und die Probleme bereinigt”, schrieb David Herro vom Vermögensverwalter Oakmark International Fund in Chicago in einer E-Mail vom 16. August. Herro ist von Morningstar zum internationalen Vermögensverwalter des Jahrzehnts gewählt worden. “Auf diesem Kursniveau sind die Aktien spottbillig. Wir sehen Schweizer Banken, die ein gutes Vermögensverwaltungsgeschäft haben, sehr positiv.” http://www.cash.ch/news/topnew…auf_tiefstand-1206482-771

  • US-Dürre wird für Versicherer teuer

  • Die Profiteure der Dürre

    Die hohen Mais- und Weizenpreise wecken Befürchtungen vor neuen Hungerkrisen in armen Ländern. Doch die Hersteller von Saatgut und Landmaschinen freuen sich auf höhere Umsätze.


    Der Generalsekretär der Welternährungsorganisation FAO, José Graziano da Silva, bezeichnet die rasant steigenden Preise für Mais und Weizen als «heikel». Da Silva forderte die USA auf, keinen Mais mehr zu Biosprit zu verarbeiten, um eine neue Nahrungsmittelkrise zu verhindern. Auch der Chef der Weltbank, Jim Yong Kim, warnte vor steigenden Lebensmittelpreisen und deren dramatischen Folgen für die Ärmsten.


    Doch für die Hersteller von Saatgut oder Landmaschinen haben Dürren und steigende Getreidepreise auch ihr Gutes. Der Chef von Syngenta, (SYT 69.53 0.16%) Mike Mack, sieht in der aktuellen Krise grosse Chancen für seine Branche: «Aufgrund der stark gestiegenen Preise für ihre Ernten im Jahr 2007 haben viele Farmer eine Menge Geld in Saatgut und neue Anbautechnologien investiert», sagte Mack im Interview mit der «Times».


    Saatguthersteller profitieren


    ZKB-Chemieanalyst Martin Schreiber geht davon aus, dass die Hersteller von Düngemitteln und Saatgut von den wachsenden Preisen für Weizen, Mais und Soja profitieren werden. «Wenn die Getreidepreise hoch sind, investieren Landwirte mehr Geld in Dünger, Saatgut und Landmaschinen», so Schreiber. Die grossen Player wie Bayer, Dupont und Syngenta könnten davon nur profitieren. Bayer-Chef Marijn Dekkers hat Anfang August seine Wachstumserwartungen für die Pflanzenschutz- und Saatgut-Tochter Bayer Crop Science verdoppelt.


    Vor allem in Südamerika sehen Grossgrundbesitzer zurzeit optimale Chancen, ihre Erträge zu erhöhen und rüsten ihre Maschinenparks auf. Traktor- und Ackergerätekonzerne wie Agco Corp oder Deere & Company rechnen in diesem Jahr mit Rekorderlösen und -gewinnen. Syngenta kündigte im Juli den Bau einer neuen Saatgutfabrik für Mais- und Sonnenblumensamen in Argentinien an.


    Syngenta mit neuer Maissorte


    Angesichts zunehmender Dürren und Wasserknappheit rund um den Globus setzen Agrochemiekonzerne wie Syngenta zunehmend auf neue Pflanzensorten, die mit weniger Wasser auskommen. Vor zwei Jahren brachte Syngenta als erster Hersteller eine «stressresistente» Maissorte auf den Markt. Agrisure Artesian soll Ernteeinbussen durch Dürrephasen um 15 Prozent verringern.


    Ausserdem hat Syngenta zusammen mit Dow Chemical ein Spritzmittel entwickelt, das bei Pflanzen zu weniger Feuchtigkeitsverlust führen soll. Das «Invinsa» getaufte Mittel soll jährlich 500 Millionen Dollar Umsatz einbringen und in zwei Jahren auf den Markt kommen.


    Nach der Rekorddürre in diesem Sommer wird so mancher Farmer in den USA bereit sein, mit neuen Pflanzen oder Spritzmitteln zu experimentieren. Die meisten Farmer dürften angesichts der massiv angestiegenen Preise sogar das Geld haben, um zusätzliche Investitionen zu schultern. Das Gros der US-Farmer ist durch Ernteausfallversicherungen gesichert. Ausserdem sind die erwarteten Ernteverluste im Vergleich zum Preisanstieg der letzten Monate gering. Die USA gehen davon aus, dass 17 Prozent der Maisernte verloren sind, die Preise für Mais sind in den vergangenen Monaten jedoch um 50 Prozent gestiegen.


    Deutsche Bauern profitieren


    Auch deutsche Bauern können heuer mit sehr guten Preisen für ihre Ernte rechnen. Der Weizenpreis an der Terminbörse in Chicago und der wichtigsten europäischen Getreidebörse Matif in Paris liegt derzeit bei 260 Euro pro Tonne. Im Juli letzten Jahres bekamen die Bauern für die Tonne lediglich 190 Euro. Für Schweizer Bauern sind die höheren Weltmarktpreise zurzeit noch nicht interessant. Der mit den Schweizer Mühlen vereinbarte Richtpreis für Weizen liegt bei 500 Franken pro Tonne und damit deutlich höher als die 260 Euro, die die Bauern der EU dieses Jahr erzielen. Beim Maispreis rechnet der Schweizer Bauernverband dieses Jahr mit einem Richtpreis um die 360 Franken pro Tonne. Das entspricht rund 300 Euro und ist noch immer deutlich mehr als die 260 Euro an der Pariser Terminbörse. http://www.tagesanzeiger.ch/wi…der-Duerre/story/12710753

  • tja..sieht nicht rosig aus... ;(



    Bern

    Schweizer Produzenten ächzen unter der Dürre in den USA

    Die Dürre in den USA und die damit einhergehenden Ernteausfälle beim Getreide wirken sich auch auf die Schweiz aus. Die Preise für Futtermittel aus Soja sind stark gestiegen. Die Mehrkosten betragen rund 100 Millionen Franken. Besonders betroffen sind die Schweineproduzenten.

    (sda) Zwar beziehen die Schweinehalter das als Futtermittel verwendete Sojaschrot wegen des Gentech-Moratoriums nicht aus den USA, sondern ausschliesslich aus Brasilien.


    Die Dürre in den USA hat aber den Weltmarktpreis für Soja in die Höhe schiessen lassen. "Der Preis für 100 Kilogramm Sojaschrot ist innerhalb weniger Monate von 45 Franken auf 75 Franken gestiegen", sagte Felix Grob, Geschäftsführer des Branchenverbands suisseporcs, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.


    Rudolf Marti, Geschäftsführer der Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten (VSF), rechnet vor: Die Schweiz importiert pro Jahr rund 320'000 Tonnen Soja, Raps und Maisgluten zur Futtermittelherstellung. Der Aufschlag von mehr als 300 Franken pro Tonne schlägt sich damit in Mehrkosten von etwa 100 Millionen Franken nieder. Diese Zahl wurde auch in mehreren Medienberichten genannt.


    Suisseporcs-Geschäftsführer Felix Grob beziffert alleine die Mehrkosten für seine Branche mit 60 Millionen Franken - und diese "könnten noch weiter steigen". Dabei sei die finanzielle Situation vieler Schweinehalter bereits angespannt. Dies unter anderem wegen Investitionen, welche die verschärften Tierhaltungsvorschriften mit sich brachten. "Das Wasser stand uns schon bis zum Hals und jetzt überläuft es."


    Laut Grob zeigt sich in der gegenwärtigen Krise die starke Abhängigkeit der Branche von ausländischem Futtergetreide. Nach dem Fütterungsverbot für Tiermehl als Reaktion auf BSE ist seit vergangenem Jahr auch die Verfütterung von Speiseabfällen aus Restaurantküchen an Schweine untersagt. Dazu kommt ein gemäss Grob "massiver Rückgang beim Futtergetreideanbau in der Schweiz".


    Die Schweinehalter hoffen nun auf die Hilfe des Bundes. Dabei gehe es aber nicht um eine allfällige Finanzspritze, sondern "um kurzfristige Massnahmen zur Minderung der Kostensteigerung", sagte Grob.


    Auch die Schweizer Produzenten von Geflügelfleisch und Eiern bekommen die Dürre in den USA zu spüren. Rudolf Marti von der Vereinigung der Futtermittelfabrikanten rechnet für diese Branche mit Mehrkosten von 25 bis 30 Millionen Franken.


    Für Oswald Burch, Geschäftsführer der Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten GalloSuisse, sind zwei Gegenmassnahmen denkbar: Die steigenden Futtermittelpreise müssten sich entweder in höheren Abnahmepreisen für die Grossverteiler oder in höheren Ladenpreisen niederschlagen.


    Die erste Forderung wird laut Burch bei den anstehenden Preisverhandlungen mit den Detailhändlern im Herbst auf den Tisch kommen.


    Nur geringfügige Auswirkungen hat die Dürre in den USA auf die Schweizer Milchproduzenten. Dies aufgrund der geringen Abhängigkeit von ausländischem Kraftfutter, wie Christoph Grosjean-Sommer, Sprecher der Schweizer Milchproduzenten, auf Anfrage sagte. "Die Nahrung der Kühe besteht zu 75 bis 80 Prozent aus betriebseigenem Futter."


    Laut Grosjean-Sommer macht der Ankauf von Kraftfutter etwa 5 bis 7 Rappen pro Liter Milch aus. Durch die Dürre erhöhe sich dieser Preis um "ein, zwei Rappen". Angesichts der Gesamtkosten von gegenwärtig einem Franken pro Liter spielt die Kraftfutterverteuerung damit eine untergeordnete Rolle.


    Die USA werden derzeit von der schlimmsten Trockenheit seit über einem halben Jahrhundert heimgesucht. Laut der Welternährungsorganisation (FAO) sind die Weltpreise für Weizen im Juli um 19 Prozent, jene für Mais um fast 23 Prozent gestiegen.

    "Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft."
    André Kostolany

  • in_God_we_trust hat am 21.08.2012 - 12:20 folgendes geschrieben:

    Quote

    Der Dollar hat seinen Fall auf 0.9666 ausgebaut!

    Hast wohl die News gestern nicht gesehen


    Quote

    Eurokurs nach EZB-Spekulationen mit Berg- und Talfahrt


    Der Eurokurs hat am Montag nach Spekulationen über ein entschlossenes Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Euro-Schuldenkrise eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2333 US-Dollar gehandelt. Im Vormittagshandel war der Euro noch zeitweise auf 1,2369 Dollar gestiegen. Die EZB hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2300 (Freitag: 1,2337) Dollar festgesetzt. http://www.cash.ch/news/alle/d…_und_talfahrt-1206519-448

  • Euro legt im frühen Handel zu

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    Der Euro <EURUS.FX1> hat am Dienstag Kursgewinne im frühen Handel verbucht. Die Hoffnung auf effektive Maßnahmen in der Schuldenkrise und eine Zukunft für Griechenland im Euroraum sei zuletzt wieder etwas gestiegen, sagten Händler. Die Gemeinschaftswährung wurde am Morgen bei 1,2357 US-Dollar und damit etwas fester als am Vorabend notiert. Die EZB hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,2300 (Freitag: 1,2337) Dollar festgesetzt.


    Wie bereits am Vortag stehen in der Eurozone und in den USA kaum marktrelevante Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Lediglich das Verbrauchervertrauen in Belgien steht auf der Agenda. Starke Beachtung bei Anlegern könnte dafür eine Auktion spanischer Kurzläufer finden. Experten rechnen zwar nicht mit Problemen bei der Platzierung der 12- und 18-Monatspapiere. Allerdings werden Investoren genau auf die Entwicklung der Finanzierungskosten achten.http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/dollar_nt/article108707122/Euro-legt-im-fruehen-Handel-zu.html

  • Chinesische Winzer fordern Schutz vor Billig-Wein aus Europa

    Der chinesische Verband für alkoholische Getränke forderte die Regierung auf, Dumping-Preise sowie Subventionen für europäische Weinhersteller zu prüfen.


    Wein-Importe aus Europa sind in den vergangenen Jahren rasant gestiegen: 2011 wurden dem Verband zufolge 169 Millionen Liter ins Reich der Mitte geliefert, fast fünf mal so viel wie 2008. Dieser «Angriff» lasse die Geschäfte und Marktanteile chinesischer Anbieter schmelzen, so die chinesischen Winzer.


    China ist mittlerweile weltweit der fünftgrösste Weinabnehmer. Vor allem günstige ausländische Weine sind zunehmend gefragt. So macht spanischer Wein Branchenexperten zufolge gut neun Prozent des in China verkauften Volumens aus. Wohlhabende Chinesen greifen zudem oftmals nicht zur Flasche aus heimischer Produktion, sondern fragen edle Weine - vor allem aus Frankreich - nach. http://www.tagesanzeiger.ch/wi…aus-Europa/story/22910170

  • Dollar fiel heute um ca. 1% gegen vieles andere, z.B. Euro, CHF, Gold und Silber!


    Praktisch alle Schweizer Assets sind damit heute um 1% gestiegen und dies ohne einen Finger zu krümmen! Wäre wert dafür dankbar und fröhlich zu sein!


    Nur der SMI, wenn ca. 700 Mia wert, ist damit um 7 Mia mehr wert, ganz zu schweigen von allen Schweizer Bonds und Immobilien und der gesamten Infrastruktur. Sagen wir 1% von 5 Billionen sind 50 Mia! Das wäre pro Kopf und heutigem Tag CHF 6'000.-! Cheers!

  • in_God_we_trust hat am 21.08.2012 - 15:54 folgendes geschrieben:

    Quote

    Dollar fiel heute um ca. 1% gegen vieles andere, z.B. Euro, CHF, Gold und Silber!

    Was soll das?


    Das Gold steigt rund 1% und der Dollar sinkt um rund 1% gegenüber Euro und somit logischerweise gegenüber dem Franken.


    Für den Ami ist das Gold und die Schweizer Assets teuer geworden, für die Europäer nicht.


    Gegenüber dem Yen ist die Veränderung marginal

  • Achtung! Banken steigen überall wie verrückt!!!


    Das ist ein Tag!!! Da tut sich etwas.


    Aber die Volumen sind klein. Da spekuliert jemand extrem auf Banken!

  • Elias hat am 21.08.2012 - 16:07 folgendes geschrieben:

    Gold und vielleicht Oel sind aber auch ungefähr das Einzige, was mit dem Dollar mitzieht, d.h. alle internationalen Assets. Jedoch nicht nationale Assets, wenigstens nicht diejenigen der Schweiz. Deshalb können wir uns auf unsere nächsten Ferien freuen, ausserhalb Europas.

  • TeeTasse83 hat am 21.08.2012 - 16:51 folgendes geschrieben:

    Quote


    Im Worst- Case eines CHF Melt- Downs sind die Währungen ausreichend weg-diversifiziert von sämtlichen anderen grossen Währungen und durch stabile Volkswirtschaften abgestützt - die Kurse der EM Währungen sollten stabil bleiben.

    Wo siehst Du einen CHF Meltdown. Das ist wohl das letzte, was ich befürchte. Die Schweiz ist für mich das Grösste und abgesehen davon, bin ich hier zu Hause. Wenn der CHF zusammenschmilzt, dann streiche ich einfach meine Auslandreisen, dann spare ich auch. Also dagegen sichere ich mich bestimmt nicht ab!


    Und wenn der CHF steigt, dann bin ich schon drin. Dann steigen nämlich mit ihm auch alle Schweizer Assets.


    Meine finanzielle Welt besteht eben praktisch nur aus CHF und SMI.

  • Jetzt wirds langsam lustig, es kommt Feuer ins Dach! Nur anders als wir gedacht haben. Aber es kommt immer anders als die grosse Masse denkt. Denn ins Reich Gottes kommt man nur durch die enge Türe.

  • TeeTasse83 hat am 21.08.2012 - 21:22 folgendes geschrieben:

    Quote

    Ich erwarte nicht dass es zu einem CHF Melt-Down kommt. Allerdings habe ich dennoch das Bedürfnis, mich dagegen abzusichern.

    Da sind "EM" sicher nicht das schlechteste (auch wenn ich mit EM was anderes meine als Du) :P


    In welchen Währungen lauten Deine Oblis? Und sind das Währungen, die Deiner Meinung nach sicherer sind als unser EUR/CHF?

  • Six Group mit tieferem Betriebsertrag, aber höherem Gewinn im Halbjahr

    Zürich (awp) - Der Börsenbetreiber Six Group hat im ersten Halbjahr mehr Gewinn erzielt, aber einen tieferen Betriebsertrag erwirtschaftet. Der Betriebsertrag ging um 7,4% auf 582,3 Mio CHF zurück, während der Konzerngewinn sich auf 250,9 Mio fast verdoppelt hat. Dies sei hauptsächlich auf den Erlös aus dem Verkauf der Eurex-Beteiligung zurückzuführen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

    Bereinigt um den Eurex-Effekt in beiden Berichtsperioden und in Lokalwährung liegt der Betriebsertrag auf Vorjahresniveau (-0,6%) und der Konzerngewinn stieg um 47,9% auf 78,8 Mio CHF.

    "Unter Berücksichtigung des erwartet schwierigen Marktumfeldes können wir auf ein insgesamt erfreuliches operatives erstes Halbjahr zurückblicken. Der Verkauf der Eurex-Beteiligung hat unsere finanzielle Basis weiter verstärkt und wird uns ermöglichen, das Wachstum der Gruppe mit gezielten Investitionen zu fördern", resümiert CEO Urs Rüegsegger das Semester.

    Für das laufende Jahr rechnet die Gruppe mit einem schwierigen Marktumfeld. Sowohl für die Handelsvolumen auf SIX Swiss Exchange als auch für das inländische Kartengeschäft bleiben die Aussichten für das Jahr 2012 verhalten. Zudem fallen im laufenden Jahr die Erträge aus der Eurex-Beteiligung weg, hiess es weiter.

    Die Gruppe rechnet deshalb mit einem tieferen operativen Ergebnis. Dank eines konsequenten Kostenmanagements und dem Erlös aus dem Eurex-Verkauf wird jedoch ein deutlich höherer Konzerngewinn erwartet.

    Quelle: www.nzz.ch

  • Die grosse Frage ist natürlich auch, wie die EM-Währungen reagieren falls es bei einer der grossen Währungen zu einem Einbruch kommt. Irgend wie hängen die ja alle entweder am Dollar oder Euro. Eher am Dollar.


    Da erachte ich das Risiko einer Kontraktion der Geldmenge als sehr viel geringer. "Never fight the Fed!" Bernanke hat ja schon 2002 gesagt: "Deflation - make sure it doesn't happen here."
    Ob es irgend eine Zentralbank gibt, die ihren Währungsraum bewusst in eine Depression führt?


    Der Vorteil von Deiner Strategie ist natürlich, dass Du - wenn alles gut geht - auf Deinen Anleihen Rendite bekommst. Gold ist zwar sicherer aber zahlt deshalb bekanntlich keine Zinsen.

  • So war die Schuldenbremse ursprünglich nicht gedacht: Gegen 20 Milliarden Franken dürften Ende dieses Jahres auf dem sogenannten Ausgleichskonto liegen. Genug Geld, um die Ausgaben des Bundes für die soziale Wohlfahrt während fast eines Jahres zu finanzieren. Oder etwa zehnmal so viel, wie eine zweite Röhre des Gotthardstrassentunnels kosten würde.

    Bereits dachten Politiker laut darüber nach, dass aus den Überschüssen der Kauf des neuen Kampfjets problemlos finanziert werden könnte. Oder dass die Milliarden in einen Staatsfonds nach dem Vorbild Norwegens und der Golfstaaten fliessen könnten. Doch all diese Rechnungen sind ohne den Wirt gemacht. Denn das Ausgleichskonto ist kein Bankkonto, sondern bloss eine Statistik. Sie ist Teil der Schuldenbremse, also jenes finanzpolitischen Instruments, um das die Schweiz zurzeit von der halben Welt beneidet wird.

    Schulden seit 2005 um 20 Milliarden abgebaut

    Vom Stimmvolk im Jahre 2001 mit einem überwältigenden Mehr von 85 Prozent Ja gutgeheissen, wurde die Schuldenbremse 2003 eingeführt. Ziel war es nicht, die Schulden abzubauen, sondern einen weiteren Anstieg zu verhindern. In Tat und Wahrheit kam es aber zu einem deutlichen Abbau, und zwar um rund 20 Milliarden Franken seit 2005 auf noch 110,5 Milliarden Franken Ende letzten Jahres. Zuvor hatten sich die Schulden des Bundes innert 15 Jahren mehr als verdreifacht und 2005 mit 130,3 Milliarden Franken den Rekordstand erreicht.

    Die Trendwende wurde durch die gute Konjunktur unterstützt. Die Einnahmen waren höher als budgetiert, während die Ausgaben wegen nicht ausgeschöpfter Kredite unter den Erwartungen blieben. Hinzu kam eine Besonderheit beim Ausgleichskonto der Schuldenbremse: Entgegen den ursprünglichen Plänen des Bundesrats wurde nur festgelegt, was passiert, wenn dieser Posten ein Minus aufweist. Dann muss dieser Fehlbetrag in den nachfolgenden Jahren durch Budgetkürzungen eliminiert werden. Überschüsse können hingegen nicht durch höhere Ausgaben in den Folgejahren kompensiert werden, sondern sie wandern automatisch in den Schuldenabbau.

    «Sudden-Death-Schuldenbremse»

    Das bedeutet, dass die Überschüsse des Ausgleichskontos in den Schuldenabbau fliessen. Ende 2011 lagen auf diesem fiktiven Konto 17,8 Milliarden Franken. Am Schluss dieses Jahres könnten nochmals 1,5 Milliarden Franken dazukommen, wenn sich die aktuelle Hochrechnung der Finanzverwaltung bestätigt. Linken Politikern ist die Asymmetrie des Ausgleichskontos – Defizite müssen in den Folgejahren beseitigt werden, Überschüsse können nicht für zusätzliche Ausgaben verwendet werden – seit langem ein Dorn im Auge.

    «Dezemberfieber» wegen Kreditresten

    Grundlegende Änderungen an der Mechanik des Ausgleichskontos sind aber nicht in Sicht. Obwohl vom Bundesrat zur Annahme empfohlen, verwarf der Ständerat ein Postulat von Anita Fetz klar, mit 20 gegen 12 Stimmen. Ihr Anliegen, der Bundesrat solle Varianten für die Weiterentwicklung des Ausgleichskontos prüfen, ging den bürgerlichen Politikern bereits zu weit.

    Immerhin hat der Bundesrat für nächstes Jahr eine umfassende Evaluation der Schuldenbremse in Aussicht gestellt. Dabei soll auch das Problem der Kreditreste geprüft werden. Denn die geltende Regelung, dass nicht voll ausgeschöpfte Kredite Ende Jahr verfallen, fördert das Sparbewusstsein nicht. Vielmehr bricht zum Jahresende in der Verwaltung jeweils das «Dezemberfieber» aus: Bewilligte Gelder werden rasch noch für neue Mandate oder auch für Vorauszahlungen ausgegeben. Denn Sparen würde möglicherweise mit Kreditkürzungen im nachfolgenden Jahr bestraft.

    Quelle: www.20min.ch