Schweizer Aktien und CHF, Juli 2012

  • in_God_we_trust hat am 21.07.2012 - 23:44 folgendes geschrieben:

    Quote

    die Bondkurse sind auf einem neuen Hoch. Parallel dazu sollten die Aktienkurse eigentlich tauchen, machen sie aber nicht!

    Kommt drauf an, wie Du den Zusammenhang zwischen Bonds und Aktien definierst:
    1) Argument Zinsen: Wenn Bondkurse steigen (die Bond-Renditen also fallen) steigen auch Aktien, denn jetzt gibt sich der Investor auch mit geringeren Renditen auf Aktien zufrieden. Die Aktienkurse können also steigen.
    2) Gegenargument Geldmenge: Die Menge des zu investierenden Kapitals (z.B. einer grossen Pensionskasse) ist konstant. Es fliesst entweder in Bonds oder in Aktien. Je nachdem, was im Moment gerade als attraktiver betrachtet wird. Entsprechend wird umgeschichtet:
    Von Bonds in Aktien (Bonds fallen, Aktien steigen) oder umgekehrt von Aktien in Bonds (Aktien fallen, Bonds steigen). Im historischen Schnitt jeweils so lange, bis die Bond-Renditen etwa 1% über den Aktien-Renditen liegen. (siehe. Ed Yardeni, Fed Valuation Model)


    Wie Du richtig feststellst, trifft im Moment Argument 1 zu.
    Das erscheint mir auch durchaus logisch. Und zwar aus folgenden Gründen:


    * Die Geldmenge ist alles andere als konstant. Sie weitet sich ständig aus. Weltweit um etwa 15.2% im Schnitt pro Jahr. Das heisst, dass Geld sowohl in Bonds als auch Aktien fliessen und dort die Preise nach oben treiben kann.
    * Bonds gelten nicht mehr als sicherer als Aktien. Somit verschwindet der Zinsvorteil von Bonds. Selbst Staatsanleihen gelten nicht mehr als 100%ig sicher. Zudem bieten Anleihen im Gegensatz zu Aktien keinerlei Inflationsschutz. Das bedeutet, dass jeder, der mit steigender Inflation rechnet, eher in Aktien oder andere Sachwerte investiert als in Anleihen.

  • MF sleepless in Schönbühl? Ist dir aufgefallen, dass selten eine Prognose von Dir zutrifft? Wir könnten also fast Twins sein... :angel:

  • Emil hat am 20.07.2012 - 16:19 folgendes geschrieben:

    Ab der kommenden Woche geht es los mit den Q2-Zahlen bei uns. Vermutlich waren etliche unsere Firmen recht gut, vermutlich besser wie gedacht. Wir haben ja auch gute Managements, mit Ausnahmen natürlich, aber die sind eher in der Minderheit und werden entlassen oder vehaftet.

    Ich glaube, das Sommer-Rally hat gerade erst begonnen und was dann vielleicht im Herbst ist, wenn QE3 kommt in USA....aber eben, erst kauft man, oder kauft noch etwas nach, bevor man Gewinne heimbringt.

    smileysmileysmiley

    Übrigens, wie schreibt man Rally oder ralley, das oder die? Mein Boss sagt das Ralley?

    smiley

    Dein von Dir schon mehrmals zitierter Boss ist sicher Deine Frau, oder? Mosking

    Besser reich und gesund als arm und krank!

  • Markttechnik

    Der Markt hat den am Donnerstag hier angesprochenen Gravitationskräften Tribut gezollt und eine Korrektur eingeleitet. Der Kursrückgang wirkt imposant, aber es wurde, zumindest unter markttechnischen Gesichtspunkten, kein Porzellan zerschlagen. Dem Vorstoss auf ein Mehrmonatshoch entspricht nämlich auch ein Hoch im Indikator. Es haben sich somit keine Divergenzen ausgebildet. Weiter fehlen Umkehrformationen. Wichtig ist nun, dass die Unterstützungen um die 6240/6250 halten. Die Chancen dafür stehen gut. Der Markt ist kurzfristige massiv überverkauft und der Aufwärtstrend intakt. Somit hält sich der SMI die Option für einen erneuten Vorstoss über die Marke von 6300 offen. Nicht einmal das Erreichen eines neuen Jahreshochs wäre dann auszuschliessen.

    Hinweis: Diese Studie fokussiert auf den kurzfristigen 1- bis 3-Tages-Horizont.

    → Für längerfristige Analysen, auch in Aktien: www.invest.ch/rooster

    [Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2012/07/SMI_for_FuW31-600x448.png]

    Besser reich und gesund als arm und krank!

  • Nö, wir sind nicht verheiratet. Aber er ist doch recht sportlich, drum vermutlich das Missverständnis wegen der Rally. Übrigens denkt er auch, dass es noch etwas rallyig werden kann, auch wenn heute rot gestartet wird, könnte man noch relativ günstig kaufen.


    :hi:

    Emil

  • Hang Seng -3 1/4%! Zudem wieder aufkeimende Griechenlandprobleme (Griechenland ist nicht bereit zu sparen!). Sollte GR pleite gehen, wird auch mit Spanien, Portugal und Italien gerechnet, was ein Euroende (in der heutigen Form) bedeuten würde. Morgen Dienstag ist Tag der Wahrheit!

    Dr. Friederich Adolphus von Muralt

    - "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

  • suchender hat am 23.07.2012 - 10:37 folgendes geschrieben:

    Quote

    Habe schon gedacht der Friedrich habe sich auf eine einsame Insel in einem Funkloch zurück gezogen!


    smiley

    Ich war einen Monat auf Kuba und da war die Verbindung teilweise schlecht.

    Dr. Friederich Adolphus von Muralt

    - "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

  • TeeTasse83 hat am 23.07.2012 - 16:43 folgendes geschrieben:

    Quote

    Also gut. Die Preise sind auch nach 15:00 eingebrochen. Dies deutet darauf hin, dass es die nächsten ca. 2 Tage nach Unten gehen könnte. Momentan steht die Prognose: Am Mittwoch Abend sollte gekauft werden.


    Gruss

    Auf welchen Zeithorizont? Erwartest Du bis und mit September/Oktober keinen Absturz mehr?

  • Im Frühjahr habe ich einen starken Einbruch zwischen Mitte Juli bis Mitte August voraus gesagt. Ob sich die Lage danach stabilisiert, weiss ich nicht: Spanien, Portugal, Italien werden sich mit Bestimmtheit noch zu Wort melden! Dazu kommt noch die Wahlen in den USA ("Wahljahr - schlechtes Börsenjahr"). 4'300 im SMI würden mich nicht überraschen.

    Dr. Friederich Adolphus von Muralt

    - "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

  • Friederich hat am 23.07.2012 - 18:23 folgendes geschrieben:

    Quote

    Im Frühjahr habe ich einen starken Einbruch zwischen Mitte Juli bis Mitte August voraus gesagt. Ob sich die Lage danach stabilisiert, weiss ich nicht: Spanien, Portugal, Italien werden sich mit Bestimmtheit noch zu Wort melden! Dazu kommt noch die Wahlen in den USA ("Wahljahr - schlechtes Börsenjahr"). 4'300 im SMI würden mich nicht überraschen.

    Ich schätze mal, die Schweiz wird es genauso hart treffen, wenn nicht noch schlimmer! Die Schweiz realisiert nicht einmal in was für eine Krise wir uns befinden. Schweizer Staatsanleihen: Werden die Deutschen oder die Chinesen die gesamte Schweiz übernehmen?


    :hz:

    Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

  • Es gibt hier schon 3, 4 Spezialisten, die in ihrer Kindheit beim Ausmalen von Bilderbüchern immer nur eine Farbe gebraucht haben: Schwarz.

    Ich bin sogar absolut sicher, dass genau diese Typen immer wieder angerufen werden, wenn es darum geht, das Verbrauchervertrauen u. a. abzufragen.

    Wahrscheinlich haltet ihr euch die meiste Zeit im Schutzraum auf. Nicht viel Platz für Konserven und Getränke, was? Alle Regale voll mit Gold. Oder Wolfram.

    Ihr habt recht. Es wird alles noch viel schlimmer kommen. Weil es zu viele von euch gibt.

  • DEUTSCHLAND: - SCHWÄCHER - Mit den jüngsten Schritten von Moody's dürfte der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zunächst weiter nachgeben. Am späten Montagabend hatte die US-Ratingagentur den Ausblick für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg auf negativ gesetzt und die Euro-Schuldenkrise damit um ein Kapitel erweitert. Finspreads taxierte den Dax am morgen um weitere 0,32 Prozent tiefer bei 6.399 Punkten, nachdem der deutsche Leitindex am Montag mit einem Verlust von 3,18 Prozent in die Woche gestartet war. Der Euro hält sich allerdings stabil. Auch die Vorgaben der Übersee-Aktienmärkte sind uneinheitlich: Während der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Vorabend um 0,26 Prozent zulegte, gaben die Börsen in Asien überwiegend etwas nach. Derweil gewinnt die Berichtssaison langsam Fahrt: Mit SAP und Software AG rücken zunächst Techwerte in den Fokus. Darüber hinaus stehen zahlreiche Konjunkturdaten wie etwa die Enkaufsmanagerindizes im Euroraum auf der Agenda.

    Es kommt alles noch schlimmer.

  • Friederich sieht 4300 im SMI. Ich sehe 1800. Wer näher dran ist, gewinnt die dann leeren und nicht mehr benötigten Gebäude der Schweizer Nationalbank. Oder einen Kilobarren Wolfram.

  • Markttechnik

    Der SMI hat eine wichtige Bedingung verletzt: Die Unterstützung um 6‘250/6240 ist gefallen. Wie der Chart zeigt, war das für viele Trader der Anlass, den Index gleich nochmals zu «klopfen». Der Bruch der Trendlinie ist zwar nicht schön, aber auch nicht der «Beweis», dass es mit dem SMI nur noch südwärts geht. Wie nämlich gestern festgestellt: Weder wurde am Freitag eine Umkehrformation ausgebildet, noch zeichneten sich bei Kursen über 6‘300 Divergenzen ab. Somit bleibt dem Index immer noch die Chance, sich kräftig zu erholen und einen erneuten Anlauf auf die alten Höchst zu nehmen. Erste Ansätze dafür zeichnen sich ab. Im Chart können wir die Konturen positiver Divergenzen sehen. Gradlinig wird die Erholung nicht ablaufen. Denn der mittelfristige Aufwärtszyklus wird schwächer. Die Schwankungen dürften deshalb kräftiger ausfallen, die Trends noch kürzer und unberechenbarer werden.

    Hinweis: Diese Studie fokussiert auf den kurzfristigen 1- bis 3-Tages-Horizont.

    → Für längerfristige Analysen, auch in Aktien: www.invest.ch/rooster

    [Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2012/07/SMI_for_FuW12-600x450.png]

    Besser reich und gesund als arm und krank!