SMI im November 2011

  • SMI im November 2011

    TeeTasse83 wrote:

    Quote

    MarcusFabian wrote:


    Ne... Deutschland tritt aus und belässt die Schulden in Euro. Das Weg- Inflationieren kommt dann von alleine, FX tut das Übrige.


    Genau. Weginflationieren lässt sich sowieso nichts, die Schulden werden nur grösser.

    Wechselt hingegen DE in eine HART-DM während die alten Schulden im WEICH-EUR weiterbestehen, dann erledigen sich die Schulden wie FX, wie oben beschrieben.

    Nur gilt zu beachten, dass die Vorsorge- und Versicherungsgelder auch in EUR angelegt sind und immer weniger in DM wert sein werden - DE müsste sich dafür erneut in DM verschulden oder entsprechend Steuern eintreiben.

  • SMI im November 2011

    Kurzer Gruss aus Recife. Brasilien.

    Hier ist Boom. Es werden Hochhaeuser aus dem Boden gestampft. Was das Zeug haelt.

    Alles auf Pump...natuerlich. *wink*

  • Nachtgedanken zum Königsweg?

    Ich behaupte mal, es gibt keinen Königsweg durch die Krise (lasse mich gerne eines Besseren belehren).


    Aber vielleicht können wir Anleger den Prinzenweg nehmen und der sieht meiner Meinung nach wie folgt aus.


    Zuerst der psychologische Faktor, nicht auf das Marktgeschrei hören, jeder Meinung stehen fünf Gegenmeinungen entgegen.

    Niemand kann in die Zukunft schauen, es kommt anders als man denkt! Die Vergangenheit wiederholt sich nicht, die Reaktionen der Masse jedoch schon.



    Angst ist ein schlechter Ratgeber, mit Angst wird Geld gemacht von Presse, Buchautoren, TV, Banken usw. Aber auch Geld vernichtet, von Anlegern die auf Jene hören und dauernd hin und her schichten. Nach wie vor zählt noch: Hin und Her macht Taschen leer!


    Also, was macht man, wie positioniert man sich durch die „Krise“?


    Erstklassige Aktien, wie Nestle, Roche, Novartis usw. halten oder bei Schwäche kaufen. 30%


    Edelmetale, wie Gold, Silber, Platin sukzessive aufstocken. 40%


    30% Bargeld dazu verwenden, um nachzukaufen, wenn man sich getraut und um sich „sicher" zu fühlen bis es zum "Eklat" kommt, dann schnell in Obengenanntes (wenn es noch reicht) investieren. Wenn es nicht zum "Schlimmsten" kommt, na wunderbar.


    Immobilien sind für mich keine Anlagekategorie, wenn man sie selbst bewohnt.



    Ich musste viel recherchieren und von gewissen Annahmen und Überlegungen abweichen, um den Goldbullen auch noch ins Rennen zu schicken.

    Keinen unerheblichen Einfluss hatte unser Moderator dazu, man sollte stets bedenken, er hat keinen persönlichen Nutzen oder Vorteil davon, wenn er seine Argumentationen weitergibt. Er macht dies gratis, seit Jahren seiner Strategie treu und immer mit Fakten untermauert!

    THAT`S MY SECRET I`M ALWAYS BULLISH

  • SMI im November 2011

    melchior wrote:

    Quote
    Kurzer Gruss aus Recife. Brasilien.

    Hier ist Boom. Es werden Hochhaeuser aus dem Boden gestampft. Was das Zeug haelt.

    Alles auf Pump...natuerlich. *wink*


    Sind dort auch die Frauen auf Pump zu haben oder lautet die Devise: Cash is King!

    Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

  • Europa geht das Geld aus

    22.11.2011

    Drohende Kreditklemme

    Europa geht das Geld aus

    Von Stefan Kaiser


    Getty Images

    Euro-Skulptur in Brüssel: Die Existenz der Währungsunion ist bedroht

    Die Euro-Zone steckt in der Doppelkrise: Investoren ziehen ihr Geld sowohl von Staaten als auch von Banken ab - dabei brauchen die es gerade jetzt dringend. Ohne ein radikales Signal der Politik droht eine Abwärtsspirale aus Angst und immer neuen Schulden.


    Hamburg - Josef Ackermann ist viel beschäftigt. Kaum ein Tag vergeht, an dem der scheidende Chef der Deutschen Bank nicht einen Vortrag zur aktuellen Finanzkrise hält - und meist wirft er dabei die Frage nach den Staatsanleihen auf: Wer soll diese ehemals als sicher geltenden Papiere künftig noch kaufen?


    Das Problem treibt nicht nur Deutschlands obersten Banker um, die ganze Finanzbranche ist in Aufruhr. Es sei in Zukunft nicht mehr selbstverständlich, dass ein Staat seinen Haushalt über die Kapitalmärkte finanzieren könne, warnte am Montag der Präsident der Bankenverbandes, Andreas Schmitz.


    Wer wissen will, was damit gemeint ist, sollte sich die verzweifelten Versuche einiger Euro-Staaten anschauen, an frisches Geld zu kommen.


    Am Dienstag etwa probierte es Spanien und bot Anleihen mit Laufzeiten zwischen drei und sechs Monaten an. In normalen Zeiten wäre das ein Selbstläufer. Für solch kurze Zeiträume verleihen Investoren sogar Staaten mit weniger soliden Staatsfinanzen noch Geld zu annehmbaren Zinsen von drei oder vier Prozent. Spanien dagegen musste mehr als fünf Prozent bieten, um die Papiere loszuwerden - der höchste Wert seit 14 Jahren und sogar mehr, als Griechenland zuletzt zahlen musste.


    Die Banken fliehen aus Staatsanleihen


    Die Situation ist nicht nur für die betroffenen Staaten bedrohlich, sondern auch für die europäischen Banken. Denn die haben viele Staatsanleihen in ihren Bilanzen - und kommen deshalb selbst kaum noch an frisches Geld. "Es gibt derzeit ein kollektives Misstrauen gegenüber europäischen Staatsanleihen und Banken", sagt Eugen Keller, Finanzmarktexperte bei der Frankfurter Privatbank Metzler.


    US-Geldmarktfonds etwa haben sich längst aus der Euro-Zone zurückgezogen. Und auch amerikanische oder britische Banken sind bei Geschäften mit Geldhäusern aus der Euro-Zone extrem vorsichtig geworden. "Die Bereitschaft von Investoren, sich längerfristig in Banken zu engagieren, ist nicht sehr ausgeprägt", umschreibt Deutsche-Bank-Chef Ackermann das Phänomen. Würde die Europäische Zentralbank (EZB) nicht einspringen und den Banken Geld zur Verfügung stellen, sähe es noch viel schlimmer aus.


    Um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, versuchen die Kreditinstitute, die Staatspapiere aus ihren Bilanzen zu verbannen. Nach einer Schätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs haben die 55 größten europäischen Institute ihre Bestände italienischer Anleihen alleine zwischen Ende Juni und Ende September um 26 Milliarden Euro reduziert - das entspricht fast einem Drittel. Bei spanischen Papieren betrug das Minus 29 Prozent oder 6,8 Milliarden Euro. Im Oktober und November dürfte sich dieser Trend fortgesetzt haben.


    Einen Gutteil der Papiere dürften die Banken bei der EZB losgeworden sein, die die Anleihen seit Mai 2010 am Markt aufkauft, um die Zinsen zu drücken - mit mäßigem Erfolg. Bisher hat sie Papiere im Wert von rund 195 Milliarden Euro in ihrer Bilanz angehäuft. Ihren Kritikern reicht das nicht aus. Sie fordern ein gigantisches Aufkaufprogramm, das die Finanzmärkte beruhigen soll. Doch diese Rolle als letzte Rettungsinstanz lehnt die EZB ab - vor allem die Vertreter der Deutschen Bundesbank laufen Sturm dagegen.


    Es ist wie 2008 - nur schlimmer


    Je länger die Doppelkrise bei Staaten und Banken anhält, desto mehr wird sie zur existentiellen Gefahr für die Währungsunion. Denn beide sind aufeinander angewiesen: Die Staaten brauchen flüssige Banken als Abnehmer für ihr Anleihen - und die Banken brauchen solide Staaten als Garanten für die Wertpapiere in ihren Bilanzen. Beides funktioniert derzeit nicht.


    Vor wenigen Tagen schlug der weltgrößte Anleiheninvestor Pimco Alarm: "Das ist eine Wiederholung dessen, was wir 2008 gesehen haben, als jeder Investor forderte, dass die toxischen Wertpapiere aus den Bilanzen der Banken verschwinden", zitierte die "New York Times" den Pimco-Experten Christian Stracke. Auch Metzler-Analyst Keller zieht diese Parallele. "Damals waren es minderwertige US-Immobilienkredite, die den Banken Probleme machten, heute sind es die eigentlich so sicher geglaubten europäischen Staatsanleihen."


    Der Vergleich mit der Krise 2008 ist beängstigend. Schon damals stand das weltweite Finanzsystem am Rande des Kollapses. Doch diesmal ist die Ausgangslage noch schlimmer: Die Krise hat sich tief hinein gefressen in das Kreditsystem. Die gesamte Staatsfinanzierung ist bedroht - und mit ihr der Wohlstand in Europa.


    Lange werden sich die Regierungen diese Unsicherheit nicht erlauben können. Wenn sie es nicht bald schaffen, das Vertrauen in die Staatsanleihen wieder herzustellen, droht eine Abwärtsspirale aus Angst und Schulden. Der Schlüssel dazu wird bei der Bundesregierung liegen. Deutschland ist das einzige Land der Euro-Zone, dem die Anleger noch uneingeschränkt vertrauen. Das spiegelt sich in den niedrigen Zinsen wider, die die Bundesrepublik für ihre Anleihen zahlen muss.


    Noch weigert sich die Regierung um Angela Merkel (CDU), dieses Vertrauen weiterzuverleihen und für die Schulden anderer Euro-Länder einzustehen, wie es etwa bei den viel diskutierten Euro-Bonds der Fall wäre. Doch Experten gehen davon aus, dass die Kanzlerin bald einknicken wird. "Ich denke, es ist nur noch eine Frage von Wochen, bis wir sagen müssen: Einer für alle, alle für einen", sagt Finanzmarktanalyst Keller.


    Im Klartext heißt das: Entweder wird Deutschland für die Schulden der übrigen Euro-Länder mithaften müssen - oder die Europäische Zentralbank springt ein und kauft in ganz großem Stil Staatsanleihen gefährdeter Länder auf. Eine dritte Alternative ist derzeit nicht in Sicht.

    Gruss Seimen

  • SMI im November 2011

    morgenstern wrote:

    Quote

    melchior wrote:


    Sind dort auch die Frauen auf Pump zu haben oder lautet die Devise: Cash is King!


    Hast du Cash und bist du King, dann gehts nicht lang und er ist drin!!! *wink*

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • SMI im November 2011

    T15 wrote:

    Quote


    Dann wär dat double dip perfekt und gold evtl um die 5000us$ dann können wir endlich wieder aktien kaufen ;)


    Warum? Wer sagt, dass es dann nicht weiter runter geht?


    Im Moment preisen die Märkte lediglich die Abschwächung der Wirtschaft ein, um es höflich zu formulieren. Klarer: Sie preisen die kommende Finanzkrise 2 mit Rezession bis Depression ein.


    Nachhaltig steigen werden Aktien erst, wenn die Wirtschaft eben so nachhaltig anzieht und das wiederum setzt voraus, dass die Schulden weg sind.

  • SMI im November 2011

    melchior wrote:

    Quote
    Kurzer Gruss aus Recife. Brasilien.

    Hier ist Boom. Es werden Hochhaeuser aus dem Boden gestampft. Was das Zeug haelt.

    Alles auf Pump...natuerlich. *wink*


    Sah in Spanien bis vor einigen Jahren genau gleich aus, und wird sehr wahrscheinlich auch genau gleich enden!

  • Re: Nachtgedanken zum Königsweg?

    John Doe wrote:

    Quote


    Erstklassige Aktien, wie Nestle, Roche, Novartis usw. halten oder bei Schwäche kaufen. 30%


    Edelmetale, wie Gold, Silber, Platin sukzessive aufstocken. 40%


    Mir scheint der Anteil der Aktien zu gering und der der Metalle zu hoch! Nur mal Gold, gibt keine Zinsen, und was ist wenn am schluss alles nur halb so schlimm wird? Gold kann auch fallen. Auch unter 1000$. Nur weil die Förderkosten irgendwo um die 1000$ sind, heisst das noch lange nicht dass gold nicht darunter fallen kann. Es brauchts ja niemand!!!

  • Re: Nachtgedanken zum Königsweg?

    Merlin2033 wrote:

    Quote
    was ist wenn am schluss alles nur halb so schlimm wird?


    Das Problem ist, dass die Schulden weg müssen. Schlimm ist es also schon, auch wenn wir das noch nicht spüren, weil derzeit noch die Schulden mit neuen Schulden bezahlt werden können.

    Die Frage ist, wie lange das noch gut geht.


    Und ab dem Moment, wo es nicht mehr gut geht, stellt sich die Frage, wie die Schulden abgebaut werden.

    Schnell und brutal über Schuldenschnitt, Haircut, Währungsreform oder lange, über Jahrzehnte durch rigide Sparprogramme, die die Wirtschaft lähmen.



    Merlin2033 wrote:

    Quote


    Gold kann auch fallen. Auch unter 1000$.


    Oder anders ausgerückt: Der Dollar müsste in Gold gesehen um 80% aufwerten.


    Frage: Was muss passieren, damit das geschieht?

    Und wie wahrscheinlich ist das?

  • Re: Nachtgedanken zum Königsweg?

    MarcusFabian wrote:




    Ich verstehe deine Grundansicht und bin diesbezüglich mit dir auch einverstanden.


    Trotzdem ist der Goldpreis nicht nur der rückläufigen Kaufkraft bzw. der Ausweitung der Geldmenge ausgesetzt.

    Was passiert zB. wenn sich die USA entscheiden einen Teil der Goldreserven zugunsten der Schuldenrückzahlung zu verkaufen (zugegebenermassen erwarte ich dies auch nicht, aber wer weiss schon was Morgen passiert).


    Oder es kommen politische Restriktionen betreffend dem Goldbesitz?


    Anzunehmen, dass ein Rückgang des Goldpreises unmöglich ist, ausser der USD steigt wieder wäre doch etwas überspitzt? Oder übersehe ich wichtige Punkte?

    Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

    (W. B )

  • Re: Nachtgedanken zum Königsweg?

    Metropolit wrote:

    Quote


    Trotzdem ist der Goldpreis nicht nur der rückläufigen Kaufkraft bzw. der Ausweitung der Geldmenge ausgesetzt.


    Das ist richtig. Aber zu 87%. Tendenz steigend, je mehr Gold in der Antizipation der Menschen wieder als Geld gesehen wird.




    Metropolit wrote:

    Quote


    Was passiert zB. wenn sich die USA entscheiden einen Teil der Goldreserven zugunsten der Schuldenrückzahlung zu verkaufen


    Mit Gold würde gar nichts passieren. Das Gold käme ja nicht auf den Markt sondern würde wohl direkt an die Chinesen übergeben.

    Ob die es verkaufen würden, ist fraglich.

    Der Dollar wäre in diesem Moment wohl tot und gegen welche Papierwährung sollte China dann das Gold verkaufen, wenn es denn wollte?



    Metropolit wrote:

    Quote


    Oder es kommen politische Restriktionen betreffend dem Goldbesitz?


    Goldverbot gibt es nur bei goldgedecken Währungen.

    Das könnte kommen, wenn z.B. die USA ihren Dollar wieder decken wollten.

    In diesem Fall allerdings wäre der Goldpreis ohnehin bedeutend höher als heute.




    Metropolit wrote:

    Quote


    Anzunehmen, dass ein Rückgang des Goldpreises unmöglich ist, ausser der USD steigt wieder wäre doch etwas überspitzt? Oder übersehe ich wichtige Punkte?


    Deine Einwände sind durchaus berechtigt. Aber wie bei jeder Spekulation ist es immer eine Frage der Eintrittswahrscheinlichkeit.


    Wenn ich damit rechne (und das tue ich), dass die Zentralbanken eher mehr als weniger Papier drucken werden, ist die Wahrscheinlichkeit eines steigenden Goldpreises höher als ein Absinken.

  • Re: Nachtgedanken zum Königsweg?

    Metropolit wrote:

    Quote


    Was passiert zB. wenn sich die USA entscheiden einen Teil der Goldreserven zugunsten der Schuldenrückzahlung zu verkaufen


    MarcusFabian wrote:




    ... das wäre wohl die Wunschvorstellung der Chinesen. Die Amis können ihr Gold verhökern wem sie wollen und die Chinesen in USD bezahlen. Jedenfalls theoretisch.

    Zudem würde wohl bereits die Ankündigung eines Goldverkaufs der FED zu rückgängigen Preisen im Gold führen (Trittbrettfahrer). Aehnlich dem Ablauf der SNB Untergrenze für den EUR. Da wurde auch (fast) nur mit Ankündigungen der Kurs bewegt.




    Metropolit wrote:

    Quote


    Anzunehmen, dass ein Rückgang des Goldpreises unmöglich ist, ausser der USD steigt wieder wäre doch etwas überspitzt? Oder übersehe ich wichtige Punkte?


    MarcusFabian wrote:

    Quote


    Deine Einwände sind durchaus berechtigt. Aber wie bei jeder Spekulation ist es immer eine Frage der Eintrittswahrscheinlichkeit.


    Wenn ich damit rechne (und das tue ich), dass die Zentralbanken eher mehr als weniger Papier drucken werden, ist die Wahrscheinlichkeit eines steigenden Goldpreises höher als ein Absinken.


    Da bin ich mit dir absolut einig. Ich wollte einzig und allein darauf hinweisen, dass der Goldpreis nicht nur von der USD Entwicklung abhängt. Anonsten wirst du beim Wort genommen und jeder erwartet eine vollständige Korrelation zwischen Gold und USD *wink*


    Aber wie gesagt, die Grundtheorie stimmt und lässt sich ja bestens an den Charts ablesen.

    Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

    (W. B )

  • SMI im November 2011

    Es gibt nur eine Lösung:


    - Alle Vermögen (nicht nur Bargeld) sofort enteignen!

    - Alle Schulden auslöschen!

    - Neue Währung(en) - keine Einheitswährung wie Euro!

    - Börsen auf "0" setzen.


    PS: ...und in 10 Jahren sind wir wieder am selben Ort :D

    Dr. Friederich Adolphus von Muralt

    - "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

  • Re: Nachtgedanken zum Königsweg?

    Metropolit wrote:

    Quote
    Goldverkaufs der FED ...


    Kleine Korrektur: Die FED hat kein Gold. Das US-Gold gehört dem Volk, dem Staat und steht unter der Verwaltung des US-Treasury. Aber das nur am Rande.




    Metropolit wrote:

    Quote


    Ich wollte einzig und allein darauf hinweisen, dass der Goldpreis nicht nur von der USD Entwicklung abhängt.


    Der Goldpreis hängt sowieso nicht vom Dollar ab ;)

    Es gab nämlich schon Gold als Geld lange bevor es Dollars gab und wird es noch geben, wenn es den Dollar schon lange nicht mehr gibt.


    Was Du meinst ist der Goldpreis in Dollar, was nichts anderes ist als der Wert des Dollar in Gold.

    Und genau da liegt der Hund begraben: Nimmt die Dollarmenge stärker zu als die Goldmenge (1.5% p.A.) stehen mehr Dollars weniger Gold gegenüber und der Dollarpreis fällt.




    Metropolit wrote:

    Quote


    Anonsten wirst du beim Wort genommen und jeder erwartet eine vollständige Korrelation zwischen Gold und USD *wink*


    Sagen wir genereller: "Korrelation zwischen Gold und Papiergeldmenge", denn für Euro und Franken gilt ja auch, "wenn gedruckt wird, sinkt der Wert gegen andere Währungen."


    Aber es ist richtig, dass das nicht zwingend zeitnah geschehen muss.


    Ein weiterer wichtiger Faktor für den Goldpreis sind die realen Zinsen, die eigentlich in USA/EU steigen müssten und nur künstlich unten gehalten werden durch Monetarisierung der Staatsschulden durch die Zentralbanken.

  • SMI im November 2011

    @MF


    Das mit der Beziehung zwischen $ und Gold läuchtet ein. Wie sieht es jedoch mit anderen Wertgegenständen aus? ich meine Gold ist ja nicht das einzige was einen Wert hat.


    Es können doch auch mehr dollar in Umlauf sein weil z.b. die Wirtschaft wächst, ohne dass gold mehr wert werden muss, oder hab ich da was übersehen? Der Dollar ist ja nicht an Gold gekuppelt oder davon gedeckt!

  • SMI im November 2011

    TeeTasse83 wrote:

    Quote


    Somit würde zwar nicht die gesamte deutsche Staatsschuld durch FX & Euro Inflation weginflationiert - ein grosser Teil jedoch.


    Wie bullish schon geschrieben hat: Das mit dem "weginflationieren" funktioniert nicht so einfach.


    Überlegen wir mal, wie das praktisch passieren müsste:

    Nehmen wir der Einfachheit halber ein Land wie die Schweiz mit eigener Währung, die sie auch selbst drucken kann:


    Geldmenge = Schuldenmenge Fr. 1000.- und ein Brot kostet Fr. 1.-

    Nun wird inflationiert, die Geldmenge auf 2000 erhöht. Ein Brot kostet entsprechend 2.-

    Die ursprüngliche Schuldenmenge von 1000 hat sich nun auf den Gegenwert von 500 Broten reduziert. Soweit richtig.

    Aber die nächsten 1000, die inflationierte Menge wurde ja in Form von Schulden erzeugt.

    Ergo ist die Schuldenmenge jetzt 2000, was immer noch 1000 Broten entspricht.


    Der Fehler in meinem Beispiel besteht im Zeitablauf: In dem Moment, wo der Staat 1000 neu druckt, ist das Geld noch nicht im Kreislauf und somit der Brotpreis noch nicht erhöht. Das heisst, dass der Staat gegenüber den Bürgern und Banken einen Zeitvorteil hat. Er kann jetzt nämlich das Geld noch zu alten Preisen ausgeben.

    Erst einige Tage später fliesste das Geld auch zu den Banken, danach zu den Unternehmen und zu den Bürgern und erst dann wirkt es inflationär. Die Bürger sind also - wie immer - die angeschmierten!


    Ein weiteres Gedankenexperiment:

    Der Staat hat 1000 Schulden, druckt weitere 1000 und kauft dafür sofort 1000 Brote.

    Dann wartet er, bis sich der Brotpreis verdoppelt hat und bezahlt damit seine Schulden.