SMI im November 2011

  • SMI im November 2011

    T15 wrote:

    Quote


    Was erwartest du nach dem von den Märkten? Oder was kannst du jetzt klein Anlegern wie mir empfehlen?


    Rohstoffe? Gold?

    Aktien?


    Nichts. Es ist ja nichts passiert. Die EZB hat das ja auch schon alleine am 15. September 2011 gemacht.


    Die Leute haben halt immens Dollar gehortet, was für die Banken die Liquidität in Euro extrem kostspielig gemacht hat. Dieser "Missstand" wird jetzt versucht zu beseitigen. Aber das haben wir ja schon ein gutes Dutzend mal gesehen von den Zentralbanken seit 2007.

  • SMI im November 2011

    k3000 wrote:

    Quote


    Jemand soll mich korrigieren wenn ich was falsches sage, aber was hat die Senkung von Swap Zinssätzen nur Ansatzweise mit einem QE zu tun?


    Zitat NZZ:

    (Reuters) Die wichtigsten Notenbanken der Welt stellen den globalen Finanzmärkten in einer überraschenden und koordinierten Aktion mehr Geld zur Verfügung. Ziel der Aktion sei, die Spannungen an den Märkten zu reduzieren und damit auch die Realwirtschaft zu unterstützen, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Notenbanken am Mittwoch. So hätten sich die Zentralbanken darauf geeinigt, die Kosten bestehender Dollar-Swaps ab dem 5. Dezember um 50 Basispunkte zu reduzieren. Beteiligt an der Auktion sind die Europäische Zentralbank, die US-Notenbank Federal Reserve sowie die Notenbanken Kanadas, Japans, Grossbritanniens und der Schweiz.

    http://www.nzz.ch/finanzen/nac…_mit_geld_1.13468265.html

  • SMI im November 2011

    mehr Liquidität ist nicht gleich mehr Geld. Das ist etwas missverständlich formuliert in dieser Meldung.


    Mehr Geld im Sinne einer Erhöhung der Geldmenge gibt es erst, wenn die Notenbank ihre eigene Währung effektiv gegen Dollar tauscht. Erst dann werden "frische" Dollar geschaffen.

  • Diese heutige intervention von den National Banken ...

    ist wiedereinmal für die Füchse, denn diese Massnahme wird wohl nur denen nützen die auch diese Krise angerichet haben. Banken brauchen Geld um sich selbst zu finanzieren da es auf den Märkten nichts mehr zu holen gibt müssen halt die National Banken die laufenden Löhne der armen Bänker bis auf weiteres bezahlen.. :lol:

    Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

  • Halbwertzeit des weltweit kontrollierten Zentralbankeneingriffs zwecks Marktmanipulation und Rettung der zentralgeplanten Eurozone (aka Neu-UdSSR) unter aktiver Mitwirkung unseres obersten Zwangsenteignungschefs Mr. P. Hildebrand, finanziert durch dein und mein Geld: nicht einmal 6 h.


    [Blocked Image: http://dl.dropbox.com/u/33904293/EUR.png]


    Wie lautet doch so schön dieser englische Vulgarismus: pucking fathetic.

  • SMI im November 2011

    Ich weiss nicht was ich von dieser fast globalen QE3-4 halte soll.


    Einerseits sind die Märkte natürlich erfreut über eine Geldspritze. Aber wenn man die Massnahmen 2008-2010 beachtet, haben diese ja eigentlich keine grosse Wirkung gezeigt. Schaut man die Geldentwertung der verschiedenen Währungen an, so stehen die Kurse nicht viel besser da als noch im Jahr 2008.


    Sicherlich werden diese Massnahmen kurzfristig eine Wirkung haben. Aber langfristig sind damit die Probleme immer noch nicht gelöst. Die Gelder kommen niemals dort an, wo sie auch gebraucht würden.


    Zudem ist elleine der Faktor Geld nicht massgebend für eine längere Börsenhausse.


    Vertrauen in die Währungen, Politik und wirtschaftliche Stabilität sind genau so wichtig. Von diesem Vertrauen sind wir noch weit entfernt.


    Ich sehe kurzfristig eine kleine Rally. Die kann aber so schnell sie begonnen hat auch wieder zu Ende sein.

  • SMI im November 2011

    Wenn ich mir die Schlusskurse aus Übersee so anschaue, dann gibt es heute ein schönes Feuerwerk auch an der Schweizer Börse!!!


    Hoffen wirs!!!


    Good Luck @ all!!!

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • SMI im November 2011

    k3000 wrote:

    Quote

    Sesto wrote:


    Jemand soll mich korrigieren wenn ich was falsches sage, aber was hat die Senkung von Swap Zinssätzen nur Ansatzweise mit einem QE zu tun?




    das sehe ich ähnlich wie k3000.

    nur weil von den Zentralbanken koordiniert der USD-Swap Satz gesenkt wurde, heisst das noch nicht, dass mehr Geld auf dem Markt ist als vorher. Es wird den Banken (v.a den Europäischen) einfach leichter gemacht sich mit Liquidität (auch Fremdwährungen) zu versorgen, dass hat ein akutes Symptom der Krise etwas entschärft und die Angst vor Bankpleiten etwas gelindert.

    Zudem gilt auch hier, wie immer, wieder die Hoffnung, dass die Realwirtschaft dadurch mehr Kredite erhät. Dies wage ich allerdings zu bezweifeln.

    Geändert hat sich meiner Meinung nach nicht viel. Weder an den fundamentalen Problemen, noch an der Geldmenge.


    ich würde steigende Kurse tendenziell zum Verkauf nutzen.

    Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

    (W. B )

  • Re: Halbwertzeit

    k3000 wrote:

    Quote
    unter aktiver Mitwirkung unseres obersten Zwangsenteignungschefs Mr. P. Hildebrand, finanziert durch dein und mein Geld: nicht einmal 6 h.


    Was soll er dann machen?

    „Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“


    Konrad Adenauer

  • Re: Fiat Money

    marabu wrote:

    Quote
    Es braucht immer mehr, weil die Wirkung dieser Stimmulationsdroge mit zunehmender Einnahme weniger lang anhält. :roll:




    Völlig falsch.... es ist nicht "immer mehr". Die Finanzpornoboulevardjournalisten wollen hier unbedingt ein QE sehen, wo gar keines ist.


    Es wurden lediglich die Kosten eines schon seit 2007 laufenden Programms von OIS +100bps auf OIS +50bps gesenkt.


    Das ist kein QE3 und hat auch nichts mit den open market operations der FED zu tun.

  • SMI im November 2011

    Ist euch gestern dies entgangen vor lauter Nationalbanken?:

    US/ADP-BESCHÄFTIGTENZAHL NOV +206.000 GG VM (PROG: +130.000)


    In den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im November deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich sei die Zahl der Beschäftigten um 206.000 geklettert, teilte der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 130.000 Beschäftigte gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde zudem deutlich stärker als bislang ausgewiesen. Anstatt eines Stellenzuwachses von 110.000 ergibt sich nun für den Oktober ein Plus von 130.000 Stellen.




    Wo in aller Welt wurden Jobs geschaffen???

    Es werden ja ständig Stellen gestrichen...

  • SMI im November 2011

    Ich gehe schwer davon aus, dass die publiz.Makrozahlen von den Regierungen seit geraumer Zeit manipuliert werden.

  • SMI im November 2011

    Minerva wrote:

    Quote
    Ich gehe schwer davon aus, dass die publiz.Makrozahlen von den Regierungen seit geraumer Zeit manipuliert werden.




    Die Zahlen entsprachen 4 Standardabweichungen vom Konsensus.

    Mit anderen Worten war die Eintrittswahrscheinlichkeit einer solchen Verbesserung der Arbeitslosenzahlen unter 0.006%.


    ...und so zufällig koordiniert sich die FED am gleichen Tag noch mit den anderen Zentralbanken.


    Willkomen in der Welt der medialen Hirnwäsche.

    In China und Nordkorea geben sie's wenigstens noch zu, dass Zentralplanung betrieben wird.

  • Re: Fiat Money

    k3000 wrote:


    Nein, ich liege nicht "völlig falsch"! Auch wenn Sie als "Fachmann" munter im Board erklären und korrigieren, mit "wissenschaftlichen" Fachausdrücken garniert Eindruck machen, glaubte ich, wie übrigens viele andere auch, die Aktion der EZB und der Nationalbanken so verstanden zu haben, dass nun die EZB unter dem Italiener Mario Draghi munter Staatsanleihen vom Sekundärmarkt aufkaufen will.


    Heute morgen hat Draghi sich dahingehend geäussert, dass Aufkäufe der EZB limitiert sein werden und die Preisstabilität im Fokus bleibe.


    Und prompt sind die Märkte wieder etwas zurückgegangen!

  • SMI im November 2011

    newworldorder & k3000


    wenn der Eine von der Swapzinssatzsenkung spricht und der Andere von Anleihenkäufen glaube ich gern, dass man nie auf einen gemeinsamen Nenner kommt. :)




    newworldorder:

    Du hast recht, die Geldmenge wurde durch die EZB durch die Anleihenkäufe ausgeweitet. Allerdings bisher nur geringfügig, da bis letzte Woche das Geld jeweils wieder abgeschöpft werden konnte.

    Letzte Woche war es erstmals nicht mehr der Fall.


    Betreffend der Intervention von Gestern bin ich, wie geschrieben, der Meinung von k3000. Eine Zinssatzsenkung und das Angebot von FW Swaps bei der "eigenen" Zentralbank führt nicht zwangsläufig zu einer höheren Geldmenge.

    Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

    (W. B )

  • SMI im November 2011

    Minerva wrote:


    Die ADP Zahlen von gestern waren wirklich Hammer. Aber das war eben erst der APD Report. Warten wir doch erstmal die offiziellen Arbeitsmarktdaten vom Freitag ab. Da wird jetzt sicher so einiges erwartet nach den ADP Vorgaben. Könnte also sehr wohl auch für eine Enttäuschung sorgen. Und heute kommen noch wie gewohnt die Weekly Jobless Claims.

  • SMI im November 2011

    Da haben wir wohl offensichtliche aneinander vorbeigeredet.




    Ich würde es mal so formulieren: Während die Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB oder die FED ein Quantitative Easing ist, sind die Dollarswaps bei der FED ein Qualitative Easing, da sie nicht mehr im Interbankenmarkt sondern direkt bei der FED ausgeführt werden (können).




    Da kann man sich nur noch fragen: Wenn die Zentralbanken sich zu einem Qualitative Easing veranlasst fühlen, weil sie der Eurozone nicht mehr trauen, warum sollten wir es?

  • SNB unter Zugzwang

    Nun eigentlich müsste die Frankenschwächung durch die SNB jeden Moment kommen....Referenzkurs 1.30 oder 1.40 SFr./Euro, dass ist die Frage. Die SNB ist unter starkem Zugzwang die Schweizer Wirtschaft endlich wieder konkurenzfähig zu machen. Da liesse sich doch noch ein gutes Geschäft machen..


    UBS erwartet SNB-Intervention im Dezember



    Ein UBS-Devisenstratege geht davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) noch im Dezember die Wechselkurs-Untergrenze zum Euro nach oben schraubt


    http://www.cash.ch/news/topnew…n_im_dezember-1105134-771