SMI im Dezember 2011

  • SMI im Dezember 2011

    MarcusFabian wrote:

    Quote


    Und ja, ich gebe Dir auch recht, dass die Politiker nicht besser sind als die Banker. Schliesslich leben wir seit Anfang der 1960er Jahre vermehrt auf Pump mit extremer Beschleunigung ab 1971.


    Nicht *wir* leben auf Pump, der Staat tut es. Die Strasse wurde auf Pump gebaut, die Bauarbeiter halten nun *Gutschriften* bei der Bank. Diese Bauarbeiter haben in der Zukunft was zugute, aber alle, die nach Schuldenstreichung schreien, wollen den Financiers des Pumps ihr Guthaben nehmen.


    Diesem Pump steht sowohl Finanzierung und Leistung gegenüber.

  • SMI im Dezember 2011

    Unglaublich welche Argumente hier herum gereicht werden.


    Einer schreit auf, weil er evtl. 0.001% mehr für den Handel von Papier bezahlen muss und darum zugrunde gerichtet wird. Er muss wohl viele Millionen im Jahr umsetzen, dass er den Betrag auf der Abrechnung überhaupt findet. Und wenn er nicht fähig ist, diese Marginalie als Gewinn zu generieren, sollte er sowieso nicht an der Börse handeln. Überigens dürfte so eine Transaktionssteuer ihn als "Nicht-Profi" gar nicht treffen..... Aber toll, halt schon wieder ein Steigbügelhalter der die Finanz-"industrie" unterstützt, ohne etwas von ihr zu erhalten.


    Ein anderer meint, dass Banken und ähnliche Institutionen gar nichts mit der Finanzsituation der Staaten zu tun haben. Im Gegenteil, dass wir alle noch aus der Schweinetränke fressen müssten, wenn es die Steuergeschenke dieser Firmen nicht gäbe.... Wobei geflissentlich ausgeblendet wird, dass diese Steuer-Beträge nur auf dem absolut minimalsten Teil des nicht versteckbaren Gewinns abgeliefert werden. Wenn es auch hohe Beträge sind, dürfte klar sein, dass dies keiner dieser Institutionen weh tut. Ganz im Gegenteil zur Steuerlast eines Arbeitnehmers.


    Wieder andere finden, dass der Staat allein die Schuld an der Misere trägt (wobei der Staat scheinbar ein virtuelles Gebilde ist und nur aus Politikern besteht). Das kommt mir so vor, wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Dass die Wirtschaft und da allen voran die Finanz"wirtschaft" während vielen Jahren alles unternommen haben, die Menschen dazu zu bringen, dass sie nicht mehr mit Geld umgehen können wird einfach übersehen. "Der Staat" hat nur ausgeführt, was die Bürger wollten. Aber Auslöser ist auch in diesem Fall der Finanzsektor der Wirtschaft und nicht "der Staat".


    Grundsätzlich sind wir alle selber Schuld, dass es ist wie es ist. Das System sind wir. Da ich nicht glaube, dass der Mensch bereit ist freiwillig auf persönliche Vorteile zu verzichten zu Gunsten einer grundlegenden Verbesserung für alle, gehe ich davon aus, dass wir einer gaaaaanz grosssen Sch.... entgegen gehen.


    Und da wird es nicht um 0.001% von XY gehen :evil:

  • SMI im Dezember 2011

    Ich sehe es so, dass die Staaten seit eh und jeh mehr ausgeben als sie einnehmen, und deshalb steigen auch die Schulden laufen an. und das nicht erst seit den letzten 10 jahren. Bis ca. 2007 war das aber auch nie ein Problem, oder besser gesagt es war zwar eins, aber keiner hats interessiert!


    Die ganze Finanzindustrie welche sich immer mehr bereichern will über ihre z.t. perversen Boni hat bei diesen Schulden nun ein potenzial gesehen, sich da noch etwas abzuschöpfen, da einige andere quellen versiegten. Also ist meiner Meinung nach das Problem die überschuldung der Staaten, aber erst die Finanzindustrie hat das problem so aufgeblasen und heraufbeschwört, dass es nun zum echten Problem wurde.


    Das ganze mit den Bailout's etc. hat die sache dann noch verstärkt.

    Aber das ist ja alles geschichte, die frage ist doch wie könnte man da wieder raus kommen ausser mit einem reset???

  • SMI im Dezember 2011

    GloomBoomDoom wrote:

    Quote
    @ CrashGuru

    1. Wo hast du gelesen, das die Finanzwelt kein Einfluss auf die heutige Krise hat?



    2. Wo hast du gelesen, dass nur die Politiker Schuld sind?


    Würd mich schon noch interessieren....


    Keiner hat behauptet, dass die Finanzwelt keinen Einfluss hat (wäre ja wohl idiotisch, da diese ja das Geld herumschieben und nicht die Bauern).

    Die Frage ist nur, ob man diesen Einfluss als klein oder ursächlich betrachtet. Was mich etwas nervt, ist die Tatsache, dass selbst einige Experten hier diesen Einfluss klein reden, wohl selbst gegen besseres Wissen.


    GloomBoomDoom wrote:

    Quote


    Die Staaten geben nicht erst seit Beginn der Subprime-Krise mehr Geld aus, als sie einnehmen, sondern haben wie alle wissen, bereits früher massiv in die falschen Richtung "gewirtschaftet"! Somit kann man dies nicht auf die Finanzkrise und damit die Finanzinstitute abschieben!


    Kann es sein, dass ich das falsch verstanden habe?




    Weshalb die Arbeiterschaft in Griechenland die Schuld an irgend etwas haben sollen ist mir noch schleierhafter. Sind SIE es, welche "den Staat" und "die Wirtschaft" führen?


    GloomBoomDoom wrote:

    Quote


    Wenn sie auf den Einnahmen in Griechenland etc. nur noch Steuern bezahlt hätten =P


    Kann es sein, dass nach deiner Ansicht die Arbeiter in Griechenland die Krise verursacht haben, weil sie keine (auch keine Mehrwertsteuer?) Steuern bezahlt haben? Oder meinst Du die Niarchosse mit den Megayachten die sie aus den Bonuszahlungen oder auf Geschäftskosten kaufen und leasen?


    Ich bin zu müde um die ewigen Wiederholungen einiger Schreiber hierher zu kopieren. Lies einfach einige der Postings auch in anderen Threads nach. Es ist m.E. unerheblich, ob wir kleinen Fische für oder gegen diese Machenschaften der Finanzwelt sind. Es ist das System, das versagt, weil die Menschen grundsätzlich egoistisch sind und zwar je mehr sie besitzen desto extremer.


    Und leider funktioniert das besonders gut, weil die Steigbügelhalter kräftig dazu beitragen. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, man könnte ja auch einmal "dazu" gehören. Obwohl jeder weiss, dass Neureiche NIE in diese Gesellschaft hinein kommen, oder dann nur als Pausenclowns......


    Und ich behaupte nun einmal: Hier im Forum dürften so ziemlich alle bestenfalls zum Mittelstand gehören. Aber einige benehmen sich so, als finde man sie im Forbes..... Anstatt den Mittelstand zu stärken, benehmen sie sich als Steigbügelhalter derjenigen Klasse, die ihnen die Brosamen hinwirft.

  • SMI im Dezember 2011

    @ CrashGuru


    Schau, ich lasse jedem seine Meinung und akzeptiere auch andere Betrachtungsweisen. Ich möchte nochmals klarstellen, ich stehe weder auf der Seite von den Banken (wobei ich NUR von den Big-Boys beim Zocken rede) und auch nicht auf der Seite von "Forbes-Namen".


    Ich sehe betreffend der Schuldenthematik, welche die Weltwirtschaft die kommmenden x Jahre einschnürt jedoch nur bedingt eine riesen Ursache bei den Bankern. Unsere Unternehmensstrukturen sind auf Basis des Kapitalmarktes mit Fremdkapital und Eigenkapital beim Beispiel der AG aufgebaut. Somit lebt eine Firma oftmals NUR durch Geldgeber und damit auf Pump. Dieser Pump hat schon so manche Start-Up-Firma aufblühen lassen! Oder hat Apple ihre ersten Mitarbeiter mit Luft bezahlt und Gras zu essen gegeben?


    Deshalb: Das System mit Geldgebern, Investoren, Banken, etc. ist nicht schlecht. Jedoch muss die Kontrolle der einzelnen Organe innerhalb dieses Kreislaufes strikter werden! Zudem muss eine Bank wieder wirtschaftlichen Nutzen haben (Aktiv und Passivgeschäft mit Kommissionserträgen aus Beratung).


    All das mediale Hetzen gegen die Schuldigen führt zu nichts und noch weniger...


    Und Übrigens: Es wird immer Grosse und Kleine geben, Neureiche und Arme, sonst musst du eine Alternative zum KAPITALISMUS als Idee aufzeigen (Kommunismus hat ja auch super funktioniert)! Solange man keine Alternative hat => Kapitalismus in einem laufenden Prozess optimieren (Fehler, Ursache, Reaktion, Fazit)

  • SMI im Dezember 2011

    CrashGuru wrote:

    Quote


    Weshalb die Arbeiterschaft in Griechenland die Schuld an irgend etwas haben sollen ist mir noch schleierhafter. Sind SIE es, welche "den Staat" und "die Wirtschaft" führen?


    Mag sein, aber schau doch mal in der Schweiz.


    Will der Staat bei der Bildung sparen, gehen die leute auf die Strasse. Will der staat bei sozialausgaben sparen gehen die leute auf die Strasse. Spart der staat bei der eigenen Verwaltung wirft er die leute auf die Strasse und kann ihnen dann die ALV bzw. Fürsorge bezahlen. Und trotzdem fordern die Bürger, der staat müsse mehr für Integration, Bildung, Startup's, Wirtschaftsförderung, Altersvorsorge und was weiss ich noch aufwenden.


    Also sind doch am schluss die Bürger in einem gewissen mass mitschuldig. Und da werden dann halt alle bürger in den gleichen topf geworfen öb man jetzt als einzelner etwas gegen eine sparrunde hatte oder nicht!


    Und speziell in griechenland, haben ja genau die kleinen und einfachen bürger ihre steuern eben auch nicht bezahlt. Es waren nicht nur die 1% reichen welche nicht bezahlt haben, also sind die restlichen 99% genau so mitverantwortlich!!!

  • SMI im Dezember 2011

    GloomBoomDoom wrote:

    Quote


    Deshalb: Das System mit Geldgebern, Investoren, Banken, etc. ist nicht schlecht. Jedoch muss die Kontrolle der einzelnen Organe innerhalb dieses Kreislaufes strikter werden! Zudem muss eine Bank wieder wirtschaftlichen Nutzen haben


    In diesem Punkt sind wir uns ja auch alle einig.

    Der Punkt den ich kritisiere ist, dass sich die Bankenwelt in den letzten 15 Jahren von genau dieser Aufgabe gelöst hat.

    Hier haben sich Politik und Banken gegenseitig hochgeschaukelt: Die Banken haben ihren Einfluss in der Politik geltend gemacht, um z.B. Glass-Steagall II aufzuheben und auch weitere durchaus sinnvolle Vorschriften und Regeln.


    Somit wurden im Laufe der Jahre aus seriösen Privatbanken hochriskante Investmentbanken.


    Es spricht nichts gegen Investmentbanken. Aber diese sollten getrennt und separat von der realen Wirtschaft und gezielt mit Spekulationskapital betrieben werden.


    Es kann nicht angehen, dass Kundengelder oder Pensionskassen-Gelder, die für die Wirtschaft, das Volk wichtig sind und die mit realer Arbeit erschaffen wurden, von einigen pickelgesichtigen Uni-Absolventen ohne Lebenserfahrung auf irgendwelchen Derivatemärkten verzockt werden.


    Stellen wir uns vor, es gäbe eine UBSP (Privatbank) und eine UBSI (Investmentbank), die juristisch unabhängig voneinander operieren: Der Aktionär könnte sich dann aussuchen, ob er in die seriöse UBSP investiert, die vielleicht 2% Dividende zahlt aber sehr sicher und gut kapitalisiert aufgestellt ist oder ob er gerne auf die UBSI setzt, die in guten Jahren 20% Dividende zahlt aber auch jederzeit Pleite gehen kann.


    Es würde niemandem etwas weggenommen aber es herrschte Klarheit, denn jeder weiss, worauf er sich einlässt. Bei der aktuellen UBS weiss man das nämlich nicht, weil beides vermischt ist.


    Diese Vermischung aus Privat- und Investmentbanking war einer der gröbsten Fehler der letzten Jahre. Und diesen Fehler müssen sich ganz alleine die Banken und Politiker anhängen lassen. Otto Normalverbraucher kann da wirklich nichts dafür.


    Es ist auch richtig, dass diese hochgehebelten Risikogeschäfte lange Zeit gute Steuereinnahmen generiert haben, von denen wir alle profitieren konnten. Aber wir sehen nun den Preis, den wie dereinst dafür zahlen müssen und welche Gefahr mit der TBTF-Problematik als Damoklesschwert über uns hängt.


    In gewissem Sinn habe ich auch Verständnis für die Banker, wenn citigroup Cheff Chuck Prince sagt: “When the music stops, in terms of liquidity, things will be complicated. But as long as the music is playing, you’ve got to get up and dance. We’re still dancing,”

    Richtig, denn wenn einige Banken die Liquiditätsflut der ZB annehmen und zocken, müssen die anderen auch mitmachen. Anderenfalls verlieren sie Kunden und Aktionäre, weil sie zu wenig Gewinn erwirtschaften. Also ist hier auch eine der Hauptursachen in der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken - allen voran der FED - zu suchen und auch zu finden.


    Und ja, schlussendlich sind auch noch die Otto Normalverbraucher mit ins Casino eingestiegen. Warum nicht ein Haus auf 100% Kredit kaufen, wenn das Haus pro Jahr 15% im Wert steigt? Zieht man davon die Hypothek von 6% ab, bleiben 9% Gewinn. Gut $40'000 pro Jahr bei einer 500k-Hütte. Und warum nicht gleich ein drittes oder viertes Haus und somit ohne viel Arbeit seinen Lebensunterhalt mit Immobilienhandel bestreiten?


    Ja, auch diese Leute sind mit schuld. Aber erst in zweiter Linie. In erster Linie sind es immer noch Politiker und Banken.


    Ich bin auch gerne bereit - zumindest in der Schweiz - die Politiker auf Platz 1 der Schuldigen zu heben. Sie haben es nämlich 2009 versäumt, die UBS/CS in Privat- und Investmentbank zu trennen bzw. die Banken zu verstaatlichen. Da haben es die Schweden besser hingekriegt als wir.

    Wir haben hierzulande exakt dasselbe Banken-Casino wie vor der Krise und absolut nichts gelernt!



    Und deshalb ... :


    Merlin2033 wrote:

    Quote
    Es waren nicht nur die 1% reichen welche nicht bezahlt haben, also sind die restlichen 99% genau so mitverantwortlich!!!


    Mitverantwortlich, Ja. Aber nicht "genau so" sondern in viel geringerem Masse.

    Und nicht vergessen: Die Politiker und Banker baden den Schaden nicht aus. Das tun die 99% ganz alleine.

  • SMI im Dezember 2011

    Minerva wrote:

    Quote
    ArbeitsloseNQUOTE: sinkt auf 8.6%

    WER'S GLAUBT WIRD SELIG.


    Könnte sogar stimmen. Aber man muss den Zusammenhang sehen:


    [Blocked Image: http://www.markt-daten.de/kale…yment-a-quote-einjahr.gif]


    [Blocked Image: http://www.markt-daten.de/kale…mployment-lohn-ab1990.gif]


    Kombiniert man beide Charts, lautet die Aussage:

    Viele Menschen verlieren ihren gut bezahlten Vollzeit-Job und halten sich mit schlecht bezahlten Teilzeit-Jobs über Wasser.


    In den USA gilt jemand, der jeden Mittwoch Nachmittag für $6/Std. bei McDonalds Hamburger wendet nach Arbeitslosenmodell U-3 nicht als Arbeitslos.


    Nach U-6 beträgt die Arbeitslosigkeit in den USA 15.6%


    Bei der Arbeitslosenzahl gibt es verschiedene Definitionen, numeriert von U1 bis U6:


    U1: Hat gearbeitet und hat seinen Job in den letzten 15 Wochen verloren.


    U2: U1 + hat temporär gearbeitet und den Job verloren bzw. war selbständig und hat die Arbeit beendet.


    U3 ist die offizielle Messmethode in den USA: Gehört zur Arbeitnehmerschaft, will arbeiten und sucht aktiv nach Arbeit. Das bedeutet, dass er mindestens einmal pro Woche nachweislich nach Arbeit gesucht und sich im Arbeitslosenamt gemeldet hat.


    U4 = U3 plus jene, die nicht mehr aktiv suchen, weil sie in der aktuellen Wirtschaftslage keine Arbeit finden.


    U5: U4 + Leute, die gerne arbeiten würden (z.B. Wiedereinstieg von Hausfrauen, wenn die Kinder alt genug sind) aber keine Arbeit finden.


    U6: U5 + Leute, die Teilzeit arbeiten und gerne Vollzeit arbeiten möchten.


    (Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Unemployment)


    [Blocked Image: http://www.rottmeyer.de/wp-con…011/12/arbeitsloseusa.gif]


    Siehe hierzu: http://www.rottmeyer.de/us-arbeitsmarkt-die-welt-der-wunder/

  • SMI im Dezember 2011

    Verkehrte Welt


    Was wurden vor 2 Jahren hier im Cash Forum Schreckensszenarien für die US Wirtschaft und vorallem für den Dollar und die US Staatsanleihen prognostiziert.


    Totgesagte leben länger *wink*


    Ich geben zu ich hätte im Traum nie gedacht das sich die Fokussierung des Schuldendramas von den USA nach Europa wechseln würde.


    Eine Mitschuld daran haben sicherlich auch die US Ratingagenturen alleine durch deren Handeln sind nun die Augen der Welt auf Europa gerichtet, ein feiner Schachzug der USA.


    Merke:


    Unterschätze NIE die Feuerkraft Amerikas


    *wink*




    @MF Danke für die Ausführungen im Dezember Thread.

    querschuesse.de

  • SMI im Dezember 2011

    Immer diese bösen Ratingagenturen... Wenn dem nur so wäre....


    Jede Bank verfasst intern Ratings zu den einzelnen Titeln welche sie halten. Diese können durchaus von den offiziellen der grossen 3 Agenturen abweichen. Sie werden gegen aussen nicht kommuniziert.


    Europa geht es schlecht. Nur wurde immer die Aufmerksamkeit auf die USA gerichtet. Manche glauben den US-Bashern immer noch...

    3) Φιλαργυρία

  • SMI im Dezember 2011

    Findet Ihr das nicht auch eine "komische Aussage"?


    "Fitch hat nach eigenen Angaben keine unmittelbaren Pläne, das Kreditrating des Landes herabzustufen."


    Geht es darum "Pläne" zu haben, um ein Kreditrating herabzustufen?

    Bisher ging ich eher davon aus, dass irgendwelche Fakten, vielleicht einige "Indicators", dafür sprechen, um eine Korrektur des Ratings vorzunehmen :?:.

  • SMI im Dezember 2011

    orangebox wrote:


    orangebox: Und siehe da, vielleicht sieht es in einigen Wochen schon wieder ganz anders aus :?: :roll:

  • SMI im Dezember 2011

    GloomBoomDoom wrote:

    Quote
    @ CrashGuru

    Unsere Unternehmensstrukturen sind auf Basis des Kapitalmarktes mit Fremdkapital und Eigenkapital beim Beispiel der AG aufgebaut. Somit lebt eine Firma oftmals NUR durch Geldgeber und damit auf Pump. Dieser Pump hat schon so manche Start-Up-Firma aufblühen lassen! Oder hat Apple ihre ersten Mitarbeiter mit Luft bezahlt und Gras zu essen gegeben?


    Einverstanden:


    Es gab eine Zeit, z.B. als es noch Patrons gab und nicht nur Manager, da wurde in Firmen darauf geachtet, dass nicht der Kredit die Basis war, sondern die Substanz.


    Seit die Manager das Zepter übernommen haben, bilden diese mit den Bankern eine unheilige Allianz da sich für diese beiden Player eine Winwin-Situation ergibt. Ausweiten der Geschäftstätigkeit (mit Hilfe des Kreditrahmens) und dadurch Aufblähen der Bilanz an der beide Seiten verdienen, besonders wenn dann noch über einen Börsengang oder eine Übernahme etwas Geld in die Kassen der Beteiligten fliesst.


    Deshalb wäre es höchste Zeit, wenn Bremsen eingebaut würden, denn der Egoismus und die Gier der Menschen ist nicht über "Freiwilligkeit" zu kontrollieren.


    Betreffend Privatkredit wäre noch zu sagen, dass so etwas vor einigen Jahrzehnten einen anrüchigen Tatch hatte. Es galt lange Zeit: Ich leiste mir nur, was ich BAR bezahlen kann. Da hat die Werbewirtschaft gründliche Gehirnwäsche betrieben. Natürlich unter Mithilfe der lobbyierten Politik.


    GloomBoomDoom wrote:

    Quote


    Und Übrigens: Es wird immer Grosse und Kleine geben, Neureiche und Arme, sonst musst du eine Alternative zum KAPITALISMUS als Idee aufzeigen (Kommunismus hat ja auch super funktioniert)! Solange man keine Alternative hat => Kapitalismus in einem laufenden Prozess optimieren (Fehler, Ursache, Reaktion, Fazit)


    Kapitalismus ist nur ein Wort. Denn es gibt ihn in verschiedenen Formen. In den letzten Jahre (so etwa seit Tatcher) entwickelte er sich in die falsche Richtung. Und wie immer, wenn sich etwas in ein Extrem entwickelt gibt es das entsprechende Gegengewicht. Ist ein Naturgesetz.... Es wäre also sinnvoll, das Gleichgewicht zu suchen sonst werden wir dafür büssen.


    MF hat ja alles recht klar gesagt. Kann ich nur unterschreiben.



    Edith: Soeben sehe ich in 10vor10 wieder die Diskussion über das Werbeverbot für Kleinkredite... Und auch diesmal wird es wieder gekippt werden. Denn die Menschen haben noch immer nicht begriffen, dass die Werbung ein Generalproblem ist. Kleinkredite, Kauf auf Zeit mit 0%-Zins, Internetverträge für 6 Monate mit 50% Diskont, (unnötige) Medikamente, Dickmacher für Kinder (Michschnitte) usw. usw. usw.


    Aber klar, der Mensch ist ja selbst Schuld, wenn er so blöd ist und sich verführen lässt.


    Und klar, die vielen Arbeitsplätze in der Werbewirtschaft die verloren gingen.


    Und auch klar, man muss doch den Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Angebote zu bewerben, wie sollten wir denn sonst wissen, dass es im Winter bei XY frische Erdbeeren vom A.-der Welt gibt...


    Nein, ich glaube es geht nicht (mehr) über die sanfte Tour, es geht wohl nur über die harte Tour. Der Reset wartet schon.

  • SMI im Dezember 2011

    Merlin2033 wrote:

    Quote

    CrashGuru wrote:


    Und speziell in griechenland, haben ja genau die kleinen und einfachen bürger ihre steuern eben auch nicht bezahlt. Es waren nicht nur die 1% reichen welche nicht bezahlt haben, also sind die restlichen 99% genau so mitverantwortlich!!!


    Da bekomme ich immer einen Lachanfall. Da höre ich doch immer bei der Diskussion um Steuererhöhungen für die Superreichen (nicht Mittelstand!), dass das 1% ja den weitaus grössten Steueranteil stemmt. Die 99% sind marginal und sollen verstehen, dass die 1% nicht noch mehr belastet werden dürfen.


    Nun sind sie aber genau so mitverantwortlich....


    Irgendwie müsste mir das einmal jemand erklären. Ich bin zu blöd das zu verstehen :lol:

  • Schäuble sagte richtig...

    ... die Sozi denken ständig über neue oder höhere Steuern nach. Aber überall, wo sie an die Macht kommen, steigen die Schulden!


    Ein weiser Mann sagte einmal: „Gold ist das Geld der Könige, Silber das Geld der Gentlemen, Tausch ist das Geld der Bauern, aber Schulden sind das Geld der Sklaven.“