SMI im Juli 2011

  • SMI im Juli 2011

    Die Geschäftsprüfungskommissionen der Eidgenössischen Räte sind überzeugt, dass die Schweiz heute besser dasteht als vor der Krise. Enttäuscht sind sie erneut darüber, dass die alte UBS-Garde wegen des Beinahe-Kollapses der Grossbank nicht verklagt wurde.


    sda/Z.B. Die Schweiz ist aus Sicht der Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) des Parlaments heute besser auf Krisen vorbereitet als vor der Finanzmarktkrise. Enttäuscht ist die Aufsicht des Parlaments aber über die UBS und deren interne Aufarbeitung der Krise.


    Die Geschäftsprüfungskommissionen der Eidgenössischen Räte stellten am Mittwoch in Bern einen Bericht vor zu ihren Empfehlungen an den Bundesrat nach der Finanzkrise. «Die Untersuchung ist beendet, die Arbeit geht aber weiter», sagte Pierre-François Veillon (SVP), der die zuständige GPK-Subkommission leitete.


    Die Regierung habe einen Grossteil der Empfehlungen und Motionen der GPK akzeptiert, stellte Veillon fest. Das habe dazu geführt, dass der Bundesrat nun Krisen früher erkennen sollte und besser auf sie vorbereitet sei. Die GPK wollten die weitere Umsetzung aber auch in der neuen Legislatur eng begleiten.


    Als wichtige neue Instrumente, die der Bundesrat in einer Regierungsreform umsetzt, nannte Veillon etwa die verbesserte Kontrolle, dass einzelne Bundesräte Aufträge auch ausführen. Ausserdem sei der Austausch der Regierung mit der Finanzmarktaufsicht Finma besser geregelt. Viel verspricht sich die GPK auch von Ausschüssen mit bis zu drei Bundesräten.


    Struktur verbessern

    Trotz Verbesserungen bekräftigte GPK-Präsidentin Maria Roth-Bernasconi (SP/Genf) aber, dass der Bundesrat bei grossen Dossiers nach wie vor Führungsschwäche zeige. Solche Dossiers würden noch immer zu lange in den einzelnen Departemente vorbereitet, bis die Regierung sich als Ganzes dazu äussere.


    Zwar funktioniere die Zusammenarbeit seit den letzten Wechseln in der Regierung besser. Die Zusammenarbeit dürfe aber nicht von den Personen abhängen, sondern sei eine Frage der Strukturen, sagte Roth-Bernasconi. Sie möchte beispielsweise die Bundeskanzlei stärken, so dass diese mehr Verantwortung übernimmt.


    Scharfe Kritik übten die GPK daran, wie der Bundesrat künftig seine Sitzungen protokollieren will. Die Regierung erfülle die Forderungen der GPK nicht, da sie von Wortprotokollen nach wie vor nichts wissen wolle.


    Es bestehe sogar die Gefahr, dass in den Protokollen künftig noch weniger Informationen seien als heute, hält die GPK fest. Während der Finanzkrise hatte der Bundesrat nicht alle seine Verhandlungen protokolliert.


    Mehr Einsatz gefordert

    In ihrem Bericht hatten die GPK in der sogenannten Empfehlung 19 die Regierung auch aufgefordert, rechtliche Schritte gegen die UBS-Führung ins Auge zu fassen. Dies lehnte der Bundesrat ab. Ständerat Konrad Graber (CVP, Luzern) räumte ein, dass die GPK mit der Forderung auf schwachem Fuss stand. «Die Forderung war vor allem politisch wichtig.»


    Die GPK habe zur Kenntnis nehmen müssen, dass der Bund Organe wie die Pensionskasse des Bundes Publica nicht zu einer Klage anweisen können und auch nicht – wie von der GPK angeregt – das Prozessrisiko und die Verfahrenskosten übernehmen könne. Vor allem gegenüber der UBS hätte sich die GPK aber ein «energischeres Vorgehen» der Regierung gewünscht.


    Damit der Bundesrat Organe des Bundes zu Klagen anweisen könnte, müsste das Gesetz angepasst werden. Die GPK will zurzeit zwar keinen solchen Vorschlag präsentieren, das Thema soll aber in der nächsten Legislatur zumindest geprüft werden.


    UBS nicht überzeugend

    Als nicht überzeugend beurteilten die GPK auch die Bemühungen der UBS selbst, die einen Transparenz- und einen Expertenbericht erstellte. Vor allem sei der Bundesrat in diese Arbeiten nicht einbezogen worden und die Experten seien auch nicht völlig unabhängig gewesen, kritisierten die GPK. Es sei auch unbefriedigend, dass die UBS eine Untersuchung zum grenzüberschreitenden Geschäft ausliess.


    Quelle: http://www.nzz.ch

  • SMI im Juli 2011

    Neu-SG wrote:

    Quote
    Die Zeit der Sorgen- Angst- etc-Meldungen ohne irgendwelche Fakten dahinter ist vorbei.


    Darauf würde ich keine Tafel Schokolade verwetten. *wink*

  • SMI im Juli 2011

    Neu-SG wrote:

    Quote
    so nicht mehr lang durchhalten und die Zeit der Sorgen- Angst- etc-Meldungen ohne irgendwelche Fakten dahinter sind vorbei. Jetzt kommen dann die Q2-Zahlen mit Facts - schwarz auf weiss.


    Die Zahlen waren bis jetzt eigentlich (noch) zufriedenstellend. Aber je länger so eine Krise dauert, desto dünner wird die Luft. Der Einzelhandel hat es eben erst bewiesen (-6%!). Ich hoffe nur, dass wir bis Freitag die vergangene Woche so mühsam erzielten +4% im SMI nicht wieder abgeben müssen.


    Uebrigens: Die Ratingagenturen bereiten schon ihre Einschätzungen für Italien vor. Der nächste Tiefschlag für Ende Juli?

    Dr. Friederich Adolphus von Muralt

    - "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

  • SMI im Juli 2011

    Friederich wrote:

    Quote

    Neu-SG wrote:


    Die Zahlen waren bis jetzt eigentlich (noch) zufriedenstellend. Aber je länger so eine Krise dauert, desto dünner wird die Luft. Der Einzelhandel hat es eben erst bewiesen (-6%!). Ich hoffe nur, dass wir bis Freitag die vergangene Woche so mühsam erzielten +4% im SMI nicht wieder abgeben müssen.


    Uebrigens: Die Ratingagenturen bereiten schon ihre Einschätzungen für Italien vor. Der nächste Tiefschlag für Ende Juli?




    Einzelhandel... hmm versteh ich. hab seit kurzem auch wieder mal in Österreich eingekauft. Bei dem Eurokurs. Hatte sogar Leute aus SZ auf dem Parkplatz. Die Zahlen der Schweizer Wirtschaft sind sehr gut, werden nur immer schlecht geredet. Ausnahmen gibts natürlich immer. Und Italien kommt dann wenn die Amis grad etwas die Kurse drücken wollen. Würd mich nicht verwundern wenn in zwei Jahren irgend ein paar Finanzgurus in den Knast müssen, weil man ihnen beweisen kann, dass sie spekulativ Infos gestreut haben.

  • SMI im Juli 2011

    Friederich wrote:

    Quote
    Jetzt beginnt das ganze Affentheater mit Portugal. Griechenland ist vergessen, es lebe Portugal!

    Es ist einfach jämmerlich, was diese Ratingagenturen für eine Macht ausüben dürfen!



    Aber, aber, es wäre doch noch langweiliger an der Börse ohne sie, nicht wahr? *wink*


    Es macht doch so mächtig Spass, wie beim Roller Coaster fahren, nicht wahr? :D

  • SMI im Juli 2011

    @MF


    Herrlich dein Zaubertrick :lol:


    Ratingagenturen sei Dank für dein Gold :P


    Trotzdem ist mein Verständnis für die US Ratingagenturen ziemlich am Boden angelangt, natürlich stellen die Ratingagenturen den Politker im EU den Spiegel gegenüber, es ist die Wahrheit nichts als die Wahrheit zum Pseudo "Hilfs"Programm der EU Staaten für die PIGS Staaten.


    Ein Fass ohne Boden da geb ich den Ratingagenturen die diesesmal nicht wieder zu spät sein wollen wie beim Lehman Destaster.......




    Was an meinen Nerven zerrt ist das Rating der USA um die Glaubwürdigkeit der Ratingagenturen aufrechtzuerhalten müssten diese die USA langsam aber sicher runterstufen.


    Sieht jetzt schon so aus wie ein kompletter Komplott gegen die EU Staaten.

  • Dow im Feuer

    knackt die 12600 :D :D


    für Morgen (Dax, SMI meist fast gleich):


    Quote:

    Quote
    morgigen Maschinenbauaufträge aus Japan, bei denen ich eine Verbesserung erwarte. Also mit gap-up könnte schon hinhauen. Bei der heutigen Nachrichtenlage hätte der Dax eigentlich die 7350 sehen müssen (hat er aber nicht :D ).

  • Re: Dow im Feuer

    alpenland wrote:

    Quote
    knackt die 12600 :D :D

    für Morgen (Dax, SMI meist fast gleich):


    Quote:


    Amis geben Gas, denke Morgen wird der SMI nachziehen; immerhin viel er nur 1% retour das ist im Nu wettgemacht.


    Jedenfalls wirds spannend in den nächsten 4 Wochen rechne SMI wird Richtung oberen Seitwärtstrend ausbrechen 6650 Points *wink*

  • Re: Dow im Feuer

    Bin mir nicht ganz sicher. Kommt auf die News bezüglich Staatschulden an (wenigstens teilweise).


    Bin immer noch short in CS und im Euro.


    Könnte mir vorstellen, dass wir in den nächsten Tagen auch von Italien, konkrete schlechte News erhalten.

    Meine Einschätzung basiert nicht auf Chart Analyse, sondern anhend der Pressemeldungen.


    Mich interessiert hier die Meinung von Euch.


    Gruss


    MMoser




    Amis geben Gas, denke Morgen wird der SMI nachziehen; immerhin viel er nur 1% retour das ist im Nu wettgemacht.


    Jedenfalls wirds spannend in den nächsten 4 Wochen rechne SMI wird Richtung oberen Seitwärtstrend ausbrechen 6650 Points *wink*

  • Diese News hatten wir schon lange

    Portugal hat sich schon lange einen Sparkurs auferlegt :arrow: Jetzt aber wirds dann wohl immer mit den Wiederholungen auch den "Dümmsten" dämmern, und diese Nachrichten ignorieren.


    Wird zum grossen Teil auch schon gemacht :lol:


    Ich jedenfalls sehe bald neue Höchstkurse trotz starkem CHF. (Gott sei Dank)


    Oslo11

  • DJ geht steil nach oben

    Was ist passiert :arrow: Ah ja im nächsten Jahr sind Wahlen und Börse wird weiter steigen wie immer vor den Wahlen noch weit und breit kein Crash :D :)

  • SMI im Juli 2011

    orangebox wrote:



    Man sieht natürlich auch die Dummheit der EU darin. Ich frage mich immer noch wann Europa endlich startet auch gegen die USA zu schiessen. Wann werden die Ami-Firmen in Europa mit 100-Millionen-Strafen gleich behandelt wie unsere Firmen über dem grossen Teich. Wann kommt die europäische Rating-Agentur (Finanzplatz London z.Bsp). Wie viele Schweizer Firmen sind in den letzten zwei Jahren in Amerika zu horrenden Strafen verdonnert worden - ich wär endlich für Gegenrecht, anstatt das Merkel und Co. denen ständig in den Arsch kriecht...