SMI im Juni 2011

  • Eigentlich war der Monat Mai für den SMI ein stinklangweiliger Monat. Wer Anfang Mai ins Koma gefallen ist und jetzt wieder aufwacht, wird in seinem Portfolio keinerlei Veränderung feststellen.


    [Blocked Image: http://img810.imageshack.us/img810/8862/snagprogram0154.png]


    Ein langweiliges gedaddel um die 6500 bei äusserst geringer Volatilität.


    Auf den zweiten Blick ist das allerdings durchaus positiv, wenn man bedenkt, wie stark der Franken im Moment ist.

    Vergleichen wir den SMI mit dem Dow, stellen wir fest, dass der Dow im Mai etwa 500 Punkte eingebüsst hat und nun wieder auf dem Niveau von Anfang April steht. Allerdings in Dollars gerechnet, die seit Anfang April rund 7% an Wert gegenüber dem Franken verloren haben!


    So betrachtet ist es eine gute Leistung des SMI, das Niveau bei steigendem Franken gehalten zu haben.


    Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Die Schweiz wird mehr und mehr zum Fluchthafen für Kapital aus dem Dollar- und vor allem dem Euro-Raum.


    Der Schweizer Franken wird im Moment also als "so gut wie Gold" angesehen. Im Mai sogar als besser als Gold:


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    Was dem Franken noch zusätzlichen Auftrieb verschafft haben dürfte ist die Vermutung, die SNB könne demnächst die Leitzinsen anheben. Würde sie dies tatsächlich tun, würde der Franken weiter aufgewertet. Die Zinsen würden steigen (schlecht für Hypotheken) und der SMI käme unter Druck.

    Demgegenüber würde die Teuerung eingedämmt und wir könnten uns für unsere sauer verdienten Fränkli mehr leisten. Der Ölpreis würde z.B. in Franken gerechnet sinken oder zumindest nicht mehr steigen.


    Dass die SNB tatsächlich den Leitzins erhöht glaube ich allerdings nicht. Und zwar aus folgenden Gründen:

    1. Besteht eigentlich gar keine Notwendigkeit, denn die offizielle Teuerung in der Schweiz ist ja noch sehr niedrig.

    2. Gibt es da immer noch den Druck der Exportindustrie, die sich gegen einen zu starken Franken wehrt und lieber eine Abwertung parallel zu Euro und Dollar favorisiert.

    3. Wäre das eine 180°-Wende der SNB gegenüber ihrer Geldpolitik der letzten 10 Jahre. Wir erinnern uns, dass die SNB den Franken immer schön parallel zu Euro und Dollar abgewertet hat. Warum sollte sie diesen Kurs auf einmal ändern? Schliesslich sind es dieselben Köpfe, die bei der SNB das Sagen haben.


    Auch das lässt sich am Gold/Franken Chart ablesen: Seit etwa einem Jahr hält die SNB den Wert des Franken stabil. Vor Mitte 2010 war das noch ganz anders:


    [Blocked Image: http://img9.imageshack.us/img9/4976/snagprogram0157.png]


    Wir können also festhalten, dass der Franken derzeit vom Kampf Euro gegen Dollar profitiert, weil sowohl der Dollar- als auch der Euro-Raum von den Anlegern als schlechtes weil unsicheres Investment betrachtet werden.


    Werfen wir deshalb mal einen Blick auf die beiden Giganten:


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    (Euro in Dollar)


    Im Moment ist der Euro wieder im Aufwind gegenüber dem Dollar. Das liegt sicherlich an den Sparprogrammen, die die Eurozone ihren Sorgenkindern auferlegt hat und der jüngsten Leitzinserhöhung. Europa und die USA verfolgen völlig unterschiedliche Strategien zur Bewältigung der Krise. Die USA drucken Geld und entwerten somit ihre Währung, Europa versucht mit Sparmassnahmen die Schulden in den Griff zu kriegen. Beides wird nicht gelingen:


    Europa: Die starken und seriösen Euro-Länder (Deutschland, Österreich, Niederlande und Finnland) mit relativ niedrigen Schulden könnten mit eigener Währung durchaus schweizerische Verhältnisse haben. Sie haben allerdings das Problem, dass ihre Banken sehr stark in Staatsanleihen der PIIGS-Staaten investiert haben und entsprechend konkursgefährdet sind, sollte eines dieser Länder bankrott erklären. Die "Griechenlandhilfe" z.B. der Deutschen hat entsprechend auch nichts mit Griechenland zu tun sondern ist ein versteckter bailout der Deutschen Bank.

    Das funktioniert im Wesentlichen so: Die Deutsche Bank nimmt zu 2% Kredit bei der EZB auf, kauft davon Griechenland Anleihen mit vielleicht 16% Rendite, kassiert entsprechend 14% Gewinn und lässt sich die schlechten Anleihen vom deutschen Steuerzahler wieder absichern, der den Verlust trägt.


    Den PIIGS-Staaten bringen diese Massnahmen überhaupt nichts. Die von der EU und dem IWF auferlegten Sparprogramme und Steuererhöhungen sorgen für eine Rezession von 6%, die Steuereinnahmen gingen um 9.2% zurück. (Weitere Details hier: http://www.griechenland-blog.g…t-den-haushaltsplan/4516/ ).

    Kein Wunder also, wenn das Volk auf die Strasse geht. Vor allem die Jungen, die an der aktuellen Misere keine Schuld tragen, sie aber ausbaden müssen.


    Dem Beispiel Griechenlands folgend dürfte sich auch die Situation in den Strassen Madrids, Lissabons und Dublins verschärfen.


    Die vernünftigste Lösung für diese Länder wäre ein Haircut von mindestens 50%. Konsequenz wären entsprechende Verluste bei den hoffnungslos unterkapitalisierten Geldgeber-Banken, die dann evtl. sogar unter Wasser gerieten.


    Wie man es auch betrachtet: Es wird hässlich.


    USA: Die Probleme in den USA unterscheiden sich insofern von den europäischen als die Amis weiterhin versuchen, ihre Schulden durch Inflation in den Griff zu kriegen. Somit ist zwar nominal immer genug Geld vorhanden aber die sinkende Kaufkraft treibt die Teuerung voran. Die Amis werden entsprechend nicht wegen zu hoher Steuern auf die Strasse gehen sondern wegen zu hoher Lebensmittel- und Benzinpreise.

    Für die FED ist es eine Gratwanderung, einerseits genügend neues Geld zu drucken, um Politiker, Aktionäre und Banken bei Laune zu halten, andererseits aber das Vertrauen der ausländischen Kreditgeber nicht zu verscherzen.

    Für mich war die grösste Überraschung im Mai, dass der Dollar sich nur so kurz erholt hat, bevor er seine Talfahrt (auch gg. Euro) wieder aufgenommen hat. Denn die offizielle Lesart lautet doch: "Wir (die FED) werden die QE-Massnahmen per Ende Juni 2011 auslaufen lassen. Die Wirtschaft ist stark genug, um wieder auf eigenen Füssen zu stehen.". Diese Ankündigung von Bernanke hätte - wie ich im Eröffnungsthread Mai geschrieben habe - für eine nachhaltige Erholung des Dollars aber auch für einen stärkeren Einbruch der Aktienmärkte sorgen müssen.

    Offenbar traut der Markt der Aussage Bernankes nicht und rechnet mit einer Fortführung von QE. Wenn dem so ist, halte ich das für ausserordentlich bedenklich. Wenn das Vertrauen in die FED flöten geht, ist es mit dem Vertrauen in den Dollar auch nicht mehr weit her. Und entsprechend auch nicht in US Schuldpapiere.


    Emerging Markets: Die enormen Sparkapitalien aus dem Euro- und Dollarraum suchen sich neue, bessere, rentablere Investitionsziele und werden in den BRIC-Staaten fündig.

    Wer eine bessere Rendite sucht, investiert in Asien oder Südamerika. Wer sein Geld in erster Linie in Sicherheit bringen möchte und weniger auf die Rendite achtet, bringt sein Geld in die Schweiz oder legt es in Rohstoffen und Edelmetallen an.

    Die Schweiz ist zwar kein Emerging Market aber die Vor- und Nachteile des ausländischen Fluchtkapitals sind in etwa dieselben. Entschuldigt deshalb, wenn ich Schweiz und Emerging Markets in einem Atemzug nenne.


    Für die Emerging Markets wie auch für die Schweiz gilt deshalb, dass das ausländische Kapital nach Anlagemöglichkeiten im Land sucht. Entsprechend steigt die Nachfrage und in der Folge die Preise. Z.B. am Aktienmarkt wie auch bei Immobilien. Das muss nicht zwingend positiv sein, denn mit den Immobilienpreisen steigen auch die Mieten. Diese importierte Inflation kann mit Boardmitteln der Zentralbanken (= Zinserhöhung) nicht bekämpft werden sondern nur durch Aufwertung der eigenen Währung.

    Am Beispiel China und Schweiz sehr gut zu erkennen: In der Schweiz wird der Franken aufgewertet. Für ausländisches Kapital wird es also immer teurer, sich in unser Land einzukaufen. Entsprechend bleibt die Teuerung niedrig.

    Demgegenüber in China mit einer fixen Koppelung des RNB an den Dollar: Der Yuan bleibt billig aber die Teuerung im Land steigt unangenehm.


    ---


    Ausblick Juni

    Ehrlich gesagt: Ich habe da echt keinen Plan.

    Für die Schweiz können wir festhalten, dass es im Moment das zuströmende ausländische Fluchtgeld und weniger die Leistung der heimischen Unternehmen ist, das für das hohe Niveau des SMI und den starken Franken verantwortlich ist. Entsprechend sind es auch Ereignisse im Ausland, die den weiteren Verlauf hierzulande bestimmen werden.

    Sollte z.B. das Vertrauen in Euro/Dollar steigen oder fallen, können wir entsprechend mit einem Zufluss oder Abfluss von Geld in die/aus der Schweiz rechnen.

    Eine Zinserhöhung der SNB würde einerseits den Franken weiter verteuern und sollte somit den Geldzufluss bremsen. Aber genau so kann man argumentieren, dass dann der Franken als noch stabiler und somit begehrenswerter angesehen würde und noch mehr Kapital in unser Land strömt.


    Das nächste weltbewegende Ereignis wird erst im Juli stattfinden. Dann nämlich, wenn die FED Farbe bekennen muss und sich zeigen wird, ob die US-Wirtschaft auch ohne QE auf eigenen Füssen stehen kann oder eben nicht.


    Vorher erwarte ich deshalb keine nennenswerten Schwankungen. Weder im SMI oder Dow noch bei Rohstoffen, Edelmetallen oder Währungen.


    Happy Trades


    Marcus

  • Re: SMI im Juni 2011

    Die Auswirkungen der niedrigen Zinsen und grossen Sparkapitalien ,von mf im Thema der "emergin markets" angeschnitten, :


    MarcusFabian wrote:

    Quote


    Emerging Markets: Die enormen Sparkapitalien aus dem Euro- und Dollarraum suchen sich neue, bessere, rentablere Investitionsziele und werden in den BRIC-Staaten fündig.


    ..wird in Zukunft (nebst weiteren..) sicher noch grosse Auswirkungen auf die Gesellschaft dieser Länder haben.


    Nebst dem,dass viele dieser Länder vom Ressourcenfluch bzw. "holländischen Krankheit" heimgesucht werden:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Ressourcenfluch


    http://de.wikipedia.org/wiki/Holl%C3%A4ndische_Krankheit




    ...schildert dieser Artikel weitere Gefahren:


    http://www.project-syndicate.org/commentary/james55/German





    weico

  • SMI im Juni 2011

    THX MF


    sehe es ähnlich und finde auch der SMI hat sich in letzter Zeit gut geschlagen, aber eben hängt eben auch mit der speziellen Gewichtung einzelner Aktien zusammen. Nestle, Novartis und Roche machen mehr als 50% aus.


    Im Moment ist auch für mich kein klarer Trend ersichtlich. Für mich sind die CH-Aktien im langfristigen Vergleich unterbewertet, doch drückt im Moment der starke Franken auf die Margen. Aber eben die Stabilität und Sicherheit die der SFR im Moment bieten, werden weiterhin für einen guten Neugeldzufluss bei den CH-Banken führen, wie ja schon das 1 Quartal gezeigt hat. Dennoch $ und Euro sind im Moment unterbewertet wenn man die Kaufkraft berücksichtigt. Da ich immer unterwegs bin und zur Zeit in Mallorca, stelle ich mit Freuden fest, was ich alles kriege für ein paar Fränkli. Auch in Thailand und Brasilien hat der SFR um ca 10% zugelegt und ehrlich wenn ich sehe was ich alles kriege in Thailand, dann weiss ich auch der SFR ist zur Zeit überbewertet. Aber wie wir alle wissen, können eben solche Phasen länger dauern als man denkt.


    Die Schuldenproblematik die uns seit dem ersten Thread schon begleitet, hat sich weltweit verschlechtert und dennoch gehe ich davon aus, das der Kollaps noch nicht vor der Tür steht. Solange die amerikanische Wirtschaft kein Selbstläufer ist, wird das FED auf jeden Fall weiterhin das System mit Geld versorgen. Ebenso sind China, Indien, Russland und Brasilien noch lange nicht auf dem Niveau wie USA und Europa, was mich bis auf weiteres auch positiv stimmt, man kann ja dies auch schon schön an der Gewinntentwicklung schweizerischen Unternehmen sehen, trotz starkem SFR. Uhrenexporte steigen auch weiterhin. Irgend einmal wird das böse Erwachen kommen, aber für mich wurde das dank China usw auf die fernere Zukunft verschoben.

    Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

  • SMI im Juni 2011

    Turbo wrote:

    Quote
    THX MF

    sehe es ähnlich und finde auch der SMI hat sich in letzter Zeit gut geschlagen, aber eben hängt eben auch mit der speziellen Gewichtung einzelner Aktien zusammen. Nestle, Novartis und Roche machen mehr als 50% aus.


    Im Moment ist auch für mich kein klarer Trend ersichtlich. Für mich sind die CH-Aktien im langfristigen Vergleich unterbewertet, doch drückt im Moment der starke Franken auf die Margen. Aber eben die Stabilität und Sicherheit die der SFR im Moment bieten, werden weiterhin für einen guten Neugeldzufluss bei den CH-Banken führen, wie ja schon das 1 Quartal gezeigt hat. Dennoch $ und Euro sind im Moment unterbewertet wenn man die Kaufkraft berücksichtigt. Da ich immer unterwegs bin und zur Zeit in Mallorca, stelle ich mit Freuden fest, was ich alles kriege für ein paar Fränkli. Auch in Thailand und Brasilien hat der SFR um ca 10% zugelegt und ehrlich wenn ich sehe was ich alles kriege in Thailand, dann weiss ich auch der SFR ist zur Zeit überbewertet. Aber wie wir alle wissen, können eben solche Phasen länger dauern als man denkt.


    Die Schuldenproblematik die uns seit dem ersten Thread schon begleitet, hat sich weltweit verschlechtert und dennoch gehe ich davon aus, das der Kollaps noch nicht vor der Tür steht. Solange die amerikanische Wirtschaft kein Selbstläufer ist, wird das FED auf jeden Fall weiterhin das System mit Geld versorgen. Ebenso sind China, Indien, Russland und Brasilien noch lange nicht auf dem Niveau wie USA und Europa, was mich bis auf weiteres auch positiv stimmt, man kann ja dies auch schon schön an der Gewinntentwicklung schweizerischen Unternehmen sehen, trotz starkem SFR. Uhrenexporte steigen auch weiterhin. Irgend einmal wird das böse Erwachen kommen, aber für mich wurde das dank China usw auf die fernere Zukunft verschoben.


    THX TURBO


    Der starke SFR hat auch seine guten Seiten, die Unternehmen müssen sich neue Ziele setzen und die Margen in den Griff kriegen, ein «jammern» auf hohem Niveau. Was ich nicht ganz verstehe, warum spricht denn jeder der SFR sei überbewertet bzw. andere Währungen unterbewertet gegenüber dem Franken? Nur so als Vergleich bezüglich den BRIC Staaten - der BRL ist meines Erachtens gegenüber anderen Währungen viel zu hoch bewertet (nicht nur 10% zu hoch!!), da unten ist ein Kollaps vorprogrammiert! Lebensmittel und Lebensunterhaltungskosten sind in keinem realistischem Vergleich mehr, die Kluft zwischen Arm und Reich explodiert förmlich. Rohstoffe ohne Ende aber faules/unfähiges/korruptes Personal und das ist absolut kein Witz, das entnehme ich aus persönlicher Erfahrung da unten .....keineswegs nur 3-4 Wochen Ferienplausch :!: Nach der Weltmeisterschaft wird da unten vielen den Teppich unter den Füssen weggezogen. Aber eben, im Vergleich mit den USA etc. eine kleinere Lawine..... :D

    Geld ist immer vorhanden, aber die Taschen wechseln

  • SMI im Juni 2011

    Ok Miami


    du redest hier im Speziellen von Brasilien, sehe ich auch so, habe ja 5 Jahre dort verbracht und die Preisentwicklung voll mit bekommen. Der Real ist eine der wenigen Währungen die in den letzten 5 Jahren zum SFR zugelegt hat. Dieses Jahr konnte der SFR wieder einmal zulegen, aber unabhänig davon ist das Preisniveau im Moment zu hoch. Fussballweltmeisterschaft und Olympia lässt grüssen. Aber die Korrektur wird kommen, aber eben umgekehrt sind $,Euro oder Baht eindeutig zu nieder. Ich gehe jetzt auch nicht mehr nach Brasilien sondern profitiere vom günstigen Baht in Thailand. Zahnimplantante von Straumann kosten 1/3 was in der Schwei. Eine Zahnreinigung nur 14 Fr und sowohl was Ausbildung und Ausrüstung betrifft, müssen sie in Pattaya keinen Vergleich scheuen mit der Schweiz. Ein neu erstelltes und möbiliertes Studio mit Wifi und Flachbildswchirm kriegst du für 300 Fr.

    Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

  • Re: SMI im Juni 2011

    MarcusFabian wrote:

    Quote
    Vor allem die Jungen, die an der aktuellen Misere keine Schuld tragen, sie aber ausbaden müssen.


    Das ist so eine hirnlose Floskel! Die Jungen tragen dann auch keine Schuld, dass sie geboren wurden. Offenbar besser, sie wären nie geboren worden, dann müssten sie sich heute nicht beklagen!


    MarcusFabian wrote:

    Quote
    Ausblick Juni

    ... Das nächste weltbewegende Ereignis wird erst im Juli stattfinden. Dann nämlich, wenn die FED Farbe bekennen muss und sich zeigen wird, ob die US-Wirtschaft auch ohne QE auf eigenen Füssen stehen kann oder eben nicht.


    Vorher erwarte ich deshalb keine nennenswerten Schwankungen. Weder im SMI oder Dow noch bei Rohstoffen, Edelmetallen oder Währungen.



    Der 1. Juni hat doch schon einige Schwankung erlebt. Meiner Meinung nach wird sich die Volatilität jetzt weiter hinaufschaukeln. Im Juli passiert überhaupt nichts mehr, ganz einfach, weil dann alle in den Ferien sind! Nein, der Juni wird brisant und es wird hohe Voluminas und hohe Volatilität geben. Macht Euch auf einiges gefasst! Die Banken in den USA haben gestern um 4% verloren! Das erinnert mich an Zeiten im 2008 und anfangs 2009!

  • Re: SMI im Juni 2011

    in_God_we_trust wrote:

    Quote

    MarcusFabian wrote:



    Das ist so eine hirnlose Floskel! Die Jungen tragen dann auch keine Schuld, dass sie geboren wurden. Offenbar besser, sie wären nie geboren worden, dann müssten sie sich heute nicht beklagen!


    Die Regimes in Nordafrika haben das wohl ganz ähnlich gesehen wie du. *wink*

  • Re: SMI im Juni 2011

    Flipper wrote:

    Quote

    in_God_we_trust wrote:



    Die Regimes in Nordafrika haben das wohl ganz ähnlich gesehen wie du. *wink*


    Die Jungen haben nie das Recht sich zu beklagen, dass ihre Eltern (oder Elterngeneration) nicht genug vorgesorgt haben! Sie können nur beweisen, dass sie besser sind und für ihre eigenen Kinder besser vorsorgen!


    Hört endlich auf zu klagen und zeigt, dass Ihr es besser könnt!

  • Re: SMI im Juni 2011

    in_God_we_trust wrote:

    Quote
    Die Jungen haben nie das Recht sich zu beklagen, dass ihre Eltern (oder Elterngeneration) nicht genug vorgesorgt haben! Sie können nur beweisen, dass sie besser sind und für ihre eigenen Kinder besser vorsorgen!


    Hört endlich auf zu klagen und zeigt, dass Ihr es besser könnt!



    Es geht nicht darum, ob sich die Jungen beklagen oder nicht. Sondern es geht darum, ob sie bereit sind die Schulden und die Renten der Alten zu bezahlen. Wenn nicht, dann sollten sich die Alten nicht beklagen.

  • Re: SMI im Juni 2011

    Flipper wrote:

    Quote

    in_God_we_trust wrote:



    Es geht nicht darum, ob sich die Jungen beklagen oder nicht. Sondern es geht darum, ob sie bereit sind die Schulden und die Renten der Alten zu bezahlen. Wenn nicht, dann sollten sich die Alten nicht beklagen.


    Da hast Du allerdings recht. Jedoch zahlen alle in die AHV ein und alle zahlen Steuern bzw. Schulden, nicht nur die Jungen.


    Aber wenn zu viele Junge aussteigen würden, d.h. z.B. in Drogen flüchteten, dann wäre das ein Zeichen dafür, dass sie überfordert sind. Dann wäre z.B. Schuldenabbau eine Lösung.


    Generell kommen die Jungen pekuniär immer ein bisschen zu kurz und die Alten profitieren. Das ist aber gerecht, denn die Jungen haben grössere Kraft zu arbeiten, als die Alten. Zudem werden sie auch einmal alt (oder bekommen damit zumindest einen Anreiz dazu), und werden demnach auch einmal zu den Profiteuren gehören. Dann werden sie auch froh sein, dass sie Schub bekommen, währenddem ihre eigenen Kräfte sie verlassen!

  • Re: SMI im Juni 2011

    Flipper wrote:

    Quote

    in_God_we_trust wrote:



    Es geht nicht darum, ob sich die Jungen beklagen oder nicht. Sondern es geht darum, ob sie bereit sind die Schulden und die Renten der Alten zu bezahlen. Wenn nicht, dann sollten sich die Alten nicht beklagen.


    hallo Flipper, Du übersiehst da etwas ganz Wesentliches,die "Alten" haben über 40 Jahre und mehr Rentenbeiträge geleistet. Es ist das Umlagesystem an dem es hapert. Ausser dem finde ich es zum ko..... wie jung gegen alt ausgespielt wird. Da könnte noch viel dazu gesagt werden, wäre aber ein bizzeli OP, gell..........

    Immer der Nase nach

  • Re: SMI im Juni 2011

    Halligalli wrote:

    Quote
    hallo Flipper, Du übersiehst da etwas ganz Wesentliches,die "Alten" haben über 40 Jahre und mehr Rentenbeiträge geleistet. Es ist das Umlagesystem an dem es hapert. Ausser dem finde ich es zum ko..... wie jung gegen alt ausgespielt wird. Da könnte noch viel dazu gesagt werden, wäre aber ein bizzeli OP, gell..........


    Es geht mir nicht um die AHV, oder um das Ausspielen von Jung gegen Alt, ich selber gehöre übrigens zu den "mittelalterlichen" und habe keine Kinder, sondern es geht mir darum, was IGWT geschrieben hat. Das heisst, wenn die Alten einen riesigen Berg von Staatsschulden aufgebaut haben, sollten sie sich nicht wundern, wenn die Jungen sich verar... vorkommen und sagen "mit uns nicht" und einen Reset verlangen. Und dies hätte dann auch Auswirkungen auf die Renten.

    Ich habe übrigens nichts dagegen, wenn der Staat sich verschuldet, um sinnvolle Investitionen zu finanzieren, denn davon profitieren auch die Jungen.

  • Re: SMI im Juni 2011

    TeeTasse83 wrote:

    Quote

    in_God_we_trust wrote:


    Das ist so ziemlich genau die Definition eines Schneeball- Systemes... :)


    und bei uns wird es auch nicht mehr funktionieren da ja immer weniger Personen Kinder wollen... und sich mehr auf die Karriere konzentrieren :oops:

  • Re: SMI im Juni 2011

    T15 wrote:

    Quote
    da ja immer weniger Personen Kinder wollen... und sich mehr auf die Karriere konzentrieren :oops:


    Das ist eine gute Nachricht! Weil es eh schon viel zu viel Menschen auf der Erde gibt, ist das das genau Richtige!


    Deshalb sind Kinder ein Armutsrisiko, weil sich Kinder einfach nicht mehr rechnen!


    Zur Lösung der Menschenschwemme gibt es nur zwei Lösungen:


    A) Weniger Kinder

    B) Vernichtung einiger 100 Millionen oder gar Milliarden


    Welche willst Du?

  • Re: SMI im Juni 2011

    Ramschpapierhaendler wrote:

    Quote
    - gleich viele Menschen aber weniger Konsum


    Damit meinst Du indirekt: zurück zur Natur!


    Dazu ist es zu spät. Nur dank Rationalisierung und Einsatz von Maschinen und Computern können wir noch alle ernähren.


    Dann würden hunderte oder tausende Millionen von Menschen einfach verhungern!


    Damit wären wir bei Lösung B.

  • Re: Vor- und Nachteile Goldstandard

    M.A. aus A. wrote:

    Quote
    Hier noch ein netter Artikel für alle "Goldnuggets" oder "Rohstoffmuffel"


    Interessanter Artikel, wobei ...


    Quote:

    Quote
    1.Unter einem Goldstandard wäre es unmöglich gewesen, das internationale Finanzsystem vor dem Kollaps zu retten.


    Das ist zwar richtig. Allerdings hätte es unter einem Goldstandard die Finanzkrise gar nicht erst geben können ;)

    (Wir erinnern uns, die ist ja erst durch Pumpenkohle entstanden!)

  • Re: Vor- und Nachteile Goldstandard

    MarcusFabian wrote:


    Quote:

    Quote
    1.Unter einem Goldstandard wäre es unmöglich gewesen, das internationale Finanzsystem vor dem Kollaps zu retten. 1931 versagten die Zentralbanken bei der Rettung des Bankensystems, weil sie mitten in der Krise gezwungen waren, die Zinsen zu erhöhen, um ihre Goldwährungen zu verteidigen.


    Wie war es damals denn möglich?