SMI im Mai 2011

  • SMI im Mai 2011

    Der starke Franken trifft die Hotellerie und die Exportindustrie besonders stark. Allein in diesen Branchen kostet die Aufwertung schätzungsweise 15'000 Arbeitsplätze, wie eine Studie der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF ergab. Gewerkschaften fordern «energische Massnahmen».


    Seit 2008 ist der Wert des Schweizer Frankens gegenüber den meisten anderen Währungen stark gestiegen. Dies verteuert Schweizer Exporte und den Tourismus. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH hat die Folgen auf die Schweizer Wirtschaft untersucht.


    Besonders unter Druck geraten sind die Exporte der Metall- und Maschinenindustrie in die Nachbarländer sowie die Übernachtungszahlen europäischer Touristen, wie KOF-Ökonom Ingve Abrahamsen bei der Präsentation der Studie erklärte. Andere Branchen, etwa die Uhren- oder Pharmaindustrie, bekunden weniger Probleme mit dem hohen Frankenkurs.


    Gemäss der KOF-Studie könnten mit einer siebenprozentigen Abwertung des Frankens in der Maschinen- und Metallindustrie mehr als 10'000 und in der Hotellerie 4500 Stellen gerettet werden. Ohne Massnahmen sei dagegen gesamtwirtschaftlich mit einem Beschäftigungsrückgang von 2,7 Prozent zu rechnen, wie die KOF in einer Modellrechnung ermittelte. Insgesamt seien damit 120'000 Arbeitsplätze gefährdet.


    Nach Angaben der Gewerkschaft Unia, die die Studie in Auftrag gab, sind die Leid tragenden die Arbeitnehmenden. «Immer mehr Arbeitgeber versuchen, die Folgen der Wechselkursschwankungen auf die Arbeitnehmenden abzuwälzen», sagte Unia Co-Präsident Renzo Ambrosetti.


    Politik und Nationalbank gefordert

    Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), forderte Politik und Nationalbank deshalb auf, gemeinsam Massnahmen zur Begrenzung der Frankenspekulation zu ergreifen. Die Nationalbank dürfe keinesfalls die Zinsen erhöhen. Ausserdem müsse eine Untergrenze beim Franken/Euro-Kurs eingeführt und verteidigt werden.


    «Fast alle kleinen Volkswirtschaften haben sich gegen Wechselkursschwankungen geschützt», sagte Lampart mit Blick auf Singapur, Südkorea oder Dänemark. Dazu gehörten etwa die Einschränkung des Devisenhandels oder die Anbindung der Währung an andere Währungen. Solche Massnahmen lohnten sich auch zum Schutz des kleinen Wirtschaftsraums Schweiz.


    Lohnkürzungen und Arbeitszeiterhöhungen

    Um die Einbussen zu bewältigen, erhöhen Firmen in der Metall- und Maschinenbauindustrie beispielsweise die Arbeitszeit, ohne ihren Angestellten mehr zu zahlen, oder kürzen die Löhne, wie Ambrosetti anhand von Beispielen zeigte.


    So arbeiten die Angestellten der Tessiner Firma Trasfor seit Anfang Jahr 2,5 Stunden mehr pro Woche. Die Mopac im bernischen Wasen hat laut den Angaben ihren Angestellten den Lohn um 10 Prozent gekürzt. Und Stöcklin Logistik im Kanton Basel-Landschaft zwang letztes Jahr allen Grenzgängern im Haus eine Lohnreduktion von 6 Prozent auf.


    Langfristig fallen Arbeitsplätze weg, weil Personal abgebaut wird oder keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden. In einer Umfrage der Unia in der Maschinen- und Metallbauindustrie gaben 41 Prozent der befragten Firmen an, sie planten eine Verlagerungen der Produktion ins Ausland. 28 Prozent wollten Personal abbauen.


    Weniger Personal in der Hotellerie

    Trotz des starken Frankens profitiert die Exportindustrie von der insgesamt positiven Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Tourismusbranche jedoch, die ihre Dienstleistungen im Inland erzeugt und hohe Personalkosten hat, spürt diesen Effekt nicht.


    Die Ausländer-Logiernächte weisen in der Studie die höchsten Wechselkurselastizitäten überhaupt auf. Bei den Übernachtungszahlen von Touristen aus fast allen Ländern ist die Elastizität grösser als eins. Das heisst, bei einem Anstieg des Frankens um ein Prozent sinkt die Zahl der Logiernächte um mindestens ein Prozent.


    In der Hotellerie würden deshalb oft die Arbeitspläne kurzfristig geändert und weniger Personal eingesetzt, sagte Mauro Moretto, Unia- Branchenveranwortlicher Gastgewerbe. Festangestellte kämen dadurch nur noch mit Mühe auf ihre Stunden, was bis zur Kündigung führen könne. Angestellte im Stundenlohn müssten einen Lohnausfall hinnehmen.


    Quelle: http://www.nzz.ch

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Danke für die Theorien-Diskussion

    Ist richtig interessant, was ihr Koryphäen da so raus lässt. Habe mich weit hinein gelesen. Aber wenn dies dann bis nach Mitternacht dauert, strecke ich die Waffen, besonders wenn sich der Kopf langsam dreht vor lauter Zahlen und Formeln.


    Ich stelle dann schnell fest, dass ich einzig bei solchen Dingen wie "Bei Aktien wie Nestlé oder Novartis werden wir eine starke Korrelation mit dem SMI feststellen" sofort in den Sinn kommt: Da wedelt der Schwanz mit dem Hund.....


    Ist etwas mager, meine Erkenntnis nach soviel Fachtheorie. Danke trotzdem *wink* :idea:

  • Im falschen Film?

    Wir sind ja hier im SMI Mai 2011 - Thread! Wissen das auch alle? Nach den vielfälligsten Beiträgen in diesem Thread zu urteilen, vermutlich nicht. Es ist einfach schade, wenn man diesen Beitrag "abonniert" hat und dann immer wieder etwas zu lesen bekommt das den SMI und die dazu gehörigen Aktien gar nicht betrifft. Mal ganz abgesehen von weiteren Ramsch der überhaupt nicht ins Forum gehört.


    Aber was soll's!


    Aufgrund des Austausches mit mf in diesem Beitrag und gemäss der Weisheit "verkauf im Mai", habe ich heute mein ganzes Depot bis auf Swisscom N geleert. D.h. jetzt aber nicht, dass sich die weltweiten Börsen mit meinen Verkaufsaufträgen überfordert sahen. Die Märkte konnten diese Verkäufe gut absorbieren.


    Verkauft wurde, und alles mit Gewinn, folgende Aktien-Positionen:


    Roche GS

    Galenica N

    BC Vaudoise

    ETF auf Rohstoffe (in Euro)


    Jetzt warte ich mal in Ruhe ab was im Mai passiert und was der werte Herr Bernanke Ende Mai/Juni macht oder nicht macht.


    Brechen Aktien/Rohstoffe ein, werde ich die obigen Positionen


    Roche GS

    Galenica N

    BCV

    Rohstoff-ETF


    wieder kaufen.


    @ marcusfabian

    Du musst keine bedenken haben, wenn es nicht aufgeht.

    Es ist absolut und alleine meine Entscheidung.


    Karat

  • Re: @ K300

    anser wrote:

    Quote


    Daher helfen mir Überlegungen, wie sie MF anstellt, einiges mehr als Formelgelaber...


    Stimmt, das geht mir genauso; aber zur Verteidigung von k3000: Soviel ich mich erinnere, hat er diese Diskussion nicht angezettelt, sondern nur Erklärungen dazu abgegeben.


    Gruss

    fritz

  • Re: @ K300

    anser wrote:


    Du kannst mir gern dein Geld schicken, da kann ich mir 2-3 Mal meine Zigarren anzünden mit den Tausendernoten deines Monatslohnes, sowas gefällt mir.


    Warum vermischt du Physik mit Finanzmathematik? Was sind das für Argumente? Verwechselst du die Schweiz auch regelmässig mit Schweden?


    Was wäre denn den Gegenvorschlag für Indikatoren zur Risikoabschätzung einer Investitition? Klar kann man das Risiko auch mit den autopoietischen Systemen von Niklas Luhmann erklären, ist einfach nicht so "greifbar" denke ich.


    Alles, was ich mit meinen Ausführungen hier mache ist, den Leuten verschiedene Approaches für Investitionen und Investitionsmöglichkeiten aufzeigen von denen ich denke, das sie viele noch nicht kennen und nicht immer nur gebannt auf den SMI starren müssen.

    An dieser Stelle gebührt auch Dank an fritz zu meiner Verteidigung.


    Anstatt hier nur angriffige Kommentare zu schreiben, sollten sich die Leute eher mal in Selbstreflektion üben und sich überlegen, warum sie über längere Zeit nie (oder nur in Ausnahmefällen) Kohle verdienen mit ihren Anlagen geschweige den ein stabile/gescheite Rendite haben.

    Stattdessen werden sie aggressiv und gehen in Verteidigunsposition.... aber eben, mir ist's ja egal... ausser wenn ich meine Zigarren mit den Geldnoten anzünde, da hab ich echt Spass.


    Und übrigens: Taleb's Hedge Funds Empirica hatte eine dermassen grottenschlechte Performance, dass er ihn schliessen musste... er verlochte ständig nur das Geld seiner Investoren.

    So viel zu deinem selbsternannten Guru und seinen Büchern.

  • SMI im Mai 2011

    Das ist nicht die Vermischung, sondern die Anwendung, Hirni.


    Die Eloquenz des Wortes lernt man wohl nicht an der Schule?

  • Re: @ K300

    k3000 wrote:

    Quote
    Was wäre denn den Gegenvorschlag für Indikatoren zur Risikoabschätzung einer Investitition?


    Es liegt wohl in der Natur des Homo-Ökonomikus, dass er versucht, Dinge, die nicht greifbar sind durch mathematische Formeln greifbar und somit verständlich zu machen.

    Daran ist ja eigentlich auch gar nichts auszusetzen.


    Vermulich könnte man ein Vermögen damit verdienen, wenn es gelänge, eine Formel zu entwickeln, die in allen Lebenslagen funktioniert. Vor allem, wenn man aus der Geschichte weiss, wie viel Lizard-Lady (Blythe Masters, die "Erfinderin" der Subprime-Pakete) von ihrer Risiko-Formel, die im Praxistest kläglich gescheitert ist, profitiert hat.


    Was haben wir in den letzten 24h gelernt?


    1. Wer Formeln oder Bewertungsmodelle vorstellt, soll sie mit einfachen Worten so umschreiben, dass wir Otto Normalverbraucher auch etwas davon haben.


    2. Er möge Anwendungsgebiet und vor allem auch die Grenzen einer Methode aufzeigen. So mussen wir beispielsweise feststellen, dass Sharpe-Ratio für einen Anlagen-Anleger, der in der eigenen Währung investiert, durchaus Sinn machen kann, bei Fremdwährungen aber versagt, weil das Währungsrisiko nicht berücksichtigt wird.

    Dies ist entsprechend der einzige Kritikpunkt, den ich Dir gegenüber anbringen muss. Nämlich, dass Du es versäumt hast, diese Grenze aufzuzeigen.


    3. Die Formeln erinnern weniger an Mathematik als vielmehr an Physik. Will heissen: wir treffen Annahmen (z.B. Risikoloser Zinssatz), die dann in eine Formel einfliessen und dort vielleicht sogar mit Hebelwirkung für ein falsches Ergebnis sorgen, wenn sie nicht stimmen.


    4. Ich mag mich irren, habe aber den Eindruck, dass Formeln dazu verleiten, das Gehirn auszuschalten: Man lässt Aktienkurse und ein paar Konstanten durch den Computer laufen, erhält eine Reihe abstrakter Faktoren und kauft dann das Papier, das den höchsten Wert erzielt, ohne sich um die fundamentalen Daten Gedanken zu machen.

    Vielleicht bin ich ja böse und ich münze das keineswegs auf Dich. Aber ich weiss, dass einige professionelle Trader exakt so vorgehen.


    5. Formeln können ihre Bedeutung verlieren, wenn sich die Zeiten ändern. Das gilt meiner Meinung nach für alle Formeln, die US-Staatsanleihen als "todsichere" Anlage betrachten oder davon ausgehen, dass die Treasury-Renditen so niedrig bleiben werden wie in den letzten 1 oder 2 Jahren. Solche Annahmen sind die Eier aus denen Schwarze Schwäne schlüpfen! ;)

  • Re: @ K300

    MarcusFabian wrote:

    Quote

    Vermulich könnte man ein Vermögen damit verdienen, wenn es gelänge, eine Formel zu entwickeln, die in allen Lebenslagen funktioniert. Vor allem, wenn man aus der Geschichte weiss, wie viel Lizard-Lady (Blythe Masters, die "Erfinderin" der Subprime-Pakete) von ihrer Risiko-Formel, die im Praxistest kläglich gescheitert ist, profitiert hat.




    Das ist die gängigste Falschinformation, Medienlüge und Fehlvorstellung in den Köpfen der Leute, dass die "Wall Street" die Finanzkrise ausgelöst hat.



    Die US-Regierung selbst hat die Finanzkrise ausgelöst.


    Beweise siehe:


    http://www.youtube.com/watch?v=cNXyBIPAJqQ


    und Teil 2 hier:


    http://www.youtube.com/watch?v=i4PE1gZn7s4

  • Re: Grüezi Alan

    Ich möchte ein paar grundsätzliche Anmerkungen machen zu dem was k3000 hier geschrieben hat. Dies ist auch nicht off topic im SMI-Thread, da es alle betrifft, die ihr sauer verdientes Geld klug investieren wollen.


    k3000 wrote:

    Quote
    Und wenn sie 20% performance fee verlangen? Na und?!

    Wer mir regelmässig 40% Bruttorendite pro Jahr auf mein ganzes Vermögen beschert und ich noch dazu jahrein, jahraus dabei schlafe wie ein Baby, darf von mir aus auch 50% performance fee von mir haben!


    Ich möchte daran erinnern, dass Bernie Madoff mit seinen Fonds eine Performance von ca. 10% p.a. versprochen hatte. Mit dieser

    sentationellen Performance wurde er reich und berühmt. Er hatte nur das kleine Problem, dass er die 10% nicht erreichen konnte und deshalb zum Betrüger wurde.

    Und k3000 faselt hier was von 40% p.a. und das ohne nennenswertem Risiko. :roll:


    k3000 wrote:

    Quote


    Das ganze Rechnen kann man sich sparen, wenn man bei seiner Hausbank anruft und die Fremdwährungen absichern lässt. Kostet erfahrungsgemäss so 400-500bps. Also kann man (Warnung: Milchbüchlirechnung) einfach 4-5% pro Jahr von der Performance abziehen. Kommen so immer noch gut hin, die Investitionen in MBS denomminiert in USD! :D 


    Madoff versprach 10% p.a. Rendite in US$. Mit dieser Währungsabsicherung hätte sich die Rendite glatt halbiert.


    k3000 wrote:

    Quote


    Anstatt hier nur angriffige Kommentare zu schreiben, sollten sich die Leute eher mal in Selbstreflektion üben und sich überlegen, warum sie über längere Zeit nie (oder nur in Ausnahmefällen) Kohle verdienen mit ihren Anlagen geschweige den ein stabile/gescheite Rendite haben.


    Ich habe mal gelesen, dass nur 20% der Spekulanten an der Börse Geld verdienen. Ich denke, wenn die Leser hier im Forum die Ratschläge, z.B. eines MarcusFabian, befolgten, dann dürften sie diese "Benchmark" bei weitem übertreffen.


    k3000

    Ich finde es toll von dir, dass du dir die Zeit nimmst um den Lesern zu erklären, was für Möglichkeiten es an der Börse gibt um die Rendite zu optimieren.

    Aber wenn du von 40% jährlicher Rendite schreibst und davon, wie gerne du mit 1000er Noten Zigarren anzündest, dann förderst du eine Mentalität, die schon während der New Economy Blase und der, ich nenne es mal Triple A Blase, schief ging.

  • SMI im Mai 2011

    Und ich hab mal gelesen, dass auf dem Mars kleine Zwergen leben, denen drei Gurken über dem Auge wachsen.


    Ich bin dankbar für dein Feedback Flipper, aber ich kann es nicht ausstehen, wenn man mir die Worte im Mund verdreht.


    Ich habe nie von wahnsinnigen Renditen ohne nennenswertes Risiko gesprochen. Alles was ich den Leuten näher bringen wollte ist, dass man Investitionen mit dem Konzept von Renditemöglichkeit pro Einheit Risiko angehen sollte, um seine Erfolgschance allenfalls zu vergrössern und hab Alternativen aufgezeigt, welche diesbezüglich gängigen Finanzanlagen überlegen sind.


    Leider muss ich feststellen, dass auch grundlegendste ökonomische Konzepte hier nicht verstanden werden.


    Aber ich geb nicht auf. Ich mag Schreiben.

    :shock:


    Wo hab ich jetzt bloss wieder meine Tausendernoten hingelegt? Die Zigarre ist mir ausgegangen.

  • SMI im Mai 2011

    Hat nicht kostolany mal gesagt, dass er innert minuten merkt ob sein gesprächspartner ökonom ist, da seine gedanken in ein Korsett gezwängt sind, aus dem er nicht herausfindet??? :lol:

  • SMI im Mai 2011

    Merlin2033 wrote:

    Quote
    Hat nicht kostolany mal gesagt, dass er innert minuten merkt ob sein gesprächspartner ökonom ist, da seine gedanken in ein Korsett gezwängt sind, aus dem er nicht herausfindet??? :lol:


    Ich mochte Kostolany sehr, war schliesslich mein Landsmann. *wink*

    Ich kann übrigens jedem nur empfehlen eines seiner Bücher zu lesen. Da lernt man etwas über Hartgesottene und solche mit zittrigen Händen. Ein schönes Beispiel dazu kann man gerade live auf dem Silber-Markt verfolgen.

  • SMI im Mai 2011

    k3000

    Du sagst die Anleger hier sollen über den Tellerrand schauen und mehr als nur den SMI zur Anlage in Betracht ziehen. Einverstanden.


    Du zeigst Anlagemöglichkeiten mit angeblich tollen Rendite-Risiko Verhältnisen auf, welche jedoch Mindesteinlagen von >500k USD verlangen (siehe deine Top-10 SR Liste).


    Sorry, aber wer als Privatanleger mit normalen Ersparnissen (sagen wir grosszügig


    Ich mag diese undurchsichtigen Anlagemöglichkeiten nicht, erst recht nicht als Privater welcher eh kein Einblick erhält. (Als Institutioneller oder HWI natürlich etwas anderes, aber glaubst du solche hier als Leser zu finden?)


    Dieter Behring hat mit konstanten Renditen von über 40% p.a. geprahlt und mit einem angeblichen Track Record von 25 Jahren. Jährlich gehen viele auch seriös arbeitende Hegde Funds hopps. Und wenn man da sein Vermögen drin hatte hat man Pech gehabt.


    Fazit: Zeig valable Anlagemöglichkeiten. Mit Aussagen wie Geld hat man, schenkst du deinen Ansichten keine Glaubwürdigkeit.

  • SMI im Mai 2011

    k3000 wrote:

    Quote
    Renditemöglichkeit pro Einheit Risiko


    Und genau da liegt der Hund begraben... Was ist eine Einheit Risiko?


    Ist es die historische Schwankung (Varianz, Standardabweichung) einer Anlage? Ja, von welchem Zeitraum denn? Die letzten 3 Monate oder die letzten 3 Jahre?


    Was ist wenn die Schwankung nicht Konstanz über die Zeit ist, sondern sogenannte Volatiltätscluster auftreten können (sprich Perioden mit überproportional vielen Extremausschlägen, die berühmten Fat Tails). Dann wäre beispielsweise auch die Kurtosis, die bei einer Verteilung die Dicke der Tails misst, ein Risikoindikator.


    Mit vergangenen Daten in die Zukunft schauen?

    Bei all deinen Risikoindikatoren wird meistens mit der vergangenen Volatiltät gerechnet, warum nie mit der impliziten Volatiltät (sprich mit der von den Marktteilnehmern erwarteten zukünftigen Schwankung), die aus Optionen abgeleitet werden kann?


    Es gibt auch Bestrebungen wie die Extemwerttheorie, wo man versucht aus vergangenen Daten potentielle zukünftige noch nie dagewesenen Extremwerte abzuleiten. In Holland hat man so zum Teil die Höhe der Deiche berechnet.


    Oder ist die ganze Statistik eh für die Katz und der einzige Weg ist eine auf fundamentaler Argumentation begründete Zukunftssicht unter Berücksichtigung von Worst Case Szenarien?




    k3000 wrote:

    Quote
    Leider muss ich feststellen, dass auch grundlegendste ökonomische Konzepte hier nicht verstanden werden.


    Und du verstehst sie?

  • SMI im Mai 2011

    k3000 wrote:

    Quote
    Leider muss ich feststellen, dass auch grundlegendste ökonomische Konzepte hier nicht verstanden werden.


    Aber das ist doch gerade die Frage. Was bringen diese ökonomischen Konzepte beim Investieren?

    Du kannst mich korrigieren, aber soviel ich weiss wurden Oekonomen, oder Mathematiker mit ökonomischer Weiterbildung deshalb an der Börse reich, weil sie mathematische Algorithmen und Produkte entwickelten mit denen ihre Arbeitgeber viel Geld verdienen konnten.

    Ich denke mal, als Spekulanten sind die kaum viel besser als der Durchschnitt, und ich möchte mal den kennenlernen, der besser ist als ich. :D

  • Re: @ K300

    anser wrote:

    Quote
    Bei soviel geballter Intelligenz + Wissen + "Geld hat man" müsstest Du mehrfacher Billiadär sein :D :!:

    Lies mal Mandelbrot und Taleb!!!



    Ja der Taleb ist hierfür ein sehr gutes Beispiel, meistens haben die Theoretiker keine Ahnung von der Praxis - et vice versa.


    Und nur Deppen glauben, dass man Geld braucht um glücklich zu sein.

    Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

    A. Schopenhauer



    Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

  • SMI im Mai 2011

    Ich mag euch wirklich alle hier.

    Kleine räudige user, welchen die Gegenparteien lachend das Geld aus der Tasche ziehen.


    So wie camel, der Mann mit dem vielen purple haze. Oder Felix, der ständig Namen von Finanzdespoten schreit, wenn ihm keine rationalen Argumente mehr einfallen. Fritz, der stille supporter. Und MarciusFabian, der besonnene Subsumierer. simon23, der Studi aus Stastikvorlesung, der gerne die Menüs in der Mensa für 5.40 isst und ein CS Academica Konto hat, damit die paar Hundert Fränkli pro Monat von Papi auch schön Zinsen geben. Flipper, der es ähnlich hält wie Felix, aber bei den Trades oben aus schwingt. Und natürlich auch anser mit der Genitalkraft des Gammelfleisches.


    Viel Liebe hier. Fast wie Ocean's 11. Cool.

    Wenn ihr doch mal in der Nähe des Petermann's seid, schaut dort vorbei, ich esse dort regelmässig.

    Man kann dort auch Hahnenwasser bestellen.

  • Re: @ K300

    k3000 wrote:

    Quote
    Die US-Regierung selbst hat die Finanzkrise ausgelöst.

    Beweise siehe:


    http://www.youtube.com/watch?v=cNXyBIPAJqQ

    und Teil 2 hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=i4PE1gZn7s4


    Sehr interessante und aufschlussreiche Videos. Muss man schon sagen.

    Zusammengefasst: in den 1990ern wurden Gesetzesgrundlagen geschaffen, die Zockerei und das "Wetten" wieder erlaubte und Sub-Primes (also das Zusammenfassen von schlechten Hypotheken in ein Paket) ist eine Erfindung der staatlichen RTC.


    Soweit so gut. Der Staat hat also zu viele Alkohol-Lizenzen verteilt, worauf Bars und Schnapsläden wie Pilze aus dem Boden geschossen sind und die Zahl der Alkoholiker entsprechend explodiert ist.


    Was uns zu einer Erweiterung der Frage führt, die ich schon letzte Woche gestellt hatte:

    Wer ist schuld am Alkoholmissbrauch? Der Staat, der die Lizenzen verkauft? Der Alki-Dealer in der Bar? Oder der Dumme, der das Angebot dankend annimmt?


    Oder vielleicht alle drei?