SMI im Februar 2011

  • SMI im Februar 2011

    Karat1 wrote:



    Grundsätzlich magst Du recht haben - allerdings ein Irrtum: Lybien ist keineswegs einer der wichtigsten Öllieferanten (ca. 11% für die Schweiz). Siehe dazu den Bericht vom UVEK unter link: http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_325416789.pdf&endung=Marktentwicklung fossiler Energieträger 4 / 2010[/color]

    Auf Seite 16 von 18 siehst Du wer liefert (auch sonst ist der Bericht der Schweizer interessant) Kiss Swiss :oops: =

    Russland Rohöl 1% / Mittlerer Osten Produkte 9% / Kasachstan Rohöl 10% / GUS Produkte 26% / Nigeria Rohöl 4% Libyen Rohöl 11% / Algerien Rohöl 3% /Ägypten Rohöl 1% / Nordsee Produkte 15% /Afrika Produkte 12% / Aserbaidschan Rohöl 7% / Lateinamerika Produkte 1%

    Abbildung 8: Herkunft der Importe von Rohöl und Erdölprodukten in die Schweiz im Jahr 2009. Knapp 40% der Schweizer Erdölbedürfnisse werden als Rohöl importiert und in Collombey und Cressier verarbeitet. Trotz der politischen Krise zwischen Libyen und der Schweiz wird die Schweiz immer noch mit Rohöl aus Lybien beliefert. Die restlichen 60% der Erdölimporte werden als Produkte über fünf europäische Staaten importiert. Aus deren Rohölimportstatistiken lässt sich ein Bild der Herkunft dieser in die Schweiz importierten Produkte extrapolieren. Quelle: IEA.

    Weltweit ist das schwarze Gold zwar kritische "Mangelware", das gilt aber gem. @MF auch für andere Rohstoffe - wie er ja jeweils gut dokumentiert und erklärt. Zudem zeigt die aktuelle Gegenwart auch, wie "Meinungen" durch Presse und so heiter manipuliert werden können. Wenn der Gad-Affe (oder andere) fällt (oder fallen) , heisst das eben nicht, das kein Öl mehr fliesst. Wenn Saudi Arabien jedoch nicht mehr liefern könnte (Konjunktiv) - dann kannst Du ruhig "short" gehen - natürlich nicht in Öl. 8) :lol: By the subway for the weekend: Niemand kauft beim absolute low und verkauft beim top high ! Wer das sagt, ist langfristig ein Lügner oder kein Mensch. Das aber gerade macht ja unser "business" so lebenswert. :!:

    Auch das übliche "National Interest der Yankees" ist auch im Busch der Wüste, wenn Du mein Wortspiel erlaubst. Und sie dreht sich doch. Wir arbeiten heute, am Sonntag. Camels. Fallen wir doch nicht auf jeden Trick der Spekulanten herein. Auch Aktien sind eine Anlage - nur pick die Richtigen. Buy low und sell high. Und wie immer: Diversifikation !

  • SMI im Februar 2011

    camel corner wrote:

    Quote
    Grundsätzlich magst Du recht haben - allerdings ein Irrtum: Lybien ist keineswegs einer der wichtigsten Öllieferanten (ca. 11% für die Schweiz)


    Findest 11% wenig? Ich finde das eigentlich recht viel! Kommt aber schlussendlich auch nicht drauf an wieviel Öl die Schweiz von Lybien bezieht. Lybien ist einfach ein wichtiger Ölproduzent auf dieser Welt.


    camel corner wrote:

    Quote
    Wenn der Gad-Affe (oder andere) fällt (oder fallen) , heisst das eben nicht, das kein Öl mehr fliesst. Wenn Saudi Arabien jedoch nicht mehr liefern könnte (Konjunktiv) - dann kannst Du ruhig "short" gehen - natürlich nicht in Öl.


    Die Panik ist nicht wegen "was passiet wenn Gaddafi fällt?" sondern das jetzt ein Ausnahmezustand herrscht in Lybien. Und das jetzt weniger Öl fliesst von Lybien.


    Libya is probably still producing about 850,000 barrels of oil daily, down from its normal capacity of 1.6 million barrels - also momentan nur noch die Hälfte


    Also wenn ich eine Ölförderfirma in Lybien betreiben würde, dann wären meine Arbeiter wohl schon längst abgezogen. Kannst ja deine Leute nicht einfach in dem Ghetto weiterarbeiten lassen.


    Wenn Gaddafi fällt, wann auch immer dies Geschehen wird...dies könnte innert Tagen geschehen, es könnte aber auch noch Wochen gehen... jedenfalls wird sich dann die Lage betr. Öl nicht unbedingt verbessern. Weiss nicht wie das denn aussieht wenn irgendwelche Rebellen an der Macht sind!?


    Hier noch ne Story auf CNBC zu diesem Thema


    http://www.cnbc.com/id/41808790

  • Re: Ölpreis und Libyen im Fokus....von..

    camel corner wrote:

    Quote
    Wie versprochen die Zahlen der weltweiten Ölproduktion.


    Die Märkte interessiert nicht wieviel die entsprechenden Länder produzieren sondern wieviel sie exportieren. Dies ist ein wesentlicher Unterschied. Die USA z.B. produziert sehr viel Öl braucht es aber selber und exportiert daher nur wenig davon.


    Ich denke uns interessieren diese Zahlen (sind leider nicht sehr aktuell):


    List of countries by oil exports


    [Blocked Image: http://img602.imageshack.us/img602/4064/oilexportingcountries.png]


    Lybien ist zwar hier auch "nur" auf Platz 15. Jedoch ist das Gap vom 20. bis zum 3. Platz sehr klein. Da stechen eigentlich nur Russland und Saudi Arabien raus.


    Was uns auch noch interessieren könnte in diesem Zusammenhang sind die Ölreserven...


    List of countries by proven oil reserves


    [Blocked Image: http://img190.imageshack.us/img190/3028/oilreservesbycountry.png]


    Die Zahlen sind von Wikipedia.

  • SMI im Februar 2011

    TeeTasse83 wrote:

    Quote


    Wenn die Kurse weiter fallen, dann kann ich höchstens weitere KÄUFE hier posten :P


    Aber nur so lange bis dein Cash aufgebraucht ist.


    Gruss

    fritz

  • SMI im Februar 2011

    @MF


    Ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso du ab 2012/13 also wenn alles am Boden ist mit einem langjährigen Bullenmarkt rechnest :?


    Das hiesse ja wiederum dass das System Kapitalismus/Konsumismus wie bisher bestehend nochmals richtig fahrt aufnimmt, aber die Realität zeigt uns ja auf das viele Menschen mit diesem System auch keine zufriedenstellene Lebensart aufweisen,eher das Gegenteil traf ein.


    Ich habe heute diesen Artikel gelesen und finde ich wirklich lesenswert, es zeigt die Grenzen vom Kapitalismus auf:




    http://www.ftd.de/politik/inte…er-geldgier/60004202.html

    querschuesse.de

  • SMI Stand per 04.03.2011

    Massenproteste in Arabien. Steigende Ölpreise. Starker Franken. Sinkende Börsen. Anziehende Volatilität. UNO-Sicherheitsrat mit Strafmassnahmen gegen Gaddafi.


    Auch in der kommenden Börsenwoche wirds wieder spannend. Wo seht ihr den SMI Ende nächster Woche?


    http://www.payoff.ch/community…ode=threaded&message=2681

  • SMI im Februar 2011

    Firmenjäger Buffett sucht fette Beute


    Denn seine Überzeugung ist, dass es weiter aufwärts geht mit der Wirtschaft, vor allem in seiner Heimat. «Die besten Tage liegen noch vor Amerika.»




    Entweder ist er wirklich ein Genie oder total Wahnsinnig.


    Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.

    querschuesse.de

  • SMI im Februar 2011

    orangebox wrote:

    Quote
    @MF

    Ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso du ab 2012/13 also wenn alles am Boden ist mit einem langjährigen Bullenmarkt rechnest :?


    Nun, wenn alles am Boden ist, kann es nur noch aufwärts gehen ;)

    Ich glaube nicht, dass die nächste Runde genau so verlaufen wird wie die aktuelle. Vermutlich wird man wieder etwas mehr Bankenregulierungen einführen (Glass-Steagall II, dessen Abschaffung Mitte der 90er Jahre erst die aktuellen Probleme ermöglicht hat). Vielleicht strengere Kontrolle der Geldmenge etc.


    Ich muss wieder daran erinnern, dass die Finanzkrise von der Wallstreet ausgelöst wurde, nicht von der Mainstreet! Es ist ja nicht etwa so, dass die Arbeiter ihre Jobs und Häuser verlieren, weil sie faule Säcke waren sondern weil ein paar Finanz-Terroristen ihre Häuser und PK-Gelder verspekuliert haben. Dafür darf Joe Sixpack diesem Abschaum jetzt seine bailouts finanzieren.

    Nicht verwunderlich also, dass einige Leute bereits dazu übergehen, ihre Häuser mit Gewalt vor der Zwangsräumung zu verteidigen und einige Sheriffs nicht mehr bereit sind, Zwangsräumungen durchzuführen.


    Es gibt einiges, das zerstört werden muss. Hoffen wir nur, dass wir so schlau sind, die nächste Runde besser aufzubauen.

  • SMI im Februar 2011

    TeeTasse83 wrote:

    Quote


    Allerdings hat dies mit der Situation der Grosskonzerne relativ wenig zu tun. Sie profitieren weiterhin von den billigen offshore Arbeitskräften.


    Aha?

    Und Du hast Dir sicher auch überlegt, an wen die Grosskonzerne ihre Produkte verkaufen sollen, gelle?!

  • SMI im Februar 2011

    MarcusFabian wrote:

    Quote

    orangebox wrote:



    Ich muss wieder daran erinnern, dass die Finanzkrise von der Wallstreet ausgelöst wurde, nicht von der Mainstreet! Es ist ja nicht etwa so, dass die Arbeiter ihre Jobs und Häuser verlieren, weil sie faule Säcke waren sondern weil ein paar Finanz-Terroristen ihre Häuser und PK-Gelder verspekuliert haben. Dafür darf Joe Sixpack diesem Abschaum jetzt seine bailouts finanzieren.




    Nun die Finanzhaie mögen an der Krise mitschuldig sein aber nicht die Hauptschuldigen,die Schuld bez. der Ursprung liegt doch sind wir mal ehrlich bei jedem einzelnen Bürger.


    Amerika ist das Herz vom Konsumismus und vom Kapitalismus,leider ist der Trend auch auf unseren europäischen Länder übergeschwappt(Spanien,Ireland,UK und Co.),NY und viele anderen Staaten magen auch tolle Seiten haben aber der Konsumwahn und die Bestimmung der Persönlichkeit und des "Seins" wird dort drüben mehrheitlich durch materiellen Status definiert,durch die niedrigen Zinspolitik war es nun auch möglich das Menschen aus tieferen Schichten den "American Dream" ausleben durften, das heisst Erwerb von Immobilien,Autos (oftmals mehrere)Kreditkarten,Möbel,Luxusgüter etc. trotz schlechter Bonität.


    Ein Grossteil der Amis will trotz schlechter Aussichten so leben wie es der kleine Promilleansatz der Reichen auch tut.Und das kann einfach nicht funktionieren.




    Von dir MF würde ich noch gerne eine Antwort auf diese Frage erhalten:




    Quote:





    TeeTasse83


    Somit gute Aussichten für US Unternehmen die vorallem international geschäften und exportieren,düstere Aussichten für die US Bevölkerung da die Mittelschicht zunehmend unter Druck kommt bez abgleiten in die Armut.

    querschuesse.de

  • SMI im Februar 2011

    orangebox wrote:

    Quote


    Nun die Finanzhaie mögen an der Krise mitschuldig sein aber nicht die Hauptschuldigen,die Schuld bez. der Ursprung liegt doch sind wir mal ehrlich bei jedem einzelnen Bürger.


    Hm, wenn ein Patient das falsche Medikament nimmt und daran stirbt. Wer ist dann schuld? Der Patient, der das Gift geschluckt hat oder der Arzt, der es ihm verschrieben hat?


    Die Finanzhaie sind aus mehreren Gründen die Schuldigen:


    1. Sie haben die Politiker unter Druck gesetzt, bewährte Regulierungen aufzuheben. Erst das hat dazu geführt, dass Geschäfts- und Investmentbanken eins wurden und somit Finanzkolosse mit Prädikat "too big to fall" geschaffen wurden.

    Kolosse, die ausser einer "Elite" niemandem etwas bringen. Nur Gefahren.


    2. Sie sind in unermesslicher Gier Risiken eingegangen, Hebelgeschäfte, die ihnen das Genick gebrochen haben. (bzw. "hätten", wären sie nicht auf Kosten der Steuerzahler gerettet worden).


    3. Sie beziehen nun Gelder vom Staat, der ihre Verluste aus Immobilienspekulationen ausgleicht, ohne diese Gelder jenen weiterzugeben, von denen sie das Geld bekommen - den Steuerzahlern.

    Konkret: Joe Sixpack bezahlt mit seinen Steuergeldern den bailout von countrywide und wird just von dieser Firma per Zwangsvollstreckung auf die Strasse gesetzt.


    ---


    Wenn Du einen Hauptschuldigen finden willst, dann wohl am ehesten bei den Politikern, die der Wallstreet nachgegeben haben und geradezu von der Wallstreet dominiert werden.

    Aber was erwartet man auch von einem Hank Paulson, der bei Goldman Sachs war, bevor er Finanzminister wurde? Logisch, dass der alles erdenkliche tut, um Goldman Sachs Gutes zu tun und seinen eigenen Seckel zu füllen.


    Ist also dem ungebildeten Walmart-Wägeli-Schieber Joe Sixpack ein Strick daraus zu drehen, dass er einem kravattierten Hypotheken-Verkäufer auf den Leim gegangen ist?


    Wobei wir wieder beim Ausgangspunkt wären: Wer ist der grössere Narr? Der Narr oder der Narr, der ihm folgt?




    orangebox wrote:

    Quote


    Von dir MF würde ich noch gerne eine Antwort auf diese Frage erhalten:


    Quote:




    Amerika wird sich aus den Schulden drucken. Es wird garantiert nicht 70 Jahre lang den Gürtel enger schnallen, sparen und somit die Schulden kaufkraftmässig abstottern. Es wird einen klaren Schnitt geben. Entweder als harter politischer Entscheid oder aber erzwungen durch revolten der amerikanischen Mittel- und Unterschicht.


    Der oben erwähnte Joe Sixpack, dessen Haus von countrywide zwangsversteigert wird, der seinen Job, sein Haus verloren hat und nun zusätzlich über stetig steigende Energie- und Lebensmittelpreise klagt, wird irgend wann zur verfassungsmässig legalen Knarre greifen und auf die Strasse gehen. Damit meine ich aber nicht zwingend einen Aufstand wie in Lybien oder Tunesien sondern schlicht, dass die Bürger ihre Verfassungsmässigen Rechte durchsetzen, indem sie ganz legal protestieren.


    Amerika hat - ganz im Gegensatz zu Europa - nicht nur ein hohes Gewaltpotential der Bürger mit einer enormen "fire-power" sondern auch sehr effiziente Selbstreinigungskräfte. Ich könnte mir deshalb gut vorstellen, dass die Politiker derart vom Volk unter Druck gesetzt werden, dass sie gar nicht anders können als die Wallstreet-Terroristen zum Teufel zu jagen.

    Damit könnte einher gehen, dass es zu einem Schuldenschnitt, einer Währungsreform kommt, die die Reichen entreichert und den Armen und dem Mittelstand zugute kommt.

    Im Prinzip besteht zw. der aktuellen Herrschaft der Wallstreet (Banker, Fed) und der Herrschaft des Britischen Imperiums vor 1776 über die "Kolonie Amerika" kaum ein Unterschied. Es ist demnach plausibel, dass sich die Amerikaner wieder ihrer Gründungsväter erinnern und mit den heutigen "Eliten" genau so verfahren damals vor fast 250 Jahren mit den Briten.

    Nur, dass diesmal weniger Gewalt eingesetzt werden muss.


    Amerika wird also seine überdimensionierte Finanzindustrie zerschlagen und nur die Teile behalten, die für ein Funktionieren der Gesellschaft auch tatsächlich benötigt werden. Das beinhaltet die Abschaffung der FED, denn es gibt keinen Grund, warum der Staat sein eigenes Geld nicht selbst ausgeben sollte, wie er es vor 1913 auch getan hat. Und zwar besser als die FED.


    Ich kann jedem nur ans Herz legen, sich Michael Moore's Liebeserklärung an den Kapitalismus anzuschauen:


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  • SMI im Februar 2011

    orangebox wrote:

    Quote
    Firmenjäger Buffett sucht fette Beute

    Denn seine Überzeugung ist, dass es weiter aufwärts geht mit der Wirtschaft, vor allem in seiner Heimat. «Die besten Tage liegen noch vor Amerika.»




    Entweder ist er wirklich ein Genie oder total Wahnsinnig.


    Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.



    Es ist tatsächlich so: Unsere besten Tage liegen in der Zeit, wo wir schon lange entschlafen sein werden! Auch und foremost jene der USA. :)


    Aber als Trost: Jeder einzelne neue Tag bringt absolut mehr Wohlstand für uns alle, die wir den Wohlstand begrüssen! Die andern schmoren eben weiter in der Hölle, wenn ich es allegorisch ausdrücken darf.

  • SMI im Februar 2011

    Die Sache mit dem Patient und dem Medikament passt nicht ganz... Hier gehen wir von etwas aus, das der Konsument nicht wissen kann...


    ABER: wenn du als Konsument weder einen Job noch Vermögen hast (NINA No Income, No Assets) und dann einen Kredit aufnimmst über USD 500'000.00 um ein Haus zu kaufen, USD 5'000.00 Kreditkartenschulden für die letzten 3 Shoppingtouren und USD 460.00 im Monat für ein Leasing zahlen musst, bist du MITSCHULDIG! Die Banken und Investmentbanker, welche die Kredite vergeben bzw. weiterverkauft haben, sind Faktoren, welche das Ami-Problem zum Weltproblem gemacht haben...


    Dennoch ist der Konsument im Grunde DER SCHULDIGE... bei ihm beginnts und hörts auf!

  • SMI im Februar 2011

    GloomBoomDoom wrote:

    Quote
    Die Sache mit dem Patient und dem Medikament passt nicht ganz... Hier gehen wir von etwas aus, das der Konsument nicht wissen kann...

    ABER: wenn du als Konsument weder einen Job noch Vermögen hast (NINA No Income, No Assets) und dann einen Kredit aufnimmst über USD 500'000.00 um ein Haus zu kaufen, USD 5'000.00 Kreditkartenschulden für die letzten 3 Shoppingtouren und USD 460.00 im Monat für ein Leasing zahlen musst, bist du MITSCHULDIG! Die Banken und Investmentbanker, welche die Kredite vergeben bzw. weiterverkauft haben, sind Faktoren, welche das Ami-Problem zum Weltproblem gemacht haben...


    Dennoch ist der Konsument im Grunde DER SCHULDIGE... bei ihm beginnts und hörts auf!



    Hmmm aber wenn ich mir überlege, was hier die Bank haben will bevor sie auch nur entscheidet, ob man einen Kredit bekommt (Werbeslogan einer Schweizer Bank: "Kreditentscheid in einer halben Stunde..." nicht Kredit!!) oder auch eine Kreditkarte (Einkommensnachweis, Betreibungsauszug,...) und dann vergleiche, wie einfach das in der USA ist.... dann haben die Banken auch eine grosse Mitschuld - Einen Alkoholiker kann man auch mit einem einzigen Glas wieder abhängig machen!!!

    "Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler." -- Kenneth Boulding

  • SMI im Februar 2011

    MarcusFabian wrote:

    Quote


    Das beinhaltet die Abschaffung der FED, denn es gibt keinen Grund, warum der Staat sein eigenes Geld nicht selbst ausgeben sollte, wie er es vor 1913 auch getan hat. Und zwar besser als die FED.


    Das findet ja bereits statt.


    - Kongress (also die demokratisch gewählten Repräsentanten und nicht die Regierung) bestimmen in einem demokratischen Verfahren über die Höhe des Defizits (= eigene neue Geldausgabe).


    - Soll das Geld wieder abgeschöpft werden, weil die Konjunktur zu stark läuft, werden Anleihen ausgegeben, die das Geld abschöpfen. Damit genügend abgeschöpft werden kann, wird ein entsprechender Zins geboten.


    - Nochmals: US-Treasury finanziert sich nicht durch Anleihenausgabe sondern rein politisch. Die USA kann nur durch einen eigenen politischen Entscheid insolvent werden, nämlich durch Ablehnung des Budgets resp. dessen Defizit.


    Der Geldschöpfungsprozess im Privaten Sektor zwischen Banken und FED und zwischen Banken und Bankkunden ist ein völliger anderer Prozess und läuft über die Verpfändung von Eigentum (siehe Heinsohn oder weico).

  • SMI im Februar 2011

    Bullish wrote:

    Quote
    Der Geldschöpfungsprozess im Privaten Sektor zwischen Banken und FED und zwischen Banken und Bankkunden ist ein völliger anderer Prozess und läuft über die Verpfändung von Eigentum (siehe Heinsohn oder weico).


    aaah .. the good ole days ... als noch abgeschrieben und verpfändet wurde! Heute kauft der Staat alles auf, was zu riechen beginnt und pfeift ein lustiges Liedlein dazu.


    Und so fliesst alles zurück zum Ursprung des Eigentums: zum Staat.

  • SMI im Februar 2011

    GloomBoomDoom wrote:

    Quote
    Dennoch ist der Konsument im Grunde DER SCHULDIGE... bei ihm beginnts und hörts auf!


    Wenn Du "Schuld" als ökonomische und nicht moralische Kategorie meinst, hast Du absolut recht.