SMI im März 2010

  • Zunächst mal der Monatsrückblick auf den Februar in Zahlen:


    Der SMI gewann im Februar 4.73% von 6408 auf 6711.

    Allerdings verlor der Franken im selben Zeitraum 4.77% an Wert.

    Somit bleibt der Februar unter dem Strich in etwa ein Nullsummenspiel.


    Insofern betrachte ich meine Aussage aus dem Februar-Thread "

    Fazit: Februar seitwärts bis abwärts; "
    als halbwegs bestätigt, obschon mir natürlich bewusst ist, dass Leser, die rein nominal in Franken denken, dieser Einschätzung vehement widersprechen werden ;)


    Vielleicht aber auch nicht nach der Lektüre folgender Beobachtungen:


    Wir leben derzeit - genauer seit 2007 - in einer Anomalie. Die besteht darin, dass sich Währung und Markt (am Beispiel Dow und Dollar) nicht mehr in dieselbe Richtung bewegen sondern entgegengesetzt.


    In diesem Chart ist der Dollar als oranger "Berg" dem Dow seit 1990 überlagert:


    [Blocked Image: http://img535.imageshack.us/img535/4858/djvsdollar.png]


    1990 bis etwa 2000 war die Welt noch in Ordnung für die US-Märkte: Die US-Wirtschaft florierte. Getragen durch Computer, Internet und Telekom. Jeder wollte teilhaben. Ausländer investierten in die US-Märkte. Entsprechend mussten sie ihre Währung gegen Dollar verkaufen. Der Dollar stieg und die Märkte ebenso.

    ==> Wenn ein Land begehrt ist, dann steigen sowohl die Märkte als auch die Währung. ==> Starkes Land = Starke Währung.


    2000-2007 stimmt diese Logik immer noch: Die Dotcom-Blase platzte, die Märkte sanken und Dollars wurden gegen andere Währungen verkauft. Teilweise durch Repatriierung ausländischen Kapitals aber auch, weil sich US-Investoren vermehrt in Japan und Europa engagierten.

    Auch hier gilt also noch: Währung und Markt laufen in dieselbe Richtung.


    Seit 2007 erleben wir nun jeweils das genaue Gegenteil: Steigt der Dow, sinkt der Dollar und umgekehrt!


    Wie ist diese Anomalie zu erklären?


    Die Antwort: Angst vor Inflation oder Deflation.


    Wir wissen: Inflationsschutz gewähren Aktien, Rohstoffe und Gold.

    Bei Deflation hält man am besten Cash oder kauft Staatsanleihen.


    Steigt also die Angst vor Inflation, werden Staatsanleihen verkauft und Cash wird in Aktien und Rohstoffe investiert.

    Steigt die Angst vor Deflation, passiert das Gegenteil.


    Daraus lässt sich ableiten, dass die derzeitigen Bewegungen der Aktienmärkte nichts, aber auch rein gar nichts, mit der Wirtschaftsleistung der Unternehmen zu tun haben sondern fast ausschliesslich durch Inflations- Deflationsängste bestimmt werden.

    Das bedeutet nun nicht, dass man sich von Aktien verabschieden soll. Es bedeutet lediglich, dass Aktien den Werterhalt sichern, nicht aber zwingend eine effektive Wertsteigerung darstellen.


    Auf den Februar 2010 bezogen bedeutet das, dass ein Investor im SMI praktisch einen (kaufkraftmässigen) Werterhalt seines Vermögens erreicht hat, wohingegen der Halter von reinem Cash 4.77% verloren hat. Nicht nominal(!) sondern auf die Kaufkraft bezogen.


    Prognose März

    Die erste Aussage ist einfach: Steigt die Inflationsangst, wird der SMI weiter steigen aber der Franken an Wert verlieren.

    Steigt die Deflationsangst, passiert das umgekehrte: Der SMI sinkt und der Franken gewinnt an Wert.


    Wir müssten also wissen, ob eher Inflations- oder Deflationsangst angesagt ist - und jetzt wird's schwierig, denn die Entscheide und Statements, die die Stimmung in die eine oder andere Richtung beeinflussen, sind nicht vorhersehbar.


    Wenn also beispielsweise am 22. Februar, SNB Chef Hildebrand den Franken entwertet, um die Parität zu Euro und Dollar zu halten und die Exportindustrie zu schützen, dann hat das sofort zur Wirkung, dass der Franken fällt und der SMI steigt. Aber wer weiss denn schon vorher, was diesem ehemaligen Hedgefonds-Manager für Unsinn durch den Kopf geht?


    Was für März in der Pipeline steht ist das Auslaufen diverser Quantitative-Easing Massnahmen. Dies wurde teilweise bereits eingepreist. Werden die Massnahmen effektiv gestoppt, so bedeutet das eine Abschwächung der Wirtschaft und entsprechend sinkende Preise an den Aktienmärkten aber auch bei Rohstoffen und Gold. Grund ist das knapper werdende Kapital, das nun nicht mehr so locker von den Zentralbanken zu den Banken fliesst.


    Handkehrum kann uns auch jederzeit eine "wir hauen noch einen Billion auf den Putz"- Meldung erreichen und die Party an den Märkten geht weiter.


    Prognosen basieren - zwangsläufig - auf den Informationen, die einem zur Verfügung stehen. Derzeit ist bekannt, dass die QE Massnahmen auslaufen aber nichts von weiteren "Hilfs-Paketen". Deshalb lautet meine Prognose für März: Tendenz sinkend.

    Aber eben, behaltet immer auch die Reden der Zentralbank-Chefs im Auge. Dort spielt die Musik und nicht bei Wirtschaftsdaten.


    Als Lehre für die Zukunft empfehle ich folgende Regel mit auf den Lebensweg zu nehmen:

    "Bewegen sich Währung und Märkte in dieselbe Richtung, bestimmt der Verlauf der Wirtschaft den Weg.

    Bewegen sie sich in entgegengesetzte Richtung, sind Inflations/Deflations-Ängste die ausschlaggebenden Faktoren!"

  • SMI im März 2010

    Tiesto wrote:

    Quote
    Ist nicht MF dafür am Besten geeignet? Die Korrektur im Februar kam vermutlich nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte...


    Tja, nicht ganz. Das haben wir ja gestern auch in der Diskussion mit feira festgestellt:

    Wenn einem Zentralbank-Chef irgend ein Unsinn in den Sinn kommt und er Pumpenkohle produziert oder seine Währung entwertet oder sonst was, dann werden alle Prognosen und jegliche Chartanalysen von einem Moment auf den anderen zur Makkulatur.

  • SMI im März 2010

    Danke für den Eröffnungsbeitrag. Tendenz sinkend ist aber schon ein bisschen "vague", fidnest du nicht? *wink*


    Setzt du dich auch mit Computer- und Videospiele auseinander? Kann du dir die Gründe erklären, weshalb das jahr 2009 schlecht war? Liegt es daran, dass die Branche in Japan in der Krise steckt?

  • SMI im März 2010

    Quote:

    Quote
    Der SMI gewann im Februar 4.73% von 6408 auf 6711.

    Allerdings verlor der Franken im selben Zeitraum 4.77% an Wert.

    Somit bleibt der Februar unter dem Strich in etwa ein Nullsummenspiel.



    Verlor an 4.77 % an Wert gegen was? US-Dollar?

    Oder hatten wir 4.7 % inflation im Monat Februar?


    Im vergleich zur Euro-Zone hat der Franken an Wert gewonnen und sogar Europäische Indexe geschlagen.

  • SMI im März 2010

    Ich denke wir haben weiter stark steigende Kurse. Hab das irgendwie im Wasser *wink*

    Wenn dass so weitergeht haben wir schon Ende Jahr die 8000......


    ....was mich kritisch stimmt sind unvorgesehene Naturkatastrophen, diese treten vermehrt und heftiger auf. Wenn aufsmal Kalifornien von der Landkarte verschwindet....


    aber das ist alles nur...

  • SMI im März 2010

    Die 10'000 sollten auch mal fallen :P 8)

    Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

    A. Schopenhauer



    Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

  • SMI im März 2010

    Zuerst einmal möchte ich MF für seine Ausführungen danken. Er macht sich jedesmal viel Arbeit und Mühe uns etwas lehrreiches mitzuteilen. Ob und in wie weit seine Prognosen für den März stimmen werden, werden wir sehen. Ich denke die letzten Monate haben gezeigt wie schwierig es ist die Märkte einzuordnen und zu analysieren. Nicht desto Trotz lerne ich bei seinen Ausführungen immer etwas dazu. Und wer möchte nicht wieder etwas schlauer werden als zuvor?


    Werden die kommenden US-Daten schlecht ausfallen dann geht es bereits wieder abwärts. Sollte die Griechenland-Verunsicherung wieder stärker werden dann geht es abwärts. Also meiner Meinung nach ist der Aufschwung momentan nicht fundamental. Leider können wir es nicht beeinflussen sondern höchstens reagieren.




    Der Stuhl kann sich schliesslich auch nicht aussuchen welcher Arsch auf ihm sitzt.

  • SMI im März 2010

    Tiesto wrote:

    Quote
    Danke für den Eröffnungsbeitrag. Tendenz sinkend ist aber schon ein bisschen "vague", fidnest du nicht? *wink*



    Nun, ich denke etwas "vague" wie du es ausdrückst ist sinnvoller als sich zu sicher zu sein.

    Erst am 31. März sind wir sicher, was im März alles passiert ist. :D

  • um den erst der lage ...

    zu erkennen braucht man kein profi zu sein. trotzdem ein herzliches dankeschön an m.f.


    weleda

    Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

  • Re: SMI im März 2010

    Herzlichen Dank MF, ich lerne immer wider viel von deinen Posts und finde sie höchst interessant.

    Könnte aber die gegenwärtige Situation "Juhuii mehr Geld" nicht auch wider zu mehr Risiko führen?


    MarcusFabian wrote:

    Quote
    Allerdings verlor der Franken im selben Zeitraum 4.77% an Wert.


    Eine Dumme Frage, aber woran ist der Wert gemessen?

    Für der, der warten kann, kommt alles mit der Zeit

  • SMI im März 2010

    yeeah! ich habs noch gar nicht gelesen, aber trotzdem schon jetzt vielen dank für den märz thread mf! war doch schon irgendwie fast richtungslos heute das forum... ;)

  • SMI im März 2010

    feria wrote:

    Quote

    Tiesto wrote:



    Nun, ich denke etwas "vague" wie du es ausdrückst ist sinnvoller als sich zu sicher zu sein.

    Erst am 31. März sind wir sicher, was im März alles passiert ist. :D


    feria

    weiss doch... :D

    trotzdem danke *wink*

    lg, tiesto

  • SMI im März 2010

    @MF: Diesmal ein neutrales Statement zu Deinem Ausblick für den März - plus einige Hinterfragungen resp. andere Ansichten von mir:


    1. Bis vor ca. einem halben Jahr hat die 'Anomalie' noch gestimmt. Doch seit der Dollar zum Franken pari

    war, steigt sowohl der Dollar als auch der Dow wieder. Das natürlich wegen der akuten Euro-Schwäche.

    Siehst Du das nicht so?


    2. SNB Hildebrand hat ja schon angekündet, dass er jederzeit für Eingriffe bereit sei, um den Franken nicht weiter erstarken zu lassen. Sollte der Euro weiter zur Schwäche tendieren und der Dollar weiter steigen (was beides kurzfristig anzunehmen ist), bleibt ihm wohl nur eine 'kleine' Entwertung...?


    3. Quantitative-Easing: Meiner Meinung nach haben diese Massnahmen (oder deren Ankündigung) erst in ein paar Monaten direkten Einfluss auf die Kurse, da die Konsequenzen sich erst später erkennen / beurteilen lassen. Ich denke nicht, dass dies schon im März einen Einfluss haben wird.


    4. Tendenz März -

    Für mich sind folgende Faktoren ausschlaggebend, die

    für mich ein gemischtes Bild ergeben:



    - Die Börse ist dem Markt ein halbes Jahr voraus. Daraus folge ich, dass viel Negatives bereits drin ist und demzufolge eine weitere Steigerung zu erwarten ist. Wirtschaftserholungen werden ja überall

    propagiert...(???)

    - Dennoch ist alles (z.T. zu Unrecht) überkauft. Das spricht für eine Korrektur.

    - Die Investoren wollen sich die z.T. überrissenen

    Dividen sichern-deren Auszahlung erfolgt je nach Firma ab Ende März und im Verlaufe des Aprils. Vor allem die Schwergewichte werfen happige Direktrenditen ab. Das spricht für Positionierungen und steigende Kurse.


    Für mich heisst das 'im Durchschnitt': seitwärts mit leichter Aufwärtstendenz. Ende März sehe ich den SMI zwischen 6700 und 6800 Punkten (Stand SMI nach

    Börsenschluss 26.2.2009, also 6710).


    MfG

  • SMI im März 2010

    Guter Eröffnungsbeitrag MF...THX for sharing your thoughts:-)


    Die Frage ob als nächstes eine Inflation oder eben doch noch eine Deflation droht wird uns sicher noch ein Weilchen begleiten! Mal sehen wie lange die lieben es noch schaffen uns dazwischen zu halten:-)


    Quote:

    Quote
    Seit 2007 erleben wir nun jeweils das genaue Gegenteil: Steigt der Dow, sinkt der Dollar und umgekehrt!

    Wie ist diese Anomalie zu erklären?


    Die Antwort: Angst vor Inflation oder Deflation.


    Diese "Anomalie" wurde wie von tetoga schon erwähnt seit Dezember 09 unterbrochen im grossen Bild, jedoch kann man Intraday doch immer wieder beobachten wie sich die Korrelation bestätigt. Ich bin immer noch der Meinung das die FX Märkte einfach schon früher reagiert haben und die Aktienmärkte noch heftig folgen werden.


    Quote:

    Quote
    Prognose März

    Die erste Aussage ist einfach: Steigt die Inflationsangst, wird der SMI weiter steigen aber der Franken an Wert verlieren.

    Steigt die Deflationsangst, passiert das umgekehrte: Der SMI sinkt und der Franken gewinnt an Wert.


    Falls sich die Korrelation USD rauf Aktien runter und umgekehrt bewähren sollte, dann wäre dies ja umgekehrt...


    also SMI rauf, USD/CHF runter oder SMI runter, USD/CHF rauf.


    Oder hast du diese Aussage einfach auf den CHF bezogen? Würdest du dann das gleiche für SPX mit USD sagen?

  • Re: SMI im März 2010

    Mephist0pheles wrote:

    Quote


    Eine Dumme Frage, aber woran ist der Wert gemessen?


    An der einzigen uninflationierbaren Währung: Gold


    Übrigens haben Euro und CHF ja sogar gg. Dollar verloren. Der Euro wegen Griechenland (zwar übertrieben, denn Griechenland hat weniger BIP als Bayern) und der Franken wegen der offiziellen Entwertung durch die SNB.

  • SMI im März 2010

    tetoga wrote:


    Nein, das sehe ich nicht so. Der Dollar hat nur weniger verloren als Euro oder Franken.

    Stell Dir vor, Du sitzt in einem rückwärts fahrenden Zug und beobachtest einen ebenfalls rückwärts fahrenden Zug auf dem Nachbargleis. Wenn Dein Zug schneller rückwärts fährt, erweckt das bei Dir den falschen Eindruck, der Nachbarzug fahre vorwärts.




    tetoga wrote:

    Quote


    2. SNB Hildebrand hat ja schon angekündet, dass er jederzeit für Eingriffe bereit sei, um den Franken nicht weiter erstarken zu lassen. Sollte der Euro weiter zur Schwäche tendieren und der Dollar weiter steigen (was beides kurzfristig anzunehmen ist), bleibt ihm wohl nur eine 'kleine' Entwertung...?


    Ob gross oder klein: Er ist bereit auf Teufel komm raus die Talfahrt von Euro und Dollar mitzumachen.




    tetoga wrote:

    Quote


    3. Quantitative-Easing: Meiner Meinung nach haben diese Massnahmen (oder deren Ankündigung) erst in ein paar Monaten direkten Einfluss auf die Kurse, da die Konsequenzen sich erst später erkennen / beurteilen lassen. Ich denke nicht, dass dies schon im März einen Einfluss haben wird.


    Sehe ich nicht so: Und zwar aus folgendem Grund:

    Die Pumpenkohle hat, als sie Ende Februar 2009 eingesetzt wurde sehr schnell zu einer Steigerung der Aktienpreise geführt. Seither ist sie der nahezu einzige Faktor, der die Rally am Leben erhält. Wenn die Kohle versiegt ist das als würdest Du bei einem Gaskocher den Gashahn zudrehen.

    Na ja, vielleicht nicht ganz so schnell. Es werden ja nicht alle Massnahmen gleichzeitig und von einem Augenblick auf den anderen eingestellt und 960 Mrd$ sind ja noch als Reserve auf der Seite.




    tetoga wrote:


    Nur dann, wenn die Börse sich nach dem Markt richtet.

    Ist aber - wie ich versucht habe rüberzubringen - diesmal nicht der Fall. Die Aktienpreise steigen nicht, weil auf einmal wieder viele Leute Aktien kaufen wollen und an eine florierende Wirtschaft glauben. Die Aktienpreise steigen, weil das Geld, in dem sie bewertet werden, an Wert verliert.


    Deshalb ist es auch nicht möglich, eine saubere Prognose zu erstellen: Man müsste Unternehmensgewinne, Arbeitslosenzahlen, Lagerbestände, Auftragseingänge etc. bewerten. Tendenzen feststellen und daraus lässt sich dann die klassische Monatsprognose aufstellen. Aber da all diese Indikatoren derzeit irrelevant sind und die Märkte nur von der Pumpenkohle abhängen, ist genau das eben nicht möglich.


    Aber eben, dass ein Wirtschaftsaufschwung - wie Du zu Recht schreibst - "überall propagiert" wird stelle ich nicht in Abrede.


    Ganz interessant wird die Sichtweise, wenn man sich mal anschaut, was derzeit bei physischem Gold (nicht Papiergold und Future sondern physischem) abgeht:


    Da sind einerseits Zentralbanken netto zu Käufern geworden. Bis vor kurzem waren sie noch Verkäufer.

    Grossanleger, reiche Individuen, werden nervös, versuchen ihr Vermögen zu retten und kaufen alles an physischem Gold, dessen sie habhaft werden können. Die US Münzprägeanstalt musste schon wieder mangels Rohmaterial die Produktion einstellen.

    Weiterhin häufen sich die Fälle, wo Leerverkäufer von Gold ihren Lieferverpflichtungen nicht nachkommen können (siehe Comex)

    Beispiel im November 09 als die EZB der Deutschen Bank physisches Gold liefern mussten, da diese ihre Nackten Shorts nicht decken konnte.

    Oder in den letzten Monaten, wo Short-Seller bis 25% Aufschlag geboten hatten, als sie ihren Lieferverpflichtungen nicht nachkommen konnten.

    Sprich: Statt 1oz Gold zum Marktpreis von $1000 zu liefern haben sie $1250 in Cash geboten, weil kein Gold aufzutreiben war.


    Und nun zu dem, was offiziell "überall propagiert" wird: Verschiedene "Cash 4 Gold" Läden schiessen wie Pilze aus dem Boden und kaufen den Kleinanlegern ihr Gold ab. Alten Schmuck, Zahngold. Spielt keine Rolle. Und die Kleinanleger fallen drauf rein und verkaufen ihre letzten Goldreste.


    Wie ernst sollte man also die Propaganda nehmen?

  • SMI im März 2010

    marcello wrote:

    Quote


    Oder hast du diese Aussage einfach auf den CHF bezogen? Würdest du dann das gleiche für SPX mit USD sagen?


    Die Korrelation gilt jeweils für ein Land und seine Währung.


    Mach's nicht zu kompliziert: Denke einfach ein Jahrzehnt zurück. Wie war es damals?


    Länder mit starker Wirtschaft: Schweiz, Kanada, Malaysia. Die hatten alle auch eine starke Währung.

    Hingegen hatten Länder mit schwacher Wirtschaft (Argentinien, Türkei) auch eine schwache Währung.


    Man kauft eben nicht nur eine Aktie sondern damit auch das Land, die Stabilität der Wirtschaft, der politischen Verhältnisse, der Währung.

  • SMI im März 2010

    Das wird vermutlich auch so bleiben. Schliesslich passen EZB und SNB ihre Geldpolitik ja den Amis an. Also entsprechend verzögert.

    Entsprechend wird der Franken auch mit gewisser Verzögerung dem Dollar auf dem Weg nach unten folgen.

  • SMI im März 2010

    ... folgen müssen. Egal in welche Richtung .Ein starker Franken ist Gift für den Export, ein schwacher verteuert den Import. Wobei sich die SNB nach eignen aussagen eher am Euro orientiert