Der "was mich heute freut" -Thread!

  • Vitali Klitschko in der Ukraine zum Fraktionschef gewählt

    12.12.2012 16:28

    Der ukrainische Oppositionspolitiker und Boxweltmeister Vitali Klitschko führt seinen Kampf gegen Präsident Viktor Janukowitsch künftig als Fraktionschef der Partei Udar (Schlag). Klitschko wurde am ersten Sitzungstag des neuen Parlaments zum Wortführer der 42 Udar-Abgeordneten in der Rada mit 450 Sitzen gewählt.

    Das teilte die Partei am Mittwoch in Kiew mit. Bei der Sitzung sechs Wochen nach der Parlamentswahl in der Ex-Sowjetrepublik wollte sich Regierungschef Nikolai Asarow von der Partei der Regionen der Wiederwahl stellen. Die Wahl galt als sicher.

    Die Fraktion der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko trat in T-Shirts auf, auf denen sie die Freilassung der 52-Jährigen forderte. Proteste gab es auch vor der Rada (Parlament), wo Frauen der Organisation Femen barbusig gegen Korruption auftraten.

    Ausserdem demonstrierten etwa 100 Linke gegen den erstmaligen Einzug der rechtspopulistischen Partei Swoboda (Freiheit) ins Parlament.

    Klitschko's 4 President! Das wäre mal was für dieses Land!

  • Zyndicate hat am 12.12.2012 - 16:58 folgendes geschrieben:

    Vitali Klitschko in der Ukraine zum Fraktionschef gewählt!

    Wundert mich nicht. Er ist ja für die eine oder andere Knochenfraktion verantwortlich... :angry:

  • Vontobel hat am 10.01.2013 - 18:19 folgendes geschrieben:

    ...dass hier im Forum nach wie vor eifrig diskutiert wird...!

    War schon länger nicht mehr im Forum. Wie geht es euch allen?

    Welcome back Vontobel, wirklich schon lange nichts mehr von dir gehört!

    Ich glaube, der Forumgemeinde gehts gut, mal gibt es gute Zeiten in einem Forum, mal weniger gute ;)

    Mir zumindest gehts sehr gut! Wo warst du denn die ganze Zeit?

  • Zyndicate hat am 11.01.2013 - 08:38 folgendes geschrieben:

    Quote

    Vontobel hat am 10.01.2013 - 18:19 folgendes geschrieben:



    Welcome back Vontobel, wirklich schon lange nichts mehr von dir gehört!


    Ich glaube, der Forumgemeinde gehts gut, mal gibt es gute Zeiten in einem Forum, mal weniger gute smiley


    Mir zumindest gehts sehr gut! Wo warst du denn die ganze Zeit?


    Hey Zyndicate! Laut Statistik muss ich wohl über ein Jahr weggewesen sein...wie schnell doch die Zeit vergeht. Freut mich zu hören, dass hier soweit alles in Ordnung ist.


    Wo ich die ganze Zeit war? Gute Frage :), falls du keine Zeit hast den untenstehenden Text zu lesen, hier die Kurzversion für dich:


    "je passiver ich mich an den Märkten bewege, desto weniger schreibe ich in einer Community."



    Wie es dazu kam, erfährst du hier:



    Ich glaube ich habe in den letzten 12 Jahren (seit meinem ersten Aktienkauf) einen ziemlichen "Börsenwandel" durchgemacht. Begonnen mit 15 Jahren - war ich seit dem ersten Tag extrem fasziniert von den Märkten. Doch mein Wissen bzw. Einstellung zu den Märkten hat sich seither massiv geändert. Am Anfang glaube ich echt ich wäre langfristig fähig das grosse Geld durch Trading an den Märkten zu machen. In dieser Zeit (vielleicht so zwischen 15 und 18 Jahren) probierte ich extrem vieles aus und war sehr aktiv. Mit Finanzliteratur begann ich mich erst zu befassen als ich etwa 17/18 war ... die damaligen Bücher à la "Wie werde ich Millionär" usw. zeigen mir jedoch in der Rückschau, dass ich noch immer nicht wirklich kapiert hatte, wie die Märkte laufen. Mit 19/20 kam dann mein Blog, welcher mich sowohl theoretisch wie auch praktisch stark weiterbrachte. Durch den massiven Zeitaufwand, den ich dafür & für die Börse allg. verwendete, war ich sehr eng ans Cash Forum gebunden - entsprechend häufig war ich hier präsent. Eine wichtige Wegmarke in meinem Börsenleben war dann Mitte 2010, als ich erneut in kurzer Zeit extrem viel Geld mit Short Options verlor. Zwar hatte ich auch in der Vergangenheit bereits öfters viel mit traden verloren, doch irgendwie war es nun anders. Ich entschloss mich mich mal völlig von den Märkten zurückzuziehen - sprich: zum ersten Mal seit Jahren einfach nicht mehr zu traden. Als Effekt hatte ich mich psychologisch ziemlich schnell von den Internet-Communitites entfernt. Es fehlte mir einfach der "Stoff" fürs Schreiben. Zudem studierte ich daneben noch (Bachelor) resp. arbeitete und es blieb irgendwie nicht mehr viel Zeit für anderes übrig. Was mich zu dieser Zeit (2010/2011/ anfangs 2012) sicherlich noch an die Communitites bindete war die Arbeit bei payoff als Finanzredaktor. Ich gab diese Arbeit jedoch im Feb. 2012 auf, damit ich mich auf meine Bachelorarbeit fokussieren konnte (daneben arbeitete ich jedoch immernoch auf einer Grossbank, teilzeit). Seither war ich irgendwie wie abgekapselt von den Communitites - es gab für mich keinen Grund mehr mich gross damit zu befassen. Im Herbst letzten Jahres startete ich sodann meinen Master ... und nun kommts...bin aktuell ziemlich im Prüfungsstress...und habe gestern aus reiner Lust zum ersten Mal seit langem wieder mal die Lust nach einem kleinen "Kick" verspürt (so quasi als nette Abwechslung zum Schulstress)...und bin mit einem (leider etwas zu früh - wen wunderts ;) ) 100x Hebel Put on SMI (natürlich kleiner Einsatz) rein ... 24h später bin ich mit einem Verlust von rund 50% wieder ausgestiegen (teure Abwechslung haha)...doch es blieb nicht einfach beim finanziellen Verlust...in dem Moment wo die Put Option bei mir im Depot eingebucht wurde, war ich wieder voll da...200% Interesse für die Märkte...ein ständiges kribeln im Bauch...alle paar Minuten check der neusten News...Anschauen der Live-Übertragung von Draghis Rede usw....UND PLÖTZLICH verspürte ich den Drang mich wieder in den Communities mitzuteilen...schon witzig...die bisher fehlende Verbindung (Trading) war umgehend wieder hergestellt!


    Falls jemand tatsächlich bis hierhin gelesen hat ... interessiert sich die Person vielleicht dafür, was ich denn über die Jahre von der Börse mitgenommen habe (ich werde hier keine für mich abschliessende Aufzählung machen - nur gerade wichtige Punkte, die mir spontan einfallen): Ich hatte seit meinem Börsenstart im 2002 so oft derart viel mit Trading (Long/Short Optionen, Futures, Long/Short Aktien usw.) verloren (zeitweise natürlich auch gewonnen, jedoch waren die Verluste aufgrund schlechtem Money-Mgt. im Schnitt immer grösser als die Gewinne), dass ich irgendwann so frustriert war, dass ich all mein (übriggebliebenes) Geld zu 100% cash parkiert hatte (mit Ausnahme der 3. Säule). Seit diesem Tag waren meine Gedanken aber plötzlich nicht mehr verzerrt. Verzerrt waren diese bei mir nämlich immer, weil ich +/- ständig ziemlich extrem investiert war und dadurch nicht mehr objektiv denken konnte (information selection bias würde man wohl in Behavioral Finance sagen). Dies ermöglichte es mir jedoch meine Gedanken etwas ruhen zu lassen bzw. über alles nachzudenken und diese zu ordnen. Auch war ich in der Schule offen für Themen wie "Die Börse folgt einem Random Walk" (eine ziemlich krasse Aussage für einen überzeugten Börsianer...sagt dieser Satz doch aus, dass sich Kurse zufällig bewegen und Traden damit sinnlos wird) usw. Insgesamt stehe ich wohl heute an einem Punkt, wo ich zwar nicht glaube, dass die Märkte immer zu 100% effizient sind (es gäbe also vermutlich durchaus die Möglichkeit den Markt zu schlagen, jedoch ist dieses Unterfangen extrem schwierig...) - jedoch dies im Schnitt "on the long run" vermutlich +/- sind. Das bedeutet in der Konsequenz, dass man entweder verdammt gut sein muss (enormer täglicher Zeiteinsatz, viel Stress, viel Wissen, eine gute Portion Glück usw.), wenn man erfolgreich Traden will, oder aber man lehnt sich etwas zurück und klärt seine persönlichen finanziellen Bedürfnisse ab (seine persönliche Einstellung zum Risiko resp. seine allg. gegenwärtigen und zukünftigen finanziellen Bedürfnisse), und versucht darauf aufbauend einen möglichst kostengünstigen (d.h. passiv) und diversifizierten Ansatz zu finden (z.B. mittels ETF), um langfristig vom Aufschwung der Märkte zu profitieren. Ich tendiere momentan dazu, dass ich glaube, dass ich persönlich wohl langfristig mit einer diversifizierten ETF Strategie am besten fahre, weil es mir bislang noch nicht gelungen ist den "Dreh an den Märkten" wirklich rauszubekommen. Die Vergangenheit (Erfahrung, Praxis, Theorie, Schule usw.) hat mich einfach gelernt, dass es sehr viel braucht um wirklich aktiv an den Märkten nachhaltig Geld zu verdienen. Dies hat mich in letzter Zeit extrem passiv gemacht (sicherlich nicht zuletzt auch wegen dem aktuell schwierigen Umfeld). Und zumindest bei mir ist es so, je passiver ich mich an den Märkten bewege, desto weniger schreibe ich in einer Community. Der gestrige Trade (Long Put on SMI, Hebel 100) hat mir jedoch wieder bewusst gemacht, wie hoch der Spassfaktor am Traden sein kann (trotz Verlust) ... und wie viel man dabei wieder einmal über sich selbst (Psyche) und die Märkte allgemein lernen kann. Ich könnte mir darum vorstellen (aktuell), dass für mich persönlich wohl eine 99/1 Strategie am besten wäre. 99% mit der passiven Strategie anlegen und einen langfristigen, nachhaltigen Vermögensaufbau sichern. Und 1% Spassgeld fürs Trading, um die Märkte wirklich zu fühlen. Dies im Gegensatz zur früheren 1/99 Strategie (1% nachhaltig anlegen und 99% verspielen).


    Soweit zu mir, ich hoffe du resp. die anderen sind an diesem Punkt noch nicht eingeschlafen - aber ich bitte um Verständnis: Vontobel war sehr lange nicht mehr in den Communities - entsprechend hoch ist sein virtuelles Mitteilungsbedürfnis :)


    Stay tuned!

  • hi!

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  • Kein Handel mit Ländern ohne menschenrechtliche Mindeststandards

    15.01.2013 12:30

    Die Schweiz soll ihre wirtschaftlichen Beziehungen mit anderen Ländern nur verstärken, wenn diese Staaten menschenrechtliche Mindeststandards garantieren. Dies fordert der Think-Tank foraus in einem Diskussionspapier.

    In einem zweiten Schritt soll sichergestellt werden, dass eine Verstärkung der wirtschaftlichen Beziehungen die Basis für eine nachhaltige Verbesserung der menschenrechtlichen Situation bildet, wie es im 38-seitigen Papier heisst, das am Dienstag in Genf vorgestellt wurde.

    Was Mindeststandards beinhalten, soll in einem politischen Diskurs zwischen Regierung, Parlament, akademischen Institutionen und wirtschaftlichen Verbänden definiert werden. Der Think-Tank fordert diese Akteure zur einer breit angelegten Diskussion auf.

    Im foraus-Papier sind als Mindeststandards unter anderem das Verbot von Sklaverei, Genozid und systematischer Diskriminierung aufgeführt. Weiter vorgeschlagen werden das Recht auf Leben und das Recht auf ein faires gerichtliches Verfahren vorgeschlagen.

    Gegenseitige Verpflichtungen

    Sind die Mindeststandards nicht garantiert, sollen jegliche Verhandlungen über eine Verstärkung der wirtschaftlichen Beziehungen verboten werden. Als Beispiele für Länder, die den Mindeststandard nicht erfüllen, nennt foraus Nordkorea, Somalia und den Sudan.

    Bei einer Aufnahme wirtschaftlicher Beziehungen sollen deren Auswirkungen auf die Menschenrechte überwacht werden können. Die Schweiz und das Partnerland sollen dabei gegenseitige Verpflichtungen vereinbaren.

    Quelle: www.cash.ch

  • BMI über 18,5 Pflicht: Israel verbannt Magermodels von Laufsteg und Fotos


    Samstag, 19.01.2013, 18:21

    dpa Israel verbietet per Gesetz Auftritte und Fotos von Models mit einem krankhaft niedrigen BMI

    Mit einem einzigartigen Gesetz will Israel den Schlankheitswahn im Land stoppen: Knochige Models dürfen nicht mehr vor die Linse. Angestoßen hat die Initiative Modefotograf Adi Barkan, der selbst ein magersüchtiges Model sterben sah.

    Israel geht gegen falsche Schönheitsideale vor, die vor allem von der Model- und Modebranche transportiert werden und bei vielen Teenagern zu Essstörungen führen. Seit Januar ist ein Gesetz in Kraft getreten, das untergewichtigen Models die Arbeit verbietet. Auch Fotografen, Agenturen und Magazine werden in Verantwortung genommen. Israel ist damit das einzige Land weltweit, das mit einem solchen Gesetz gegen die makabren Wunschvorstellungen einer ganzen Industrie vorgeht.

    In anderen Ländern wird es immer noch der Branche selbst überlassen, wie sie damit umgeht. So haben sich etwa in Frankreich, Italien, Spanien und auch Deutschland einzelne Verbände, Designer und Veranstalter von Modewochen Selbstverpflichtungen auferlegt und untergewichtige Models verbannt. Auch die Magazine „Vogue“ und „Brigitte“ haben zugesagt, auf Magermodels zu verzichten. Viele Modeschauen in Paris, London und New York zeigen aber nach wie vor Models, deren Markenzeichen ausgemergelte Körper sind.

    Ärztliches Attest als Gewichtsnachweis

    „Das sind keine Frauen, sondern Marionetten“, urteilt Adi Barkan, der als Modefotograf lange Jahre überall auf der Welt unterwegs war und und seit 1998 eine Modelagentur in Tel Aviv führt. Er findet den Schlankheitswahn gefährlich: „Es gibt einen Unterschied zwischen dünn und zu dünn: Das ist der Unterschied zwischen Leben und Tod.“ Barkan weiß, wovon er spricht. 2007 starb Hila Elmalich, ein ehemals erfolgreiches, israelisches Model, in seinen Armen an den Folgen ihrer Magersucht.

    Vor rund drei Jahren hat Barkan deshalb mit der Unterstützung von Rachel Adatto und Danny Danon, zwei Abgeordneten der Knesset, eine Gesetzesinitiative gestartet. Demnach sollen Models mindestens den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Body-Mass-Index (BMI) 18,5 haben, andernfalls können Fotos von ihnen nicht zu kommerziellen Zwecken veröffentlicht werden. Ein Attest, das alle drei Monate vom Arzt erstellt wird, dient als Nachweis.

    Hohe Geldbußen auch für ausländische Firmen

    Arbeitgeber in der Modeindustrie wiederum sind verpflichtet, nur solche Models zu beschäftigen. Andernfalls droht ihnen eine empfindliche Geldstrafe. Werden Fotos manipuliert, muss darauf hingewiesen werden. Das alles gilt auch für Modefirmen aus dem Ausland.

    Mit Beginn dieses Jahres ist das Gesetz in Kraft getreten. Es musste unanfechtbar formuliert werden, wie die Abgeordnete und Ärztin Adatto erläutert. „Es ging schlicht um freiheitliche, demokratische Grundrechte, die wir damit berühren.“ Zum Beispiel darum, dass Arbeitgeber ihre Ansprüche an ihre Arbeitnehmer selbst festlegen können. Zudem sei das Gewicht ganz einfach eine persönliche Angelegenheit.

    Viele Kinder und Jugendliche in Israel finden sich zu dick

    Ihr Ziel war auch, einen Zusammenhang zwischen dem krankmachenden Schönheitsideal der Modeindustrie und magersüchtigen Teenagern herzustellen, macht Adatto deutlich. „Das Gesetz ist ein Anfang, Kinder und Jugendliche zu schützen.“ In Israel sterben jährlich rund 35 Menschen an Anorexie (Magersucht), und laut Gesundheitsministerium werden jährlich bei etwa 1500 Kindern und Jugendlichen Essstörungen diagnostiziert. Mit 30 Prozent ist die Zahl der Teenager, die sich zu dick finden und Diäten machen, höher als im internationalen Vergleich.

    Dass die Mädchen alles tun, um in einer Modelagentur gelistet zu werden, hat Barkan, Vater einer 13-jährigen Tochter, oft genug selbst erlebt: „Weil es die Agenturen verlangen, nehmen sie noch mal ein paar Kilo ab – obwohl sie schon dünn sind.“

    Gesetz nicht nur zum Wohl der 300 israelischen Models

    Sein Engagement gegen Magersucht bringt ihm auch Kritik ein – von Kollegen und von bekannten Models in Israel wie Adi Neumann. Sie nannte das Gesetz in Medien sinnlos, weil man es umgehen könne: „Ich kann mich auf das gewünschte Gewicht bringen, indem ich vor dem Wiegen einfach Wasser trinke.“ Und weil es Frauen wie sie selbst gebe, die von Natur aus sehr schlank seien und den BMI nicht erreichten. Besser wäre ein Attest, das den Gesundheitszustand wiederspiegle.

    Adatto widerspricht: „Weniger als fünf Prozent aller Frauen sind von Natur aus so dünn.“ Und: „Wir wollen nicht nur die rund 300 in Israel arbeitenden Models schützen, sondern vor allem gegen die Magersucht und falschen Idealvorstellungen bei Jugendlichen vorgehen.“

  • ETH Lausanne erhält EU-Milliardenprojekt

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/ETH-Lausanne-erhaelt-EUMilliardenprojekt/story/31804757

    Die EU gibt die Gewinner von wissenschaftlichen Prestigeprojekten bekannt: Die ETH Lausanne koordiniert ein Hirnforschungsprojekt und soll dafür eine Milliarde Euro Fördergelder erhalten.


    [Blocked Image: http://files.newsnetz.ch/story/3/1/8/31804757/19/topelement.jpg]

    Ziel wird sein, das menschliche Gehirn zu simulieren: Darstellung des Gehirns einer Maus. (Bild: ETH Lausanne)

    Die ETH Lausanne (EPFL) darf frohlocken: Für ihr Human Brain Project (HBP) erhält sie über die nächsten zehn Jahre eine Milliarde Euro EU-Fördergelder. Das Hirnforschungsprojekt ist als einer von zwei Siegern aus dem FET-Flagship-Programm der EU hervorgegangen. Das teilte die ETH Lausanne heute Montag mit.


    Beim Human Brain Project will ein Team um den Neurowissenschaftler Henry Markram mithilfe eines Supercomputers das menschliche Gehirn im Detail simulieren. Das bessere Verständnis des Gehirns solle neue Ansätze gegen neurologische Erkrankungen liefern, sagte EU-Forschungskommissarin Neelie Kroes. Zudem nehmen die Forscher das Hirn als Vorbild für künftige Supercomputer.


    Dass die EU ausgerechnet ein Projekt an einer Schweizer Hochschule fördere, sehe sie nicht problematisch, so die Kommissarin. Schliesslich seien Forscher aus vielen EU-Ländern eingebunden.


    Graphen-Projekt zweiter Sieger


    Das zweite Gewinnerprojekt, das ebenfalls eine Milliarde Euro aus dem Fördertopf der EU zugesprochen bekommt, wird von der Chalmers-Universität im südschwedischen Göteborg koordiniert. Es geht dabei um das erst vor wenigen Jahren entdeckte hochleistungsfähige Material Graphen.


    Dieser kohlenstoffbasierte Werkstoff soll laut den beteiligten Forschern nichts weniger als eine «Revolution in der Informations- und Kommunikationstechnik» bewirken. Anwendung finden soll Graphen etwa in der Computerchipindustrie, im Flugzeug- und Autobau oder bei mobilen Kommunikationsgeräten. Auch an diesem Projekt sind verschiedene Schweizer Forschungsgruppen beteiligt, darunter Physiker der Universität Zürich, wie die Uni mitteilte.


    Zu Beginn 26 Projekte am Start


    Beworben hatten sich ursprünglich 26 Grossprojekte für das FET-Flagship-Programm, mit welchem die EU visionäre und gross angelegte Forschungsprogramme unterstützen will. Andere Forschungsstandorte in den USA oder Japan sollen so schärfere Konkurrenz erhalten.


    Im vergangenen März reduzierte sich die Anzahl der Siegesanwärter auf sechs, Anfang letzter Woche blieben noch vier übrig. Drei davon waren Projekte mit Schweizer Federführung oder Beteiligung. Nebst dem HBP hatte die EPFL auch noch «Guardian Angels for a Smarter Planet» im Rennen.


    Guardian Angels und FuturICT auf den Ehrenplätzen


    Guardian Angels will technische Geräte entwickeln, die den Menschen begleiten und ihm nützen. So könnte die Gesundheit von Patienten auf Schritt und Tritt überwacht werden. Dazu müssen die Geräte aber ihre Verbrauchsenergie selber erzeugen – etwa indem sie Bewegung oder Temperaturunterschiede in elektrische Energie umwandeln.


    Die ETH Zürich ihrerseits war mit dem Projekt FuturICT in die engere Auswahl gelangt. FuturICT will eine riesige Analyseplattform errichten, um die Welt besser zu verstehen. Das weltumspannende Computermodell, der Living Earth Simulator, soll mit immens vielen Daten gefüttert werden. Dadurch liessen sich zum Beispiel bessere Voraussagen treffen zu drohenden Wirtschafts- oder Finanzkrisen.

  • Sony kehrt in die Gewinnzone zurück

    Sony ist im dritten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. In den drei Monaten bis Ende Dezember verbuchte der japanische Elektronikkonzern nach Angaben vom Donnerstag dank niedrigerer Kosten einen kleinen Gewinn.

    In den drei Monaten bis Ende Dezember verbuchte der japanische Elektronikkonzern nach Angaben vom Donnerstag dank niedrigerer Kosten und Erlösen aus Verkäufen von Vermögenswerten einen operativen Gewinn von 46,4 Milliarden Yen (etwa 366 Millionen Euro). Vor einem Jahr hatte Sony noch einen Verlust von 91,7 Milliarden Yen geschrieben. Analysten hatten für das dritte Quartal einen Gewinn von 72,1 Milliarden Yen erwartet.

    An seiner Gewinnprognose für das Gesamtjahr hielt Sony fest. Der Konzern rechnet demnach weiterhin mit einem operativen Gewinn von 130 Milliarden Yen. Marktexperten rechnen bislang im Schnitt mit 119 Milliarden Yen.

    Für mich eine der besten Marken der Welt!!!!

  • Swisscom schafft SIM-Kartensperre bei Handys von Abo-Kunden ab (AF)

    07.05.2013 16:04

    (Orange prüft ebenfalls Aufhebung - Sunrise kann noch nichts sagen)

    Bern (awp/sda) - Ein Ärgernis weniger: Die Swisscom schafft die SIM-Kartensperre bei Handys von Abo-Kunden ab. Damit können die Abonnenten auch SIM-Karten anderer Telekombetreiber beispielsweise im Ausland verwenden. Zudem lassen sich die Geräte künftig problemlos weiterverschenken.

    Die neue Regelung trete am 1. Juli in Kraft, kündigte Swisscom-Sprecher Carsten Roetz am Dienstag in einem Firmenvideo an. Davon profitierten vor allem die über 2 Mio iPhone-Kunden. Die SIM-Kartensperre habe in der letzten Zeit nur noch beim Apple-Handy bestanden. Es seien nur noch wenige gesperrte Geräte von anderen Herstellern in Betrieb.

    Mobilfunkabonnenten können ab 1. Juli ihr iPhone via iTunes am Computer synchronisieren. Die SIM-Sperre werde dann automatisch aufgehoben. "Das macht es einfacher, wenn man das iPhone an Verwandte oder Kollegen weitergeben will, die auf einem anderen Netz sind und das iPhone mit einer anderen SIM-Karte verwenden möchten", sagte Roetz.

    ORANGE PRÜFT

    Auch Orange prüfe die Aufhebung der SIM-Kartensperre bei iPhones von Abo-Kunden, sagte Sprecherin Therese Wenger auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Alle anderen Handys seien schon lange nicht mehr gesperrt.

    Noch nicht so weit ist Sunrise. Man habe den Schritt der Swisscom mit Interesse zur Kenntnis genommen, sagte Sprecher Michael Burkhardt: "Ob wir die SIM-Kartensperre für iPhones ebenfalls abschaffen werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen."

    PREPAID-HANDYS WEITERHIN GESPERRT

    Beibehalten wird die SIM-Sperre indes bei den Prepaid-Kunden. Hier seien die Geräteverbilligungen so gross, dass man an der bisherigen Regelung festhalte, sagte Roetz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Auch Orange will an der SIM-Sperre für iPhones von Prepaid-Nutzern festhalten, wie Wenger sagte.

    Mit der Aufhebung fällt ein Hindernis aus der Steinzeit des Mobilfunks. Die Swisscom, Sunrise und Orange wollten mit der SIM-Kartensperre die Kunden an sich fesseln. Bisher konnten die Abonnenten erst nach Ablauf ihrer Vertragsdauer die Aufhebung der Sperre verlangen. Gemacht haben das aber nur die Wenigsten, wie Orange-Sprecherin Wenger sagte.

    APPLAUS VON COMPARIS

    Applaus für die Swisscom gab es vom Internetvergleichsdienst Comparis: Das Ende des SIM-Sperren-Zwangs sei erfreulich, urteilte Telekomspezialist Ralf Beyeler: Im Ausland könnten die Kunden eine dortige SIM-Karte verwenden und würden somit nicht mehr von teuren Roaminggebühren erschlagen.

    Insbesondere, wer gerne Apps mit hohem Datentransfer benutze, profitiere davon. Lokale SIM-Karten mit genügend Datenvolumen gebe es im Ausland bereits für rund 20 Franken, sagte Beyeler, der wiederholt die hohen normalen Roaminggebühren (ohne Sparoptionen) inbesondere von Orange und Sunrise kritisiert hatte.

    Allerdings nutzten nur die wenigsten Kunden auf ihren Reisen lokale SIM-Karten, sagte Wenger: "Heute gibt es so viele Sparoptionen, dass man nicht mehr gezwungen ist, ausländische SIM-Karten zu verwenden."

    Auch die Swisscom befürchtet keinen Einbruch der Roamingeinnahmen. Zwar sei möglich, dass die Einnahmen aus der Handynutzung der Kunden im Ausland zurückgingen, sagte Sprecher Roetz. Allerdings dürften Leute, die bereits eine ausländische SIM-Karte intensiv nutzten, schon heute ein Zweithandy besitzen.

    DRUCK HÄLT AN

    Die Tarife für die Auslandsnutzung sind in der EU eh seit geraumer Zeit unter Druck, nachdem die EU wiederholt Preisobergrenzen festgelegt hat.

    Und der Druck hält an: Mit dem so genannten "Local break out" plant die EU, dass Kunden für die Datennutzung im Ausland lokale Angebote im besuchten Netz annehmen können. Damit könnten sie sich einloggen wie bereits heute bei WLAN-Hotspots. Dem Druck dürften sich auch die Schweizer Anbieter kaum entziehen können.

  • Endlich wird gehandelt....

    Nigeria verbietet Homosexualität

    31 Mai 2013

    Öffentliche Zuneigung unter Homosexuellen werden in Nigeria künftig mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft.

    In Nigeria ist Homophobie in der Bevölkerung an der Tagesordnung. So erstaunt es im Grunde nicht, dass die Regierung nun ein Gesetz erlassen hat, welches künftig Homosexuelle bis zu 14 Jahren hinter Gitter bringen kann, wenn sie ihre Zuneigung öffentlich zeigen. Auch wenn es nur ein Kuss ist.

    Das Gesetz wurde am 30. Mai vom Unterhaus des nigerianischen Parlaments einstimmig verabschiedet. Damit wird es für Schwule und Lesben in Nigeria beinahe unmöglich, ein „normales“ Leben zu führen. Selbst Personen, welche an einer gleichgeschlechtlichen Eheschliessung dabei sind oder bei der Gründung einer Organisation für die LGBT-Rechte beteiligt sind, droht eine Haftstrafe von zehn Jahren.

    Wie Queer.de berichtete, erklärten ganze 97 Prozent der nigerianischen Bevölkerung laut einer Umfrage des Pew Global Attitudes Projects aus dem Jahr 2007, dass Homosexualität in ihrem Land nicht akzeptiert sei. Noch schlimmer die Tatsache, dass Homosexuellen im islamischen Norden die Todesstrafe durch die Scharia droht.

    Zwei schwule Tunten küssen sich - aus Protest gegen das homophobe Regime in Nigeria.

    Homosexuelle Paare, die heiraten oder öffentlich ihre Zuneigung zeigen, sollen in Nigeria künftig mit Gefängnis bestraft werden können. Das Unterhaus des Parlaments verabschiedete einstimmig ein entsprechendes Gesetz.

    Dieses sieht bis zu 14 Jahre Haft für Eheschliessungen und zivilrechtliche Partnerschaften zwischen zwei Frauen oder zwei Männern vor. Wer "seine Liebesbeziehung zu einem Menschen des gleichen Geschlechts direkt oder indirekt öffentlich zeigt", soll dem Entwurf zufolge mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden. Die gleiche Strafe ist für die Gründung und Unterstützung von Clubs, Organisationen oder anderen Einrichtungen für Schwule und Lesben vorgesehen.

    Vor dem Unterhaus hatte bereits der nigerianische Senat einen gegen Homosexuelle gerichteten Gesetzentwurf verabschiedet. Zunächst war unklar, ob die beiden Texte völlig übereinstimmen. Sofern das der Fall ist, geht der Entwurf zur Ratifizierung an Präsident Goodluck Jonathan.

    Nigeria will Ausland Stirn bieten

    Menschenrechtsanwalt Jiti Ogunye sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Gesetzesvorhaben sei "Zeitverschwendung" und in erster Linie eine Show. Noch nie hätten in Nigeria zwei Männer oder zwei Frauen versucht zu heiraten. Offenbar gehe es den Abgeordneten vor allem darum, dem wachsenden Druck aus dem westlichen Ausland für die Gleichberechtigung Homosexueller die Stirn zu bieten.

    So hatte der britische Premierminister David Cameron damit gedroht, die Unterstützung für Länder zu stoppen, die sich gegen die Gleichberechtigung von Homosexuellen wenden.

    In Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, ist die Diskriminierung von Schwulen und Lesben an der Tagesordnung. Die Gesellschaft ist stark religiös geprägt. Etwa die Hälfte der Nigerianer sind Christen, die andere Hälfte sind Muslime. Auch traditionelle Religionen sind verbreitet.

  • Die Bekämpfung der Seuche geht weiter!

    Bravo, wie schon x-mal voraus gesagt, ziehen weitere Staaten nach und bald wird Europa wohl leider der einzige Homo-Flecken auf der Weltkugel sein, die nicht rigoros gegen diese hepatitis- und HIV-verbreitende abnormveranlagten Menschen vorgeht!

    http://www.srf.ch/news/interna…hten-in-russland-zu-leben

    Erhöhtes Risiko einer Übertragung bei Homosexuellen

    Grundsätzliches

    Grundsätzlich können sich ALLE sexuell aktiven Menschen beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem/einer HIV-positivem Menschen infizieren, jeder der intravenös Drogen konsumiert, kann beim Spritzentausch eine HIV-infizierte Nadel erwischen, und Infektionen durch z.B. Nadelstichverletzungen bei medizinischem Personal sowie durch verseuchte Blutkonserven und Blutprodukte kommen selten, aber trotzdem vor. (siehe auch Übertragung- und Übertragungsmechanismen).

    [Blocked Image: http://www.aidshilfemainz.de/bilder/layout/return_top.fw.png]

    Deutlich erhöhtes Infektionsrisiko

    Für ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko ist auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Personengruppe nicht maßgeblich, sondern vielmehr das individuelle Verhalten in riskanten Situationen.

    Eine Infektion findet immer in einer bestimmten Situation und Umgebung statt, und in bestimmten Personengruppen und Settings kommt es vermehrt zu HIV-Infektionen.

    Gründe für ungeschützten Geschlechtsverkehr und/oder die Nicht-Kommunikation über das Thema können sein:

    • es wird einfach davon ausgegangen, dass der Sexualpartner negativ ist ("Sonst würde er ja was sagen!")
    • ABER: was ist, wenn er es selber nicht weiß? Denn: drei von neun HIV-positiven Männern wissen tatsächlich nichts von ihrer Infektion! Und wenn er um seine Infektion weiß und Angst vor Diskriminierung hat? (siehe auch Leben mit HIV)
    • der Sexpartner sagt, er habe einen HIV-Test gemacht mit negativem Ergebnis.
    • Aber: wie lange liegt dieser zurück? Selbst wenn der Test "frisch" ist, bedeutet dies nur, dass der Partner bis vor drei Monaten negativ war. (siehe auch HIV-Test)
    • Kondome werden als störend empfunden
    • die Einstellung: "Selbst, wenn ich mir HIV einfange, ist das nicht so schlimm, es gibt ja Medikamente" siehe 6.6.3 Therapie der HIV-Infektion)
    • der Sex findet in Beziehungen statt:
      • das romantische Liebesideal führt zu Verschmelzungsphantasien, denen Kondomgebrauch entgegen steht (Martin Dannecker); es wird davon ausgegangen, dass der (Lebens-)Partner treu ist und das Thematisieren von HIV könnte als Misstrauen interpretiert werden;
      • das Konzept der "seriellen Monogamie" bedeutet unterschiedlich viele und lange Beziehungen hintereinander: die Definition von Beziehung wird von Individuum zu Individuum unterschiedlich interpretiert: es gibt Menschen mit vielen Beziehungen, kurzen Beziehungen, Menschen mit bewegter Beziehungsvergangenheit, über die gerade am Anfang einer neuen Beziehung nicht gesprochen wird.

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    Männer, die Sex mit Männern haben

    Männer, die Sex mit Männern haben, müssen weder zwangsläufig schwul oder bi noch HIV-gefährdet sein. Der schwule negativ getestete Mann, der mit seinem ebenfalls negativ getesteten Partner in einer monogamen Beziehung lebt hat kein größeres Risiko, sich mit HIV zu infizieren als der negativ getestete Heteromann, der mit seiner ebenfalls negativ getesteten Ehefrau in monogamer Beziehung lebt.

    Allerdings müssen Männer, die Sex mit Männern haben, sich nicht um das -für Heteros oft leidige- Thema "Schwangerverhütung kümmern.

    Entscheidend für ein HIV-Risiko ist nicht Sex unter Männern, sondern unter welchen Bedingungen der Sex stattfindet und wie/welcher Sex praktiziert wird.

    Analverkehr

    Analsex als häufig praktizierte Form der Sexualität unter Männern birgt ein höheres Risiko für eine HIV-Übertragung als andere Formen der Sexualität (siehe Übertragungswege und Übertragungsmechanismen).

    Das Risiko für Männer, die Sex mit Männern haben, sich mit HIV zu infizieren ist dann erhöht, wenn es zu vielen ungeschützten sexuellen Kontakten mit unterschiedlichen Partnern kommt und/oder das Thema HIV und Schutz vor HIV nicht thematisiert wird.

    Indes scheint das Risiko für Männer, die Sex mit Männern haben, sich aber innerhalb ihrer sozialen Struktur nicht "geoutet" haben, ein höheres zu sein. Aus Angst vor Diskriminierung wird der Sex mit Männern heimlich, oftmals mit unbekannten Partnern ausgelebt, wobei der Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen nur eine geringe Rolle spielt,

    Barebacking

    Barebacking: Dieser Begriff kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet soviel wie "Reiten ohne Sattel", im sexuellen bedeutet dieser Begriff: ungeschützter Analsex. Zu Beginn wurde der Begriff unter HIV-Positiven in den USA benutzt: HIV-positive hatten mit HIV-positiven Sex. Heute wird das "barebacking" für jegliche Form von unsafem Sex, und sowohl für HIV-positive als auch HIV-negative -auch innerhalb von Partnerschaften- benutzt

    Promiskuität und das Konzept der "offenen Beziehungen" sind bei Männern, die Sex mit Männern haben verbreiteter als unter Heterosexuellen. Saunen, Darkrooms und Klappen, wo Männer anonymen schnellen Sex mit (vielen) Männern finden können, finden sich in jeder größeren Stadt. Aber auch auf dem Land gibt es durch Internetkontakte die Möglichkeit, unkompliziert Sexkontakte zu finden. Zugenommen hat auch die "Kultur" sog. Bareback-Parties. MSM sind meist besser informiert über HIV und STDs als Heteros; finden Kontakte außerhalb von Beziehungen statt, werden in den meisten Situationen Kondome verwendet; auf Kondome verzichtet wird hingegen oft in Situationen, in denen Sex mit mehreren stattfindet: durch die aufgeheizte Stimmung fällt das Bestehen auf Schutz vor HIV schwer.

    Insbesondere seit Ende 2004 wird in einigen Medienberichten und in politischen Äußerungen Barebacking auf ein (ausschließlich) von Homosexuellen praktiziertes Sexualverhalten reduziert. Report Mainz sendete bereits wiederholt einen Beitrag zum Thema Barebacking, in der Sendung vom 28.11.2005 hieß es: "....Trends wie das sogenannte Barebacking, also Schwulensex ohne Kondom...", Medien und Politiker haben das Thema daraufhin aufgegriffen. Untersuchungen des RKI ergaben jedoch, dass Barebackverhalten unter Heterosexuellen stärker verbreitet sei als unter Homosexuellen.

    Zwar hätte unsicheres Sexualverhalten in den letzten Jahren zugenommen, aber "Homosexuelle Männer praktizieren als Gruppe deutlich häufiger Safer Sex als heterosexuelle Menschen" (Dr. Ulrich Markus).

    Daher ist weiterhin umstritten, ob die Zunahme der HIV-Infektionen bei MSM tatsächlich auf eine höhere Promiskuität oder auf eine höhere Zahl bereits infizierter potentieller Sexualpartner zurückzuführen ist.

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    i.v. Drogengebraucher

    Wie aus der Statistik ersichtlich ist, ist der Anteil HIV-positiver, die intravenös Drogen gebrauchen, in den letzten Jahren zurückgegangen. Dieser Rückgang ist zurück zu führen auf Spritzentausch- und Substitutionsprogramme (siehe Kapitel 8: Drogen); die sog. "Safer Use" Regeln (Kapitel 8.10) sind unter Drogengebrauchern bekannt und werden in den meisten Situationen eingehalten.

    HIV, Hepatitis C und Strafvollzug

    Auffällig ist dennoch der höhe Anteil i.v. drogengebrauchender Menschen, die Hepatitis-C-Träger sind (siehe 6.6.4 Koinfektionen) Auch bei i.v. Drogengebrauchern ist das Setting, in welchem die Infektion stattfindet, von großer Bedeutung:

    es wird vermutet, dass es aufgrund der rigiden Drogenpolitik in Haftanstalten vermehrt zu HIV und Hepatitis C (HCV) Infektionen kommt. Normalerweise bedeutet Substitution, dass langfristig Ersatzdrogen zur Stabilisierung der Gesundheit des i.v. drogengebrauchenden Menschen verabreicht werden. Im Strafvollzug wird je nach Zuständigkeit (die Bundesländer sind für die Strafvollzugsanstalten zuständig) eine andere Auffassung bzg. einer geeigneten Substitutionsbehandlung vertreten. Oftmals handelt es sich um einen medikamentengestützten Entzug (Entgiftung), d.h. es werden Ersatzdrogen (meist Methadon) verabreicht, die Dosis wird nach kurzer Zeit verringert und schließlich ganz abgesetzt. Entzugserscheinungen bleiben nicht aus: sind dann (zu völlig überhöhten Preisen/Schwarzmarkt) 0piate in den JVAs verfügbar, finden diese unter dem Suchtdruck i.v. drogengebrauchender Menschen Abnehmer.

    Offiziell wird das Drogenproblem in Haftanstalten negiert, obwohl es Studien gibt, die besagen, dass mehr als 70 % aller Insassen Drogenerfahrungen haben. Spritzentauschprogramme gibt es nicht, das führt dazu, dass diverse Geräte zu Spritzen umfunktioniert werden, untereinander getauscht werden, was die Infektionsgefahr für HIV und HCV massiv erhöht.

    Auch durch gegenseitiges Tätowieren und/oder Piercen kann es zu Infektionen kommen, wenn "selbst gebastelte" Instrumente, die nicht fachgerecht desinfiziert worden sind, weitergegeben werden.

    Drogen und Sex

    Schwieriger als das Einhalten der "Safer Use"-Regeln scheint der Schutz vor HIV und anderen Infektionen beim Sex zu sein.

    Wer Drogen gebraucht -egal ob illegale Drogen oder legale wie z.B. Alkohol- kann in Situationen geraten, die überlegtes Handeln erschweren. Im Drogen- oder Alkoholrausch kann es eher passieren, dass beim Sex auf Kondome verzichtet wird.

    Dies gilt in besonderem Maße für Sex in Beziehungen (s.o.)

    Drogengebrauchende Sexarbeiter sind einem besonders großen Risiko ausgesetzt. Unter dem Einfluss von Drogen, aber auch auf Entzug, wird eher auf Kondome verzichtet.

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    Heterosexuelle Menschen

    Auch Heterosexuelle haben ein erhöhtes Risiko, sich mit HIV zu infizieren, wenn in der Regel auf Kondome verzichtet wird; zu den gefährdeten Menschen gehören:

    • Sextouristen,
    • Männer und Frauen, die regelmäßig Prostituierte und/oder Swingerclubs aufsuchen,
    • Drogengebraucher,
    • Menschen mit ständig wechselnden Sexualpartnern, notorische Fremdgänger und die Lebenspartner von Fremdgängern.

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    Menschen aus Hochprävalenzgebieten

    Die Wahrscheinlichkeit, sich z.B. in Afrika südlich der Sahara auf sexuellem Weg mit HIV zu infizieren ist aufgrund der hohen Prävalenz von HIV um ein vielfaches höher als in Europa.

    Daher wird auch davon ausgegangen, dass die Infektion der in Deutschland lebenden Migranten mit HIV im Heimatland stattgefunden hat. Unterschiedliche Begebenheiten spielen neben der bereits vorhandenen HIV-Inzidenz eine große Rolle, warum es in bestimmten Regionen der Welt zu einem explosionsartigen Anstieg von HIV-Infektionen kommt:

    • Die Aids-Politik des jeweiligen Staates
    • Die Wirtschaftskraft des jeweiligen Staates
    • Die Aufklärungsquote innerhalb der Bevölkerung
    • Kultur und vorherrschende Religion (z.B. Aids als Tabu, bestehende Aids-Mythen, Verbot von Verhütungsmitteln)
    • Patriarchalische Strukturen (Viel-Ehe, die Frau als "Eigentum des Mannes")
    • Die Stellung der Frau (s.o)
    • Nicht vorhandener Zugang zu Medikamenten und gesundheitlicher Versorgung
    • Keine soziale Infrastruktur
    • Hoher Anteil an Prostitution
    • Ausgrenzung von Menschen mit HIV
  • Cambodia hat am 11.06.2013 - 23:40 folgendes geschrieben:

    Quote

    Bravo, wie schon x-mal voraus gesagt, ziehen weitere Staaten nach und bald wird Europa wohl leider der einzige Homo-Flecken auf der Weltkugel sein, die nicht rigoros gegen diese hepatitis- und HIV-verbreitende abnormveranlagten Menschen vorgeht!


    Hast Du einen an der Waffel?