Minarett Initiative

  • Was werdet ihr stimmen? Ich hoffe auf eine interessante Diskussion, bin schon sehr gespannt.

    Ich bitte euch kurz abzustimmen und einen „kleinen“ Text warum ihr ja oder nein stimmt.

    Evtl. noch über die Auswirkungen ein ja oder ein nein haben könnte.

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    Ich pers. Bin mir sehr unsicher was das Thema angeht. Wir haben in der Schweiz viele Muslime und religiönsfreiheit, daher denke ich sollten/müssten wir nein stimmen.


    Das Minarett soll keine religiöse Bedeutung haben. Wenn dies stimmt warum wollt ihr das drauf?

    http://www.minarette.ch/fileadmin/webfiles/images/tum-01.pdf

    wenn man jetzt vergleiche mit Kirchenturm findet… braucht es den?


    Das Minarett ist nicht nur Wahrzeichen einer Moschee, es diente auch als Wachtturm und Siegessäule. (wikipedia)

    Siegessäule, für was? „Eroberung eines Gebietes (durch den Islam)“ hab ich schon gehört. Falls dem so ist müssten wir nein stimmen.

    Stimmt dies, hätte ein nein dann aus meiner sicht nichts mehr mit „Glaubensfreiheit“ zu tun, es wäre völlig ok.


    "Nicht angetastet wird durch die Initiative die Glaubensfreiheit, die als Grundrecht jedem Menschen in der Verfassung garantiert ist."

    http://www.minarette.ch/index.php?id=33

    die Frage, stimmt dies so?


    hier die ganz andere Seite:

    http://blog.rainbownet.ch/poli…nitiative-ist-rassistisch

    unten die antwort find ich noch gut von richard naegeli:

    wer anderen plump volksverhetzung und rassismus vorwirt, braucht sich über eine klimaverschlechterung nun wirklich nicht zu wundern.





    Ich weiß ehrlich nicht was gemacht werden sollte. Wie sieht’s aus mit Kirchen in arabischen Ländern? Dürfen die dort gebaut werden? Hab schon gehört es sei verboten in gewissen Ländern. Kann dies nicht belegen oder beweisen.

    Falls dem so ist, dürften wir einen solchen vergleich machen? (Wir dürfen dort keine Kirchen bauen also dürft ihr hier nicht Minarette bauen.)

    DAZU MEHR IM ZWEITEN BEITRAG DEN ICH IM INET GEFUNDEN HAB.:arrow:


    Auf der einen seite frag ich mich wirklich ob dies jetzt einfach wieder blabla Angstmacherei oder so ist. Im übrigen find ich’s erstaunlich das immer mehr Menschen hier „angst“ haben vor dem Islam, manchmal völlig unbegründet.


    Weico hat noch ein Film gepostet:

    External Content www.youtube.com
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    Das ist sicherlich auch noch spannend aber da sind wir wohl selber die Deppen. Wenn wir statt Kinder mehr Luxus wollen und lieber keine Kinder haben oder nur eins.

    Schweift dies jetzt vom Thema ab? Oder hängt es zusammen mit der Eroberung eines gebietes. :roll:


    ich frag mich einwenig warum jetzt die Diskussion kommt in Zürich gibts ja schon eine Moschee mit dem Ding oben drauf, stört wohl auch keinen!? :|

  • der Text is aus einem Forum!

    das stammt nicht von mir, hab ich in einem Forum gefunden, kann also nicht bestätigen das dies stimmt:


    Fatwa: Wie wird der Bau von Gebetshäusern von Nichtmuslimen in islamischen Ländern beurteilt?


    Rechtsgutachten Nr.: 19886 vom 22.07.2004


    Vom Rechtsgutachtergremium Ägyptens

    (Institut für Islamfragen, dh,06.11.2008)

    Frage: Wie beurteilt der Islam den Bau von nichtmuslimischen Gebetshäusern in islamischen Ländern?


    Antwort: "Imam Ahmad (bin Hanbal) und Abu Dawud überlieferten Ibn Abbas Aussprüche des Propheten Muhammad: 'Es darf keine zwei [verschiedenen] Gebetsrichtungen in einem Land geben. Und ein Muslim zahlt keinen Tribut'. Al-Shaukani bezeichnete in "nail al-autar" die Überlieferer dieser Überlieferung als glaubwürdige Männer."


    "Ibn Udai überlieferte von Umar Ibn al-Khattab [dem zweiten Kalifen nach Muhammad]: 'Eine Kirche darf im Islam weder gebaut noch renoviert werden... Die Meinung der Shafiiten wird in 'al-Iqna' (Kap. 2, S. 265-266) von al-Khatib erwähnt. Dort heisst es, dass die Schutzbefohlenen in einem Land, das von Muslimen eingenommen wurde, keine Kirche, keinen Gebetsraum oder ein Kloster bauen dürfen, z. B. in Kairo oder Bagdad. Dies gilt auch in Ländern [oder Regionen], deren Einwohner zum Islam übertraten, z. B. in Medina oder dem Jemen, weil Allahs Prophet sagte: 'Keine Kirche darf im Islam gebaut werden'. Das Bauen einer Kirche ist eine Überschreitung [des Erlaubten]. Deshalb ist dies in einem muslimischen Land nicht erlaubt. Falls Kirchen gebaut wurden, werden sie abgerissen. Es spielt keine Rolle, ob dies [das Verbot des Kirchenbaus] ihnen [den Christen] schon [von muslimischen Machthabern] erläutert wurde oder nicht.

    Das Gleiche gilt in Ländern, die mit Zwang von Muslimen erobert wurden, z. B. Ägypten und Isfahan [Iran], weil diese [Gebiete] von Muslimen durch Besatzung eingenommen wurden. Diese Gebiete dürfen nicht zu einer Kirche werden. Kirchen dürfen in ihnen nicht gebaut werden. Falls Kirchen dort verfallen, dürfen sie nicht wieder aufgebaut werden. Falls wir ein Land durch einen Friedensvertrag erobern, z. B. Jerusalem, der ihnen [den Christen] die Existenz in ihrem Land erlaubt, das uns ab jetzt gehört, wird ihnen das Erhalten und das Bauen von Kirchen gestattet. Falls der Friedensvertrag [mit den Christen] die Kirchen nicht erwähnt, dürfen Kirchen eher nicht gebaut werden. In diesem Fall werden die Kirchen abgerissen."


    "Al-Qurtubi, der als Maliki [Vertreter der malikitischen Rechtsschule] gilt, äußerte sich in seiner Auslegung (Kap. 12, S. 70) unter Abschnitt fünf folgendermaßen: 'Ibn Khuais Mindad sagte: Dieser [Koran-]Vers - 'Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiß Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Allahs des öfteren genannt wird, niedergerissen worden', (Sure 22, 40) - besagt, dass Kirchen und Gebetshäuser der Schutzbefohlenen nicht abgerissen werden dürfen. Sie [die Christen] dürfen jedoch keine [neuen] Kirchen erbauen. Sie dürfen die Größe [ihrer Kirchen] nicht erweitern oder sie erhöhen. Muslime dürfen Kirchen weder betreten noch in ihnen beten. Wenn sie [die Christen] den Bau [der Kirchen] verändern, werden sie abgerissen. Kirchen und Gebetshäuser, die sich in Haus des Krieges befinden, werden abgerissen. Sie [die Christen] dürfen diese [Kirchen zahlenmäßig] nicht vergrößern, weil dies als Demonstration der Gottlosigkeit gilt."


    Quelle: http://www.al-eman.com/ask/ask3.asp?...DF%E4%C7%C6%D3

  • Minarett Initiative

    Das minarett ist eigentlich gar nicht teil des problems ...


    das problem ist, dass strenggläubige muslime die scharia über das gesetz stellen so wie es sie in ihrer heimat (eher) tun konnten. (bsp muslim junge geht nicht in den schwimmunterricht da gemischt)


    In der schweiz ist das allerdings nicht zulässig und ich würde eher da für eine initiative ...


    einerseits überrascht es mich und gleichzeitig enttäuscht es mich dass da niemand etwas sagt ...


    sicherlich gilt religionsfreiheit ... wenn man diese jedoch missbrauchen kann um das gesetz zu brechen so finde ich geht das nicht...

    START! Time to play the Game !!!!!

  • Minarett Initiative

    Nach meiner Meinung sollen alle Religionen ihr Haus bauen dürfen. Die Bauvorschriften sind aber einzuhalten (wobei in diesen Vorschriften nicht stehen darf dass Minarette verboten sind).


    Ganz nebenbei; Der Islam ist nicht gewalttätiger als andere Religionen. Es gibt einfach überall Spinner und Fanatiker. Es wird noch jahrhunderte dauern bevor eine Religion so viele Menschen umgebracht hat wie in den letzten 2000 Jahren die "Christen".

    Ein Leben ohne Dalmatiner ist möglich aber sinnlos

  • Minarett Initiative

    Pesche wrote:

    Quote


    Ganz nebenbei; Der Islam ist nicht gewalttätiger als andere Religionen. Es gibt einfach überall Spinner und Fanatiker. Es wird noch jahrhunderte dauern bevor eine Religion so viele Menschen umgebracht hat wie in den letzten 2000 Jahren die "Christen".


    hmm... wer weiss... es sind soviele leute auf diesem planeten... wenn der "islam" so schlimm wäre wie manche behaupten wäre dies schneller vollbracht als du denkst ;)


    aber ja wie wärs mit einem gegenvorschlag? ihr baut diese türme ohne probleme... aber werdet euch voll integrieren mit schwimmunterricht :)


    hmm... ich frag mich eben falls ein verbot in kraft tritt... gäbe es "probleme"? mit muslimen die hier leben? oder evtl. wären wir dann soweit das auch hier anschläge gemacht werden?


    @chueheib was überrasch und enttäuscht dich? das wegen der scharia niemand was sagt?

  • Minarett Initiative

    T15 wrote:

    Quote

    @chueheib was überrasch und enttäuscht dich? das wegen der scharia niemand was sagt?


    mich stört dass z.b. die obige person die ihre kinder nicht wie im CH gesetz verlangt in den schwimmunterricht schickt aber gleichzeitig sozialhilfe kassiert...


    und sowas finde ich müsste man politisch verbieten...


    ich meine ich kann ja auch nicht sagen ich muss 150 auf der autobahn fahren weil mein gott das so verlangt ... ist doch hirnrissig ^^

    START! Time to play the Game !!!!!

  • Minarett Initiative

    T15 wrote:




    die einte oder die andere religion kann nur schlecht sein oder schlechter sein weil man sie eben nicht respektiert.


    das gewisse dinge gem. religion ausgeübt werden denke ich hängt mit ganz etwas anderem zusammen...

    Ich bin immer wieder überrascht wie sehr sich Profis in den Makrodatenvorsagen verrechen. Eben doch nicht Profi genug? Oder alles nur taktisch, ausgeklügelte Manipulation??

  • Minarett Initiative

    hmm... ok dann eine ganz andere frage...


    wenns ja im eignetlichen sinne nicht um die minarette geht sondern um den glauben warum wird drum rum gespielt und nicht klar gesagt "leute wir haben ein problem mit euch, ihr dürft bauen usw. aber ihr sollt eure kinder auch in den schwimmunterricht schicken wenn ihr hier leben wollt." :roll:

  • Minarett Initiative

    T15 wrote:

    Quote
    hmm... ok dann eine ganz andere frage...

    wenns ja im eignetlichen sinne nicht um die minarette geht sondern um den glauben warum wird drum rum gespielt und nicht klar gesagt "leute wir haben ein problem mit euch, ihr dürft bauen usw. aber ihr sollt eure kinder auch in den schwimmunterricht schicken wenn ihr hier leben wollt." :roll:


    ich verstehe dich schon.


    nur (aber nur) in diesem sinne gemeint, kannst du auch den Staat, den Bund und die banken, fragen warum sie so handeln wenn doch anders die regel wäre...

    Ich bin immer wieder überrascht wie sehr sich Profis in den Makrodatenvorsagen verrechen. Eben doch nicht Profi genug? Oder alles nur taktisch, ausgeklügelte Manipulation??

  • Liberale Werte - Offener Dialog

    In der heutigen Gesellschaft ist ein gefährlicher Anstieg der Islamfeindlichkeit festzustellen. Angesichts der demographischen Entwicklung, welche eine Zunahme des Bevölkerungsanteils muslimischen Glaubens prognostiziert, ist eine erfolgreiche Integrationspolitik von grosser Bedeutung. So unterscheide ich zwischen dem Islam, dem als friedlichem Glauben mit Respekt zu begegnen ist, und dem fundamentalistischen Islamismus, der sicherheitspolitisch bekämpft werden muss. Ebenso wichtig sind Integrationskurse, welche den Einwandernden die Grundsätze unseres Zusammenlebens vermitteln. Nicht zuletzt tragen aber auch private Veranstaltungen und Moschee-Führungen zu einem friedlichen Zusammenleben und zum notwendigen offenen Dialog bei.


    Politische Extremforderungen wie die Minarettinitiative lehne ich hingegen entschieden ab. Solche Verbote werfen nicht nur den Grundsatz der Trennung von Kirche und Staat über Bord, sondern sie schüren auch Hass und vermitteln eine falsche Vorstellung des Islam. Die Minarettinitiative untergräbt traditionelle Schweizer Werte wie Freiheit, Gleichheit und Toleranz. Neben dem Grundsatz der Rechtsgleichheit verletzt sie auch die Religionsfreiheit, welche nach dem Ende der Konfessionskriege in den europäischen Verfassungen verankert wurde. Als Liberaler, dessen politische Vorfahren unseren modernen Rechtsstaat gegründet hatten, stehe ich in besonderer Pflicht, diese freiheitliche Errungenschaft zu wahren und zu verteidigen.


    Der beste Weg zum friedlichen Zusammenleben, zur Integration und zum Verschwinden der Islamfeindlichkeit führt über den Dialog, den gegenseitigen Respekt, die Menschenwürde und vor allem über engagierte gesellschaftliche Kooperation. So bekennen sich die Muslime in der Schweiz zur Demokratie und zur Rechtsstaatlichkeit, zum Frieden, zu den Menschenrechten, zur Gleichberechtigung von Frau und Mann, zum interreligiösen Dialog und gegen Gewalt.


    Ich werde mich weiterhin für einen offenen Dialog zwischen den verschiedenen Glaubens- und Wertegemeinschaften einsetzen, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Denn die Schweiz, ihre Bürgerinnen und Bürger, haben es stets verstanden, integrierend zu wirken und verschiedenste Strömungen kultureller, politischer und religiöser Natur friedlich aufzunehmen. Nicht zuletzt wird das Modell Schweiz in seiner Verschiedenartigkeit denn auch weltweit hervorgehoben.

    "Ich weiss, dass ich nichts weiss"

  • Re: Liberale Werte - Offener Dialog

    raiffman wrote:

    Quote
    In der heutigen Gesellschaft ist ein gefährlicher Anstieg der Islamfeindlichkeit festzustellen.


    stimmt. aber warum?


    raiffman wrote:

    Quote


    So bekennen sich die Muslime in der Schweiz zur Demokratie und zur Rechtsstaatlichkeit, zum Frieden, zu den Menschenrechten, zur Gleichberechtigung von Frau und Mann, zum interreligiösen Dialog und gegen Gewalt.


    na das sind bestimmt nicht alle Muslime in der schweiz! villeicht sind es hier 10% von 100% der Muslime die das nicht so verfolgen was zb. die Rechte der Frau angeht.




    raiffman wrote:

    Quote


    Ich werde mich weiterhin für einen offenen Dialog zwischen den verschiedenen Glaubens- und Wertegemeinschaften einsetzen.


    finde ich sehr gut! wenn alle so denken würden hätten wir wohl keine probleme mit religion ;)

  • Re: Liberale Werte - Offener Dialog

    raiffman wrote:

    Quote
    In der heutigen Gesellschaft ist ein gefährlicher Anstieg der Islamfeindlichkeit festzustellen.


    T15 wrote:

    Quote
    stimmt. aber warum?


    Wenn ich das nur wüsste. Es hat sicherlich auch mit der Aussenpolitik der USA zu tun.. Aber bestimmt sagen kann ich das nicht!


    raiffman wrote:

    Quote


    So bekennen sich die Muslime in der Schweiz zur Demokratie und zur Rechtsstaatlichkeit, zum Frieden, zu den Menschenrechten, zur Gleichberechtigung von Frau und Mann, zum interreligiösen Dialog und gegen Gewalt.


    T15 wrote:

    Quote
    na das sind bestimmt nicht alle Muslime in der schweiz! villeicht sind es hier 10% von 100% der Muslime die das nicht so verfolgen was zb. die Rechte der Frau angeht.


    Gut, da hast du womöglich recht, obwohl ich nicht glaube, dass der Anteil so hoch ist...


    raiffman wrote:

    Quote


    Ich werde mich weiterhin für einen offenen Dialog zwischen den verschiedenen Glaubens- und Wertegemeinschaften einsetzen.


    T15 wrote:

    Quote
    finde ich sehr gut! wenn alle so denken würden hätten wir wohl keine probleme mit religion ;)


    Ja, machen aber nicht alle, darum gibt es dann auch diese Diskussionen...

    "Ich weiss, dass ich nichts weiss"

  • Re: Liberale Werte - Offener Dialog

    raiffman wrote:

    Quote


    T15 wrote:


    Gut, da hast du womöglich recht, obwohl ich nicht glaube, dass der Anteil so hoch ist...



    es sollte mehr ein beispiel sein das die mehrheit in ordnung ist! das man nicht alle in einen topf werfen sollte ;)


    ich glaub der anteil ist locker 10% würd sagen evtl sogar höher! aber das betrifft ja nicht nur die muslimische gemeinschaft sondern alle!! hab da ein artikel gefunden:


    http://tagesschau.sf.tv/nachri…er_von_haeuslicher_gewalt

  • Minarett Initiative

    Ich bin immer auf der Seite der Toleranz, andern gegenüber tolerant zu sein, hat noch niemandem geschadet, auch wenn nichts gleichwertiges zurückkommt.


    Darum werde ich Moscheen und Minarette in der Schweiz genauso tolerieren wie ich Kirchtürme toleriere, unabhängig davon welche Religion jetzt zuerst da war. Die Zeiten ändern sich, wir können nicht immer darauf beharren, dass wir Christen (upps, ich bin ja gar keiner)zuerst da waren - vor uns waren auch schon die Animisten.


    Obwohl ich nie zum Gottesdienst in die Kirche gehe, möchte ich diese nicht wegdenken, die meisten sind doch schön für das Stadtbild und ein Ort der Ruhe. es gibt übrigens auch jede Menge schöner Moscheen.


    Aber auch meine Toleranz hat eine Grenze. Wenn nämlich auf solch einem Minarett fünf Mal täglich ein Riesenlärm veranstaltet wird, der die ganze Nachbarschaft stört, dann bin ich klar dagegen.


    Ich habe öfters in islamischen Ländern gelebt und weiss wie störend das sein kann. Ein Jahr lang habe ich genau zwischen zwei Moscheen gewohnt, und weiss was das bedeutet. Dort war ich aber in einer solch klaren Minderheit, dass ich einfach damit leben musste, oder von dort weg, was ich dann auch gemacht habe.


    Und natürlich müssen Bauvorschriften eingehalten werden.


    Gruss

    fritz

  • Minarett Initiative

    Also ich für meinen Teil bin gegen Minarette. Wie wärs denn, wenn mitten in Bagdad oder Teheran eine Kirche stehen würde, welche ständig läutet, nur wenn dort ein paar Christen unter vielen tausenden Islamisten wohnen? Diejenigen Leute, welche ihr Land verlassen und in ein Land gehen, welches nicht der gleichen Religion angehört, wissen genau, dass sie sich der Kultur dieses Landes anpassen müssen, ansonsten haben sie meiner Meinung nach nichts in diesem Land verloren. Damit will ich nicht sagen, dass man den Glauben wechseln oder verleugnen soll/muss, ich bin ganz klar für Meinungs- und Glaubensfreiheit, jedoch muss man damit rechnen, dass man sich in einem Land mit anderer Religion nicht gleich verhalten kann wie im eigenen Land (öffentl. Gebete, Traditionen etc.). Denkt ihr, die Islamisten erlauben überall im eigenen Land Kirchen, wo wohnhafte Christen eine bauen wollen? Nimmt mich wunder, was mit diesen Leuten passiert.

    Wer riskiert, kann verlieren. Wer nichts riskiert, der hat schon verloren.

  • Minarett Initiative

    Offspring wrote:

    Quote
    Wie wärs denn, wenn mitten in Bagdad oder Teheran eine Kirche stehen würde, welche ständig läutet, nur wenn dort ein paar Christen unter vielen tausenden Islamisten wohnen?


    Ich kenne zwar Bagdad und Teheran nicht, aber einige Städte in anderen merheitlich islamischen Ländern, und in Kairo, Beirut, Tunis, Kuala Lumpur oder Jakarta gibt es viele Kirchen. Ich nehme mal an, dass es die auch in Bagdad und Teheran welche gibt.


    Ich weiss, dass gerade in den letzten Jahren in Indonesien, dem Land mit der grössten islamischen Bevölkerung, der Bau von Kirchen von islamischen Extremisten verhindert wurde und einige bestehende sogar geschlossen oder zerstört wurden. Auch das ist schlecht, aber wir sollen uns ja nicht nach Negativbeispielen richten.


    Offspring wrote:

    Quote
    ...und in ein Land gehen, welches nicht der gleichen Religion angehört, wissen genau, dass sie sich der Kultur dieses Landes anpassen müssen,...


    Seit wann gehört ein Land einer Religion an? Es gibt ein paar wenige Länder mit einer Staatsreligion, in allen anderen sind Staat und Religion getrennt.


    Und was heisst in der heutigen Zeit der Globalisierung, sich an die Kultur eines Landes anzupassen? Heute essen wir in der Schweiz Kebab, Sushi, Tom Yam und Guacamole. Für meine Grossmutter war eine Pizza schon unglaublich exotisch. So ändern sich die Zeiten, das hat Positives und Negatives, mit der nötigen Toleranz können wir mit beidem leben. Denn ob wir wollen, oder nicht, es wird so weitergehen.


    Sehen wir das doch als Chance, dadurch können wir ohne lange Reisen einen Teil von anderen Kulturen bei uns zu Hause geniessen.

    Das gleiche mit der Religion: Wenn unsere Kinder schon in der Schule über verschiedene Religionen lernen, fördert das Verständnis und Toleranz und kann wahrscheinlich sogar religiösen Extremismus verhindern.


    Ich habe von allen grossen Religionen gelernt, was dazu geführt hat, dass ich an gar keine explizit glaube, aber alle respektiere.


    Gruss

    fritz

  • Minarett Initiative

    fritz wrote:

    Quote
    Ich habe von allen grossen Religionen gelernt, was dazu geführt hat, dass ich an gar keine explizit glaube, aber alle respektiere.


    Well put. Religion und Rechtssprechung sind im Grunde der selbe Versuch: Den Menschen Anstand beizubringen - mit zuweilen unanständigen Methoden.


    Selbstverständlich soll man bei uns Minarette bauen dürfen. Die Vorstellung, diese Entwicklung mit einer guteidgenössischen Abstimmung beeinflussen zu können, ist wiedermal heillos naiv. Die Volksmeinung dazu ist in etwa so relevant wie jene zum Wetter. Viel dringender und staatspolitisch bedeutsamer wäre zum Beispiel eine Abstimmung über den UBS-Bailout gewesen. Aber solche Fragen wie die UBS-Sauerei, die das Volk viel direkter betreffen, werden per Notrecht geregelt. Wohlweislich.

  • Minarett Initiative

    Denne wrote:

    Quote
    Religion und Rechtssprechung sind im Grunde der selbe Versuch: Den Menschen Anstand beizubringen - mit zuweilen unanständigen Methoden.


    Grossartig formuliert. Das muss ich mir merken.


    Gruss

    fritz

  • Minarett Initiative

    fritz wrote:

    Quote
    Aber auch meine Toleranz hat eine Grenze. Wenn nämlich auf solch einem Minarett fünf Mal täglich ein Riesenlärm veranstaltet wird, der die ganze Nachbarschaft stört, dann bin ich klar dagegen.


    Dies wird nicht eintreffen, da in der Schweiz verboten...


    fritz wrote:



    genau aus diesem Grund.


    Und wenn in Indonesien Kirchen geschlossen werden (Quelle?), dann müssen wir uns ja nicht zwingend gleich dumm (intolerant) benehmen, oder? Meiner Meinung nach entsteht eine Gefahr höchstens, wenn radikal konservative Muezzin (oder wie die geistlichen Leiter in einer Moschee heissen) ihre Grundsätze in hiesigen Moscheen verbreiten dürften. Dann hätte ich allerdings ein Problem (was man aber - wie Österreich gezeigt hat - auch lösen kann).