Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

  • Am 8.Febr. soll mal wieder eine sehr wichtige Abstimmung für die Schweiz stattfinden. Aus der Wirtschaftsecke wird bei einem Nein mit einem Schreckenszenario schwarzgemalt. Ich bin da sehr viel vorsichtiger und erinnere mich zurück. Und ich erinnere mich sehr genau! Im 1992 fand die Abstimmung über den EWR Beitritt statt. Der wurde abgelehnt. Sogar recht deutlich. Im papierigen Cash wurde bei einem Nein ein Untergang der Schweiz vorhergesagt. Seitenlang wurde aufgeführt wie es mit der Schweiz bei einem Nein abwärtsgehen würde. Ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit, ein explodieren der Zinsen, ein Wirtschaftsrückgang usw usw. Nichts von den diesen Befürchtungen traf ein. Ich liess mich damals von einem Ja überzeugen. Im Nachhinein muss ich sagen, ich wurde getäuscht.

    Ich werde dieses Mal Nein sagen. Ich bin nicht gegen die Ausländer. Aber ich weiss, dass zum Beispiel im Aargau der Arbeitsmarkt von Deutschen überschwemmt wird, dass die Löhne gedrückt werden und der Wohnungsmarkt durch die EU Einwanderer ausgetrocknet wurde. Zugegeben, wenn ich Unternehmer wäre würde ich auch zustimmen. Dann können die Gewinne gesteigert werden, weil teure Schweizer entlassen werden können und billigere Ausländer die Stellen übernehmen dürfen. Die EU Ausländer arbeiten nun mal billiger, das ist eine Tatsache. Und mit den Leuten aus dem Ostblock wird es noch schlechter werden.

    Italien schafft die Romas aus und schickt sie zurück nach Rumanien. Und die EU schaut zu. Zähneknirschend, aber machtlos. Wieso soll da die Schweiz nicht auch die Türe zubehalten dürfen? Müssen wir uns aus Brüssel alles diktieren lassen? Ich meine Nein!

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Auch in unserer Firma arbeiten bereits (zu) viele Deutsche. Und es ist tatsächlich so, dass die Deutschen, wie auch die anderen EU Bürger, zu deutlich geringeren Löhnen bereit sind zu arbeiten. Und diese EU Bürger dürfen, wenn sie einen Job haben, sich auch in der Schweiz niederlassen. Durch dieses Privileg verschlechtert sich hier zu Lande die Wohnungssuche. Sofern er überhaupt noch funktioniert. Er, der Wohnungsmarkt ist ausgetrochnet.

    Die Arbeitgeber sind zwar für die Ausweitung der EU Personenfreizügigkeit. Sie investieren auch viel Geld in die Vorlage und werben für ein Ja. Ich bin mir sicher, kaum ist der 8.Febr. vorbei, kommt eine grosse Entlassungswelle auf uns zu. Darauf wette ich!

    Bis zum Abstimmungssonntag hüten sich die Firmen Entlassungen auszusprehen. Sie wollen keine Ängste schüren.

    In meinen Augen war es auch eine Schweinerei, oder höflicher gesagt eine Schlaumeierei, die Vorlagen zu verknöpfen. Nur schon aus diesem Grunde lege ich ein Nein in die Urne. Die sogenannten Volksvertreter haben eine Ohrfeige verdient!

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Ich verstehe das jetzt nicht so ganz. Aber es scheint, dass man will, dass die Romas etc.auch kommen dürfen. Und wenn sie dann da sind, geht es uns besser und wir bekommen keine Wirtschaftskrise. Aber bis am 8. Februar droht uns noch eine weil ein Teil von der Politik die eben nicht hier will. Vermutlich weil sie sonst zuviel Sozialgeld kosten, wenn sie dann den Job wieder verlassen bei uns. Wir haben ja auch nicht soviele Kirchen, wo sie dann hin könnten. Vor allem, wie man die Leute dann verteilen müsste, ist sicher auch noch ein Problem.

    Emil

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Für mich ganz klar NEIN.


    In meiner Firma, in meiner abteilung (ca. 50pers.) gabs vor 2Jahren 1Deutschen. Heute sind es 8 stück. und es sollen weitere hinzukommen... da angeblich leute fehlen...

    aber wenn sich schweizer bewerben => zu teuer, passt nicht in die abteilung usw. die tollsten ausreden...


    Nix gegen diese Leute... aber für die Wirtschaft und das Land Schweiz denke ich ist es gefährlich... vorallem wenn jetzt gross firmen Leute entlassen müssen... Arbeitslosen geld gibts für die auch?


    bin eigentlich eher für die FDP aber in diesem Fall frag ich mich werden die Politiker bestochen, oder glauben sie einfach an den mist den sie schreiben, sagen!!?


    und ja von den Leuten hör ich von vielen seiten 1jahr kann man sie brauchen dann lässt der arbeitswille extrem nach... ich kann nur von den berichten die ich täglich sehe


    von 8stück sind 2super und übertreffen alle mit wissen usw. die restlichen 6 machen "ferien" den sollte man allen mal in den a... tretten...

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Durch eine weitere Öffnung des Arbeitsmarktes werden weiterhin kostengünstigere Arbeitskräfte einwandern. Der Preis des Produktionsfaktors Arbeit, die Löhne, sinkt. Dies ist aus Sicht der heute vor Auslandskonkurrenz geschützten inländischen Arbeitskräfte schlecht.


    Gleichzeitig gibt es aber noch andere Produktionsfaktoren wie Technologie, Kapital oder Land. Weil durch die Reduktion des Preises für Arbeit der relative Preis solcher Güter steigt, profitieren die Besitzer dieser Faktoren. Dazu gehören fast alle, zumindest indirekt über die Pensionskasse.


    Tiefere Produktionskosten werden durch die günstigeren Faktorpreise erzielt. Dadurch fallen langfristig die Preise für den Endkonsumenten. Auch davon profitieren schlussendlich alle. Dazu kommt, dass der Exportmarkt Aufschwung erhält, was unsere Handelsbilanz verbessert.


    Vergessen darf man auch nie, dass ein zugezogener Ausländer sowohl zwei Hände, als auch ein Mund hat: Er verrichtet Arbeit, isst aber auch die Früchte seiner Arbeit. Er ist also Produzent (und nebenbei Steuerzahler) und Konsument gleichzeitig. Nach diesem Prinzip sollte Einwanderung das absolute Bruttoinlandprodukt steigern, während dem das BIP pro Kopf konstant bleibt.


    Dies wird nicht der Fall sein, denn Einwanderung bedeutet Produktivitätsfortschritte. Durch grössere Produktionsmengen können Skalenerträge genutzt werden. Das bedeutet die Stückkosten sinken wegen der gestiegenen Menge.


    Es ist nicht sinnvoll die Löhne künstlich auf hohem Niveau zu halten und gleichzeitig überteuer zu produzieren und konsumieren. Nicht die kurzfristig erzielte Lohnsumme sollte ausschlaggebendes Kriterium gegen eine Liberalisierung des Arbeitsmarktes sein, aber der langfristig erzielte Wohlstand der gesamten Bevölkerung.


    Deshalb JA zur erweiterten Personenfreizügigkeit mit der EU.


    Tatsächlich ist es ein Problem das viele Ausländer Netto-Staatsleistungsbezüger sind. Viele arbeiten nicht (mehr) und beziehen eine Rente aus unseren Sozialwerken. Dieser Problematik sollten wir aber nicht durch eine restriktivere Freizügigkeitspolitik entgegenwirken. Denn dies ist ein Problem unser zu grosszügigen Sozialleistungen. Ausländer haben einen Anreiz zu uns in die Schweiz zu kommen und dann zu profitieren, aber nur weil wir so dumm sind es ihnen so einfach zu machen.


    Wie Blocher sagt ist es eine Frechheit vom Parlament die Erweiterung auf Rumänien und Bulgarien an das Gesamtpaket zu knüpfen. Dadurch kann das Volk seine Meinung nicht zum Ausdruck bringen. Es gibt nur noch ein Ja zu allem oder ein Nein zu allem. Einerseits finde ich es eine Frechheit, dass mit solchen wichtigen Entscheidungen Parteipolitik gemacht wird. Anderseits sind jetzt wo die Tendenz nach Nein zeigt, nicht nur diese linken Parteistrategiedenker die Dummen aber damit die ganze Bevölkerung.

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Quote:

    Quote
    Deshalb geht fast ihr ganzer Lohn (abzügl. Miete und KK) in den Konsum.


    falsch, die kohle geht nach rumänien und wird unserem wirtschaftskreislauf entzogen...


    betreffend deutsche fachkräfte: auch die deutschen haben lahme ärsche bei sich zu hause. nur bewerben sich diese nicht um stellen in der schweiz, oder wenn, kriegen die sie auch nicht. deutsche die bei uns einen job kriegen sind oft bereit für weniger (deutlich mehr als bei ihnen zu hause, bessere sozialleistungen, bessere infrastruktur) zu arbeiten. weiter sind wir schweizer sehr ausländerfreundlich, passen uns im umgang auch sofort ans hochdeutsch an. die infrastruktur gleicht der deutschlands, z.t. dieselben läden, dieselben regeln und gesetze. wieso also nicht in die schweiz wenn doch alles besser ist?


    dass unsere arbeitgeber solche leute, die effektiv pfupf im hintern haben und für denselben lohn mehr und qualitativ hochstehend arbeiten gerne annehmen, das verstehe ich sehr wohl.


    ich arbeite im finanzsektor und glaubt mir, jeder 3. der ein telefon abhebt spricht inzwischen nur noch hochdeutsch. zumeist sind es aber nicht die einfachen leute in der abwicklung, sondern irgendwelche fachspezialisten, rechtsverdreher oder leute im marketing (fachausbildung, gut, günstig, exakt - deutsch halt).


    summa sumarum: wir sind selbst schuld dass die anderen attraktiver erscheinen (soll aber nicht als freipass genereller natur gelten=

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  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    ich frag mich was besser ist für 1. das land 2. für mich (alle bürger)


    ich finds sehr intressant... ich finde es gut wenn ausländer in die schweiz kommen, aber denke ich sollte dies begrenzt der fall sein!

    denn sonst irgendwann is einfach kein platz mehr da => damit mein ich... wenn jetzt die krise zuschlägt mehr arbeitslose... wer wird zuerst entlassen? schweizer oder ausländer? ich denke dies könnte enorme probleme herbeirufen... da jetzt schon viele nicht wirklich davon begeistert sind das soviele hierherkommen...

    will hier nicht eine politische seite ergreifen... allerdings werden wir (das volk) wieder informiert mit zahlen usw. die evtl. gar nicht stimmen!?


    finde es auch einwenig schade das sich sehr wenig jüngere mit dem thema befassen. was nützt es mir wenn meine grossmutter denkt es ist schlecht... sie ihre meinung auf 20min geholt hat... obwohl die eine total falsche einschätzung hatten...


    was rumänien betrifft kann ich ein liedchen davon singen "outsourcing" in unserer firma... bis mitte jahr wird ein grossteil nach rumänien gegeben, um zu sparen ist wohl klar, die vorhandenen MA werden in die offenen stellen gegeben und geschaut das man die sonst irgendwie runterbringt.

    was schliess ich draus? es wurden einige jobs weggegeben aber keine entlassungen somit merkt dies niemand auch wenn dadurch 500arbeitsplätze wegfallen... solange kein unternehmen sagt "wir verschieben 100AP nach rumänien, und entlassen hier leute" denk ich intressierts niemanden...

    oder villeicht müssten auch andere zahlen her wie zb. 10'000Arbeitsplätzt gehen nach rumänien...


    :roll:

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    ich habe mich nur der begonnen diskussion angeschlossen und mich FUER die deutschen ausgesprochen... keine vorurteile sondern meine eigenen feststellungen.


    ich schimpfe eher gegen uns schweizer selber.


    ansonsten welche kohle nach rumänien? dieselbe kohle die auch während der zeit der italienischen gastarbeiter nach italien ging, die kohle die nach albanien geht, die kohle die nach serbien geht. ganz einfach, der drang der familienväter ihre familien zu unterhalten was ja auch nur rechtens ist. trotzdem hilfts dem inländischen konsum herzlich wenig.


    p.s. die altersleistung wird übrigens auch ins ausland ausbezahlt, sobald der entsprechende arbeiter nachweisen kann, dass er die schweiz wieder verlassen hat. alternative wäre die familie in die schweiz zu holen, was ja, bekanntlicherweise wegen immigrationsvorschriften nicht immer ganz einfach ist.

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  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Ramschpapierhaendler wrote:


    ja das ist wohl die grosse frage was ist mir lieber oder was ist besser... aber ich denk Nr. 1 wird passieren plus zusätzlich wird die qualität nachlassen, was bereits komuniziert wurde, da die dort unten nur einen teil von dem machen können... allerdings nimmt das die firma in kauf den sie sagen wir sind immernoch zu gut, und können locker noch nachlassen...


    daraus schliesse ich die qualität nimmt ab... was sicherlich die produkte günstiger macht => da kommt die frage will ich günstiger? dafür einen schlechteren service? ich persönlich NEIN daher auch klares NEIN von mir...

    jetzt fragt sich was wichtiger ist die qualität oder der preis... und wie festgestellt worden ist spielt der preis eine höhere rolle... daher ein JA

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Schon mal Nachgedacht vor dem Schreiben ??


    Diverse Abteilungen in Spitälern dürften geschlossen werden ohne Pflegepersonal aus den deutschen Landen (und dem Rest der Welt).


    Wer bitte, repariert und baut unsere Strassen.


    Dito unsere Tunnels/Häuser usw. usw.


    Wer erntet und säät, wenn nicht "diese Ausländer". Müsste die SVP mal klarlegen, z.B.


    Wer leert unseren Mist, ist im Recycling tätig.


    Aber auch: Den Input im Bereich der Forschung in den Unis, der chem. und jeglicher anderer Industrie ist wohl auch nicht zu unterschätzen.


    Führungspositionen werde wohl kaum von "unterbezahlten" Deutschen/Amis/Engländern/Italienern etc. eingenommen.


    Und diese werden kaum unsere Sozialwohnungen belegen. Wohnungsnot durch einige Tausend gut bezahlte Ausländer?????


    Ah und nicht zu vergessen. Diese machen dann ja wohl auch Reklame in den eigenen Ländern (sofern nicht zu viel negative SVP schwarze Schafe an Plakaten hängen) für den Tourismus, von welchem wohl auch einige Arbeitsplätze in der Schweiz (allerdings wohl auch wieder Service-Personal ausländischer Herkunft......) abhängen.


    Jawohl, es gibt auch negative Auswirkungen. Aber diese müssen verhindert werden, OHNE alle Menschen in einen Topf zu werfen. Einige Wenige sind nicht DIE Ausländer!


    Denken, bitte !!!!

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    CrashGuru wrote:

    Quote
    Schon mal Nachgedacht vor dem Schreiben ??


    falls du mich damit meinst, ähm ich glaub schon :lol:


    wie bereits erwähnt hab ich gründe dafür und dagegen!

    ich will auch keine politische seite unterstützten.

    meine gründe hab ich auch klar belegt.

    ich kann nicht beurteilen wie es im pflege geschäft aussieht da ich dort nicht arbeite... ich nehm an du arbeitest dort und auch auf dem bau da du des so genau beurteilen kannst!?

    ich möchte da seeehr vorsichtig sein, ich beurteile die "ausländer" die bei uns arbeiten davon sind 25% leute top, günstiger und besser als leute von diesem lande. aber die restlichen 75% kannst du nicht brauchen...


    hab erst letzte woche von einem ehmaligen schulkameraden gehört sie haben deutsche gehabt. Strassenbau... die haben gearbeitet allerdings sehr schlecht, als die arbeit fertig war mussten die Portugiesen das ganze neumachen...

    was heisst das für mich? => man braucht leute (portugiesen) allerdings muss man aufpassen was für welche (deutsche)


    wie gesagt das hab ich nur gehört. kann ich selbst nicht beurteilen. ich seh nur das bspl. in der firma in der ich arbeite...

    und vom thema manager ähm warum wurden in den letzten jahren ein grossteil der manager ersetzt durch deutsche??? also darf ich dir den satzt zurück geben "Schon mal Nachgedacht vor dem Schreiben ??"

    oder willst du sagen das dies bloss in einer grösseren firma so ist??


    wie schonmal gesagt ich frag mich was besser ist. es hat beides gute und schlechte seiten.


    MÖCHTE AUCH KLAR STELLEN DAS ICH NICHT WAS GEGEN DEUTSCHLAND ODER DEUTSCHE HABE!!! aber durch mein Job und diese Deutsche hab ich leider ein schlechtes bild von 3/4 die hier sind und "arbeiten" :roll:

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Das wird wirklich eine verdammte schwierige Abstimmung :roll:


    Wie die Gewerkschaften dazu Ja sagen können ist mir unbegrieflich...und die SP sollte ja auch für den Büetzer schauen. Bei völliger Freizügigkeit wirds für den einfachen Büetzer der seinen hohen Lohn nicht durch entsprechende Qualität rechtferigen kann hart...wohl sehr hart sogar.


    Unsere Traumhaften Beschäftigungszahlen werden sich dann wohl auch langsam internationalem Niveau angleichen.


    Trotzdem wäre ein nein ebenfalls Fatal...die Ganzen Beziehungen zur EU würden kaputt gemacht.


    Welches der beiden Übel wir schlussendlich schlucken wollen ist die Frage?

    „Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“


    Konrad Adenauer

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Nun, wenn die Vorlage abgelehnt wird, heisst das nicht, dass alle Ausländer die Schweiz verlassen müssten. Denn jene, die bereits im Besitze einer Niederlassungsbewilligung sind, bleiben hier.


    Ich persönlich finde es einfach eine Schweinerei, dass 2 Vorlagen, die ansich getrennt zur Abstimmung kommen müssten in ein "Paket" verschachtelt werden.

    Von allen Sachen die mir verloren sind gegangen, habe ich am meisten an meinem Verstand gehangen...

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Johnny P wrote:

    Quote


    Welches der beiden Übel wir schlussendlich schlucken wollen ist die Frage?


    einfach ausgedrückt, aber so denk ich ist es richtig beschrieben :cry:

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    CrashGuru

    Schön und gut. Damit ein Ausländer in der Schweiz leben und Arbeiten darf bedarf es keiner Personenfreizügigkeit! Jetzt kann die Schweiz bestimmen welche Ausländer sie hier haben will doch mit der Personenfreizügigkeit wird das nicht mehr der Fall sein. EU-Bürger werden dann das Recht haben hier zu Arbeiten und zu Leben.


    Meinst du vielleicht das ein guter türkischer Arzt nicht im Zürcher Uni Spital Arbeiten darf weil keine Personenfreizügigkeit mit der Türkei besteht..? lol! Ein Antrag und in 2 - 3 Monaten hat dieser Herr eine Aufenthaltsbewilligung B später dann eine Niederlassungsbewilligung C.


    Ich verstehe wirklich nicht warum man diese Kontrolle aufgeben sollte!

    "Die Betrachtung der Dinge, so wie sie sind, ohne Ersatz oder Betrug, ohne Irrtum oder Unklarheit, ist eine edlere Sache als eine Fülle von Erfindungen." Francis Bacon (1561-1626)

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Habe gestern im Radio vernommen, dass an den CH Universitäten, bereits rund 50% ausländische Lehrkräfte tätig sind.

    Es ist klar, dass diese Menschen wiederum Landsleute einstellen, man ist ja dann unter sich.

    Wie beim ehemaligen "Swiss Banking", das es ja bekanntlich nicht mehr gibt, wird wohl auch die "Swiss Education" bald der Vergangenheit angehören.

    So wie Schweizer bei Banken und Versicherungen gemieden werden, findet diese Diskriminierung der Einheimischen nun auch im Schulwesen statt.

    Besonders krass finde ich, dass es sich hier um Einrichtungen des Schweizerischen Staates handelt, die vorwiegend von Schweizer Steuerzahlern finanziert werden.........


    Gerüchte besagen aber auch, dass skrupellose Schweizer, für Ausländer Pseudoarbeisplätze schaffen, mit dem einzigen Ziel, diese Leute nach einem Jahr zur ALV zu schicken um sich dann die ALV Leistungen zu teilen....und ich spreche nicht von Bauhilfsarbeitern oder Rüblizupfern...sondern von Wirtschaftsprüfern, Juristen und Bankfachleuten mit Salairen über CHF 10'000.- pro Monat !!!!!!!!


    Mein Vorschlag:

    1. Ausländer sollten erst nach 10 Jahren voller Arbeitstätigkeit volles Arbeitslosengeld erhalten.

    2. Demgegenüber muss für alle, die mindestens 10 Jahre voll und ununterbrochen in die ALV eingezahlt haben, die Bezugsdauer auf mindestens 500 Tage erhöht werden.


    Nachdem wir nun CHF 66'000'000'000.- aus dem Fenster geworfen haben, soll mir bitte niemand kommen und sagen, wir hätten das nötige Kleingeld hierfür nicht.


    Happy working anyway


    Fine-Tuner

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Fine-Tuner wrote:

    Quote
    Nachdem wir nun CHF 66'000'000'000.- aus dem Fenster geworfen haben, soll mir bitte niemand kommen und sagen, wir hätten das nötige Kleingeld hierfür nicht.


    sorry muss dich korrigieren 100prozentig is des net weg... villeicht bleiben da noch 25% aber null wird das bestimmt nicht :lol:

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Fine-Tuner wrote:

    Quote
    Habe gestern im Radio vernommen, dass an den CH Universitäten, bereits rund 50% ausländische Lehrkräfte tätig sind.


    Du hast keine Ahnung von der Uni. Ich bin Student und die Hilfsassistenten, die wir haben sind v. a. Ausländer vorwiegend Deutsche. Die stellen auch niemand an. Die machen einen Job, der kein (od. kaum) ein Schweizer machen würde/macht. Sie sind übrigens genausogut ausgebildet. Natürlich haben wir auch deutsche Profs. Ich glaube man sollte die fähigsten / am besten Qualifizierten nehmen, egal woher.


    Homer wrote:

    Quote
     

    Ich persönlich finde es einfach eine Schweinerei, dass 2 Vorlagen, die ansich getrennt zur Abstimmung kommen müssten in ein "Paket" verschachtelt werden.


    Die SVP verkauft einmal mehr das Volk für dumm. Die meisten glauben das Märchen auch noch... Die Bilateralen gibt es als ganzes (oder gar nichts). Da können wir Schweizer leider nicht die Honigstücke (wie Krähen *wink* ) herauspicken.

    3) Φιλαργυρία

  • Abstimmung Erwiterung Freizügigkeitsabkommen mit der EU

    Es gibt Probleme mit Ausländern: viele sind kriminell, viele sind Rentenbezüger (Scheininvalide usw.), viele sind billiger, viele sind qualitativ den Schweizern unterlegen (wie hier behauptet wurde)...


    Warum aber sollen alle diese Probleme mit Einschränkungen der Personenmobilität geregelt werden?


    Kriminalität: Ausbau der Polizeikräfte, und härtere Strafen sind effektiver als Einwanderungsstopps. Kriminelle sind eh immer mobil.


    Sozialmissbrauch: ist ein Problem welches auch unter Schweizern auftaucht. Die Rentenvergabe muss viel restriktiver erfolgen und Renten müssen geringer sein als ein Arbeitseinkommen, damit kein perverser Anreiz entsteht vom Staat zu leben als zu arbeiten.


    Viele ausländische Arbeitskräfte sind billiger als Schweizer, gehen aber auch einfacheren Arbeiten nach. Schweizer können sich auf ihre (in der Regel kompliziertere) Arbeiten konzentrieren. Dies ist ein einfaches Beispiel der produktivitätssteigernden Arbeitsteilung wie es schon Ricardo beschrieben hat.


    Zum Glück gibt es bei uns den italienischen Coiffeur, den serbischen Automechaniker und die türkische Putzfrau. Sonst wären diese Dienstleistungen viel teurer.


    Und zur Behauptung Ausländer verrichten qualitativ schlechte Arbeit: ist schon möglich, doch dann sollten die Firmen diese Leute nicht einstellen. Tun sie es trotzdem werden sie langfristig von der Konkurrenz verdrängt. Es ist doch nicht die Aufgabe der Politik sich in Firmen einzumischen.


    Es werden immer wieder Ängste geschnürt. Bei der Ausländerpolitik zählen leider solche psychologischen Argumente. Tatsächlich kann in keinem ökonomischen Modell ein Gesamtwohlfahrts-Nachteil für das Einwanderungsland gezeigt werden.


    Ich bin erstaunt, dass hier in diesem Forum so viele auf diese Scheinargumente reinfallen und nicht die (positiven) ökonomischen Konsequenzen sehen.


    JA zur erweiterten Personenfreizügigkeit!


    Und BTW: was erwartet ihr wie die Schweizer Börse auf ein Nein reagiert?