SMI im Januar 2009

  • SMI im Januar 2009

    Johnny P wrote:

    Quote


    Oder sie bewegen Markt einfach mal in eine Richtung, mit dem Wissen, dass der naive Trader aufspringt und kassieren in dann mit einem newsspike ab. :lol:


    Wohl kaum. Wer beachtet schon den Goldpreis? Das sind nur ganz wenige.

    Naive Trader beobachten ohnehin nur den Markt, der sie interessiert. Vielleicht noch Dollar und Bond-Yields, wenn's hochkommt.

  • SMI im Januar 2009

    T15 wrote:

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    @mf

    sprich grosse verluste bei einer bank so ala LEH was leute zum goldkaufen treibt? meinst du so in der art was? :roll:


    So in etwa. Aber man muss da schon sehr vorsichtig sein. Z.B. Dollar beobachten. Meist folgt Gold ja nur invers dem Dollar. Wenn Du also steigenden Dollarpreis hast, musst Du in sinkende Goldpreise nichts hineininterpretieren.


    Wenn aber wie vor ein paar Tagen der Dollar stabil lief und just zu Beginn Öffnung Comex um 14:30 Gold einfach so $30 abschmiert, könnte was im Busch sein.

  • SMI im Januar 2009

    orangebox wrote:

    Quote
    Da hat sich mein Einstieg bei C doch gelohnt, wusste bei schlechte Nachrichten kanns nur rauf gehen :lol:


    Schon vergessen, wie Du seinerzeit mit AIG auf die Nase gefallen bist? (War doch AIG, oder?) Oder war's Northern Rock?

  • SMI im Januar 2009

    MarcusFabian wrote:

    Quote

    orangebox wrote:


    Schon vergessen, wie Du seinerzeit mit AIG auf die Nase gefallen bist? (War doch AIG, oder?) Oder war's Northern Rock?


    AIG *wink*




    Ne ist ja auch nur kurzfristig C, gestern zu 3.28 rein, übers Wochenende wird ich die nicht behalten:

    querschuesse.de

  • SMI im Januar 2009

    Oh je Amerika kann man nicht mehr ernst nehmen....verkaufen die doch wieder tatsächlich alles ab. Null Gegenreaktion und ziehen ganz Europa mitrunter.

  • SMI im Januar 2009

    War zu erwarten: Am Montag ist Martin Luther King Tag. US-Börsen sind also geschlossen und wer will heutzutage über ein verlängertes Wochenende schon Positionen offen halten?

  • SMI im Januar 2009

    MarcusFabian wrote:

    Quote
    Am Montag ist Martin Luther King Tag.


    "I have a dream!


    I have a dream that one day this nation will rise up and live out the true meaning of its creed: "We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal."


    Der Traum ist wahr geworden. Ein Farbiger ist Präsident.

    Es gibt noch Schlimmeres.

  • SMI im Januar 2009

    Endlich ist sie da. Die einfache Erklärung, was da genau abläuft.


    DIE FINANZKRISE - ALLGEMEINVERSTÄNDLICH


    Heidi besitzt eine Bar in der Bieler Innenstadt. Um den Umsatz zu steigern beschliesst sie, die Getränke der treuen Kundschaft - mehrheitlich Alkoholiker ohne Arbeit - > aufzuschreiben (ihnen also Kredit zu gewähren).


    Das spricht sich herum und dadurch drängen sich immer mehr Kunden in Heidi's Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung vorerst keine Sorgen machen müssen, verteuert Heidi die Preise für Wein und Bier, die meistkonsumierten Getränke, und erhöht damit massiv ihren Umsatz.


    Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank sieht in diesen Kundenschulden wertvolle künftige Guthaben und erhöht die Kreditlinie für Heidi. Er macht sich keine grossen Sorgen, er hat ja die Schulden der Alkoholiker als Deckung.


    Am Sitz der Bank transformieren top ausgewiesene Banker diese Kundenguthaben in SUFFBOND, ALKBOND und KOTZBOND um. Diese Papiere werden dann weltweit gehandelt. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen bedeuten und wie sie garantiert werden. Da die Kurse aber steigen, werden die Papiere ein Renner.


    Eines Tages und obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (inzwischen selbstverständlich entlassen - Begründung: er wahr zu negativ) der Bank fest, dass man die Schulden der Alkis von Heidi's Bar langsam einfordern sollte. Die können aber nicht zahlen. Heidi kann ihren Kreditverpflichtungen nicht nachkommen und macht Konkurs. SUFFBOND und ALKBOND verlieren 95%, KOTZBOND hält sich besser und stabilisiert sich nach einem Verlust von 80%.


    Die Lieferanten hatten Heidi's Bar längere Zahlungsfristen gewährt und zudem in die Papiere investiert: der Weinlieferant geht Konkurs, der Bierlieferant wird von einem Konkurrenten übernommen. Die Bank wird durch den Kanton gerettet.

    endlich mal ne einfache Erklärung...

  • SMI im Januar 2009

    Typhoon wrote:

    Quote
    Endlich ist sie da. Die einfache Erklärung, was da genau abläuft.


    Als ich die Geschichte vor etwa 1 Monat zum ersten mal gelesen habe, war's noch eine Bar im Berliner Wedding mit Harz4-Empfängern als Kunden :lol:

  • SMI im Januar 2009

    hehe ist wohl ins Schweizer Deutsch übersetzt.

    Aber find ich gut. Fazit daraus: Schuld sind alle, Alki der konsumiert und weiss er kann nie bezahlen. Heidi zu grosses Risiko. Lieferanten ebenfalls keine Nachfrage von Risiken.

    Aber das Ausmass konnte nur entstehen durch die Hochbezahlten Banker. Sind ja auch die Kleversten im Game. :evil:

    schönes weekend, für dich wohl mit Sonne und Hitze.

  • SMI im Januar 2009

    Endlich mal gute Nachrichten:


    Der Crash an der Wall Street hat auch den S&P 500 durcheinander gewirbelt, der die wichtigsten amerikanischen Konzerne erfasst. Gemessen an der Marktkapitalisierung hieß der König in den Vergangenheit stets: Finanzsektor. Die Kredit-Krise ließ die Kurse der Bankaktien implodieren und deren Marktkapitalisierung schmolz dahin. Laut dem Infodienst Bespoke fiel der einst regierende Finanzbereich auf den fünften Platz im S&P 500. Jetzt regiert, wieder gemessen an der gesammelten Marktkapitalisierung, der Technologiebereich. Die Tech-Aktien wiegen gemeinsam 16% der S&P 500. Danach folgen Gesundheitsvorsorge (einschließlich Pharma), Energie und Konsumgüter (wie Procter & Gamble).

  • SMI im Januar 2009

    Natürlich: Die würden selbstverständlich wertlos verfallen.


    T-Bonds sind ja nichts anderes als Zahlungsversprechen einer Firma (Staat in diesem Fall) die Pleite gegangen ist.

  • SMI im Januar 2009

    MarcusFabian wrote:

    Quote
    War zu erwarten: Am Montag ist Martin Luther King Tag. US-Börsen sind also geschlossen und wer will heutzutage über ein verlängertes Wochenende schon Positionen offen halten?


    Ich!! 8)

  • SMI im Januar 2009

    Traurig aber wahr und es wird nicht die letzte Firma sein, aber wenn man die Dimension, die diese Krise verursacht, dann muss man sich schon Fragen, was kann diesen Tsunami stoppen??


    16-01-2009 20:44 Aus für zweitgrösste US-Elektrokette - 30.000 Mitarbeiter ohne Job

    RICHMOND (AWP International) - Das Aus der zweitgrössten US-Elektronikkette Circuit City kostet rund 30.000 Mitarbeiter ihre Jobs. Alle Bemühungen um einen Verkauf des Unternehmens oder neue Kredite zur Fortführung des Geschäfts seien gescheitert, teilte Circuit City am Freitag mit. Die Kette mit mehr als 1.000 Geschäften wird nun liquidiert. Das seit fast 50 Jahren bestehende Unternehmen sieht sich als ein Opfer des Nachfragerückgangs als Folge von Finanzkrise und Rezession. Circuit City hatte im November zunächst einen Insolvenzantrag mit Gläubigerschutz gestellt. Damals konnte die Kette sich noch ein Darlehen über 1,1 Milliarden Dollar für den Weiterbetrieb sichern. An der Börse wurden die Nachrichten negativ aufgenommen. Die Circuit City-Aktie notiert gegen Abend mit 74 Prozent Minus bei 0,039 US-Dollar.

    Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!