Anfängerfrage Optionen

  • Hallo Zusammen


    Habe mich soeben in das 1x1 der Optionen eingelesen. Kann mir jemand sagen, ob meine Überlegungen soweit richtig sind? Als Beispiel habe ich mir Logitech ausgesucht.


    Der Kurs ist momentan bei CHF 25.09 und ich rechne zukünftig mit steigenden Kursen, also kaufe ich Call-Optionen.


    Ich erwarte, dass die Aktie Ende Juni bei knapp 30 Franken steht, suche dementsprechend einen Strike in dieser Preisregion.

    LOGJM BAER Logitech Call-Warrant Call 28 − 20.06.08 10 SWX 0.15 0.17


    Wenn ich nun 100 Optionen zu 0.17 kaufe (= CHF 17) bei einer Ratio von 10, kann ich für 17 Franken 10 Aktien zum Strikepreis kaufen, falls der Strikepreis erreicht wird.


    Kurs am 20.06.2008 der Logitech Aktie = CHF 30.-

    Strike: 28.-


    10 Aktien zu 28 = CHF 280.- plus CHF 17.- Optionen => CHF 297.- Aktienkauf ohne Optionen: 10x CHF 30.- => CHF 300.-

    Gewinn mit Optionen CHF 3.-

    Das sich das nicht lohnt, ist mir auch klar, geht nur ums Beispiel ;)


    Danke für eure Hilfe!


    Gruss

    cidix

  • Re: Anfängerfrage Optionen

    Hallo cidix


    Ist korrekt.


    Die Preise der Warrants sind in aller Regel so ausgelegt, dass sich ausüben nicht lohnt.

    Mit anderen Worten: mit dem Verkauf des Warrants fährt man besser.

  • Anfängerfrage Optionen

    Danke für deinen Kommentar Elias.


    Ah ok, man versucht diese immer weiterzuverkaufen. Bis es am Schluss einen "Dummen" gibt, der seine Optionen nicht mehr losbringt?

    Und wieso gibt es bei manchen Optionen weder Bid noch Ask Preise?

  • Anfängerfrage Optionen

    Wenn der Warrant in-the-money ist, wird der Emittent sie am Verfallstag zurückkaufen, sonst muss er liefern (call) oder kaufen (put).

    Wenn er out-of-the-money ist, verbrennt sich der letzte die Finger.


    Diejenigen, die kein bid/ask haben, werden entweder verfallen sein oder erst in der Zukunft gehandelt werden (bei Sprinter oft der Fall) oder total aus dem Geld sein.

  • Anfängerfrage Optionen

    Also kann der Emittent wählen, ob er zurückkaufen oder liefern (call)/kaufen (put) will?


    Was passiert den, wenn der Warrant "at the money" ist? Muss der Emmittent dann auch zurückkaufen?


    Also funktioniert der Handel wie mit Aktien, werden hin und hergereicht und der letzte sollte einfach "in the money" haben :)

    Dann läuft auch die Preisbildung nach dem Bid/Ask Prinzip ab?


    Danke übrigens für deine Erläuterungen Elias :)

  • Anfängerfrage Optionen

    cidix wrote:


    a) Der Emittent kann zurückkaufen (= Position schliessen), muss aber nicht

    b) at-the-money: dito

    c) Handel funktioniert wie bei Aktien mit dem Unterschied, dass hier der Emittent Market-Maker ist und zusätzlich selber Kurse stellt.


    Nebenbei:

    Du kannst analog dem Emittent selber an der Eurex short gehen (=puts oder calls schreiben). Das geht für den Kleinanleger günstig über Swissquote.

    Der Unterschied zur gekauften Option (Long-Put oder Long-Call):

    Du bekommst Geld, bist dadurch aber Stillhalter

    Risiken:

    Beim Short-Call musst du die Aktien zu jeder Zeit liefern können, wenn der Optionskäufer das will. Darum muss man die Titel im Depot haben (covered)

    Beim Short-Put muss man zu jeder Zeit, die Titel kaufen können. D.h. man muss das Geld haben.

    Man muss auch kaufen, wenn die Titel auf Null fallen.


    Als Schreiber darum immer kurze Laufzeiten wählen (1 Monat).

    Ziel ist es ja, dass die Option zu deinen Gunsten verfällt


    Mit dem Short-Put senkt man den Einstandspreis

    Mit dem Short-Call erhöht man den Verkaufspreis.

  • Anfängerfrage Optionen

    Wenn man sucht, findet man das Termsheet des Warrants.

    Dort steht eigentlich immer drauf dass das Settlement Cash ist. D.h. wenn Dein Warrant am Verfallszeitpunkt im Geld ist, muss ihn der Ermitent zum entsprechenden Preis zurück nehmen.


    Ab und zu bekommt man von der Bank ein paar Tage vorher noch ein Schreiben wo man theoretisch eine Ausübung des Warrants verlangen könnte. Lohnen tut sich das aber nicht wirklich man kann genauso gut den Warrantpreis einstreichen und für die Aktie dementsprechend mehr bezahlen. Für das Ausüben bezahlt man glaub noch recht viel Gebühren. Hab ich mal gelesen.....


    Wenn man aber ein reicher Sack ist und unbedingt eine Firma übernehmen möchte. Kann man sich anhand von Optionen sein Anteil an Bezugsrechten für die Aktien sichern. Dann muss man aber am schluss die Option natürlich ausüben. So geschehen im letzten Jahr mit Sulzer....


    Gruss SLIN.

  • Anfängerfrage Optionen

    Slin wrote:

    Quote
    Wenn man sucht, findet man das Termsheet des Warrants.

    Dort steht eigentlich immer drauf dass das Settlement Cash ist. D.h. wenn Dein Warrant am Verfallszeitpunkt im Geld ist, muss ihn der Ermitent zum entsprechenden Preis zurück nehmen.


    *seufz* Ist wohl zu lange her, dass ein Warrant am Verfallstag bei mir im Geld war.


    Quote:

    Quote
    Was passiert am Ende der Laufzeit mit einem Warrant?

    Das hängt von den Regelungen im Verkaufsprospekt des Emittenten ab. Bei Warrants mit Cash-Settlement (s.o.) wird oft automatisch ausgezahlt, falls der Schein am Verfallstag im Geld steht. Bei anderen Warrants muss der Eigentümer des Scheins seine Bank beauftragen, den Warrant auszuüben. Hier sollten Sie sich genau beim Emittenten erkundigen.

    http://www.warrants.ch/?framel….warrants.ch/home/faq.asp

  • Anfängerfrage Optionen

    Elias wrote:


    Hallo Elias


    Genau das würde ich gerne tun! Jedoch keinen Plan wie! :lol: Habe kein Konto bei SQ, geht das auch direkt oder über die UBS (bzw. ups. je nach Lesekultur)? Und: Was kostet der ganze Spass (Handgelenk mal 3.14)


    Habe Swatch Aktien und möchte Calls schreiben.


    Danke im Voraus und guter Start in die neue Börsenwoche!